Greenpeace hat soeben seinen fünften Ranking-Bericht zur Geräteumweltverträglichkeit der größten Mobiltelefon- sowie Computerhersteller veröffentlicht. Demnach zeichnet sich ein deutlicher Trend bei der Elektronik-Industrie ab, gefährliche Substanzen aus ihren Geräten zu verbannen und das Recycling alter Geräte zu gewährleisten. Alle 14 getesteten Firmen bekommen inzwischen fünf bis acht von zehn möglichen Punkten. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung, da noch vor einem Jahr die Hälfte der Firmen weniger als fünf Punkte erreichte.
Der Leitfaden zur grünen Elektronik wurde im August 2006 das erste Mal veröffentlicht. Er war die Antwort von Greenpeace auf die Tatsache, dass die meisten Firmen sich nicht dafür verantwortlich fühlten, ihren Elektroschrott auch zu recyclen. Der Leitfaden bewertet die 14 größten Elektrohersteller danach, inwiefern sie in ihrem Produkten gefährliche Substanzen verarbeiten und ob sie über Rückgabe- und Recyclingsysteme für ihre Altgeräten verfügen. Die neueste Ausgabe gibt Nokia als derzeit führenden Hersteller an. Sony Ericsson belegt den zweiten Platz und Dell teilt sich mit Lenovo den dritten Platz.
Sony und LG Electronics (LGE) konnten ihren guten Punktestand weiter ausbauen. Beide Firmen haben die Anti-Recycling-Industriekoalition verlassen. Diese Vereinigung befürwortet es, von Verbrauchern eine Recycling-Gebühr zu verlangen und setzt sich gegen eine Verantwortung der Produktionsfirmen für Recycling von Altprodukten ein. Sonys neues Programm zum kostenlosen Recyclen seiner Produkte in den USA und sein Austreten aus der Anti-Koalition zeigt ein neues Bekenntnis zu individueller Herstellerverantwortung, fügt Hind hinzu. Jedoch muss der Hersteller nun weitere Schritte gehen und dieses Programm weltweit bekannt machen, wenn er die Konkurrenz anführen will.
Am schlechtesten schneidet Panasonic ab. Obwohl der Hersteller einige Produkte frei von den meisten gefährlichen Chemikalien anbietet, versagt die Firma komplett beim Recycling alter Produkte. Apple, der Hersteller des neuen iPhones, hat keine Verbesserungen vorgenommen und darum mit 5,3 Punkten nur den zwölften Platz erreicht. Apple bleibt damit teilweise weit hinter der Konkurrenz zurück.
Quelle: Greenpeace / www.sonnenseite.com
29.9.07
20.9.07
(Umwelt) Grosskonzerne setzen nun auch auf Windkraft – in Megamassstab.
Gleich mehrere Meldungen aus der Energieszene lassen in diesen Herbstwochen aufhorchen. So etwa diese: Der weltgrößte Atomkonzern Areva drängt weiter auf mehr Windenergie. Nachdem der französische Atomkonzern Anfang 2007 die deutsche "Repower" übernehmen wollte, aber gescheitert war, übernimmt der französische Staatskonzern jetzt den Windturbinenhersteller Multibrid in Bremerhaven. Kosten 150 Millionen Euro.
„Mit AREVA haben wir den starken Partner gefunden, mit dem wir in den nächsten Jahren unsere Position am Markt noch weiter stärken und ausbauen werden“, so Ingo de Buhr, Geschäftsführer von PROKON Nord. „Mit der Finanzkraft und den weltweiten Aktivitäten von AREVA wollen wir den Zukunftsmarkt der Offshore-Windenergie strategisch europaweit ausbauen.“ Das Unternehmen entwickelt Offshore-Anlagen und ist am ersten französischen Offshore-Park "Alabasterküste" beteiligt. Bis 2009 sollen vor der deutschen Nordseeküste 160 Windräder der Fünf-Megawatt-Klasse für zwei Offshore-Windparks gefertigt werden. Diese 160 Windräder können ein kleines Atomkraftwerk ersetzen.
Der neue Deal unterstreicht das Interesse der alten Energieversorger, gerade noch rechtzeitig auf den Zug der Erneuerbaren aufzuspringen. Auch die atomverrückten Franzosen müssen nun also allmählich umsteigen. Aber auch Deutschlands größter Energiekonzern E.on betreibt bereits 20 Windparks – allerdings in England. Und jetzt planen die Düsseldorfer einen weiteren Offshore-Windpark mit 80 Windrädern - acht Kilometer vor der englischen Küste von Yorkshire. Die 80 Windräder sollen bis zu 300 Megawatt Strom erzeugen und den Strombedarf von etwa 700.000 Menschen decken. Der geplante Windpark "Humber Gateway" soll etwa 600 Millionen Euro kosten.
Quelle: www.sonnenseite.com
„Mit AREVA haben wir den starken Partner gefunden, mit dem wir in den nächsten Jahren unsere Position am Markt noch weiter stärken und ausbauen werden“, so Ingo de Buhr, Geschäftsführer von PROKON Nord. „Mit der Finanzkraft und den weltweiten Aktivitäten von AREVA wollen wir den Zukunftsmarkt der Offshore-Windenergie strategisch europaweit ausbauen.“ Das Unternehmen entwickelt Offshore-Anlagen und ist am ersten französischen Offshore-Park "Alabasterküste" beteiligt. Bis 2009 sollen vor der deutschen Nordseeküste 160 Windräder der Fünf-Megawatt-Klasse für zwei Offshore-Windparks gefertigt werden. Diese 160 Windräder können ein kleines Atomkraftwerk ersetzen.
Der neue Deal unterstreicht das Interesse der alten Energieversorger, gerade noch rechtzeitig auf den Zug der Erneuerbaren aufzuspringen. Auch die atomverrückten Franzosen müssen nun also allmählich umsteigen. Aber auch Deutschlands größter Energiekonzern E.on betreibt bereits 20 Windparks – allerdings in England. Und jetzt planen die Düsseldorfer einen weiteren Offshore-Windpark mit 80 Windrädern - acht Kilometer vor der englischen Küste von Yorkshire. Die 80 Windräder sollen bis zu 300 Megawatt Strom erzeugen und den Strombedarf von etwa 700.000 Menschen decken. Der geplante Windpark "Humber Gateway" soll etwa 600 Millionen Euro kosten.
Quelle: www.sonnenseite.com
18.9.07
(Umwelt) Solarcomplex - Grossprojekt ennet der Grenze
Während in der Schweiz kleinere Unternehmen langsam in der aufblühenden Solarbranche Fuss fassen, ist das nördliche Nachbarland viel weiter. Neben renomierten Grossunternehmen wie Solarworld, Conergy und Q-Cells – allesamt Komplettanbieter im Bereich der Solartechnologie – sind Bürgerinitiativen vielversprechend unterwegs. Herausragendes Beispiel ist die in Baden-Würtemberg tätige Solarcomplex AG, die neben vielen Einzelprojekten unter anderem die Aktion Bioenergiedörfer gestartet hat.
Biogas, moderne Holzenergie, Photovoltaik: Mauenheim ist das erste Dorf in Baden-Württemberg, welches sich vollständig aus heimischen erneuerbaren Energien versorgt. Über ein 4 km langes Nahwärmenetz wird Wärme aus einer Biogasanlage und einer Holzhackschnitzelheizung an 66 kommunale, kirchliche und private Gebäude geliefert. Neben den ökologischen Vorteilen hat das Projekt gemäss den Realisatoren von Solarcomplex einen hohen regionalwirtschaftlichen Wert: Die Energiekosten fließen nicht mehr ab, sondern bleiben als Kaufkraft vor Ort. Wäre nach Initianten auf viele Dörfer in BW zu übertragen – und sicher auch in den ländlichen Raum in der Schweiz. Als nächstes steht das Bioenergiedorf Lippertsreute zur Realisierung 2007 und 2008 an.
Solarcomplex strebt eine Taktzahl von einem Bioenergiedorf pro Jahr an. Konzepte für Zuschüsse sind in Baden-Würtemberg unterdessen vor der Realsation. Solarcomplex führt sodann im Oktober eine Messe Moderne Energien durch (Insel Mainau vom 19.-21.Oktober, 10-18 Uhr) – während sich Mauenheim vor Besucherinteresse kaum mehr erretten kann, sogar aus England und China. Langfristiges Ziel ist es, Bioenergiedörfer in D (1000) und europaweit spriessen zu lassen.
Solarcomplex hat des weiteren mit der 6-kW-Konzeption bisher über 3 Megawatt Solarkraftwerke realisiert. Das entspricht einer Modulfläche von rund 30.000 Quadratmetern und einem Jahresstromertrag von etwa 3 Mio. kWh sauberem Solarstrom pro Jahr, ausreichend für 3.000 Personen oder 850 Haushalte. Während der Laufzeit der Anlagen werden gegenüber dem herkömmlichen Strommix gut 40.000 t CO2 eingespart. Die Investitionssumme von bisher 15 Mio. Euro gilt in Zeiten einer kränkelnden Baukonjunktur ein kleines regionales Wirtschaftsförderungsprogramm. Viele Initiativen auf einmal, deren Nachahmung auch in der Schweiz anzustreben wäre!
Weitere Informationen über www.solarcomplex.de
Biogas, moderne Holzenergie, Photovoltaik: Mauenheim ist das erste Dorf in Baden-Württemberg, welches sich vollständig aus heimischen erneuerbaren Energien versorgt. Über ein 4 km langes Nahwärmenetz wird Wärme aus einer Biogasanlage und einer Holzhackschnitzelheizung an 66 kommunale, kirchliche und private Gebäude geliefert. Neben den ökologischen Vorteilen hat das Projekt gemäss den Realisatoren von Solarcomplex einen hohen regionalwirtschaftlichen Wert: Die Energiekosten fließen nicht mehr ab, sondern bleiben als Kaufkraft vor Ort. Wäre nach Initianten auf viele Dörfer in BW zu übertragen – und sicher auch in den ländlichen Raum in der Schweiz. Als nächstes steht das Bioenergiedorf Lippertsreute zur Realisierung 2007 und 2008 an.
