Anlagefonds aller Kategorien haben im vergangenen Jahr neue Rekordzahlen erreicht. Ende 2006 wiesen die in Europa begebenen Fonds einen Wert von 7574 Milliarden Euro aus – oder in Schweizer Franken rund zehn Billionen. Das Wachstum der einzelnen nationalen Märkte war dabei recht unterschiedlich, an der Spitze stehen Luxemburg und Irland. Beide realisierten ein Plus von über 20 Prozent, obwohl sie schon zu den volumenreichsten Fondsmärkten gehören. Der Schweizer Fondsmarkt brachte es immerhin auf ein Plus von zehn Prozent, südeuropäische Staaten mussten gar einen Aderlass hinnehmen.
Der Europäische Fondsverband Efama will nun energisch die Voraussetzungen schaffen, dass der Fondsverkauf auch in Zukunft floriert. Verbandspräsident Stefan Bichsel (wirklich ein Schweizer!) machte an einer Medienorientierung in Zürich viele Baustellen aus und präsentierte Lösungsansätze: Ein Europäischer Binnenfondsmarkt werde dann Realität, wenn der rechtliche Rahmen derart vereinheitlicht werde, dass ein in einem Land zugelassener Fonds auch in allen anderen automatisch die Vertriebsbewilligung erhält. Insbesondere gelte es auch Voraussetzungen zu schaffen, dass die Altersvorsorge mit Fondsprodukten transnational möglich und steuerlich begünstigt werde.
Konkret: DasVorsorgesparen soll ähnlich wie in der Schweiz künftig europaweit funktionieren – also auf einer individuellen Wahl des Sparvehikels beruhen und vom Staat begünstigt werden. Dass sich dabei die Fondsindustrie einen grossen Anteil des neuzubackenden Kuchens sichern will, versteht sich von selbst. So oder so freuen werden sich die einzelnen FondssparerInnen, wenn die Fondsprospekte endlich vereinheitlicht und verkürzt werden, so dass die einfache Information und Vergleichbarkeit der Fonds sicher gestellt wird.
25.2.07
(Umwelt) Jetzt kommen die grossen Energiekonzerne
Stromkonzerne wie E.on und Vattenfall kannten bisher nur zwei Rohstoffe: Kohle und Uran. Jetzt investieren sie verstärkt in Wind und Biogas - weil die Rendite stimmt. Die kleineren Vorreiter der Branche fühlen sich demgegenüber bedroht, wie einem Hintergrundartikel auf Spiegel Online zu entnehmen ist.
Wenn Oliver Weinmann von Ökostrom spricht, gerät er ins Schwärmen. "Die erneuerbaren Energien haben ein großes Potential", sagt der 47-Jährige. Schon in den nächsten Jahren könnten in Deutschland Windräder mit einer Leistung von insgesamt 25.000 Megawatt ans Netz gehen - so viel wie 25 Kernkraftwerke. "Da lässt sich richtig Geld verdienen." Das Besondere daran: Weinmann ist kein Umweltlobbyist, sondern Manager beim drittgrößten deutschen Energiekonzern Vattenfall Europe . Das Unternehmen ist bisher vor allem durch seine ausgedehnten Tagebaue aufgefallen. Mit klimaschädlicher Braunkohle produziert Vattenfall 80 Prozent seines Stroms. Auch der schwedische Mutterkonzern Vattenfall AB ist bei Naturschützern nicht gerade beliebt. Zuletzt sorgten Pannen im Atomreaktor Forsmark für Schlagzeilen.
In Zukunft könnte sich das ändern. Denn Vattenfall setzt immer mehr auf Ökostrom. "Wir kommen an einen Punkt, wo das wirtschaftlich interessant wird", sagt Weinmann, der Geschäftsführer der Vattenfall Renewables GmbH ist. Mit dieser Ansicht ist das Unternehmen nicht allein. Auch andere Konzerne wie E.on , RWE und EnBW haben den Ökostrom für sich entdeckt.
Bei der Windkraft allein wollen es die Konzerne deshalb nicht belassen. Gute Verdienstmöglichkeiten rechnen sie sich auch bei Biogas aus. Gerade erst hat E.on eine Tochtergesellschaft namens E.on Bioerdgas gegründet. Bauern sollen das Unternehmen künftig mit Mais, Roggen und anderen Energiepflanzen beliefern. Diese lässt man zu Biogas vergären, das dann auf Erdgasqualität aufbereitet wird.
"Auf Brandenburgs Feldern könnte schon bald Erdgas wachsen", sagt Jochen-Christian Werner von der Gasag-Tochter EMB. Nach einer Studie des Bundesverbands der Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) kann die Bundesrepublik im Jahr 2030 immerhin zehn Prozent ihres Gasbedarfs mit Bioerdgas decken. Dass sich die Konzerne auf diesen Markt stürzen, freut allerdings nicht jeden. Schließlich ist die Ökobranche bisher stark mittelständisch geprägt - und die Großen haben den Kleinen oft genug Steine in den Weg gelegt. Vor allem wenn es darum geht, Windräder an das Stromnetz anzuschließen, gibt es regelmäßig Knatsch. Quelle: www.spiegel-online.de
Wenn Oliver Weinmann von Ökostrom spricht, gerät er ins Schwärmen. "Die erneuerbaren Energien haben ein großes Potential", sagt der 47-Jährige. Schon in den nächsten Jahren könnten in Deutschland Windräder mit einer Leistung von insgesamt 25.000 Megawatt ans Netz gehen - so viel wie 25 Kernkraftwerke. "Da lässt sich richtig Geld verdienen." Das Besondere daran: Weinmann ist kein Umweltlobbyist, sondern Manager beim drittgrößten deutschen Energiekonzern Vattenfall Europe . Das Unternehmen ist bisher vor allem durch seine ausgedehnten Tagebaue aufgefallen. Mit klimaschädlicher Braunkohle produziert Vattenfall 80 Prozent seines Stroms. Auch der schwedische Mutterkonzern Vattenfall AB ist bei Naturschützern nicht gerade beliebt. Zuletzt sorgten Pannen im Atomreaktor Forsmark für Schlagzeilen.
In Zukunft könnte sich das ändern. Denn Vattenfall setzt immer mehr auf Ökostrom. "Wir kommen an einen Punkt, wo das wirtschaftlich interessant wird", sagt Weinmann, der Geschäftsführer der Vattenfall Renewables GmbH ist. Mit dieser Ansicht ist das Unternehmen nicht allein. Auch andere Konzerne wie E.on , RWE und EnBW haben den Ökostrom für sich entdeckt.
Bei der Windkraft allein wollen es die Konzerne deshalb nicht belassen. Gute Verdienstmöglichkeiten rechnen sie sich auch bei Biogas aus. Gerade erst hat E.on eine Tochtergesellschaft namens E.on Bioerdgas gegründet. Bauern sollen das Unternehmen künftig mit Mais, Roggen und anderen Energiepflanzen beliefern. Diese lässt man zu Biogas vergären, das dann auf Erdgasqualität aufbereitet wird.
"Auf Brandenburgs Feldern könnte schon bald Erdgas wachsen", sagt Jochen-Christian Werner von der Gasag-Tochter EMB. Nach einer Studie des Bundesverbands der Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) kann die Bundesrepublik im Jahr 2030 immerhin zehn Prozent ihres Gasbedarfs mit Bioerdgas decken. Dass sich die Konzerne auf diesen Markt stürzen, freut allerdings nicht jeden. Schließlich ist die Ökobranche bisher stark mittelständisch geprägt - und die Großen haben den Kleinen oft genug Steine in den Weg gelegt. Vor allem wenn es darum geht, Windräder an das Stromnetz anzuschließen, gibt es regelmäßig Knatsch. Quelle: www.spiegel-online.de
18.2.07
(Umwelt) Bio ist von nachweislich besserer Qualität
Wer sich für konventionell angebautes Obst und Gemüse entscheidet, schluckt deutlich mehr Pestizide als beim Genuss von Bioware. Das hat ein Vergleich von aktuellen Analysedaten des deutschen Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) und von Greenpeace ergeben. Demnach ist Bioware in der Regel frei von Pestizidrückständen, einmal mehr erweist eine Studie den deutlichen Qualitätsunterschied.
Der Vergleich von 446 Rückstandsdaten aus dem Jahr 2006 für Paprika, Tafeltrauben, Tomaten, Salat und Mango aus konventionellem und ökologischem Anbau macht deutlich: Verbraucher können zwischen zwei grundlegend verschiedenen Qualitäten wählen. So enthalten neun von zehn konventionell angebauten Kopfsalaten und zwei von drei konventionell hergestellten Tomaten Pestizide – Bio-Salate und Bio-Tomaten sind dagegen komplett rückstandsfrei. Bei Bio-Paprika, Bio-Trauben und Bio-Mango wurden vereinzelt Pestizide in geringen Mengen gefunden.
Pestizide können das Nervensystem schädigen, die Fortpflanzung beeinträchtigen oder Krebs erregen. „Die Belastung der Umwelt und der Lebensmittel mit Pestiziden aus der konventionellen Landwirtschaft muss deshalb dringend verringert werden. Der Ökolandbau darf sich auf den guten Ergebnissen dieser Studie nicht ausruhen und sollte eine weitere Minimierung der Rückstände anstreben.“
Fazit von BNN und Greenpeace: Verbraucher, die Bio-Obst und Bio-Gemüse kaufen, tun etwas Gutes für ihre Gesundheit und fördern gleichzeitig Artenvielfalt und Umweltschutz. Und weiteres Fazit: Man darf getrost davon ausgehen, dass sich die Resultate aus Deutschland auf die Schweiz übertragen lassen, wo die Kontrolle der Bioproduzenten mindestens ebenbürtig ist.
Quelle: Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V. (BNN) 2007
GREENPEACE 2007
Der Vergleich von 446 Rückstandsdaten aus dem Jahr 2006 für Paprika, Tafeltrauben, Tomaten, Salat und Mango aus konventionellem und ökologischem Anbau macht deutlich: Verbraucher können zwischen zwei grundlegend verschiedenen Qualitäten wählen. So enthalten neun von zehn konventionell angebauten Kopfsalaten und zwei von drei konventionell hergestellten Tomaten Pestizide – Bio-Salate und Bio-Tomaten sind dagegen komplett rückstandsfrei. Bei Bio-Paprika, Bio-Trauben und Bio-Mango wurden vereinzelt Pestizide in geringen Mengen gefunden.
Pestizide können das Nervensystem schädigen, die Fortpflanzung beeinträchtigen oder Krebs erregen. „Die Belastung der Umwelt und der Lebensmittel mit Pestiziden aus der konventionellen Landwirtschaft muss deshalb dringend verringert werden. Der Ökolandbau darf sich auf den guten Ergebnissen dieser Studie nicht ausruhen und sollte eine weitere Minimierung der Rückstände anstreben.“
Fazit von BNN und Greenpeace: Verbraucher, die Bio-Obst und Bio-Gemüse kaufen, tun etwas Gutes für ihre Gesundheit und fördern gleichzeitig Artenvielfalt und Umweltschutz. Und weiteres Fazit: Man darf getrost davon ausgehen, dass sich die Resultate aus Deutschland auf die Schweiz übertragen lassen, wo die Kontrolle der Bioproduzenten mindestens ebenbürtig ist.
Quelle: Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V. (BNN) 2007
GREENPEACE 2007
16.2.07
(Medien) Wegweiser durch den Bloggerdschungel
63 Millionen Weblogs soll das Netz unterdessen zählen. Wenn da auch die meisten privat und ohne Relevanz für die Allgemeinheit sind, bleiben doch rund zehn Prozent mit dem Anspruch auf ein breiteres Publikum. Das wären dann immer noch Millionen von Blogs, deren Auffinden schwieriger als die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist. Oder wäre, gäbe es da nicht die Site www.technorati.com, deren Gründer Dave Sifry in einem Interview der neuesten Ausgabe der Wochenwirtschaftszeitung Cash zu Wort kommt.
Technorati.com gilt Vielen heute als Google der Blogs. Die Suchmaschine aus dem Silicon Valley erlaubt eine gezielte Suche, hat bereits die erwähnt grosse Zahl von Weblogs erfasst, zu denen täglich nach Sifry’s Angaben weitere 100'000 dazu kommen. Anders als Google listet technorati.com die Einträge in ihrer zeitlichen Reihenfolge auf. Der aktuellste Beitrag zu einem Thema steht also zuoberst. Wer allerdings diesen Blogeintrag hier suchen wird, bleibt ohne Erfolg – im deutschsprachigen Bereich zumindest ist die Abdeckung nach meinen Erfahrungen noch mangelhaft. Aber vielleicht gibt es gelegentlich Nachahmer in Europa, die dann auch hierzulande dem Anspruch von Sifry gerecht werden. Er will nämlich «den bisher Machtlosen Macht geben», will heissen Medienmacht, die doch in den letzten Jahren immer konzentrierter wurde.
Technorati.com gilt Vielen heute als Google der Blogs. Die Suchmaschine aus dem Silicon Valley erlaubt eine gezielte Suche, hat bereits die erwähnt grosse Zahl von Weblogs erfasst, zu denen täglich nach Sifry’s Angaben weitere 100'000 dazu kommen. Anders als Google listet technorati.com die Einträge in ihrer zeitlichen Reihenfolge auf. Der aktuellste Beitrag zu einem Thema steht also zuoberst. Wer allerdings diesen Blogeintrag hier suchen wird, bleibt ohne Erfolg – im deutschsprachigen Bereich zumindest ist die Abdeckung nach meinen Erfahrungen noch mangelhaft. Aber vielleicht gibt es gelegentlich Nachahmer in Europa, die dann auch hierzulande dem Anspruch von Sifry gerecht werden. Er will nämlich «den bisher Machtlosen Macht geben», will heissen Medienmacht, die doch in den letzten Jahren immer konzentrierter wurde.
12.2.07
(Finanzen) Anlagefonds zur Nachhaltigkeit sind Spitze
Den grossen Erfolg nachhaltiger Anlagefonds bestätigt jetzt auch das Finanzkonsummagazin K-Geld (für welches auch der Blogautor gelegentlich schreibt). Unter den Nachhaltigkeitsfonds haben sich in den letzten Jahren besonders jene zum Thema Energie hervorgetan. Kein Wunder, zählten doch beispielsweise Aktien von Solarunternehmen zu den erfolgreichsten überhaupt – so erzielte etwa die deutsche Solarworld ein Kursplus von runden 3000 Prozent, was einer Verdreissigfachung ihres Werts entsprach.
Solaraktien gelten unterdessen aber eher als teuer. Einer der erfolgreichsten Nachhaltigkeitsfonds überhaupt, der Activest Eco Tech (neuerdings zum US-Fondshaus Pioneer gehörig) verzichtet gemäss Angaben an der Fondsmesse von vergangener Woche vollständig auf diesen Bereich. Aber im Sektor Erneuerbare Energien sind eben noch viele andere Unternehmen mit grossem Potenzial vorhanden, etwa im Bereich Biogaserzeugung resp. Nutzung von Biomasse.
Unter den Fonds sticht neben weiteren Anlagevehikeln von Sarasin und MLIIF (beide übrigens ebenfalls von grossen Mitkonkurrenten übernommen – der Robeco und durch Black Rock) der Raiffeisen-Futura Swiss Stock hervor. Er erhielt erst kürzlich wieder eine Lipper-Auszeichnung für seine Performance im Dreijahresvergleich, wird durch Vontobel im Auftrag von Raiffeisen gemanagt – und bezieht das Nachhaltigkeits-Know-how von der kleinen Zürcher Agentur Inrate – die wiederum ein Joint Venture der alternativen Anlagestiftung Nest und des Planungsbüros Infras ist. Ohne Zweifel: Nachhaltigkeit wird zum Megathema für alle Player in der Finanzbranche, immerhin ein Hoffnungszeichen in einer düsteren Klimawelt.
Und das sind die Top10 unter den Nachhaltigkeitsfonds gemäss K-Geld 1/07 (beruhend auf Daten des VZ-Vermögenszentrums, per 31.12.06)
1. Sarasin Multi Label Sicav – New Energy Fund
2. Raiffeisen – Futura Swiss Stock
3. MLIIF New Energy Fund A2
4. Acivest Exo Tech C
5. UBS EF – Global Innovators B
6. Öko Vision
7. Swisscanto (CH) EF Green Invest
8. Vontobel Fund – Global Trend New Power Tech A1
9. Sam Sustainable Water Fund B
10. Pictet Funds European Sustainable Eq. P Cap
Solaraktien gelten unterdessen aber eher als teuer. Einer der erfolgreichsten Nachhaltigkeitsfonds überhaupt, der Activest Eco Tech (neuerdings zum US-Fondshaus Pioneer gehörig) verzichtet gemäss Angaben an der Fondsmesse von vergangener Woche vollständig auf diesen Bereich. Aber im Sektor Erneuerbare Energien sind eben noch viele andere Unternehmen mit grossem Potenzial vorhanden, etwa im Bereich Biogaserzeugung resp. Nutzung von Biomasse.
Unter den Fonds sticht neben weiteren Anlagevehikeln von Sarasin und MLIIF (beide übrigens ebenfalls von grossen Mitkonkurrenten übernommen – der Robeco und durch Black Rock) der Raiffeisen-Futura Swiss Stock hervor. Er erhielt erst kürzlich wieder eine Lipper-Auszeichnung für seine Performance im Dreijahresvergleich, wird durch Vontobel im Auftrag von Raiffeisen gemanagt – und bezieht das Nachhaltigkeits-Know-how von der kleinen Zürcher Agentur Inrate – die wiederum ein Joint Venture der alternativen Anlagestiftung Nest und des Planungsbüros Infras ist. Ohne Zweifel: Nachhaltigkeit wird zum Megathema für alle Player in der Finanzbranche, immerhin ein Hoffnungszeichen in einer düsteren Klimawelt.
Und das sind die Top10 unter den Nachhaltigkeitsfonds gemäss K-Geld 1/07 (beruhend auf Daten des VZ-Vermögenszentrums, per 31.12.06)
1. Sarasin Multi Label Sicav – New Energy Fund
2. Raiffeisen – Futura Swiss Stock
3. MLIIF New Energy Fund A2
4. Acivest Exo Tech C
5. UBS EF – Global Innovators B
6. Öko Vision
7. Swisscanto (CH) EF Green Invest
8. Vontobel Fund – Global Trend New Power Tech A1
9. Sam Sustainable Water Fund B
10. Pictet Funds European Sustainable Eq. P Cap
11.2.07
(Medien) Und die Zeitung auf Papier stirbt doch
Erst sah es nicht danach aus – doch nun offenbart der Blick auf die langfristige Entwicklung, wie sehr auf Papier gedruckte Zeitungen durchs Internet bedroht sind. Dazu einige Fakten, die die deutsche Wochenzeitschrift «Die Zeit» (im Internet) liefert: So ging innert 20 Jahren die Zahl verkaufter Exemplare von Tageszeitungen um fast einen Drittel zurück (von 63 auf 44 Millionen). Demgegenüber hat die renommierte englische Tageszeitung «The Guardian» unterdessen zehnmal mehr LeserInnen im Netz als auf Papier (12,7 versus 1,2 Millionen). Und so hat insbesondere bei den grossen US- Qualitätszeitungen ein Aderlass stattgefunden («Los Angeles Times» verzeichnete einen Rückgang verkaufter Exemplare von 1,2 Millionen auf 770'000). Die Amerikaner waren noch immer zuvorderst bei der Entwicklung im Mediensektor und man geht kaum fehl in der An-nahme, Europas Zeitungen bleiben davon verschont.
Gestützt wird die Annahme auch durch den Erfolg der Gratis-Pendler-Zeitungen, der ja gerade hierzulande offenkundig ist. Selbst das am Markt skeptisch empfangene Abendblatt «heute» weist unterdessen eine LeserInnenzahlen von über 200'000 aus. Das ist zwar bescheiden gegenüber der Erfolgsstory von «20 Minuten», aber respektabel gegenüber den vielen ver-kauften regionalen Tageszeitungen, die es nicht auf eine solche Beachtungszahl bringen. Bei beiden Faktoren – Internet wie Gratiszeitungen – sind es vor allem die Jungen, die als treibende Kraft eine Entwicklung vorantreiben, die in diesem Ausmass kaum jemand erwartet hätte. Und die vermutlich, dazu gehört nun nicht mehr so viel Prognosefähigkeit, auch in Zukunft anhalten wird.
Unklar allerdings bleibt, wie sich die neuen Medien langfristig über Wasser halten können. Das Werbevolumen der Gratiszeitungen ist teils beeindruckend, im Internet hält es mit der rasanten Beachtung der Sites aber längst nicht mit. Und medienpolitisch bringt es «Die Zeit» auf den Punkt, wenn sie die Problematik der Entwicklung wie folgt umschreibt: «Könnte es sein, dass der Leserschwund das stolze Wort von der vierten Gewalt hohl erscheinen lässt, dass ein wichtiger Pfeiler unserer Demokratie zu bröckeln beginnt? Oder macht es keinen Unterschied, wenn das gedruckte dem gesendeten Wort weichen muss? Bietet das Netz der bürgerlichen Öffentlichkeit möglicherweise eine bessere Teilhabe an den Angelegenheiten des Staates und der Gesellschaft, ist es somit vielleicht sogar das »demokratischere« Medium?».
Gestützt wird die Annahme auch durch den Erfolg der Gratis-Pendler-Zeitungen, der ja gerade hierzulande offenkundig ist. Selbst das am Markt skeptisch empfangene Abendblatt «heute» weist unterdessen eine LeserInnenzahlen von über 200'000 aus. Das ist zwar bescheiden gegenüber der Erfolgsstory von «20 Minuten», aber respektabel gegenüber den vielen ver-kauften regionalen Tageszeitungen, die es nicht auf eine solche Beachtungszahl bringen. Bei beiden Faktoren – Internet wie Gratiszeitungen – sind es vor allem die Jungen, die als treibende Kraft eine Entwicklung vorantreiben, die in diesem Ausmass kaum jemand erwartet hätte. Und die vermutlich, dazu gehört nun nicht mehr so viel Prognosefähigkeit, auch in Zukunft anhalten wird.
Unklar allerdings bleibt, wie sich die neuen Medien langfristig über Wasser halten können. Das Werbevolumen der Gratiszeitungen ist teils beeindruckend, im Internet hält es mit der rasanten Beachtung der Sites aber längst nicht mit. Und medienpolitisch bringt es «Die Zeit» auf den Punkt, wenn sie die Problematik der Entwicklung wie folgt umschreibt: «Könnte es sein, dass der Leserschwund das stolze Wort von der vierten Gewalt hohl erscheinen lässt, dass ein wichtiger Pfeiler unserer Demokratie zu bröckeln beginnt? Oder macht es keinen Unterschied, wenn das gedruckte dem gesendeten Wort weichen muss? Bietet das Netz der bürgerlichen Öffentlichkeit möglicherweise eine bessere Teilhabe an den Angelegenheiten des Staates und der Gesellschaft, ist es somit vielleicht sogar das »demokratischere« Medium?».
6.2.07
((Umwelt) Erneuerbare Energien legen zu
Ökokraftwerke haben ihre Stromproduktion im vergangenen Jahr in Deutschland um 15 Prozent auf ein neues Rekordniveau gesteigert. Nach Zahlen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) haben sie mehr als 73 Milliarden Kilowattstunden geliefert und damit etwa zwölf Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. „Allein der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr übersteigt beispielsweise die Jahresproduktion eines Kernkraftwerkes, wie das zur Disposition stehende AKW Brunsbüttel“, sagt Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie.
An erster Stelle lag laut VDEW die Windenergie mit 30,5 Milliarden Kilowattstunden (2005: 27,2), gefolgt von der Wasserkraft mit 21,6 Milliarden Kilowattstunden (2005: 20,8). Die Stromproduktion aus Biomasse hat 2006 kräftig zugelegt. Sie wuchs um 38 Prozent von 11,2 auf 15,5 Milliarden Kilowattstunden. Auch die Photovoltaik konnte einen starken Zuwachs verzeichnen. Solaranlagen lieferten zwei Milliarden Kilowattstunden in das deutsche Stromnetz und damit 54 Prozent mehr als 2005. Der Anteil der Sonnenenergie an der Gesamtstromproduktion ist mit nicht einmal einem halben Prozent zwar noch klein – aber doch bedeutend höher als etwa in der Schweiz und aufgrund des starken Wachstums durchaus vielversprechend. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie
An erster Stelle lag laut VDEW die Windenergie mit 30,5 Milliarden Kilowattstunden (2005: 27,2), gefolgt von der Wasserkraft mit 21,6 Milliarden Kilowattstunden (2005: 20,8). Die Stromproduktion aus Biomasse hat 2006 kräftig zugelegt. Sie wuchs um 38 Prozent von 11,2 auf 15,5 Milliarden Kilowattstunden. Auch die Photovoltaik konnte einen starken Zuwachs verzeichnen. Solaranlagen lieferten zwei Milliarden Kilowattstunden in das deutsche Stromnetz und damit 54 Prozent mehr als 2005. Der Anteil der Sonnenenergie an der Gesamtstromproduktion ist mit nicht einmal einem halben Prozent zwar noch klein – aber doch bedeutend höher als etwa in der Schweiz und aufgrund des starken Wachstums durchaus vielversprechend. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie
2.2.07
(Finanzen) Fonds: nachhaltig und auf Kollisionskurs
Seit Mittwoch läuft in Zürich die achte Fondsmesse. Zwei Diskurse prägen den dreitägigen Event – die positive Entwicklung hin zu starkem Wachstum bei nachhaltigen Anlagen sowie der entflammte Wettkampf zwischen Anlagefonds und den sogenannten strukturierten Produkten.
