Die schleichende Erdölkrise, die uns in den vergangenen fünf Jahren eine Versechsfachung des Ölpreises gebracht hat, beflügelt nicht nur die erneuerbaren Energien. Auch die Atomlobby spürt Rückenwind. So wird in Deutschland der Ausstieg vom Ausstieg erwogen, in Finnland das erste AKW Westeuropas der vergangenen Jahrzehnte gebaut – und US-Präsident Bush erwägt neben der plötzlichen Förderung der Alternativenergien auch den Bau von Dutzenden neuer AKW’s.
Doch so sicher, wie die Energieversorgung mit Atomstrom gemäss ihren Protagonisten jetzt plötzlich sein soll, ist sie nicht. Das führen die Probleme mit den beiden südafrikanischen Atommeilern in diesen Tagen vor Augen. Bei Kapstadt gelegen, macht derzeit die zweite Anlage schlapp, während die erste bereits ausgestiegen ist (Tages-Anzeiger vom 25.2.06). Und damit hat die ganze Kapregion ein gewaltiges Versorgungsproblem. Die Konzentration auf zwei Grossanlagen erweist sich als Achillesferse.
Womit sich zeigt, dass solch riesige Anlagen in vielerlei Hinsicht ein besonderes Risiko darstellen. Alternativenergien drängen sich nicht nur wegen des ungleich grösseren Gefahrenpotenzials der Atomkraft auf, sondern weil diese nur in Grösstdimensionen erzeugt werden kann. Die Erneuerbaren sind demgegenüber selbst dann weniger verwundbar, wenn sie ähnlich viel Leistung erbringen –ein Schaden wird sowohl bei Wind- wie bei Sonnenenergie immer nur einen Teil der Anlage betreffen und die Funktionsfähigkeit des Rests kaum beeinträchtigen. Es bleibt dabei: die Atomenergie ist ein Auslaufmodell!
19.2.06
(Umwelt und Energie) Alle Erwartungen übertroffen
Die Erneuerbare-Energien-Branche entwickelt sich zu einem Schwergewicht, zumindest für die deutsche Wirtschaft. Mit einem Umsatzwachstum von 30 Prozent auf 16 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres hat die Branche dort 2005 erneut alle Erwartungen übertroffen. Mittlerweile wurden 160.000 Arbeitsplätze in dem Bereich geschaffen. Die Zahlen wurden im Rahmen der Jahres-konferenz Erneuerbare Energien in Berlin gemeinsam vom Bundesumweltministerium und der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare-Energien-Statistik vorgestellt und über Franz Alts www.sonnenseite.com weiter verbreitet.
Vor allem im Bioenergiebereich war 2005 das Jahr der bisher stärksten Entwicklung. Die Produktion von Biogasstrom und Biokraftstoffen wurden verdoppelt. Auch der Absatzes von Holzpellets für Gebäudeheizungen wurde um 100 Prozent gesteigert. Insgesamt machen Erneuerbare Energien beim Stromverbrauch in Deutschland laut Statistik über 10 Prozent, bei der Wärmenutzung 5,4 Prozent und bei Kraftstoffen 3,4 Prozent aus. Nach internen Branchenschätzungen des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) liegen die Werte sogar noch höher. Um den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien abzusichern und zu beschleunigen, erwartet der BEE von der Bundesregierung weitere Anstrengungen.
Vor allem im Bioenergiebereich war 2005 das Jahr der bisher stärksten Entwicklung. Die Produktion von Biogasstrom und Biokraftstoffen wurden verdoppelt. Auch der Absatzes von Holzpellets für Gebäudeheizungen wurde um 100 Prozent gesteigert. Insgesamt machen Erneuerbare Energien beim Stromverbrauch in Deutschland laut Statistik über 10 Prozent, bei der Wärmenutzung 5,4 Prozent und bei Kraftstoffen 3,4 Prozent aus. Nach internen Branchenschätzungen des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) liegen die Werte sogar noch höher. Um den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien abzusichern und zu beschleunigen, erwartet der BEE von der Bundesregierung weitere Anstrengungen.
17.2.06
(Umwelt) Auch ein Erfolg
409 Menschen liessen im vergangenen Jahr ihr Leben im Strassenverkehr. So weit die schlechte und bedrückende Nachricht. Die Gute aber lautet: Damit waren weniger als ein Viertel der Zahl der Verkehrstoten zu Anfang der 70er Jahre zu verzeichnen! Und für einmal sei auch eine volkswirtschaftliche Schadenbilanz erstellt: Ein Verkehrstoter führt zu Verlusten von rund zwei Millionen Franken – mithin sind die Schäden von damals rund vier auf noch eine Milliarde Franken pro Jahr gesunken. Wahrlich ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft und damit auch für die Umwelt.
Was aber auch heisst: Noch immer sind das Leid und der Schaden immens, die durch Verkehrsunfälle verursacht werden. Da fallen insbesondere die jährlich 5000 schwer Verletzten ins Gewicht, die immer noch zu verzeichnen sind. Dem erreichten Nutzen stehen also gravierende Verkehrsschäden entgegen, die zu eliminieren das Ziel künftiger Anstrengungen sein muss. In welche Richtung die Massnahmen gehen müssen, zeigt der Erfolg des bislang Unternommenen: geringere Geschwindigkeit, richtungsgetrennte Fahrbannen, Verkehrsberuhigung innerorts, allenfalls nochmaliges Senken der Alkoholgrenze – die ja ganz offensichtlich zum bedeutenden Rückgang im vergangenen Jahr beigetragen hat.
Wären da nur nicht die vielen Raserunfälle, die gerade in letzter Zeit gehäuft auftreten. Von der Ausbildung der Junglenker bis zur weiteren Unfallsicherheit der Fahrzeuge bleibt also viel zu tun – nicht zuletzt im Bereich der Fahrzeuge selbst. Denn es ist nicht einzusehen, warum diese potenziell Leistungen erbringen, die anzuwenden aus gesetzlichen Gründen gar nie erlaubt ist. Doch das wird die Fahrzeugindustrie einmal mehr vehement bekämpfen. Wie sie sich auch gegen die meisten anderen Massnahmen zuerst gewehrt hatte. Deren Erfolg ist heute nichts desto Trotz offenkundig.
Was aber auch heisst: Noch immer sind das Leid und der Schaden immens, die durch Verkehrsunfälle verursacht werden. Da fallen insbesondere die jährlich 5000 schwer Verletzten ins Gewicht, die immer noch zu verzeichnen sind. Dem erreichten Nutzen stehen also gravierende Verkehrsschäden entgegen, die zu eliminieren das Ziel künftiger Anstrengungen sein muss. In welche Richtung die Massnahmen gehen müssen, zeigt der Erfolg des bislang Unternommenen: geringere Geschwindigkeit, richtungsgetrennte Fahrbannen, Verkehrsberuhigung innerorts, allenfalls nochmaliges Senken der Alkoholgrenze – die ja ganz offensichtlich zum bedeutenden Rückgang im vergangenen Jahr beigetragen hat.
Wären da nur nicht die vielen Raserunfälle, die gerade in letzter Zeit gehäuft auftreten. Von der Ausbildung der Junglenker bis zur weiteren Unfallsicherheit der Fahrzeuge bleibt also viel zu tun – nicht zuletzt im Bereich der Fahrzeuge selbst. Denn es ist nicht einzusehen, warum diese potenziell Leistungen erbringen, die anzuwenden aus gesetzlichen Gründen gar nie erlaubt ist. Doch das wird die Fahrzeugindustrie einmal mehr vehement bekämpfen. Wie sie sich auch gegen die meisten anderen Massnahmen zuerst gewehrt hatte. Deren Erfolg ist heute nichts desto Trotz offenkundig.
13.2.06
(Medien) So wandern Kleininserate ab
Schon vor Jahren hatten Medienexperten die Verlagerung der Rubriken für Kleininserate ins Internet voraus gesagt. Nicht vorher gesehen haben sie, dass die Kleininserate dort vor allem gratis erscheinen und damit wirklich eine Bedrohung für die herrschenden Medienhäuser würden. Gleich zwei Websites dienen derzeit auch hierzulande als Plattformen für Gratisinserate. Während die berühmte amerikanische Vorlage (http://zurich.craigslist.org) trotz einer Extrasite Zürich noch immer von englischsprachigen Texten beherrscht ist, findet sich auf www.piazza.ch jederman und jedefrau ohne Sprachprobleme zurecht. Die Unterkategorien sind zahlreich, bespielsweise Antiquitäten & Kunst oder Dienstleistungen. Die Handhabung der Site ist einfach und es bracht nicht einmal ein Login-Prozedere, um ein Inserat zu schalten.