Solarcomplex strebt eine Taktzahl von einem Bioenergiedorf pro Jahr an. Konzepte für Zuschüsse sind in Baden-Würtemberg unterdessen vor der Realsation. Solarcomplex führt sodann im Oktober eine Messe Moderne Energien durch (Insel Mainau vom 19.-21.Oktober, 10-18 Uhr) – während sich Mauenheim vor Besucherinteresse kaum mehr erretten kann, sogar aus England und China. Langfristiges Ziel ist es, Bioenergiedörfer in D (1000) und europaweit spriessen zu lassen.
Solarcomplex hat des weiteren mit der 6-kW-Konzeption bisher über 3 Megawatt Solarkraftwerke realisiert. Das entspricht einer Modulfläche von rund 30.000 Quadratmetern und einem Jahresstromertrag von etwa 3 Mio. kWh sauberem Solarstrom pro Jahr, ausreichend für 3.000 Personen oder 850 Haushalte. Während der Laufzeit der Anlagen werden gegenüber dem herkömmlichen Strommix gut 40.000 t CO2 eingespart. Die Investitionssumme von bisher 15 Mio. Euro gilt in Zeiten einer kränkelnden Baukonjunktur ein kleines regionales Wirtschaftsförderungsprogramm. Viele Initiativen auf einmal, deren Nachahmung auch in der Schweiz anzustreben wäre!
Weitere Informationen über www.solarcomplex.de
13.9.07
(Finanzen) Finanzplatz Schweiz bläst zum Sturmangriff
Vor wenigen Jahren hatte es anders getönt. Da war von bevorstehender Redimensionierung gewaltigen Ausmasses die Rede. Jetzt wollen die Protagonisten des hiesigen Finanzplatzes bis Mitte des kommenden Jahrzehnts ein nicht unbescheidenes Wachstum stemmen. Sie stellen 20 bis 40 Prozent mehr Arbeitsplätze und eine entsprechende Zunahme des Steueraufkommens in Aussicht. Dass dies gerade jetzt erfolgt, ist gemäss Peter Gomez, dem Verwaltungsratspräsidenten der Schweizer Börse SWX, kein Zufall, vielmehr (erhoffte) Beeinflussung des kommenden Legislaturprogramms des Bundesrats. Während sich Fondsverbandspräsident Fischer gleichzeitig dagegen verwahrte, hier direkt Wahlkampf aus Sicht der Finanzbranche zu machen.
Damit der Finanzplatz seine Vision von einer «Top-3-Position unter den weltweiten Finanzplätzen» realisieren kann, braucht es von Seiten der Politik und Verwaltung passende «Regulationen», will heissen einfache, klare und nicht zu weit gehende Gesetze und Vorschriften. Will im Klartext auch heissen, keine politisch motivierte Rechtshilfe vorzusehen – und so der internationalen Vermögensverwaltung (Private Banking) Vorschub zu leisten. Bedeutet für die Lebensversicherungsbranche die Abschaffung der ihr schon lange als Stachel im Fleisch sitzenden Stempelsteuer und für die Hedge-Fonds-Branche Elimination hinderlicher Vorschriften.
Doch ebendiese hängt derzeit eher in den Seilen. Folgt man Branchenkennern, so ist die spätsommerliche Börsenkrise noch nicht ausgestanden. Die Zunft sei vielmehr angeschlagen oder «knocked out», wie es Frédéric Lebel, oberster Anlagechef der Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch, an einer Präsentation letzte Woche in Zürich sagte. Zwar hätten die LODH-Fonds in den vergangenen Jahren ihre Rolle als Ausgleich zu extremen Marktausschlägen gut gespielt. Aber gerade im vergangenen Monat August mussten auch deren Hedge Funds deutliche Kursrückgänge hinnehmen, bei LODH wohl zwischen zwei bis fünf Prozent. Definitive Zahlen liegen aber noch nicht vor.
So kontrastieren die schönen Visionen der Finanzplatzvertreter und die aktuellen Realitäten. Da vermochte man sich an der aktuellen Präsentation des Masterplans zum Finanzplatz Schweiz nur in allgemeine Floskeln retten: Lieber spreche man von Klumpenchancen denn vom Klumpenrisiko eines wuchernden Finanzplatzes. Und zuvorderst stünden gar nicht die politischen Forderungen, sondern die Suche nach und die Ausbildung von jungen dynamischen Talenten. Um gleichzeitig einzugestehen, dass beispielsweise «viele Professoren an den Universitäten am ehesten ein Leuchtturm ihrerselbst seien», so etwa Gomez. Er war Professor an der HSG und muss es ja wissen. Dass in der Zukunftsvision des Finanzplatzes vor allem von den Chancen die Rede ist, mag man den Protagonisten nachsehen. Dass sie die wegzurationalisierenden oder auszulagernden Arbeitsplätze schlicht vergessen zu erwähnen, ist allerdings ein Rechnungsfehler, der Finanzmarktexperten schlecht ansteht, Professorentitel hin oder hier.
Damit der Finanzplatz seine Vision von einer «Top-3-Position unter den weltweiten Finanzplätzen» realisieren kann, braucht es von Seiten der Politik und Verwaltung passende «Regulationen», will heissen einfache, klare und nicht zu weit gehende Gesetze und Vorschriften. Will im Klartext auch heissen, keine politisch motivierte Rechtshilfe vorzusehen – und so der internationalen Vermögensverwaltung (Private Banking) Vorschub zu leisten. Bedeutet für die Lebensversicherungsbranche die Abschaffung der ihr schon lange als Stachel im Fleisch sitzenden Stempelsteuer und für die Hedge-Fonds-Branche Elimination hinderlicher Vorschriften.
Doch ebendiese hängt derzeit eher in den Seilen. Folgt man Branchenkennern, so ist die spätsommerliche Börsenkrise noch nicht ausgestanden. Die Zunft sei vielmehr angeschlagen oder «knocked out», wie es Frédéric Lebel, oberster Anlagechef der Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch, an einer Präsentation letzte Woche in Zürich sagte. Zwar hätten die LODH-Fonds in den vergangenen Jahren ihre Rolle als Ausgleich zu extremen Marktausschlägen gut gespielt. Aber gerade im vergangenen Monat August mussten auch deren Hedge Funds deutliche Kursrückgänge hinnehmen, bei LODH wohl zwischen zwei bis fünf Prozent. Definitive Zahlen liegen aber noch nicht vor.
So kontrastieren die schönen Visionen der Finanzplatzvertreter und die aktuellen Realitäten. Da vermochte man sich an der aktuellen Präsentation des Masterplans zum Finanzplatz Schweiz nur in allgemeine Floskeln retten: Lieber spreche man von Klumpenchancen denn vom Klumpenrisiko eines wuchernden Finanzplatzes. Und zuvorderst stünden gar nicht die politischen Forderungen, sondern die Suche nach und die Ausbildung von jungen dynamischen Talenten. Um gleichzeitig einzugestehen, dass beispielsweise «viele Professoren an den Universitäten am ehesten ein Leuchtturm ihrerselbst seien», so etwa Gomez. Er war Professor an der HSG und muss es ja wissen. Dass in der Zukunftsvision des Finanzplatzes vor allem von den Chancen die Rede ist, mag man den Protagonisten nachsehen. Dass sie die wegzurationalisierenden oder auszulagernden Arbeitsplätze schlicht vergessen zu erwähnen, ist allerdings ein Rechnungsfehler, der Finanzmarktexperten schlecht ansteht, Professorentitel hin oder hier.
3.9.07
(Finanzen) Neuer Index für die nachhaltige Geldanlage
Der Global Challenges Index gilt als Innovation am Finanzmarkt. Mit ihm wird die Dynamik des Leitbildes Nachhaltige Entwicklung erstmals konsequent und nachvollziehbar in einem Index abgebildet. Nachhaltig orientierte Investoren profitieren vom Global Challenges Index, denn er konkretisiert das Thema „Nachhaltigkeit“ durch die Fokussierung auf sieben zukunftsrelevante Handlungsfelder, legt strenge und konsequente Leistungskriterien an die gelisteten Unternehmen an, identifiziert Vorreiterunternehmen , die Chancen des globalen Wandels aktiv nutzen.
Der Global Challenges Index ist ausgerichtet auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends, denen sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stellen müssen:
- die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels
- die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser
- die Beendigung der Entwaldung und die Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft
- den Erhalt der Artenvielfalt
- den Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung
- die Bekämpfung der Armut
- die Unterstützung verantwortungsvoller Führungs- (Governance-) Strukturen
Der Global Challenges Index umfasst Unternehmen, die sich dieser Verantwortung aktiv stellen und substanzielle, richtungweisende Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten. Der Index enthält 50 Titel weltweit tätiger Großunternehmen sowie kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die durch ihre Produkt- und Dienstleistungspalette eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich gleichzeitig Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung erschließen.
Die Auswahl der Unternehmen erfolgt nach strengen Kriterien: oekom research bewertet die Wertpapieremittenten hinsichtlich ihres sozialen und umweltbezogenen Engagements sowie der Einhaltung strenger Ausschlusskriterien. Ein unabhängiger Beirat unterstützt die Entwicklung des Auswahlprozesses. Die Börse Hannover hat bereits erste Indexprodukte lanciert, die unter der Bezeichnung NORD/LB und NORDCON laufen.
Quelle: www.gc-index.com/de
Der Global Challenges Index ist ausgerichtet auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends, denen sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stellen müssen:
- die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels
- die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser
- die Beendigung der Entwaldung und die Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft
- den Erhalt der Artenvielfalt
- den Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung
- die Bekämpfung der Armut
- die Unterstützung verantwortungsvoller Führungs- (Governance-) Strukturen
Der Global Challenges Index umfasst Unternehmen, die sich dieser Verantwortung aktiv stellen und substanzielle, richtungweisende Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten. Der Index enthält 50 Titel weltweit tätiger Großunternehmen sowie kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die durch ihre Produkt- und Dienstleistungspalette eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich gleichzeitig Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung erschließen.