In Deutschland heissen letztere auch Zertifikate. Was Stefan Bichsel, Schweizer Präsident des europäischen Fondsverbands, zur maliziösen Bemerkung veranlasste, diese Anlageinstrumente seien deshalb so beliebt, weil die Leute meinten, da sei irgendwas zertifiziert. Doch gerade das ist nicht der Fall, vielmehr herrscht ein eigentlicher Dschungel an solchen Produkten ohne jegliche staatliche Regulierung, ganz im Gegensatz zum Fondsgeschäft. Da half die Beteuerung des Verbandspräsidenten der Strukturierten (die Organisation wurde erst kürzlich gegründet) wenig. Roger Studer: «Die Investoren wissen schon, worum es geht.» Kaum ist man vesucht nachzuschieben – denn nicht nur gibt es fast unendlich viele Produkte (allein in der Schweiz über 11'000). Auch sind deren Kosten nicht ermittelbar und ihre Wirkungsweise bei einer verwirrenden Namensvielfalt erst recht nicht.
Klarer geht es da schon bei den nachhaltigen Anlagen zu und her. Zwar leiden auch sie unter einer gewissen definitorischen Unschärfe. Aber die vielfältigen Produkte und gute Infoveranstaltungen helfen gerade an der diesjährigen Fondsmesse, dem nachhaltigen Investment auf die Spur zu kommen. Bereits informierte Andreas Knörzer vom Basler Bankenhaus Sarasin, neuerdings eine Tochtergesellschaft der niederländischen Robeco-Bank, über die zentralen Marktentwicklungen. Knörzer ortet im Bereich der Energien vor allem dort (Rendite-) Potenzial, wo an und mit Spartechnologien gearbeitet wird. Daneben hat es seit je die Solarenergie dem Basler Bankenhaus angetan, im Bereich Gesundheit – den Sarasin ebenfalls zu den Nachhaltigen zählt im Gegensatz zu anderen Finanzinstitutionen – sind es biomedizinische und –technologische Entwicklungen, beim Wasser die Säuberung und in der Mobilität der öffentliche Verkehr.
Weitere Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit finden an der Fondsmesse insbesondere am Freitag statt. Verschiedene Fondsgesellschaften stellen ihre Konzepte vor, Uni-Professor Ernst A. Brugger wird aufzeigen, dass diese plötzlich so gefragte Anlagekategorie nicht nur dazu dient, das Gewissen zu beruhigen und verschiedene Banken stellen ihre neuen Produkte vor. Weitere Informationen auch unter www.fonds-messe.ch
In Deutschland heissen letztere auch Zertifikate. Was Stefan Bichsel, Schweizer Präsident des europäischen Fondsverbands, zur maliziösen Bemerkung veranlasste, diese Anlageinstrumente seien deshalb so beliebt, weil die Leute meinten, da sei irgendwas zertifiziert. Doch gerade das ist nicht der Fall, vielmehr herrscht ein eigentlicher Dschungel an solchen Produkten ohne jegliche staatliche Regulierung, ganz im Gegensatz zum Fondsgeschäft. Da half die Beteuerung des Verbandspräsidenten der Strukturierten (die Organisation wurde erst kürzlich gegründet) wenig. Roger Studer: «Die Investoren wissen schon, worum es geht.» Kaum ist man vesucht nachzuschieben – denn nicht nur gibt es fast unendlich viele Produkte (allein in der Schweiz über 11'000). Auch sind deren Kosten nicht ermittelbar und ihre Wirkungsweise bei einer verwirrenden Namensvielfalt erst recht nicht.
Klarer geht es da schon bei den nachhaltigen Anlagen zu und her. Zwar leiden auch sie unter einer gewissen definitorischen Unschärfe. Aber die vielfältigen Produkte und gute Infoveranstaltungen helfen gerade an der diesjährigen Fondsmesse, dem nachhaltigen Investment auf die Spur zu kommen. Bereits informierte Andreas Knörzer vom Basler Bankenhaus Sarasin, neuerdings eine Tochtergesellschaft der niederländischen Robeco-Bank, über die zentralen Marktentwicklungen. Knörzer ortet im Bereich der Energien vor allem dort (Rendite-) Potenzial, wo an und mit Spartechnologien gearbeitet wird. Daneben hat es seit je die Solarenergie dem Basler Bankenhaus angetan, im Bereich Gesundheit – den Sarasin ebenfalls zu den Nachhaltigen zählt im Gegensatz zu anderen Finanzinstitutionen – sind es biomedizinische und –technologische Entwicklungen, beim Wasser die Säuberung und in der Mobilität der öffentliche Verkehr.
Weitere Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit finden an der Fondsmesse insbesondere am Freitag statt. Verschiedene Fondsgesellschaften stellen ihre Konzepte vor, Uni-Professor Ernst A. Brugger wird aufzeigen, dass diese plötzlich so gefragte Anlagekategorie nicht nur dazu dient, das Gewissen zu beruhigen und verschiedene Banken stellen ihre neuen Produkte vor. Weitere Informationen auch unter www.fonds-messe.ch
29.1.07
(Finanzen) Jetzt kommen die Solaraktien
Der Solarsektor boomt nach wie vor, doch bei den Solaraktien trennt sich nun die Spreu vom Weizen: längst nicht jede Solaraktie ist mehr attraktiv! Klimawandel ist in aller Munde, auch bei der Geldanlage! Immer mehr engagierte Investoren erkennen die ökologischen - und ökonomischen - Chancen von Unternehmen aus dem Sektor Erneuerbare Energien, die dem dem Klimawandel entgegenwirken - und deren Aktien weit überdurchschnittliche Renditen liefern!
Wer z.B. im Jahr 2006 Aktien wie Vestas Wind, Conergy oder Solarworld hatte, konnte sich über - steuerfreie - Kursgewinne zwischen 70% und 131% freuen. Das Jahr 2007 scheint sich bei den Solaraktien sogar noch besser zu entwickeln: die chinesische Trina Solar - seit kurzem in den USA an der Börse - legte in den ersten 4 Wochen 2007 bereits 44,4% zu, eine andere chinesische Solaraktie (Renesola) kam auf 28,2%, eine dritte (Solarfun) auf 19,8%.
Aber auch die deutsche Solarworld stieg in diesem Zeitraum schon über 21% (bei Solarworld sind es seit der ÖKO-INVEST-Kaufempfehlung 2002 schon mehrere Tausend (!) Prozent Gewinn: die Aktie stieg von unter 0,70 Euro auf weit über 50 Euro). Der 30 internationale Aktien umfassende Solaraktien-Index PPVX ist in den letzten 4 Jahren sogar mehr als 700 Prozentpunkte besser gelaufen als der "fossile" Erdölaktien-Index AMEX Oil und damit wohl der beste Branchenindex weltweit - und nicht zuletzt schafften die 30 PPVX-Unternehmen in den letzten 3 Jahren rund 15.000 neue Arbeitsplätze.
Der Solarsektor boomt nach wie vor, doch bei den Solaraktien trennt sich nun die Spreu vom Weizen: längst nicht jede Solaraktie ist mehr attraktiv! In der brandneuen 100-seitigen ÖKO-INVEST-Solaraktien-Studie 2007 werden insgesamt über 75 Solaraktien behandelt: neben den 30 PPVX-Aktien (darunter ausführliche Analysen der deutscher Titel mit Kurspotenzialen von bis zu 80%) weitere 30 kleinere börsennotierte Solarunternehmen, 14 Börsenkandidaten sowie sonstige Solarbeteiligungsmöglichkeiten: erst informieren, dann investieren!
Die Studie gibt es ausschliesslich als Printversion . Sie kostet inkl. Versand (mit Rechnung) 38,50 Euro und ist zu bestellen beim
ÖKO-INVEST-Verlag
Schweizertalstr. 8-10/5
A-1130 Wien,
Tel. 0043-1-8760501
email oeko-invest@teleweb.at
Quelle: www.sonnenseite.com
Wer z.B. im Jahr 2006 Aktien wie Vestas Wind, Conergy oder Solarworld hatte, konnte sich über - steuerfreie - Kursgewinne zwischen 70% und 131% freuen. Das Jahr 2007 scheint sich bei den Solaraktien sogar noch besser zu entwickeln: die chinesische Trina Solar - seit kurzem in den USA an der Börse - legte in den ersten 4 Wochen 2007 bereits 44,4% zu, eine andere chinesische Solaraktie (Renesola) kam auf 28,2%, eine dritte (Solarfun) auf 19,8%.
Aber auch die deutsche Solarworld stieg in diesem Zeitraum schon über 21% (bei Solarworld sind es seit der ÖKO-INVEST-Kaufempfehlung 2002 schon mehrere Tausend (!) Prozent Gewinn: die Aktie stieg von unter 0,70 Euro auf weit über 50 Euro). Der 30 internationale Aktien umfassende Solaraktien-Index PPVX ist in den letzten 4 Jahren sogar mehr als 700 Prozentpunkte besser gelaufen als der "fossile" Erdölaktien-Index AMEX Oil und damit wohl der beste Branchenindex weltweit - und nicht zuletzt schafften die 30 PPVX-Unternehmen in den letzten 3 Jahren rund 15.000 neue Arbeitsplätze.
Der Solarsektor boomt nach wie vor, doch bei den Solaraktien trennt sich nun die Spreu vom Weizen: längst nicht jede Solaraktie ist mehr attraktiv! In der brandneuen 100-seitigen ÖKO-INVEST-Solaraktien-Studie 2007 werden insgesamt über 75 Solaraktien behandelt: neben den 30 PPVX-Aktien (darunter ausführliche Analysen der deutscher Titel mit Kurspotenzialen von bis zu 80%) weitere 30 kleinere börsennotierte Solarunternehmen, 14 Börsenkandidaten sowie sonstige Solarbeteiligungsmöglichkeiten: erst informieren, dann investieren!
Die Studie gibt es ausschliesslich als Printversion . Sie kostet inkl. Versand (mit Rechnung) 38,50 Euro und ist zu bestellen beim
ÖKO-INVEST-Verlag
Schweizertalstr. 8-10/5
A-1130 Wien,
Tel. 0043-1-8760501
email oeko-invest@teleweb.at
Quelle: www.sonnenseite.com
26.1.07
(Finanzen) Die besten der vielen Fonds
Gute Fonds im Frühjahr 2007 *
Sektor Fondsname Punktzahl * Verfügbarkeit **
International
M&G Global Basics Euro 29
Carmignac Investissement 25 CS Fundlab
Activest Global Select 24 CS Fundlab
DWS Akkumula 23 CS Fundlab
Nebenwerte
AXA R'berg Global SC 19 CS Fundlab
Deutschland
DWS Aktien Straegie Dt. 27 CS Fundlab
ADIG Fondak 26 CS Fundlab
Europa
JPM Europe Dynamic 26 CS Fundlab
Fidelity European Aggress. 25 CS Fundlab
Nebenwerte
Threadneedle Europ. SC 27
Osteuropa
MLIIF Emerg, Europe Euro 24 CS Fundlab
USA
JPM US Strategic Value 25 CS Fundlab
Emerging M.
Magellan 27
Carmignac Emergents 23 CS Fundlab
Vontobel Emerging Markets 21 CS Fundlab
Asien
inkl. Japan
DWS Top Asien 50 24 CS Fundlab
exkl. Japan
Axa Rosenberg Pacific ex Japan 27
Vontobel Far East Equity 24 Postfinance
einzelne Länder
AXA Rosenberg Japan SC 23 CS Fundlab
Swisscanto EF SC Japan 22 CS Fundlab
HSBC Indian US-$ 21 CS Fundlab
HSBC Chinese US-$ 16 CS Fundlab
Lateinamerika
MLIIF Latin America US-$ 22 CS Fundlab
Templeton Latin America 21
Energie
Fortis Energy Europe 18
Invesco Energy 18 CS Fundlab
MLIIF World Energy 18 CS Fundlab
Biotech
Pictet Biotech USD 23 Postfinance ***
Gold
MLIIF World Gold US-$ 23 CS Fundlab
Ökologie
Activest EcoTech 17 CS Fundlab
Rohstoffe
MLIIF World Mining US-$ 24 CS Fundlab
Weitere Fonds zur Abrundung der Anlagestrategie, mit Zukunftspotenzial
Schweiz
DWS ZI Aktien CS Fundlab
Vontobel Swixx SC Postfinance ***
UBS 100 Postfinance ***
Gold
ZKB ETF SWX direkt
Ökologie
Swisscanto Green Invest Postfinance ***
Pictet Water Postfinance ***
Emerging M.
Swisscanto EM Postfinance ***
Länder
Clariden Russland CS Fundlab
Ishares Lateinamerika SWX direkt
Ishares Xinua - China SWX direkt
* Errechnet aus Ratings der Agenturen Morningstar, S&P, Feri, Lipper, Sauren
mögliches Maximum sind 31 Punkte
** Alle Fonds sind auch bei Hausbanken oder Fondsgesellschaften erhältlich
*** Alle von Postfinance angebotenen Fonds als Fondssparpläne erhältlich
Quelle: Grunddaten Das Investment 1/07, eigene Berechnungen
Zur Beachtung: Auflistung vergangenheitsbezogen, ohne Garantie
für künftige Entwicklung - keine Kaufempfehlung
Sektor Fondsname Punktzahl * Verfügbarkeit **
International
M&G Global Basics Euro 29
Carmignac Investissement 25 CS Fundlab
Activest Global Select 24 CS Fundlab
DWS Akkumula 23 CS Fundlab
Nebenwerte
AXA R'berg Global SC 19 CS Fundlab
Deutschland
DWS Aktien Straegie Dt. 27 CS Fundlab
ADIG Fondak 26 CS Fundlab
Europa
JPM Europe Dynamic 26 CS Fundlab
Fidelity European Aggress. 25 CS Fundlab
Nebenwerte
Threadneedle Europ. SC 27
Osteuropa
MLIIF Emerg, Europe Euro 24 CS Fundlab
USA
JPM US Strategic Value 25 CS Fundlab
Emerging M.
Magellan 27
Carmignac Emergents 23 CS Fundlab
Vontobel Emerging Markets 21 CS Fundlab
Asien
inkl. Japan
DWS Top Asien 50 24 CS Fundlab
exkl. Japan
Axa Rosenberg Pacific ex Japan 27
Vontobel Far East Equity 24 Postfinance
einzelne Länder
AXA Rosenberg Japan SC 23 CS Fundlab
Swisscanto EF SC Japan 22 CS Fundlab
HSBC Indian US-$ 21 CS Fundlab
HSBC Chinese US-$ 16 CS Fundlab
Lateinamerika
MLIIF Latin America US-$ 22 CS Fundlab
Templeton Latin America 21
Energie
Fortis Energy Europe 18
Invesco Energy 18 CS Fundlab
MLIIF World Energy 18 CS Fundlab
Biotech
Pictet Biotech USD 23 Postfinance ***
Gold
MLIIF World Gold US-$ 23 CS Fundlab
Ökologie
Activest EcoTech 17 CS Fundlab
Rohstoffe
MLIIF World Mining US-$ 24 CS Fundlab
Weitere Fonds zur Abrundung der Anlagestrategie, mit Zukunftspotenzial
Schweiz
DWS ZI Aktien CS Fundlab
Vontobel Swixx SC Postfinance ***
UBS 100 Postfinance ***
Gold
ZKB ETF SWX direkt
Ökologie
Swisscanto Green Invest Postfinance ***
Pictet Water Postfinance ***
Emerging M.
Swisscanto EM Postfinance ***
Länder
Clariden Russland CS Fundlab
Ishares Lateinamerika SWX direkt
Ishares Xinua - China SWX direkt
* Errechnet aus Ratings der Agenturen Morningstar, S&P, Feri, Lipper, Sauren
mögliches Maximum sind 31 Punkte
** Alle Fonds sind auch bei Hausbanken oder Fondsgesellschaften erhältlich
*** Alle von Postfinance angebotenen Fonds als Fondssparpläne erhältlich
Quelle: Grunddaten Das Investment 1/07, eigene Berechnungen
Zur Beachtung: Auflistung vergangenheitsbezogen, ohne Garantie
für künftige Entwicklung - keine Kaufempfehlung
21.1.07
(Umwelt) Südostasien will mehr erneuerbare Energien
Eine der wichtigsten Meldungen der Woche hat in europäischen Zeitungen kaum eine Rolle gespielt: Südostasien will auf Erneuerbare Energien setzen. Die zehn ASEAN- Staaten (1) plus in China, Indien, Südkorea, Australien und Neuseeland haben beschlossen, ihren Öldurst zu drosseln und künftig stärker auf erneuerbare Energien zu setzen.
Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs - sie sind die politischen Repräsentanten der Hälfte der Menschheit. Einen ähnlichen Beschluss unter dem Motto: "Erneuerbare Energien statt Erdöl" hat es in der Weltpolitik noch nie gegeben. Der Beschluss wurde Anfang dieser Woche beim Südasien-Gipfeltreffen auf der philippinischen Insel Cebu gefasst und unterschrieben.
Japan stellte zwei Milliarden Dollar für Energiesparprogramme bereit. "Energiesparen ist der Schlüssel", sagte ein japanisches Delegationsmitglied. "Wir haben unseren Energieverbrauch in den vergangenen 30 Jahren um 30 Prozen gesenkt." China habe großes Interesse an einer Zusammenarbeit im Energiebereich, und werde aktiv zur Stabilität der Energiemärkte beitragen.
Die zehn Mitgliedstaaten des ASEAN -Verbundes sowie Japan, China Indien, Südkorea, Australien und Neuseeland wollen vor allem erneuerbare Energien fördern, sowie die Verwendung von Biobrennstoffen und Wasser- und Atomkraft. Für Biobrennstoffe sollen Qualitätsstandards für den Einsatz in Motoren erarbeitet werden. Die 16 Unterzeichner kündigten Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgase an, ohne feste Emissionsgrenzen festzulegen.
(1) Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.
Quelle: www.sonnenseite.com
Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs - sie sind die politischen Repräsentanten der Hälfte der Menschheit. Einen ähnlichen Beschluss unter dem Motto: "Erneuerbare Energien statt Erdöl" hat es in der Weltpolitik noch nie gegeben. Der Beschluss wurde Anfang dieser Woche beim Südasien-Gipfeltreffen auf der philippinischen Insel Cebu gefasst und unterschrieben.
Japan stellte zwei Milliarden Dollar für Energiesparprogramme bereit. "Energiesparen ist der Schlüssel", sagte ein japanisches Delegationsmitglied. "Wir haben unseren Energieverbrauch in den vergangenen 30 Jahren um 30 Prozen gesenkt." China habe großes Interesse an einer Zusammenarbeit im Energiebereich, und werde aktiv zur Stabilität der Energiemärkte beitragen.
Die zehn Mitgliedstaaten des ASEAN -Verbundes sowie Japan, China Indien, Südkorea, Australien und Neuseeland wollen vor allem erneuerbare Energien fördern, sowie die Verwendung von Biobrennstoffen und Wasser- und Atomkraft. Für Biobrennstoffe sollen Qualitätsstandards für den Einsatz in Motoren erarbeitet werden. Die 16 Unterzeichner kündigten Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgase an, ohne feste Emissionsgrenzen festzulegen.
(1) Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.
Quelle: www.sonnenseite.com
18.1.07
(Finanzen) Öko-Aktienfonds GreenEffects überdurchschnittlich gut
Der deutsche Fonds ist in der Schweiz nicht zugelassen, darf also nicht vertrieben werden. Auf Nachfrage kann er über eine Bank aber durchaus geordert werden und das wäre in diesem Fall eine Überlegung wert. Der zugrunde liegende Natur-Aktien-Index (NAI) und der Aktienfonds GreenEffects sind beide nicht nur außerordentlich erfolgreich, sondern auch glaubwürdig und empfehlenswert. Sie gelten, so die Tester, "als die konsequenteste Umsetzung der Idee, Geld nach ethisch-ökologischen Kriterien anzulegen".
Zu diesem Urteil kommt die neueste Ausgabe der Monatszeitschrift FINANZTEST (herausgegeben von der Stiftung Warentest, Januar 2007). Unter der Überschrift "Die Guten" heißt es, dass der NAI auf Euro-Basis in zehn Jahren um 300 Prozent zugelegt hat. Der von SECURVITA betreute Index habe Pionierarbeit auf dem Gebiet der grünen Geldanlagen geleistet. "Der NAI sucht nicht nur nach Unternehmen, die eine Vorreiterrolle spielen, sondern übernahm selbst eine".
FINANZTEST prüfte im Detail nach, wie sich jeder einzelne Aktienwert im Index NAI und im Fonds GreenEffects (der ausschließlich in die NAI-Werte investiert) entwickelt hat. Ergebnis: Nur fünf Werte haben sich etwas verschlechtert, fünf weitere sind neu und alle anderen 20 sind im Wert gestiegen. Einige davon um 30 Prozent pro Jahr seitdem sie ins Portfolio aufgenommen worden sind. Einer (Solarworld) sogar um 250 Prozent pro Jahr!
Die zusammenfassende Empfehlung der Stiftung Warentest für ökologisch interessierte Geldanleger: "Achten Sie beim Kauf von Aktien nicht nur auf ethisch-ökologische Kriterien, sondern auch auf die Finanzkennzahlen wie zum Beispiel Gewinn oder Verschuldung. Risikostreuung: Sie sollten nicht alles auf eine Karte setzen. Kaufen Sie entweder Einzeltitel verschiedener Branchen oder .... Der Fonds GreenEffects schneidet in unserem Fondsdauertest überdurchschnittlich ab."
Zu diesem Urteil kommt die neueste Ausgabe der Monatszeitschrift FINANZTEST (herausgegeben von der Stiftung Warentest, Januar 2007). Unter der Überschrift "Die Guten" heißt es, dass der NAI auf Euro-Basis in zehn Jahren um 300 Prozent zugelegt hat. Der von SECURVITA betreute Index habe Pionierarbeit auf dem Gebiet der grünen Geldanlagen geleistet. "Der NAI sucht nicht nur nach Unternehmen, die eine Vorreiterrolle spielen, sondern übernahm selbst eine".
FINANZTEST prüfte im Detail nach, wie sich jeder einzelne Aktienwert im Index NAI und im Fonds GreenEffects (der ausschließlich in die NAI-Werte investiert) entwickelt hat. Ergebnis: Nur fünf Werte haben sich etwas verschlechtert, fünf weitere sind neu und alle anderen 20 sind im Wert gestiegen. Einige davon um 30 Prozent pro Jahr seitdem sie ins Portfolio aufgenommen worden sind. Einer (Solarworld) sogar um 250 Prozent pro Jahr!
Die zusammenfassende Empfehlung der Stiftung Warentest für ökologisch interessierte Geldanleger: "Achten Sie beim Kauf von Aktien nicht nur auf ethisch-ökologische Kriterien, sondern auch auf die Finanzkennzahlen wie zum Beispiel Gewinn oder Verschuldung. Risikostreuung: Sie sollten nicht alles auf eine Karte setzen. Kaufen Sie entweder Einzeltitel verschiedener Branchen oder .... Der Fonds GreenEffects schneidet in unserem Fondsdauertest überdurchschnittlich ab."
13.1.07
(Medien) Mehr Verharmlosung als Uebertreibung
Wer würde Aids-Epidemie oder Rinderwahnsinn als Medienhype abtun, als Angstmacherei ohne Basis? Ihnen sind Millionen von Lebewesen zum Opfer gefallen und gelöst sind die beiden in den letzten 20 Jahren schlagartig aufgetretenen Probleme auch nicht, trotz Wegen zur Verbesserung der Situation. Andere Gesellschaftsprobleme krankten Jahre und Jahrzehnte unter zu wenig und nicht zu viel Beachtung durch die Medien, etwa das Massaker auf unseren Strassen, dem auch heute noch allein in der Schweiz hunderte, europaweit zehntausende und auf der ganzen Welt jährlich Millionen von Menschen zum Opfer fallen. Und schliesslich die rund 18'000 Kinder, die täglich an Hunger sterben. Wird ihnen genügend Referenz in den Medien erwiesen? Wohl kaum.