Innerhalb von 24 Stunden – so versprechen die Betreiber von www.piazza.ch - wird ein Inserat nach Prüfung aufgeschaltet, im Probefall dauerte es keine Stunde. Die Suchmechanismen stellen sicher, dass ein Inserat gefunden wird, auch wenn es nicht lange an der Spitze einer Rubrik steht, denn selbst am letzten Sonntag wurden mehr als 300 neue Inserate eingegeben. So bleibt ein Rätsel, warum die Tamedia die Gratisplattform betreibt, konkurrenziert sie damit doch all die Kleininserateseiten, die ihre vielen eigenen Medien führen. Interpretation Nummer 1: es ging darum, anderen Betreibern zuvor zu kommen. Interpretation Nummer 2: Gelegentlich wird auch hier eine Kostenpflicht eingeführt. Findige Geister werden dann allerdings mit einem neuerlichen Gratisangebot nicht lange auf sich warten lassen – hoffen wir doch wohl mindestens.
Innerhalb von 24 Stunden – so versprechen die Betreiber von www.piazza.ch - wird ein Inserat nach Prüfung aufgeschaltet, im Probefall dauerte es keine Stunde. Die Suchmechanismen stellen sicher, dass ein Inserat gefunden wird, auch wenn es nicht lange an der Spitze einer Rubrik steht, denn selbst am letzten Sonntag wurden mehr als 300 neue Inserate eingegeben. So bleibt ein Rätsel, warum die Tamedia die Gratisplattform betreibt, konkurrenziert sie damit doch all die Kleininserateseiten, die ihre vielen eigenen Medien führen. Interpretation Nummer 1: es ging darum, anderen Betreibern zuvor zu kommen. Interpretation Nummer 2: Gelegentlich wird auch hier eine Kostenpflicht eingeführt. Findige Geister werden dann allerdings mit einem neuerlichen Gratisangebot nicht lange auf sich warten lassen – hoffen wir doch wohl mindestens.
8.2.06
(Finanzen) Nachhaltigkeit als neue Maxime
Um nachhaltige Finanzanlagen ist es in den vergangenen Jahren ruhiger geworden. Zu Unrecht, wie nicht zuletzt die diesjährige Fondsmesse zeigte. Da war nicht nur das Bekenntnis zu hören, dass ohne Nachhaltigkeit auf den Ebenen der sozialen Beziehungen wie des ökologischen Verhaltens auch der finanzielle Erfolg in Frage gestellt ist. Vielmehr wurde Nachhaltigkeit als neuer Erfolgsfaktor für den Schweizer Finanzmarkt erkoren. Demzufolge wird die nächstjährige Fondsmesse auch eine Sondermesse «Nachhaltig Investieren» stattfinden, organisiert durch die Unternehmung valde – Experten für Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit der Bevag, die für die Fondsmesse verantwortlich zeichnet.
Nachhaltige Fonds haben in den letzten Jahren mit guten Renditen geglänzt. Wie bei anderen Anlagekategorien sind in diesem Bereich zwar bessere und weniger gute zu finden. Doch ist unterdessen wissenschaftlich belegt, dass Nachhaltigkeit nicht mit einer minderen Rendite erkauft werden muss. Vielmehr sind die nachhaltigen Anlageinstrumente mindestens ebenso erfolgreich wie der Gesamtmarkt. Und gelegentlich gar noch erfolgreicher, zuletzt unter dem Einfluss der boomenden Solarbranche, die so manchen Aktienhighflyer hervorgebracht hat und damit verschiedene Fonds geradezu beflügelte. Die diversen aktuellen Fondslisten, die anlässlich der Fondsmesse neu aufgelegt wurden, führen folgende beste nachhaltige Fonds auf:
• Raiffeisen Futura Swiss Stock1198 098
• Activest Eco Tech – Valor 596 758
• Ökovision – ohne Angabe
• Swisscanto Green Invest – Valor 907 430
• Und als gemischten Fonds den Sarasin Oekosar Portfolio – Valor 174 851
Nachhaltige Fonds haben in den letzten Jahren mit guten Renditen geglänzt. Wie bei anderen Anlagekategorien sind in diesem Bereich zwar bessere und weniger gute zu finden. Doch ist unterdessen wissenschaftlich belegt, dass Nachhaltigkeit nicht mit einer minderen Rendite erkauft werden muss. Vielmehr sind die nachhaltigen Anlageinstrumente mindestens ebenso erfolgreich wie der Gesamtmarkt. Und gelegentlich gar noch erfolgreicher, zuletzt unter dem Einfluss der boomenden Solarbranche, die so manchen Aktienhighflyer hervorgebracht hat und damit verschiedene Fonds geradezu beflügelte. Die diversen aktuellen Fondslisten, die anlässlich der Fondsmesse neu aufgelegt wurden, führen folgende beste nachhaltige Fonds auf:
• Raiffeisen Futura Swiss Stock1198 098
• Activest Eco Tech – Valor 596 758
• Ökovision – ohne Angabe
• Swisscanto Green Invest – Valor 907 430
• Und als gemischten Fonds den Sarasin Oekosar Portfolio – Valor 174 851
2.2.06
(Finanzen) Überraschungen an der Fondsmesse
Zürich sieht in diesen Tagen im Kongresshaus eine gut besuchte Fondsmesse. Angesichts der letztjährigen Börsenergebnisse präsentiert sich dabei die Stimmung gehoben und die Aussichten für Fondsanlagen werden auch fürs laufende Jahr als gut beurteilt. Zahlreiche Neuerungen beleben das Geschäft. So machte etwa Anlageguru und Beobachter-Berater Giuseppe Botti auf eine Zertifikatsgruppe der Bank ABN-Amro aufmerksam. Deren Alpha-Produkte sind nur an erwiesenermassen günstigen Börsentagen im Markt investiert – etwa zum Monatsende, wenn viele Anleger Teile ihres Einkommens an die Börse schleusen. In der restlichen Zeit sind die Mittel im Geldmarkt investiert und so vor kleineren und mittleren Einbrüchen gefeit. Rückwärts gerechnet hätten die Alpha-Zertifikate die gängien Indexprodukte um Längen hinter sich gelassen – nun wartet die Anlegergemeinde gespannt, ob Bottis Tipp auch in Zukunft taugt.
Weniger aufregend und doch überraschend ist sodann die fast uneingeschränkte Favorisierung der Rohstoffanlagen. In diesen Tagen kommt eine Reihe neuer Produkte auf den Markt. Sowohl Fonds wie Zertifikate machen es so in Zukunft einfacher, an der Entwicklung der entsprechenden Märkte teilzuhaben. Dass das keine Einbahnstrasse nach oben ist, hatte man in den vergangenen Jahrzehnten hinlänglich erfahren. Doch unterdessen haben die Fundamentaldaten gehörig gekehrt. Die Nachfrage ist durch das starke Wirtschaftswachstum in Indien und China stimuliert, das Angebot durch ausbleibende Investitionen aufgrund der tiefen Preise der vergangenen Jahre jedoch noch auf längere Zeit hin limitiert. Einzig mögliche Schlussfolgerung für die Protagonisten des Rohstoffhandels: Das kann noch lange nur aufwärts gehen. An konkreten Produkten sind neu verfügbar ein Sarasinfonds und ein ABN Amro Zertifikat. Beide beschränken oder verzichten bezüglich des Energieengagements, denn in diesem Bereich gibt es schon allerlei Anlageinstrumente.
Überraschung ganz anderer Art: Eine standardisierte Ausbildung zum Vermögensverwalter bietet die JML Finanzplanung an und wirbt an der Messe dafür. Ein Kurs erlaubt es, in dieses immer noch vielversprechende Geschäft einzusteigen und neue Tools kennen zu lernen, diese auch für gestandene Vertreter der Branche. Dass das allerdings in nur fünf Tagen möglich sein soll, stimmt skeptisch. Die Fondsmesse schliesst im Übrigen am Freitag ihre Tore bereits wiedeer und bietet am letzten Tag noch eine Reihe interessanter Begleitveranstaltungen, so eine Diskussion zur nachhaltigen Finanzanlage.
Weniger aufregend und doch überraschend ist sodann die fast uneingeschränkte Favorisierung der Rohstoffanlagen. In diesen Tagen kommt eine Reihe neuer Produkte auf den Markt. Sowohl Fonds wie Zertifikate machen es so in Zukunft einfacher, an der Entwicklung der entsprechenden Märkte teilzuhaben. Dass das keine Einbahnstrasse nach oben ist, hatte man in den vergangenen Jahrzehnten hinlänglich erfahren. Doch unterdessen haben die Fundamentaldaten gehörig gekehrt. Die Nachfrage ist durch das starke Wirtschaftswachstum in Indien und China stimuliert, das Angebot durch ausbleibende Investitionen aufgrund der tiefen Preise der vergangenen Jahre jedoch noch auf längere Zeit hin limitiert. Einzig mögliche Schlussfolgerung für die Protagonisten des Rohstoffhandels: Das kann noch lange nur aufwärts gehen. An konkreten Produkten sind neu verfügbar ein Sarasinfonds und ein ABN Amro Zertifikat. Beide beschränken oder verzichten bezüglich des Energieengagements, denn in diesem Bereich gibt es schon allerlei Anlageinstrumente.