Die Auswahl der Unternehmen erfolgt nach strengen Kriterien: oekom research bewertet die Wertpapieremittenten hinsichtlich ihres sozialen und umweltbezogenen Engagements sowie der Einhaltung strenger Ausschlusskriterien. Ein unabhängiger Beirat unterstützt die Entwicklung des Auswahlprozesses. Die Börse Hannover hat bereits erste Indexprodukte lanciert, die unter der Bezeichnung NORD/LB und NORDCON laufen.
Quelle: www.gc-index.com/de
29.8.07
(Umwelt) Weltgrößtes Solarfeld in Betrieb genommen
„Ab sofort können wir bis zu sechs Megawatt Solarstrom einspeisen“, verkündete juwi-Vorstand Matthias Willenbacher bei der offiziellen Inbetriebnahme des weltweit größten Solar-Projekts „Waldpolenz“ im sächsischen Brandis. Und das ist noch nicht einmal annähernd die Leistung, die das Solarkraftwerk der juwi-Gruppe künftig erreichen soll. 40 Megawatt sollen bis Ende 2009 auf dem ehemaligen Militärflughafen im Muldentalkreis installiert sein und dann auf 220 Hektar – umgerechnet eine Fläche von 200 Fußballfeldern – etwa 40 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugen. Dies entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 10.000 bundesdeutschen Haushalten. Das Solarunternehmen aus dem Rheinland-Pfälzischen Bolanden setzt damit eine neue Marke für Betreiber von solaren Großanlagen und schiebt sich so auf den ersten Platz der weltweiten Top-Ten.
Der Solarpark „Waldpolenz“ wäre nach seiner Fertigstellung in gut zwei Jahren voraussichtlich doppelt so groß wie das derzeit größte Solarkraftwerk des Mitbewerbers SunTechnics, das allerdings noch in diesem Jahr in Korea fertig gestellt werden soll. Mit 20 Megawatt hat das SunTechnics-Projekt in SinAn, südwestlich der koreanischen Hauptstadt Seoul gelegen, bereits ein beachtliches Ausmaß. Den Hintergrund für dieses Streben nach Größe erklärt Matthias Willenbacher von der juwi-Gruppe. „In einer Zeit, wo alle Welt über den Klimawandel diskutiert, zeigen wir die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien.“ Dabei trügen solche Freiflächenanlagen, als besonders preisgünstiges Photovoltaik-Segment, maßgeblich zum Erfolg der Solarenergie bei, so der juwi-Vorstand. Allerdings nur solange, wie sich die Bundesregierung an die bislang vereinbarten Förderbedingungen für Sonnenstrom halte, meint Carsten Körnig vom Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW-Solar) gegenüber EuPD Europressedienst.
„Top-Ten“ der größten Solarkraftwerke
Fünf der weltweit größten Solarkraftwerke entstehen in Deutschland. Der Solarpark „Waldpolenz“ wird nach der Fertigstellung Ende 2009 voraussichtlich den ersten Platz unter den „Top-Ten“ einnehmen:
Brandis, Deutschland – 40 MW geplant
SinAn, Süd-Korea – 20 MW, im Bau
Beneixama, Spanien – 20 MW geplant
Erlasee/Arnstein, Deutschland – 12 MW
Sepra, Portugal – 11 MW
Pocking, Deutschland – 10 MW
Milagro, Spanien – 9,5 MW
Doberschütz, Deutschland – 6 MW
Darro, Spanien – 5,8 MW
Miegersbach, Deutschland – 5,3 MW
Quelle: EuPD Europressedienst 20 / www.sonnenseite.com
Der Solarpark „Waldpolenz“ wäre nach seiner Fertigstellung in gut zwei Jahren voraussichtlich doppelt so groß wie das derzeit größte Solarkraftwerk des Mitbewerbers SunTechnics, das allerdings noch in diesem Jahr in Korea fertig gestellt werden soll. Mit 20 Megawatt hat das SunTechnics-Projekt in SinAn, südwestlich der koreanischen Hauptstadt Seoul gelegen, bereits ein beachtliches Ausmaß. Den Hintergrund für dieses Streben nach Größe erklärt Matthias Willenbacher von der juwi-Gruppe. „In einer Zeit, wo alle Welt über den Klimawandel diskutiert, zeigen wir die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien.“ Dabei trügen solche Freiflächenanlagen, als besonders preisgünstiges Photovoltaik-Segment, maßgeblich zum Erfolg der Solarenergie bei, so der juwi-Vorstand. Allerdings nur solange, wie sich die Bundesregierung an die bislang vereinbarten Förderbedingungen für Sonnenstrom halte, meint Carsten Körnig vom Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW-Solar) gegenüber EuPD Europressedienst.
„Top-Ten“ der größten Solarkraftwerke
Fünf der weltweit größten Solarkraftwerke entstehen in Deutschland. Der Solarpark „Waldpolenz“ wird nach der Fertigstellung Ende 2009 voraussichtlich den ersten Platz unter den „Top-Ten“ einnehmen:
Brandis, Deutschland – 40 MW geplant
SinAn, Süd-Korea – 20 MW, im Bau
Beneixama, Spanien – 20 MW geplant
Erlasee/Arnstein, Deutschland – 12 MW
Sepra, Portugal – 11 MW
Pocking, Deutschland – 10 MW
Milagro, Spanien – 9,5 MW
Doberschütz, Deutschland – 6 MW
Darro, Spanien – 5,8 MW
Miegersbach, Deutschland – 5,3 MW
Quelle: EuPD Europressedienst 20 / www.sonnenseite.com
26.8.07
(Umwelt) Himmlische Energie bremst AKW aus
Erinnert sich noch jemand an den GROWIAN (Große-Wind-Anlage). An den schlanken, 350 Tonnen schweren Stahlrohrmast an der schleswig-holsteinischen Westküste mit einem 340 Tonnen schweren Maschinenhaus an seiner 100 m hohen Spitze und mit zwei 23 Tonnen schweren Rotorblättern? Die drei Megawatt Anlage am Kaiser-Wilhelm-Koog wurde ein Misserfolg. Vier Jahre nach dem Probebetrieb ging sie 1987 an ihrer eigenen Masse kaputt. Das 54 Millionen Euro teure Windrad erwies sich als eine der größten Fehlschläge in der Geschichte der Windenergiegewinnung.
Aber die deutschen Windingenieure gaben nicht auf. Sie zogen vielmehr Lehren aus dem GROWIAN-Desaster und begannen kleinere Windräder zu bauen und diese zu Windparks zusammenzufassen. Schließlich bauten sie dann doch immer größere Windräder. Heute drehen sich die ersten Sechs-Megawatt-Windmühlen. Auf dem GROWIAN-Gelände verwandeln heute 32 verschiedene Windkraftanlagen (WKA) Nordseewind in elektrischen Strom - himmlische Energie, umweltfreundlich, preiswert, ohne Probleme mit zu Ende gehenden Rohstoffen. Die 26,8 Megawatt Windkraft produzieren pro Jahr etwa 78 Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht um mehr als 50.000 Menschen mit Strom zu versorgen.
Nach 20 Jahren Erfolgsgeschichte der deutschen Windenergie produzieren heute knapp 20.000 Windräder sechs Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Im August 2007 haben in Deutschland die Windräder erstmals eine etwas höhere Leistung als die 17 deutschen Atomkraftwerke. Da der Wind jedoch nicht immer weht, produzieren Windräder bisher freilich weniger Strom als AKWs. Allerdings: Auch AKWs produzieren nicht immer. Von den 17 AKWs lagen im Juli 2007 an manchen Tagen sechs still. Immerhin: Am 30. Juli 2007 speisen die Windräder in Deutschland bereits 226 Millionen Kilowattstunden Strom ins Netz ein, die AKWs brachten es am selben Tag auf 270 Millionen Kilowattstunden. Vielleicht schon in wenigen Jahren werden die Windräder in Deutschland mehr Strom produzieren als AKWs.
Weniger in Deutschland, aber weltweit ist die Windstromerzeugung im Aufwind. Deutschland ist zwar noch Windweltmeister, aber die USA, China, Indien oder Spanien installieren inzwischen jedes Jahr weit mehr neue Anlagen als Deutschland. Vor allem in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen wird die Windenergie seit Jahren politisch ausgebremst. Es fehlt in den genannten Bundesländern überhaupt nicht an geeigneten Windstandorten. Was allein fehlt, ist der politische Wille, so der deutsche Journalist und Umweltexperte Franz Alt. Eine Feststellung, die sich getrost auch auf die Schweizer Energiepolitik übertragen lässt.
Quelle: www.sonnenseite.com
Aber die deutschen Windingenieure gaben nicht auf. Sie zogen vielmehr Lehren aus dem GROWIAN-Desaster und begannen kleinere Windräder zu bauen und diese zu Windparks zusammenzufassen. Schließlich bauten sie dann doch immer größere Windräder. Heute drehen sich die ersten Sechs-Megawatt-Windmühlen. Auf dem GROWIAN-Gelände verwandeln heute 32 verschiedene Windkraftanlagen (WKA) Nordseewind in elektrischen Strom - himmlische Energie, umweltfreundlich, preiswert, ohne Probleme mit zu Ende gehenden Rohstoffen. Die 26,8 Megawatt Windkraft produzieren pro Jahr etwa 78 Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht um mehr als 50.000 Menschen mit Strom zu versorgen.
Nach 20 Jahren Erfolgsgeschichte der deutschen Windenergie produzieren heute knapp 20.000 Windräder sechs Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Im August 2007 haben in Deutschland die Windräder erstmals eine etwas höhere Leistung als die 17 deutschen Atomkraftwerke. Da der Wind jedoch nicht immer weht, produzieren Windräder bisher freilich weniger Strom als AKWs. Allerdings: Auch AKWs produzieren nicht immer. Von den 17 AKWs lagen im Juli 2007 an manchen Tagen sechs still. Immerhin: Am 30. Juli 2007 speisen die Windräder in Deutschland bereits 226 Millionen Kilowattstunden Strom ins Netz ein, die AKWs brachten es am selben Tag auf 270 Millionen Kilowattstunden. Vielleicht schon in wenigen Jahren werden die Windräder in Deutschland mehr Strom produzieren als AKWs.