Dass es seitens der Medien gelegentlich zu Übertreibungen kommt, wie etwa beim Waldsterben, ist unzweifelhaft und kann teils deren Bemühen um Aufmerksamkeit angelastet werden. Das liegt aber auch in der häufigen Unsicherheit über die künftige Entwicklung, die das Risiko falscher Prognosen gratis mitliefert. Wenn der Schweizer Think Tank «Avenir Suisse» eine Tagung zum Spiel mit der Angst abhält – wie diese Woche in Zürich unter Leitung von dessen Direktor Thomas Held – so ist die Absicht durchsichtig. Mit Verweis auf das Waldsterben soll auch die Klimadiskussion madig gemacht werden. Das bewies Held dann abends in der Fernsehdiskussion Arena, als er wiederholt anführte: «Nehmen wir einmal an, es gäbe wirklich eine vom Menschen gemachte Klimaproblematik.»
Die Schweizer Denkfabrik und der ehemalige Berufsrevoluzzer Held selbst fallen immer wieder durch eine unqualifizierte Angstmacherei auf, etwa mit dem demographischen Problem, wonach die Altersvorsorge der Schweiz durch die Überalterung kurz vor dem Kollaps stehe. Von einer drohenden Klimakatastrophe will sie aber nichts wissen und führt unter anderem Wissenschafter als Zeugen vor, die im Solde der Erdölindustrie stehen. Das ist ihr Recht, doch durchsichtig. Denn Problemlage und Entwicklung des Klimas werden früh genug zeigen: Die Medien betreiben in der Regel nicht zu viel Schlaumschlägerei, sondern weisen vielmehr oft zu wenig auf den Ernst der Lage hin – Beispiele siehe oben.
Dass es seitens der Medien gelegentlich zu Übertreibungen kommt, wie etwa beim Waldsterben, ist unzweifelhaft und kann teils deren Bemühen um Aufmerksamkeit angelastet werden. Das liegt aber auch in der häufigen Unsicherheit über die künftige Entwicklung, die das Risiko falscher Prognosen gratis mitliefert. Wenn der Schweizer Think Tank «Avenir Suisse» eine Tagung zum Spiel mit der Angst abhält – wie diese Woche in Zürich unter Leitung von dessen Direktor Thomas Held – so ist die Absicht durchsichtig. Mit Verweis auf das Waldsterben soll auch die Klimadiskussion madig gemacht werden. Das bewies Held dann abends in der Fernsehdiskussion Arena, als er wiederholt anführte: «Nehmen wir einmal an, es gäbe wirklich eine vom Menschen gemachte Klimaproblematik.»
Die Schweizer Denkfabrik und der ehemalige Berufsrevoluzzer Held selbst fallen immer wieder durch eine unqualifizierte Angstmacherei auf, etwa mit dem demographischen Problem, wonach die Altersvorsorge der Schweiz durch die Überalterung kurz vor dem Kollaps stehe. Von einer drohenden Klimakatastrophe will sie aber nichts wissen und führt unter anderem Wissenschafter als Zeugen vor, die im Solde der Erdölindustrie stehen. Das ist ihr Recht, doch durchsichtig. Denn Problemlage und Entwicklung des Klimas werden früh genug zeigen: Die Medien betreiben in der Regel nicht zu viel Schlaumschlägerei, sondern weisen vielmehr oft zu wenig auf den Ernst der Lage hin – Beispiele siehe oben.
4.1.07
(Umwelt) AKW-Abbau statt Ausbau
Sieben Atomkraftwerke wurden 2006 endgültig still gelegt. In Bulgarien die Blöcke 3 + 4 des Atomkraftwerks Kosloduj, in der Slowakei der Block 1 des AKW Bohunice und in Großbritannien je zwei Blöcke der alten AKWs Dungeness A1 + A2 südöstlich von London und Sizewell A1 + A2 in Ostengland. Damit sinkt die Zahl der weltweit betriebenen AKWs von 442 auf 435.
Seit rund zwei Jahren werden die Medien mit propagandistischen Meldungen der eigentlich geschrumpften Atombranche überschwemmt, wie viele Kernkraftwerke wieder weltweit gebaut würden. Man macht aus jeder Absichtserklärung eine große Meldung. Auch werden sowohl Bauvorbereitungen wie auch Baubeginn extra gemeldet. Später wird dann erst der Beginn des Probebetriebes und dann noch mal der Beginn des Netzbetriebs separat gemeldet. So versucht die Atombranche den Eindruck zu erwecken, überall würden neue Kernkraftwerke gebaut. Nur die dummen und technikfeindlichen Deutschen stünden wie die Österreicher abseits. Zugleich wird die Stilllegung von Kernkraftwerken verschwiegen oder vernebelt.
Da haben es zeitweise die Fakten schwer, ins öffentliche Bewusstsein zu kommen. Auch wenn gerade in Indien und China einige neue AKWs gebaut werden, war in den letzten vierzig Jahren fast nie die Zahl der in Bau befindlichen AKWs so niedrig wie im Jahr 2006. Ärgerlich ist es auch, dass unterzugehen droht, dass Ende 2006 sieben Atomreaktoren in Europa endgültig still gelegt wurden. Einige werden als so gefährlich eingestuft, dassdie Europäische Gemeinschaft ihre Stilllegung verlangt hat und viele Steuergelder dafür ausgibt. Quelle: www.sonnenseite.com
Seit rund zwei Jahren werden die Medien mit propagandistischen Meldungen der eigentlich geschrumpften Atombranche überschwemmt, wie viele Kernkraftwerke wieder weltweit gebaut würden. Man macht aus jeder Absichtserklärung eine große Meldung. Auch werden sowohl Bauvorbereitungen wie auch Baubeginn extra gemeldet. Später wird dann erst der Beginn des Probebetriebes und dann noch mal der Beginn des Netzbetriebs separat gemeldet. So versucht die Atombranche den Eindruck zu erwecken, überall würden neue Kernkraftwerke gebaut. Nur die dummen und technikfeindlichen Deutschen stünden wie die Österreicher abseits. Zugleich wird die Stilllegung von Kernkraftwerken verschwiegen oder vernebelt.
Da haben es zeitweise die Fakten schwer, ins öffentliche Bewusstsein zu kommen. Auch wenn gerade in Indien und China einige neue AKWs gebaut werden, war in den letzten vierzig Jahren fast nie die Zahl der in Bau befindlichen AKWs so niedrig wie im Jahr 2006. Ärgerlich ist es auch, dass unterzugehen droht, dass Ende 2006 sieben Atomreaktoren in Europa endgültig still gelegt wurden. Einige werden als so gefährlich eingestuft, dassdie Europäische Gemeinschaft ihre Stilllegung verlangt hat und viele Steuergelder dafür ausgibt. Quelle: www.sonnenseite.com
1.1.07
(Umwelt) Rekord beim Neubau von Windenergieanlagen
2006 wurden nach ersten Schätzungen des Bundesverbands WindEnergie (BWE) weltweit Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 15.000 Megawatt (MW) neu aufgebaut. Dies entspricht der Kapazität von etwa fünfzehn Großkraftwerken (auch AKW’s) und ist ein neuer Rekord. 2005 waren es noch Windkraftanlagen mit einer Leistung von 11.800 MW, die neu gebaut wurden.
Spitzenreiter sind abermals die USA mit einem geschätzten Zubau von 2.700 MW. Für die Jahre 2007 und 2008 wird nochmals von deutlichen Steigerungen ausgegangen, nachdem der US-Kongress diesen Monat die bundesstaatliche Förderung – den so genannten Production Tax Credit (PTC) – bis Ende 2008 verlängert hat. Insgesamt steigt damit die weltweit installierte Kapazität auf nahezu 75.000 MW. Die Anlagen können rund 180 Mrd. Kilowattstunden (kWh) produzieren, das entspricht mehr als einem Prozent des globalen Strombedarfs. In den letzten fünf Jahren betrug die durchschnittliche Wachstumsrate der installierten Kapazität 25 Prozent. Das entspricht einer Verdoppelung alle drei Jahre.
Auch die Schwellenländer setzen sich immer ehrgeizigere Ziele für den Ausbau der Windkraft. China will bis 2020 mindestens 30.000 MW Windkraftkapazität installieren. Indien ist seit Jahren der drittgrößte Windmarkt der Welt. Bis 2020 kann die Windkraftkapazität weltweit auf 1.250.000 MW steigen und mit rund 3.000 Mrd. kWh rund zwölf Prozent des bis dahin prognostizierten Strombedarfs decken. Damit würde Windenergie mehr zum globalen Strombedarf beitragen als die Wasserkraft oder die Kernenergie (heute rund vier Prozent durch AKW’s). Quelle: Deutscher Bundesverband WindEnergie 2006
Spitzenreiter sind abermals die USA mit einem geschätzten Zubau von 2.700 MW. Für die Jahre 2007 und 2008 wird nochmals von deutlichen Steigerungen ausgegangen, nachdem der US-Kongress diesen Monat die bundesstaatliche Förderung – den so genannten Production Tax Credit (PTC) – bis Ende 2008 verlängert hat. Insgesamt steigt damit die weltweit installierte Kapazität auf nahezu 75.000 MW. Die Anlagen können rund 180 Mrd. Kilowattstunden (kWh) produzieren, das entspricht mehr als einem Prozent des globalen Strombedarfs. In den letzten fünf Jahren betrug die durchschnittliche Wachstumsrate der installierten Kapazität 25 Prozent. Das entspricht einer Verdoppelung alle drei Jahre.
Auch die Schwellenländer setzen sich immer ehrgeizigere Ziele für den Ausbau der Windkraft. China will bis 2020 mindestens 30.000 MW Windkraftkapazität installieren. Indien ist seit Jahren der drittgrößte Windmarkt der Welt. Bis 2020 kann die Windkraftkapazität weltweit auf 1.250.000 MW steigen und mit rund 3.000 Mrd. kWh rund zwölf Prozent des bis dahin prognostizierten Strombedarfs decken. Damit würde Windenergie mehr zum globalen Strombedarf beitragen als die Wasserkraft oder die Kernenergie (heute rund vier Prozent durch AKW’s). Quelle: Deutscher Bundesverband WindEnergie 2006
24.12.06
(Finanzen) Nachhaltige Investments hatten erneut die Nase vorn
Es tönt wie eine Weihnachtsgeschichte, ist unterdessen aber anerkannte Realität: Das Investment in nachhaltige Anlageformen boomt mengenmässig und ist auch renditemässig sehr erfolgreich. Wie schon in den Jahren 2004 und 2005 gehörten insbesondere Geldanlagen in erneuerbaren Energien zu den erfolgreichsten überhaupt – zudem bestätigte sich durch neue Untersuchungen: Nachhaltige Investments bergen nicht etwa erhöhte Risiken, vielmehr erzielen sie bei einem geringerem Risiko mindestens ebenso gute Renditen wie der Mix der herkömmlichen Anlagen. Offenbar schlagen unterdessen ökologischer Hasardismus und unsoziales Verhalten im rein wirtschaftlichen Ergebnis von Unternehmen durch. Mit der Folge, dass umgekehrt sozial verantwortliches wirtschaftliches Tun an den Finanzmärkten belohnt wird.
Ein Blick auf konkrete Zahlen belegt das eindrücklich. Dem soeben erschienen Börsenbrief Öko Invest lässt sich entnehmen: Der nx25-Index, auch als Naturaktienindex bezeichnet, legte aufs ganze Jahr gerechnet um mehr als ein Drittel zu – und liess damit den gängigen Vergleichsindex MSCI World alt aussehen, kam dieser doch gerade mal auf eine halb so hohe Rendite (nur rund 18 Prozent). Interessant auch der Vergleich zwischen dem spezialisierten Photon Photovoltaik Aktien Index und dem Ölaktienindex. Sie liegen praktisch gleich auf, nachdem in den vergangenen Jahren der Sonnenenergiebereich triumpfiert hatte. Mit anderen Worten: Der Höhenflug hielt an und mit Investments in Solarfirmen liess und lässt sich gutes Geld verdienen.
Allerdings sei vor Euphorie gewarnt. Anstelle von Einzelinvestments, seien sie noch so überzeugend, sollten immer Fonds- oder Zeritifikatelösungen bevorzugt werden. Zu letzteren hat die Schweizer Vermögensverwaltung Dr. Höller neue Zertifikate an der Stuttgarter Börse aufgelegt, die die vier Bereiche Klimaschutz, erneuerbare Energien, sauberes Wasser und neue Materialien abdecken. Auf einschlägige Fonds wurde in diesem Blog schon mehrfach hingewiesen, eine neue Marktübersicht folgt in einem der nächsten Beiträge.
Ein Blick auf konkrete Zahlen belegt das eindrücklich. Dem soeben erschienen Börsenbrief Öko Invest lässt sich entnehmen: Der nx25-Index, auch als Naturaktienindex bezeichnet, legte aufs ganze Jahr gerechnet um mehr als ein Drittel zu – und liess damit den gängigen Vergleichsindex MSCI World alt aussehen, kam dieser doch gerade mal auf eine halb so hohe Rendite (nur rund 18 Prozent). Interessant auch der Vergleich zwischen dem spezialisierten Photon Photovoltaik Aktien Index und dem Ölaktienindex. Sie liegen praktisch gleich auf, nachdem in den vergangenen Jahren der Sonnenenergiebereich triumpfiert hatte. Mit anderen Worten: Der Höhenflug hielt an und mit Investments in Solarfirmen liess und lässt sich gutes Geld verdienen.
Allerdings sei vor Euphorie gewarnt. Anstelle von Einzelinvestments, seien sie noch so überzeugend, sollten immer Fonds- oder Zeritifikatelösungen bevorzugt werden. Zu letzteren hat die Schweizer Vermögensverwaltung Dr. Höller neue Zertifikate an der Stuttgarter Börse aufgelegt, die die vier Bereiche Klimaschutz, erneuerbare Energien, sauberes Wasser und neue Materialien abdecken. Auf einschlägige Fonds wurde in diesem Blog schon mehrfach hingewiesen, eine neue Marktübersicht folgt in einem der nächsten Beiträge.
19.12.06
(Medien) Dammbruch im CH-Mediensektor
Mit der Axel Springer AG übernimmt erstmals ein ausländischer Konzern einen bedeutenden Player der Schweizer Zeitungs- und Zeitschriftenbranche. Die deutsche Verlagsgruppe ist zwar bereits Eignerin des Verlags Handelszeitung, war mit dem Fachverlag nur in einer Nische präsent. Nun zahlt Springer gegen 140 Millionen Franken an die bisherigen Eigner der Jean Frey AG und dokumentiert damit, was der Eintritt in die Szene wert ist.
Denn es wechselt viel Geld die Hand – für die bisherigen Mehrheitseigner ein Weihnachtsgeschäft. Hatten sie doch vor mehreren Jahren nach nie widerlegten Branchengerüchten 80 Millionen aufgeworfen, um den Verlag – damals auch noch Mutterhaus der Weltwoche – zu übernehmen. Womit sich die investierte Summe in kurzer Zeit fast verdoppelt hat. Für eine Branche mit derart grossen Problemen – siehe Inseraterückgang – eine stolze Summe! Und für den Tessiner Financier Tito Tettamanti wieder einmal ein richtig lohnendes Geschäft.
Stolz kann auch der Eigner der Weltwoche, Roger Köppel sein, Chefredaktor und nunmehr Alleinbesitzer des renommierten und auch in Deutschland anerkannten Wochenblatts. Fragt sich nur, wo er die Mittel für den Kauf der restlichen 40 Prozent der Anteile her hat. Beteuerte er doch, schon für die ersten Anteile quasi sein ganzes Vermögen geplündert zu haben. Jetzt dürfte noch das letzte Hemd drauf gegangen sein.
Springer reibt sich derweil die Hände, weil nun der Eintritt in die CH-Medienlandschaft vollzogen ist und über kurz oder lang auch eines der ganz grossen CH-Medienhäuser (Tamedia, Ringier, ev. auch Berner Zeitungsgruppe) Ziel von Übernahmegelüsten werden kann. Die politische Rechte im Land hat derweil einen Pyrrhussieg errungen. Vor Jahren verhinderte sie den Übergang der Jean Frey AG an Ringier, hat damit aber schliesslich den Weg des einst stolzen vierten Zürcher Verlagshauses (neben TA, NZZ, Ringier) in ausländische Hände geebnet.
Denn es wechselt viel Geld die Hand – für die bisherigen Mehrheitseigner ein Weihnachtsgeschäft. Hatten sie doch vor mehreren Jahren nach nie widerlegten Branchengerüchten 80 Millionen aufgeworfen, um den Verlag – damals auch noch Mutterhaus der Weltwoche – zu übernehmen. Womit sich die investierte Summe in kurzer Zeit fast verdoppelt hat. Für eine Branche mit derart grossen Problemen – siehe Inseraterückgang – eine stolze Summe! Und für den Tessiner Financier Tito Tettamanti wieder einmal ein richtig lohnendes Geschäft.
Stolz kann auch der Eigner der Weltwoche, Roger Köppel sein, Chefredaktor und nunmehr Alleinbesitzer des renommierten und auch in Deutschland anerkannten Wochenblatts. Fragt sich nur, wo er die Mittel für den Kauf der restlichen 40 Prozent der Anteile her hat. Beteuerte er doch, schon für die ersten Anteile quasi sein ganzes Vermögen geplündert zu haben. Jetzt dürfte noch das letzte Hemd drauf gegangen sein.
Springer reibt sich derweil die Hände, weil nun der Eintritt in die CH-Medienlandschaft vollzogen ist und über kurz oder lang auch eines der ganz grossen CH-Medienhäuser (Tamedia, Ringier, ev. auch Berner Zeitungsgruppe) Ziel von Übernahmegelüsten werden kann. Die politische Rechte im Land hat derweil einen Pyrrhussieg errungen. Vor Jahren verhinderte sie den Übergang der Jean Frey AG an Ringier, hat damit aber schliesslich den Weg des einst stolzen vierten Zürcher Verlagshauses (neben TA, NZZ, Ringier) in ausländische Hände geebnet.
18.12.06
(Finanzen) Verlagerte Gewichte an den Börsen
China vor Indonesien, Russland und der Schweiz. So lautet etwa nicht der Medaillenspiegel der nächsten Sommerolympiade in Peking. Vielmehr ist das die Performancehitliste des ablaufenden Börsenjahres, gemessen an der Entwicklung der massgeblichen Indizes.
Dass die Schweiz weit vorne auftaucht, hat sie ihren Klein- und Mittelbetrieben zu verdanken, die offenbar zunehmend sowohl von hiesigen KleinanlegerInnen und Pensionskassen wie auch von der ausländischen Investorenschaft entdeckt werden. Was auch als Vertrauensbeweis in die Vitalität einer schon totgeglaubten Volkswirtschaft verstanden werden kann. Sind doch die kleineren CH-Betriebe von ihrer Produktionsbasis viel stärker auf die Schweiz ausgerichtet als die grösseren wie etwa Nestlé und ABB, die ihre Schwerpunkte längst im Ausland haben. Mit anderen Worten, die hiesige Volkswirtschaft ist wettbewerbsfähiger denn je, wovon die verbesserten Wachstumszahlen und –aussichten ebenso Zeugnis ablegen.
Daneben oder vor allem sind es die aufstrebenden Volkswirtschaften, die im laufenden Jahr ungestüm auf die Weltwirtschaftsbühne drängten – mit entsprechendem Niederschlag an der Börse. Dabei hat China alle überrascht, glaubten einschlägige Kreise bislang doch, dass die starke Stellung des Staates an dessen Börsenwesen dämpfend wirke. Aber weit gefehlt, die chinesische Börse verdoppelte sich glatt im ablaufenden Jahr und schlug damit ein rohstoffreiches Land wie Russland um Längen – wenn sich auch dessen Performance zum wiederholten Male sehen lassen kann. Das Wiedererstarken Indonesiens ist hingegen Resultat eines umso dramatischeren Einbruchs im Laufe der Asienkrise zu Beginn des Jahrzehnts.
Fazit: Die volkswirtschaftlichen Daten legen nahe, weiterhin den Börsen der Schwellenländer das grösste Wachstumspotenzial zuzusprechen, kurzfristige Einbrüche nie ausgeschlossen – und wer mag schon die grossen, ebenso möglichen politischen Krisen vorauszusehen? Ohne solche dürfte es aber vor allem in den sogenannten BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China) munter weiter boomen, auch an den Börsen. Interssant auch, dass in einer mehr branchenmässig orientierten Sicht in 2006 Technologiewerte sich wieder kräftig erholt haben und der ganze Nachhaltigkeitsbereich erneut, wie schon in den beiden letzten Jahren glänzte. Doch dazu mehr in einem nächsten Blick auf das abgelaufenen Börsenjahr.
Dass die Schweiz weit vorne auftaucht, hat sie ihren Klein- und Mittelbetrieben zu verdanken, die offenbar zunehmend sowohl von hiesigen KleinanlegerInnen und Pensionskassen wie auch von der ausländischen Investorenschaft entdeckt werden. Was auch als Vertrauensbeweis in die Vitalität einer schon totgeglaubten Volkswirtschaft verstanden werden kann. Sind doch die kleineren CH-Betriebe von ihrer Produktionsbasis viel stärker auf die Schweiz ausgerichtet als die grösseren wie etwa Nestlé und ABB, die ihre Schwerpunkte längst im Ausland haben. Mit anderen Worten, die hiesige Volkswirtschaft ist wettbewerbsfähiger denn je, wovon die verbesserten Wachstumszahlen und –aussichten ebenso Zeugnis ablegen.
Daneben oder vor allem sind es die aufstrebenden Volkswirtschaften, die im laufenden Jahr ungestüm auf die Weltwirtschaftsbühne drängten – mit entsprechendem Niederschlag an der Börse. Dabei hat China alle überrascht, glaubten einschlägige Kreise bislang doch, dass die starke Stellung des Staates an dessen Börsenwesen dämpfend wirke. Aber weit gefehlt, die chinesische Börse verdoppelte sich glatt im ablaufenden Jahr und schlug damit ein rohstoffreiches Land wie Russland um Längen – wenn sich auch dessen Performance zum wiederholten Male sehen lassen kann. Das Wiedererstarken Indonesiens ist hingegen Resultat eines umso dramatischeren Einbruchs im Laufe der Asienkrise zu Beginn des Jahrzehnts.
Fazit: Die volkswirtschaftlichen Daten legen nahe, weiterhin den Börsen der Schwellenländer das grösste Wachstumspotenzial zuzusprechen, kurzfristige Einbrüche nie ausgeschlossen – und wer mag schon die grossen, ebenso möglichen politischen Krisen vorauszusehen? Ohne solche dürfte es aber vor allem in den sogenannten BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China) munter weiter boomen, auch an den Börsen. Interssant auch, dass in einer mehr branchenmässig orientierten Sicht in 2006 Technologiewerte sich wieder kräftig erholt haben und der ganze Nachhaltigkeitsbereich erneut, wie schon in den beiden letzten Jahren glänzte. Doch dazu mehr in einem nächsten Blick auf das abgelaufenen Börsenjahr.
15.12.06
(Umwelt) Sarasin-Studie prognostiziert langfristiges Solarwachstum
In der soeben veröffentlichten Nachhaltigkeitstudie Solarenergie 2006 erwartet das renommierte Schweizer Bankhaus Bank Sarasin & Cie AG eine konstante Fortsetzung des Wachstumspfads am Solarstrommarkt bis 2010 mit einer Durchschnittsrate von 26 Prozent. Für die zweite Dekade rechnet die Studie immerhin noch mit jährlichen Zuwächsen bei der neuinstallierten Leistung von 21 Prozent. 2020 werde die internationale Marktgröße dann etwa 31 Gigawatt peak (GWp) betragen. Ferner gehen die Autoren in Ihrer Langfristprognose von deutlichen Kostensenkungen aus, die durch Fortschritte in der Fertigungstechnik und die Marktreife neuer Technologien und Prozesse erzielt würden.
Einen rasanten Marktaufstieg werden der Studie zu Folge in dem kommenden Jahren europäische Länder wie Spanien, Portugal und Italien erleben. Die südeuropäischen Nachbarn haben in den letzten Jahren allesamt das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Vorbild ihrer Markterschließungsstrategien gewählt. Daneben werden neue Märkte in Asien, China, Indien, Südkorea, Taiwan und Thailand, an Bedeutung gewinnen.
Die vollständige Studie „Solarenergie 2006 — Licht- und Schattenseiten einer boomenden Industrie“ ist in deutscher und englischer Sprache gegen eine Schutzgebühr von CHF 50 erhältlich bei:
Bank Sarasin & Cie AG
Gabriela Pace, Elisabethenstrasse 62, Postfach, 4002 Basel
Tel. +41/61/277 73 31 Fax. +41/61/277 76 88
E-mail: gabriela.pace@sarasin.ch
Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.