Überraschung ganz anderer Art: Eine standardisierte Ausbildung zum Vermögensverwalter bietet die JML Finanzplanung an und wirbt an der Messe dafür. Ein Kurs erlaubt es, in dieses immer noch vielversprechende Geschäft einzusteigen und neue Tools kennen zu lernen, diese auch für gestandene Vertreter der Branche. Dass das allerdings in nur fünf Tagen möglich sein soll, stimmt skeptisch. Die Fondsmesse schliesst im Übrigen am Freitag ihre Tore bereits wiedeer und bietet am letzten Tag noch eine Reihe interessanter Begleitveranstaltungen, so eine Diskussion zur nachhaltigen Finanzanlage.
29.1.06
(Medien) Bürgerjournalismus als Medienrevolution
Gute und erfolgversprechende News serviert die aktuelle Medienseite der Neuen Zürcher Zeitung: In Korea gräbt demnach die Website www.ohmynews.com, die auch über eine englischsprachige Version verfügt, den herkömmlichen Printmedien das Wasser ab. Und erzielt vor allem erheblichen politischen Einfluss. So wird die Wahl des letzten fortschrittlichen Präsidenten Koreas ebenso wie die zunehmende Distanzierung Koreas von den USA dem Einfluss der Site zugeschrieben.
ReporterInnen sind alle, die sich registrieren lassen, unterdessen um die 40’000. Ihre Beiträge werden von einer ganzen Zahl professioneller RedaktorInnen so aufbereitet, dass eine attraktive Newssite im Netz entsteht. Laut NZZ-Bericht sind die Beiträge von hoher Qualität, wenn auch die journalistischen Formen – etwa die hochgelobte Trennung von Bericht und Kommentar – nicht so eng gesehen werden. Der Verbreitung der Site kommt zugute, dass Korea als eines der meist vernetzten Länder der Welt gilt.
Ein Augenschein auf der Site überzeugt (einfach Titel anklicken), auch wenn die Originalversion auf koreanisch sprachbedingt nicht zu beurteilen ist. Angesichts der starken Vernetzung auch hierzulande und der Tradition eines breiten Diskurses und vieler regionaler Zeitungen wartet man nur darauf, ein entsprechendes Projekt auch hierzulande starten zu können!
ReporterInnen sind alle, die sich registrieren lassen, unterdessen um die 40’000. Ihre Beiträge werden von einer ganzen Zahl professioneller RedaktorInnen so aufbereitet, dass eine attraktive Newssite im Netz entsteht. Laut NZZ-Bericht sind die Beiträge von hoher Qualität, wenn auch die journalistischen Formen – etwa die hochgelobte Trennung von Bericht und Kommentar – nicht so eng gesehen werden. Der Verbreitung der Site kommt zugute, dass Korea als eines der meist vernetzten Länder der Welt gilt.
Ein Augenschein auf der Site überzeugt (einfach Titel anklicken), auch wenn die Originalversion auf koreanisch sprachbedingt nicht zu beurteilen ist. Angesichts der starken Vernetzung auch hierzulande und der Tradition eines breiten Diskurses und vieler regionaler Zeitungen wartet man nur darauf, ein entsprechendes Projekt auch hierzulande starten zu können!
26.1.06
(Finanzen) Hochsaison für FondsanlegerInnen
Die Zeitungsbeilagen kündigen es an (zb NZZ vom 24.1.), Präsentationen der Fondsgesellschaften werben dafür: Es ist Hochsaison für die Fondsanlage. Die Climax wird sie kommende Woche anlässlich der erneut durchgeführten Fondsmesse in Zürich erreichen.
Am Mittwoch hat die Schweizer Privatbankengruppe Lombard Odier Darier Hentsch (LODH) ihren Fonds Südkorea und die ASEAN-Staaten in Zürich vorgestellt und ihre in Hongkong ansässige Managerin Ethylyn Reyes die Anlagestrategie umreissen lassen. Der Name ist Programm und wurde zu diesem Zweck erst kürzlich abgeändert. Rund drei Fünftel der Anlagemittel fliessen nach Südkorea, jener boomenden südostasiatischen Volkswirtschaft, politischen und finanziellen Turbulenzen der letzten Jahre zum Trotz wieder heller am Börsenhimmel leuchtet denn viele andere Wertpapiermärkte der Region.
Womit sich die Frage stellt, ob nicht schon die Spitze des Eisbergs erreicht sei. Mitnichten gemäss den LODH-Protagonisten. Vielmehr stehe der Koreaboom erst am Anfang und werde sich über einen ähnlich langen Zeitraum wie die grossen Haussen der USA und Japans in den 80er und 90er Jahren erstrecken. Das überzeugt angesichts der schlecht vergleichbaren Voraussetzungen wenig und auch die unterdessen weltweit bekannten Marken wie Samsung, LG oder Hyundai garantieren noch keinen grenzenlosen Boom der koreanischen Börse. Auch die weiterhin vergleichsweise günstige Bewertung von Koreas Aktien lässt nicht unbedingt den Schluss zu, dass Staaten wie Thailand oder Malaysia schlechter dastehen. Sie aber sind im LODH-Fonds wesentlich weniger prominent vertreten.
So oder so gilt, dass gerade die asiatischen Schwellenländer, von denen ja die meisten zum Staatenzusammenschluss der ASEAN gehören, weiterhin exzellente Aussichten bieten. Ein Markt immerhin auch mit rund 600 Millionen Einwohnern und damit wesentlich mehr kaufkräftigen Personen also im hochgelobten China. Solche Überlegungen anzustellen und mit verantwortlichen Fondsmanagern zu diskutieren, wird auch die Fondsmesse in Zürich ermöglichen. Sie findet ab nächstem Mittwoch im Zürcher Kongresshaus statt und wird im Tipp-Blog noch ihren Auftritt haben.
Am Mittwoch hat die Schweizer Privatbankengruppe Lombard Odier Darier Hentsch (LODH) ihren Fonds Südkorea und die ASEAN-Staaten in Zürich vorgestellt und ihre in Hongkong ansässige Managerin Ethylyn Reyes die Anlagestrategie umreissen lassen. Der Name ist Programm und wurde zu diesem Zweck erst kürzlich abgeändert. Rund drei Fünftel der Anlagemittel fliessen nach Südkorea, jener boomenden südostasiatischen Volkswirtschaft, politischen und finanziellen Turbulenzen der letzten Jahre zum Trotz wieder heller am Börsenhimmel leuchtet denn viele andere Wertpapiermärkte der Region.
Womit sich die Frage stellt, ob nicht schon die Spitze des Eisbergs erreicht sei. Mitnichten gemäss den LODH-Protagonisten. Vielmehr stehe der Koreaboom erst am Anfang und werde sich über einen ähnlich langen Zeitraum wie die grossen Haussen der USA und Japans in den 80er und 90er Jahren erstrecken. Das überzeugt angesichts der schlecht vergleichbaren Voraussetzungen wenig und auch die unterdessen weltweit bekannten Marken wie Samsung, LG oder Hyundai garantieren noch keinen grenzenlosen Boom der koreanischen Börse. Auch die weiterhin vergleichsweise günstige Bewertung von Koreas Aktien lässt nicht unbedingt den Schluss zu, dass Staaten wie Thailand oder Malaysia schlechter dastehen. Sie aber sind im LODH-Fonds wesentlich weniger prominent vertreten.
So oder so gilt, dass gerade die asiatischen Schwellenländer, von denen ja die meisten zum Staatenzusammenschluss der ASEAN gehören, weiterhin exzellente Aussichten bieten. Ein Markt immerhin auch mit rund 600 Millionen Einwohnern und damit wesentlich mehr kaufkräftigen Personen also im hochgelobten China. Solche Überlegungen anzustellen und mit verantwortlichen Fondsmanagern zu diskutieren, wird auch die Fondsmesse in Zürich ermöglichen. Sie findet ab nächstem Mittwoch im Zürcher Kongresshaus statt und wird im Tipp-Blog noch ihren Auftritt haben.
25.1.06
(Umwelt) Jetzt kommt die CH-Bio-Super-Markt-Kette
In St. Gallen wird der erste "Yardo super Biomarkt" der Schweiz eröffnet. Ziel von "Yardo" ist es, "den beiden Grossverteilern Marktanteile abzuzwacken". Weitere Yardo-Märkte sind in Zürich, Bern, Basel und Luzern geplant. Der Yardo-Biomarkt bietet ein Vollsortiment an biologischen Lebens- und Genussmitteln. Den Schwerpunkt bilden Frischprodukte, wie Fleisch, Käse, Brot, Gemüse, Früchte, Bioweine und ein Take-away.
