23.7.07

(Finanzen) Onlinehandel: Swissquote first

Swissquote ist die grösste Schweizer Online-Plattform für den Börsenhandel im Netz, gemessen an der Zahl der NutzerInnen (bald rund 60'000). Und gemäss dem neuen Test der Geld-Redaktion des Tages-Anzeigers auch die beste. Sowohl leistungsmässig wie im Preisvergleich schwingt sie obenaus und lässt weitere fünf reine Online-Händler teils nur knapp, teils aber deutlich hinter sich. Die erstmals im Test einbezogenen herkömmlichen Geschäftsbanken (UBS, CS, ZKB, Migros, Bank Coop) sind in der Gesamtwertung allesamt nur auf den hinteren Rängen zu finden.

Somit ist klar: Wer sich beim Börsenhandel für den nicht immer einfachen Schritt ins Internet entscheidet, konzentriert die Energie am besten gleich darauf, einen der Spezialisten auszusuchen. Dann sind die Gesamtkosten (Handelscourtagen und Depotkosten) ausser im Falle der Migrosbank deutlich günstiger und – überraschenderweise – auch die gebotenen qualitativen Infos meist besser. So überzeugt etwa Swissquote mit einem einfachen Anmeldeprozedere – das wegen der Gesetzgebung zur Geldwäscherei aber notgedrungen mehrere Schritte umfasst. Dazu kommen viele Elemente in der Infobeschaffung, die laut Test nützlich, in der Optik aber noch verbesserungsfähig sind.

Schon zuvor hatte das Anlegermagazin Stocks in seinem neuen Fondsführer für den Online-Fondsverkauf festgehalten: «Die Differenzen können enorm sein.» Kostenmässig muss dabei gar vor einem Kauf von Fonds bei den Grossbanken gewarnt werden, sind sie doch bis zu zehnmal teurer – es gibt aber unter den Geschäftsbanken diesbezüglich auch günstige Anbieter wie etwa die Raiffeisen, die kostenmässig beim Fondskauf sogar Swissquote unterbietet. Eine andere Frage ist, wie breit das Angebot an Fonds im Onlineverkauf ausfällt. Und da gibt es dann eigentlich wieder nur eine Wahl: Swissquote bietet als einzige mehrere tausend Fonds verschiedenster Anbieter zu annehmbaren Kosten an, Postfinance zwar nur eine Auswahl von 30 Fremdfonds, diese aber auch in der beliebten Sparform eines Fondssparplans.

Quellen: TA 16. & 23.Juli 2007; Stocks Swiss Fund Guide 2006/07 (39 CHF im Buchhandel)

19.7.07

(Medien) NZZ Online will es wissen

Das international renomierteste Schweizer Verlagshaus trägt seine Botschaften mit einer neuen Website in die Welt. Schlicht, übersichtlich und durchaus schön anzusehen ist der neue Auftritt der NZZ im Internet. Den Blickfang bilden grosse Fotos, die Erkennbares zeigen (nicht wie bei vielen anderen Sites) – und sie stehen neben Texten in gewohnter NZZ-Qualität und nicht neben No-News wie etwa häufig bei der Nachrichtenseite von Bluewin, dem Swisscom-Webauftritt mit Newsanspruch.

Finanz- und Unternehmensnachrichten finden sich häufig zuoberst. Die gar nicht mehr so alte Tante ist halt immer noch zuallererst Wirtschaftsblatt, wie in diesen Tagen mit dem Halbjahresabschluss von Novartis und dann jenem von Roche vorgeführt. Dafür erlaubt das gleich Zugriff auf den ausgebauten und gut zu bedienenden Finanzteil der Site, die unter dem Namen NZZ Finfox zu den besten Finanzdiensten überhaupt im Web zählt. Dort sind alle möglichen Tools zu finden, die InvestorInnen und allgemein Finanz- und Wirtschaftsinteres-sierte überhaupt beschäftigen. Auch Ratgeber kommen nicht zu kurz ebenso wenig wie all-gemein interessierende und nicht nur spezialisierte Wirtschaftsinfos – etwa eine Hypozins-Übersicht.