Weniger in Deutschland, aber weltweit ist die Windstromerzeugung im Aufwind. Deutschland ist zwar noch Windweltmeister, aber die USA, China, Indien oder Spanien installieren inzwischen jedes Jahr weit mehr neue Anlagen als Deutschland. Vor allem in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen wird die Windenergie seit Jahren politisch ausgebremst. Es fehlt in den genannten Bundesländern überhaupt nicht an geeigneten Windstandorten. Was allein fehlt, ist der politische Wille, so der deutsche Journalist und Umweltexperte Franz Alt. Eine Feststellung, die sich getrost auch auf die Schweizer Energiepolitik übertragen lässt.
Quelle: www.sonnenseite.com
23.8.07
(Finanzen) Börse mal acht
Hätte es noch eines Hinweises bedurft, so liefert ihn die Schweizer Börse mit dem Geburtstag ihres umfassenden Börsenindexes SPI (Swiss Performance Index). Dieser hat sich im Laufe seines nunmehr 20jährigen Bestehens verachtfacht, wie die NZZ in ihrer Ausgabe vom 23.August vorrechnet. Wer also 1987 – und das wohlgemerkt noch vor dem damaligen Börsencrash – 10'000 Franken in die Gesamtheit der CH-Titel investierte, kann sich heute über rund 80'000 Franken freuen. Das ist auch nach Abzug der Teuerung ein beeindruckendes Wachstum und entspricht einer durchschnittlichen Rendite von 9,5 Prozent.
Das bedeutet aber auch, dass die derzeit 227 im SPI enthaltenen Aktiengesellschaften einen Gesamtwert von 1380 Milliarden Franken repräsentieren – und dass ein ähnliches Wachstum in den kommenden 20 Jahren nur mit sehr viel Optimismus ins Auge gefasst werden kann. Ausgereifte Börsenmärkte in entwickelten Volkswirtschaften, die auch schon den Aufbau einer aktienbasierten Altersvorsorge (Anlagen der Pensionskassen) hinter sich haben, werden kaum mehr im gleichen Tempo wie während der Aufbauphase wachsen – die Bewertung der einzelnen Titel würde schwindelerregende Höhen mit entsprechenden Absturzgefahren erreichen.
Was also tun? Sicher nicht auf die Anlage in Aktien verzichten! Trotz aller Ungewissheit bestätigt die Erfolgsgeschichte der Schweizer Börse, dass auf lange Sicht das Aktieninvestment das lohnendste überhaupt ist. Vorausgesetzt, man bewege sich in einem Markt mit Potenzial, habe einen langen Anlagehorizont (zehn Jahre und mehr) und einen ruhigen Schlaf, auch wenn sich die Anlagen mal über einen längeren Zeitraum hinweg ungünstig entwickeln. Für die nächsten Jahre stehen ähnliche Erfolgsgeschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften (BRIC-Staaten wie Brasilien, Russland, Indien und China sowie weitere aufstrebende wie Korea, Taiwan, Thailand, Mexiko, Argentinien, Südafrika) und in Wirtschaftssektoren wie dem Gesundheitswesen als Anlageuniversum mit Potenzial zur Verfügung. Nicht zu vergessen: die nachhaltige Geldanlage und die erneuerbaren Energien, die bereits in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten gehörten und die ohne Zweifel weiterhin überdurchschnittlich wachsen werden.
Das bedeutet aber auch, dass die derzeit 227 im SPI enthaltenen Aktiengesellschaften einen Gesamtwert von 1380 Milliarden Franken repräsentieren – und dass ein ähnliches Wachstum in den kommenden 20 Jahren nur mit sehr viel Optimismus ins Auge gefasst werden kann. Ausgereifte Börsenmärkte in entwickelten Volkswirtschaften, die auch schon den Aufbau einer aktienbasierten Altersvorsorge (Anlagen der Pensionskassen) hinter sich haben, werden kaum mehr im gleichen Tempo wie während der Aufbauphase wachsen – die Bewertung der einzelnen Titel würde schwindelerregende Höhen mit entsprechenden Absturzgefahren erreichen.
Was also tun? Sicher nicht auf die Anlage in Aktien verzichten! Trotz aller Ungewissheit bestätigt die Erfolgsgeschichte der Schweizer Börse, dass auf lange Sicht das Aktieninvestment das lohnendste überhaupt ist. Vorausgesetzt, man bewege sich in einem Markt mit Potenzial, habe einen langen Anlagehorizont (zehn Jahre und mehr) und einen ruhigen Schlaf, auch wenn sich die Anlagen mal über einen längeren Zeitraum hinweg ungünstig entwickeln. Für die nächsten Jahre stehen ähnliche Erfolgsgeschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften (BRIC-Staaten wie Brasilien, Russland, Indien und China sowie weitere aufstrebende wie Korea, Taiwan, Thailand, Mexiko, Argentinien, Südafrika) und in Wirtschaftssektoren wie dem Gesundheitswesen als Anlageuniversum mit Potenzial zur Verfügung. Nicht zu vergessen: die nachhaltige Geldanlage und die erneuerbaren Energien, die bereits in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten gehörten und die ohne Zweifel weiterhin überdurchschnittlich wachsen werden.
16.8.07
(Umwelt) Erdwärme weltweit im Aufwind
Im Jahr 2000 wurde in 21 Ländern Erdwärme zur umweltfreundlichen Stromerzeugung genutzt. Heute sind es 46 Länder, die Geothermiestrom in die Netze einspeisen. Bereits im vergangenen Jahr lieferte die U.S. Geothermal Energy Association (GEA) Zahlen, die auf ein rapides Wachstum beim Zubau geothermischer Kraftwerke hinwiesen. Die 2005 während des Geothermischen Weltkongresses in Antalya vorgelegten Prognosen gingen noch von einem Anstieg der installierten Kapazitäten von knapp 9.000 MW auf 10.000 MW aus. GEA-Chef Galwell ging aber bereits ein Jahr später davon aus, dass dieser Wert noch deutlich bis an die 13.000 MW ansteigen werde – was dannzumal etwa der Leistung von zehn AKW’s der grössten Klasse entspricht.
Ein neuer Zwischenbericht der GEA zeigt nun: Auf der Basis der derzeit vorliegenden weltweiten Daten ergibt sich bis 2010 eine Steigerung der geothermischen Kraftwerksleistungen um 55% gegenüber 2000 auf mindestens 13.500 MW. Gab es 2005 in 15 Staaten Aktivitäten zum Bau von Erdwärmekraftwerken, ist deren Zahl in 2007 bereits auf 40 gestiegen. Die Geothermie dringt weltweit in Märkte vor, die ihr vor wenigen Jahren noch weitgehend verschlossen schienen. Es könnte auch noch „dicker" kommen.
Mit knapp 2600 MW halten die USA derzeit die Tabellenspitze. Es sieht ganz danach aus, dass trotz des permanenten Gegenwindes der Bush-Administration, sich die Zubauzahlen binnen weniger Jahre verdoppeln. Damit sind aber die Möglichkeiten noch lange nicht ausgereizt und neue Technologien wie die Enhanced Geothermal Systems (EGS) noch überhaupt nicht in Betracht gezogen.
Quelle: www.geothermie.de
Ein neuer Zwischenbericht der GEA zeigt nun: Auf der Basis der derzeit vorliegenden weltweiten Daten ergibt sich bis 2010 eine Steigerung der geothermischen Kraftwerksleistungen um 55% gegenüber 2000 auf mindestens 13.500 MW. Gab es 2005 in 15 Staaten Aktivitäten zum Bau von Erdwärmekraftwerken, ist deren Zahl in 2007 bereits auf 40 gestiegen. Die Geothermie dringt weltweit in Märkte vor, die ihr vor wenigen Jahren noch weitgehend verschlossen schienen. Es könnte auch noch „dicker" kommen.
Mit knapp 2600 MW halten die USA derzeit die Tabellenspitze. Es sieht ganz danach aus, dass trotz des permanenten Gegenwindes der Bush-Administration, sich die Zubauzahlen binnen weniger Jahre verdoppeln. Damit sind aber die Möglichkeiten noch lange nicht ausgereizt und neue Technologien wie die Enhanced Geothermal Systems (EGS) noch überhaupt nicht in Betracht gezogen.
Quelle: www.geothermie.de
11.8.07
(Finanzen) Nachhaltige Geldanlagen wachsen enorm
Der Markt für nachhaltige und ethische Fonds wuchs in den ersten sechs Monaten des Jahres allein in Deutschland auf 19,1 Milliarden Euro. Ende 2006 hatten die Anleger erst 13,4 Milliarden Euro in solche Fonds investiert. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Dortmunder Branchendienstes ECOreporter.de. Als ECOreporter.de vor zehn Jahren diese Daten ermittelte, verfügten die damals zwölf nachhaltigen Fonds über insgesamt nur 220 Millionen Euro.
Zu den einzelnen Fonds-Kategorien: Besonders erfolgreich waren 2007 die nachhaltigen Aktienfonds. Ende Juni gab es davon 77 (plus 10) mit einem Gesamtvolumen von 15,0 Milliarden Euro - ein Plus von über 50 Prozent gegenüber dem Gesamtvolumen von 9,55 Milliarden Euro, dass die 67 nachhaltigen Aktienfonds Ende 2006 aufwiesen. Die 16 nachhaltigen Rentenfonds hatten Ende Juni 2007 ein Volumen von 1,73 Milliarden Euro. Die 24 nachhaltigen Dach- und Mischfonds kamen auf 2,3 Milliarden Euro -- beide Gruppen blieben damit in etwa konstant.