"Yardo ist nicht im alternativen Segment tätig. Wir wollen auch nicht einfach nebenher noch ein wenig Bio verkaufen", sagte Albert Keel, Initiant und verantwortlicher Leiter des Unternehmens an einer Medienkonferenz am Mittwochabend. Der St. Galler Biomarkt sei nur der erste einer Reihe weiterer Geschäfte, sagte Keel. Die Yardo AG plane in den nächsten drei Jahren in Zürich, Bern, Basel und Luzern weitere Biomärkte. Als Umsatzziel bis 2010 wurden 50 Mio. Fr. genannt. Das Aktienkapital der Yardo AG beträgt 1,25 Mio. Franken. (Quelle: SDA)
"Yardo ist nicht im alternativen Segment tätig. Wir wollen auch nicht einfach nebenher noch ein wenig Bio verkaufen", sagte Albert Keel, Initiant und verantwortlicher Leiter des Unternehmens an einer Medienkonferenz am Mittwochabend. Der St. Galler Biomarkt sei nur der erste einer Reihe weiterer Geschäfte, sagte Keel. Die Yardo AG plane in den nächsten drei Jahren in Zürich, Bern, Basel und Luzern weitere Biomärkte. Als Umsatzziel bis 2010 wurden 50 Mio. Fr. genannt. Das Aktienkapital der Yardo AG beträgt 1,25 Mio. Franken. (Quelle: SDA)
24.1.06
(Finanzen und Medien) Infoportal für nachhaltige Finanzen
Da ein Portal aus dem nördlichen Nachbar-land, ist www.ecoreporter.de stark von den deutschen Verhältnissen geprägt. Und dennoch interessant für hiesige Finanzinteressierte mit einem Flair für die nachhaltige Geldanlage. So bringt der Ecoreporter täglich ein gutes Dutzend News, die sich mit den verschiedensten As-pekten der Nachhaltigkeit befassen. Aktuell zum Beispiel über den auch börsenkotierten spa-nischen Windanlagenbauer Gamesa. Die Firma ist demnach in der Branche bereits Nummer zwei auf der Welt und auch sehr aktiv in Sachen Umweltschutz im eigenen Hause.
Im speziellen Diskussionsforum geht es nicht immer so exotisch zu und her wie anfangs Jahr, als Hanfinvestments im fernen Australien diskutiert wurden. Dem Herkunftsland angemessen spielen im Uebrigen beim Ecoreporter Energiefragen und –investments eine herausragende Rolle. In diesem Bereich haben die staatlichen Rahmenbedingungen Deutschlands unterdessen dazu geführt, dass der Wirtschaftssektor einer der grossen Wachstumsmotoren und Ar-beitsplatzbeschaffer ist und hervorragende Exportergebnisse zeitigt.
Interessant schliesslich für AnlegerInnen der kostenlose "ECOreporter.de-Grundkurs nach-haltige Geldanlage". Das ist eine kleine Reihe gut lesbarer und gut verständlicher Texte, die dem Einsteiger den Überblick über die Fülle der Informationen erleichtern sollen.
Im speziellen Diskussionsforum geht es nicht immer so exotisch zu und her wie anfangs Jahr, als Hanfinvestments im fernen Australien diskutiert wurden. Dem Herkunftsland angemessen spielen im Uebrigen beim Ecoreporter Energiefragen und –investments eine herausragende Rolle. In diesem Bereich haben die staatlichen Rahmenbedingungen Deutschlands unterdessen dazu geführt, dass der Wirtschaftssektor einer der grossen Wachstumsmotoren und Ar-beitsplatzbeschaffer ist und hervorragende Exportergebnisse zeitigt.
Interessant schliesslich für AnlegerInnen der kostenlose "ECOreporter.de-Grundkurs nach-haltige Geldanlage". Das ist eine kleine Reihe gut lesbarer und gut verständlicher Texte, die dem Einsteiger den Überblick über die Fülle der Informationen erleichtern sollen.
20.1.06
(Umwelt) Brennstoffzellenboot auf dem Bodensee
Das Konstanzer Unternehmen Zebotec will auf dem Bodensee Motorboote mit Brennstoffzellenantrieb etablieren. Tests mit einem von einer 800-Watt-Brennstoffzelle angetriebenen Elektroboot sind bereits angelaufen.
Das Brennstoffzellenboot auf dem Bodensee unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von herkömmlichen Elektro-MietbootenDas knapp sechs Meter lange und rund 220 Kilogramm schwere Elektroboot bezieht seinen Brennstoff aus Stahlflaschen, die etwa 900 Gramm Wasserstoff aufnehmen können und für eine zweistündige Fahrt bei voller Leistung ausreichen sollen. Diesem ersten Prototypen mit einer 800 Watt starken PEM-Brennstoffzelle soll bald ein zweiter, stärkerer folgen. Ziel der Entwicklung sind Antriebe in der Leistungsklasse von 50 Kilowatt, um Bootsbesitzern eine vollwertige Alternative zu Verbrennungsmotoren bieten zu können.
Langfristig denken die Entwickler von Zebotec dabei an die Einrichtung von Wasserstofftankstellen an strategisch günstig gelegenen Häfen, an denen die Motorbootbesitzer ihre Tanks befüllen können. Vor dem Hintergrund von rund 36.000 zugelassenen Motorbooten erhofft sich das Unternehmen einen großen Markt für die emissionsfreie Technologie auf dem See, aus dem rund vier Millionen Menschen ihr Trinkwasser beziehen. Das Kleinboot ist übrigens nicht das erste Wasserfahrzeug auf dem Bodensee, das mit einer Brennstoffzelle ausgestattet ist. Bereits vor zwei Jahren hatte der Motorenbauer MTU Friedrichshafen eine mit einer Brennstoffzelle ausgestattete Yacht vorgestellt. Quelle: www.initiative-brennstoffzelle.de
Das Brennstoffzellenboot auf dem Bodensee unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von herkömmlichen Elektro-MietbootenDas knapp sechs Meter lange und rund 220 Kilogramm schwere Elektroboot bezieht seinen Brennstoff aus Stahlflaschen, die etwa 900 Gramm Wasserstoff aufnehmen können und für eine zweistündige Fahrt bei voller Leistung ausreichen sollen. Diesem ersten Prototypen mit einer 800 Watt starken PEM-Brennstoffzelle soll bald ein zweiter, stärkerer folgen. Ziel der Entwicklung sind Antriebe in der Leistungsklasse von 50 Kilowatt, um Bootsbesitzern eine vollwertige Alternative zu Verbrennungsmotoren bieten zu können.
Langfristig denken die Entwickler von Zebotec dabei an die Einrichtung von Wasserstofftankstellen an strategisch günstig gelegenen Häfen, an denen die Motorbootbesitzer ihre Tanks befüllen können. Vor dem Hintergrund von rund 36.000 zugelassenen Motorbooten erhofft sich das Unternehmen einen großen Markt für die emissionsfreie Technologie auf dem See, aus dem rund vier Millionen Menschen ihr Trinkwasser beziehen. Das Kleinboot ist übrigens nicht das erste Wasserfahrzeug auf dem Bodensee, das mit einer Brennstoffzelle ausgestattet ist. Bereits vor zwei Jahren hatte der Motorenbauer MTU Friedrichshafen eine mit einer Brennstoffzelle ausgestattete Yacht vorgestellt. Quelle: www.initiative-brennstoffzelle.de
16.1.06
(Umwelt) Avanti Solar
Der deutsche Publizist Franz Alt sieht das letzte Gefecht im Energiekrieg aufziehen – die Ausmarchung zwischen der Atom- und der Sonnenenergie. Bezeichnenderweise ist demnach die Geschichte vom Erdöl und -gas bereits abgehakt. Angesichts prognostizierter Gesamtreserven von noch rund 40 resp. 66 Jahren kein Wunder. Also macht sich die bestandene Energiewirtschaft nochmals auf, für die Atomenergie zu mobilisieren. Doch wenn auch weltweit einige Meiler im Bau sind und einige mehr in Planung, so wird schnell klar, dass auch die Atomenergie ein Auslaufmodell ist – wie es der ehemalige deutsche Umweltminister Tritin formulierte.
AKW’s gibt es zwar rund 450 auf der Welt. Sollte aber Atomstrom weltweit eine ähnliche Bedeutung erlangen, wie er ihn in der Schweiz innnehat, müssten es deren 6000 Werke sein. Hierzulande gibt es bekanntlich auf etwas mehr als eine Million EinwohnerInnen ein solches. Angesichts all der Probleme (Uran stammt aus dem Ausland, die Abfallfrage ist ungeklärt und die Technologie gefährlich wie eh und je) und der immensen Kosten der Atomenergie wird schnell einmal klar: Die Energiesicherung der Welt kann niemals über den strahlenden Atomweg geschehen.