Doch die neue Site bietet darüber hinaus Trouvaillen – etwa die Abteilung Magazin, wo die besten Reportagen aus den diversen Gefässen der NZZ zu lesen sind, also nicht nur aus der Tageszeitung. Als Negativpunkte kann man die immer noch teuren Kosten für Artikelbezüge aus dem Archiv (mindestens 2 € pro Stück, als Nicht-Abonnent gar deren 4), unleserliche Codes für den Einstieg in Spezialseiten und die volle Funktionsfähigkeit nur auf den allerneusten Browsern anfügen. So viel zum neuen NZZ-Webauftritt – alles Weitere siehe unter www.nzzonline.ch.

12.7.07

(Medien) Konsumtests allzeit bereit

Medien diverser Konsumentenschutzorganisationen versorgen uns dauernd mit Testberichten – aber im richtigen Moment müsste man / frau auch den passenden zur Hand haben. Abhilfe schafft das Internet, unter anderem mit der neuen Site www.testbeste.ch, mitgeleitet vom bekannten Journalisten Urs P. Gasche. Mehr als 20 Produktekategorien stehen zur Auswahl, so dass auf Anhieb das beste Tierfutter, aber auch der passende Velohelm und die beste Pumpe gefunden wird. Noch lieber wäre einem ein Hinweis auf die besten Velos, aber der kommt ja vielleicht noch. Interessant die Möglichkeit, dass KonsumentInnen ihre eigenen Erfahrungen mit den in den Tests erwähnten Produkten einbringen können. Diese vom Internetbuchhändler Amazon bekannte Einrichtung wird sich vielleicht zum grossen Renner der Site entwickeln, fehlt sie doch andernorts.

Was bei der neuen Schweizer Site hingegen fehlt, ist die bei der – ebenfalls neuen – deutschen Testübersicht www.ecotopten.de prominente ökologische Wertung der Produkte. Die vom Öko-Institut Freiburg, das unterdessen auf eine bereits 30jährige erfolgreiche Praxis zurück blickt, betriebene Site überzeugt durch ausführliche eigene Bewertung der jeweiligen Produkte und viele Besonderheiten. So sind auf ecotopten auch Geldanlagen bewertet, wobei hier auf die Resultate der Stiftung Warentest zurück gegriffen wird. In dieser Kategorie steht wie bei allen anderen die ökologische Sicht zuvorderst. Wem Geiz nicht als geil gilt und vielmehr die ökologische Werthaltigkeit der Produkte am wichtigsten ist, kommt um diese Produkte- und Testübersicht nicht herum.

Erwähnt sei schliesslich die bereits seit längerem eingeführte Site www.topten.ch, die von verschiedenen Konsumenten- und Umweltorganisationen getragen wird. Sie bewertet vor allem langlebige Produkte wie Kühlschränke und Bildschirme.

Das also sind die für KonsumentInnen wertvollen Testübersichten auf einen Blick:
- www.topten.ch
- www.ecotopten.de
- www.testbeste.ch

6.7.07

(Finanzen) Viel Optimismus für die Schwellenländer

In den 80er Jahren trat er bei einem der traditionsreichsten Fondshäuser ein und verschrieb sich den Anlagen in den damaligen Entwicklungsländern. Selbst wohnhaft in Singapur und damit Zeitzeuge des rasanten asiatischen Aufstiegs, sagte er schon in den 90ern den zu Schwellenländern mutierten Staaten eine glänzende Zukunft voraus. Angesichts hoher Inflation und Staatsverschuldung wollte damals niemand so recht an die Weissagungen des Mark Mobius glauben. Doch in diesem Jahrzehnt sieht er sich endgültig bestätigt und gilt unterdessen als einer der erfolgreichsten Fondsmanager der Gegenwart.

