Binnen 15 Jahren will der Öko-Unternehmer Shai Agassi die Welt mit Elektroautos überrollen. Damit das klappt, müssten ihm die großen Hersteller geeignete Fahrzeuge bauen - doch die zieren sich. Zurückhaltung ist keine Stärke von Shai Agassi. "Ich bin das Ende vom Öl", frohlockt der 40-jährige Manager in einem seiner Firmenvideos. Nach seinem Ausscheiden aus der Computerindustrie ist der in Israel geborene und lange als Kronprinz des deutschen Software-Riesen SAP gehandelte Dauerdynamiker angetreten, die - automobile - Welt zu revolutionieren.
Mit seinem optimistisch Better Place getauften Unternehmen will Agassi dem Elektroauto zum Durchbruch verhelfen. Konventionelle Tankstellen sind in seiner kühnen Vision überflüssig. "Spätestens in 15 Jahren fährt die Welt elektrisch", sagte Agassi SPIEGEL ONLINE. Das ist eine wagemutige Prognose. Die meisten fundierten Studien gehen davon aus, dass 2025 weltweit nur ein paar Prozent der Autos einen Elektroantrieb besitzen werden.
Agassi glaubt fest an die elektrische Revolution. Er glaubt allerdings auch, dass die alteingesessenen Autofirmen es ohne seine Hilfe nicht hinbekommen werden. Zwar goutiert der Elektroauto-Enthusiast Konzepte wie den Chevrolet Volt oder Mercedes Blue Zero. Doch letztlich seien die großen Hersteller allesamt auf dem Holzweg. "Selbst noch so fortschrittliche Elektrofahrzeuge werden die Kunden in absehbarer Zeit kaum zufriedenstellen", kritisiert Agassi. Reichweite, Fahrleistung und Ladezyklen seien noch nicht ausgereift.
"Der unschätzbare Vorteil des Autos in seiner jetzigen Form ist die Unabhängigkeit, die es gewährt. Ich kann fahren, wann und wohin ich will", argumentiert Agassi. Wer dagegen eine Reise erst aufwendig planen müsse, könne auch gleich den Bus nehmen. Ob mit oder ohne Extra-Verbrennungsmotor - irgendwann müssten alle Elektroautos länger an die Steckdose, als es dem Fahrer lieb sein könne. "Mit der gewohnten Freiheit hat das nichts zu tun." Die ende bei herkömmlichen Stromern nach 200 Kilometern.
Better Place setzt auf elektrische Mobilität. Der Ansatz aber ist anders als bei bisherigen Konzepten. "Wir machen Strom so leicht und schnell verfügbar, wie es heute auf Benzin zutrifft", behauptet Agassi. Statt weiter am idealen Elektroauto zu feilen und auf den perfekten Akku zu warten, plant Agassi den Aufbau einer komplett neuen Infrastruktur. Zu der zählt neben Ladebuchsen in der Garage und auf Parkplätzen ein Netz spezieller Servicestationen, an denen die Akkus automatisch gewechselt werden können.
"Wer weiter fahren möchte, muss trotzdem nicht umdenken", sagt Agassi. Statt die stundenlangen Ladezyklen abzuwarten, rolle man wie bei einer Waschanlage in eine spezielle Box. Sobald das Auto stehe, lege sich eine Montagevorrichtung unter die Batterie im Wagenboden, löse den leeren Akku und verstaue ihn in einer Ladebox; dann werde automatisch eine volle Batterie aus dem unterirdischen Regal gezogen und in den Wagen eingesetzt.
"Das ganze dauert keine drei Minuten, schon sind sie wieder auf der Straße. Jeder normale Tankvorgang braucht mehr Zeit", schwärmt Agassi. Nicht nur technisch geht Better Place einen eigenen Weg. Auch das Geschäftsmodell hat mit dem eines normalen Autoherstellers nichts zu tun. "Wir arbeiten ähnlich wie Mobilfunkbetreiber", sagt Agassi. So wie Vodafone oder T-Mobile keine Telefone verkauften, sondern Gesprächsminuten, so verkaufe er keine Autos, sondern Fortbewegung. "Wir kalkulieren mit vier Cent pro Kilometer."
Umweltfreundlich allerdings ist das Konzept nur dann, wenn die Batterien mit grünem Strom gespeist werden. Das weiß auch Agassi, der bei jedem Projekt lokale Energieversorger ins Boot holt und wiederholt verspricht: "Wir zapfen nur erneuerbare Energiequellen an." Bei der Wahl der Fahrzeuge lässt Agassi den Kunden im Prinzip freie Hand. "Jedes Auto kann mitmachen, solange es über ein Loch im Wagenboden und eine durch diese Öffnung austauschbare Batterie verfügt", sagt Agassi. Bislang erfüllt allerdings kein einziges Pkw-Modell diese Kriterien. Und obwohl der charismatische und äußerst redegewandte Agassi bereits bei sämtlichen wichtigen Vorständen vorstellig wurde, hat erst ein Konzern ein entsprechendes Auto in Aussicht gestellt.
Es war angeblich am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, als es Agassi gelang, Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn zu überzeugen. Ab 2011 will der speziell für Better-Place-Kunden Autos bauen, die bei den ersten Projekten etwa in Israel, Dänemark oder der kanadischen Provinz Ontario zum Einsatz kommen sollen. Autos gibt es zwar noch nicht, aber dafür reichlich Interessenten. Auch Hawaii oder Kalifornien und Australien haben mit dem smarten Israeli Vereinbarungen getroffen, beinahe monatlich kommen neue Regionen hinzu - nur das Autoland Deutschland fehlt bislang auf Agassis Liste. Aber das sei eher ein Problem der Deutschen als eines von Better Place, findet der Visionär. "Wie beim Hybridantrieb wird hier mal wieder ein Trend verschlafen."
Quelle: Spiegel Online
24.1.09
15.1.09
(Finanzen) Anlageberatung live im Netz
Bekannt ist Giuseppe Botti als früherer Beobachter- und TV-Anlageberater. Gross war der Zuspruch stets auch zu seinen Geldseminaren im Rahmen der Fondsmesse, die auch dieses Jahr (wieder mit Botti) anfangs Februar in Zürich stattfindet. Nun bringt er zusammen mit Partner Hanspeter Schreiber eine Netz-Beratungslösung, die nach Angaben der Initianten weltweit ihresgleichen sucht.
Also künftig einfach www.botti-boerse-live.ch anklicken und jeweils Dienstag- und Donnerstagvormittag die Zusammenstellung von einem der fünf Musterdepots (zu Anlagen in Einzelaktien, Fonds, Indexfonds, strukturierte Produkte und Kurzfrist-Trading) verfolgen. Das allerdings ist nicht kostenfrei möglich – vielmehr sind für das Jahresabo 480 fällig, für ein dreimonatiges Schnupper-Abo stolze 240 Franken. Damit besteht nicht nur Zugang zu den Live-Sendungen im Internet, sondern zur telefonischen Beratung, die jeweils an den gleichen Tagen nachmittags möglich ist. Wer also massgeschneiderte Anlagetipps sucht, wird sich in erster Linie hinters Telefon klemmen müssen in der Hoffnung, dort schnell eine kompetente Beratungsperson an der Strippe zu haben. Sollten die Abonnentenzahlen in die Höhe schiessen, wollen die Initianten die Telefonberatung rasch ausbauen – fürs erste Jahr rechnen sie mit deren rund 200, was die Beratungssite nach Betreiberangaben schon in die Gewinnzone bringen würde.
Ob die Auswahl der Musterdepots eine glückliche ist, müssen die Anleger entscheiden. Denn ihr Fokus könnte mit Fug und Recht auch andere Schwerpunkte aufweisen (weg vom kurzfristigen Trading und von strukturierten Produkten hin zu einer fondsbasierten Vermögensverwaltung mit inhaltlichen Schwerpunkten wie dem nachhaltigen Investment oder Anlagen in Schwellenländern).
Abrufbar sind viele weitere Informationen, auch für Nicht-Abonnenten. Klar ist, dass sich das Angebot in erster Linie an erfahrenere AnlegerInnen richtet. Denn handeln müssen sie letztlich selbst. Empfohlenermassen über eine der bekannten Online-Trading-Plattformen, die auch im Rahmen der Live-Beratung zum Einsatz kommen (wie Swissquote und Tradejet). Der grosse Vorteil des Angebots: die Unabhängigkeit von Finanzdienstleistern aller Art, will heissen, keine versteckten Kommissionen für die Site-Betreiber von Brokern, Handelshäusern und Fondsgesellschaften. Und wenn derzeit verbreitet Zurückhaltung besteht bezüglich neuer Investments, ist die Zeit vielleicht doch nicht so schlecht, gerade jetzt einzusteigen. Insofern kommt das Angebot zum richtigen Zeitpunkt.
Also künftig einfach www.botti-boerse-live.ch anklicken und jeweils Dienstag- und Donnerstagvormittag die Zusammenstellung von einem der fünf Musterdepots (zu Anlagen in Einzelaktien, Fonds, Indexfonds, strukturierte Produkte und Kurzfrist-Trading) verfolgen. Das allerdings ist nicht kostenfrei möglich – vielmehr sind für das Jahresabo 480 fällig, für ein dreimonatiges Schnupper-Abo stolze 240 Franken. Damit besteht nicht nur Zugang zu den Live-Sendungen im Internet, sondern zur telefonischen Beratung, die jeweils an den gleichen Tagen nachmittags möglich ist. Wer also massgeschneiderte Anlagetipps sucht, wird sich in erster Linie hinters Telefon klemmen müssen in der Hoffnung, dort schnell eine kompetente Beratungsperson an der Strippe zu haben. Sollten die Abonnentenzahlen in die Höhe schiessen, wollen die Initianten die Telefonberatung rasch ausbauen – fürs erste Jahr rechnen sie mit deren rund 200, was die Beratungssite nach Betreiberangaben schon in die Gewinnzone bringen würde.
Ob die Auswahl der Musterdepots eine glückliche ist, müssen die Anleger entscheiden. Denn ihr Fokus könnte mit Fug und Recht auch andere Schwerpunkte aufweisen (weg vom kurzfristigen Trading und von strukturierten Produkten hin zu einer fondsbasierten Vermögensverwaltung mit inhaltlichen Schwerpunkten wie dem nachhaltigen Investment oder Anlagen in Schwellenländern).
Abrufbar sind viele weitere Informationen, auch für Nicht-Abonnenten. Klar ist, dass sich das Angebot in erster Linie an erfahrenere AnlegerInnen richtet. Denn handeln müssen sie letztlich selbst. Empfohlenermassen über eine der bekannten Online-Trading-Plattformen, die auch im Rahmen der Live-Beratung zum Einsatz kommen (wie Swissquote und Tradejet). Der grosse Vorteil des Angebots: die Unabhängigkeit von Finanzdienstleistern aller Art, will heissen, keine versteckten Kommissionen für die Site-Betreiber von Brokern, Handelshäusern und Fondsgesellschaften. Und wenn derzeit verbreitet Zurückhaltung besteht bezüglich neuer Investments, ist die Zeit vielleicht doch nicht so schlecht, gerade jetzt einzusteigen. Insofern kommt das Angebot zum richtigen Zeitpunkt.
14.1.09
(Finanzen) Trotz Absturz gute Aussichten und ein Fragezeichen
Nachhaltige Investments wurden im letzten Jahr wie alle anderen Geldanlagen zu grossen Verlierern. Hatten sie 2007 noch mit überdurchschnittlichen Zuwächsen geglänzt – und damit auch die Langfrist-Rendite auf überdurchschnittliche Werte geschraubt – war der Nachlass im 2008 umso heftiger. Das mussten die Verantwortlichen der Beteiligungsgesellschaft Sustainable Performance Group (SPG) an einer Veranstaltung in Zürich mit Bedauern eingestehen. Ein Minus von rund 57 Prozent schlägt zu Buche. Für die Zukunft zeigen sich Silberstreifen am Horizont der nachhaltigen Geldanlage.
Es waren vor allem die Energiewerte, die (bei den Erneuerbaren) letztes Jahr praktisch auf der ganzen Linie zwei Drittel und mehr ihres zuvor erreichten Höchststandes einbüssten. Aber es sind auch die Aktien solcher Firmen, die häufig aufgrund weiterhin glänzend laufender Geschäfte am meisten Anlass zu Hoffnung geben. Wie etwa bei der chinesischen Yingli Green Energy, die innert kürzester Zeit zu einer der grössten Photovoltaik-Firmen Chinas geworden ist. Gut zehn Jahre rund ist Yingli unterdessen alt, startete mit einer kleinen Modulproduktion vor fünf Jahren und machte dann in Riesenschritten vorwärts – ermöglicht durch privates Wagniskapital von 220 Mio.$ 2006 und den Börsengang im Folgejahr. Unterdessen peilt die in Baoding südlich von Peking beheimatete Firma für das laufende Jahr die 600 MW-Produktionskapazität an. Sie ist damit den grössten der Welt auf der Spur, die es derzeit bis auf rund 1000 MW resp. 1GW bringen (wie etwa Suntech Power und Q-Cells). Yingli ist eines der Energieinvestments der SPG, die sich nunmehr neben den erneuerbaren Energien auf die Bereiche Ressourceneffizienz, Wasser und Gesundheit fokussiert.
Vorgestellt wurde an der SPG-Veranstaltung, der weitere im laufenden Jahr folgen sollen, auch eine McKinsey-Studie, die das Potenzial der Verringerung von Treibhausgasemissionen wesentlich höher veranschlagt als bislang angenommen. Demnach soll bis ins Jahr 2030 eine Verringerung von 43 Prozent möglich sein – und dies lediglich aufgrund bereits bekannter Technologien. Allerdings auch zu Milliardenkosten, die aber durch Einsparungen auch wieder hereinzuspielen wären. Als unverzichtbar sehen die Szenarien dabei den Einsatz von Atomkraft, also auch den Bau neuer AKW’s in der Schweiz. Wie weit ein solcher Schritt mit den Grundsätzen der Nachhaltigkeit vereinbar sein soll, wollten die nach eigenen Aussagen neutralen Autoren der Studie nicht kommentieren.