Anders strahlend und sehr wohl möglich ist der alternative Weg, der in der gegenwärtigen Diskussion rund um die Öl- und Erdgasversorgung in der Schweiz unterzugehen droht. Die Sonennenergie hat – im kleinen zwar, aber dennoch eindrücklich – ihre Praxistauglichkeit bewiesen. Und man glaubt es angeichts aktueller Nebellagen kaum: Aber zusammen mit anderen erneuerbaren Energien wird die Sonnenenergie einen bedeutenden Beitrag zur hiesigen Energieversorgung leisten können – Zahlungsbereitschaft der KonsumentInnen vorausgesetzt. Gerade beim Thema Sonne zeigt sich in Umfragen aber deutlich, dass die KonsumentInnen durchaus bereits sind, für teurere Energie zu zahlen. Zumal diese Energie bereits in den vergangnenen Jahren bedeutende Kostenreduktionen erzielt hat. So kostete eine Kilowattstunde Solarenergie Ende der 90er Jahre noch 1.20 Franken in Zürich, heute ist es – angesichts der aktuellen Spezialverbilligung – nur noch die Hälfte. Fingerzeig sind auch die Zuschüsse für Erneuerbare in Deutschland. Diese gingen das letzte Jahr trotz Mehrkonsums erstmals zurück. Der Weg zur Sonne wird also allen Unkenrufen der Energiebewahrer von einst je länger je wirtschaftlicher. (Viele interessante Infos auch über die neue Website www.solarwirtschaft.de)
AKW’s gibt es zwar rund 450 auf der Welt. Sollte aber Atomstrom weltweit eine ähnliche Bedeutung erlangen, wie er ihn in der Schweiz innnehat, müssten es deren 6000 Werke sein. Hierzulande gibt es bekanntlich auf etwas mehr als eine Million EinwohnerInnen ein solches. Angesichts all der Probleme (Uran stammt aus dem Ausland, die Abfallfrage ist ungeklärt und die Technologie gefährlich wie eh und je) und der immensen Kosten der Atomenergie wird schnell einmal klar: Die Energiesicherung der Welt kann niemals über den strahlenden Atomweg geschehen.
Anders strahlend und sehr wohl möglich ist der alternative Weg, der in der gegenwärtigen Diskussion rund um die Öl- und Erdgasversorgung in der Schweiz unterzugehen droht. Die Sonennenergie hat – im kleinen zwar, aber dennoch eindrücklich – ihre Praxistauglichkeit bewiesen. Und man glaubt es angeichts aktueller Nebellagen kaum: Aber zusammen mit anderen erneuerbaren Energien wird die Sonnenenergie einen bedeutenden Beitrag zur hiesigen Energieversorgung leisten können – Zahlungsbereitschaft der KonsumentInnen vorausgesetzt. Gerade beim Thema Sonne zeigt sich in Umfragen aber deutlich, dass die KonsumentInnen durchaus bereits sind, für teurere Energie zu zahlen. Zumal diese Energie bereits in den vergangnenen Jahren bedeutende Kostenreduktionen erzielt hat. So kostete eine Kilowattstunde Solarenergie Ende der 90er Jahre noch 1.20 Franken in Zürich, heute ist es – angesichts der aktuellen Spezialverbilligung – nur noch die Hälfte. Fingerzeig sind auch die Zuschüsse für Erneuerbare in Deutschland. Diese gingen das letzte Jahr trotz Mehrkonsums erstmals zurück. Der Weg zur Sonne wird also allen Unkenrufen der Energiebewahrer von einst je länger je wirtschaftlicher. (Viele interessante Infos auch über die neue Website www.solarwirtschaft.de)
12.1.06
(Umwelt) Besser über Labels informiert
Die von «PUSCH» (Praktischer Umweltschutz Schweiz) betriebene Website www.labelinfo.ch wartet mit bemerkenserten Neuerungen auf. Nun finden sich dort auch Meldungen und Nachrichten zum Thema «Konsum und Labels». Damit funktioniert die Website als Informationsstelle für mehr Klarheit. Denn (in den Worten von PUSCH): Immer mehr KonsumentInnen sind bereit, für gesund produzierte und fair gehandelte Güter einen etwas höheren Preis zu bezahlen, solange sie wissen, dass der Mehrpreis auch gerechtfertigt ist. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, sind Labels geschaffen worden. Sie versprechen umweltgerechte Produktion, energiearmen Betrieb, faire Sozialbedingungen oder besseres Wohnklima. Doch die Vielfalt der Labels ist für private und öffentliche KonsumentInnen und ProduzentInnen oft verwirrend.
Die Informationsstelle für Umwelt- und Soziallabels informiert mit dieser Datenbank über die Hintergründe der Labels, um mehr Klarheit zu schaffen. In der Datenbank finden sich Umweltlabels und Umweltzeichen (auch Ökolabels und Ökozeichen genannt) sowie Fair Trade Labels (Soziallabels), die in der Schweiz auf dem Markt anzutreffen sind. Ergänzend wurden einige staatliche europäische Labels aufgenommen. Für jedes Zeichen sind erfasst:
* Trägerschaft, mit Adresse und Link zur Homepage
* Zusammenfassung der Kriterien
* Informationen zu Kontrolle und Kontrollstelle
* Produkte und Bezugsquellen
* Bewertungen durch verschiedene Organisationen (soweit verfügbar)
Als neue Dienstleistung kommen hinzu die Übersichten und Detailansichten der einzelnen Zeichen mit allen verfügbaren Bewertungen. Diese wurden von verschiedenen Organisationen durchgeführt. Pusch bewertet selbst keine Zeichen. Quelle: www.labelinfo.ch
Die Informationsstelle für Umwelt- und Soziallabels informiert mit dieser Datenbank über die Hintergründe der Labels, um mehr Klarheit zu schaffen. In der Datenbank finden sich Umweltlabels und Umweltzeichen (auch Ökolabels und Ökozeichen genannt) sowie Fair Trade Labels (Soziallabels), die in der Schweiz auf dem Markt anzutreffen sind. Ergänzend wurden einige staatliche europäische Labels aufgenommen. Für jedes Zeichen sind erfasst:
* Trägerschaft, mit Adresse und Link zur Homepage
* Zusammenfassung der Kriterien
* Informationen zu Kontrolle und Kontrollstelle
* Produkte und Bezugsquellen
* Bewertungen durch verschiedene Organisationen (soweit verfügbar)
Als neue Dienstleistung kommen hinzu die Übersichten und Detailansichten der einzelnen Zeichen mit allen verfügbaren Bewertungen. Diese wurden von verschiedenen Organisationen durchgeführt. Pusch bewertet selbst keine Zeichen. Quelle: www.labelinfo.ch
7.1.06
(Finanzen) Boykott mit Wirkung?
Möglicherweise steht die Finanzwelt vor einem der grössten Boykottversuche seit je. Damit wird sich erstmals zeigen, inwieweit Produkteboykott ein grosses und börsenkotiertes Unternehmen in die Knie zwingen kann. Anvisiert ist Coca-Cola, nun auch als Killercola bezeichnet.
Lange ist es her seit den Nestlé-Boykotten wegen deren Babymilchoffensive in der 3.Welt. Damals spielte die Auswirkung auf den Aktienkurs eine untergeordnete Rolle. Aber dieses Mal könnte es anders sein. Denn die vollzogene Globalisierung wird auch die Boykottidee möglicherweise in die hinterste Ecke der Welt tragen und dem Image des Getränkegiganten unermässlichen Schaden zufügen. Und ums Image geht es in erster Linie, weniger um die konkreten Absatzzahlen, die wegen des Boykotts renitenter Studenten und Universitäten in den USA vorläufig zumindest noch nicht ins Gewicht fallen.
Das Colaunternehmen auf jeden Fall soll in Kolumbien die Bildung von Gewerkschaften hintertreiben und gar hinter Mordfällen stecken, in Indien die Verbreitung von gefährlichen Pestiziden begünstigen und auch sonst der Welt von Übel sein – als ob wir das nicht schon wussten. Aber mit der Boykottaktion werden das jetzt viele Menschen mehr erfahren. Just in einem Zeitpunkt, in dem sich Coca-Cola eh in einer schwierigen Phase befindet, hat doch Grossinvestor Warren Buffet am lahmenden Kur nicht so sehr Freude und ist Erzrivale Pepsi auf vielen Geschäftsfeldern erfolgreicher als die Leute aus Atalanta.
Nach Ausführungen der federführenden Studenten, wiedergegeben auf Spiegel-Online, hat der Protest gegen Coca-Cola eben erst begonnen und werde nun bald auch Europa in grossem Stile erreichen. Die Globalisierung nimmt auch auf diese Art ihren Lauf und damit ein Lehrstück, was Druck gegen grosse Konzerne im Zeitalter eben dieser Globalisierung überhaupt bewirken kann. Man wird sehen.