In Zürich machte er an diesem Freitagmorgen, als die Finanzwelt vom Rücktritt des UBS-Konzernchefs Peter Wuffli erschüttert wurde, keine Ausnahme von seinem ungebrochenen Optimismus. Er predigte wiederum die Zukunft der Emerging Markets (EM), wie sie unterdessen alltagstauglich auch in Deutsch genannt werden. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es einen langen Atem und nicht kurzfristiger Gewinnsucht bedarf, um auf Märkten wie der Türkei, Südafrika, Thailand und Korea erfolgreich zu sein. Dazu gehören natürlich auch die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Doch die sind unterdessen in aller Munde – weitere Anlagemöglichkeiten aber in vielerorts vorhanden.

Mobius ist auch vorsichtig – die Anleger scheinen es weniger zu sein. Er selbst empfiehlt einen EM-Anteil am Gesamtportfolio von zehn bis zwölf Prozent, auch wenn die internationalen Indizes diese Länder schon bis zu 20 Prozent gewichten. Und noch interessierter scheinen die PrivatanlegerInnen – zeigen doch die von Mobius gemanagten Franklin-Templeton-Fonds einen ungebrochenen Zustrom von Geldern auf unterdessen 40 Milliarden Dollar. Sektormässig stehen die Finanzbranche und Energie im Vordergrund, in Lateinamerika auch die Rohstoffe. Im Energiebereich gilt nach wie vor: «Die Ölbranche ist einfach zu profitabel, um nicht dabei zu sein.» Neue Energien spielen demgegenüber bei Mobius noch eine untergeordnete Rolle, Ausrüster wie etwa die Erbauer von Windrädern seien aber doch schon ganz interessant. So weit der Mann, der wie kaum ein anderer in Schwellenländern unterwegs ist und der die letzten 20 Jahre zumindest in der Einschätzung des Gangs der Weltwirtschaft goldrichtig lag.

4.7.07

(Finanzen) Fondsbranche im Umbruch

Neue Anlagestrategien, verbesserte Analysen und ein ungebrochener Mittelzufluss kennzeichnen die sonst eher ruhigen Sommermonate an den Märkten für Anlagefonds. So weist www.fondstrends.ch, die neueste Ausgabe des Schweizer Online-Magazin für Anlagefonds, auf wegweisende Entwicklungen hin. Der Fondsmarkt hat demnach im Mai 2007 ein Gesamtvolumen von 637 Milliarden CHF erreicht. Zum Monatswachstum von über einem Prozent trugen vor allem Aktien- und Anlagestrategiefonds bei. Getrieben wird das Wachstum vor allem von den Kurssteigerungen. Erstmals seit längerer Zeit nahmen die Geldmarktanlagen zu, was auf eine vorsichtigere Haltung der Investmentgemeinde schliessen lässt. Künftig sollen die Zahlen von Swiss Fund Data auch die so genannten Alternativen Anlagen separat ausweisen, so dass der Fondsmarkt noch transparenter wird.

Diesem Anliegen dient (hoffentlich) auch der Übergang der Fondsdatenverwaltung von der deutschen Feri zu Reuters, dem englischen Anbieter von Finanzinformationen. Ende Juni wurde die Transaktion bekannt, der die Übernahme von Standard & Poor’s durch Morningstar vorangegangen war. Ob die Datenlage für die informationshungrigen Privatinvestoren besser wird, muss sich erst weisen. Die Zahl der Anbieter hat sich damit auf jeden Fall innert kürzester Zeit halbiert – eine Entwicklung, die in anderen Wirtschaftssektoren jeweils Wettbewerbsbedenken keimen lässt.

Intererssant schliesslich eine Neuerung bei den Fondsprodukten. Im Laufe des Jahres wird JP Morgan, nach erfolgreicher Lancierung in den USA und später in diversen europäischen Ländern, auch in der Schweiz Fonds nach der Formel 130/30 anbieten. Die veränderten regulatorischen Bedingungen machen dies hierzulande erst möglich. Der Anlagestil solcher Fonds ermöglicht eine begrenzte Kombination herkömmlicher Aktienanlage mit dem Einsatz derivativer Instrumente. So werden etwa Leerverkäufe und der begrenzte Einsatz von Fremdmitteln möglich. In den USA hat sich die Strategie als erfolgreich erwiesen, bei gleich bleibendem Risiko liessen sich bessere Renditen erzielen.