Dem lässt sich nur lapidar anfügen: Der Einsatz von Atomenergie ist mit Nachhaltigkeitsüberlegungen keinesfalls vereinbar – dagegen sprechen die Megagrössen und Gefahren von AKW’s. Letztlich auch die unabsehbaren Kosten, die in der Studie zwar für die eigentliche Produktion als vergleichsweise hoch angesetzt sind, bei denen aber die Entsorgungs- und an sich nötigen Versicherungskosten schlicht und einfach unterschlagen werden. Nachhaltige Investments werden als eigener Investmentstil langfristig nur eine Chance haben, wenn sie sich nicht als Mogelpackung erweisen – und bei den zumindest offensichtlichsten Verstössen gegen Nachhaltigkeitsprinzipien Abstand halten.
Es waren vor allem die Energiewerte, die (bei den Erneuerbaren) letztes Jahr praktisch auf der ganzen Linie zwei Drittel und mehr ihres zuvor erreichten Höchststandes einbüssten. Aber es sind auch die Aktien solcher Firmen, die häufig aufgrund weiterhin glänzend laufender Geschäfte am meisten Anlass zu Hoffnung geben. Wie etwa bei der chinesischen Yingli Green Energy, die innert kürzester Zeit zu einer der grössten Photovoltaik-Firmen Chinas geworden ist. Gut zehn Jahre rund ist Yingli unterdessen alt, startete mit einer kleinen Modulproduktion vor fünf Jahren und machte dann in Riesenschritten vorwärts – ermöglicht durch privates Wagniskapital von 220 Mio.$ 2006 und den Börsengang im Folgejahr. Unterdessen peilt die in Baoding südlich von Peking beheimatete Firma für das laufende Jahr die 600 MW-Produktionskapazität an. Sie ist damit den grössten der Welt auf der Spur, die es derzeit bis auf rund 1000 MW resp. 1GW bringen (wie etwa Suntech Power und Q-Cells). Yingli ist eines der Energieinvestments der SPG, die sich nunmehr neben den erneuerbaren Energien auf die Bereiche Ressourceneffizienz, Wasser und Gesundheit fokussiert.
Vorgestellt wurde an der SPG-Veranstaltung, der weitere im laufenden Jahr folgen sollen, auch eine McKinsey-Studie, die das Potenzial der Verringerung von Treibhausgasemissionen wesentlich höher veranschlagt als bislang angenommen. Demnach soll bis ins Jahr 2030 eine Verringerung von 43 Prozent möglich sein – und dies lediglich aufgrund bereits bekannter Technologien. Allerdings auch zu Milliardenkosten, die aber durch Einsparungen auch wieder hereinzuspielen wären. Als unverzichtbar sehen die Szenarien dabei den Einsatz von Atomkraft, also auch den Bau neuer AKW’s in der Schweiz. Wie weit ein solcher Schritt mit den Grundsätzen der Nachhaltigkeit vereinbar sein soll, wollten die nach eigenen Aussagen neutralen Autoren der Studie nicht kommentieren.
Dem lässt sich nur lapidar anfügen: Der Einsatz von Atomenergie ist mit Nachhaltigkeitsüberlegungen keinesfalls vereinbar – dagegen sprechen die Megagrössen und Gefahren von AKW’s. Letztlich auch die unabsehbaren Kosten, die in der Studie zwar für die eigentliche Produktion als vergleichsweise hoch angesetzt sind, bei denen aber die Entsorgungs- und an sich nötigen Versicherungskosten schlicht und einfach unterschlagen werden. Nachhaltige Investments werden als eigener Investmentstil langfristig nur eine Chance haben, wenn sie sich nicht als Mogelpackung erweisen – und bei den zumindest offensichtlichsten Verstössen gegen Nachhaltigkeitsprinzipien Abstand halten.
8.1.09
(Finanzen / Umwelt) Solarunternehmen macht Furore
08.01.09 Solarunternehmen macht Furore. Die Bonner SolarWorld AG ist Deutschlands wachstumsstärkstes Unternehmen 2008. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Unternehmensberatung Bain & Company für die Zeitschrift Wirtschaftswoche. Das Blatt hebt in seiner aktuellen Ausgabe die Konzentration des Unternehmens auf das Kerngeschäft Solarstromtechnologie und die Abdeckung der kompletten Wertschöpfungskette vom Rohstoff Silizium bis zum fertigen Solarmodul als Erfolgsfaktoren hervor. In der Betrachtung von Rendite, Eigenkapitalrentabilität, Wachstum und Umsatz habe sich die SolarWorld an die Spitze von 280 börsennotierten Unternehmen in Deutschland gesetzt.
Das Unternehmen selbst weist heute in einer Pressemitteilung auf sein Engagement in China hin. Dort fördere die SolarWorld den Zugang zu Energie in netzfernen Regionen. Im Westen Chinas habe der Solarkonzern für die solare Elektrifizierung von mehr als einhundert Dörfern gesorgt, die bisher von der Stromversorgung abgeschnitten waren. 29.000 Menschen aus insgesamt 142 Dörfern in den dünn besiedelten Provinzen Xinjiang, Qinghai und Yunnan erhalten dem Unternehmen zufolge damit erstmals Zugang zu Elektrizität. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China habe die SolarWorld AG jedes dieser Dörfer mit einer Solarstromanlage ausgestattet. Insgesamt summiere sich die solare Kraftwerksleistung der SolarWorld-Anlagen auf 1,2 Megawatt (MW). Der Solarstromkonzern habe damit sein internationales Off-Grid-Geschäft weiter gestärkt. Dabei geht es um die Ausrüstung netzferner Regionen mit effizienter dezentraler Solarstromtechnologie.
Die Kraftwerke sorgen laut dem Unternehmen jährlich für die Produktion von rund 1,1 Millionen Kilowattstunden Solarstrom. Er werde vor allem für die Beleuchtung und den Betrieb von kleineren elektrischen Geräten, Radios und Fernsehern in den insgesamt 7.300 Haushalten verwendet. „Das Projekt in China zeigt, dass auch in größerem Umfang abgelegene Regionen mit Solarstrom versorgt werden können. Teilhabe und wirtschaftliche Entwicklung werden so erstmals möglich gemacht“, meint Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG.
Quelle: www.ecoreporter.de / Solarworld
Das Unternehmen selbst weist heute in einer Pressemitteilung auf sein Engagement in China hin. Dort fördere die SolarWorld den Zugang zu Energie in netzfernen Regionen. Im Westen Chinas habe der Solarkonzern für die solare Elektrifizierung von mehr als einhundert Dörfern gesorgt, die bisher von der Stromversorgung abgeschnitten waren. 29.000 Menschen aus insgesamt 142 Dörfern in den dünn besiedelten Provinzen Xinjiang, Qinghai und Yunnan erhalten dem Unternehmen zufolge damit erstmals Zugang zu Elektrizität. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China habe die SolarWorld AG jedes dieser Dörfer mit einer Solarstromanlage ausgestattet. Insgesamt summiere sich die solare Kraftwerksleistung der SolarWorld-Anlagen auf 1,2 Megawatt (MW). Der Solarstromkonzern habe damit sein internationales Off-Grid-Geschäft weiter gestärkt. Dabei geht es um die Ausrüstung netzferner Regionen mit effizienter dezentraler Solarstromtechnologie.
Die Kraftwerke sorgen laut dem Unternehmen jährlich für die Produktion von rund 1,1 Millionen Kilowattstunden Solarstrom. Er werde vor allem für die Beleuchtung und den Betrieb von kleineren elektrischen Geräten, Radios und Fernsehern in den insgesamt 7.300 Haushalten verwendet. „Das Projekt in China zeigt, dass auch in größerem Umfang abgelegene Regionen mit Solarstrom versorgt werden können. Teilhabe und wirtschaftliche Entwicklung werden so erstmals möglich gemacht“, meint Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG.
Quelle: www.ecoreporter.de / Solarworld
15.12.08
(Finanzen und Umwelt) Solare Grossinvestition gegen den Trend
Eine Investition von rund 530 Millionen Euro plant die Ersol Solar Energy AG. Damit baut das neue Mutterhaus Bosch die Solarproduktion massiv aus und schafft 1100 zusätzliche Arbeitsplätze. Die Bosch-Gruppe will gemeinsam mit der ersol Solar Energy AG die Fertigungskapazitäten für kristalline Solarzellen und Module am Standort Arnstadt in Thüringen erweitern. Dafür sollen bis 2012 rund 530 Millionen Euro investiert werden. Der ersol-Aufsichtsrat hat entsprechenden Plänen des ersol-Vorstands zugestimmt. „Die Investition unterstreicht unser strategisches Ziel, unser Engagement rund um die regenerativen Energien in den kommenden Jahren kräftig auszubauen“, sagte Dr. Siegfried Dais, stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung und Vorsitzender des Aufsichtsrats der ersol Solar Energy AG. Die Robert Bosch GmbH hatte im Sommer dieses Jahres die Mehrheit an dem Erfurter Photovoltaikspezialisten übernommen, der waferbasierte Siliziumsolarzellen und Dünnschichtmodule entwickelt, fertigt und vertreibt.
Geplant ist eine große Produktionsstätte für kristalline Solarzellen in Arnstadt, sowie der Aufbau einer Modulfertigung, ein neues Verwaltungsgebäude und eine Erweiterung der bereits bestehenden Forschung und Entwicklung. Der Start der Produktion ist für Anfang 2010 vorgesehen. Insgesamt werden nach aktueller Planung über 1 100 neue Arbeitsplätze durch diese Investition entstehen. Bereits heute beschäftigt ersol in Erfurt und Arnstadt rund 1 200 Mitarbeiter. „Dies ist ein wichtiges Signal für die Region gerade in diesen wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten“, sagte der Ministerpräsident des Landes Thüringen, Dieter Althaus. Bund und Land wollen das Projekt unterstützen. Die beantragten Fördermittel sollen sich auf gut 10 Prozent der Gesamtinvestitionen belaufen und sind aufgrund dieser erklärten Unterstützung fester Bestandteil der Investitionsplanung. Hier steht allerdings noch die Zustimmung der EU-Kommission aus. Eine Entscheidung wird für das Frühjahr 2009 erwartet. Die Finanzierung erfolgt über Bosch-Konzerndarlehen und durch Eigenmittel von ersol.
Quelle: www.ecoreporter.de / www.bosch.com
Geplant ist eine große Produktionsstätte für kristalline Solarzellen in Arnstadt, sowie der Aufbau einer Modulfertigung, ein neues Verwaltungsgebäude und eine Erweiterung der bereits bestehenden Forschung und Entwicklung. Der Start der Produktion ist für Anfang 2010 vorgesehen. Insgesamt werden nach aktueller Planung über 1 100 neue Arbeitsplätze durch diese Investition entstehen. Bereits heute beschäftigt ersol in Erfurt und Arnstadt rund 1 200 Mitarbeiter. „Dies ist ein wichtiges Signal für die Region gerade in diesen wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten“, sagte der Ministerpräsident des Landes Thüringen, Dieter Althaus. Bund und Land wollen das Projekt unterstützen. Die beantragten Fördermittel sollen sich auf gut 10 Prozent der Gesamtinvestitionen belaufen und sind aufgrund dieser erklärten Unterstützung fester Bestandteil der Investitionsplanung. Hier steht allerdings noch die Zustimmung der EU-Kommission aus. Eine Entscheidung wird für das Frühjahr 2009 erwartet. Die Finanzierung erfolgt über Bosch-Konzerndarlehen und durch Eigenmittel von ersol.
Quelle: www.ecoreporter.de / www.bosch.com
9.12.08
(Finanzen) Endlich klaren Wein eingeschenkt
Lange verschlossen Banken und Vermögensverwalter die Augen vor der Realität. Oder wollten nicht sehen, was sich da in der Welt zusammen braute. Und so hiess es bis vor Kurzem: Rezession? Nicht bei uns! Unterdessen hat sich auch in Finanzkreisen Ernüchterung breit gemacht. KundInnen werden beim Besuch Ihrer Vermögensverwalter erstmals nicht bedrängt, in dieses oder jenes neue Finanzprodukt zu investieren. Abwarten sei vielmehr angesagt. Oder eine präzisere Analyse, wie sie die Westschweizer Privatbank Pictet dem geneigten Publikum unlängst zur Kenntnis brachte.
Dieses kam in Scharen in eines der edelsten Zürcher Hotels – standesgemässes Umfeld muss immer noch sein. Doch bei den präsentierten Fakten nehmen die Pictet-Banker kein Blatt vor den Mund. Zuerst betont die Geschäftsleitung, dass das eigene Institut sich nur wenigen Risiken ausgesetzt habe – auch dieses Mal wie stets in der bereits 200jährigen Geschichte von Pictet. Womit die eigene Glaub- und Kreditwürdigkeit trefflich belegt wäre – nehmen doch die Genfer gar keine Kredite auf, sondern legen die Gelder anderer Leute nur möglichst viel versprechend an. Im Juni noch wurde dabei zu viel versprochen, der Aktienmarkt galt auch für Pictet vor einem halben Jahr als überverkauft und entsprechend gute Einstiegsmöglichkeit.
Davon kann jetzt nicht mehr die Rede sein, wie Pictet-Mann Alfred Roelli durchaus selbstkritisch anmerkte. Untermauert von all den Zeichen einer weiteren Verschlechterung der weltwirtschaftlichen Situation. Denn das ist der Punkt beim aktuellen wirtschaftlichen Einbruch – er hat sich sehr schnell vom Finanzmarkt auf die Wirtschaft als Ganzes ausgeweitet. So ist das Kreditgeschäft selbst weiterhin praktisch tot, die Konsumenten gelten weltweit und insbesondere in den USA als massiv verunsichert. Und da kann, Ironie der Geschichte, nur beunruhigen, dass erstmals seit langem die US-Sparquote wieder ansteigt – kein gutes Zeichen für die Entwicklung der allgemeinen Nachfrage. Beunruhigen muss auch, dass nicht nur die Wohnungsmärkte in den USA, sondern auch in vielen europäischen Staaten in Bedrängnis sind und Preiseinbrüche in Frankreich, Spanien, Grossbritannien entweder schon Tatsache sind oder unmittelbar bevorstehen.
Das lässt als Fazit laut Roelli nur vermuten, dass die renditemässige Durststrecke weitergeht, dass die rezessiven Tendenzen mindestens bis Mitte 2009 anhalten und dass Gold in seiner physischen Form zumindest eine geeignete Beimischung bei der Wertanlage darstellt. Die günstige Bewertung an den Aktienmärkten allein kann auf jeden Fall nicht als Signal gelten, bereits wieder einzusteigen. Denn die ist vielleicht auch bald dahin, wenn die Gewinne der Unternehmen einbrechen.