Einen rasanten Marktaufstieg werden der Studie zu Folge in dem kommenden Jahren europäische Länder wie Spanien, Portugal und Italien erleben. Die südeuropäischen Nachbarn haben in den letzten Jahren allesamt das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Vorbild ihrer Markterschließungsstrategien gewählt. Daneben werden neue Märkte in Asien, China, Indien, Südkorea, Taiwan und Thailand, an Bedeutung gewinnen.
Die vollständige Studie „Solarenergie 2006 — Licht- und Schattenseiten einer boomenden Industrie“ ist in deutscher und englischer Sprache gegen eine Schutzgebühr von CHF 50 erhältlich bei:
Bank Sarasin & Cie AG
Gabriela Pace, Elisabethenstrasse 62, Postfach, 4002 Basel
Tel. +41/61/277 73 31 Fax. +41/61/277 76 88
E-mail: gabriela.pace@sarasin.ch
Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.
10.12.06
(Umwelt) Solarstrom wird auch in Frankreich preiswert
"Anfang der neunziger Jahre lag der Preis für Solarstrom 10 mal höher als die bei der EDF eingekauften Kilowattstunde. Fünfzehn Jahre später haben sich die Kosten halbiert oder gedrittelt." Das "Institut national de l'énergie solaire (INES)" wurde diesen Sommer im Savoie-Technolac Park feierlich eröffnet. In diesem Institut haben sich Teams von dem CEA, dem CNRS, dem "Centre scientifique et technique du bâtiment (CSTB)" und der Savoie-Universität zusammengeschlossen. Aus den Prognosen des INES geht hervor, dass es sich nicht um eine lauter Utopie handelt.
In Frankreich, je nach dem, ob man im Süden oder im Norden wohnt und, - ob man über eine jährliche durchschnittliche Sonneneinstrahlung von 1800 oder 900 Stunden verfügt -, kostet heute der Strom aus Solaranlagen, wenn man in Betracht zieht, dass eine Anlage in zwanzig Jahren amortisiert ist, zwischen 25 und 50 Ct pro kWh. Dieser Betrag ist mit dem Grundtarif von dem EDF von etwa 13 Ct, inkl. Steuern, zu vergleichen. Im Jahre 2010 sollte die Spanne sich zwischen 20 und 40 Ct bewegen. 2020 zwischen 10 und 20 Ct. Und, 2030 müssten die Kosten unter 10 Ct pro kWh sinken, egal, ob man in Lille oder in Marseille wohnt. "Wir können uns um 10 Jahre irren. Aber der Trend ist unvermeidbar", davon ist Philippe Malbranche überzeugt." Aber, mit 10 Ct pro kWh ist die Solarenergie wettbewerbsfähig im Vergleich zu allen anderen Energiequellen."
Der Weltmarkt der PV-Zellen zeigt ein unvorstellbares Wachstum von etwa 40% pro Jahr an. Ende der neunziger Jahre war Japan das erste Land, das die Weichen stellte. Seine gezielte Politik ist es, die Deckung der Hälfte seines eigenen Stromverbrauchs bis 2030 erreichen zu können. Derzeit verfügt "das Land der Morgensonne" über 40% der installierten Weltleistung. Ende 2005 entsprach dies einer Leistung von 3,7 Mio. kW. Deutschland folgte ihm und beschleunigt jetzt das Tempo, um nun dem japanischen Archipel bei der kumulierten Leistung zuvorzukommen.
"Wenn einerseits in Frankreich die Solarthermie die Hälfte des Warmwasserbedarfs decken kann, und auch gleichzeitig eine Heizungsunterstützung gewährleistet, könnte andererseits die Photovoltaik einen Anteil von 40% des nationalen Stromverbrauchs liefern", so Philippe Malbranche. "Und bis zu 60% in den Industrieländern, die über eine gute Sonneneinstrahlung verfügen und dünn besiedelte Gebiete ("habitat peu concentré") haben. Dies ermöglicht eine Vervielfältigung der Nutzflächen auf Dächern und Fassaden". Unter diesen Bedingungen hat die Solarenergie mit Sicherheit sonnige Tage vor sich. Quelle: Pierre le Hir, Le Monde
In Frankreich, je nach dem, ob man im Süden oder im Norden wohnt und, - ob man über eine jährliche durchschnittliche Sonneneinstrahlung von 1800 oder 900 Stunden verfügt -, kostet heute der Strom aus Solaranlagen, wenn man in Betracht zieht, dass eine Anlage in zwanzig Jahren amortisiert ist, zwischen 25 und 50 Ct pro kWh. Dieser Betrag ist mit dem Grundtarif von dem EDF von etwa 13 Ct, inkl. Steuern, zu vergleichen. Im Jahre 2010 sollte die Spanne sich zwischen 20 und 40 Ct bewegen. 2020 zwischen 10 und 20 Ct. Und, 2030 müssten die Kosten unter 10 Ct pro kWh sinken, egal, ob man in Lille oder in Marseille wohnt. "Wir können uns um 10 Jahre irren. Aber der Trend ist unvermeidbar", davon ist Philippe Malbranche überzeugt." Aber, mit 10 Ct pro kWh ist die Solarenergie wettbewerbsfähig im Vergleich zu allen anderen Energiequellen."
Der Weltmarkt der PV-Zellen zeigt ein unvorstellbares Wachstum von etwa 40% pro Jahr an. Ende der neunziger Jahre war Japan das erste Land, das die Weichen stellte. Seine gezielte Politik ist es, die Deckung der Hälfte seines eigenen Stromverbrauchs bis 2030 erreichen zu können. Derzeit verfügt "das Land der Morgensonne" über 40% der installierten Weltleistung. Ende 2005 entsprach dies einer Leistung von 3,7 Mio. kW. Deutschland folgte ihm und beschleunigt jetzt das Tempo, um nun dem japanischen Archipel bei der kumulierten Leistung zuvorzukommen.
"Wenn einerseits in Frankreich die Solarthermie die Hälfte des Warmwasserbedarfs decken kann, und auch gleichzeitig eine Heizungsunterstützung gewährleistet, könnte andererseits die Photovoltaik einen Anteil von 40% des nationalen Stromverbrauchs liefern", so Philippe Malbranche. "Und bis zu 60% in den Industrieländern, die über eine gute Sonneneinstrahlung verfügen und dünn besiedelte Gebiete ("habitat peu concentré") haben. Dies ermöglicht eine Vervielfältigung der Nutzflächen auf Dächern und Fassaden". Unter diesen Bedingungen hat die Solarenergie mit Sicherheit sonnige Tage vor sich. Quelle: Pierre le Hir, Le Monde
4.12.06
(Finanzen) Fondsauswahl als Glücksache
Wer es mit Investmentfonds zu etwas bringen will, der braucht vor allem eines: eine glückliche Hand, so die deutsche Wochenzeitung «Die Zeit» in ihrer neuesten Ausgabe. Damit sich die Anleger in dem Dschungel besser zurechtfinden, werden diverse Rankings und Ratings erstellt. Die Krux ist nur, dass diese Instrumente wenig nützen. Und teilweise führen sie sogar in die Irre.
Für den Münchner Fondsanalysten Thomas Vorwerk ist das keine Überraschung. »Ranglisten geben die falschen Signale«, sagt der Geschäftsführer der Finanzanalyse-Gesellschaft Südprojekt. Wer Fonds kaufe, die in solchen Tabellen ganz oben stehen, der laufe große Gefahr, direkt in die »Ranking-Falle« zu geraten. In einer neuen, bisher unveröffentlichten Langzeitstudie hat Südprojekt untersucht, inwieweit die zurückliegende Wertentwicklung von Investmentfonds Rückschlüsse auf die Zukunft zulässt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Fonds mit einer sehr guten Historie können ihren vorderen Rang meist nur zwei bis drei, bestenfalls fünf Jahre lang halten. Nach dieser Zeit schmilzt ihr Vorteil in aller Regel dahin; viele der herausragenden Fonds fallen dann sogar vollends aus der Spitzengruppe heraus.
Denn: Gute Fonds sind nur in bestimmten Börsenphasen gut. So gibt es ausgesprochene »Schönwetterfonds«, die sich in Zeiten steigender Kurse hervorragend entwickeln, in Zeiten fallender Kurse aber schnell einbrechen. Und genauso gibt es »Schlechtwetterfonds«, deren Manager mit schwachen Börsen besonders gut zurechtkommen. Ideal für die Anleger wären »Allwetterfonds«. Doch die sind ausgesprochen rar.
Einmal einen guten Fonds kaufen und sich dann bequem zurücklehnen? Diese Vorstellung erweist sich gemäss dem Zeitartikel mithin als schöner Traum. Vielmehr scheint die Geldanlage in Fonds nicht weniger beschwerlich zu sein als die Geldanlage in anderen Wertpapieren auch: Man muss sich für bestimmte Märkte entscheiden, für bestimmte Regionen, für eine bestimmte Wertpapiergattung und eventuell für bestimmte Währungen. Dann muss man auch noch den richtigen Fonds dafür finden. Und wenn sich die Märkte ändern, muss man sein Fondsdepot umschichten.
Was also tun? Die wichtigste Empfehlung lautet: Nicht das ganze Geld auf ein Pferd setzen, sondern ein Depot mit mehreren Fonds zusammenstellen. Ferner dürfe man die allermeisten Fonds nicht als Daueranlage begreifen, sondern solle sie auswechseln, wenn sich die Marktverhältnisse ändern. Und vor allem dürfe man nicht zögern, mitunter auch Gewinne mitzunehmen. Selbst eine gute Depotmischung und das gelegentliche Ersetzen von Fonds führen aber nicht automatisch zu Spitzenergebnissen. Die bittere Wahrheit lautet: Es ist schlicht unmöglich, im Vorhinein zu wissen, welche Fonds sich besonders gut entwickeln werden. Um sein Geld in wenigen Jahren zu verdoppeln, wird man auch in Zukunft zweierlei brauchen: Geschick und Glück. Quelle: www.zeit.de
Für den Münchner Fondsanalysten Thomas Vorwerk ist das keine Überraschung. »Ranglisten geben die falschen Signale«, sagt der Geschäftsführer der Finanzanalyse-Gesellschaft Südprojekt. Wer Fonds kaufe, die in solchen Tabellen ganz oben stehen, der laufe große Gefahr, direkt in die »Ranking-Falle« zu geraten. In einer neuen, bisher unveröffentlichten Langzeitstudie hat Südprojekt untersucht, inwieweit die zurückliegende Wertentwicklung von Investmentfonds Rückschlüsse auf die Zukunft zulässt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Fonds mit einer sehr guten Historie können ihren vorderen Rang meist nur zwei bis drei, bestenfalls fünf Jahre lang halten. Nach dieser Zeit schmilzt ihr Vorteil in aller Regel dahin; viele der herausragenden Fonds fallen dann sogar vollends aus der Spitzengruppe heraus.
Denn: Gute Fonds sind nur in bestimmten Börsenphasen gut. So gibt es ausgesprochene »Schönwetterfonds«, die sich in Zeiten steigender Kurse hervorragend entwickeln, in Zeiten fallender Kurse aber schnell einbrechen. Und genauso gibt es »Schlechtwetterfonds«, deren Manager mit schwachen Börsen besonders gut zurechtkommen. Ideal für die Anleger wären »Allwetterfonds«. Doch die sind ausgesprochen rar.
Einmal einen guten Fonds kaufen und sich dann bequem zurücklehnen? Diese Vorstellung erweist sich gemäss dem Zeitartikel mithin als schöner Traum. Vielmehr scheint die Geldanlage in Fonds nicht weniger beschwerlich zu sein als die Geldanlage in anderen Wertpapieren auch: Man muss sich für bestimmte Märkte entscheiden, für bestimmte Regionen, für eine bestimmte Wertpapiergattung und eventuell für bestimmte Währungen. Dann muss man auch noch den richtigen Fonds dafür finden. Und wenn sich die Märkte ändern, muss man sein Fondsdepot umschichten.
Was also tun? Die wichtigste Empfehlung lautet: Nicht das ganze Geld auf ein Pferd setzen, sondern ein Depot mit mehreren Fonds zusammenstellen. Ferner dürfe man die allermeisten Fonds nicht als Daueranlage begreifen, sondern solle sie auswechseln, wenn sich die Marktverhältnisse ändern. Und vor allem dürfe man nicht zögern, mitunter auch Gewinne mitzunehmen. Selbst eine gute Depotmischung und das gelegentliche Ersetzen von Fonds führen aber nicht automatisch zu Spitzenergebnissen. Die bittere Wahrheit lautet: Es ist schlicht unmöglich, im Vorhinein zu wissen, welche Fonds sich besonders gut entwickeln werden. Um sein Geld in wenigen Jahren zu verdoppeln, wird man auch in Zukunft zweierlei brauchen: Geschick und Glück. Quelle: www.zeit.de
2.12.06
(Finanzen) Fondsanlageberatung, aber richtig!
Sollen sich die reichen Säcke doch mit allerlei undurchsichtigen Finanzinstrumenten, den sogenannten Derivaten, eine blutige Nase holen. Für die breite Anlegerschaft immer noch das beste Anlageinstrument ist jenes der Fonds. Auch da gibt es bessere und schlechtere – und natürlich vor allem auch bessere und schlechtere Beratung.
Dass jene der Banken nicht das Gelbe vom Ei darstellt, belegte eine kürzliche Umfrage der NZZ am Sonntag (26.11.06). Um Anlagetipps für ein mittleres Kundenportefeuille von 200'000 CHF gebeten, machten die Bankberater zwei grundsätzliche Fehler. Sie zogen in der überwiegenden Zahl eigene Produkte zu Hilfe, von einer offenen Anlagestrategie mit den besten Fonds verschiedener Anbieter also keine Spur. Und sie griffen meist auf eine unüberschaubare Anzahl von Produkten zurück. Was für den oder die geneigte AnlegerIn zu Intransparenz bezüglich der verfolgten Strategie führt. Diese Strategie wohl aber auch wegen fehlender Schwerpunkte zur Erfolgslosigkeit verurteilt, die schliesslich auch von den Gebühren her nicht vorteilhaft sein dürfte.
Womit die sinnvollen Kriterien für eine erfolgreiche Fondsberatung in Erinnerung gerufen seien: Der in Aktienfonds zu investierende Betrag soll zuallererst der eigenen Vermögenssituation angepasst sein. Also nur jenes Geld betreffen, das in der kommenden Zeit nicht gebraucht wird und das gewisse Schwankungen verträgt. Sodann seien reine Aktienfonds beigezogen – für die ganz sichere Geldanlage etwa Taggelder empfohlen. Und dann sind Anlagebereiche zu kreieren wie: CH-Blue-Chips, CH-Nebenwerte, Europa-Blue-Chips und –nebenwerte, das Gleiche allenfalls für weltweite Anlagen und solche in Japan. Schliesslich Brancheninvestments in Rohstoffe, Biotech und je nach eigener Wertung mehr oder weniger in die grundsätzlich viel versprechenden nachhaltigen Investments allgemeiner Art oder die Erneuerbaren Energien (zu konkreten Fondstipps siehe Blog vom 09.07.06: Der ideale Mix. Alles klar? Weitere Beratung in der Finanz- und Medienwerkstatt, Angaben siehe Website.
Dass jene der Banken nicht das Gelbe vom Ei darstellt, belegte eine kürzliche Umfrage der NZZ am Sonntag (26.11.06). Um Anlagetipps für ein mittleres Kundenportefeuille von 200'000 CHF gebeten, machten die Bankberater zwei grundsätzliche Fehler. Sie zogen in der überwiegenden Zahl eigene Produkte zu Hilfe, von einer offenen Anlagestrategie mit den besten Fonds verschiedener Anbieter also keine Spur. Und sie griffen meist auf eine unüberschaubare Anzahl von Produkten zurück. Was für den oder die geneigte AnlegerIn zu Intransparenz bezüglich der verfolgten Strategie führt. Diese Strategie wohl aber auch wegen fehlender Schwerpunkte zur Erfolgslosigkeit verurteilt, die schliesslich auch von den Gebühren her nicht vorteilhaft sein dürfte.
Womit die sinnvollen Kriterien für eine erfolgreiche Fondsberatung in Erinnerung gerufen seien: Der in Aktienfonds zu investierende Betrag soll zuallererst der eigenen Vermögenssituation angepasst sein. Also nur jenes Geld betreffen, das in der kommenden Zeit nicht gebraucht wird und das gewisse Schwankungen verträgt. Sodann seien reine Aktienfonds beigezogen – für die ganz sichere Geldanlage etwa Taggelder empfohlen. Und dann sind Anlagebereiche zu kreieren wie: CH-Blue-Chips, CH-Nebenwerte, Europa-Blue-Chips und –nebenwerte, das Gleiche allenfalls für weltweite Anlagen und solche in Japan. Schliesslich Brancheninvestments in Rohstoffe, Biotech und je nach eigener Wertung mehr oder weniger in die grundsätzlich viel versprechenden nachhaltigen Investments allgemeiner Art oder die Erneuerbaren Energien (zu konkreten Fondstipps siehe Blog vom 09.07.06: Der ideale Mix. Alles klar? Weitere Beratung in der Finanz- und Medienwerkstatt, Angaben siehe Website.
27.11.06
(Umwelt) Spielwaren Made in China – Nein danke!
Der Tages-Anzeiger bringt an den Tag, wie desaströs es in der Spielwarenbranche teils zugeht. Die Zeitung bezieht sich dabei auf eine Untersuchung der entwicklungspolitischen Organisation Erklärung von Bern. Demnach verweigert der Spielzeughändler- und -hersteller Toys R Us jede Transparenz bezüglich der Bedingungen in den Produktionsstätten in China.
Dies belegt ein Rating, das die Erklärung von Bern am Dienstag publizieren wird. Toys R Us erzielt in der Schweiz mit vier Spielwarenläden schätzungsweise 40 Millionen Franken Umsatz. Der Weltverband der Spielwarenindustrie ICTI in London bestätigte dem TA, dass Toys R Us sich nicht einmal zum weit verbreiteten, weniger strengen Sozialstandard ICTI verpflichtet hat. Auch auf wiederholte Anfrage des TA wollte Toys R Us nicht Stellung nehmen. Der US-Konzern lässt Puppen der Eigenmarke You & Me in China herstellen. Vor dem Weihnachtsgeschäft sind dort 80 bis 90 Stunden Arbeitszeit keine Seltenheit. Gute Noten erhalten hingegen die Spielwaren, die die beiden hiesigen Grossverteiler Migros und Coop anbieten. Quelle: Tages-Anzeiger 27.11.06
Dies belegt ein Rating, das die Erklärung von Bern am Dienstag publizieren wird. Toys R Us erzielt in der Schweiz mit vier Spielwarenläden schätzungsweise 40 Millionen Franken Umsatz. Der Weltverband der Spielwarenindustrie ICTI in London bestätigte dem TA, dass Toys R Us sich nicht einmal zum weit verbreiteten, weniger strengen Sozialstandard ICTI verpflichtet hat. Auch auf wiederholte Anfrage des TA wollte Toys R Us nicht Stellung nehmen. Der US-Konzern lässt Puppen der Eigenmarke You & Me in China herstellen. Vor dem Weihnachtsgeschäft sind dort 80 bis 90 Stunden Arbeitszeit keine Seltenheit. Gute Noten erhalten hingegen die Spielwaren, die die beiden hiesigen Grossverteiler Migros und Coop anbieten. Quelle: Tages-Anzeiger 27.11.06
24.11.06
(Umwelt) „sun21“ schon vor dem Start ein Star
Das amerikanische Time Magazine nominiert das Solarboot „sun21“ des Vereins transatlantic21 in der Kategorie Mobilität als Kandidat für die „Beste Erfindung des Jahres 2006“. Die „sun21“ wurde zusammen mit sieben weiteren Transportmitteln für den Award vorgeschlagen. Der Solarkatamaran ist das einzige Wasserfahrzeug, das vom Time Magazine nominiert ist. Die Zeitschrift lobt in ihrer „Laudatio“, die auf der Website der Publikation erschien, dass die fünfköpfige Schweizer Crew der „sun21“ den Rekordversuch einer Atlantiküberquerung wage, um zu beweisen, dass uns Sonnenenergie 7000 Meilen weit transportieren kann „und um die Nachricht über die Wunder erneuerbarer Energien zu verbreiten“.
Neben der „sun21“ sind noch andere „umweltfreundliche“ Gefährte nominiert. So beispielsweise ein wasserstoffbetriebenes Auto, allerdings erst in Spielzeugausführung, oder auch ein batteriebetriebener Sportwagen. Das Time Magazine nominiert jährlich unter dem Titel „Best Invention of the Year“ Erfindungen in den acht Kategorien Mobilität, Wohnen, Essen und Kochen, Kleidung, Spiele, Medizin, Sicherheit und Verteidigung. Das Rennen um den begehrten Preis machte 2006 kein Transportmittel sondern eine Internetseite, wo jede und jeder selbst zum Regisseur werden kann: www.youtube.com .
Auf www.youtube.com können übrigens demnächst auch die Abenteuer der „sun21“-Crew in Form von kurzen Filmberichten mitverfolgt werden (wie auch auf www.transatlantic21.ch). Die „sun21“ sticht am 29. November bei Sevilla in See, um ihre Rekordfahrt zu beginnen. Quelle: transatlantic21 2006
Neben der „sun21“ sind noch andere „umweltfreundliche“ Gefährte nominiert. So beispielsweise ein wasserstoffbetriebenes Auto, allerdings erst in Spielzeugausführung, oder auch ein batteriebetriebener Sportwagen. Das Time Magazine nominiert jährlich unter dem Titel „Best Invention of the Year“ Erfindungen in den acht Kategorien Mobilität, Wohnen, Essen und Kochen, Kleidung, Spiele, Medizin, Sicherheit und Verteidigung. Das Rennen um den begehrten Preis machte 2006 kein Transportmittel sondern eine Internetseite, wo jede und jeder selbst zum Regisseur werden kann: www.youtube.com .
Auf www.youtube.com können übrigens demnächst auch die Abenteuer der „sun21“-Crew in Form von kurzen Filmberichten mitverfolgt werden (wie auch auf www.transatlantic21.ch). Die „sun21“ sticht am 29. November bei Sevilla in See, um ihre Rekordfahrt zu beginnen. Quelle: transatlantic21 2006
15.11.06
(Umwelt) Der Wald kommt zurück - in den reichen Ländern
Viele Wälder auf der Welt sind wieder größer und dichter als noch vor 15 Jahren. Zwar wird in armen Ländern noch immer viel gerodet. Doch ein Ende des Abholzens sei in Sicht, der Trend besser als angenommen, sagen die Autoren einer umfassenden internationalen Studie, auf die Spiegel Online hinweist.
Zwar werden in vielen armen Ländern weiter rücksichtslos Bäume gefällt oder mit Feuer gerodet - doch ab einer gewissen Wohlstandsschwelle geht es aufwärts. Während der vergangenen 15 Jahre nahm die Waldmenge in 22 von 50 untersuchten Ländern zu - am stärksten in den USA und China. Das sind nur zwei von mehreren überraschenden Ergebnissen einer Studie, die Pekka Kauppi und seine Kollegen in der US-Wissenschaftszeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht hat.
Die Wissenschaftler hatten sich für ihre Untersuchung mit Daten der Uno-Unterorganisation FAO (Food and Agricultural Organization) eingedeckt, insbesondere mit solchen über die vergangenen 15 Jahre in 50 Ländern mit traditionell großen Forstbeständen. Sie waren im Bericht zur Lage der weltweiten Waldbestände (Global Forest Resources Assessment Report) im vergangenen Jahr veröffentlicht worden. Nationale Daten haben die Auswertung ergänzt: Die Forscher haben nicht bloß die von Wald bedeckte Fläche eines Landes untersucht, sondern auch die Biomasse der Wälder, den darin gebundenen Kohlenstoff und die Baumdichte berechnet. 36 Prozent der untersuchten Länder weisen der Studie zufolge eine inzwischen größere Baumfläche auf, 44 Prozent eine größere Biomasse.
Die Experten verweisen auf Beobachtungen aus vielen europäischen Ländern wie Dänemark, Frankreich oder der Schweiz: Dort habe sich es im 19. Jahrhundert eine "Übergangsphase" gegeben, in der die Abholzung ein Ende genommen und sich ein stabiles Gleichgewicht aus Nutzung und Aufforstung eingestellt habe. Dies passe zur Beobachtung, dass aktuell keine Staaten oberhalb einer gewissen Wohlstandsschwelle noch an Waldmenge verlieren.