28.6.07

(Medien) Trauertage für CH-Medien

Ende Juni stellen gleich zwei renomierte Schweizer Wochenzeitungen ihr Erscheinen ein. Tamedia lässt «Facts» nach zwölf Jahren sterben, Ringier gibt nach 18 Jahren dem Wirtschaftsblatt «Cash» den Todesstoss. Beide Abschiede sind bedauerlich. Auf der politischen Ebene ist plötzlich das Rechtsaussenblatt «Die Weltwoche» neben den Sonntagszeitungen allein auf weiter Flur und damit in einer Monopolposition, die zu bekämpfen das Köppelsche Magazin vor wenigen Jahren selber vorgab. Das täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass Facts seinem Anspruch, der Schweizer «Spiegel» zu sein, kaum je gerecht wurde.

Weitaus bedenklicher noch ist das Verschwinden von «Cash» . Denn auch die Wirtschaftszeitung aus dem Hause Ringier hatte sich durch einen profilierten Politjournalismus ihre Meriten verdient. Das zwar nur punktuell, aber dafür immer wieder prononciert, etwa mit vielen Geschichten am Schnittpunkt zwischen Politik und Wirtschaftskriminalität.

Doch vermissen muss man «Cash» noch mehr aus einem anderen Grund: Es verstand, wirtschaftliche Sachverhalte immer verständlich darzustellen und vor allem Anlagethemen gekonnt unter die Leserschaft zu bringen. Da war es ein frühes Fanal für das Ende von «Cash» , als vor rund vier Jahren die Monatsbeilage «Cash-Value» eingestellt wurde – der der hier Schreibende als Redaktionsleiter diente. Fortan gab es in der Geldbeilage viele wertvolle Anlage- und Vorsorgetipps, die im Medienmarkt künftig fehlen werden – auch wenn deren Fortführung in «Cash daily» und den elektronischen Medien versprochen, bislang aber noch nicht eingeleitet wurde.

26.6.07

(Umwelt) Photovoltaik-Weltmarkt: Spanien rückt an USA heran

Spanien könnte noch in diesem Jahr die USA als weltweit drittgrößten Photovoltaik-Markt ablösen. Laut zwei aktuellen Studien von Solarbuzz , einer auf die Solarbranche spezialisierte Recherche- und Unternehmensberatungsfirma, hat Spanien im vergangenen Jahr deutlich zu den drei größten Photovoltaik-Märkten aufgeholt. Der chinesische Solarzellenproduzent Suntech will unterdessen vom derzeit dritten Rang unter den weltweiten Herstellern zur Nummer eins werden.

Der spanische Photovoltaik-Markt umfasste 2005 rund 35 Megawatt (MW) neu installierter Kapazität. 2006 konnte das Wachstum auf 110 MW gesteigert werden. Laut Solarbuzz sind derzeit weitere 230 MW im Rahmen von neuen Projekten allein im Bereich großer Solaranlagen geplant. In diesem Jahr soll der Markt demnach um 200 bis 280 MW anwachsen. Innerhalb Europas liegt der spanische Markt hinter Deutschland auf dem zweiten Rang. Das Marktwachstum des vergangenen Jahres geht vor allem auf den 2005 eingeführten Einspeisetarif für Solarstrom zurück.

Der US-Markt verzeichnete 2006 laut Solarbuzz eine Größe von 140 MW neu installierter Leistung. Die Wachstumsregionen setzten sich primär aus den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersery, aber auch aus Nevada und Colorado zusammen. Bis Ende des Jahres soll der Markt um weitere 204 bis 235 MW wachsen, so die Prognose von Solarbuzz. Je nach Entwicklung der regionalen Märkte und den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnte das Marktwachstum bis 2011 auf 648 bis 1.727 MW ansteigen.