Dieses kam in Scharen in eines der edelsten Zürcher Hotels – standesgemässes Umfeld muss immer noch sein. Doch bei den präsentierten Fakten nehmen die Pictet-Banker kein Blatt vor den Mund. Zuerst betont die Geschäftsleitung, dass das eigene Institut sich nur wenigen Risiken ausgesetzt habe – auch dieses Mal wie stets in der bereits 200jährigen Geschichte von Pictet. Womit die eigene Glaub- und Kreditwürdigkeit trefflich belegt wäre – nehmen doch die Genfer gar keine Kredite auf, sondern legen die Gelder anderer Leute nur möglichst viel versprechend an. Im Juni noch wurde dabei zu viel versprochen, der Aktienmarkt galt auch für Pictet vor einem halben Jahr als überverkauft und entsprechend gute Einstiegsmöglichkeit.
Davon kann jetzt nicht mehr die Rede sein, wie Pictet-Mann Alfred Roelli durchaus selbstkritisch anmerkte. Untermauert von all den Zeichen einer weiteren Verschlechterung der weltwirtschaftlichen Situation. Denn das ist der Punkt beim aktuellen wirtschaftlichen Einbruch – er hat sich sehr schnell vom Finanzmarkt auf die Wirtschaft als Ganzes ausgeweitet. So ist das Kreditgeschäft selbst weiterhin praktisch tot, die Konsumenten gelten weltweit und insbesondere in den USA als massiv verunsichert. Und da kann, Ironie der Geschichte, nur beunruhigen, dass erstmals seit langem die US-Sparquote wieder ansteigt – kein gutes Zeichen für die Entwicklung der allgemeinen Nachfrage. Beunruhigen muss auch, dass nicht nur die Wohnungsmärkte in den USA, sondern auch in vielen europäischen Staaten in Bedrängnis sind und Preiseinbrüche in Frankreich, Spanien, Grossbritannien entweder schon Tatsache sind oder unmittelbar bevorstehen.
Das lässt als Fazit laut Roelli nur vermuten, dass die renditemässige Durststrecke weitergeht, dass die rezessiven Tendenzen mindestens bis Mitte 2009 anhalten und dass Gold in seiner physischen Form zumindest eine geeignete Beimischung bei der Wertanlage darstellt. Die günstige Bewertung an den Aktienmärkten allein kann auf jeden Fall nicht als Signal gelten, bereits wieder einzusteigen. Denn die ist vielleicht auch bald dahin, wenn die Gewinne der Unternehmen einbrechen.
8.12.08
(Umwelt) Zu kostspielig – Energiekonzern stoppt Bau eines neuen AKW
Der größte Energiekonzern Südafrikas, Eskom Holding Limited, verzichtet auf den Bau eines neuen Kernkraftwerkes. Wie er bekannt gab, verabschiedet er sich aus Kostengründen von dem Projekt. In der aktuellen Klimadebatte wurde zuletzt verstärkt für die Kernkraft als Option für emissionsarme Energieerzeugung geworben. Kritiker verwiesen darauf, dass die Energiebilanz von Kernkraftwerken insgesamt negativ ist. Ausufernde Kosten haben dazu geführt, dass nahezu alle in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit angekündigten Kernkraftprojekte nicht umgesetzt wurden.
Quelle: www.ecoreporter.de
Quelle: www.ecoreporter.de
30.11.08
(Umwelt) Wald für die Wüste
Eine neue bahnbrechende Erfindung aus den Niederladen macht es möglich, grosse Wüsten- und Felsflächen auf der Erde in den kommenden Jahren wieder aufzuforsten. Experimente in der Sahara bewiesen, dass Bäume dank der WaterBoxx selbst unter härtesten Umweltbedingungen wachsen können und mit genügend Wasser versorgt werden.
Die Erfindung von Pieter Hoff, einem Geschäftsmann und Erfinder aus den Niederlanden, hat den prestigeträchtigen Beta Dragons Preis während des jährlichen Flying Dutchman 2008 Science and Technology Symposiums in Amsterdam gewonnen. Die WaterBoxx sieht wie ein rechteckiger Kunststoffeimer mit einem Loch in der Mitte aus, in dem der Baum in die Erde gepflanzt wird. Die raffiniert gebaute Oberseite fängt Kondensationswasser in der Nacht auf. Zusammen mit dem Regenwasser aus den selten auftretenden Regenschauern wird es in kleinen Dosen nach innen an den Baum abgegeben. Zusätzlich verhindert die WaterBoxx das Verdunsten des Wassers in den oberen Bodenschichten und schützt die Wurzeln gegen Sonne, Wind, Unkraut oder Nagetiere. Nach einem Jahr ist der Baum stark genug, um selbstständig zu wachsen und die WaterBoxx kann entfernt werden.
"Bäume wachsen zwar in trockenen Gegenden, verbreiten sich aber nicht weiter. Die WaterBoxx gibt ihnen einen wichtigen Vorsprung", erläutert Hoff. Er hat vor kurzem seine Erfindung in der marokkanischen Wüste erfolgreich getestet. 90 Prozent der mit einer WaterBoxx angepflanzten Bäume waren nach ein paar Monaten mit einem extrem heissen und trockenen Sommer grün und am Leben. 90 Prozent der Bäume, die ohne die WaterBoxx gepflanzt wurden, starben ab, obwohl sie jede Woche gewässert wurden.
Hoff ist davon überzeugt, dass bei Anpflanzung der richtigen Baumarten grosse Teile der Erde wiederaufgeforstet werden können, ohne dabei Nutzflächen opfern zu müssen. Er sucht gegenwärtig Investoren, die seine Erfindung im Nahen Osten, in Indien, in Afrika und anderen trockenen Gegenden anwenden können. Hoff: "Wenn wir 2 Milliarden Hektar wiederaufforsten können, binden die Bäume mehr CO2, als die Menschheit produziert, und damit wäre das ganze CO2-Problem gelöst." Seine WaterBoxx ist vom 1. Juli 2009 an erhältlich.
Quelle: Presseportal - www.sonnenseite.com
Die Erfindung von Pieter Hoff, einem Geschäftsmann und Erfinder aus den Niederlanden, hat den prestigeträchtigen Beta Dragons Preis während des jährlichen Flying Dutchman 2008 Science and Technology Symposiums in Amsterdam gewonnen. Die WaterBoxx sieht wie ein rechteckiger Kunststoffeimer mit einem Loch in der Mitte aus, in dem der Baum in die Erde gepflanzt wird. Die raffiniert gebaute Oberseite fängt Kondensationswasser in der Nacht auf. Zusammen mit dem Regenwasser aus den selten auftretenden Regenschauern wird es in kleinen Dosen nach innen an den Baum abgegeben. Zusätzlich verhindert die WaterBoxx das Verdunsten des Wassers in den oberen Bodenschichten und schützt die Wurzeln gegen Sonne, Wind, Unkraut oder Nagetiere. Nach einem Jahr ist der Baum stark genug, um selbstständig zu wachsen und die WaterBoxx kann entfernt werden.
"Bäume wachsen zwar in trockenen Gegenden, verbreiten sich aber nicht weiter. Die WaterBoxx gibt ihnen einen wichtigen Vorsprung", erläutert Hoff. Er hat vor kurzem seine Erfindung in der marokkanischen Wüste erfolgreich getestet. 90 Prozent der mit einer WaterBoxx angepflanzten Bäume waren nach ein paar Monaten mit einem extrem heissen und trockenen Sommer grün und am Leben. 90 Prozent der Bäume, die ohne die WaterBoxx gepflanzt wurden, starben ab, obwohl sie jede Woche gewässert wurden.
Hoff ist davon überzeugt, dass bei Anpflanzung der richtigen Baumarten grosse Teile der Erde wiederaufgeforstet werden können, ohne dabei Nutzflächen opfern zu müssen. Er sucht gegenwärtig Investoren, die seine Erfindung im Nahen Osten, in Indien, in Afrika und anderen trockenen Gegenden anwenden können. Hoff: "Wenn wir 2 Milliarden Hektar wiederaufforsten können, binden die Bäume mehr CO2, als die Menschheit produziert, und damit wäre das ganze CO2-Problem gelöst." Seine WaterBoxx ist vom 1. Juli 2009 an erhältlich.
Quelle: Presseportal - www.sonnenseite.com
25.11.08
(Umwelt) Jetzt kommt die Elektro-Tankstelle
In Berlin ist der erste in Europa ausgelieferte Elektro-Roadster "Tesla" präsentiert worden. Besitzer des bahnbrechenden kalifornischen Elektro-Sportwagens, der mit Strom aus einfachen Lithium- Ionen-Akkus in weniger als vier Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt und eine Reichweite von fast 400 Kilometern hat, ist Matthias Willenbacher.
Der 39-Jährige ist Gründer und Vorstand der juwi-Gruppe, einer der führenden Projektentwickler von Windkraft-, Solar- und Bioenergieanlagen. "Elektromobilität muss die Verkehrssysteme der Zukunft prägen, doch das alleine reicht nicht. Wenn die Emissionen vom Auspuff einfach zum Kohlekraftwerk verlagert werden, dann haben wir mit Blick auf die Klimakatastrophe nichts gewonnen. Elektromobilität macht aber nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren und damit sauberen Energieträgern kommt – zum Beispiel aus Wind-, und Sonnenenergie. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen", so Willenbacher bei einem Hintergrundgespräch der Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin. Konkret heißt das: Juwi will so schnell wie möglich den über 80 Wagen umfassenden Firmen-Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller umstellen. "Wir würden am liebsten gestern damit anfangen, doch bislang haben wir trotz intensivster Suche keinen Autohersteller gefunden, der uns entsprechende Elektrofahrzeuge liefern könnte", kritisiert Willenbacher und verweist auf eine weitere wichtige Funktion von Elektroautos. "Sie dienen auch als intelligente Stromspeicher.
Elektrofahrzeuge werden zum Aufladen der Batterie üblicherweise nachts an die Steckdose gesteckt, so dass sie etwaige Überschüsse an Windstrom aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben können." Am Firmensitz Wörrstadt zeigt juwi, dass die Umstellung auf eine saubere Elektro- Mobilität möglich ist. Am Firmengebäude selbst und im Umfeld des Unternehmenssitzes erzeugt juwi mit Photovoltaikanlagen Strom, mit dem Elektroautos an der firmeneigenen "Solarstrom-Tankstelle" gespeist werden können. Dabei hat das Unternehmen höchst innovative Konzepte umgesetzt.
So werden die Parkplätze am Firmensitz von juwi-Solarcarports überdacht, die mit Dünnschicht-Solar-Modulen bestückt sind. Den juwi-Solarcarport gibt es in nahezu allen Größen. Ein Solarcarport der Einstiegsgröße (zwei Parkplätze) erzeugt mit der Kraft der Sonne Strom, mit dem zwei Elektroautos jeweils rund 15.000 Kilometer pro Jahr fahren können. Strom, der dezentral, also vor Ort in der Region, aus regenerativen Energieträgern gewonnen wird, bewahrt nicht nur vor dem Klimakollaps, sondern ermöglicht auch eine günstige und preisstabile Mobilität. "Mit Windstrom kann der Tesla beispielsweise für vier Euro "vollgetankt" werden. Und mit einer Windenergieanlage der modernsten Generation kann man Strom für die Jahresfahrleistung von 6.000 Elektrofahrzeugen produzieren", betont Matthias Willenbacher.
Quelle: juwi Holding AG 2008
Der 39-Jährige ist Gründer und Vorstand der juwi-Gruppe, einer der führenden Projektentwickler von Windkraft-, Solar- und Bioenergieanlagen. "Elektromobilität muss die Verkehrssysteme der Zukunft prägen, doch das alleine reicht nicht. Wenn die Emissionen vom Auspuff einfach zum Kohlekraftwerk verlagert werden, dann haben wir mit Blick auf die Klimakatastrophe nichts gewonnen. Elektromobilität macht aber nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren und damit sauberen Energieträgern kommt – zum Beispiel aus Wind-, und Sonnenenergie. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen", so Willenbacher bei einem Hintergrundgespräch der Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin. Konkret heißt das: Juwi will so schnell wie möglich den über 80 Wagen umfassenden Firmen-Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller umstellen. "Wir würden am liebsten gestern damit anfangen, doch bislang haben wir trotz intensivster Suche keinen Autohersteller gefunden, der uns entsprechende Elektrofahrzeuge liefern könnte", kritisiert Willenbacher und verweist auf eine weitere wichtige Funktion von Elektroautos. "Sie dienen auch als intelligente Stromspeicher.
Elektrofahrzeuge werden zum Aufladen der Batterie üblicherweise nachts an die Steckdose gesteckt, so dass sie etwaige Überschüsse an Windstrom aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben können." Am Firmensitz Wörrstadt zeigt juwi, dass die Umstellung auf eine saubere Elektro- Mobilität möglich ist. Am Firmengebäude selbst und im Umfeld des Unternehmenssitzes erzeugt juwi mit Photovoltaikanlagen Strom, mit dem Elektroautos an der firmeneigenen "Solarstrom-Tankstelle" gespeist werden können. Dabei hat das Unternehmen höchst innovative Konzepte umgesetzt.
So werden die Parkplätze am Firmensitz von juwi-Solarcarports überdacht, die mit Dünnschicht-Solar-Modulen bestückt sind. Den juwi-Solarcarport gibt es in nahezu allen Größen. Ein Solarcarport der Einstiegsgröße (zwei Parkplätze) erzeugt mit der Kraft der Sonne Strom, mit dem zwei Elektroautos jeweils rund 15.000 Kilometer pro Jahr fahren können. Strom, der dezentral, also vor Ort in der Region, aus regenerativen Energieträgern gewonnen wird, bewahrt nicht nur vor dem Klimakollaps, sondern ermöglicht auch eine günstige und preisstabile Mobilität. "Mit Windstrom kann der Tesla beispielsweise für vier Euro "vollgetankt" werden. Und mit einer Windenergieanlage der modernsten Generation kann man Strom für die Jahresfahrleistung von 6.000 Elektrofahrzeugen produzieren", betont Matthias Willenbacher.