Auf über 4,5 Milliarden Euro steigerten dagegen die Erneuerbare-Energie-Fonds ihr Vermögen. Das ist nahezu eine Verdoppelung binnen sechs Monaten. Zählt man ihr Volumen zu dem der nachhaltigen Fonds dazu, ergibt sich ein Gesamtvolumen von fast 23,7 Milliarden Euro. Ganz ähnlich wie in Deutschland verläuft die Entwicklung sowohl in der Schweiz (ähnlich hohe Milliardenbeträge in Franken) sowie in ganz Europa.
Quelle: Jörg Weber 2007 www.ecoreporter.de
Zu den einzelnen Fonds-Kategorien: Besonders erfolgreich waren 2007 die nachhaltigen Aktienfonds. Ende Juni gab es davon 77 (plus 10) mit einem Gesamtvolumen von 15,0 Milliarden Euro - ein Plus von über 50 Prozent gegenüber dem Gesamtvolumen von 9,55 Milliarden Euro, dass die 67 nachhaltigen Aktienfonds Ende 2006 aufwiesen. Die 16 nachhaltigen Rentenfonds hatten Ende Juni 2007 ein Volumen von 1,73 Milliarden Euro. Die 24 nachhaltigen Dach- und Mischfonds kamen auf 2,3 Milliarden Euro -- beide Gruppen blieben damit in etwa konstant.
Auf über 4,5 Milliarden Euro steigerten dagegen die Erneuerbare-Energie-Fonds ihr Vermögen. Das ist nahezu eine Verdoppelung binnen sechs Monaten. Zählt man ihr Volumen zu dem der nachhaltigen Fonds dazu, ergibt sich ein Gesamtvolumen von fast 23,7 Milliarden Euro. Ganz ähnlich wie in Deutschland verläuft die Entwicklung sowohl in der Schweiz (ähnlich hohe Milliardenbeträge in Franken) sowie in ganz Europa.
Quelle: Jörg Weber 2007 www.ecoreporter.de
8.8.07
(Finanzen) ETF günstig handeln
Die an der Börse kotierten und permanent gehandelten Investmentfonds (ETF = Exchange Traded Funds), die auf Börsenindizes beruhen, sind wie Aktien ein sowohl flexibles als auch liquides Anlagemedium. Investoren profitieren zudem vom Diversifikationseffekt und der Möglichkeit, mit einem einzigen Investment einen ganzen Markt bzw. Index zu erwerben. Mit Swissquote ergibt sich ein direkter Zugang zu allen an der Schweizer Börse SWX kotierten Produkten.
Swissquote bietet einen voll repräsentativen ETF-Sektor zusammen mit den folgenden, weltbekannten ETF-Leadern: ABN AMRO, CS Xmatch, Deutsche Bank x-trackers, Barclays iShares, Société Générale LYXOR und UBS. Weitere Informationen über www.swissquote.ch. Deren Kunden können sämtliche ETF Produkte der oben gennanten Leader zu zu einem günstigen Pauschaltarif von CHF/EUR/USD 9.- pro Handel abwickeln.
Damit ist zweifellos ein weiterer Schritt getan für einen günstigeren Fondshandel im Netz. Offen bleibt vorderhand die Frage, wann Swissquote die Abwicklung von Fondssparplänen online ermöglicht. Eine entsprechende Anfrage beim Unternehmen blieb unbeantwortet. Damit ist Postfinance weiterhin der einzige Finanzdienstleister in der Schweiz, der dieses besonders vorteilhafte Sparinstrument anbietet, allerdings nur mit einer beschränkten Palette von rund 40 eigenen und Fonds von Drittanbietern.
Quelle: Newsletter auf www.swissquote.ch und eigene Bemerkungen
Swissquote bietet einen voll repräsentativen ETF-Sektor zusammen mit den folgenden, weltbekannten ETF-Leadern: ABN AMRO, CS Xmatch, Deutsche Bank x-trackers, Barclays iShares, Société Générale LYXOR und UBS. Weitere Informationen über www.swissquote.ch. Deren Kunden können sämtliche ETF Produkte der oben gennanten Leader zu zu einem günstigen Pauschaltarif von CHF/EUR/USD 9.- pro Handel abwickeln.
Damit ist zweifellos ein weiterer Schritt getan für einen günstigeren Fondshandel im Netz. Offen bleibt vorderhand die Frage, wann Swissquote die Abwicklung von Fondssparplänen online ermöglicht. Eine entsprechende Anfrage beim Unternehmen blieb unbeantwortet. Damit ist Postfinance weiterhin der einzige Finanzdienstleister in der Schweiz, der dieses besonders vorteilhafte Sparinstrument anbietet, allerdings nur mit einer beschränkten Palette von rund 40 eigenen und Fonds von Drittanbietern.
Quelle: Newsletter auf www.swissquote.ch und eigene Bemerkungen
6.8.07
(Finanzen) Online-Fondshandel weiterhin unbefriedigend
Matthäus Den Otter, Geschäftsführer des CH-Anlagefondsverbands, bringt es in einem Bilanz-Artikel auf den Punkt: «Ein regelmässiger Handel von Fonds über entsprechende Plattformen ist bisher weder auf Verbands- noch auf Gesetzesebene thematisiert worden». Das Fazit des Artikels bleibt demnach unwidersprochen. Es lautet: drum prüfe wer sich online schindet. Der Fondsverkauf übers Netz ist hierzulande wahrlich kein Zuckerschlecken. Da überzeugen grade mal die Migrosbank mit einer Flatrate von 40 Franken pro Transaktion – und wieder einmal die reine Onlinebank Swissquote, die im Bilanz-Marktüberblick eigentlich in allen Belangen zumindest gut abschneidet.
Sehr gut ist Swissquote aber nicht etwa bei den Kosten. Da wird sie sowohl von der erwähnten Migrosbank wie auch von Tradejet getoppt. Vielmehr überzeugt Swissquote durch ihr breites Fondsangebot, das hierzulande einmalig ist. Sonst muss das mangelnde Angebot als eigentlicher Pferdefuss des Fondshandels übers Netz gelten, ganz im Gegenteil zum Ausland, wo etwa in Deutschland viele Onlinebanken praktisch alle verfügbaren Fonds sehr billig anbieten. Während hierzulande Swissquote die meisten Anbieter mit tausenden von Fonds offeriert, sind es sonst nur hauseigene Produkte oder beschränkte Kategorien (vor allem die börsengehandelten Indexfonds ETF), die online zu erwerben sind.
Wie wenig die Konkurrenz spielt und wie stark sich die herkömmlichen Banken im Fondshandel auf den erreichten Marktanteilen ausruhen, führen sie mit ihren vergleichsweise exorbitanten Kosten nochmals vor Augen. Der Handel mit einem Bilanz-Musterdepot kostete etwa bei der UBS rund fünfmal soviel wie bei den erwähnten günstigen Anbietern. Aber auch ZKB und die Postfinance, die sich sonst ihrer günstigen Kosten rühmt, geben mit doppelt so hohen Kosten kein Ruhmesblatt ab – geloben gemäss dem Artikel in der neuesten Bilanz aber Besserung.
Sehr gut ist Swissquote aber nicht etwa bei den Kosten. Da wird sie sowohl von der erwähnten Migrosbank wie auch von Tradejet getoppt. Vielmehr überzeugt Swissquote durch ihr breites Fondsangebot, das hierzulande einmalig ist. Sonst muss das mangelnde Angebot als eigentlicher Pferdefuss des Fondshandels übers Netz gelten, ganz im Gegenteil zum Ausland, wo etwa in Deutschland viele Onlinebanken praktisch alle verfügbaren Fonds sehr billig anbieten. Während hierzulande Swissquote die meisten Anbieter mit tausenden von Fonds offeriert, sind es sonst nur hauseigene Produkte oder beschränkte Kategorien (vor allem die börsengehandelten Indexfonds ETF), die online zu erwerben sind.
Wie wenig die Konkurrenz spielt und wie stark sich die herkömmlichen Banken im Fondshandel auf den erreichten Marktanteilen ausruhen, führen sie mit ihren vergleichsweise exorbitanten Kosten nochmals vor Augen. Der Handel mit einem Bilanz-Musterdepot kostete etwa bei der UBS rund fünfmal soviel wie bei den erwähnten günstigen Anbietern. Aber auch ZKB und die Postfinance, die sich sonst ihrer günstigen Kosten rühmt, geben mit doppelt so hohen Kosten kein Ruhmesblatt ab – geloben gemäss dem Artikel in der neuesten Bilanz aber Besserung.
23.7.07
(Finanzen) Onlinehandel: Swissquote first
Swissquote ist die grösste Schweizer Online-Plattform für den Börsenhandel im Netz, gemessen an der Zahl der NutzerInnen (bald rund 60'000). Und gemäss dem neuen Test der Geld-Redaktion des Tages-Anzeigers auch die beste. Sowohl leistungsmässig wie im Preisvergleich schwingt sie obenaus und lässt weitere fünf reine Online-Händler teils nur knapp, teils aber deutlich hinter sich. Die erstmals im Test einbezogenen herkömmlichen Geschäftsbanken (UBS, CS, ZKB, Migros, Bank Coop) sind in der Gesamtwertung allesamt nur auf den hinteren Rängen zu finden.
Somit ist klar: Wer sich beim Börsenhandel für den nicht immer einfachen Schritt ins Internet entscheidet, konzentriert die Energie am besten gleich darauf, einen der Spezialisten auszusuchen. Dann sind die Gesamtkosten (Handelscourtagen und Depotkosten) ausser im Falle der Migrosbank deutlich günstiger und – überraschenderweise – auch die gebotenen qualitativen Infos meist besser. So überzeugt etwa Swissquote mit einem einfachen Anmeldeprozedere – das wegen der Gesetzgebung zur Geldwäscherei aber notgedrungen mehrere Schritte umfasst. Dazu kommen viele Elemente in der Infobeschaffung, die laut Test nützlich, in der Optik aber noch verbesserungsfähig sind.