Während der chinesische Photovoltaik-Markt noch nicht an die Spitzenplätze heranreicht, versucht der chinesische Solarzellenproduzent Suntech, einen Weg an die Weltspitze zu finden. Derzeit liegt Suntech nach Sharp und Q-Cells auf Platz drei der Weltrangliste der Hersteller. 2005 fand sich das Unternehmen noch auf dem achten Platz, 2006 wurde es als Nummer vier gelistet. Sharp kann jährlich Solarzellen mit einer Gesamtkapazität von rund 600 MW produzieren, Suntech kommt auf 360 MW. Bis 2010 will Suntech die Produktion jedoch auf ein Gigawatt steigern.

Quelle: www.sonnenseite.com

19.6.07

(Umwelt) Italien ist Geothermie-Europameister

Erdwärme ist durch die unglückliche Versuchsbohrung in Basel (die Erdbeben zu Beginn des Jahres auslöste) unter Beschuss geraten. Dennoch weisen viele kleinere und grössere bereits realisierte Projekte in der ganzen Welt auf das enorme Potenzial dieser Energiequelle hin, die tageszeit- und witterungsunabhängig so genannte Bandenergie zu liefern vermag. Das grösste Werk weltweit steht in Kalifornien (betrieben von der Geysers Geothermal Association (GGA), siehe dazu deren Website www.thegga.org). Dort werden sage und schreibe rund eine Million Haushalte mit elektrischem Strom aus geothermischen Anlagen versorgt, was der Kapazität eines grösseren AKW entspricht.

Aber warum in die Ferne schweifen (auch Island, Philippinen und Neuseeland nutzen Geothermie bereits als bedeutsame Energiequelle)? In Europa ist Italien führend, wo 1987 durch eine Volksabstimmung der Bau von Atomkraftwerken abgelehnt worden war. Auf der Suche nach alternativen Energielieferanten besann man sich auf die heißen Quellen in der Toskana. Den Grundstein für die Stromgewinnung durch Geothermie hatte der florentinische Unternehmer Prinz Piero Ginori Conti gelegt. Nach mehreren Versuchen mit einem thermisch angetriebenen Kolbenmotor war es ihm im Juli 1904 gelungen, fünf Glühlampen zum Leuchten zu bringen. Neun Jahre später schon hatte man in Larderello das erste Erdwärmekraftwerk mit einer 250-Kilowatt-Turbine in Betrieb genommen.

Heute reichen die Bohrer bis zu 3500 Meter weit ins Erdinnere und fördern den bis zu 260 Grad Celsius heißen Dampf an die Oberfläche. Zudem gibt es ein Versuchsfeld, "in dem wir vier bis sechs Kilometer tief bohren", sagt Antonio Fini vom Museo della Geotermia. Inzwischen liefern 35 Energiezentralen in der Toskana und dem nördlichen Latium rund 4,5 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr. Auch die Zukunft ist gesichert. Denn die geothermischen Kraftwerke arbeiten in einem geschlossenen Kreislauf: Nachdem der Dampf die Turbinen angetrieben hat, wird das Wasser durch Schächte wieder in die Erde gespritzt, wo es sich erneut erhitzt. Allerdings erhält der Dampf auch einen Anteil nicht kondensierbarer Gase, darunter Kohlendioxid, Methan und Schwefelwasserstoff, die - nicht gerade umweltfreundlich - in die Atmosphäre entweichen.

Quelle: Eigene Recherchen und Geo 4/06

15.6.07

(Finanzen) Erneut haben nachhaltige Fonds die Nase vorn – erneuerbare Energien sind Spitze

Nachhaltige Aktienfonds haben 2007 bislang im Schnitt höhere Wertzuwächse erzielt als Aktienfonds insgesamt. Das zeigt eine aktuelle Studie des österreichischen Datenanbieters Finance & Ethics Research. Demnach haben Fonds, die in ihre Portfolios nur sozial, ökologisch und ökonomisch vorbildliche Unternehmen aufnehmen, vom 1. Januar bis 10. Juni einen Wertzuwachs von 9,8 Prozent erzielt. Insgesamt brachten es Aktienfonds dagegen nur auf 6 Prozent.