Quelle: juwi Holding AG 2008
19.11.08
(Umwelt & Finanzen) Waghalsiges Solarexperiment
Einer der grossen deutschen Sonnenstromkonzerne hat dem US-Automobilkonzern General Motors (GM) angeboten, dessen deutsche Opel-Werke zu übernehmen. Solarworld will demnach Barmittel in Höhe von 250 Millionen Euro und Banklinien von 750 Millionen Euro für Opel bereitstellen (vorbehaltlich einer Bundesbürgschaft). Kernvoraussetzung für die Übernahme sei die komplette Trennung von Opel aus dem GM-Konzern und eine Kompensationszahlung von 40.000 Euro pro deutschem Arbeitsplatz (insgesamt 1 Milliarde Euro), so SolarWorld.
Der häufig als „Sonnenkönig“ titulierte SolarWorld Chef Frank H. Asbeck sagte: ''Nachhaltigkeit ist ein umfassendes Konzept. Die Herausforderungen des Klimaschutzes und des Marktes lassen sich nur durch einen Übergang von Automotive- zu Sunmotivekonzepten bewältigen.“ SolarWorld verweist auf Erfahrungen mit Transaktionen vergleichbarer Größenordnung: Vor zwei Jahren habe man die Solarsparte des Shell-Konzerns mit einer Kompensationszahlung von 100 Millionen Euro übernommen, diese an Standorten in den USA konsequent modernisiert und im laufenden Jahr in die schwarzen Zahlen geführt.
Wie es weiter heißt, ist SolarWorld konkret an den vier deutschen Werken und dem Entwicklungszentrum der Adam Opel GmbH in Rüsselsheim interessiert. Man wolle Opel zum ersten ''grünen'' europäischen Autokonzern weiterentwickeln. Der Fahrzeugbauer soll nach Vorstellung der SolarWorld AG künftig neben der nachhaltigen Weiterentwicklung der erfolgreichen Baureihen eine neue Fahrzeuggeneration mit energieeffizienten und emissionsarmen Antrieben produzieren. Das europäische Entwicklungszentrum in Rüsselsheim arbeite bereits an Lösungen für zukunftsfähige Elektrofahrzeuge wie dem ''Volt''. Mit dem Umbau der Produktpalette würde der traditionsreiche deutsche Autobauer künftig insbesondere Elektro- und Hybridfahrzeuge und Typen neuester Technologie wie extended-range Elektrofahrzeuge anbieten, die Elektro- und Verbrennungsmotor hocheffizient kombinieren. SolarWorld arbeitet den Angaben zufolge seit einigen Jahren an der Entwicklung und Erprobung von Elektrofahrzeugen, die mit Solarenergie erfolgreich Rennen bestreiten.
Quelle: www.ecoreporter.de
Der häufig als „Sonnenkönig“ titulierte SolarWorld Chef Frank H. Asbeck sagte: ''Nachhaltigkeit ist ein umfassendes Konzept. Die Herausforderungen des Klimaschutzes und des Marktes lassen sich nur durch einen Übergang von Automotive- zu Sunmotivekonzepten bewältigen.“ SolarWorld verweist auf Erfahrungen mit Transaktionen vergleichbarer Größenordnung: Vor zwei Jahren habe man die Solarsparte des Shell-Konzerns mit einer Kompensationszahlung von 100 Millionen Euro übernommen, diese an Standorten in den USA konsequent modernisiert und im laufenden Jahr in die schwarzen Zahlen geführt.
Wie es weiter heißt, ist SolarWorld konkret an den vier deutschen Werken und dem Entwicklungszentrum der Adam Opel GmbH in Rüsselsheim interessiert. Man wolle Opel zum ersten ''grünen'' europäischen Autokonzern weiterentwickeln. Der Fahrzeugbauer soll nach Vorstellung der SolarWorld AG künftig neben der nachhaltigen Weiterentwicklung der erfolgreichen Baureihen eine neue Fahrzeuggeneration mit energieeffizienten und emissionsarmen Antrieben produzieren. Das europäische Entwicklungszentrum in Rüsselsheim arbeite bereits an Lösungen für zukunftsfähige Elektrofahrzeuge wie dem ''Volt''. Mit dem Umbau der Produktpalette würde der traditionsreiche deutsche Autobauer künftig insbesondere Elektro- und Hybridfahrzeuge und Typen neuester Technologie wie extended-range Elektrofahrzeuge anbieten, die Elektro- und Verbrennungsmotor hocheffizient kombinieren. SolarWorld arbeitet den Angaben zufolge seit einigen Jahren an der Entwicklung und Erprobung von Elektrofahrzeugen, die mit Solarenergie erfolgreich Rennen bestreiten.
Quelle: www.ecoreporter.de
17.11.08
(Umwelt) The world goes solar
Wie wird sich der Solarmarkt entwickeln, welche Unternehmen und Bereiche sind aussichtsreich? Die Bank Sarasin ist dieser Frage nachgegangen und hat jetzt eine aktuelle Studie zum weltweiten Solarmarkt vorgelegt. Die Untersuchung mit dem Titel „Solarenergie 2008 – Stürmische Zeiten vor dem nächsten Hoch“ vergleicht und bewertet die Aussichten der Technologien, Märkte und Unternehmen im Bereich der Solarenergie.
Ihr zufolge ist für 2009 nur eine installierte PV-Leistung von 4,8 Gigawatt (GW) bzw. eine verringerte Zuwachsrate von 17 Prozent zu erwarten. Ab 2010 sei jedoch wieder mit einer Beschleunigung des Marktes zu rechnen, so dass von 2007 bis 2012 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 48 Prozent erreicht werde, so die Studie. Europa wird laut Sarasin in dieser Periode zurückhaltender wachsen als zuletzt, um 34 Prozent pro Jahr. Bis 2020 prognostiziert die Bank einen Anstieg des globalen Marktvolumens auf 125 GW neu installierte PV-Anlagen. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2012 bis 2020 von 28 Prozent.
Die Photovoltaikindustrie (PV) befindet sich laut Sarasin in einer Übergangsphase: Globale Unterstützungsprogramme nehmen ab, der Polysiliziummangel entschärft sich und der Anteil der Dünnschichtmodule wächst dank Kostenvorteilen deutlich. Das übergeordnete Ziel der Solarbranche, Energie zu konkurrenzfähigen Preisen zu erzeugen – und zwar ohne staatliche Unterstützung – scheint greifbar. Damit wäre die Netzparität erreicht und die Nachfrage würde ungeahnte Wachstumsraten ermöglichen. Für den PV-Markt erwartet die Bank Sarasin bis 2012 eine durchschnittliche globale Zuwachsrate von 48 Prozent und bis 2020 einen Anstieg des globalen Marktvolumens auf 125 Gigawatt (4 GW in 2008) neu installierte PV-Anlagen. Hierbei spielen solare Großanlagen eine bedeutende Rolle und werden bereits vermehrt direkt von Stromversorgern finanziert. Gleichzeitig bleibt der Markt für Solarkollektoren bis auf weiteres volatil.
Spezielles Augenmerk richtet die Studie auch auf die Material sparenden Dünnschicht-Technologien sowie neue attraktive Märkte. Die Ausbaupläne sind beeindruckend: Nach Einschätzung der Bank Sarasin werden diese Technologien ihren Marktanteil bis 2012, von heute 12 auf 23 Prozent steigern können. Ihr heute noch geringerer Wirkungsgrad von 7 bis 11 Prozent dürfte durch niedrigere Kosten sowie eine steilere Lernkurve kompensiert werden. Die fünf Unternehmen mit den attraktivsten Perspektiven in diesem Bereich seien First Solar, Sharp, Calyxo (Q-Cells), United Solar Ovonics und Sunfilm.
„Obwohl die Einspeisetarife in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich gesenkt wurden, erwarten wir auch für 2009 ein Marktwachstum von 10 Prozent. Dies ist gleichbedeutend mit rund 1870 Megawatt (MW) an zusätzlich installierter PV-Leistung für das kommende Jahr. Mit einem Marktanteil von 39 Prozent an der weltweit neu installierten PV Leistung bleibt Deutschland damit der wichtigste Absatzmarkt.
Als eine kostengünstige Technologie zur zentralen Stromerzeugung haben sich laut Sarasin solarthermische Kraftwerke (CSP-Anlagen) etabliert. Ihnen erwachse jedoch zunehmend Konkurrenz durch PV-Großanlagen. Für beide Technologien gebe es allerdings unterschiedliche Anwendungsbereiche. Für 2012 geht die Sarasin-Studie von einer kumulierten CSP-Kraftwerksleistung von 5,5 GW aus. Dies entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 44 Prozent pro Jahr. Im Zuge der Kreditkrise wird die Finanzierung solcher Solarkraftwerke laut der Untersuchung zu einem entscheidenden Faktor. Wie darin ausgeführt wird, treten in Zukunft vermehrt Stromversorgungsunternehmen im Markt auf. Sie können von einem verstärkten Trend zu Investitionen im Infrastruktursektor profitieren und mit ihrer Größe und Bonität eine günstigere Finanzierung erhalten.
Für die Bewertung von Solarunternehmen sind Wachstumskraft und geringe Verschuldung wichtig Faktoren, stellt die Bank klar. Im Hinblick auf eine solide Finanzierung liegen laut Sarasin Q-Cells, REC und First Solar ganz vorne. Dagegen würden viele chinesische Unternehmen eine überdurchschnittlich hohe Verschuldung aufweisen.
Sarasin gibt sich davon überzeugt, dass die Solarindustrie nach einem schwierigen Jahr 2009 wird "gestärkt aus dem heiklen Umfeld hervorgehen" kann. Dafür müsse es aber gelingen, die Kosten auch tatsächlich um über 10 Prozent pro Jahr zu senken. Das Erreichen der Netzparität in ersten wichtigen Märkten wie Italien, Kalifornien und Japan ab 2010 werde die PV-Industrie enorm stärken.
Quelle: Sarasin / www.ecoreporter.de
Ihr zufolge ist für 2009 nur eine installierte PV-Leistung von 4,8 Gigawatt (GW) bzw. eine verringerte Zuwachsrate von 17 Prozent zu erwarten. Ab 2010 sei jedoch wieder mit einer Beschleunigung des Marktes zu rechnen, so dass von 2007 bis 2012 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 48 Prozent erreicht werde, so die Studie. Europa wird laut Sarasin in dieser Periode zurückhaltender wachsen als zuletzt, um 34 Prozent pro Jahr. Bis 2020 prognostiziert die Bank einen Anstieg des globalen Marktvolumens auf 125 GW neu installierte PV-Anlagen. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2012 bis 2020 von 28 Prozent.
Die Photovoltaikindustrie (PV) befindet sich laut Sarasin in einer Übergangsphase: Globale Unterstützungsprogramme nehmen ab, der Polysiliziummangel entschärft sich und der Anteil der Dünnschichtmodule wächst dank Kostenvorteilen deutlich. Das übergeordnete Ziel der Solarbranche, Energie zu konkurrenzfähigen Preisen zu erzeugen – und zwar ohne staatliche Unterstützung – scheint greifbar. Damit wäre die Netzparität erreicht und die Nachfrage würde ungeahnte Wachstumsraten ermöglichen. Für den PV-Markt erwartet die Bank Sarasin bis 2012 eine durchschnittliche globale Zuwachsrate von 48 Prozent und bis 2020 einen Anstieg des globalen Marktvolumens auf 125 Gigawatt (4 GW in 2008) neu installierte PV-Anlagen. Hierbei spielen solare Großanlagen eine bedeutende Rolle und werden bereits vermehrt direkt von Stromversorgern finanziert. Gleichzeitig bleibt der Markt für Solarkollektoren bis auf weiteres volatil.
Spezielles Augenmerk richtet die Studie auch auf die Material sparenden Dünnschicht-Technologien sowie neue attraktive Märkte. Die Ausbaupläne sind beeindruckend: Nach Einschätzung der Bank Sarasin werden diese Technologien ihren Marktanteil bis 2012, von heute 12 auf 23 Prozent steigern können. Ihr heute noch geringerer Wirkungsgrad von 7 bis 11 Prozent dürfte durch niedrigere Kosten sowie eine steilere Lernkurve kompensiert werden. Die fünf Unternehmen mit den attraktivsten Perspektiven in diesem Bereich seien First Solar, Sharp, Calyxo (Q-Cells), United Solar Ovonics und Sunfilm.
„Obwohl die Einspeisetarife in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich gesenkt wurden, erwarten wir auch für 2009 ein Marktwachstum von 10 Prozent. Dies ist gleichbedeutend mit rund 1870 Megawatt (MW) an zusätzlich installierter PV-Leistung für das kommende Jahr. Mit einem Marktanteil von 39 Prozent an der weltweit neu installierten PV Leistung bleibt Deutschland damit der wichtigste Absatzmarkt.
Als eine kostengünstige Technologie zur zentralen Stromerzeugung haben sich laut Sarasin solarthermische Kraftwerke (CSP-Anlagen) etabliert. Ihnen erwachse jedoch zunehmend Konkurrenz durch PV-Großanlagen. Für beide Technologien gebe es allerdings unterschiedliche Anwendungsbereiche. Für 2012 geht die Sarasin-Studie von einer kumulierten CSP-Kraftwerksleistung von 5,5 GW aus. Dies entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 44 Prozent pro Jahr. Im Zuge der Kreditkrise wird die Finanzierung solcher Solarkraftwerke laut der Untersuchung zu einem entscheidenden Faktor. Wie darin ausgeführt wird, treten in Zukunft vermehrt Stromversorgungsunternehmen im Markt auf. Sie können von einem verstärkten Trend zu Investitionen im Infrastruktursektor profitieren und mit ihrer Größe und Bonität eine günstigere Finanzierung erhalten.
Für die Bewertung von Solarunternehmen sind Wachstumskraft und geringe Verschuldung wichtig Faktoren, stellt die Bank klar. Im Hinblick auf eine solide Finanzierung liegen laut Sarasin Q-Cells, REC und First Solar ganz vorne. Dagegen würden viele chinesische Unternehmen eine überdurchschnittlich hohe Verschuldung aufweisen.
Sarasin gibt sich davon überzeugt, dass die Solarindustrie nach einem schwierigen Jahr 2009 wird "gestärkt aus dem heiklen Umfeld hervorgehen" kann. Dafür müsse es aber gelingen, die Kosten auch tatsächlich um über 10 Prozent pro Jahr zu senken. Das Erreichen der Netzparität in ersten wichtigen Märkten wie Italien, Kalifornien und Japan ab 2010 werde die PV-Industrie enorm stärken.