Allerdings bedroht die rasante Rodung noch immer die Wälder in vielen Ländern, beispielsweise Brasilien. Die umfangreichsten Rodungen gab es im Untersuchungszeitraum - zwischen 1990 und 2005 - in Indonesien, Nigeria und den Philippinen, wie die Studie belegt. Derzeit ist noch knapp ein Drittel der Landfläche der Erde mit Wald bedeckt. Die Bäume dieser Wälder speichern fast 300 Gigatonnen Kohlenstoff, 50 Prozent mehr als in Form von Kohlendioxid in der Atmosphäre stecken. Die Abholzung in der "Dritten Welt" hat daher gleich mehrere nachteilige Folgen: Sie verschärft den Treibhauseffekt, fördert Erosion und Wüstenbildung und bedroht die Artenvielfalt. Und noch schrumpfen die Wälder in etwa der Hälfte der untersuchten Länder weiter. Quellen: www.spiegel.de / stx/tos/AP/rtr
Zwar werden in vielen armen Ländern weiter rücksichtslos Bäume gefällt oder mit Feuer gerodet - doch ab einer gewissen Wohlstandsschwelle geht es aufwärts. Während der vergangenen 15 Jahre nahm die Waldmenge in 22 von 50 untersuchten Ländern zu - am stärksten in den USA und China. Das sind nur zwei von mehreren überraschenden Ergebnissen einer Studie, die Pekka Kauppi und seine Kollegen in der US-Wissenschaftszeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht hat.
Die Wissenschaftler hatten sich für ihre Untersuchung mit Daten der Uno-Unterorganisation FAO (Food and Agricultural Organization) eingedeckt, insbesondere mit solchen über die vergangenen 15 Jahre in 50 Ländern mit traditionell großen Forstbeständen. Sie waren im Bericht zur Lage der weltweiten Waldbestände (Global Forest Resources Assessment Report) im vergangenen Jahr veröffentlicht worden. Nationale Daten haben die Auswertung ergänzt: Die Forscher haben nicht bloß die von Wald bedeckte Fläche eines Landes untersucht, sondern auch die Biomasse der Wälder, den darin gebundenen Kohlenstoff und die Baumdichte berechnet. 36 Prozent der untersuchten Länder weisen der Studie zufolge eine inzwischen größere Baumfläche auf, 44 Prozent eine größere Biomasse.
Die Experten verweisen auf Beobachtungen aus vielen europäischen Ländern wie Dänemark, Frankreich oder der Schweiz: Dort habe sich es im 19. Jahrhundert eine "Übergangsphase" gegeben, in der die Abholzung ein Ende genommen und sich ein stabiles Gleichgewicht aus Nutzung und Aufforstung eingestellt habe. Dies passe zur Beobachtung, dass aktuell keine Staaten oberhalb einer gewissen Wohlstandsschwelle noch an Waldmenge verlieren.
Allerdings bedroht die rasante Rodung noch immer die Wälder in vielen Ländern, beispielsweise Brasilien. Die umfangreichsten Rodungen gab es im Untersuchungszeitraum - zwischen 1990 und 2005 - in Indonesien, Nigeria und den Philippinen, wie die Studie belegt. Derzeit ist noch knapp ein Drittel der Landfläche der Erde mit Wald bedeckt. Die Bäume dieser Wälder speichern fast 300 Gigatonnen Kohlenstoff, 50 Prozent mehr als in Form von Kohlendioxid in der Atmosphäre stecken. Die Abholzung in der "Dritten Welt" hat daher gleich mehrere nachteilige Folgen: Sie verschärft den Treibhauseffekt, fördert Erosion und Wüstenbildung und bedroht die Artenvielfalt. Und noch schrumpfen die Wälder in etwa der Hälfte der untersuchten Länder weiter. Quellen: www.spiegel.de / stx/tos/AP/rtr
12.11.06
(Medien) Betrüger im Netz hereingelegt
Fast jeder Internetbenutzer hat sich schon über die heuchlerischen Schreiben geärgert, in denen das Opfer einer afrikanischen Ungerechtigkeit oder Strafe den Adressaten bittet, beim Transfer von Millionenbeträgen auf ein sicheres Konto behilflich zu sein. Die Betrüger, die grösstenteils aus Nigeria stammen, appellieren an die heimliche Komplizenschaft ihrer Opfer und stellen als Belohnung für die erbetene zwielichtige Hilfeleistung einen Anteil am transferierten Betrag in Aussicht. Die meisten drücken beim Empfang solcher Schreiben die «Delete»-Taste. Michael Berry, ein 44-jähriger britischer Computerexperte, hatte vor ein paar Jahren eine bessere Idee, über die die NZZ am Sonntag in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet.
Als sich Berry wieder einmal über einen besonders dreisten Betrugsversuch ärgerte, antwortete er dem Absender und tischte ihm seinerseits eine haarsträubende Geschichte auf. Und siehe da: Der Betrüger fiel auf ihn herein und schickte ihm Kopien seines Passes und eines Bankauszugs, «natürlich nichts als schlechte Fälschungen», kichert Berry am Telefon. Er kam auf den Geschmack und verbringt seither bis zu fünf Stunden pro Tag damit, im Internet Köder auszulegen und Betrüger mit langen Briefwechseln hinzuhalten. Er mache dies aus Spass, sagt Berry, aber auch als Dienst an der Allgemeinheit.
Wenn die Betrüger nach dem ersten Kontakt jeweils auf angebliche unvorhergesehene Schwierigkeiten hinweisen und die Vorauszahlung stets steigender Gebühren für einen «An-walt» oder «Mittelsmann» anfordern, willigt Berry ein, gibt aber beispielsweise vor, das Geld persönlich überbringen zu wollen. Er schickt Kopien gefälschter Flugtickets und bringt seine «Partner» dazu, für ihn Hotelzimmer zu reservieren. Dann kommt ihm etwas dazwischen, und alles muss von vorne beginnen. Die besten Geschichten, mit denen er Betrüger ihre Zeit ver-schwenden liess, hat Berry kürzlich veröffentlicht. Und er organisiert über die Website www.419eater.com den Widerstand gegen Internet-Betrüger. Quelle: NZZ am Sonntag vom 12.11.2006
Als sich Berry wieder einmal über einen besonders dreisten Betrugsversuch ärgerte, antwortete er dem Absender und tischte ihm seinerseits eine haarsträubende Geschichte auf. Und siehe da: Der Betrüger fiel auf ihn herein und schickte ihm Kopien seines Passes und eines Bankauszugs, «natürlich nichts als schlechte Fälschungen», kichert Berry am Telefon. Er kam auf den Geschmack und verbringt seither bis zu fünf Stunden pro Tag damit, im Internet Köder auszulegen und Betrüger mit langen Briefwechseln hinzuhalten. Er mache dies aus Spass, sagt Berry, aber auch als Dienst an der Allgemeinheit.
Wenn die Betrüger nach dem ersten Kontakt jeweils auf angebliche unvorhergesehene Schwierigkeiten hinweisen und die Vorauszahlung stets steigender Gebühren für einen «An-walt» oder «Mittelsmann» anfordern, willigt Berry ein, gibt aber beispielsweise vor, das Geld persönlich überbringen zu wollen. Er schickt Kopien gefälschter Flugtickets und bringt seine «Partner» dazu, für ihn Hotelzimmer zu reservieren. Dann kommt ihm etwas dazwischen, und alles muss von vorne beginnen. Die besten Geschichten, mit denen er Betrüger ihre Zeit ver-schwenden liess, hat Berry kürzlich veröffentlicht. Und er organisiert über die Website www.419eater.com den Widerstand gegen Internet-Betrüger. Quelle: NZZ am Sonntag vom 12.11.2006
8.11.06
(Umwelt) Im Jahre 2020 überflügelt Windenergie die Kernkraft
Die Windenergie kann 2050 mehr als 34 Prozent des weltweiten Strombedarfs decken. Auf Grund des starken Wachstums der vergangenen Jahre und der sehr guten Marktaussichten geht die Windkraft-Industrie von einem weitaus höheren Anteil der Öko-Energien bei der künftigen Energieversorgung aus als die Internationale Energieagentur in ihrem aktuellen World Energy Outlook.
Wenn sich das Wachstum der Windkraft-Kapazitäten auch in den nächsten Jahren steigert, Maßnahmen zur Energieeinsparung greifen und die Kosten für fossile Energieträger weiter anziehen, rechnet der Weltverband der Windkraftindustrie, Global Wind Energy Council, im Jahr 2050 mit einer installierten Windenergie-Leistung von über 3.000 Gigawatt, die über 7.900 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren. Selbst bei steigendem Energieverbrauch könnte die Windenergie 2050 so noch 21 Prozent des Elektrizitätsbedarfs bereitstellen.
Der europäische Windenergieverband, European Wind Energy Association, hatte bereits vor zwei Jahren in einer Studie für das Jahr 2020 mit fast 3.100 Milliarden Kilowattstunden Windstrom weltweit gerechnet. Damit hätte die Windenergie mit der Atomkraft gleichgezogen. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. 2006 in www.sonnenseite.com
Wenn sich das Wachstum der Windkraft-Kapazitäten auch in den nächsten Jahren steigert, Maßnahmen zur Energieeinsparung greifen und die Kosten für fossile Energieträger weiter anziehen, rechnet der Weltverband der Windkraftindustrie, Global Wind Energy Council, im Jahr 2050 mit einer installierten Windenergie-Leistung von über 3.000 Gigawatt, die über 7.900 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren. Selbst bei steigendem Energieverbrauch könnte die Windenergie 2050 so noch 21 Prozent des Elektrizitätsbedarfs bereitstellen.
Der europäische Windenergieverband, European Wind Energy Association, hatte bereits vor zwei Jahren in einer Studie für das Jahr 2020 mit fast 3.100 Milliarden Kilowattstunden Windstrom weltweit gerechnet. Damit hätte die Windenergie mit der Atomkraft gleichgezogen. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. 2006 in www.sonnenseite.com
4.11.06
(Finanzen) Noch mehr Gründe für nachhaltiges Investieren
Der Klimawandel kommt nicht erst, sondern ist schon da. Das zeigte ETH Klimaforscher Christoph Schär an einer Investmentroadshow der Sustainable Asset Management (SAM) in Zürich. Praktisch alle Wissenschafter stehen heute uneingeschränkt zur Erkenntnis, dass die Erderwärmung bereits feststellbar und auf menschliche Aktivität zurück zu führen ist. Eine Beobachtung, die auch Ex-US-Vizepräsident Al Gore in seinem aktuellen Film «An inconvenient truth» mehrfach betont.
Verantwortlich für die jedem einsehbaren Klimaeskapaden ist der Ausstoss von Treibhausgas, der zu einer nie erreichten Dichte dieses Gases in der Atmosphäre, gemessen in ppm, geführt hat. Absehbar ist, dass diese Dichte weiter steigt – und damit auch die beobachtbaren Temperaturen. Diese werden zu Schäden führen, die jene des Sommers 2003 deutlich übertreffen. Der heisse Sommer bedeutete damals Schäden für die landwirtschaftliche Produktion von über 12 Milliarden Franken und allein in Europa 20-30'000 zusätzliche Todesopfer. Allein in der Schweiz dürften in jenem Extremsommer 1000 Menschen vorzeitig gestorben sein. Weitere Schäden ergaben sich durch Fischsterben und Waldbrände, die mit der besonderen Hitze in Verbindung standen.
Erleuchtend dazu auch der eben erschienene Sternbericht. Er beziffert die Kosten des CO2-Ausstosses mit 89 $ pro Tonne. Bei bereits feststellbaren CO2-Freisetzungen von 6500 Millionen Tonnen weltweit und jährlich gibt das bereits heute eine Schadensumme von rund 550 Milliarden $ - oder etwa des Doppelten des Schweizer Bruttosozialprodukts. Tendenz stark steigend. Da liegt auf der Hand, und das war der Zweck der SAM-Veranstaltung, dass jegliche wirtschaftliche Aktivität künftig gute Rendite bringen wird, die der Verminderung des CO2-Problemes dient. Im Vordergrund stehen Investitionen für Erneuerbare Energien und für die effizientere Nutzung des blauen Goldes, auch Wasser genannt. SAM bietet verschiedene Instrumente, neu neben diversen Fonds und zusammen mit der Bank Julius Bär ein Zertifikat.
Der Veranstalter kann unterdessen auf über zehn Jahre Aktivität im Nachhaltigkeitsbereich zurück blicken. Damit bringt es SAM auf derzeit rund zehn Milliarden Franken, die direkt verwaltet oder dann unter Lizenz nach deren Sustainability-Kriterien gemanagt werden. Und es besteht kein Zweifel, dass noch gewaltiges Wachstumspotenzial vorhanden ist.
Verantwortlich für die jedem einsehbaren Klimaeskapaden ist der Ausstoss von Treibhausgas, der zu einer nie erreichten Dichte dieses Gases in der Atmosphäre, gemessen in ppm, geführt hat. Absehbar ist, dass diese Dichte weiter steigt – und damit auch die beobachtbaren Temperaturen. Diese werden zu Schäden führen, die jene des Sommers 2003 deutlich übertreffen. Der heisse Sommer bedeutete damals Schäden für die landwirtschaftliche Produktion von über 12 Milliarden Franken und allein in Europa 20-30'000 zusätzliche Todesopfer. Allein in der Schweiz dürften in jenem Extremsommer 1000 Menschen vorzeitig gestorben sein. Weitere Schäden ergaben sich durch Fischsterben und Waldbrände, die mit der besonderen Hitze in Verbindung standen.
Erleuchtend dazu auch der eben erschienene Sternbericht. Er beziffert die Kosten des CO2-Ausstosses mit 89 $ pro Tonne. Bei bereits feststellbaren CO2-Freisetzungen von 6500 Millionen Tonnen weltweit und jährlich gibt das bereits heute eine Schadensumme von rund 550 Milliarden $ - oder etwa des Doppelten des Schweizer Bruttosozialprodukts. Tendenz stark steigend. Da liegt auf der Hand, und das war der Zweck der SAM-Veranstaltung, dass jegliche wirtschaftliche Aktivität künftig gute Rendite bringen wird, die der Verminderung des CO2-Problemes dient. Im Vordergrund stehen Investitionen für Erneuerbare Energien und für die effizientere Nutzung des blauen Goldes, auch Wasser genannt. SAM bietet verschiedene Instrumente, neu neben diversen Fonds und zusammen mit der Bank Julius Bär ein Zertifikat.
Der Veranstalter kann unterdessen auf über zehn Jahre Aktivität im Nachhaltigkeitsbereich zurück blicken. Damit bringt es SAM auf derzeit rund zehn Milliarden Franken, die direkt verwaltet oder dann unter Lizenz nach deren Sustainability-Kriterien gemanagt werden. Und es besteht kein Zweifel, dass noch gewaltiges Wachstumspotenzial vorhanden ist.
27.10.06
(Finanzen) Nachhaltigkeitsfonds glänzen
Neue Zahlen bescheinigen vielen Anlagefonds, die gemäss Kriterien der Nachhaltigkeit anlegen, hervorragende Resultate. Damit gilt nicht mehr nur, dass sie mindestens so gut wie herkömmliche abschneiden. Nein – in vielen Fällen fährt gar besser, wer auf Firmen setzt, die ökologische und soziale Aspekte besonders berücksichtigen.
Eine Zusammenstellung der deutschen Finanzpostille Cashpoint bringt das erfreuliche Resultat an den Tag und setzt ihm noch besonderen Glanz aus Schweizer Sicht auf: Unter den besten Anlageinstrumenten finden sich zahlreiche Schweizer Anbieter. So zeigen die Kenndaten gemäss Zusammenstellung der Zeitschrift für die besten sechs folgende Rangliste:
1. Activest Eco Tech 78,1 % Rendite in 3 Jahren / 1,5 % Verwaltungsgebühr
2. Pictet Funds Water 68,5 / 1,5
3. Vontobel Fd. Gl. Trend New Power Tech 63.4 / 1.65
4. Ökovision 62.0 / 1.76
5. Swisscanto Green I 61.6 / 2.0
6. UBS Fd. Gl. Innov. 60.0 / 2.0
Damit lagen diese Fonds allesamt weit über dem Durchschnitt der jeweiligen Branche. Und der Weltaktienindex MSCI wurde seit dem letzten Börsencrash deutlich abgehängt, im Dreijahresdurchschnitt etwa um 17 Prozent. Eine solche Outperformance hat auch das Basler Bankenhaus Sarasin festgestellt, die in der Analyse des nachhaltigen Investments eine Spitzenstellung einnimmt. Für einzelne Branchen stellte Sarasin demnach in den Sektoren Pharma und Automobil rund 50 Prozent, im Maschinenbau und bei Nahrungsmitteln deren 70 und im Energiesektor mindestens 100 Prozent mehr Rendite fest. Das haben die CH-AnlegerInnen offenbar auch schon realisiert, sind sie doch gegenüber dem restlichen Europa weit überdurchschnittlich nachhaltig investiert. Aber – es könnte auch noch mehr sein!
Eine Zusammenstellung der deutschen Finanzpostille Cashpoint bringt das erfreuliche Resultat an den Tag und setzt ihm noch besonderen Glanz aus Schweizer Sicht auf: Unter den besten Anlageinstrumenten finden sich zahlreiche Schweizer Anbieter. So zeigen die Kenndaten gemäss Zusammenstellung der Zeitschrift für die besten sechs folgende Rangliste:
1. Activest Eco Tech 78,1 % Rendite in 3 Jahren / 1,5 % Verwaltungsgebühr
2. Pictet Funds Water 68,5 / 1,5
3. Vontobel Fd. Gl. Trend New Power Tech 63.4 / 1.65
4. Ökovision 62.0 / 1.76
5. Swisscanto Green I 61.6 / 2.0
6. UBS Fd. Gl. Innov. 60.0 / 2.0
Damit lagen diese Fonds allesamt weit über dem Durchschnitt der jeweiligen Branche. Und der Weltaktienindex MSCI wurde seit dem letzten Börsencrash deutlich abgehängt, im Dreijahresdurchschnitt etwa um 17 Prozent. Eine solche Outperformance hat auch das Basler Bankenhaus Sarasin festgestellt, die in der Analyse des nachhaltigen Investments eine Spitzenstellung einnimmt. Für einzelne Branchen stellte Sarasin demnach in den Sektoren Pharma und Automobil rund 50 Prozent, im Maschinenbau und bei Nahrungsmitteln deren 70 und im Energiesektor mindestens 100 Prozent mehr Rendite fest. Das haben die CH-AnlegerInnen offenbar auch schon realisiert, sind sie doch gegenüber dem restlichen Europa weit überdurchschnittlich nachhaltig investiert. Aber – es könnte auch noch mehr sein!
22.10.06
(Medien & Umwelt) Umwelt – am TV und im Netz live erlebt
Bewusst und authentisch leben - das ist der neue Zeitgeist zu Beginn des 21. Jahrhunderts. "ZDF.umwelt" greift diesen Trend auf und lädt zum Miterleben ein. "ZDF.umwelt" ist ein Magazin für modernes Leben - informativ, unterhaltsam, verständlich, kompetent und lebendig. 30 Minuten lang, jeden Sonntag um 13.15 Uhr, Woche für Woche.
Das Magazin nimmt im Netz unter www.umwelt.zdf.de einen neuen Trend auf – hier lassen sich dann die Beiträge 1 zu 1 wieder abspielen, technisch ohne jegliche Schwierigkeiten. An diesem Sonntag etwa der Bericht über «Dallas in Deutschland» oder wie eine Rapsöltankstelle innert eines Jahres zum Erfolg wurde. Das Pflanzenöl stammt aus dem Umfeld der Tankstelle. Dank kurzer Transportwege sind die Kosten für das Öl besonders günstig. Deutschlandweit fahren so bereits 30'000 Fahrzeuge, im Schnitt der Liter um 30 Eurocent billiger als herkömmliches Benzin.
Dass allerdings das pflanzlich erzeugte Oel auch nur beschränkt ein Ersatz als Kraftfahrstoff darstellen kann, ging im Bericht unter. Denn bei einer massenhaften Umrüstung wird die Konkurrenz mit andren Zielen der Landwirtschaft, insbesondere der Nahrungsmittelsicherheit zur bedrohenden Frage «Essen oder Mobilität». Wer dabei oben ausschwingt und andrerseits den kürzeren zieht, liegt angesichts der Globalisierung auf der Hand. So oder so - das Magazin ist am TV oder im Netz ein Must für Umweltinteressierte.
Das Magazin nimmt im Netz unter www.umwelt.zdf.de einen neuen Trend auf – hier lassen sich dann die Beiträge 1 zu 1 wieder abspielen, technisch ohne jegliche Schwierigkeiten. An diesem Sonntag etwa der Bericht über «Dallas in Deutschland» oder wie eine Rapsöltankstelle innert eines Jahres zum Erfolg wurde. Das Pflanzenöl stammt aus dem Umfeld der Tankstelle. Dank kurzer Transportwege sind die Kosten für das Öl besonders günstig. Deutschlandweit fahren so bereits 30'000 Fahrzeuge, im Schnitt der Liter um 30 Eurocent billiger als herkömmliches Benzin.
Dass allerdings das pflanzlich erzeugte Oel auch nur beschränkt ein Ersatz als Kraftfahrstoff darstellen kann, ging im Bericht unter. Denn bei einer massenhaften Umrüstung wird die Konkurrenz mit andren Zielen der Landwirtschaft, insbesondere der Nahrungsmittelsicherheit zur bedrohenden Frage «Essen oder Mobilität». Wer dabei oben ausschwingt und andrerseits den kürzeren zieht, liegt angesichts der Globalisierung auf der Hand. So oder so - das Magazin ist am TV oder im Netz ein Must für Umweltinteressierte.
14.10.06
(Umwelt) Verdammt gut gemacht
Eine der zahlreichen Vorpremieren des Al-Gore-Streifens «Eine unbeqeme Wahrheit» hat zwar keine neuen Einsichten zutage gefördert. Aber gemacht ist der Film äusserst packend und kaum versieht man sich, sind die rund zwei Stunden schon vorüber. Sicher bleibt als schaler Nachgeschmack, dass die Haltung des Durchschnittsamerikaners einfach kaum nachvollziehbar ist. Diesen Leuten muss man die Botschaft offenbar auf eine spezielle Art und Weise vermitteln. Wobei der Film resp. die jeweiligen Vortragsauftritte von Al Gore beispielhaft sind.
Ein paar Fakten sind dennoch neu, bleiben hängen, stimmen nachdenklich und öffnen die Herzen für eigene Action. So ist die absehbare weitere Gletscherschmelze ein Phänomen, das auch uns Schweizer unmittelbar angeht. Denn nicht nur mit dem Wintertourismus könnte es vielerorts bald vorbei sein. Auch das Wasserschloss Schweiz im Herzen Europas wankt plötzlich. Was unseren einzigen natürlichen Rohstoff mit unabsehbaren Folgen auch hierzulande zur Mangelware machen könnte.
Es ist noch nicht zu spät, Gegensteuer zu geben. Die nötigen Massnahmen sind bekannt und öffnen in wirtschaftlicher Hinsicht gar viele Chancen. Das Beispiel des bald grössten Automobilherstellers Toyota zeigt, dass sich Klimaschutz mit ökonomischem Erfolg gut verbinden lässt. Das mündet in der eingängigen Formel vom doppelten Profit, neben dem finanziellen eben auch der ökologische und im Idealfall ein sozialer. Was im Film ungesagt blieb und in der anschliessenden Diskussion immerhin kritisch vermerkt wurde: Das Problem der individuellen Mobilität wird sich kaum einfach mit schadstoffärmeren Autos lösen lassen. Auch wird der Finanzsektor eine Schlüsselrolle spielen. So könnten nachhaltige Investments wichtige Anreize bieten für ein schadstoffärmeres Wirtschaften. Und gänzlich ging unter, dass eine solare Weltwirtschaft langfristig die einzige wirklich zukunftsfähige Vision darstellt.
Uebrigens: Der Film von Al Gore startet am 19.Oktober in den Schweizer Kinos. Und passend zur Zürcher Vorpremiere lieferte die Oebu ein paar persönliche Verhaltensratschläge, die nachfolgend verkürzt wiedergegeben sind:
- Kaufen Sie Sparlampen der Effizienzklasse A
- Schalten Sie Elektrogeräte vollständig aus
- Kaufen Sie energieeffiziente Geräte
- Beziehen Sie Oekostrom
- Stellen Sie die Heizung richtig ein
- Sparen Sie Wasser
- Kaufen Sie regionale und saisonale Produkte
- Investieren Sie Ihr Geld in nachhaltige Finanzprodukte
- Pflanzen Sie einen Baum
Quelle der Tipps: www.oebu.ch
Ein paar Fakten sind dennoch neu, bleiben hängen, stimmen nachdenklich und öffnen die Herzen für eigene Action. So ist die absehbare weitere Gletscherschmelze ein Phänomen, das auch uns Schweizer unmittelbar angeht. Denn nicht nur mit dem Wintertourismus könnte es vielerorts bald vorbei sein. Auch das Wasserschloss Schweiz im Herzen Europas wankt plötzlich. Was unseren einzigen natürlichen Rohstoff mit unabsehbaren Folgen auch hierzulande zur Mangelware machen könnte.