Schon zuvor hatte das Anlegermagazin Stocks in seinem neuen Fondsführer für den Online-Fondsverkauf festgehalten: «Die Differenzen können enorm sein.» Kostenmässig muss dabei gar vor einem Kauf von Fonds bei den Grossbanken gewarnt werden, sind sie doch bis zu zehnmal teurer – es gibt aber unter den Geschäftsbanken diesbezüglich auch günstige Anbieter wie etwa die Raiffeisen, die kostenmässig beim Fondskauf sogar Swissquote unterbietet. Eine andere Frage ist, wie breit das Angebot an Fonds im Onlineverkauf ausfällt. Und da gibt es dann eigentlich wieder nur eine Wahl: Swissquote bietet als einzige mehrere tausend Fonds verschiedenster Anbieter zu annehmbaren Kosten an, Postfinance zwar nur eine Auswahl von 30 Fremdfonds, diese aber auch in der beliebten Sparform eines Fondssparplans.
Quellen: TA 16. & 23.Juli 2007; Stocks Swiss Fund Guide 2006/07 (39 CHF im Buchhandel)
Somit ist klar: Wer sich beim Börsenhandel für den nicht immer einfachen Schritt ins Internet entscheidet, konzentriert die Energie am besten gleich darauf, einen der Spezialisten auszusuchen. Dann sind die Gesamtkosten (Handelscourtagen und Depotkosten) ausser im Falle der Migrosbank deutlich günstiger und – überraschenderweise – auch die gebotenen qualitativen Infos meist besser. So überzeugt etwa Swissquote mit einem einfachen Anmeldeprozedere – das wegen der Gesetzgebung zur Geldwäscherei aber notgedrungen mehrere Schritte umfasst. Dazu kommen viele Elemente in der Infobeschaffung, die laut Test nützlich, in der Optik aber noch verbesserungsfähig sind.
Schon zuvor hatte das Anlegermagazin Stocks in seinem neuen Fondsführer für den Online-Fondsverkauf festgehalten: «Die Differenzen können enorm sein.» Kostenmässig muss dabei gar vor einem Kauf von Fonds bei den Grossbanken gewarnt werden, sind sie doch bis zu zehnmal teurer – es gibt aber unter den Geschäftsbanken diesbezüglich auch günstige Anbieter wie etwa die Raiffeisen, die kostenmässig beim Fondskauf sogar Swissquote unterbietet. Eine andere Frage ist, wie breit das Angebot an Fonds im Onlineverkauf ausfällt. Und da gibt es dann eigentlich wieder nur eine Wahl: Swissquote bietet als einzige mehrere tausend Fonds verschiedenster Anbieter zu annehmbaren Kosten an, Postfinance zwar nur eine Auswahl von 30 Fremdfonds, diese aber auch in der beliebten Sparform eines Fondssparplans.
Quellen: TA 16. & 23.Juli 2007; Stocks Swiss Fund Guide 2006/07 (39 CHF im Buchhandel)
19.7.07
(Medien) NZZ Online will es wissen
Das international renomierteste Schweizer Verlagshaus trägt seine Botschaften mit einer neuen Website in die Welt. Schlicht, übersichtlich und durchaus schön anzusehen ist der neue Auftritt der NZZ im Internet. Den Blickfang bilden grosse Fotos, die Erkennbares zeigen (nicht wie bei vielen anderen Sites) – und sie stehen neben Texten in gewohnter NZZ-Qualität und nicht neben No-News wie etwa häufig bei der Nachrichtenseite von Bluewin, dem Swisscom-Webauftritt mit Newsanspruch.
Finanz- und Unternehmensnachrichten finden sich häufig zuoberst. Die gar nicht mehr so alte Tante ist halt immer noch zuallererst Wirtschaftsblatt, wie in diesen Tagen mit dem Halbjahresabschluss von Novartis und dann jenem von Roche vorgeführt. Dafür erlaubt das gleich Zugriff auf den ausgebauten und gut zu bedienenden Finanzteil der Site, die unter dem Namen NZZ Finfox zu den besten Finanzdiensten überhaupt im Web zählt. Dort sind alle möglichen Tools zu finden, die InvestorInnen und allgemein Finanz- und Wirtschaftsinteres-sierte überhaupt beschäftigen. Auch Ratgeber kommen nicht zu kurz ebenso wenig wie all-gemein interessierende und nicht nur spezialisierte Wirtschaftsinfos – etwa eine Hypozins-Übersicht.
Doch die neue Site bietet darüber hinaus Trouvaillen – etwa die Abteilung Magazin, wo die besten Reportagen aus den diversen Gefässen der NZZ zu lesen sind, also nicht nur aus der Tageszeitung. Als Negativpunkte kann man die immer noch teuren Kosten für Artikelbezüge aus dem Archiv (mindestens 2 € pro Stück, als Nicht-Abonnent gar deren 4), unleserliche Codes für den Einstieg in Spezialseiten und die volle Funktionsfähigkeit nur auf den allerneusten Browsern anfügen. So viel zum neuen NZZ-Webauftritt – alles Weitere siehe unter www.nzzonline.ch.
Finanz- und Unternehmensnachrichten finden sich häufig zuoberst. Die gar nicht mehr so alte Tante ist halt immer noch zuallererst Wirtschaftsblatt, wie in diesen Tagen mit dem Halbjahresabschluss von Novartis und dann jenem von Roche vorgeführt. Dafür erlaubt das gleich Zugriff auf den ausgebauten und gut zu bedienenden Finanzteil der Site, die unter dem Namen NZZ Finfox zu den besten Finanzdiensten überhaupt im Web zählt. Dort sind alle möglichen Tools zu finden, die InvestorInnen und allgemein Finanz- und Wirtschaftsinteres-sierte überhaupt beschäftigen. Auch Ratgeber kommen nicht zu kurz ebenso wenig wie all-gemein interessierende und nicht nur spezialisierte Wirtschaftsinfos – etwa eine Hypozins-Übersicht.
Doch die neue Site bietet darüber hinaus Trouvaillen – etwa die Abteilung Magazin, wo die besten Reportagen aus den diversen Gefässen der NZZ zu lesen sind, also nicht nur aus der Tageszeitung. Als Negativpunkte kann man die immer noch teuren Kosten für Artikelbezüge aus dem Archiv (mindestens 2 € pro Stück, als Nicht-Abonnent gar deren 4), unleserliche Codes für den Einstieg in Spezialseiten und die volle Funktionsfähigkeit nur auf den allerneusten Browsern anfügen. So viel zum neuen NZZ-Webauftritt – alles Weitere siehe unter www.nzzonline.ch.
12.7.07
(Medien) Konsumtests allzeit bereit
Medien diverser Konsumentenschutzorganisationen versorgen uns dauernd mit Testberichten – aber im richtigen Moment müsste man / frau auch den passenden zur Hand haben. Abhilfe schafft das Internet, unter anderem mit der neuen Site www.testbeste.ch, mitgeleitet vom bekannten Journalisten Urs P. Gasche. Mehr als 20 Produktekategorien stehen zur Auswahl, so dass auf Anhieb das beste Tierfutter, aber auch der passende Velohelm und die beste Pumpe gefunden wird. Noch lieber wäre einem ein Hinweis auf die besten Velos, aber der kommt ja vielleicht noch. Interessant die Möglichkeit, dass KonsumentInnen ihre eigenen Erfahrungen mit den in den Tests erwähnten Produkten einbringen können. Diese vom Internetbuchhändler Amazon bekannte Einrichtung wird sich vielleicht zum grossen Renner der Site entwickeln, fehlt sie doch andernorts.
Was bei der neuen Schweizer Site hingegen fehlt, ist die bei der – ebenfalls neuen – deutschen Testübersicht www.ecotopten.de prominente ökologische Wertung der Produkte. Die vom Öko-Institut Freiburg, das unterdessen auf eine bereits 30jährige erfolgreiche Praxis zurück blickt, betriebene Site überzeugt durch ausführliche eigene Bewertung der jeweiligen Produkte und viele Besonderheiten. So sind auf ecotopten auch Geldanlagen bewertet, wobei hier auf die Resultate der Stiftung Warentest zurück gegriffen wird. In dieser Kategorie steht wie bei allen anderen die ökologische Sicht zuvorderst. Wem Geiz nicht als geil gilt und vielmehr die ökologische Werthaltigkeit der Produkte am wichtigsten ist, kommt um diese Produkte- und Testübersicht nicht herum.
Erwähnt sei schliesslich die bereits seit längerem eingeführte Site www.topten.ch, die von verschiedenen Konsumenten- und Umweltorganisationen getragen wird. Sie bewertet vor allem langlebige Produkte wie Kühlschränke und Bildschirme.
Das also sind die für KonsumentInnen wertvollen Testübersichten auf einen Blick:
- www.topten.ch
- www.ecotopten.de
- www.testbeste.ch
Was bei der neuen Schweizer Site hingegen fehlt, ist die bei der – ebenfalls neuen – deutschen Testübersicht www.ecotopten.de prominente ökologische Wertung der Produkte. Die vom Öko-Institut Freiburg, das unterdessen auf eine bereits 30jährige erfolgreiche Praxis zurück blickt, betriebene Site überzeugt durch ausführliche eigene Bewertung der jeweiligen Produkte und viele Besonderheiten. So sind auf ecotopten auch Geldanlagen bewertet, wobei hier auf die Resultate der Stiftung Warentest zurück gegriffen wird. In dieser Kategorie steht wie bei allen anderen die ökologische Sicht zuvorderst. Wem Geiz nicht als geil gilt und vielmehr die ökologische Werthaltigkeit der Produkte am wichtigsten ist, kommt um diese Produkte- und Testübersicht nicht herum.
Erwähnt sei schliesslich die bereits seit längerem eingeführte Site www.topten.ch, die von verschiedenen Konsumenten- und Umweltorganisationen getragen wird. Sie bewertet vor allem langlebige Produkte wie Kühlschränke und Bildschirme.