Besonders renditeträchtig waren nachhaltige Aktienfonds, die speziell auf neue Energien setzen. Sie erzielten ein Plus von 17,2 Prozent. Produkte, die in umweltfreundliche Technologien investieren, brachten es auf einen Zuwachs von 15,2 Prozent. Nachhaltige Misch- und Rentenfonds hinken dem jeweiligen Gesamtmarkt dagegen hinterher. Klassische Rentenfonds erzielten einen Wertzuwachs von 0,2 Prozent, nachhaltige Produkte lagen 0,9 Prozent im Minus. Bei Mischfonds war die Kluft mit 3,4 Prozent beziehungsweise 3 Prozent geringer.

INFO: Für die Studie hat Finance & Ethics Research rund 9.000 Publikumsfonds untersucht, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrieben werden. Unter den nachhaltigen Produkten sind aktuell 88 Aktienfonds, 28 Rentenfonds und 25 Mischfonds.

Quelle: www.dasinvestment.com

12.6.07

(Finanzen) Anlagestrategie entscheidet – Brasilien an der Spitze

Mit welchen Anlagekategorien konnte man seit Jahresbeginn am meisten verdienen? Und wovon hätte man bis dato am besten die Finger gelassen? Antworten darauf gibt ein Blick auf das Abschneiden der insgesamt 247 Lipper-Fondskategorien. Diese kamen auf Erträge zwischen +26 und -8,2 Prozent. So legten die Top-5 der insgesamt 247 Lipper-Fondskategoriedurchschnitte seit Jahresbeginn zwischen 26 und 22,5 Prozent zu, die schlechtesten fünf Anlagekategorien verloren dagegen zwischen 2,8 und 8,2 Prozent. Die Gewinner im Überblick:

* Die höchste Rendite erzielten im laufenden Jahr überraschenderweise Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Portugal und Philippinen anlegen. Im deutschsprachigen Raum sind aber kaum entsprechende Fonds zugelassen.
* Die drittbeste Fondskategorie des Jahres 2007 waren Aktienfonds Brasilien (+24,3 Prozent). Allein im Mai legten diese Fonds im Schnitt um 14,2 Prozent zu und gehören damit zu den Top-Performern. Das Ergebnis-Spektrum ist hier aber bereits sehr groß und reicht seit Jahresbeginn von 26,5 Prozent (DWS Brazil) bis 15,2 Prozent (Osprey Brasilien Inside).
* Die im Vormonat noch Top-platzierten Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Malaysien fielen im Mai auf Platz vier zurück. Seit Jahresbeginn ist das Plus mit 23,8 Prozent aber immer noch beachtlich. Mit einer YTD-Performance von 30 Prozent führt der Fidelity Funds – Malaysia vor dem UBS (Lux) Equity Fund Malaysia (+26,3 Prozent) das Feld an.
* Der boomende Aktienmarkt in China verhalf den China-Aktienfonds zu einem Plus von im Schnitt 22,5 Prozent, wobei das Spektrum hier extrem breit ist: Die einzelnen Fonds erzielten 2007 zwischen +28 Prozent (Atlantis China Fortune) und -1,6 Prozent (Lyxor ETF China Enterprise).

Am meisten Geld verloren hat man 2007, vor allem aufgrund des schwachen Yen, mit Japan: Japanischen Nebenwerte-Aktienfonds (-8,2 Prozent) führend das Feld schon seit längerem vor Yen-Anleihenfonds (-4 Prozent) an. Nur leicht dahinter liegen Yen-Geldmarktfonds mit -3,9 Prozent. Aber auch Anleihenfonds in Schweizer Franken schnitten mit -3,8 Prozent kaum besser ab. Aber auch unter den schlechtesten Anlagekategorien gab es durchaus Gewinner: So liegt der beste Japan-Nebenwerte-Fonds (VCH Expert Japan Opportunities) immerhin mit 3,4 Prozent im Plus.