Lange ist es her seit den Nestlé-Boykotten wegen deren Babymilchoffensive in der 3.Welt. Damals spielte die Auswirkung auf den Aktienkurs eine untergeordnete Rolle. Aber dieses Mal könnte es anders sein. Denn die vollzogene Globalisierung wird auch die Boykottidee möglicherweise in die hinterste Ecke der Welt tragen und dem Image des Getränkegiganten unermässlichen Schaden zufügen. Und ums Image geht es in erster Linie, weniger um die konkreten Absatzzahlen, die wegen des Boykotts renitenter Studenten und Universitäten in den USA vorläufig zumindest noch nicht ins Gewicht fallen.
Das Colaunternehmen auf jeden Fall soll in Kolumbien die Bildung von Gewerkschaften hintertreiben und gar hinter Mordfällen stecken, in Indien die Verbreitung von gefährlichen Pestiziden begünstigen und auch sonst der Welt von Übel sein – als ob wir das nicht schon wussten. Aber mit der Boykottaktion werden das jetzt viele Menschen mehr erfahren. Just in einem Zeitpunkt, in dem sich Coca-Cola eh in einer schwierigen Phase befindet, hat doch Grossinvestor Warren Buffet am lahmenden Kur nicht so sehr Freude und ist Erzrivale Pepsi auf vielen Geschäftsfeldern erfolgreicher als die Leute aus Atalanta.
Nach Ausführungen der federführenden Studenten, wiedergegeben auf Spiegel-Online, hat der Protest gegen Coca-Cola eben erst begonnen und werde nun bald auch Europa in grossem Stile erreichen. Die Globalisierung nimmt auch auf diese Art ihren Lauf und damit ein Lehrstück, was Druck gegen grosse Konzerne im Zeitalter eben dieser Globalisierung überhaupt bewirken kann. Man wird sehen.
5.1.06
(Finanzen) Oslo schliesst Konzerne von staatlichen Ölfonds aus
Norwegens Regierung hat aus ethischen Gründen sieben Konzerne von allen Investitionen aus dem staatlichen Ölfonds ausgeschlossen. Betroffen sind Hersteller von Komponenten für Atomwaffen, darunter die US-Konzerne Boeing und Honeywell. Wie Finanzministerin Kristin Halvorsen in Oslo mitteilte, hat der Ölfonds seine bisherigen Anteile an den betroffenen Unternehmen in Höhe von 3,3 Mrd. Kronen (642 Mio. Franken) veräussert.
Zur Begründung erklärte die Linkssozialistin, der Flugzeughersteller Boeing liefere Teile zur Instandhaltung und Modernisierung von nuklearen US-Interkontinentalraketen. Beim Mischkonzern Honeywell will Norwegen kein Geld mehr anlegen, weil das Unternehmen Computersimulationen für Atombombenexplosionen liefere. Neben zwei weiteren US-Unternehmen (United Technologies und Northrop Grumman) sind auch die europäischen Konzerne BAE Systems (Grossbritannien), Finmeccanica (Italien) und Safran (Frankreich) vom Osloer Anlageboykott betroffen.
Mit dem Ölfonds legt der norwegische Staat Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung in der Nordsee zur Sicherung künftiger Pensionszahlungen im Ausland an. Halvorsen erklärte, Norwegen betrete mit dem Ausschluss der sieben an Atomrüstung beteiligten Unternehmen "ethisches Neuland, das auch international beachtet werden wird". Der Ölfonds wurde von der neuen rotgrünen norwegischen Regierung unter dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg zum Jahreswechsel in "Pensionsfonds Ausland" umbenannt. Mit einem bisherigen Volumen von 1,28 Billionen Kronen (249 Mrd. Franken) macht der Fonds den norwegischen Staat zu einem der grössten institutionellen Anleger der Welt. (Quelle TA / SDA)
Zur Begründung erklärte die Linkssozialistin, der Flugzeughersteller Boeing liefere Teile zur Instandhaltung und Modernisierung von nuklearen US-Interkontinentalraketen. Beim Mischkonzern Honeywell will Norwegen kein Geld mehr anlegen, weil das Unternehmen Computersimulationen für Atombombenexplosionen liefere. Neben zwei weiteren US-Unternehmen (United Technologies und Northrop Grumman) sind auch die europäischen Konzerne BAE Systems (Grossbritannien), Finmeccanica (Italien) und Safran (Frankreich) vom Osloer Anlageboykott betroffen.
Mit dem Ölfonds legt der norwegische Staat Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung in der Nordsee zur Sicherung künftiger Pensionszahlungen im Ausland an. Halvorsen erklärte, Norwegen betrete mit dem Ausschluss der sieben an Atomrüstung beteiligten Unternehmen "ethisches Neuland, das auch international beachtet werden wird". Der Ölfonds wurde von der neuen rotgrünen norwegischen Regierung unter dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg zum Jahreswechsel in "Pensionsfonds Ausland" umbenannt. Mit einem bisherigen Volumen von 1,28 Billionen Kronen (249 Mrd. Franken) macht der Fonds den norwegischen Staat zu einem der grössten institutionellen Anleger der Welt. (Quelle TA / SDA)
4.1.06
(Medien) NZZ in neuem Gewand
Man liess es zuwarten, um am zweiten Tag ein klareres Bild zur neuen Erscheinungsart der NZZ zu gewinnen. Gewisse Absurditäten sind geblieben, beispielsweise ein kaum abgesetzter Lead im Flattersatz, der immer noch vierspaltige Umbruch, der Schritt zum Farbbild, das fast immer an gleicher Stelle auf einer Seite platziert ist oder gelegentlich unten aus der Seite raus fällt - schliesslich die die Kompaktseite, deren Sinn nicht so richtig einleuchten will – auch wenn sie in aller Kürze doch NZZ-like sein soll.
Interessant fällt die Werbung für die neue NZZ aus. Nicht nur ist sie «in zwei Minuten» bestellt, sondern auch «in fünf statt zwanzig Minuten» gelesen, zumindest die neue Kompaktseite am Ende des ersten Bundes. Womit auch die NZZ den Kampf gegen den unbestreitbaren Erfolg des Gratisanzeigers 20 Minuten aufgenommen hat, nicht mit einem eigenen Gratisblatt zwar wie andere Verlage – aber zumindest mit einer eigenen Seite zur kurzen Lektüre. Der Erfolg wird zeigen, wie weit das Bedürfnis nach Kürzestinfo geht.
Andere Medien werten zurückhaltend und weitgehend wohlwollend. Dem lässt sich auch auf den zweiten Blick nicht zustimmen. All die erwähnten Einwände (siehe oben) sind geblieben. Immerhin gilt auch, dass die Veränderungen nicht allzu einschneidend sind – und sich die Qualität einer Qualitätszeitung eben immer noch in erster Linie an den Inhalten messen lassen soll und nicht an deren Gestaltung. Mehr Aufschluss wird da sicher der Chefredaktorenwechsel geben, der bereits angekündigt ist.
Interessant fällt die Werbung für die neue NZZ aus. Nicht nur ist sie «in zwei Minuten» bestellt, sondern auch «in fünf statt zwanzig Minuten» gelesen, zumindest die neue Kompaktseite am Ende des ersten Bundes. Womit auch die NZZ den Kampf gegen den unbestreitbaren Erfolg des Gratisanzeigers 20 Minuten aufgenommen hat, nicht mit einem eigenen Gratisblatt zwar wie andere Verlage – aber zumindest mit einer eigenen Seite zur kurzen Lektüre. Der Erfolg wird zeigen, wie weit das Bedürfnis nach Kürzestinfo geht.
Andere Medien werten zurückhaltend und weitgehend wohlwollend. Dem lässt sich auch auf den zweiten Blick nicht zustimmen. All die erwähnten Einwände (siehe oben) sind geblieben. Immerhin gilt auch, dass die Veränderungen nicht allzu einschneidend sind – und sich die Qualität einer Qualitätszeitung eben immer noch in erster Linie an den Inhalten messen lassen soll und nicht an deren Gestaltung. Mehr Aufschluss wird da sicher der Chefredaktorenwechsel geben, der bereits angekündigt ist.
29.12.05
(Finanzen) Jahresende – Zeit des Ausblicks
Jetzt überschlagen sich die (Finanz-) Medien wieder in ihren Ausblicken aufs kommende Jahr. Erste Feststellung dazu: Wie stets überwiegt der Optimismus, denn mit schlechten Nachrichten sind in diesem Mediensegement zumindest keine guten Geschäfte zu machen – denn «only bad news is news» oder «bad news sells» gilt hier für einmal nicht.
Sodann kann man zweitens auf das vergangene 2005 verweisen. Rekordumsätze einerseits, sowie wieder steil ansteigende Aktienkurse spielen die Musik. Nur schon bei den Schweizer Werten wurde eine durchschnittliche Gewinnsteigerung von rund 30 Prozent erzielt. Sie übertraf die verbreiteten Prognosen von anfangs Jahr bei weitem. Keiner der Analysten hatte dem Schweizer Börsenindex SMI mehr als 6500 Punkte zugetraut. Er steht aktuell auf über 7500.