Das also sind die für KonsumentInnen wertvollen Testübersichten auf einen Blick:
- www.topten.ch
- www.ecotopten.de
- www.testbeste.ch
6.7.07
(Finanzen) Viel Optimismus für die Schwellenländer
In den 80er Jahren trat er bei einem der traditionsreichsten Fondshäuser ein und verschrieb sich den Anlagen in den damaligen Entwicklungsländern. Selbst wohnhaft in Singapur und damit Zeitzeuge des rasanten asiatischen Aufstiegs, sagte er schon in den 90ern den zu Schwellenländern mutierten Staaten eine glänzende Zukunft voraus. Angesichts hoher Inflation und Staatsverschuldung wollte damals niemand so recht an die Weissagungen des Mark Mobius glauben. Doch in diesem Jahrzehnt sieht er sich endgültig bestätigt und gilt unterdessen als einer der erfolgreichsten Fondsmanager der Gegenwart.
In Zürich machte er an diesem Freitagmorgen, als die Finanzwelt vom Rücktritt des UBS-Konzernchefs Peter Wuffli erschüttert wurde, keine Ausnahme von seinem ungebrochenen Optimismus. Er predigte wiederum die Zukunft der Emerging Markets (EM), wie sie unterdessen alltagstauglich auch in Deutsch genannt werden. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es einen langen Atem und nicht kurzfristiger Gewinnsucht bedarf, um auf Märkten wie der Türkei, Südafrika, Thailand und Korea erfolgreich zu sein. Dazu gehören natürlich auch die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Doch die sind unterdessen in aller Munde – weitere Anlagemöglichkeiten aber in vielerorts vorhanden.
Mobius ist auch vorsichtig – die Anleger scheinen es weniger zu sein. Er selbst empfiehlt einen EM-Anteil am Gesamtportfolio von zehn bis zwölf Prozent, auch wenn die internationalen Indizes diese Länder schon bis zu 20 Prozent gewichten. Und noch interessierter scheinen die PrivatanlegerInnen – zeigen doch die von Mobius gemanagten Franklin-Templeton-Fonds einen ungebrochenen Zustrom von Geldern auf unterdessen 40 Milliarden Dollar. Sektormässig stehen die Finanzbranche und Energie im Vordergrund, in Lateinamerika auch die Rohstoffe. Im Energiebereich gilt nach wie vor: «Die Ölbranche ist einfach zu profitabel, um nicht dabei zu sein.» Neue Energien spielen demgegenüber bei Mobius noch eine untergeordnete Rolle, Ausrüster wie etwa die Erbauer von Windrädern seien aber doch schon ganz interessant. So weit der Mann, der wie kaum ein anderer in Schwellenländern unterwegs ist und der die letzten 20 Jahre zumindest in der Einschätzung des Gangs der Weltwirtschaft goldrichtig lag.
In Zürich machte er an diesem Freitagmorgen, als die Finanzwelt vom Rücktritt des UBS-Konzernchefs Peter Wuffli erschüttert wurde, keine Ausnahme von seinem ungebrochenen Optimismus. Er predigte wiederum die Zukunft der Emerging Markets (EM), wie sie unterdessen alltagstauglich auch in Deutsch genannt werden. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es einen langen Atem und nicht kurzfristiger Gewinnsucht bedarf, um auf Märkten wie der Türkei, Südafrika, Thailand und Korea erfolgreich zu sein. Dazu gehören natürlich auch die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Doch die sind unterdessen in aller Munde – weitere Anlagemöglichkeiten aber in vielerorts vorhanden.
Mobius ist auch vorsichtig – die Anleger scheinen es weniger zu sein. Er selbst empfiehlt einen EM-Anteil am Gesamtportfolio von zehn bis zwölf Prozent, auch wenn die internationalen Indizes diese Länder schon bis zu 20 Prozent gewichten. Und noch interessierter scheinen die PrivatanlegerInnen – zeigen doch die von Mobius gemanagten Franklin-Templeton-Fonds einen ungebrochenen Zustrom von Geldern auf unterdessen 40 Milliarden Dollar. Sektormässig stehen die Finanzbranche und Energie im Vordergrund, in Lateinamerika auch die Rohstoffe. Im Energiebereich gilt nach wie vor: «Die Ölbranche ist einfach zu profitabel, um nicht dabei zu sein.» Neue Energien spielen demgegenüber bei Mobius noch eine untergeordnete Rolle, Ausrüster wie etwa die Erbauer von Windrädern seien aber doch schon ganz interessant. So weit der Mann, der wie kaum ein anderer in Schwellenländern unterwegs ist und der die letzten 20 Jahre zumindest in der Einschätzung des Gangs der Weltwirtschaft goldrichtig lag.
4.7.07
(Finanzen) Fondsbranche im Umbruch
Neue Anlagestrategien, verbesserte Analysen und ein ungebrochener Mittelzufluss kennzeichnen die sonst eher ruhigen Sommermonate an den Märkten für Anlagefonds. So weist www.fondstrends.ch, die neueste Ausgabe des Schweizer Online-Magazin für Anlagefonds, auf wegweisende Entwicklungen hin. Der Fondsmarkt hat demnach im Mai 2007 ein Gesamtvolumen von 637 Milliarden CHF erreicht. Zum Monatswachstum von über einem Prozent trugen vor allem Aktien- und Anlagestrategiefonds bei. Getrieben wird das Wachstum vor allem von den Kurssteigerungen. Erstmals seit längerer Zeit nahmen die Geldmarktanlagen zu, was auf eine vorsichtigere Haltung der Investmentgemeinde schliessen lässt. Künftig sollen die Zahlen von Swiss Fund Data auch die so genannten Alternativen Anlagen separat ausweisen, so dass der Fondsmarkt noch transparenter wird.
Diesem Anliegen dient (hoffentlich) auch der Übergang der Fondsdatenverwaltung von der deutschen Feri zu Reuters, dem englischen Anbieter von Finanzinformationen. Ende Juni wurde die Transaktion bekannt, der die Übernahme von Standard & Poor’s durch Morningstar vorangegangen war. Ob die Datenlage für die informationshungrigen Privatinvestoren besser wird, muss sich erst weisen. Die Zahl der Anbieter hat sich damit auf jeden Fall innert kürzester Zeit halbiert – eine Entwicklung, die in anderen Wirtschaftssektoren jeweils Wettbewerbsbedenken keimen lässt.
Intererssant schliesslich eine Neuerung bei den Fondsprodukten. Im Laufe des Jahres wird JP Morgan, nach erfolgreicher Lancierung in den USA und später in diversen europäischen Ländern, auch in der Schweiz Fonds nach der Formel 130/30 anbieten. Die veränderten regulatorischen Bedingungen machen dies hierzulande erst möglich. Der Anlagestil solcher Fonds ermöglicht eine begrenzte Kombination herkömmlicher Aktienanlage mit dem Einsatz derivativer Instrumente. So werden etwa Leerverkäufe und der begrenzte Einsatz von Fremdmitteln möglich. In den USA hat sich die Strategie als erfolgreich erwiesen, bei gleich bleibendem Risiko liessen sich bessere Renditen erzielen.
Diesem Anliegen dient (hoffentlich) auch der Übergang der Fondsdatenverwaltung von der deutschen Feri zu Reuters, dem englischen Anbieter von Finanzinformationen. Ende Juni wurde die Transaktion bekannt, der die Übernahme von Standard & Poor’s durch Morningstar vorangegangen war. Ob die Datenlage für die informationshungrigen Privatinvestoren besser wird, muss sich erst weisen. Die Zahl der Anbieter hat sich damit auf jeden Fall innert kürzester Zeit halbiert – eine Entwicklung, die in anderen Wirtschaftssektoren jeweils Wettbewerbsbedenken keimen lässt.
Intererssant schliesslich eine Neuerung bei den Fondsprodukten. Im Laufe des Jahres wird JP Morgan, nach erfolgreicher Lancierung in den USA und später in diversen europäischen Ländern, auch in der Schweiz Fonds nach der Formel 130/30 anbieten. Die veränderten regulatorischen Bedingungen machen dies hierzulande erst möglich. Der Anlagestil solcher Fonds ermöglicht eine begrenzte Kombination herkömmlicher Aktienanlage mit dem Einsatz derivativer Instrumente. So werden etwa Leerverkäufe und der begrenzte Einsatz von Fremdmitteln möglich. In den USA hat sich die Strategie als erfolgreich erwiesen, bei gleich bleibendem Risiko liessen sich bessere Renditen erzielen.
28.6.07
(Medien) Trauertage für CH-Medien
Ende Juni stellen gleich zwei renomierte Schweizer Wochenzeitungen ihr Erscheinen ein. Tamedia lässt «Facts» nach zwölf Jahren sterben, Ringier gibt nach 18 Jahren dem Wirtschaftsblatt «Cash» den Todesstoss. Beide Abschiede sind bedauerlich. Auf der politischen Ebene ist plötzlich das Rechtsaussenblatt «Die Weltwoche» neben den Sonntagszeitungen allein auf weiter Flur und damit in einer Monopolposition, die zu bekämpfen das Köppelsche Magazin vor wenigen Jahren selber vorgab. Das täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass Facts seinem Anspruch, der Schweizer «Spiegel» zu sein, kaum je gerecht wurde.
Weitaus bedenklicher noch ist das Verschwinden von «Cash» . Denn auch die Wirtschaftszeitung aus dem Hause Ringier hatte sich durch einen profilierten Politjournalismus ihre Meriten verdient. Das zwar nur punktuell, aber dafür immer wieder prononciert, etwa mit vielen Geschichten am Schnittpunkt zwischen Politik und Wirtschaftskriminalität.
Doch vermissen muss man «Cash» noch mehr aus einem anderen Grund: Es verstand, wirtschaftliche Sachverhalte immer verständlich darzustellen und vor allem Anlagethemen gekonnt unter die Leserschaft zu bringen. Da war es ein frühes Fanal für das Ende von «Cash» , als vor rund vier Jahren die Monatsbeilage «Cash-Value» eingestellt wurde – der der hier Schreibende als Redaktionsleiter diente. Fortan gab es in der Geldbeilage viele wertvolle Anlage- und Vorsorgetipps, die im Medienmarkt künftig fehlen werden – auch wenn deren Fortführung in «Cash daily» und den elektronischen Medien versprochen, bislang aber noch nicht eingeleitet wurde.