Es ist noch nicht zu spät, Gegensteuer zu geben. Die nötigen Massnahmen sind bekannt und öffnen in wirtschaftlicher Hinsicht gar viele Chancen. Das Beispiel des bald grössten Automobilherstellers Toyota zeigt, dass sich Klimaschutz mit ökonomischem Erfolg gut verbinden lässt. Das mündet in der eingängigen Formel vom doppelten Profit, neben dem finanziellen eben auch der ökologische und im Idealfall ein sozialer. Was im Film ungesagt blieb und in der anschliessenden Diskussion immerhin kritisch vermerkt wurde: Das Problem der individuellen Mobilität wird sich kaum einfach mit schadstoffärmeren Autos lösen lassen. Auch wird der Finanzsektor eine Schlüsselrolle spielen. So könnten nachhaltige Investments wichtige Anreize bieten für ein schadstoffärmeres Wirtschaften. Und gänzlich ging unter, dass eine solare Weltwirtschaft langfristig die einzige wirklich zukunftsfähige Vision darstellt.
Uebrigens: Der Film von Al Gore startet am 19.Oktober in den Schweizer Kinos. Und passend zur Zürcher Vorpremiere lieferte die Oebu ein paar persönliche Verhaltensratschläge, die nachfolgend verkürzt wiedergegeben sind:
- Kaufen Sie Sparlampen der Effizienzklasse A
- Schalten Sie Elektrogeräte vollständig aus
- Kaufen Sie energieeffiziente Geräte
- Beziehen Sie Oekostrom
- Stellen Sie die Heizung richtig ein
- Sparen Sie Wasser
- Kaufen Sie regionale und saisonale Produkte
- Investieren Sie Ihr Geld in nachhaltige Finanzprodukte
- Pflanzen Sie einen Baum
Quelle der Tipps: www.oebu.ch
11.10.06
(Umwelt) Die Sonne als Entwicklungshelferin
Eine nachahmenswerte Initiative in Deutschland hat ein Etappenziel erreicht. Ziel der Stiftung Solarenergie ist es, durch den Einsatz erneuerbarer Energien die Armut in den Ländern Afrikas zu lindern. Die Stiftung übernimmt die Projekte des bisherigen Fördervereins. Dazu gehört auch ein einzigartiges Projekt in Äthiopien: die solare Elektrifizierung eines Dorfes mit rund 6.000 Einwohnern.
Die Stiftung Solarenergie ist die erste und einzige deutsche Stiftung, die die Förderung der regenerativen Energien auch als Entwicklungshilfe versteht.. Unter dem Motto „Energie ohne Grenzen“ startete der Förderverein "Stiftung Solarenergie e.V." im Jahr 2005 das Pilotprojekt „Licht für Bildung“ in einer der ärmsten Regionen Äthiopiens. In Kechemober in der Projektregion Mida installierte die Stiftung Solarsysteme für 30 Hütten (Tukuls), drei Schulen und sechs Gesundheitsstationen.
Die Solarsysteme werden nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ installiert: Die Stiftung Solarenergie stellt die Solarsysteme als Starthilfe kostenlos zur Verfügung. Die Menschen nutzen das System und zahlen für den Solarstrom. Die Gebühren werden für die Wartung und den Betrieb der Solaranlagen benötigt. Die Wartung übernimmt ein örtlicher Elektroinstallateur, der vor Ort von der „Stiftung Menschen für Menschen“ ausgebildet wird (die Bewegung des Schauspielers Karl-Heinz Böhm).
Im Rahmen des Projekts „Licht für Bildung II“ entsteht derzeit ein zweites Solardorf in der Projektregion Mida. Das Dorf Rema hat 6.000 Einwohner und verfügt über einige Handwerksbetriebe, Kleingewerbe, eine Schule sowie eine Gesundheitsstation. Die Bewohner des Dorfes haben sich nach Besichtigung des Pilotprojekts „Licht für Bildung“ in Kechemober für die Nutzung der Solarenergie und gegen die Installation eines großen Dieselgenerators ausgesprochen. Alle 1.200 Tukuls (Hütten) sowie die Schule werden mit Solarsystemen ausgestattet. Die Kosten für das Projekt „Licht für Bildung II“ betragen rund 300.000 Euro. Das Projekt wird von Spendern der Stiftung Solarenergie finanziert, darunter viele Unternehmen aus der Solarbranche.
Um weitere Solarprojekte zu realisieren, benötigt die Stiftung Solarenergie Spenden. Spendenkonto: Stiftung Solarenergie, Stichwort Äthiopien, Konto 04 261 471 00, Dresdner Bank Freiburg BLZ 680 800 30. Quelle: Stiftung Solarenergie 2006 / www.sonnenseite.com
Die Stiftung Solarenergie ist die erste und einzige deutsche Stiftung, die die Förderung der regenerativen Energien auch als Entwicklungshilfe versteht.. Unter dem Motto „Energie ohne Grenzen“ startete der Förderverein "Stiftung Solarenergie e.V." im Jahr 2005 das Pilotprojekt „Licht für Bildung“ in einer der ärmsten Regionen Äthiopiens. In Kechemober in der Projektregion Mida installierte die Stiftung Solarsysteme für 30 Hütten (Tukuls), drei Schulen und sechs Gesundheitsstationen.
Die Solarsysteme werden nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ installiert: Die Stiftung Solarenergie stellt die Solarsysteme als Starthilfe kostenlos zur Verfügung. Die Menschen nutzen das System und zahlen für den Solarstrom. Die Gebühren werden für die Wartung und den Betrieb der Solaranlagen benötigt. Die Wartung übernimmt ein örtlicher Elektroinstallateur, der vor Ort von der „Stiftung Menschen für Menschen“ ausgebildet wird (die Bewegung des Schauspielers Karl-Heinz Böhm).
Im Rahmen des Projekts „Licht für Bildung II“ entsteht derzeit ein zweites Solardorf in der Projektregion Mida. Das Dorf Rema hat 6.000 Einwohner und verfügt über einige Handwerksbetriebe, Kleingewerbe, eine Schule sowie eine Gesundheitsstation. Die Bewohner des Dorfes haben sich nach Besichtigung des Pilotprojekts „Licht für Bildung“ in Kechemober für die Nutzung der Solarenergie und gegen die Installation eines großen Dieselgenerators ausgesprochen. Alle 1.200 Tukuls (Hütten) sowie die Schule werden mit Solarsystemen ausgestattet. Die Kosten für das Projekt „Licht für Bildung II“ betragen rund 300.000 Euro. Das Projekt wird von Spendern der Stiftung Solarenergie finanziert, darunter viele Unternehmen aus der Solarbranche.
Um weitere Solarprojekte zu realisieren, benötigt die Stiftung Solarenergie Spenden. Spendenkonto: Stiftung Solarenergie, Stichwort Äthiopien, Konto 04 261 471 00, Dresdner Bank Freiburg BLZ 680 800 30. Quelle: Stiftung Solarenergie 2006 / www.sonnenseite.com
30.9.06
(Medien) Buchvernissage in der Finanz- und Medienwerkstatt
Der Basler Wirtschaftsjournalist Pierre Weill war so nett und hielt folgende Rede an der Vernisssage zum Ratgeber «Richtig Vorsorgen». Hier der Text für Alle, die nicht dabei sein konnten:
Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Doch ist dies wirklich der Fall? Oder bezieht sich dieses Schlagwort nicht in erster Linie auf die Möglichkeiten der Informations-Übermittlung? Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Internet und Handies stellen sicher, dass wir immer und überall Informationen abrufen können. Doch wie ist es mit den Inhalten?
Welche Relevanz haben die Informationen, die wir überall und jederzeit abrufen können? Wir Journalisten haben, wie die meisten andren tendenziell den Hang zur Trägheit. Für unsere Arbeit heisst dies, dass wir vor allem News und Artikel aufnehmen, die leicht zu erhalten sind. Nachrichten, die auf der Hand liegen, sind aber nicht immer die, welche auch relevant sind. Unsere Quellen sind Nachrichtenagenturen, die nahezu ausschliesslich offizielle und öffentliche Veranstaltungen und Communiqués abdecken. Zudem werden wir selbst an zahllose Veranstaltungen und Medienkonferenzen eingeladen. Die Mehrzahl der Informationsveranstaltungen kommt von Regierungsstellen, Ämtern, Verbänden und Unternehmen. Deshalb beruht auch ein Grossteil der verbreiteten Information auf diesen Quellen. Die Veranstalter von Medienkonferenzen rufen jedoch kaum je Medien herbei, um zu enthüllen, wo sie was falsch gemacht haben. Vielmehr wollen sie sich gut verkaufen. Die Journalisten verifizieren wegen des Hangs zur Trägheit, aber auch vor allem wegen des Zeitdrucks und fehlender Kapazitäten das Gesagte zu selten in genügendem Masse.
Dazu kommen Tipps, die wir von Betroffenen erhalten. Sie sind oft die Quellen für so genannte Scoops oder Primeurs. Dabei muss man aber wissen, dass man immer auch instrumentalisiert wird, weil der Tippgeber eine eigene Agenda verfolgt. Dabei sucht er oder sie ein Medium, das besonders starke Beachtung findet. In den vergangenen Jahren hat sich die Sonntagspresse zum optimalen Medium für derartige Primeurs entwickelt, denn die Sonntagszeitungen sind nationale Zeitungen. Dazu kommt, dass am Wochenende sehr oft wenig los ist, die Redaktionen also Informationen aufnehmen und auf die Frontpage setzen, die an einem Wochentag je nach Newslage kaum beachtet würden. Sehr oft sind diese Scoops allerdings nicht von grosser Relevanz für die Leserinnen und Leser oder für die Gesellschaft als ganzes.
News und Ereignisse, die wir in unserem Umfeld erfahren, sind dagegen oft wenig spektakulär, aber relevant, weil sie die Mitmenschen direkt betreffen. Oft sind die Themen sehr komplex. Für die immer komplizierteren Themen, wie Pensionskassen, Krankenversicherungen etc., die aber für die Bevölkerung von grosser Bedeutung sind, laden viele Medien Fachleute ein, sich zu diesen Fragen zu äussern. Zwar werden sie als Fach- und Verbandsleute deklariert, doch kann dies nicht die Lösung sein, komplexe Themen aufzuarbeiten. Schliesslich gehört es zur Kernkompetenz der journalistischen Arbeit, derartige Themen lesegerecht darstellen zu können.
Genau dies macht Guntram Rehsche gemeinsam mit seinen Co-Autoren im Buch «Richtig vorsorgen». Er schildert in verständlicher Form, was Arbeitende machen müssen und können, damit sie ihre Pensionierung finanziell möglichst optimal geniessen könnnen. Ich habe das Buch mit grossem Interesse und Neugier gelesen und viel erfahren und gelernt. Journalismus ist eben auch dies – Erklärung von und Beratung in Dingen, die das Leben der Leserinnen und Leser nachhaltig beeinflussen. Von Pierre Weill.
Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Doch ist dies wirklich der Fall? Oder bezieht sich dieses Schlagwort nicht in erster Linie auf die Möglichkeiten der Informations-Übermittlung? Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Internet und Handies stellen sicher, dass wir immer und überall Informationen abrufen können. Doch wie ist es mit den Inhalten?
Welche Relevanz haben die Informationen, die wir überall und jederzeit abrufen können? Wir Journalisten haben, wie die meisten andren tendenziell den Hang zur Trägheit. Für unsere Arbeit heisst dies, dass wir vor allem News und Artikel aufnehmen, die leicht zu erhalten sind. Nachrichten, die auf der Hand liegen, sind aber nicht immer die, welche auch relevant sind. Unsere Quellen sind Nachrichtenagenturen, die nahezu ausschliesslich offizielle und öffentliche Veranstaltungen und Communiqués abdecken. Zudem werden wir selbst an zahllose Veranstaltungen und Medienkonferenzen eingeladen. Die Mehrzahl der Informationsveranstaltungen kommt von Regierungsstellen, Ämtern, Verbänden und Unternehmen. Deshalb beruht auch ein Grossteil der verbreiteten Information auf diesen Quellen. Die Veranstalter von Medienkonferenzen rufen jedoch kaum je Medien herbei, um zu enthüllen, wo sie was falsch gemacht haben. Vielmehr wollen sie sich gut verkaufen. Die Journalisten verifizieren wegen des Hangs zur Trägheit, aber auch vor allem wegen des Zeitdrucks und fehlender Kapazitäten das Gesagte zu selten in genügendem Masse.
Dazu kommen Tipps, die wir von Betroffenen erhalten. Sie sind oft die Quellen für so genannte Scoops oder Primeurs. Dabei muss man aber wissen, dass man immer auch instrumentalisiert wird, weil der Tippgeber eine eigene Agenda verfolgt. Dabei sucht er oder sie ein Medium, das besonders starke Beachtung findet. In den vergangenen Jahren hat sich die Sonntagspresse zum optimalen Medium für derartige Primeurs entwickelt, denn die Sonntagszeitungen sind nationale Zeitungen. Dazu kommt, dass am Wochenende sehr oft wenig los ist, die Redaktionen also Informationen aufnehmen und auf die Frontpage setzen, die an einem Wochentag je nach Newslage kaum beachtet würden. Sehr oft sind diese Scoops allerdings nicht von grosser Relevanz für die Leserinnen und Leser oder für die Gesellschaft als ganzes.
News und Ereignisse, die wir in unserem Umfeld erfahren, sind dagegen oft wenig spektakulär, aber relevant, weil sie die Mitmenschen direkt betreffen. Oft sind die Themen sehr komplex. Für die immer komplizierteren Themen, wie Pensionskassen, Krankenversicherungen etc., die aber für die Bevölkerung von grosser Bedeutung sind, laden viele Medien Fachleute ein, sich zu diesen Fragen zu äussern. Zwar werden sie als Fach- und Verbandsleute deklariert, doch kann dies nicht die Lösung sein, komplexe Themen aufzuarbeiten. Schliesslich gehört es zur Kernkompetenz der journalistischen Arbeit, derartige Themen lesegerecht darstellen zu können.
Genau dies macht Guntram Rehsche gemeinsam mit seinen Co-Autoren im Buch «Richtig vorsorgen». Er schildert in verständlicher Form, was Arbeitende machen müssen und können, damit sie ihre Pensionierung finanziell möglichst optimal geniessen könnnen. Ich habe das Buch mit grossem Interesse und Neugier gelesen und viel erfahren und gelernt. Journalismus ist eben auch dies – Erklärung von und Beratung in Dingen, die das Leben der Leserinnen und Leser nachhaltig beeinflussen. Von Pierre Weill.
25.9.06
(Umwelt) Nachhaltige Energieversorgung ist möglich
Auf seiner Jahrestagung in Berlin präsentierte der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) neuste Forschungsergebnisse zu nachhaltigen Energietechniken. Dabei wurde klar: Nachhaltigkeit braucht Forschung und Entwicklung und eine erhöhte Innovationsgeschwindigkeit. Die gesamtwirtschaftliche Betrachtung der Nutzung erneuerbarer Energiequellen zeige, dass sie zu einem Nettogewinn von Arbeitsplätzen in Deutschland führt - eine Aussage, die auch auf die Schweiz zutrifft, wie eine einschlägige WWF-Studie kürzlich zeigte. Die Wissenschaftler haben für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen Technologien entwickelt, die ökologisch verträglich, ressourcensicher, global einsetzbar und damit sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig sind. Diese Kriterien der Nachhaltigkeit werden von keiner anderen Technik so überzeugend erfüllt wie von den Technologien zur Nutzung der erneuerbaren Energien. Als Beispiele gelten unter anderem:
- Flexible Dünnschichtsolarzellen erweitern die Anwendungsfelder für die Photovoltaik.
- Aus Biomasse lassen sich durch neue Verfahren wasserstoffreiche Kraftstoffe gewinnen.
- Die Erforschung und Erschließung der Offshore-Windenergienutzung setzt ein außerordentlich großes zusätzliches Potenzial für Deutschlands Energieversorgung frei.
- Eine neue Stimulationstechnologie zur geothermischen Stromerzeugung führt zu Einsatzmöglichkeiten in einer weit verbreiteten geologischen Gesteinsformation. Dadurch wird die Nutzung der Erdwärme an sehr viel mehr Standorten möglich.
- Durch Kommunikations- und Informationssysteme kann die Energieversorgung zukünftig auf die aktuelle Angebots- und Nachfragesituation eingestellt werden. Dies führt zu einer effizienteren Nutzung erneuerbarer Energien.
- Mit Nahwärmesystemen mit saisonalen Speichern kann der Anteil solarer Wärmeenergie am Heizungsbedarf deutlich erhöht werden.
- Solarthermische Kraftwerke haben eine hohe solare Wirtschaftlichkeit, eine sehr gute solare Jahresausbeute, einen relativ geringen Flächenbedarf und einen hohen Wertschöpfungsanteil für die deutsche Industrie.
- Gebäude können durch Solarwärme und mit nur minimalem Stromverbrauch perfekt klimatisiert werden.
Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie 2006
- Flexible Dünnschichtsolarzellen erweitern die Anwendungsfelder für die Photovoltaik.
- Aus Biomasse lassen sich durch neue Verfahren wasserstoffreiche Kraftstoffe gewinnen.
- Die Erforschung und Erschließung der Offshore-Windenergienutzung setzt ein außerordentlich großes zusätzliches Potenzial für Deutschlands Energieversorgung frei.
- Eine neue Stimulationstechnologie zur geothermischen Stromerzeugung führt zu Einsatzmöglichkeiten in einer weit verbreiteten geologischen Gesteinsformation. Dadurch wird die Nutzung der Erdwärme an sehr viel mehr Standorten möglich.
- Durch Kommunikations- und Informationssysteme kann die Energieversorgung zukünftig auf die aktuelle Angebots- und Nachfragesituation eingestellt werden. Dies führt zu einer effizienteren Nutzung erneuerbarer Energien.
- Mit Nahwärmesystemen mit saisonalen Speichern kann der Anteil solarer Wärmeenergie am Heizungsbedarf deutlich erhöht werden.
- Solarthermische Kraftwerke haben eine hohe solare Wirtschaftlichkeit, eine sehr gute solare Jahresausbeute, einen relativ geringen Flächenbedarf und einen hohen Wertschöpfungsanteil für die deutsche Industrie.
- Gebäude können durch Solarwärme und mit nur minimalem Stromverbrauch perfekt klimatisiert werden.
Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie 2006
17.9.06
(Finanzen) Klarheit bei Ökoanlagen
Wer nachhaltig investieren will, findet in Form von Aktienfonds eine Reihe höchst erfolgreicher Produkte auf dem Markt. Doch die Vielfalt hat ihren Preis. Sie verwirrt und hat einen veritablen Glaubenskrieg um die verschiedenen Konzepte des Socially Responsible Investment ausgelöst. Einen guten Überblick bietet das soeben neu erschiene Spezialheft zu Grünem Geld, erhältlich als Supplement von Euro Finanzen, Euro am Sonntag und des renommierten Öko-Invest-Börsenbriefes.
Wenig dogmatisch, dafür umso heftiger umstritten sind die Fonds, die nach dem Best-in-Class-Ansatz investieren. Geld fliesst dabei praktisch in alle Branchen, doch zu den jeweils als Klassenbeste deklarierten Unternehmen. So finden sich hier mitunter Grosskonzerne wie Nestlé, Roche, UBS, denen man die Nachhaltigkeit nicht auf den ersten Blick glauben mag. Wo der Ansatz mit dem Ausschluss gewisser Branchen wie Kernenergie, Tabak, Alkohol kombiniert wird, sieht die Sache schon plausibler aus. Sodann gibt es die eigentlichen SRI- oder Ethikfonds, die systematisch Problemzonen umschiffen – und schliesslich eigentliche Branchenfonds, die sich einem speziell nachhaltigen Thema widmen wie etwa den Erneuerbaren Energien.
Wie immer man / frau zu solchen Erwägungen steht, die letztlich jedeR selbst vornehmen muss: Interessant ist, dass zumindest in neuerer Zeit jene Fonds herausragen, die sich stark vom Best-in-Class-Vorgehen unterscheiden (siehe dazu Tabelle aus dem Spezialheft). Der Erfolg der Energiefonds dürfte den aktuellen Marktumständen zuzuschreiben sein und ist sicher keine Garantie für künftige Maximalrenditen. Hingegen beeindrucken die Fonds Activest Ecotech, Swisscanto Green Invest und Pictet Sustainable Europe durch ihren langanhaltenden Erfolg, der auch für die Zukunft einiges verspricht – wie übrigens auch der Sarasin Oekosar Equity, der aber noch nicht lange auf dem Markt ist und vom gleichen Management geleitet wird wie der zuvor lange erfolgreiche deutsche Ökovision-Fonds.
Seit 1.1.
1 Jahr
3 Jahre
Sarasin New Energy
12.5 %
21.5 %
129.9 %
Merill L. New Energy
12.7
28.8
114.4
Activest Ecotech C
9.3
18.5
84.2
Pictet Water P
8.1
15.8
70.8
Swisscanto Green Inv.
7.2
18.4
68.4
Ökovision
6.1
16.5
65.0
Pictet Sustainable Eu.
9.7
20.0
64.7
Wenig dogmatisch, dafür umso heftiger umstritten sind die Fonds, die nach dem Best-in-Class-Ansatz investieren. Geld fliesst dabei praktisch in alle Branchen, doch zu den jeweils als Klassenbeste deklarierten Unternehmen. So finden sich hier mitunter Grosskonzerne wie Nestlé, Roche, UBS, denen man die Nachhaltigkeit nicht auf den ersten Blick glauben mag. Wo der Ansatz mit dem Ausschluss gewisser Branchen wie Kernenergie, Tabak, Alkohol kombiniert wird, sieht die Sache schon plausibler aus. Sodann gibt es die eigentlichen SRI- oder Ethikfonds, die systematisch Problemzonen umschiffen – und schliesslich eigentliche Branchenfonds, die sich einem speziell nachhaltigen Thema widmen wie etwa den Erneuerbaren Energien.
Wie immer man / frau zu solchen Erwägungen steht, die letztlich jedeR selbst vornehmen muss: Interessant ist, dass zumindest in neuerer Zeit jene Fonds herausragen, die sich stark vom Best-in-Class-Vorgehen unterscheiden (siehe dazu Tabelle aus dem Spezialheft). Der Erfolg der Energiefonds dürfte den aktuellen Marktumständen zuzuschreiben sein und ist sicher keine Garantie für künftige Maximalrenditen. Hingegen beeindrucken die Fonds Activest Ecotech, Swisscanto Green Invest und Pictet Sustainable Europe durch ihren langanhaltenden Erfolg, der auch für die Zukunft einiges verspricht – wie übrigens auch der Sarasin Oekosar Equity, der aber noch nicht lange auf dem Markt ist und vom gleichen Management geleitet wird wie der zuvor lange erfolgreiche deutsche Ökovision-Fonds.
Seit 1.1.
1 Jahr
3 Jahre
Sarasin New Energy
12.5 %
21.5 %
129.9 %
Merill L. New Energy
12.7
28.8
114.4
Activest Ecotech C
9.3
18.5
84.2
Pictet Water P
8.1
15.8
70.8
Swisscanto Green Inv.
7.2
18.4
68.4
Ökovision
6.1
16.5
65.0
Pictet Sustainable Eu.
9.7
20.0
64.7
10.9.06
(Umwelt) Solarstrom für zwei Milliarden Menschen
Innerhalb von 20 Jahren können bis zu zwei Milliarden Menschen weltweit mit Strom aus Sonnenenergie versorgt werden.
Das belegt eine Studie, die Greenpeace gemeinsam mit dem europäischen Solarindustrieverband (EPIA) auf der internationalen Solarenergie-Konferenz in Dresden veröffentlicht. Der Studie zufolge ist Solarenergie ein ernstzunehmender Konkurrent auf dem Elektrizitätsmarkt geworden, da die Technik Fortschritte gemacht hat, der Wettbewerb unter den Anbietern zunimmt und in neue Poduktionskapazitäten investitiert wird.
Der weltweite Ausbau der umweltfreundlichen Energie würde erhebliche Mengen des gefährlichen Treibhausgases Kohlendioxid einsparen - ab 2025 jährlich 350 Millionen Tonnen. Das entspricht der Menge, die 140 Kohlekraftwerke ausstoßen oder etwa 40 Prozent der derzeitigen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland. In Deutschland würden bis zum Jahr 2025 mehr als 80.000 zukunftssichere Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Industrie entstehen. Alleine dieses Jahr wird die Branche mehr als eine Milliarde Euro investieren. Besonders in Europa und Japan entwickelt die Industrie neue Techniken und baut Produktionsstätten. Für diese Entwicklung sind zuverlässige staatliche Fördermaßnahmen zur Absicherung der Investitionen von großer Bedeutung, wie sie Deutschland, Japan, die USA und China bieten.