Quelle: Sarasin / www.ecoreporter.de
4.11.08
(Umwelt) Social Business auf dem Weg zu einer gerechteren Welt
Berlin soll zu einem "Weltzentrum" für ein sozialökologisches Wirtschaften werden, das die Ökonomie in den unmittelbaren Dienst der sozialen Entwicklung stellt. "Social Businesses werden allein zum Zweck der Lösung von sozialen und ökologischen Problemen gegründet, nicht zur Gewinnmaximierung", erklärte Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus Yunus auf dem "Vision Summit" am Sonntag an der Freien Universität (FU) Berlin. Der Wirtschaftsprofessor und Gründer von mehr als zwei Dutzend "Sozialunternehmen" gab eine weitreichende Kooperation mit der FU Berlin sowie mit dem "Genisis Institut" bekannt.
Vor den 900 Teilnehmern des Vision Summit, zu denen auch der Betreiber von www.tipp.ch gehörte, sagte Yunus, der die Grameen Bank in Bangladesch gründete, Berlin sei "genau der richtige Ausgangspunkt für das Grameen Creative Lab. Nach dem Modell der Kooperation mit der FU Berlin werden später ähnliche Kooperationen mit anderen Universitäten in anderen Ländern folgen." Yunus erkennt in der neuen Generation von Unternehmen mit sozialer Ausrichtung die Chance zu einem Wirtschaften im Dienste von Mensch und Umwelt. Die erste Generation von Sozialunternehmen bestand aus Kleinkreditinstituten wie die von ihm gegründete Grameen Bank in Bangladesch, die inzwischen an 130 Millionen besonders arme Menschen weltweit kleine Existenzgründungskredite vergeben hat. Die zweite Gründerwelle von Sozialunternehmen sucht letztlich auf alle sozialen und ökologischen Fragen ökonomisch funktionierende Antworten.
Beim Vision Summit stellten mehr als 50 Sozialunternehmer aus aller Welt ihre Ideen und Geschäftsmodelle einen Publikum aus Stiftungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen vor. "Damit soll sich nun das multiplizieren, was bereits die Vorbereitungen zum Vision Summit ausgelöst haben", sagte Spiegel. Er hofft auf eine Gründungswelle von Sozialunternehmen in Deutschland und Europa. Als Pionierbeispiele führt er den bereits im Juli öffentlich zugelassenen " Good Growth Fund " an, der Sozialunternehmen fördert. Die Social Business Management GmbH will anderen aussichtsreichen Sozialunternehmen als Inkubator auf die Beine helfen. Und das Projekt " Grameen Berlin ", in dem deutsche Mikrofinanzexperten zusammenarbeiten, will die Erfahrungen der Grameen Bank auf deutsche Verhältnisse übertragen. Yunus selbst erklärte sich bereit, hierfür als Coach zu wirken.
Quelle: www.interportal.ch Netzwerk für internationale Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik
Vor den 900 Teilnehmern des Vision Summit, zu denen auch der Betreiber von www.tipp.ch gehörte, sagte Yunus, der die Grameen Bank in Bangladesch gründete, Berlin sei "genau der richtige Ausgangspunkt für das Grameen Creative Lab. Nach dem Modell der Kooperation mit der FU Berlin werden später ähnliche Kooperationen mit anderen Universitäten in anderen Ländern folgen." Yunus erkennt in der neuen Generation von Unternehmen mit sozialer Ausrichtung die Chance zu einem Wirtschaften im Dienste von Mensch und Umwelt. Die erste Generation von Sozialunternehmen bestand aus Kleinkreditinstituten wie die von ihm gegründete Grameen Bank in Bangladesch, die inzwischen an 130 Millionen besonders arme Menschen weltweit kleine Existenzgründungskredite vergeben hat. Die zweite Gründerwelle von Sozialunternehmen sucht letztlich auf alle sozialen und ökologischen Fragen ökonomisch funktionierende Antworten.
Beim Vision Summit stellten mehr als 50 Sozialunternehmer aus aller Welt ihre Ideen und Geschäftsmodelle einen Publikum aus Stiftungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen vor. "Damit soll sich nun das multiplizieren, was bereits die Vorbereitungen zum Vision Summit ausgelöst haben", sagte Spiegel. Er hofft auf eine Gründungswelle von Sozialunternehmen in Deutschland und Europa. Als Pionierbeispiele führt er den bereits im Juli öffentlich zugelassenen " Good Growth Fund " an, der Sozialunternehmen fördert. Die Social Business Management GmbH will anderen aussichtsreichen Sozialunternehmen als Inkubator auf die Beine helfen. Und das Projekt " Grameen Berlin ", in dem deutsche Mikrofinanzexperten zusammenarbeiten, will die Erfahrungen der Grameen Bank auf deutsche Verhältnisse übertragen. Yunus selbst erklärte sich bereit, hierfür als Coach zu wirken.
Quelle: www.interportal.ch Netzwerk für internationale Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik
28.10.08
(Finanzen und Umwelt) Klimaschutz als Chance in der Finanzkrise
Erneuerbare Energien könnten sich angesichts der jetzigen Finanzkrise als echter Konjunkturmotor erweisen. Durch die Umstellung würden allein im Strombereich bis 2030 weltweit über 18 Billionen Dollar Brennstoffkosten für Kohle, Gas und Öl eingespart. Zu diesem Ergebnis kommt das Szenario Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick. Greenpeace und der Europäische Dachverband der Erneuerbare-Energien-Industrie (EREC) hatten den Report beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Auftrag gegeben.
In den letzten Wochen sind gigantische Geldmengen durch die globale Finanzkrise regelrecht verdampft, sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International. Die Klimakrise trat dabei in den Hintergrund. Notwendig wären jedoch Investitionen von neun Billionen Dollar in Erneuerbare Energien. Vor allem in Deutschland könnte diese Energierevolution die Wirtschaft in Schwung bringen. Windkraft, Biomasse, Photovoltaik, thermische Solartechnik, Erdwärme, Meeresenergie und Wasserkraft - sie alle bieten zunehmend attraktive Möglichkeiten. Sie produzieren wenig oder gar keine Treibhausgase und beziehen ihre Energie aus nahezu unerschöpflichen natürlichen Quellen. Manche dieser Technologien sind bereits wettbewerbsfähig. Werden sie technisch weiterentwickelt, steigt auch ihre Wirtschaftlichkeit.
Wichtig: Die notwendigen Investitionen in Erneuerbare Energien und effiziente Kraft-Wärme-Kopplung stellen keine Mehrausgaben dar. Die Ausgaben wären allein schon gedeckt, weil die Brennstoffkosten der weltweiten Kohlekraftwerke wegfielen. Ab 2030 würden laut Szenario Erneuerbare Energiequellen die Hälfte des weltweit benötigten Strombedarfs decken und weit über dieses Jahr hinaus Strom ohne zusätzliche Brennstoffkosten erzeugen. Kohle und Gas dagegen würden die Weltwirtschaft weiter belasten. Die Industrie der Erneuerbaren Energien kann bis 2050 weiter mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen und dann der fossilen Industrie den Rang ablaufen, sagt Oliver Schäfer, Policy Direktor von EREC. Zurzeit verdoppeln sich die Erneuerbaren Energien alle drei Jahre. Windkraftanlagen sind an guten Standorten bereits heute günstiger als konventionelle Kraftwerke. Die Industrie ist bereit, die Energierevolution zu realisieren. Es gibt keine technischen und ökonomischen Hürden, sondern nur politische.
Der Masterplan zeigt, wie der steigende Energiebedarf der Welt gedeckt werden kann, ohne den lebenswichtigen Klimaschutz zu gefährden. So wird berechnet, wie der weltweite Kohlendioxidausstoß bis 2050 halbiert werden kann. Dabei ist auch berücksichtigt, wie sich das weltweite Wirtschaftswachstum insbesondere in den Boomregionen China und Indien entwickelt. Mit Effizienzstandards kann der Anstieg des weltweiten Energiebedarfs gebremst werden. Die Energie, die so gespart wird, kann den wachsenden Energiehunger von Entwicklungsländern in etwa kompensieren, so Teske. Wenn gleichzeitig die Erneuerbaren Energien vervierfacht werden, können wir den jährlichen Kohlendioxidausstoß reduzieren - von heute circa vier Tonnen jährlich pro Kopf auf etwa eine Tonne bis 2050 - und das bei gleichem Wirtschaftswachstum – eine Entwicklung, die übrigens seit Neuestem auch von der ETH-Zürich propagiert wird und als realisierbar gilt.
Quelle: Greenpeace 2008
In den letzten Wochen sind gigantische Geldmengen durch die globale Finanzkrise regelrecht verdampft, sagt Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace International. Die Klimakrise trat dabei in den Hintergrund. Notwendig wären jedoch Investitionen von neun Billionen Dollar in Erneuerbare Energien. Vor allem in Deutschland könnte diese Energierevolution die Wirtschaft in Schwung bringen. Windkraft, Biomasse, Photovoltaik, thermische Solartechnik, Erdwärme, Meeresenergie und Wasserkraft - sie alle bieten zunehmend attraktive Möglichkeiten. Sie produzieren wenig oder gar keine Treibhausgase und beziehen ihre Energie aus nahezu unerschöpflichen natürlichen Quellen. Manche dieser Technologien sind bereits wettbewerbsfähig. Werden sie technisch weiterentwickelt, steigt auch ihre Wirtschaftlichkeit.
Wichtig: Die notwendigen Investitionen in Erneuerbare Energien und effiziente Kraft-Wärme-Kopplung stellen keine Mehrausgaben dar. Die Ausgaben wären allein schon gedeckt, weil die Brennstoffkosten der weltweiten Kohlekraftwerke wegfielen. Ab 2030 würden laut Szenario Erneuerbare Energiequellen die Hälfte des weltweit benötigten Strombedarfs decken und weit über dieses Jahr hinaus Strom ohne zusätzliche Brennstoffkosten erzeugen. Kohle und Gas dagegen würden die Weltwirtschaft weiter belasten. Die Industrie der Erneuerbaren Energien kann bis 2050 weiter mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen und dann der fossilen Industrie den Rang ablaufen, sagt Oliver Schäfer, Policy Direktor von EREC. Zurzeit verdoppeln sich die Erneuerbaren Energien alle drei Jahre. Windkraftanlagen sind an guten Standorten bereits heute günstiger als konventionelle Kraftwerke. Die Industrie ist bereit, die Energierevolution zu realisieren. Es gibt keine technischen und ökonomischen Hürden, sondern nur politische.
Der Masterplan zeigt, wie der steigende Energiebedarf der Welt gedeckt werden kann, ohne den lebenswichtigen Klimaschutz zu gefährden. So wird berechnet, wie der weltweite Kohlendioxidausstoß bis 2050 halbiert werden kann. Dabei ist auch berücksichtigt, wie sich das weltweite Wirtschaftswachstum insbesondere in den Boomregionen China und Indien entwickelt. Mit Effizienzstandards kann der Anstieg des weltweiten Energiebedarfs gebremst werden. Die Energie, die so gespart wird, kann den wachsenden Energiehunger von Entwicklungsländern in etwa kompensieren, so Teske. Wenn gleichzeitig die Erneuerbaren Energien vervierfacht werden, können wir den jährlichen Kohlendioxidausstoß reduzieren - von heute circa vier Tonnen jährlich pro Kopf auf etwa eine Tonne bis 2050 - und das bei gleichem Wirtschaftswachstum – eine Entwicklung, die übrigens seit Neuestem auch von der ETH-Zürich propagiert wird und als realisierbar gilt.
Quelle: Greenpeace 2008
21.10.08
(Finanzen) Spots auf die Krise - Es geht auch anders!
Wie weit der Staat bei seinen Hilfsmassnahmen für die notleidenden Banken sinnvollerweise gehen kann und soll, zeigt sich in den Niederlanden (siehe nachstehendes Beispiel). Im Übrigen weisen die 12.5%, welche die UBS für ihre Bundeshilfe entrichtet, darauf hin, wie risikoreich dieses Geschäft eingeschätzt wird – und es stellt sich die Frage, warum das alles im Notrecht durchgepeitscht wird, während der Anlegerschutz mit Glück mit Wirkung im März (!) erhöht werden soll. Eine fast schon beruhigende Meldung erreicht uns aus den USA – die dortige Privatkreditblase beträgt laut Spiegel Online nur rund 100 Mrd. $ - eine nächste Implosion wird also vergleichsweise fast nur ein Taschengeld kosten. „Nach Angaben der Rating-Agentur Moody's seien Wertpapiere in Höhe von 450 Milliarden Dollar mit US-Kreditkarten auf Pump gekauft worden.“ "Hier hat sich in den vergangenen zehn Jahren eine enorme Bedrohung aufgebaut", sagt dazu der Bochumer Finanzwissenschaftler Stephan Paul der Zeitung.“ Faul davon sind also rund ein Viertel. Doch so positiv ist die Sache nicht – denn ähnliches Ungemach droht von den Autokaufkreditverkäufen...
Der niederländische Finanzkonzern ING bekommt derweil eine staatliche Kapitalspritze in Höhe von zehn Milliarden Euro. Durch die Maßnahme soll ein weiteres Absinken der Börsenkurse der ING-Gruppe verhindert werden. Das Finanzministerium in Amsterdam teilte mit, damit solle die Kapitalbasis der ING gestärkt und einem weiteren Absinken der Börsenkurse entgegengewirkt werden. Der Schritt sei wegen der "Markterwartungen" notwendig, wenngleich die Bank "gesund" sei, sagte Finanzminister Wouter Bos auf einer Pressekonferenz. Die Investition sei zeitlich begrenzt. Die Regierung wird zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat der ING entsenden.