Weitaus bedenklicher noch ist das Verschwinden von «Cash» . Denn auch die Wirtschaftszeitung aus dem Hause Ringier hatte sich durch einen profilierten Politjournalismus ihre Meriten verdient. Das zwar nur punktuell, aber dafür immer wieder prononciert, etwa mit vielen Geschichten am Schnittpunkt zwischen Politik und Wirtschaftskriminalität.
Doch vermissen muss man «Cash» noch mehr aus einem anderen Grund: Es verstand, wirtschaftliche Sachverhalte immer verständlich darzustellen und vor allem Anlagethemen gekonnt unter die Leserschaft zu bringen. Da war es ein frühes Fanal für das Ende von «Cash» , als vor rund vier Jahren die Monatsbeilage «Cash-Value» eingestellt wurde – der der hier Schreibende als Redaktionsleiter diente. Fortan gab es in der Geldbeilage viele wertvolle Anlage- und Vorsorgetipps, die im Medienmarkt künftig fehlen werden – auch wenn deren Fortführung in «Cash daily» und den elektronischen Medien versprochen, bislang aber noch nicht eingeleitet wurde.
26.6.07
(Umwelt) Photovoltaik-Weltmarkt: Spanien rückt an USA heran
Spanien könnte noch in diesem Jahr die USA als weltweit drittgrößten Photovoltaik-Markt ablösen. Laut zwei aktuellen Studien von Solarbuzz , einer auf die Solarbranche spezialisierte Recherche- und Unternehmensberatungsfirma, hat Spanien im vergangenen Jahr deutlich zu den drei größten Photovoltaik-Märkten aufgeholt. Der chinesische Solarzellenproduzent Suntech will unterdessen vom derzeit dritten Rang unter den weltweiten Herstellern zur Nummer eins werden.
Der spanische Photovoltaik-Markt umfasste 2005 rund 35 Megawatt (MW) neu installierter Kapazität. 2006 konnte das Wachstum auf 110 MW gesteigert werden. Laut Solarbuzz sind derzeit weitere 230 MW im Rahmen von neuen Projekten allein im Bereich großer Solaranlagen geplant. In diesem Jahr soll der Markt demnach um 200 bis 280 MW anwachsen. Innerhalb Europas liegt der spanische Markt hinter Deutschland auf dem zweiten Rang. Das Marktwachstum des vergangenen Jahres geht vor allem auf den 2005 eingeführten Einspeisetarif für Solarstrom zurück.
Der US-Markt verzeichnete 2006 laut Solarbuzz eine Größe von 140 MW neu installierter Leistung. Die Wachstumsregionen setzten sich primär aus den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersery, aber auch aus Nevada und Colorado zusammen. Bis Ende des Jahres soll der Markt um weitere 204 bis 235 MW wachsen, so die Prognose von Solarbuzz. Je nach Entwicklung der regionalen Märkte und den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnte das Marktwachstum bis 2011 auf 648 bis 1.727 MW ansteigen.
Während der chinesische Photovoltaik-Markt noch nicht an die Spitzenplätze heranreicht, versucht der chinesische Solarzellenproduzent Suntech, einen Weg an die Weltspitze zu finden. Derzeit liegt Suntech nach Sharp und Q-Cells auf Platz drei der Weltrangliste der Hersteller. 2005 fand sich das Unternehmen noch auf dem achten Platz, 2006 wurde es als Nummer vier gelistet. Sharp kann jährlich Solarzellen mit einer Gesamtkapazität von rund 600 MW produzieren, Suntech kommt auf 360 MW. Bis 2010 will Suntech die Produktion jedoch auf ein Gigawatt steigern.
Quelle: www.sonnenseite.com
Der spanische Photovoltaik-Markt umfasste 2005 rund 35 Megawatt (MW) neu installierter Kapazität. 2006 konnte das Wachstum auf 110 MW gesteigert werden. Laut Solarbuzz sind derzeit weitere 230 MW im Rahmen von neuen Projekten allein im Bereich großer Solaranlagen geplant. In diesem Jahr soll der Markt demnach um 200 bis 280 MW anwachsen. Innerhalb Europas liegt der spanische Markt hinter Deutschland auf dem zweiten Rang. Das Marktwachstum des vergangenen Jahres geht vor allem auf den 2005 eingeführten Einspeisetarif für Solarstrom zurück.
Der US-Markt verzeichnete 2006 laut Solarbuzz eine Größe von 140 MW neu installierter Leistung. Die Wachstumsregionen setzten sich primär aus den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersery, aber auch aus Nevada und Colorado zusammen. Bis Ende des Jahres soll der Markt um weitere 204 bis 235 MW wachsen, so die Prognose von Solarbuzz. Je nach Entwicklung der regionalen Märkte und den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnte das Marktwachstum bis 2011 auf 648 bis 1.727 MW ansteigen.
Während der chinesische Photovoltaik-Markt noch nicht an die Spitzenplätze heranreicht, versucht der chinesische Solarzellenproduzent Suntech, einen Weg an die Weltspitze zu finden. Derzeit liegt Suntech nach Sharp und Q-Cells auf Platz drei der Weltrangliste der Hersteller. 2005 fand sich das Unternehmen noch auf dem achten Platz, 2006 wurde es als Nummer vier gelistet. Sharp kann jährlich Solarzellen mit einer Gesamtkapazität von rund 600 MW produzieren, Suntech kommt auf 360 MW. Bis 2010 will Suntech die Produktion jedoch auf ein Gigawatt steigern.
Quelle: www.sonnenseite.com
19.6.07
(Umwelt) Italien ist Geothermie-Europameister
Erdwärme ist durch die unglückliche Versuchsbohrung in Basel (die Erdbeben zu Beginn des Jahres auslöste) unter Beschuss geraten. Dennoch weisen viele kleinere und grössere bereits realisierte Projekte in der ganzen Welt auf das enorme Potenzial dieser Energiequelle hin, die tageszeit- und witterungsunabhängig so genannte Bandenergie zu liefern vermag. Das grösste Werk weltweit steht in Kalifornien (betrieben von der Geysers Geothermal Association (GGA), siehe dazu deren Website www.thegga.org). Dort werden sage und schreibe rund eine Million Haushalte mit elektrischem Strom aus geothermischen Anlagen versorgt, was der Kapazität eines grösseren AKW entspricht.
Aber warum in die Ferne schweifen (auch Island, Philippinen und Neuseeland nutzen Geothermie bereits als bedeutsame Energiequelle)? In Europa ist Italien führend, wo 1987 durch eine Volksabstimmung der Bau von Atomkraftwerken abgelehnt worden war. Auf der Suche nach alternativen Energielieferanten besann man sich auf die heißen Quellen in der Toskana. Den Grundstein für die Stromgewinnung durch Geothermie hatte der florentinische Unternehmer Prinz Piero Ginori Conti gelegt. Nach mehreren Versuchen mit einem thermisch angetriebenen Kolbenmotor war es ihm im Juli 1904 gelungen, fünf Glühlampen zum Leuchten zu bringen. Neun Jahre später schon hatte man in Larderello das erste Erdwärmekraftwerk mit einer 250-Kilowatt-Turbine in Betrieb genommen.
Heute reichen die Bohrer bis zu 3500 Meter weit ins Erdinnere und fördern den bis zu 260 Grad Celsius heißen Dampf an die Oberfläche. Zudem gibt es ein Versuchsfeld, "in dem wir vier bis sechs Kilometer tief bohren", sagt Antonio Fini vom Museo della Geotermia. Inzwischen liefern 35 Energiezentralen in der Toskana und dem nördlichen Latium rund 4,5 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr. Auch die Zukunft ist gesichert. Denn die geothermischen Kraftwerke arbeiten in einem geschlossenen Kreislauf: Nachdem der Dampf die Turbinen angetrieben hat, wird das Wasser durch Schächte wieder in die Erde gespritzt, wo es sich erneut erhitzt. Allerdings erhält der Dampf auch einen Anteil nicht kondensierbarer Gase, darunter Kohlendioxid, Methan und Schwefelwasserstoff, die - nicht gerade umweltfreundlich - in die Atmosphäre entweichen.
Quelle: Eigene Recherchen und Geo 4/06
Aber warum in die Ferne schweifen (auch Island, Philippinen und Neuseeland nutzen Geothermie bereits als bedeutsame Energiequelle)? In Europa ist Italien führend, wo 1987 durch eine Volksabstimmung der Bau von Atomkraftwerken abgelehnt worden war. Auf der Suche nach alternativen Energielieferanten besann man sich auf die heißen Quellen in der Toskana. Den Grundstein für die Stromgewinnung durch Geothermie hatte der florentinische Unternehmer Prinz Piero Ginori Conti gelegt. Nach mehreren Versuchen mit einem thermisch angetriebenen Kolbenmotor war es ihm im Juli 1904 gelungen, fünf Glühlampen zum Leuchten zu bringen. Neun Jahre später schon hatte man in Larderello das erste Erdwärmekraftwerk mit einer 250-Kilowatt-Turbine in Betrieb genommen.
Heute reichen die Bohrer bis zu 3500 Meter weit ins Erdinnere und fördern den bis zu 260 Grad Celsius heißen Dampf an die Oberfläche. Zudem gibt es ein Versuchsfeld, "in dem wir vier bis sechs Kilometer tief bohren", sagt Antonio Fini vom Museo della Geotermia. Inzwischen liefern 35 Energiezentralen in der Toskana und dem nördlichen Latium rund 4,5 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr. Auch die Zukunft ist gesichert. Denn die geothermischen Kraftwerke arbeiten in einem geschlossenen Kreislauf: Nachdem der Dampf die Turbinen angetrieben hat, wird das Wasser durch Schächte wieder in die Erde gespritzt, wo es sich erneut erhitzt. Allerdings erhält der Dampf auch einen Anteil nicht kondensierbarer Gase, darunter Kohlendioxid, Methan und Schwefelwasserstoff, die - nicht gerade umweltfreundlich - in die Atmosphäre entweichen.
Quelle: Eigene Recherchen und Geo 4/06
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