Deutschland nimmt weltweit eine Spitzenstellung in Bezug auf die installierte Leistung ein. Schon jetzt sind Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 1500 Megawatt auf deutschen Dächern oder Fassaden installiert, davon wurden allein im letzten Jahr knapp die Hälfte angeschlossen. Weltweit war im Jahr 2005 der Rekordwert von 5000 Megawatt installiert - dies entspricht der Leistung von zehn durchschnittlichen Kohlekraftwerken. Quelle: GREENPEACE 2006
Das belegt eine Studie, die Greenpeace gemeinsam mit dem europäischen Solarindustrieverband (EPIA) auf der internationalen Solarenergie-Konferenz in Dresden veröffentlicht. Der Studie zufolge ist Solarenergie ein ernstzunehmender Konkurrent auf dem Elektrizitätsmarkt geworden, da die Technik Fortschritte gemacht hat, der Wettbewerb unter den Anbietern zunimmt und in neue Poduktionskapazitäten investitiert wird.
Der weltweite Ausbau der umweltfreundlichen Energie würde erhebliche Mengen des gefährlichen Treibhausgases Kohlendioxid einsparen - ab 2025 jährlich 350 Millionen Tonnen. Das entspricht der Menge, die 140 Kohlekraftwerke ausstoßen oder etwa 40 Prozent der derzeitigen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland. In Deutschland würden bis zum Jahr 2025 mehr als 80.000 zukunftssichere Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Industrie entstehen. Alleine dieses Jahr wird die Branche mehr als eine Milliarde Euro investieren. Besonders in Europa und Japan entwickelt die Industrie neue Techniken und baut Produktionsstätten. Für diese Entwicklung sind zuverlässige staatliche Fördermaßnahmen zur Absicherung der Investitionen von großer Bedeutung, wie sie Deutschland, Japan, die USA und China bieten.
Deutschland nimmt weltweit eine Spitzenstellung in Bezug auf die installierte Leistung ein. Schon jetzt sind Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 1500 Megawatt auf deutschen Dächern oder Fassaden installiert, davon wurden allein im letzten Jahr knapp die Hälfte angeschlossen. Weltweit war im Jahr 2005 der Rekordwert von 5000 Megawatt installiert - dies entspricht der Leistung von zehn durchschnittlichen Kohlekraftwerken. Quelle: GREENPEACE 2006
8.9.06
(Finanzen) Die ideale Kombination
Im Prinzip wäre es so einfach: Man nehme einen Fondssparplan, bestücke ihn mit Indexaktien und zahle regelmässig ein. Doch die Fondsanbieter vergällen den Spass. K-Geld zeigt in seiner aktuellen Ausgabe (4-06), wie es dennoch geht. Als Verfasser zeichnet der Blogautor.
Indexaktien, neudeutsch auch Exchange Traded Funds (ETF), sind die in den meisten Fällen passenden Fonds, um Geld anzulegen. Und damit über die Jahre hinweg realistischerweise auf ansehnlichen Vermögenszuwachs zu hoffen. Solche ETF haben in den vergangenen Jahren einen wahren Siegeszug im Finanzwesen angetreten. Diese Spielart von Anlagefonds zeigt Merkmale, die Kleinanlegern ebenso wie grossen Investoren (Pensionskassen, andere Fonds) entgegen kommen:
- ETF sind transparent
- Sie sind kostengünstig
- Sie weisen durchschnittlich gute Renditen auf
- ETF sind an der Börse handelbar
Genug Gründe also, die an der Börse auch als Indexaktien bezeichneten ETF gezielt für den Vermögensaufbau einzusetzen. Was viele unabhängige Finanzexperten unterdessen auch propagieren. Im Gegensatz zu den Banken allerdings, die ihrer Kundschaft lieber in erster Linie eigene Produkte und die teureren ins Depot legen. So liesse sich zusammenfassen, was Finanzguru Erwin Heri seit Jahren als geeignete Anlagestrategie predigt. Mindestens zwei Drittel der Anlagen sollten auf Indexprodukten beruhen und allenfalls die verbleibenden Mittel sind für aktiv verwaltete Anlagen, seien es nun entsprechende Fonds oder gar einzelne Aktien, einzusetzen.
Es fehlt aber noch Baustein zwei der gar nicht so komplizierten Strategie für den langfristigen Vermögensaubau. Fondssparplan heisst hier das Stichwort, bei verschiedenen Banken auch simpel als Fondskonto geführt. Denn solche Pläne sind nur dann sinnvoll, wenn sie dem Sparer oder der Sparerin volle Freiheit im Rhythmus der Anlage, in der Höhe der Beträge und in der Laufzeit belassen. Mit anderen Worten: Wo Plansummen im Spiele sind, gilt «Hände weg!», denn in diesen Fällen ist der Ausstieg schwierig und die Kosten sind sowohl intransparent wie unverhältnismässig hoch.
Indexaktien, neudeutsch auch Exchange Traded Funds (ETF), sind die in den meisten Fällen passenden Fonds, um Geld anzulegen. Und damit über die Jahre hinweg realistischerweise auf ansehnlichen Vermögenszuwachs zu hoffen. Solche ETF haben in den vergangenen Jahren einen wahren Siegeszug im Finanzwesen angetreten. Diese Spielart von Anlagefonds zeigt Merkmale, die Kleinanlegern ebenso wie grossen Investoren (Pensionskassen, andere Fonds) entgegen kommen:
- ETF sind transparent
- Sie sind kostengünstig
- Sie weisen durchschnittlich gute Renditen auf
- ETF sind an der Börse handelbar
Genug Gründe also, die an der Börse auch als Indexaktien bezeichneten ETF gezielt für den Vermögensaufbau einzusetzen. Was viele unabhängige Finanzexperten unterdessen auch propagieren. Im Gegensatz zu den Banken allerdings, die ihrer Kundschaft lieber in erster Linie eigene Produkte und die teureren ins Depot legen. So liesse sich zusammenfassen, was Finanzguru Erwin Heri seit Jahren als geeignete Anlagestrategie predigt. Mindestens zwei Drittel der Anlagen sollten auf Indexprodukten beruhen und allenfalls die verbleibenden Mittel sind für aktiv verwaltete Anlagen, seien es nun entsprechende Fonds oder gar einzelne Aktien, einzusetzen.
Es fehlt aber noch Baustein zwei der gar nicht so komplizierten Strategie für den langfristigen Vermögensaubau. Fondssparplan heisst hier das Stichwort, bei verschiedenen Banken auch simpel als Fondskonto geführt. Denn solche Pläne sind nur dann sinnvoll, wenn sie dem Sparer oder der Sparerin volle Freiheit im Rhythmus der Anlage, in der Höhe der Beträge und in der Laufzeit belassen. Mit anderen Worten: Wo Plansummen im Spiele sind, gilt «Hände weg!», denn in diesen Fällen ist der Ausstieg schwierig und die Kosten sind sowohl intransparent wie unverhältnismässig hoch.
31.8.06
(Umwelt) Bäume – ein Projekt für hier und dort
Die Schweiz hat früh ihren Wald geschützt und damit einen Baustein für eine zumindest vergleichsweise nachhaltige Entwicklung gelegt. Die Staaten im Sahel hatten weniger Glück. Die Wüste ist dort munter im Vormarsch, worauf auch das aktuelle UNO-Jahr der Wüste hinweist. Der Verein Newtree aber packt es an und unterstützt die lokale Bevölkerung in ihrem Bemühen um Wiederaufforstung. Und leistet damit auch einen Beitrag an die Reduktion der ausgestossenen CO2-Schadstoffe, derzeit rund 200 Tonnen jährlich.
In diesen Wochen tourt die Newtree-Projektleiterin vor Ort durch die Deutschschweiz und informiert über ihre Arbeit. Drei Viertel der wiederaufgeforsteten Fläche ist lokaler Mischwald, ein Viertel kann gemäss Wunsch der beteiligten Dorfbevölkerung intensiver genutzt werden. So wird zum Beispiel Gras angepflanzt für die Fütterung der Tiere, die in der langen Trockenzeit eben immer auch zum Feind der Wiederanpflanzungen werden. Dort liegt auch der Kern des Projekts, es sorgt für die Finanzierung der den Wald schützenden Hecken aus Eisenpfählen und Drahtgeflechten. Für die lokale Bevölkerung eine nicht finanzierbare Investition. Dafür macht sie alles übrige – gräbt also die Löcher für die Pfosten, flicht den Haag und installiert ihn, wo nötig unter Beratung der Newtree-MitarbeiterInnen.
Nach einigen Jahren dann werden die Erfolge sichtbar, so viel Zeit muss sein. Die Organisation kann nach fünf Jahren Tätigkeit auf 100 Hektaren gepflanzten Waldes hinweisen, der nun schon eine Nutzung erlaubt. So auch als Standort für Bienenkästen, so dass die Imkerei plötzlich zu einer wichtigen Einkommensquelle werden kann. Auch Kräutergarten wurden schon angelegt. Begleitende Massnahmen sorgen schliesslich dafür, dass die Projekterfolge nicht andersweitig verpuffen. Beispielsweise werden die Frauen darin unterstützt, neue Kochstellen – allesamt mit lokalen Materialien – zu erstellen. Das senkt den Holzverbrauch um rund die Hälfte. Und verlängert die Lebenschancen des noch bestehenden oder neu gepflanzten Holzbestands.
Über Newtree informieren weitere Veranstaltungen, während die Website www.newtree.ch alle nötigen Infos und Kontakte herstellt:
- Basel 31.8. – 18.30h Tropeninstitut
- Sarnen 7.9. – 19.30h Ev.-ref. Gemeindesaal
- Winterthur 8.9. – 19.30h Nord-Südhaus
- Baar 13.9. – 19.30h Rathus Schüür
In diesen Wochen tourt die Newtree-Projektleiterin vor Ort durch die Deutschschweiz und informiert über ihre Arbeit. Drei Viertel der wiederaufgeforsteten Fläche ist lokaler Mischwald, ein Viertel kann gemäss Wunsch der beteiligten Dorfbevölkerung intensiver genutzt werden. So wird zum Beispiel Gras angepflanzt für die Fütterung der Tiere, die in der langen Trockenzeit eben immer auch zum Feind der Wiederanpflanzungen werden. Dort liegt auch der Kern des Projekts, es sorgt für die Finanzierung der den Wald schützenden Hecken aus Eisenpfählen und Drahtgeflechten. Für die lokale Bevölkerung eine nicht finanzierbare Investition. Dafür macht sie alles übrige – gräbt also die Löcher für die Pfosten, flicht den Haag und installiert ihn, wo nötig unter Beratung der Newtree-MitarbeiterInnen.
Nach einigen Jahren dann werden die Erfolge sichtbar, so viel Zeit muss sein. Die Organisation kann nach fünf Jahren Tätigkeit auf 100 Hektaren gepflanzten Waldes hinweisen, der nun schon eine Nutzung erlaubt. So auch als Standort für Bienenkästen, so dass die Imkerei plötzlich zu einer wichtigen Einkommensquelle werden kann. Auch Kräutergarten wurden schon angelegt. Begleitende Massnahmen sorgen schliesslich dafür, dass die Projekterfolge nicht andersweitig verpuffen. Beispielsweise werden die Frauen darin unterstützt, neue Kochstellen – allesamt mit lokalen Materialien – zu erstellen. Das senkt den Holzverbrauch um rund die Hälfte. Und verlängert die Lebenschancen des noch bestehenden oder neu gepflanzten Holzbestands.
Über Newtree informieren weitere Veranstaltungen, während die Website www.newtree.ch alle nötigen Infos und Kontakte herstellt:
- Basel 31.8. – 18.30h Tropeninstitut
- Sarnen 7.9. – 19.30h Ev.-ref. Gemeindesaal
- Winterthur 8.9. – 19.30h Nord-Südhaus
- Baar 13.9. – 19.30h Rathus Schüür
26.8.06
(Finanzen) Auf dem Weg aus der Nische
An der Börse Geld verdienen und gleichzeitig Gutes tun - für immer mehr Anlegern eine attraktive Kombination. Sie möchten nur in Firmen investieren, die umweltschonend arbeiten und sich sozial engagieren. Gute Renditen sind möglich - doch ein kritischer Blick auf die Anlagekriterien tut Not. So auf jeden Fall der Kommentar von Spiegel Online, einer der meistgelesenen Websites im deutschsprachigen Raum.
Denn es spricht sich herum, dass sich mit diesem Anspruch auch gute Renditen erzielen lassen. Das Vorurteil, dass die Gewinne nachhaltiger Fonds geringer ausfallen als die konventioneller Anlagen, konnte inzwischen gründlich ausgeräumt werden. Das bestätigt auch der Fondsdauertest der Stiftung Warentest, der einen Überblick über Risiko, Anlageschwerpunkte und Wertentwicklung gibt. Dort ist gut ablesbar, dass Anleger für ein gutes Gewissen keineswegs auf Rendite verzichtet müssen.
Die Nachfrage steigt, so dass immer mehr Fonds aufgelegt werden, die soziale, ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen. Umso komplizierter wird es allerdings für Privatanleger, den richtigen Fonds zu finden. Neben den üblichen Anlagekriterien Sicherheit, Flexibilität und Rendite muss geprüft werden, ob der Fonds die ethischen und sozialen Ansprüche erfüllt. Dabei ist Vorsicht geboten: Viele Fondsgesellschaften stellen ihr Portfolio nach der so genannten "Best in Class"-Methode zusammen. Das bedeutet, dass sie die ethisch-ökologisch besten Vertreter verschiedener Branchen auswählen. So kann es passieren, dass Energiekonzerne oder Autoproduzenten im Fonds landen, weil sie die besten ihrer Branche sind, aber dennoch nicht nachhaltig umweltfreundlich produzieren.
Transparenter und überschaubarer für den Anleger sind Fonds, die bestimmte Branchen ganz ausschließen. Sie investieren zum Beispiel nicht in Waffentechnik, Atomkraft, Alkohol oder Tabak. Wer sicher gehen will, sollte sich die Zusammensetzung der Fonds genau ansehen. Das geht meist per Mausklick im Internet, wo Fondsgesellschaften detaillierte Porträts der Investments bereithalten. Quelle: ddp / www.spiegel.de
Denn es spricht sich herum, dass sich mit diesem Anspruch auch gute Renditen erzielen lassen. Das Vorurteil, dass die Gewinne nachhaltiger Fonds geringer ausfallen als die konventioneller Anlagen, konnte inzwischen gründlich ausgeräumt werden. Das bestätigt auch der Fondsdauertest der Stiftung Warentest, der einen Überblick über Risiko, Anlageschwerpunkte und Wertentwicklung gibt. Dort ist gut ablesbar, dass Anleger für ein gutes Gewissen keineswegs auf Rendite verzichtet müssen.
Die Nachfrage steigt, so dass immer mehr Fonds aufgelegt werden, die soziale, ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen. Umso komplizierter wird es allerdings für Privatanleger, den richtigen Fonds zu finden. Neben den üblichen Anlagekriterien Sicherheit, Flexibilität und Rendite muss geprüft werden, ob der Fonds die ethischen und sozialen Ansprüche erfüllt. Dabei ist Vorsicht geboten: Viele Fondsgesellschaften stellen ihr Portfolio nach der so genannten "Best in Class"-Methode zusammen. Das bedeutet, dass sie die ethisch-ökologisch besten Vertreter verschiedener Branchen auswählen. So kann es passieren, dass Energiekonzerne oder Autoproduzenten im Fonds landen, weil sie die besten ihrer Branche sind, aber dennoch nicht nachhaltig umweltfreundlich produzieren.
Transparenter und überschaubarer für den Anleger sind Fonds, die bestimmte Branchen ganz ausschließen. Sie investieren zum Beispiel nicht in Waffentechnik, Atomkraft, Alkohol oder Tabak. Wer sicher gehen will, sollte sich die Zusammensetzung der Fonds genau ansehen. Das geht meist per Mausklick im Internet, wo Fondsgesellschaften detaillierte Porträts der Investments bereithalten. Quelle: ddp / www.spiegel.de
24.8.06
(Umwelt) Neue Wirtschaftskonzepte gefragt
Der Büchermarkt wird in dieser Zeit überschwemmt mit Neuerscheinungen zu grundlegenden Konzepten der Ökonomie. Stellvertretend sei auf zwei Veröffentlichungen hingewiesen, die zwar Ratlosigkeit erkennen lassen, zumindest aber aufzeigen, wohin die Richtung gehen sollte. In «Fegefeuer des Marktes – Die Zukunft des Kapitalismus», einem Reader von bereits in der Zeit erschienenen Artikeln, sind die Ansätze breit gestreut (Herausgeber Jens Jessen, Pantheon Verlag). Klar ist nur: «Ohne wirtschaftliche Entwicklung können wir nicht leben. Aber gleichzeitig droht die entfesselte Ökonomie, unsere ökologischen und kulturellen Grundlagen zu zerstören.»
Und deutlich wird auch: Die marxistische Ideologie hat sich bereits erledigt. Nun greift die Einsicht, dass auch der Neoliberalismus eine solch lebensfeindliche Konstruktion darstellt, die auf dem Scheiterhaufen der Geschichte landen wird. Ohne Kämpfe wird das allerdings nicht abgehen und entschieden ist die Sache auch noch nicht. Nur Kompromisse oder Formen der Kooperation in Ergänzung des Konkurrenzprinzips sind demgegenüber zukunftsträchtig. Wobei solche Kooperationen in Zeiten der Globalisierung schwieriger zu realisieren sind, wird ein Ausweichen doch mit dem Hinweis auf eben diese legitimiert. Die Teilhabe an den Früchten des Fortschritts wird aber immer auch Anreiz sein, diesen nicht grundsätzlich zu verhindern. M.a.W. Solange jede(r) profitiert, funktioniert das Ganze auch. Was in diesen Jahren mehr denn je in Frage gestellt zu sein scheint.
Ebenso in Frage steht der Nutzen unserer Ueberflussgesellschaft angesichts der vielen unbequemen Begleiterscheinungen des Kapitalismus. Das Ausklinken aus der Geldwirtschaft, die alles und jedes kommerzialisiert, ist u.a. Thema des schon etwas älteren Buches «Zukunft kann man nicht kaufen» (Arno Gahrmann und Henning Osmers, Horlemann-Verlag 2004). Da hatte schon ein Beitrag bei Jensen festgestellt; «Unentgeltlichkeit würde die alte Ordnung des Eigennutzes und Profits umstossen.» Und im zweiten besprochenen Buch steht die Kostenorientierung am Pranger statt eines Qualitätswettbewerbs, der den Zwang die (Arbeits) -kosten zu minimieren, vermindert.
Und deutlich wird auch: Die marxistische Ideologie hat sich bereits erledigt. Nun greift die Einsicht, dass auch der Neoliberalismus eine solch lebensfeindliche Konstruktion darstellt, die auf dem Scheiterhaufen der Geschichte landen wird. Ohne Kämpfe wird das allerdings nicht abgehen und entschieden ist die Sache auch noch nicht. Nur Kompromisse oder Formen der Kooperation in Ergänzung des Konkurrenzprinzips sind demgegenüber zukunftsträchtig. Wobei solche Kooperationen in Zeiten der Globalisierung schwieriger zu realisieren sind, wird ein Ausweichen doch mit dem Hinweis auf eben diese legitimiert. Die Teilhabe an den Früchten des Fortschritts wird aber immer auch Anreiz sein, diesen nicht grundsätzlich zu verhindern. M.a.W. Solange jede(r) profitiert, funktioniert das Ganze auch. Was in diesen Jahren mehr denn je in Frage gestellt zu sein scheint.
Ebenso in Frage steht der Nutzen unserer Ueberflussgesellschaft angesichts der vielen unbequemen Begleiterscheinungen des Kapitalismus. Das Ausklinken aus der Geldwirtschaft, die alles und jedes kommerzialisiert, ist u.a. Thema des schon etwas älteren Buches «Zukunft kann man nicht kaufen» (Arno Gahrmann und Henning Osmers, Horlemann-Verlag 2004). Da hatte schon ein Beitrag bei Jensen festgestellt; «Unentgeltlichkeit würde die alte Ordnung des Eigennutzes und Profits umstossen.» Und im zweiten besprochenen Buch steht die Kostenorientierung am Pranger statt eines Qualitätswettbewerbs, der den Zwang die (Arbeits) -kosten zu minimieren, vermindert.
20.8.06
(Umwelt) Gewaltiges Potenzial für Erneuerbare
Die deutsche Bundesregierung will bis 2020 "mindestens 20 Prozent des Stroms in Deutschland regenerativ gewinnen". Herman Scheer, Präsident von Eurosolar und Träger des Alternativen Nobelpreises vertritt die Meinung, dass dieses Ziel schon 2012 erreicht sein und bis 2020 schon 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden könne. Eine Vorgabe, die sich auch für die Schweiz rechnen liesse – im Falle Deutschlands schlägt Scheer vor:
20.000 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 4,5 MW könnten rund 200 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen (etwa ein Drittel des Bedarfs). Dann könnte ein Großteil der etwa 200.000 Hochspannungsmasten abgebaut werden - ein Gewinn für die Landschaft, wenn Großkraftwerke durch Windräder und andere Anlagen zur Erzeugung erneuerbaren Energien ersetzt werden.
Potenzial auch bei der Wasserkraft, wie hierzulande: In Deutschland gibt es zur Zeit 6.000 Kleinwasserkraftwerke - vor 100 Jahren waren es 60.000. Mit 30.000 neuen Wasserkraftwerken ließen sich 10.000 MW Leistung installieren. So könnten 50 weitere Milliarden Kilowattstunden Strom gewonnen werden. Bis 2020 können 4.000 MW Elektrizität durch Geothermie erzeugt werden. Damit könnten zugleich 25 Milliarden Kilowattstunden Wärme erzeugt werden.
Wenn die derzeitige Wachstumsdynamik der Photovoltaik bis 2020 anhält ist eine Gesamtkapazität von 20.000 MW möglich. Über Kraft-Wärme-Kopplung wird zur Zeit nur 10 Prozent des Stroms gewonnen. Dieser Anteil kann verdreifacht werden. Die Niederlande haben diesen Anteil schon heute. Außerdem kann Bioenergie in Hybridanlagen, die mit Windkraft gekoppelt sind, eingesetzt werden. Das heißt: Bis 2020 können in Deutschland alle AKWs abgeschaltet und kein einziges konventionelles Kraftwerk muss neu errichtet werden. Ein entscheidender Vorteil dieser Strategie für erneuerbaren Energien: Die Anlagen für können gefahrlos in wenigen Wochen errichtet werden, während die Genehmigungsverfahren alter komplizierter Kraftwerke bis zu einem Jahrzehnt und länger dauern. Quelle: www.sonnenseite.com
20.000 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 4,5 MW könnten rund 200 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen (etwa ein Drittel des Bedarfs). Dann könnte ein Großteil der etwa 200.000 Hochspannungsmasten abgebaut werden - ein Gewinn für die Landschaft, wenn Großkraftwerke durch Windräder und andere Anlagen zur Erzeugung erneuerbaren Energien ersetzt werden.
Potenzial auch bei der Wasserkraft, wie hierzulande: In Deutschland gibt es zur Zeit 6.000 Kleinwasserkraftwerke - vor 100 Jahren waren es 60.000. Mit 30.000 neuen Wasserkraftwerken ließen sich 10.000 MW Leistung installieren. So könnten 50 weitere Milliarden Kilowattstunden Strom gewonnen werden. Bis 2020 können 4.000 MW Elektrizität durch Geothermie erzeugt werden. Damit könnten zugleich 25 Milliarden Kilowattstunden Wärme erzeugt werden.
Wenn die derzeitige Wachstumsdynamik der Photovoltaik bis 2020 anhält ist eine Gesamtkapazität von 20.000 MW möglich. Über Kraft-Wärme-Kopplung wird zur Zeit nur 10 Prozent des Stroms gewonnen. Dieser Anteil kann verdreifacht werden. Die Niederlande haben diesen Anteil schon heute. Außerdem kann Bioenergie in Hybridanlagen, die mit Windkraft gekoppelt sind, eingesetzt werden. Das heißt: Bis 2020 können in Deutschland alle AKWs abgeschaltet und kein einziges konventionelles Kraftwerk muss neu errichtet werden. Ein entscheidender Vorteil dieser Strategie für erneuerbaren Energien: Die Anlagen für können gefahrlos in wenigen Wochen errichtet werden, während die Genehmigungsverfahren alter komplizierter Kraftwerke bis zu einem Jahrzehnt und länger dauern. Quelle: www.sonnenseite.com
16.8.06
(Umwelt) Ab jetzt klimaneutral Auto fahren!
Die Auto-Teilet-Organisation Mobility macht die direkte Kompensation umweltschädlichen Autofahrens möglich. Ab anfangs September steht es allen Mobility-NutzerInnen frei, für gefahrene Kilometer zwei Rappen in Klimaschutzprojekte einzuzahlen und damit die CO2-Emmission ihrer Autofahrt zu kompensieren. Bislang war das nur im Flugverkehr so einfach möglich.