Das Finanzunternehmen teilte mit, es werde für dieses Jahr die Dividendenzahlungen aussetzen und die Gehälter der Manager überdenken. Der Beihilfeplan sieht vor, dass die ING eine Milliarde bestimmter Wertpapiere zum Preis von zehn Euro pro Stück an den Staat ausgibt. Der Staat hat dann bei dem Konzern in etwa die gleiche Position wie gewöhnliche Aktionäre. Teil der Vereinbarung ist auch, dass die ING auf die Zahlung einer Schlussdividende 2008 verzichtet und das Management keine Bonus-Zahlungen erhält. Die ING kann die Papiere jederzeit für 15 Euro pro Stück zurückkaufen oder sie in gewöhnliche Aktien umtauschen. Der Staat erhält auf die gekauften Papiere eine jährliche Zinszahlung von mindestens 8,5 Prozent - allerdings nur dann, wenn die normalen Aktionäre eine Dividende bekommen. Lauter Regelungen, die weit über die hierzulande mit der UBS getroffenen Abmachungen hinausgehen. Die ING Group entstand 1990 aus der Fusion der NMB Postbank mit dem größten niederländischen Versicherungsunternehmen der Nationale-Niederlanden. Der Konzern hat nach eigenen Angaben rund 85 Millionen Kunden in zahlreichen Ländern und beschäftigt 130.000 Menschen. Er gehört damit zu einem der größten Finanzunternehmen der Welt.
Das 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket für Deutschlands Banken ist unterdessen auch in Kraft getreten. Das Bundeskabinett hat in einer Sondersitzung die Hilfen samt etlicher Bedingungen beschlossen: Wer sie in Anspruch nimmt, muss dafür massive Eingriffe in Geschäftspolitik und Gehaltsstruktur hinnehmen. Das Kabinett begrenzte den höchstmöglichen Betrag für staatliche Beihilfen an eine einzelne Bank auf zehn Milliarden Euro. Die Gehälter der Manager sollen nun grundsätzlich auf 500.000 Euro jährlich begrenzt werden. Ausnahmen sind vorgesehen.
Der niederländische Finanzkonzern ING bekommt derweil eine staatliche Kapitalspritze in Höhe von zehn Milliarden Euro. Durch die Maßnahme soll ein weiteres Absinken der Börsenkurse der ING-Gruppe verhindert werden. Das Finanzministerium in Amsterdam teilte mit, damit solle die Kapitalbasis der ING gestärkt und einem weiteren Absinken der Börsenkurse entgegengewirkt werden. Der Schritt sei wegen der "Markterwartungen" notwendig, wenngleich die Bank "gesund" sei, sagte Finanzminister Wouter Bos auf einer Pressekonferenz. Die Investition sei zeitlich begrenzt. Die Regierung wird zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat der ING entsenden.
Das Finanzunternehmen teilte mit, es werde für dieses Jahr die Dividendenzahlungen aussetzen und die Gehälter der Manager überdenken. Der Beihilfeplan sieht vor, dass die ING eine Milliarde bestimmter Wertpapiere zum Preis von zehn Euro pro Stück an den Staat ausgibt. Der Staat hat dann bei dem Konzern in etwa die gleiche Position wie gewöhnliche Aktionäre. Teil der Vereinbarung ist auch, dass die ING auf die Zahlung einer Schlussdividende 2008 verzichtet und das Management keine Bonus-Zahlungen erhält. Die ING kann die Papiere jederzeit für 15 Euro pro Stück zurückkaufen oder sie in gewöhnliche Aktien umtauschen. Der Staat erhält auf die gekauften Papiere eine jährliche Zinszahlung von mindestens 8,5 Prozent - allerdings nur dann, wenn die normalen Aktionäre eine Dividende bekommen. Lauter Regelungen, die weit über die hierzulande mit der UBS getroffenen Abmachungen hinausgehen. Die ING Group entstand 1990 aus der Fusion der NMB Postbank mit dem größten niederländischen Versicherungsunternehmen der Nationale-Niederlanden. Der Konzern hat nach eigenen Angaben rund 85 Millionen Kunden in zahlreichen Ländern und beschäftigt 130.000 Menschen. Er gehört damit zu einem der größten Finanzunternehmen der Welt.
Das 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket für Deutschlands Banken ist unterdessen auch in Kraft getreten. Das Bundeskabinett hat in einer Sondersitzung die Hilfen samt etlicher Bedingungen beschlossen: Wer sie in Anspruch nimmt, muss dafür massive Eingriffe in Geschäftspolitik und Gehaltsstruktur hinnehmen. Das Kabinett begrenzte den höchstmöglichen Betrag für staatliche Beihilfen an eine einzelne Bank auf zehn Milliarden Euro. Die Gehälter der Manager sollen nun grundsätzlich auf 500.000 Euro jährlich begrenzt werden. Ausnahmen sind vorgesehen.
15.10.08
(Finanzen & Umwelt) Grundprobleme bleiben
Die Situation präsentiert sich noch immer ebenso dramatisch wie dynamisch. Kaum ist der Oelpreispeak (vorübergehend) abgewendet, hält die Finanzkrise die Welt in Atem. Und im Nacken haben wir stets die Klimaerwärmung, die sich mit ihren vielen einzelnen Katastrophen (noch nie gab es mit über 800 derart viele wie im letzten Jahr) nadelstichartig immer wieder in Erinnerung ruft.
Nun haben nach den USA auch viele andere Staaten ein Rettungspaket geschnürt und verabschiedet, viele Fragen bleiben offen – insbesondere ob die Mittel genügen, den Kreditfluss wieder in Gang zu bringen. Trotzdem: Die Paket enthalten zusätzliche Bestimmungen, die zu Optimismus Anlass geben. Endlich ist der Einlegerschutz vielerorts auf ein vernünftiges Niveau angehoben worden – eine Massnahme, die zur Vertrauensbildung dem Schweizer Finanzplatz sehr wohl anstünde.
Vor allem in den USA enthält das revidierte Rettungspaket wenig beachtete Bestimmungen über die Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere der Sonnenenergie. Wenn also etwa der Sonnenstaat Kalifornien derzeit finanziell am Abgrund steht (Notfallanleihen sollen Schwarzeneggers Pleitekassen über Wasser halten), könnte die fünftgrösste Volkswirtschaft der Welt gleichzeitig am Beginn eines glänzenden solaren Zeitalters stehen.
Womit bezüglich des ersten der drei Problemkomplexe des Weltsystems ein praktikabler Lösungsweg aufgezeigt ist: die radikale Förderung erneuerbarer Energien als erstes Gebot der Stunde. Für die Schweiz heisst dies: sofortige Revision des eben beschlossenen Energiegesetzes mit Abschaffung der Deckelung bei der Unterstützung eben dieser Energieformen. Es ist ein Aberwitz der Energiegeschichte, wenn um die 5000 Unterstützungsgesuche um kostendeckende Vergütungen beim Bundesamt für Energie anhängig sind und nur deren 2000 berücksichtigt werden können. Als bräuchte es noch eines Beweises, wie gross das Vertrauen in diese Energieformen ist und wie einschränkend die gegenwärtigen Marktbedingungen und Preise gleichzeitig sind.
Bei den Finanzen, dem zweiten aktuellen Problemkomplex, ist es nicht ganz so einfach. Denn die unweigerlich nötige Neuregulierung will gut bedacht sein. Vorschläge der Verstaatlichung oder eines Trennbankensystems, wie sie die Linke in peto hat, sind bei aller Attraktivität doch genau abzuschätzen, erwiesen sich doch einige dieser Finanzmarktregelungen auch schon als Krisenursache. Nicht zuletzt haben staatliche Finanzinstitute zur gegenwärtigen Krise ihren Beitrag geleistet – waren etwa in Deutschland vor allem Staatsinstitute in die Problemfelder eingebettet. Wenn auch die Exzesse im privat dominierten Finanzmarkt USA ganz klar als eigentliche Krisenverursacher gelten müssen und die staatlich beeinflussten Finanzhäuser als Mitläufer zu profitieren suchten. Besser hielten sich vielleicht genossenschaftliche Ansätze – in Form der Raiffeisenbanken hierzulande immer noch (und erfolgreich) präsent. Während die von einer Genossenschaft in eine AG umgewandelte Swiss Life (ehemals Rentenanstalt) schon in der letzten Krise hart am Untergang vorbei schrammte.
Dass das Finanzsystem eine ursprüngliche Aufgabe hat, auf die es sich wieder besinnen muss, zeigte vergangene Woche die Mikrofinanzkonferenz in Genf. Die Kreditvergabe an eine produktive Güter- und Dienstleistungsgesellschaft steht am Anfang allen Wohlstands. Bezeichnenderweise greift die Bewegung an ihrem Ursprung im fernen Bangla Desh unterdessen in jene Bereiche aus, die wir hier als zentral für das künfitge Schicksal der Globalisierung und der Menschheit insgesamt orten. So ist das Grameeninstitut unterdessen tätig im Bereich der Finanzierung von lokalen Solaranlagen wie auch bei der Sicherstellung der Ernährung der Bedürftigsten (Youghurt-Produktion für die Landbevölkerung zusammen mit dem französischen Nahrungsmittel-Multi Danone).
Zurück zur Schweizer Volkswirtschaft: Jeder sechste Arbeitsplatz ist direkt oder mittelbar mit dem Finanzplatz verbunden (wie der Autor übrigens auch, der eben ein bedeutendes Mandat in diesem Bereich verloren hat). Also ist der Glaube irrig wenn nicht gemeingefährlich, wir kämen noch einmal davon. Der sang- und klanglose Abgang des Chefs der hiesigen Derivatebörse mag ein Zeichen an der Wand sein oder andere Gründe haben, symptomatisch ist er auf jeden Fall. Die schweizerische Fondswirtschaft begibt sich im übrigen auf gefährliches Gelände, seit sie ihr Heil in der in letzter Zeit beobachtbaren Anbiederung an die Hedge-Fonds-Industrie sucht.
Schliesslich zum Klima: Bisher gänzlich untergegangen ist, dass die zu Recht als CO2-Verursacherin grossen Stils gegeisselte Landwirtschaft nicht radikal den Weg zu einer biologischen Ausrichtung geht, der den Ausstoss von Treibhausgasen um bis zu 60% aus diesem Bereich vermindern könnte. Widerlegt sind in diesem Zusammenhang unterdessen die Vorurteile, biologische Landwirtschaft ohne Kunstdüngereinsatz sei zuwenig ergiebig. Gerade in den Tropen erzielt sie im Gegenteil hervorragende Ergebnisse.
Im Bereich der Erneuerbaren Energien liegen realisierbare Vorschläge auf dem Tisch. Es ist absurd, dass ausgereifte Technologien und Lösungsansätze noch immer als unrealistisch abzustempeln, während gleichzeitig Grosskraftwerke mit einer Realisierungszeit von einigen (Gas) bis mindestens zehn Jahren (Atom) als Ausweg aus der Energiekrise gelten. Zusammen mit Effizienzgewinnen aus einer radikalen Förderung der Erneuerbaren könnte eine radikale Umkehr eingeleitet werden. Schritte, die allesamt hierzulande realisierbar und finanzierbar wären – besänne sich der Finanzsektor auf seine ursprüngliche Aufgabe, der Wirtschaft ganz schlicht und einfach Kredit zu gewähren und auch bei risikoreicheren Vorhaben nicht zu kneifen.
Nun haben nach den USA auch viele andere Staaten ein Rettungspaket geschnürt und verabschiedet, viele Fragen bleiben offen – insbesondere ob die Mittel genügen, den Kreditfluss wieder in Gang zu bringen. Trotzdem: Die Paket enthalten zusätzliche Bestimmungen, die zu Optimismus Anlass geben. Endlich ist der Einlegerschutz vielerorts auf ein vernünftiges Niveau angehoben worden – eine Massnahme, die zur Vertrauensbildung dem Schweizer Finanzplatz sehr wohl anstünde.
Vor allem in den USA enthält das revidierte Rettungspaket wenig beachtete Bestimmungen über die Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere der Sonnenenergie. Wenn also etwa der Sonnenstaat Kalifornien derzeit finanziell am Abgrund steht (Notfallanleihen sollen Schwarzeneggers Pleitekassen über Wasser halten), könnte die fünftgrösste Volkswirtschaft der Welt gleichzeitig am Beginn eines glänzenden solaren Zeitalters stehen.
Womit bezüglich des ersten der drei Problemkomplexe des Weltsystems ein praktikabler Lösungsweg aufgezeigt ist: die radikale Förderung erneuerbarer Energien als erstes Gebot der Stunde. Für die Schweiz heisst dies: sofortige Revision des eben beschlossenen Energiegesetzes mit Abschaffung der Deckelung bei der Unterstützung eben dieser Energieformen. Es ist ein Aberwitz der Energiegeschichte, wenn um die 5000 Unterstützungsgesuche um kostendeckende Vergütungen beim Bundesamt für Energie anhängig sind und nur deren 2000 berücksichtigt werden können. Als bräuchte es noch eines Beweises, wie gross das Vertrauen in diese Energieformen ist und wie einschränkend die gegenwärtigen Marktbedingungen und Preise gleichzeitig sind.
Bei den Finanzen, dem zweiten aktuellen Problemkomplex, ist es nicht ganz so einfach. Denn die unweigerlich nötige Neuregulierung will gut bedacht sein. Vorschläge der Verstaatlichung oder eines Trennbankensystems, wie sie die Linke in peto hat, sind bei aller Attraktivität doch genau abzuschätzen, erwiesen sich doch einige dieser Finanzmarktregelungen auch schon als Krisenursache. Nicht zuletzt haben staatliche Finanzinstitute zur gegenwärtigen Krise ihren Beitrag geleistet – waren etwa in Deutschland vor allem Staatsinstitute in die Problemfelder eingebettet. Wenn auch die Exzesse im privat dominierten Finanzmarkt USA ganz klar als eigentliche Krisenverursacher gelten müssen und die staatlich beeinflussten Finanzhäuser als Mitläufer zu profitieren suchten. Besser hielten sich vielleicht genossenschaftliche Ansätze – in Form der Raiffeisenbanken hierzulande immer noch (und erfolgreich) präsent. Während die von einer Genossenschaft in eine AG umgewandelte Swiss Life (ehemals Rentenanstalt) schon in der letzten Krise hart am Untergang vorbei schrammte.
Dass das Finanzsystem eine ursprüngliche Aufgabe hat, auf die es sich wieder besinnen muss, zeigte vergangene Woche die Mikrofinanzkonferenz in Genf. Die Kreditvergabe an eine produktive Güter- und Dienstleistungsgesellschaft steht am Anfang allen Wohlstands. Bezeichnenderweise greift die Bewegung an ihrem Ursprung im fernen Bangla Desh unterdessen in jene Bereiche aus, die wir hier als zentral für das künfitge Schicksal der Globalisierung und der Menschheit insgesamt orten. So ist das Grameeninstitut unterdessen tätig im Bereich der Finanzierung von lokalen Solaranlagen wie auch bei der Sicherstellung der Ernährung der Bedürftigsten (Youghurt-Produktion für die Landbevölkerung zusammen mit dem französischen Nahrungsmittel-Multi Danone).