Nun raten sie zu teilweisen Gewinnmitnahmen – einen allgemeinen Rückgang der Kurse sagt aber niemand voraus – siehe oben. Was bleibt zu tun? Sich einerseits lösen von diesen fixen Bilanzierungen zum Jahresende. Dieses ist letztlich ein für die Börse willkürlich gewählter Stichtag. Vielmehr vertrauen auf langfristige Überlegungen. Zum Beispiel darauf, dass sich die Schwellenländer weiterhin stark entwickeln. Länder wie Brasilien, China und Indien dürften die Nase weiterhin vorne haben. Für Russland muss man wegen der politischen Entwicklungen und der einseitigen Rohstofffixierung vorsichtiger sein. Sodann: Kleineren Unternehmen gehört die Zukunft. Für die Schweiz oder auch Europa und Japan auf einen entsprechenden Fonds zu setzen, dürfte langfristig kaum falsch sein. Ob allerdings Ende 2006 ein gutes Resultat rausschaut, ist so unsicher wie jede andre Börsenprognose – und letztlich irrelevant, siehe nochmals oben.
Sodann kann man zweitens auf das vergangene 2005 verweisen. Rekordumsätze einerseits, sowie wieder steil ansteigende Aktienkurse spielen die Musik. Nur schon bei den Schweizer Werten wurde eine durchschnittliche Gewinnsteigerung von rund 30 Prozent erzielt. Sie übertraf die verbreiteten Prognosen von anfangs Jahr bei weitem. Keiner der Analysten hatte dem Schweizer Börsenindex SMI mehr als 6500 Punkte zugetraut. Er steht aktuell auf über 7500.
Nun raten sie zu teilweisen Gewinnmitnahmen – einen allgemeinen Rückgang der Kurse sagt aber niemand voraus – siehe oben. Was bleibt zu tun? Sich einerseits lösen von diesen fixen Bilanzierungen zum Jahresende. Dieses ist letztlich ein für die Börse willkürlich gewählter Stichtag. Vielmehr vertrauen auf langfristige Überlegungen. Zum Beispiel darauf, dass sich die Schwellenländer weiterhin stark entwickeln. Länder wie Brasilien, China und Indien dürften die Nase weiterhin vorne haben. Für Russland muss man wegen der politischen Entwicklungen und der einseitigen Rohstofffixierung vorsichtiger sein. Sodann: Kleineren Unternehmen gehört die Zukunft. Für die Schweiz oder auch Europa und Japan auf einen entsprechenden Fonds zu setzen, dürfte langfristig kaum falsch sein. Ob allerdings Ende 2006 ein gutes Resultat rausschaut, ist so unsicher wie jede andre Börsenprognose – und letztlich irrelevant, siehe nochmals oben.
24.12.05
(Finanzen) Fondssparplan unter den Weihnachtsbaum
Noch eine letzte Idee für ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk gefällig? Dank eines Fondssparplans für Kinder (und Erwachsene) lassen sich mehrere nützliche Dinge miteinander verbinden! Und der Möglichkeiten für einen Abschluss sind zwar noch nicht so viele, wie wünschenswert. Aber das Angebot lässt genügend Spielraum für eine sinnvolle und individuell zugeschnittene Wahl.
Nicht zum ersten Mal werden hier Fondssparpläne der Post, also von deren Finanzdienstleister Postfinance, propagiert. Neben den posteigenen (ein gutes Dutzend) stehen 30 Fonds verschiedenster spezialisierter Fondsgesellschaften zur Verfügung. Nach einer Ersteinlage von 2000 CHF – dies ein Vermouthstropfen beim sonst so günstigen Angebot – sind Folgeeinlagen im Gegenwert schon von 100 CHF möglich, auch in fremden Währungen wie dem Dollar und dem Euro und vor allem bei Fonds, die sich sonst der Sparplanidee verschliessen oder sie nur schwierig realisieren lassen.
Zum Beispiel der Swisscanto Green Invest: Dieser Fonds des Zusammenschlusses der Schweizer Kantonalbanken erlaubt, gemäss den Vorstellungen eines nachhaltigen Investments zu investieren. Damit sind gewisse Problembereiche wie etwa Rüstung, Atomkraft, Tabak usw. ausgeschlossen. Dabei sind dafür beispielsweise Firmen der erneuerbaren Energien – jenes Investmentsektors, der im ablaufenden Jahr bei weitem die besten Renditen einfuhr. Was dem erwähnten Fonds 2005 selbst eine Spitzenrendite von über 30 Prozent eintrug! Doch sei gewarnt: Solches ist auch in vielversprechenden Aktienmärkten nicht Jahr für Jahr zu erwarten!
Von wegen Renditen: Auch andere Fonds, die Postfinance als Sparplan anbietet, waren im ablaufenden Jahr äusserst erfolgreich, etwa jene der Deutschen Bank für Japan und Osteuropa. Wer also jetzt den Schritt macht und in Zukunft regelmässig in kleinen Beträgen sparen und dabei den Aktienmarkt nicht aussen vor lassen möchte, hat in Fondssparplänen der Postfinance eine gute Möglichkeit.
Nicht zum ersten Mal werden hier Fondssparpläne der Post, also von deren Finanzdienstleister Postfinance, propagiert. Neben den posteigenen (ein gutes Dutzend) stehen 30 Fonds verschiedenster spezialisierter Fondsgesellschaften zur Verfügung. Nach einer Ersteinlage von 2000 CHF – dies ein Vermouthstropfen beim sonst so günstigen Angebot – sind Folgeeinlagen im Gegenwert schon von 100 CHF möglich, auch in fremden Währungen wie dem Dollar und dem Euro und vor allem bei Fonds, die sich sonst der Sparplanidee verschliessen oder sie nur schwierig realisieren lassen.
Zum Beispiel der Swisscanto Green Invest: Dieser Fonds des Zusammenschlusses der Schweizer Kantonalbanken erlaubt, gemäss den Vorstellungen eines nachhaltigen Investments zu investieren. Damit sind gewisse Problembereiche wie etwa Rüstung, Atomkraft, Tabak usw. ausgeschlossen. Dabei sind dafür beispielsweise Firmen der erneuerbaren Energien – jenes Investmentsektors, der im ablaufenden Jahr bei weitem die besten Renditen einfuhr. Was dem erwähnten Fonds 2005 selbst eine Spitzenrendite von über 30 Prozent eintrug! Doch sei gewarnt: Solches ist auch in vielversprechenden Aktienmärkten nicht Jahr für Jahr zu erwarten!
Von wegen Renditen: Auch andere Fonds, die Postfinance als Sparplan anbietet, waren im ablaufenden Jahr äusserst erfolgreich, etwa jene der Deutschen Bank für Japan und Osteuropa. Wer also jetzt den Schritt macht und in Zukunft regelmässig in kleinen Beträgen sparen und dabei den Aktienmarkt nicht aussen vor lassen möchte, hat in Fondssparplänen der Postfinance eine gute Möglichkeit.
17.12.05
(Medien) Zensur in China übermächtig
In der Volksrepublik China erscheinen mittlerweile über 2.000 verschiedene Zeitungen, über 8.100 Zeitschriften, es gibt über 300 Radiostationen und 360 Fernsehsender. Ein Zeichen für Pluralismus, Presse- und Informationsfreiheit? Leider nicht. Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wird in China die Presse vom Staat umfassend überwacht und zensiert. Das gilt nicht nur für die Printmedien und das Internet, sondern auch für Fernsehen und Rundfunk. Soweit bekannt, ist die Zahl der Verhaftungen von Internet-Autoren und Dissidenten seit dem Amtsantritt von Staatspräsident Hu Jintao sogar noch gestiegen.
Das oberste Ziel und der Daseinsgrund der Medien in China ist es, das Image der Kommunis-tischen Partei und des Staates zu erhalten und die „soziale Stabilität“ des Landes zu sichern. Die Medien unterliegen ganz offiziell der Aufsicht der staatlichen Presse- und Publikations-verwaltung, die von der Propagandaabteilung (sic!) der KP Chinas gelenkt wird. Die Fernseh- und Rundfunkanstalten des Landes sind alle in staatlicher Hand. Ausländischen Unternehmen ist ausdrücklich untersagt, in China Kabelfernsehen zu betreiben. Schon im Oktober 1993 verabschiedete die Regierung eine neue Regelung, die den Zugang zu ausländischem Satelli-tenversehen erschwerte. Journalisten, die den Vorgaben der KP nicht folgen und unabhängig berichten wollen riskieren Entlassung, Einschüchterung und Verhaftung – selbst im Autono-miegebiet Hongkong. Auch eMails und SMS von Privatpersonen werden nach „kriminellen“ Inhalten gefiltert. Zu den „kriminellen“ Inhalten gehören die Wörter „Tibet“, „Tienanmen“, „Taiwan“ und „Falun Gong“.