Wie in der Luft kommen die Kompensationszahlungen auch bei der automobilen Variante «myclimate – The Climate Protection Partnership» zugute. Diese Organisation wiederum, die aus dem Zusammenschluss früher konkurrierender Initiativen hervor gegangen ist, lenkt das Geld in einen Fonds für Klimaschutzprojekte. Von dort aus gelangen die Gelder an Vorhaben in aller Welt. Beispielsweise unterstützt myclimate auf Sumatra ein altes Wasserkraftwerk, das nunmehr totalsaniert werden kann und danach immerhin 1,15 Megawatt Stromleistung liefern wird, klimaneutral wohlgemerkt.
Gemäss dem neuesten Journal geht Mobility mit gutem Beispiel voran und kompensiert alle firmeninternen Fahrten bereits seit Jahresbeginn. Das wird rund 16'000 CHF für Klimaprojekte frei machen. Mitglieder können nun also nachziehen, erfreulicherweise auf besonders einfache Art und Weise. Künftig genügt es bei der Reservation im Internet, einfach die entsprechende Angabe zu machen. Und wer noch nicht Mitglied bei Mobility ist, findet alle Informationen unter www.mobility.ch.
Wie in der Luft kommen die Kompensationszahlungen auch bei der automobilen Variante «myclimate – The Climate Protection Partnership» zugute. Diese Organisation wiederum, die aus dem Zusammenschluss früher konkurrierender Initiativen hervor gegangen ist, lenkt das Geld in einen Fonds für Klimaschutzprojekte. Von dort aus gelangen die Gelder an Vorhaben in aller Welt. Beispielsweise unterstützt myclimate auf Sumatra ein altes Wasserkraftwerk, das nunmehr totalsaniert werden kann und danach immerhin 1,15 Megawatt Stromleistung liefern wird, klimaneutral wohlgemerkt.
Gemäss dem neuesten Journal geht Mobility mit gutem Beispiel voran und kompensiert alle firmeninternen Fahrten bereits seit Jahresbeginn. Das wird rund 16'000 CHF für Klimaprojekte frei machen. Mitglieder können nun also nachziehen, erfreulicherweise auf besonders einfache Art und Weise. Künftig genügt es bei der Reservation im Internet, einfach die entsprechende Angabe zu machen. Und wer noch nicht Mitglied bei Mobility ist, findet alle Informationen unter www.mobility.ch.
12.8.06
Der neue Ratgeber
Ganz neu aus der Finanz- und Medienwerkstatt, der Beobachter-Ratgeber zu Fragen der Vorsorge und des richtigen Umgangs mit Geld bei der Pensionierung.
Der Ratgeber kostet 36 CHF und ist in jeder grösseren Buchhandlung erhältlich oder auch direkt über www.beobachter.ch zu bestellen.
Der Ratgeber kostet 36 CHF und ist in jeder grösseren Buchhandlung erhältlich oder auch direkt über www.beobachter.ch zu bestellen.
7.8.06
(Umwelt) 2005 weltweit 30 Milliarden Euro in Ökoenergien investiert
Das Jahr 2005 war ein Rekordjahr für erneuerbare Energien: die Investitionen in diesen Bereich stiegen von 30 Mrd. US-Dollar (ca. 24 Mrd. Euro) im Jahr 2004 auf 38 Mrd. US-Dollar (ca. 30,2 Mrd. Euro) in 2005. Das meldet die Pariser REN21 (Renewable Energy Policy Network) mit Bezug auf ihre aktuelle Studie „Global Status Report“.
Gleichzeitig sei die installierte Windkraftleistung weltweit um 24 Prozent auf insgesamt 59 GW gestiegen. Zudem sind Biokraftstoffe auf dem Vormarsch: während in den USA 2005 Rekordzahlen bei den produzierten Ethanol-Fahrzeugen erreicht wurden, stieg die Biodiesel-Produktion weltweit um 85 Prozent, so die Studienergebnisse. Deutschland nehme im Photovoltaiksektor mit mehr als 200.000 Solardächern den Spitzenplatz im Zubau von Solarenergie ein. Weltweit sei die Zahl der netzgebundenen Solaranlagen um 55 Prozent angestiegen.
REN21 schätzt im Global Status Report, dass mindestens 85 Unternehmen aus der regenerativen Energiebranche einen Marktwert von über 40 Mio. US-Dollar (ca. 32 Mio. Euro) haben (2004: 60 Unternehmen). Der Marktwert aller Konzerne in dieser Kategorie wird auf 50 Mrd. US-Dollar (ca. 39,7 Mrd. Euro) geschätzt, was eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr darstelle. Die PV- (ca. 6 Mrd. US-Dollar, 4,8 Mrd. Euro) wie auch die Biokraftstoffindustrie (mehr als 1 Mrd. US-Dollar, 0,8 Mrd. Euro) hat den Ergebnissen zufolge im letzten Jahr Rekordsummen in neue Anlagen und Ausrüstung investiert. Quelle: www.sonnenseite.com / www.iwr.de
Gleichzeitig sei die installierte Windkraftleistung weltweit um 24 Prozent auf insgesamt 59 GW gestiegen. Zudem sind Biokraftstoffe auf dem Vormarsch: während in den USA 2005 Rekordzahlen bei den produzierten Ethanol-Fahrzeugen erreicht wurden, stieg die Biodiesel-Produktion weltweit um 85 Prozent, so die Studienergebnisse. Deutschland nehme im Photovoltaiksektor mit mehr als 200.000 Solardächern den Spitzenplatz im Zubau von Solarenergie ein. Weltweit sei die Zahl der netzgebundenen Solaranlagen um 55 Prozent angestiegen.
REN21 schätzt im Global Status Report, dass mindestens 85 Unternehmen aus der regenerativen Energiebranche einen Marktwert von über 40 Mio. US-Dollar (ca. 32 Mio. Euro) haben (2004: 60 Unternehmen). Der Marktwert aller Konzerne in dieser Kategorie wird auf 50 Mrd. US-Dollar (ca. 39,7 Mrd. Euro) geschätzt, was eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr darstelle. Die PV- (ca. 6 Mrd. US-Dollar, 4,8 Mrd. Euro) wie auch die Biokraftstoffindustrie (mehr als 1 Mrd. US-Dollar, 0,8 Mrd. Euro) hat den Ergebnissen zufolge im letzten Jahr Rekordsummen in neue Anlagen und Ausrüstung investiert. Quelle: www.sonnenseite.com / www.iwr.de
4.8.06
(Medien) Internet mit Sprengkraft
Zweifellos war stets auch der Wunsch Vater des Gedankens, aber nicht nur: Hinweise auf die subversive Kraft des Internets hat es immer wieder gegeben und wurden auch hier wiederholt dokumentiert. Neuester Beleg ist die Entwicklung des Buchmarktes in den USA. Werden Print- und elektronischen Medien immer stärker durch die mit immensen Geldbeträgen alimentierte Propagandawelle der Ultrarechten unterhöhlt, gibt es dank des Internets eine Gegenbewegung. Die NZZ illustriert diese in der Beilage vom 4.August – sinnigerweise im Feuillton und nicht in der gleichentags erschienenen Spezialseite «Medien und Informatik».
Online-Kolumnist Glenn Greenwald erhielt demnach die Chance, auf der Grundlage seines Blogs (Unclaimed Territory) zu den Praktiken der Regierung Bush ein Buch zu verfassen. Die glaubwürdige Informationsquelle stand wie das ganze Internet Pate, das Buch zu lancieren – noch eigentlich, bevor es gedruckt war. Und prompt landete es weit oben in den Bestsellerlisten, wie andre Schriften aus dem liberalen Lager, die vor allem via Internet öffentliche Aufmerksam-keit generierten.
Dank der schon weit verbreiteten und beachteten Bloggerszene ist also in den USA möglich, was man füglich für Euorpa erhoffen darf – und zu dessen Entwicklung der Autor dieser Zeilen seinen bescheidenen Beitrag entrichten will. Das Internet soll Raum schaffen für jene In-formationen und Meinungen, die es wegen der Kommerzialierung der herkömmlichen Medien wie auch deren Instrumentalisierung für bestimmte Interessen immer schwerer haben. Dazu gehören Bücher ebenso wie Kommentare oder Konsumentenschutzinformationen.
Online-Kolumnist Glenn Greenwald erhielt demnach die Chance, auf der Grundlage seines Blogs (Unclaimed Territory) zu den Praktiken der Regierung Bush ein Buch zu verfassen. Die glaubwürdige Informationsquelle stand wie das ganze Internet Pate, das Buch zu lancieren – noch eigentlich, bevor es gedruckt war. Und prompt landete es weit oben in den Bestsellerlisten, wie andre Schriften aus dem liberalen Lager, die vor allem via Internet öffentliche Aufmerksam-keit generierten.
Dank der schon weit verbreiteten und beachteten Bloggerszene ist also in den USA möglich, was man füglich für Euorpa erhoffen darf – und zu dessen Entwicklung der Autor dieser Zeilen seinen bescheidenen Beitrag entrichten will. Das Internet soll Raum schaffen für jene In-formationen und Meinungen, die es wegen der Kommerzialierung der herkömmlichen Medien wie auch deren Instrumentalisierung für bestimmte Interessen immer schwerer haben. Dazu gehören Bücher ebenso wie Kommentare oder Konsumentenschutzinformationen.
30.7.06
(Umwelt) Größtes Photovoltaikkraftwerk der Welt entsteht in Spanien
Im September diesen Jahres will das holländische Unternehmen Ecostream mit dem Bau des weltweit größten Photovoltaikkraftwerks beginnen. Auftraggeber für das in seiner ersten Ausbaustufe 14 Megawatt große Projekt ist das Energieunternehmen Globasol aus Madrid. Insgesamt soll die Anlage in Lobosillo, einem kleinen Dorf bei Murcia, auf 60 Megawatt Solarpower ausgebaut werden. Zum Vergleich: Alle rund 90 bestehenden Photovoltaikanlagen in Zürich, die Strom an das EWZ abliefern, bringen es zusammen auf rund drei Megawatt.
Die ersten 140 Teilsysteme des Kraftwerks in Spanien mit Leistungen von je 100 Kilowatt sollen ab Sommer 2007 erstmals Strom liefern. Dann werden 83.000 Solarmodule der chinesischen Hersteller Yingli Solar und Top Solar montiert sein. Ecostream ist an weiteren spanischen Photovoltaik-Großprojekten mit einer Gesamtleistung von neun Megawatt in Sevilla, Badajoz und Ciudad Real beteiligt. Auffällig an dieser Grossanlage: Einerseits die bereits bedeutende Stellung, die chinesische Zulieferer einnehmen sowie die Schnelligkeit, mit der das Werk erstellt werden kann. Quelle: www.sonnenseite.com
Die ersten 140 Teilsysteme des Kraftwerks in Spanien mit Leistungen von je 100 Kilowatt sollen ab Sommer 2007 erstmals Strom liefern. Dann werden 83.000 Solarmodule der chinesischen Hersteller Yingli Solar und Top Solar montiert sein. Ecostream ist an weiteren spanischen Photovoltaik-Großprojekten mit einer Gesamtleistung von neun Megawatt in Sevilla, Badajoz und Ciudad Real beteiligt. Auffällig an dieser Grossanlage: Einerseits die bereits bedeutende Stellung, die chinesische Zulieferer einnehmen sowie die Schnelligkeit, mit der das Werk erstellt werden kann. Quelle: www.sonnenseite.com
27.7.06
(Umwelt) Photovoltaik in zehn Jahren billiger als konventioneller Strom!
Weltweit arbeiten Wissenschaftler an effizienteren Solarzellen sowie an der Produktion von Solarzellen, für die weniger Silizium gebraucht wird. Einige Forscher versuchen Silizium durch das chemische Element Germanium zu ersetzen. Andere experimentieren mit bisherigen Silizium-Abfällen und wollen dadurch aus Solarfabriken, die bisher 1.000 Tonnen Silizium pro Jahr produzierten, 5000-Tonnen-Silizium-Fabriken machen.
BP Solar hat ein neues Verfahren zur Kristallisation von Silizium entwickelt, das den Wirkungsgrad von Solarzellen und-Modulen in der Relation zu multikristallinem Silizium deutlich steigern soll. In einer BP-Pressemitteilung heißt es: Das "Mono2" genannte Verfahren erweitere die Kompetenz von BP Solar zur Siliziumverarbeitung und Solarwafer-Herstellung, den Schlüsseltechnologien der Zukunft. Solarzellen aus nach dem Mono2-Verfahren gefertigten Wafern könnten in Kombination mit weiteren Vorzügen der BP Solar-Fertigungstechnologie fünf bis acht Prozent mehr leisten als herkömmlich produzierte Solarzellen. Dies bedeute eine entsprechende Steigerung der Modulleistung und eine wesentliche Kostensenkung für Solarstromanlagen. Die ersten Module der neuen Technologie sollen 2007 auf den Markt kommen.
City Solar im deutschen Bad Kreuznach kündigt gar eine "Revolution" in der Herstellung von Reinstsilizium an. Ihren Forschern ist es gelungen, einen neuen Prozess zur Erzeugung von solarfähigem Silizium zu entwickeln. Damit soll das bisherige teure und aufwändige "Siemens-Verfahren" bei der herkömmlichen Silizium-Produktion überwunden werden. Dieser revolutionäre Produktionsprozess würde auch zu enormen Preisreduktionen führen. Die Forscher gehen davon aus, dass mit ihrer Technik in zehn bis 15 Jahren Photovoltaikstrom preisgünstiger als herkömmlicher Strom produziert werden kann. Die erste Fabrik, in der das neue integrierte Silizium-Waferkonzept umgesetzt wird, soll noch im Jahr 2006 im Chemiepark Bitterfeld in Bau gehen. Produktionsziel: 2.500 Tonnen solarfähiges Silizium pro Jahr. Quelle: www.sonnenseite.com
BP Solar hat ein neues Verfahren zur Kristallisation von Silizium entwickelt, das den Wirkungsgrad von Solarzellen und-Modulen in der Relation zu multikristallinem Silizium deutlich steigern soll. In einer BP-Pressemitteilung heißt es: Das "Mono2" genannte Verfahren erweitere die Kompetenz von BP Solar zur Siliziumverarbeitung und Solarwafer-Herstellung, den Schlüsseltechnologien der Zukunft. Solarzellen aus nach dem Mono2-Verfahren gefertigten Wafern könnten in Kombination mit weiteren Vorzügen der BP Solar-Fertigungstechnologie fünf bis acht Prozent mehr leisten als herkömmlich produzierte Solarzellen. Dies bedeute eine entsprechende Steigerung der Modulleistung und eine wesentliche Kostensenkung für Solarstromanlagen. Die ersten Module der neuen Technologie sollen 2007 auf den Markt kommen.
City Solar im deutschen Bad Kreuznach kündigt gar eine "Revolution" in der Herstellung von Reinstsilizium an. Ihren Forschern ist es gelungen, einen neuen Prozess zur Erzeugung von solarfähigem Silizium zu entwickeln. Damit soll das bisherige teure und aufwändige "Siemens-Verfahren" bei der herkömmlichen Silizium-Produktion überwunden werden. Dieser revolutionäre Produktionsprozess würde auch zu enormen Preisreduktionen führen. Die Forscher gehen davon aus, dass mit ihrer Technik in zehn bis 15 Jahren Photovoltaikstrom preisgünstiger als herkömmlicher Strom produziert werden kann. Die erste Fabrik, in der das neue integrierte Silizium-Waferkonzept umgesetzt wird, soll noch im Jahr 2006 im Chemiepark Bitterfeld in Bau gehen. Produktionsziel: 2.500 Tonnen solarfähiges Silizium pro Jahr. Quelle: www.sonnenseite.com
26.7.06
(Finanzen) Erstaunliche Novartis
Der Schweizer Chemiemulti sorgt in zweierlei Hinsicht für Schlagzeilen. So gehört die aus dem Zusammenschluss von Sandoz und Ciba-Geigy hervorgegangene Basler Firma erstmals zu den 20 Grössten der Welt. Nur sechs Konzerne (Exxon, Mobil, GE, BP, Wal-Mart, Toyota und Altria) konnten sich über zwei Jahrzehnte in dieser Liste halten, die aktuell vom Ölkonzern Exxon Mobil angeführt wird mit einem Marktwert von 371 Mrd. $. Novartis bringt es demgegenüber auf 142 Milliarden. Die Zusammenstellung stammt von der US-Fondsgesellschaft Fidelity.
Noch verwunderlicher: Die US-Ratingfirma SustainableBusiness.com zählt in ihrer jährlich erneuerten Liste der 20 World’s Top Sustainable Stocks erstmals Novartis zu diesen Top Shots. Dabei wurden dieses Mal Firmen gekürt, die die grössten Fortschritte beziehungsweise. Erfolge in Richtung einer nachhaltigen Welt erzielten. Gemäss einer Meldung des Investmentletters Öko-Invest befanden sich als weitere neue Unternehmen BWT, Conergy, Energy Devices, Ormat Technologies REC, SunPower und mit Precious Woods eine weitere Schweizer Firma unter den Top 20. Zu den besonders nachhaltigen Qualitäten von Novartis ist allerdings nichts zu vernehmen, sie werden in naher Zukunft noch für Diskussionsstoff sorgen.
Noch verwunderlicher: Die US-Ratingfirma SustainableBusiness.com zählt in ihrer jährlich erneuerten Liste der 20 World’s Top Sustainable Stocks erstmals Novartis zu diesen Top Shots. Dabei wurden dieses Mal Firmen gekürt, die die grössten Fortschritte beziehungsweise. Erfolge in Richtung einer nachhaltigen Welt erzielten. Gemäss einer Meldung des Investmentletters Öko-Invest befanden sich als weitere neue Unternehmen BWT, Conergy, Energy Devices, Ormat Technologies REC, SunPower und mit Precious Woods eine weitere Schweizer Firma unter den Top 20. Zu den besonders nachhaltigen Qualitäten von Novartis ist allerdings nichts zu vernehmen, sie werden in naher Zukunft noch für Diskussionsstoff sorgen.
23.7.06
(Umwelt) Geringerer Schadstoffausstoss durch Online-Einkauf
Einkaufen per Internet hilft die Schadstoffbelastung in der Luft zu reduzieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Labors Estia. Auftraggeber war der Internet-Detailhändler LeShop, eine Tochtergesellschaft der Migros. Durch koordinierte Sammellieferungen statt individuellem Supermarktbesuch reduzierten sich Energieverbrauch und CO2-Ausstoss im Schnitt um zwei Drittel. Pro Einkauf gelangen damit 3,5 Kilogramm CO2 weniger in die Atmosphäre.
Jeder Lieferwagen der ExpressPost transportiere rund 800 Kilogramm Waren zu einem Dutzend LeShop.ch-Kunden, heisst es. Durch den Online-Einkauf verzichteten die Kunden auf die Fahrt in den Supermarkt. Branchen-Statistiken rechnen für den Hin- und Rückweg durchschnittlich mit 17 Kilometern. Verglichen damit legen die ExpressPost-Fahrzeuge vier mal weniger Kilometer zurück. Urheberin der Studie ist die Estia, ein Spin-off des Labors für Sonnenenergie und Bauphysik des Eidgenössischen Technischen Hochschule EPFL Lausanne. Quelle: SDA/Tages-Anzeiger
Jeder Lieferwagen der ExpressPost transportiere rund 800 Kilogramm Waren zu einem Dutzend LeShop.ch-Kunden, heisst es. Durch den Online-Einkauf verzichteten die Kunden auf die Fahrt in den Supermarkt. Branchen-Statistiken rechnen für den Hin- und Rückweg durchschnittlich mit 17 Kilometern. Verglichen damit legen die ExpressPost-Fahrzeuge vier mal weniger Kilometer zurück. Urheberin der Studie ist die Estia, ein Spin-off des Labors für Sonnenenergie und Bauphysik des Eidgenössischen Technischen Hochschule EPFL Lausanne. Quelle: SDA/Tages-Anzeiger
9.7.06
(Finanzen) Der ideale Mix
Anlagen in Social Responsible Investment (SRI) und in Emerging Markets (EM) sind der ideale Investitionsmix für die Zukunft. EM haben ungeheures Gewinnpotential, vor allem die Konsumbranche wird es bunt treiben. Klar sind die Risiken hoch. Sie alle drücken sich in der Fluktuation der Wechselkurse aus. Aber auf jeden Niedergang ist noch ein Wiederaufschwung gefolgt, zuletzt in Argentinien, zuvor in Russland. Wer hier kontinuierlich dabei ist – und nicht alles aufs Mal einsetzt – profitiert garantiert und wird nicht auf dem falschen Fuss erwischt.
Anders die Situation für nachhaltige oder auch sozial verantwortliche Investitionen (SRI). Solche Anlagemöglichkeiten ergeben sich in erster Linie in weiter fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Dass sie nicht zurück stehen hinter dem Durchschnitt aller Aktienanlagen, haben sie in den vergangenen zehn Jahren bereits bewiesen. In keinem Vergleich schlechter (mindestens also gleich gut), schnitten sie in vielen Fällen gar besser ab als die konventionelle Variante (beispielsweise Alternativenergien versus Ölbranche).
So sieht denn ein aktuelles Musterdepot für den SRI / EM – Mix aus, jeweils mit Fonds oder Indexaktien, den sogenannten ETF, die bei den Gebühren Vorteile aufweisen, sprich billiger sind. Zum Risikoausgleich gesellen sich Anlagevorschläge aus den Bereichen Rohstoffe und Schweiz hinzu:
1. Brasilien: Ishares Brazil
2. Russland: Clariden Russia
3. Indien: HSBC India
4. China: HSBC China
5. SRI: Swissca Green Invest
6. Oekotechnik: Activest
7. Alternativenergie: MLIIF
8. Rohstoffe: MLIIF
9. ZKB: Gold ETF
10. Schweiz: Vontobel SMC
Anders die Situation für nachhaltige oder auch sozial verantwortliche Investitionen (SRI). Solche Anlagemöglichkeiten ergeben sich in erster Linie in weiter fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Dass sie nicht zurück stehen hinter dem Durchschnitt aller Aktienanlagen, haben sie in den vergangenen zehn Jahren bereits bewiesen. In keinem Vergleich schlechter (mindestens also gleich gut), schnitten sie in vielen Fällen gar besser ab als die konventionelle Variante (beispielsweise Alternativenergien versus Ölbranche).
So sieht denn ein aktuelles Musterdepot für den SRI / EM – Mix aus, jeweils mit Fonds oder Indexaktien, den sogenannten ETF, die bei den Gebühren Vorteile aufweisen, sprich billiger sind. Zum Risikoausgleich gesellen sich Anlagevorschläge aus den Bereichen Rohstoffe und Schweiz hinzu:
1. Brasilien: Ishares Brazil
2. Russland: Clariden Russia
3. Indien: HSBC India
4. China: HSBC China
5. SRI: Swissca Green Invest
6. Oekotechnik: Activest
7. Alternativenergie: MLIIF
8. Rohstoffe: MLIIF
9. ZKB: Gold ETF
10. Schweiz: Vontobel SMC
6.7.06
(Medien und Finanzen) Postbank wiegelt ab und hat vielleicht doch ein Sicherheitsproblem
Postfinancekunden erhalten derzeit so genannte Pishing-Mails mit der Aufforderung, Sicher-heitselemente wie Zahlen aus der Strichcodeliste bekannt zu geben. Die Fälschungen sind zwar an der unbeholfenen Sprache erkennbar, dennoch bleibt ein schaler Nachgeschmack. Meint doch Postfinance in einer allgemein formulierten Mail an die Kundschaft: «Die aktuellen Phishing E-Mails sind uns bekannt, bitte kontaktieren Sie uns nur, wenn Sie Sicherheitselemente bekannt gegeben haben.»
Da bleiben Fragen offen, etwa: Woher wissen die Autoren der Mails, wer Kunde bei Postfinance ist? Wer haftet bei einer Schädigung? Was unternimmt Postfinance, um solche Mails künftig zu verhindern? Heisst es doch im letzten aktuellen, das dem Autor vorliegt: «Dennoch gab es in letzter Zeit immer wieder Versuche, auf betrugerische Art und Weise das Geld von Postfinance Kunden ins Ausland zu überweisen. Leider ist uns momentan das Verfahren, dass die Betrüger benutzen, nicht bekannt.» Ist also das Mail gefälscht, so liegt der Verdacht nahe, zumindest letztere Aussage trifft zu.
Da bleiben Fragen offen, etwa: Woher wissen die Autoren der Mails, wer Kunde bei Postfinance ist? Wer haftet bei einer Schädigung? Was unternimmt Postfinance, um solche Mails künftig zu verhindern? Heisst es doch im letzten aktuellen, das dem Autor vorliegt: «Dennoch gab es in letzter Zeit immer wieder Versuche, auf betrugerische Art und Weise das Geld von Postfinance Kunden ins Ausland zu überweisen. Leider ist uns momentan das Verfahren, dass die Betrüger benutzen, nicht bekannt.» Ist also das Mail gefälscht, so liegt der Verdacht nahe, zumindest letztere Aussage trifft zu.
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