Zurück zur Schweizer Volkswirtschaft: Jeder sechste Arbeitsplatz ist direkt oder mittelbar mit dem Finanzplatz verbunden (wie der Autor übrigens auch, der eben ein bedeutendes Mandat in diesem Bereich verloren hat). Also ist der Glaube irrig wenn nicht gemeingefährlich, wir kämen noch einmal davon. Der sang- und klanglose Abgang des Chefs der hiesigen Derivatebörse mag ein Zeichen an der Wand sein oder andere Gründe haben, symptomatisch ist er auf jeden Fall. Die schweizerische Fondswirtschaft begibt sich im übrigen auf gefährliches Gelände, seit sie ihr Heil in der in letzter Zeit beobachtbaren Anbiederung an die Hedge-Fonds-Industrie sucht.
Schliesslich zum Klima: Bisher gänzlich untergegangen ist, dass die zu Recht als CO2-Verursacherin grossen Stils gegeisselte Landwirtschaft nicht radikal den Weg zu einer biologischen Ausrichtung geht, der den Ausstoss von Treibhausgasen um bis zu 60% aus diesem Bereich vermindern könnte. Widerlegt sind in diesem Zusammenhang unterdessen die Vorurteile, biologische Landwirtschaft ohne Kunstdüngereinsatz sei zuwenig ergiebig. Gerade in den Tropen erzielt sie im Gegenteil hervorragende Ergebnisse.
Im Bereich der Erneuerbaren Energien liegen realisierbare Vorschläge auf dem Tisch. Es ist absurd, dass ausgereifte Technologien und Lösungsansätze noch immer als unrealistisch abzustempeln, während gleichzeitig Grosskraftwerke mit einer Realisierungszeit von einigen (Gas) bis mindestens zehn Jahren (Atom) als Ausweg aus der Energiekrise gelten. Zusammen mit Effizienzgewinnen aus einer radikalen Förderung der Erneuerbaren könnte eine radikale Umkehr eingeleitet werden. Schritte, die allesamt hierzulande realisierbar und finanzierbar wären – besänne sich der Finanzsektor auf seine ursprüngliche Aufgabe, der Wirtschaft ganz schlicht und einfach Kredit zu gewähren und auch bei risikoreicheren Vorhaben nicht zu kneifen.
7.10.08
(Finanzen) Wagniskapitalgeber investieren unverdrossen in EE Unternehmen
Trotz der Krise an den Finanzmärkten pumpen Wagniskapitalgeber so viel Geld in Erneuerbare Energie Unternehmen wie nie zuvor. Das ist einem aktuellen Bericht der US-amerikanischen Cleantech Group aus San Francisco zu entnehmen. Sie hat die Investitionen erhoben, die im 3. Quartal in Nordamerika, in Europa, in Indien und in China Firmen aus dem Sektor zuflossen. Demnach wurde die Rekordsumme von insgesamt 2 Milliarden Dollar aus dem 2. Quartal mit nun 2,6 Milliarden Dollar um 17 Prozent übertroffen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt der Anstieg sogar 37 Prozent.
Dem aktuellen Quartalsbericht zufolge wurden 67 Prozent des Wagniskapitals in Erneuerbare Energie Unternehmen aus Nordamerika investiert. Hiervon entfiel mit 1,1 Milliarden der Löwenanteil wiederum auf Kalifornien, wo sowohl viele Firmen aus dem Sektor als auch viele Risikokapitalgesellschaften ansässig sind. 28 Prozent des im 3. Quartal investierten Wagniskapitals nahmen laut der Cleantech Group Akteure der alternativen Technologien ein, die ihren Sitz in Europa (inklusive Israel) haben. Mit insgesamt 111 Millionen Dollar strichen chinesische Unternehmen vier Prozent des Wagniskapitals ein. Indien kam lediglich auf 0,4 Prozent.
Wie die Cleantech Group ausführt, konnten Akteure im Bereich solarer Dünnschichttechnologie im 3. Quartal besonders viel Geld einsammeln. Insgesamt 620 Millionen Dollar seien allein in diesen Bereich geflossen. Davon profitierte zum Beispiel die deutsche Sulfurcell Solartechnik, die laut dem Bericht 134 Millionen Dollar einwerben konnte. Ebenfalls stark im Trend waren Unternehmen, die auf Algen als Rohstoff für Bioenergie setzen. Sie erhielten im 3. Quartal 95 Millionen Dollar an Wagniskapital.
Quelle: www.ecoreporter.de
Dem aktuellen Quartalsbericht zufolge wurden 67 Prozent des Wagniskapitals in Erneuerbare Energie Unternehmen aus Nordamerika investiert. Hiervon entfiel mit 1,1 Milliarden der Löwenanteil wiederum auf Kalifornien, wo sowohl viele Firmen aus dem Sektor als auch viele Risikokapitalgesellschaften ansässig sind. 28 Prozent des im 3. Quartal investierten Wagniskapitals nahmen laut der Cleantech Group Akteure der alternativen Technologien ein, die ihren Sitz in Europa (inklusive Israel) haben. Mit insgesamt 111 Millionen Dollar strichen chinesische Unternehmen vier Prozent des Wagniskapitals ein. Indien kam lediglich auf 0,4 Prozent.
Wie die Cleantech Group ausführt, konnten Akteure im Bereich solarer Dünnschichttechnologie im 3. Quartal besonders viel Geld einsammeln. Insgesamt 620 Millionen Dollar seien allein in diesen Bereich geflossen. Davon profitierte zum Beispiel die deutsche Sulfurcell Solartechnik, die laut dem Bericht 134 Millionen Dollar einwerben konnte. Ebenfalls stark im Trend waren Unternehmen, die auf Algen als Rohstoff für Bioenergie setzen. Sie erhielten im 3. Quartal 95 Millionen Dollar an Wagniskapital.
Quelle: www.ecoreporter.de
3.10.08
(Umwelt / Finanzen) USA stellen Weichen für Solarenergie
In diesen Tagen fällt nicht nur die Entscheidung darüber, ob die US-Parlamentarier endlich den Weg frei machen für das 700 Millionen Dollar Paket, mit dem die Regierung in Washington die Bankenkrise in den Griff kriegen will. Überraschenderweise hat der US-Senat auch die Verlängerung der Steuervergünstigungen für Grünstrom-Projekte in das Gesetzespaket eingebunden. Sollten die Mitglieder des Repräsentantenhauses zustimmen, dürften die Regelungen der Branche der Erneuerbaren Energien in den Vereinigten Staaten starken Aufwind geben.
Der US-Analyst Dan Ries von Collins Stewart ist zuversichtlich, dass das Gesetzespaket durchkommt. „Die Chancen liegen über 50 Prozent“, meint er und verweist darauf, dass es sich die Parlamentarier einfach nicht leisten können, abermals einen Rettungsplan für die US-Wirtschaft zu blockieren. Da nun die Förderung der alternativen Energien in das Paket eingebunden sei, seien auch für deren Verlängerung die Aussichten sehr gut. Allerdings hatten die Demokraten bislang verlangt, dass die geplanten Steuervergünstigungen für Grünstromprojekte dadurch gegenfinanziert werden, dass man die Vergünstigungen für die Ölbranche senkt. Dagegen sträuben sich die Republikaner und US-Präsident Bush, der ein Veto-Recht besitzt. Nun dürften die Demokraten jedoch die Kröte einer weiteren Belastung des Bundeshaushaltes schlucken. Denn so würden sie zumindest rechtzeitig vor dem Auslaufen der bisherigen Steuervergünstigungen für Erneuerbare Energie Projekte eine Verlängerung erlangen und zugleich verhindern, dass das Rettungspaket scheitert und damit womöglich eine massive Wirtschaftskrise ausgelöst wird.
Der Senat hatte das Rettungspaket mit umfassenden Steuersenkungen verknüpft, von denen die so genannten tax credits für Grünstromprojekte nur ein Teil sind. Diese jedoch machen in den USA Investitionen in Erneuerbare Energien erst wirtschaftlich attraktiv. Die Steuervergünstigungen für die alternativen Technologien belaufen sich aber zusammen auf weniger als zehn Milliarden Dollar. Die vom Senat verabschiedeten Steuervergünstigungen summieren sich insgesamt auf rund 150 Milliarden Dollar.
Sollte auch das Repräsentantenhaus zustimmen, können ab 2009 US-Firmen und Privatleute Investitionen in Photovoltaik unbegrenzt steuerlich geltend machen. Der bisherige Deckel von maximal 2.000 Dollar entfällt. Somit können sich Solar-Investments für viele potentielle Investoren rentieren, vor allem angesichts steigender Energiepreise. Laut Rhone Resch vom Solarverband Solar Energy Industries Association würde diese Regelung private Investitionen in den Solarsektor der Vereinigten Staaten von über 300 Milliarden Dollar nach sich ziehen. Rund 440.000 neue Arbeitsplätze könnten so entstehen. Vor allem in Kalifornien würde ein Solarboom ausgelöst. Dort könnte Solarstrom nach Expertenschätzungen bereits in wenigen Jahren preislich mit herkömmlich erzeugtem Strom konkurrieren.
Quelle: www.ecoreporter.de
Der US-Analyst Dan Ries von Collins Stewart ist zuversichtlich, dass das Gesetzespaket durchkommt. „Die Chancen liegen über 50 Prozent“, meint er und verweist darauf, dass es sich die Parlamentarier einfach nicht leisten können, abermals einen Rettungsplan für die US-Wirtschaft zu blockieren. Da nun die Förderung der alternativen Energien in das Paket eingebunden sei, seien auch für deren Verlängerung die Aussichten sehr gut. Allerdings hatten die Demokraten bislang verlangt, dass die geplanten Steuervergünstigungen für Grünstromprojekte dadurch gegenfinanziert werden, dass man die Vergünstigungen für die Ölbranche senkt. Dagegen sträuben sich die Republikaner und US-Präsident Bush, der ein Veto-Recht besitzt. Nun dürften die Demokraten jedoch die Kröte einer weiteren Belastung des Bundeshaushaltes schlucken. Denn so würden sie zumindest rechtzeitig vor dem Auslaufen der bisherigen Steuervergünstigungen für Erneuerbare Energie Projekte eine Verlängerung erlangen und zugleich verhindern, dass das Rettungspaket scheitert und damit womöglich eine massive Wirtschaftskrise ausgelöst wird.
Der Senat hatte das Rettungspaket mit umfassenden Steuersenkungen verknüpft, von denen die so genannten tax credits für Grünstromprojekte nur ein Teil sind. Diese jedoch machen in den USA Investitionen in Erneuerbare Energien erst wirtschaftlich attraktiv. Die Steuervergünstigungen für die alternativen Technologien belaufen sich aber zusammen auf weniger als zehn Milliarden Dollar. Die vom Senat verabschiedeten Steuervergünstigungen summieren sich insgesamt auf rund 150 Milliarden Dollar.
Sollte auch das Repräsentantenhaus zustimmen, können ab 2009 US-Firmen und Privatleute Investitionen in Photovoltaik unbegrenzt steuerlich geltend machen. Der bisherige Deckel von maximal 2.000 Dollar entfällt. Somit können sich Solar-Investments für viele potentielle Investoren rentieren, vor allem angesichts steigender Energiepreise. Laut Rhone Resch vom Solarverband Solar Energy Industries Association würde diese Regelung private Investitionen in den Solarsektor der Vereinigten Staaten von über 300 Milliarden Dollar nach sich ziehen. Rund 440.000 neue Arbeitsplätze könnten so entstehen. Vor allem in Kalifornien würde ein Solarboom ausgelöst. Dort könnte Solarstrom nach Expertenschätzungen bereits in wenigen Jahren preislich mit herkömmlich erzeugtem Strom konkurrieren.
Quelle: www.ecoreporter.de
25.9.08
(Finanzen) Die Welt brennt
Lassen wir die Weltfinanzkrise zuerst mal aussen vor! Wie steht es denn sonst um die Welt? Die Frage drängt sich auf, weil die USA auch vor einer politischen, nicht nur vor einer finanziellen Zeitenwende stehen. Das Desaster der Bush-Ära ist mit Händen zu greifen – Stichworte wie Irak, Guantanamo, das Verhältnis zu Russland sollen genügen.
Über das Versagen der einstigen Weltmacht hinaus – wohlgemerkt nur 20 Jahre nach dem Ende des kalten Krieges und dem vermeintlichen Sieg des Kapitalismus – sind krisenhafte Entwicklungen rund um den Globus an der Tagesordnung. Beginnen wir mit dem Hinterhof der USA, dem südamerikanischen Kontinent. Dort mag man sich zu Recht freuen über neues Selbstbewusstsein, eine zu den USA distanziertere Politik und über wirtschaftliche wie soziale Erfolge. Doch scheint etwa Argentinien kurz nach der Verschuldungskrise anfangs des Jahrzehnts bereits wieder dem Abgrund zuzusteuern. Allzuviel Selbstherrlichkeit wird dem Präsidentenpaar Kirchner in naher Zukunft vielleicht endgültig das Bein stellen. Ohne greifbare Reformen lässt sich nun mal nicht gegen die Mehrheit regieren. Präsident Chavez hinterlässt in Venezuela einen schalen Nachgeschmack – sein populistisches Gepolter mag auch aufgeweckte Reformer erschrecken. Dabei hätte das rohstoffreiche Land eine einmalige Chance – scheiterten soziale Reformen in den Staaten des Südens doch immer wieder an den fehlenden Mitteln.
Krisenherde sind natürlich auch in Afrika auszumachen. Doch scheinen sie sich nicht etwa langsam zurückzubilden. Vielmehr drohen nun auch die standhaften Nationen wie Südafrika und Nigeria in politisches und damit vielleicht bald ins wirtschaftliche Chaos abzudriften. Eine absehbare Spaltung des African National Congress als bislang tragender Mehrheitspartei mag man aus demokratiepolitischen Gründen zwar einiges abzugewinnen – die Monopolsituation würde damit aufgebrochen. Aber damit wäre auch das Friedensvermächtnis von Nelson Mandela bedroht und eine Entwicklung wie in Zimbabwe nicht mehr ausgeschlossen. Dass sich in Zentralafrika (Kongo, Tschad) bis hin in den Sudan und Somalia derzeit kaum etwas bewegt, lässt sich zudem bei bestem Willen nicht als Vorbote einer friedlichen Entwicklung deuten. Und auch der asiatische Kontinent kennt trotz seiner unverkennbaren wirtschaftlichen Erfolge mit Afghanistan und Pakistan sowie den erstarrten Nordkorea und Myanmar handfeste Krisenherde.