Die Angaben über die Zahl der Sicherheitsbeamten, die das Internet kontrollieren, schwanken zwischen 30.000 und deutlich über 40.000. Mehrere hunderttausend „subversive“ Internet-seiten sind in der Volksrepublik gesperrt. Dazu gehören nicht nur die Seiten von Menschen-rechtsorganisationen. Auch viele westliche Medien sind betroffen, wie die BBC, aber auch die Hong Kong Voice of Democracy, praktisch alle taiwanesischen und tibetischen Seiten, sehr viele Seiten mit christlichen Inhalten und alle Seiten über die buddhistische Meditationsschule Falun Gong. Wer in China einen Internetanschluß privat nutzen will, muss sich vorher bei der Polizei registrieren lassen. Internetnutzer müssen außerdem einen Vertrag unterschreiben, der sie verpflichtet, den Internetzugang nicht für „illegale“ Aktivitäten zu verwenden. Ansonsten drohen hohe Haftstrafen. Zehntausende der öffentlichen „Netzbars“, wie Internet-Cafés in China genannt werden, wurden in den vergangenen Jahren geschlossen.
Alle „Internet Service Provider“ (ISP) in China unterliegen einer engen staatlichen Kontrolle. Aber auch internationale Webportale unterstützen die chinesische Regierung bei ihrer Web-zensur. Die Suchmaschine „Yahoo“ beispielsweise unterzeichnete bereits im Juli 2002 einen Vertrag, in dem sie sich zur freiwilligen Selbstzensur verpflichtete. Berichten zufolge scheint sich auch die Rivalin „Google“ für diesen Weg entschieden zu haben, nachdem sie bereits einmal vollkommen von der chinesischen Regierung gesperrt worden war. „Google“ und „Yahoo“ versuchen beide, den chinesischen Markt zu erobern, und sie gehen dabei Kompro-misse ein, die direkt die Pressefreiheit in China gefährden. Trotz des enormen Aufwandes ist es der KP China bisher dennoch nicht gelungen, das Internet völlig frei von unzensierten In-formationen zu halten. Nach einer Untersuchung der Chinesischen Akademie für Sozialwis-senschaften verbringt die junge chinesische Generation nicht nur mehr Zeit im Internet, sondern betrachtet des Netz sogar als ihre erste und glaubwürdigste Informationsquelle. Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte 2005 / www.sonnenseite.com
Das oberste Ziel und der Daseinsgrund der Medien in China ist es, das Image der Kommunis-tischen Partei und des Staates zu erhalten und die „soziale Stabilität“ des Landes zu sichern. Die Medien unterliegen ganz offiziell der Aufsicht der staatlichen Presse- und Publikations-verwaltung, die von der Propagandaabteilung (sic!) der KP Chinas gelenkt wird. Die Fernseh- und Rundfunkanstalten des Landes sind alle in staatlicher Hand. Ausländischen Unternehmen ist ausdrücklich untersagt, in China Kabelfernsehen zu betreiben. Schon im Oktober 1993 verabschiedete die Regierung eine neue Regelung, die den Zugang zu ausländischem Satelli-tenversehen erschwerte. Journalisten, die den Vorgaben der KP nicht folgen und unabhängig berichten wollen riskieren Entlassung, Einschüchterung und Verhaftung – selbst im Autono-miegebiet Hongkong. Auch eMails und SMS von Privatpersonen werden nach „kriminellen“ Inhalten gefiltert. Zu den „kriminellen“ Inhalten gehören die Wörter „Tibet“, „Tienanmen“, „Taiwan“ und „Falun Gong“.
Die Angaben über die Zahl der Sicherheitsbeamten, die das Internet kontrollieren, schwanken zwischen 30.000 und deutlich über 40.000. Mehrere hunderttausend „subversive“ Internet-seiten sind in der Volksrepublik gesperrt. Dazu gehören nicht nur die Seiten von Menschen-rechtsorganisationen. Auch viele westliche Medien sind betroffen, wie die BBC, aber auch die Hong Kong Voice of Democracy, praktisch alle taiwanesischen und tibetischen Seiten, sehr viele Seiten mit christlichen Inhalten und alle Seiten über die buddhistische Meditationsschule Falun Gong. Wer in China einen Internetanschluß privat nutzen will, muss sich vorher bei der Polizei registrieren lassen. Internetnutzer müssen außerdem einen Vertrag unterschreiben, der sie verpflichtet, den Internetzugang nicht für „illegale“ Aktivitäten zu verwenden. Ansonsten drohen hohe Haftstrafen. Zehntausende der öffentlichen „Netzbars“, wie Internet-Cafés in China genannt werden, wurden in den vergangenen Jahren geschlossen.
Alle „Internet Service Provider“ (ISP) in China unterliegen einer engen staatlichen Kontrolle. Aber auch internationale Webportale unterstützen die chinesische Regierung bei ihrer Web-zensur. Die Suchmaschine „Yahoo“ beispielsweise unterzeichnete bereits im Juli 2002 einen Vertrag, in dem sie sich zur freiwilligen Selbstzensur verpflichtete. Berichten zufolge scheint sich auch die Rivalin „Google“ für diesen Weg entschieden zu haben, nachdem sie bereits einmal vollkommen von der chinesischen Regierung gesperrt worden war. „Google“ und „Yahoo“ versuchen beide, den chinesischen Markt zu erobern, und sie gehen dabei Kompro-misse ein, die direkt die Pressefreiheit in China gefährden. Trotz des enormen Aufwandes ist es der KP China bisher dennoch nicht gelungen, das Internet völlig frei von unzensierten In-formationen zu halten. Nach einer Untersuchung der Chinesischen Akademie für Sozialwis-senschaften verbringt die junge chinesische Generation nicht nur mehr Zeit im Internet, sondern betrachtet des Netz sogar als ihre erste und glaubwürdigste Informationsquelle. Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte 2005 / www.sonnenseite.com
14.12.05
(Finanzen) Von der Usurpation der Alternative
Hedge Funds, berühnt geworden durch die UBS-Krise Ende der 90er Jahre, haben sich ein Etikett zugelegt, das ihrem Wesen kaum gerecht wird. Um sogenannte alternative Geldanlagen soll es sich handeln, wenn ohne Transparenz die unmöglichsten Finanzmarktkonstrukte zum Einsatz gelangen, vereinfacht gesagt, wenn den spekulativen Schleusen keine Grenzen gesetzt sind.
Das Wort Alternative - lässt uns der klassische Duden wissen – meint die «Entscheidung zwischen zwei oder mehr Möglichkeiten» sowie unter der Eigenschaft alternativ «als menschen- und umweltfreundlich angesehen». Davon kann bei Hedge Funds keine Rede sein. Sie bieten zwar andere Möglichkeiten des Investierens, doch selbst die Investoren verlieren mitunter den Überblick, wenn es ums Verständnis der Mechanismen geht. Einer, der viel Geld auf diese Weise gemacht hat, der ungarisch-amerikanische Multimilliardär George Soros weist unterdessen auf die Gefahren hin, die solches Tun für die internationalen Finanzmärkte und letztlich für die Menschheit beinhaltet.
Da hört es spätestens auf mit dem alternativen Charakter der Hedge Funds. Sie sind eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Die Investorengemeinde, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat, ist aufgerufen, für Ihren Anlagestil das Wort alternativ zurückzuerobern. Denn Anlagen, die Augenmerk auf umweltrelevante und soziale Belange richten und schädliche wirtschaftliche Auswirkungen aussen vor lassen, sind die wirklich alternativen.
Das Wort Alternative - lässt uns der klassische Duden wissen – meint die «Entscheidung zwischen zwei oder mehr Möglichkeiten» sowie unter der Eigenschaft alternativ «als menschen- und umweltfreundlich angesehen». Davon kann bei Hedge Funds keine Rede sein. Sie bieten zwar andere Möglichkeiten des Investierens, doch selbst die Investoren verlieren mitunter den Überblick, wenn es ums Verständnis der Mechanismen geht. Einer, der viel Geld auf diese Weise gemacht hat, der ungarisch-amerikanische Multimilliardär George Soros weist unterdessen auf die Gefahren hin, die solches Tun für die internationalen Finanzmärkte und letztlich für die Menschheit beinhaltet.
Da hört es spätestens auf mit dem alternativen Charakter der Hedge Funds. Sie sind eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Die Investorengemeinde, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat, ist aufgerufen, für Ihren Anlagestil das Wort alternativ zurückzuerobern. Denn Anlagen, die Augenmerk auf umweltrelevante und soziale Belange richten und schädliche wirtschaftliche Auswirkungen aussen vor lassen, sind die wirklich alternativen.
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