Nun liessen sich all diese Entwicklungen als zweitrangige Randerscheinungen eines Weltwirtschaftssystems abtun, das in seinen Grundfesten immer noch stabil ist. Ist es aber nicht! Dessen Zukunft steht auf der Kippe und ist unzweifelhaft abhängig von politischen Entscheiden, die in der nächsten Zeit fällig sind. Eine neue amerikanische Führung wird dabei hoffentlich eine hilfreiche Hand bieten – gefordert ist aber vor allem ein einiges Europa, das ein stabiles Wirtschaftssystem ebenso anstrebt wie ein partizipatives politisches Weltsystem, das alle Staaten gleichberechtigt einbezieht. Dann wird die Globalisierung ihren entscheidenden Schritt tun, die bislang benachteiligten Menschen in den Südstaaten endlich besser stellen – und auch zum Wohle des Nordens neue Geschäfte und Geldanlagen ermöglichen, die mit einer produktiven Weiterentwicklung der Weltwirtschaft übereinstimmen.
Über das Versagen der einstigen Weltmacht hinaus – wohlgemerkt nur 20 Jahre nach dem Ende des kalten Krieges und dem vermeintlichen Sieg des Kapitalismus – sind krisenhafte Entwicklungen rund um den Globus an der Tagesordnung. Beginnen wir mit dem Hinterhof der USA, dem südamerikanischen Kontinent. Dort mag man sich zu Recht freuen über neues Selbstbewusstsein, eine zu den USA distanziertere Politik und über wirtschaftliche wie soziale Erfolge. Doch scheint etwa Argentinien kurz nach der Verschuldungskrise anfangs des Jahrzehnts bereits wieder dem Abgrund zuzusteuern. Allzuviel Selbstherrlichkeit wird dem Präsidentenpaar Kirchner in naher Zukunft vielleicht endgültig das Bein stellen. Ohne greifbare Reformen lässt sich nun mal nicht gegen die Mehrheit regieren. Präsident Chavez hinterlässt in Venezuela einen schalen Nachgeschmack – sein populistisches Gepolter mag auch aufgeweckte Reformer erschrecken. Dabei hätte das rohstoffreiche Land eine einmalige Chance – scheiterten soziale Reformen in den Staaten des Südens doch immer wieder an den fehlenden Mitteln.
Krisenherde sind natürlich auch in Afrika auszumachen. Doch scheinen sie sich nicht etwa langsam zurückzubilden. Vielmehr drohen nun auch die standhaften Nationen wie Südafrika und Nigeria in politisches und damit vielleicht bald ins wirtschaftliche Chaos abzudriften. Eine absehbare Spaltung des African National Congress als bislang tragender Mehrheitspartei mag man aus demokratiepolitischen Gründen zwar einiges abzugewinnen – die Monopolsituation würde damit aufgebrochen. Aber damit wäre auch das Friedensvermächtnis von Nelson Mandela bedroht und eine Entwicklung wie in Zimbabwe nicht mehr ausgeschlossen. Dass sich in Zentralafrika (Kongo, Tschad) bis hin in den Sudan und Somalia derzeit kaum etwas bewegt, lässt sich zudem bei bestem Willen nicht als Vorbote einer friedlichen Entwicklung deuten. Und auch der asiatische Kontinent kennt trotz seiner unverkennbaren wirtschaftlichen Erfolge mit Afghanistan und Pakistan sowie den erstarrten Nordkorea und Myanmar handfeste Krisenherde.
Nun liessen sich all diese Entwicklungen als zweitrangige Randerscheinungen eines Weltwirtschaftssystems abtun, das in seinen Grundfesten immer noch stabil ist. Ist es aber nicht! Dessen Zukunft steht auf der Kippe und ist unzweifelhaft abhängig von politischen Entscheiden, die in der nächsten Zeit fällig sind. Eine neue amerikanische Führung wird dabei hoffentlich eine hilfreiche Hand bieten – gefordert ist aber vor allem ein einiges Europa, das ein stabiles Wirtschaftssystem ebenso anstrebt wie ein partizipatives politisches Weltsystem, das alle Staaten gleichberechtigt einbezieht. Dann wird die Globalisierung ihren entscheidenden Schritt tun, die bislang benachteiligten Menschen in den Südstaaten endlich besser stellen – und auch zum Wohle des Nordens neue Geschäfte und Geldanlagen ermöglichen, die mit einer produktiven Weiterentwicklung der Weltwirtschaft übereinstimmen.
8.9.08
(Umwelt) Weltmarkt für Photovoltaik wächst immer schneller
Das weltweite Wachstum an den Solarmärkten beschleunigt sich. Der deutsche Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) rechnet für 2008 mit einer Weltmarktgröße von rund 3,6 Gigawatt. Das bedeutet ein Plus von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem 2,4 Gigawatt Solarstromleistung weltweit neu installiert wurden. Wichtige Wachstumstreiber sind eine global steigende Nachfrage und die in immer mehr Ländern eingeführten staatlichen Förderprogramme für Solarstrom nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Solarstrom entwickelt sich damit zunehmend zum Gigatrend bei der globalen Energieversorgung.
Zu den weltweit dynamischsten Wachstumsregionen gehört Südeuropa. Für Italien prognostiziert der BSW-Solar in diesem Jahr eine Verfünffachung des Marktes auf 250 Megawatt. Auch in Frankreich wird sich der Markt auf 100 MW im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar, kommentiert die internationale Entwicklung der Solarstrombranche: „Immer mehr Länder erkennen, welche riesigen Potenziale Solarstrom für den Klimaschutz, die heimische Energieversorgung und die Regionalentwicklung bietet. Gerade im Mittelmeerraum ist der Aufbau der Solarenergieversorgung ein Topthema auf der Agenda der Europäischen Union. Ein Politikwechsel in den USA könnte zudem den Ausbau von Solarstrom in Nordamerika beflügeln.“
Solarstrom entwickelt sich auch an den Finanzmärkten zum einem globalen Trend. Nach einer Studie der UNEP – United Nations Environment Programme – wurden weltweit im vergangenen Jahr 28,6 Milliarden US-Dollar in Solarenergie investiert. Bei Kapitalzuflüssen aus Venture Capital und Private Equity rangiert Solarenergie erstmals auf dem ersten Rang aller erneuerbaren Energien vor den Biokraftstoffen. Bei der soeben abgeschlossenen 23. Europäischen Photovoltaik-Konferenz in Valencia, dem weltweit größten Solarenergie-Kongress mit angeschlossener Solarausstellung, waren 715 Aussteller vertreten.
Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) 2008
Zu den weltweit dynamischsten Wachstumsregionen gehört Südeuropa. Für Italien prognostiziert der BSW-Solar in diesem Jahr eine Verfünffachung des Marktes auf 250 Megawatt. Auch in Frankreich wird sich der Markt auf 100 MW im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar, kommentiert die internationale Entwicklung der Solarstrombranche: „Immer mehr Länder erkennen, welche riesigen Potenziale Solarstrom für den Klimaschutz, die heimische Energieversorgung und die Regionalentwicklung bietet. Gerade im Mittelmeerraum ist der Aufbau der Solarenergieversorgung ein Topthema auf der Agenda der Europäischen Union. Ein Politikwechsel in den USA könnte zudem den Ausbau von Solarstrom in Nordamerika beflügeln.“
Solarstrom entwickelt sich auch an den Finanzmärkten zum einem globalen Trend. Nach einer Studie der UNEP – United Nations Environment Programme – wurden weltweit im vergangenen Jahr 28,6 Milliarden US-Dollar in Solarenergie investiert. Bei Kapitalzuflüssen aus Venture Capital und Private Equity rangiert Solarenergie erstmals auf dem ersten Rang aller erneuerbaren Energien vor den Biokraftstoffen. Bei der soeben abgeschlossenen 23. Europäischen Photovoltaik-Konferenz in Valencia, dem weltweit größten Solarenergie-Kongress mit angeschlossener Solarausstellung, waren 715 Aussteller vertreten.
Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) 2008
3.9.08
(Finanzen) Nachhaltiges Investment bringt’s
Einmal mehr bestätigt sich: Nachhaltiges Investieren bringt nicht nur eine soziale Rendite, sondern auch finanziellen Erfolg. Die Internetplattform hat verschiedene Indizes für nachhaltiges Investieren mit herkömmlichen verglichen und siehe da: Die auch SRI-Indizes (steht für Social Responsible Investment) genannten sind meist deutlich erfolgreicher. Hier die Resultate im Einzelnen: Um mehr als 400 Prozent stieg der erfolgreichste von sechs Nachhaltigkeits-Indices in der Untersuchung innerhalb der letzten fünf Jahre. Der beste von drei konventionellen Indices erreichte ein Plus von knapp 90 Prozent.
Der UmweltBank-Aktien Index (UBAI) der Nürnberger UmweltBank AG legte seit dem 30. Juni 2003 um 426 Prozent zu. Der Index bildet die Wertentwicklung deutscher Umweltaktien nach. Insgesamt umfasst er 41 börsennotierte Firmen, die sich auf das Thema Ökologie und nachhaltiges Wirtschaften spezialisiert haben. Ausgeschlossen sind laut der UmweltBank Unternehmen, die in Großkraftwerke investieren oder Waffen, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien produzieren bzw. damit handeln. Titel im UBAI sind etwa die beiden Solarkonzerne Solarworld AG und Q-Cells AG sowie der Windkraftprojektierer Plambeck Neue Energien AG.
Auf Sicht von drei Jahren liegt der Natur-Aktien-Index (NAI) des Hamburger Finanzdienstleisters Securvita vorn. Der 1997 aufgelegte Nachhaltigkeitsindex verbuchte in dem Zeitraum ein Plus von 82 Prozent. Der NAI enthält 30 internationale Unternehmen, die als Öko-Vorreiter gelten. Dazu zählen etwa das US-amerikanische Geothermieunternehmen Ormat oder der Rücknahmeautomatenhersteller Tomra aus Norwegen. Der NAI zeichnet sich auch durch eine starke Wertentwicklung aus. 1997 war er mit einer Ausgangsbasis von 1.000 Punkten gestartet, heute liegt er bei über 5.000 Punkten.
Während in der Sicht auf die letzten drei und fünf Jahre alle an der Auswertung beteiligten Indices Zuwächse verbuchen konnten, schaffte es im Zeitraum von Ende Juni 2007 bis Ende Juni 2008 nur ein einziger ins Plus. Der von der britischen Finanzzeitschrift Financial Times (FT) und der Londoner Börse (London Stock Exchange) aufgelegte FTSE4Good-Index steigerte sich in dem Zeitraum um 7,5 Prozent. Der Index enthält die ökologisch und sozial führenden Unternehmen aus den Titeln der konventionellen FTSE-Indices. Die Initiatoren der auch "fuzzy for good" genannten Indices setzen für den Weltindex unter anderem auf Nachhaltigkeitsbewertungen von EIRIS (Ethical Investment Research Service), einer britischen Ratingangentur für Nachhaltiges Investment. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die Tabakwaren oder Waffensysteme herstellen, Atomkraftwerke besitzen bzw. betreiben oder sich am Bau von Atomwaffen beteiligen. Die Lizenzeinnahmen und andere Einnahmen im Zusammenhang mit dem FTSE4GOOD werden an UNICEF gespendet.
Quelle: www.ecoreporter.de
Der UmweltBank-Aktien Index (UBAI) der Nürnberger UmweltBank AG legte seit dem 30. Juni 2003 um 426 Prozent zu. Der Index bildet die Wertentwicklung deutscher Umweltaktien nach. Insgesamt umfasst er 41 börsennotierte Firmen, die sich auf das Thema Ökologie und nachhaltiges Wirtschaften spezialisiert haben. Ausgeschlossen sind laut der UmweltBank Unternehmen, die in Großkraftwerke investieren oder Waffen, Militärgüter, umweltschädliche Produkte und Technologien produzieren bzw. damit handeln. Titel im UBAI sind etwa die beiden Solarkonzerne Solarworld AG und Q-Cells AG sowie der Windkraftprojektierer Plambeck Neue Energien AG.
Auf Sicht von drei Jahren liegt der Natur-Aktien-Index (NAI) des Hamburger Finanzdienstleisters Securvita vorn. Der 1997 aufgelegte Nachhaltigkeitsindex verbuchte in dem Zeitraum ein Plus von 82 Prozent. Der NAI enthält 30 internationale Unternehmen, die als Öko-Vorreiter gelten. Dazu zählen etwa das US-amerikanische Geothermieunternehmen Ormat oder der Rücknahmeautomatenhersteller Tomra aus Norwegen. Der NAI zeichnet sich auch durch eine starke Wertentwicklung aus. 1997 war er mit einer Ausgangsbasis von 1.000 Punkten gestartet, heute liegt er bei über 5.000 Punkten.
Während in der Sicht auf die letzten drei und fünf Jahre alle an der Auswertung beteiligten Indices Zuwächse verbuchen konnten, schaffte es im Zeitraum von Ende Juni 2007 bis Ende Juni 2008 nur ein einziger ins Plus. Der von der britischen Finanzzeitschrift Financial Times (FT) und der Londoner Börse (London Stock Exchange) aufgelegte FTSE4Good-Index steigerte sich in dem Zeitraum um 7,5 Prozent. Der Index enthält die ökologisch und sozial führenden Unternehmen aus den Titeln der konventionellen FTSE-Indices. Die Initiatoren der auch "fuzzy for good" genannten Indices setzen für den Weltindex unter anderem auf Nachhaltigkeitsbewertungen von EIRIS (Ethical Investment Research Service), einer britischen Ratingangentur für Nachhaltiges Investment. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die Tabakwaren oder Waffensysteme herstellen, Atomkraftwerke besitzen bzw. betreiben oder sich am Bau von Atomwaffen beteiligen. Die Lizenzeinnahmen und andere Einnahmen im Zusammenhang mit dem FTSE4GOOD werden an UNICEF gespendet.
Quelle: www.ecoreporter.de
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