Quelle: Lipper / www. at.e-fundresearch.com

6.6.07

(Umwelt) Riesensolarprojekt am Netz

In diesen Tagen wird das Parabolrinnenkraftwerk „Nevada Solar One“ in Boulder City nahe dem amerikanischen Las Vegas mit der Stromproduktion beginnen. Das 64-Megawatt-Kraftwerk wird jährlich etwa 129 Millionen Kilowattstunden erzeugen und damit 15.000 amerikanische Haushalte versorgen können. Nevada Solar One erstreckt sich über eine Fläche von 1,4 Millionen Quadratmetern und ist damit so groß wie 212 Fußballplätze. Und noch ein eindrücklicher Vergleich: Nevada Solar One bringt es immerhin schon auf die Leistung von rund einem Fünfzehntel eines grossen Atomkraftwerks. Das mag auf den ersten Blick gering erscheinen – weiss man aber um die jahrelangen Erstellungszeiten und die Milliardenkosten von AKW’s, präsentiert sich der Vergleich bereits wesentlich komfortabler für die Solarenergie.

Bauherrin und Betreibergesellschaft des Werks in den USA ist laut der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie die Acciona Solar Power Inc., eine Tochtergesellschaft des spanischen Konzerns Acciona. Den Solarreceiver hat der deutsche Technologiekonzern Schott geliefert. „Wir sind davon überzeugt, dass mit Nevada Solar One die Parabolrinnenkraftwerke weltweit vor dem Durchbruch stehen. Die Europäische Union sollte die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, dass Europa eines Tages auch mit Strom aus solarthermischen Kraftwerken rund um das Mittelmeer versorgt wird“, sagte Schott-Vorstandsvorsitzender Udo Ungeheuer gegenüber dem deutschen Solarverband (www.dgs.de).

29.5.07

(Medien) JounalistIn im Internet – auch ohne Weblog

Readers Edition” ist eine Plattform, die eine neue Art von Journalismus möglich macht (www.readers-edition.de). Werden Sie selbst Redakteur. Readers Edition gibt Ihnen die Möglichkeit, eigene Geschichten, Berichte und Fotos zu veröffentlichen. Redaktionen müssen aus der Vielzahl von Nachrichten oft wenige auswählen - weil in der Zeitung der Platz fehlt, in Radio und Fernsehen die Sendezeit knapp ist oder Online-Nachrichtenseiten auch nur eine begrenzte Anzahl an Redakteuren beschäftigen können. In “Readers Edition” ist das anders: Jeder kann zum Journalisten werden, der Platz ist unbegrenzt.

“Readers Edition” will einen anderen Blick auf die Nachrichtenwelt ermöglichen. Erzählen Sie, welche konkreten Auswirkungen die Bundespolitik auf die Menschen hat (Ressort Politik). Schreiben Sie, welche Ereignisse die Menschen vor Ort (Ressort Lokales) oder am Arbeitsplatz (Ressort Wirtschaft) bewegt. Berichten Sie von aktuellen Sportereignissen (Ressort Sport) oder von Neuigkeiten aus dem Internet- und Computer-Sektor (Ressort Web & Technik). Erzählen Sie anderen von neuen Filmen oder neuer Musik und Ereignissen, die Ihnen im Alltag begegnen (Ressort Vermischtes). Schreiben Sie über das, was Sie bewegt.

Schreiben Sie eine Kurzmeldung oder einen langen Bericht, eine eigene Einschätzung oder eine Nachricht. Geben Sie “Readers Edition” Ihre eigene Sichtweise. Alle Berichte müssen journalistischen Grundsätzen des Pressekodex folgen: Die Fakten müssen stimmen, unbestätigte Gerüchte oder Vermutungen werden nicht veröffentlicht. Zudem darf sich durch Berichte niemand beleidigt oder zu Unrecht beschuldigt fühlen. Über die Einhaltung der Kriterien entscheiden die Moderatoren und in letzter Instanz die BF Blogform Social Media GmbH. Nachsatz von www.tipp.ch: Ein Projekt aus Deutschland, das hierzulande Nachahmer finden sollte.

23.5.07

(Umwelt) Konzerne investieren mächtig in Solartechnologie

Von derzeit 140 Megawatt will Kyocera in Japan seine Solarzellenproduktion auf 500 Megawatt erhöhen. Dafür sollen Kyocera-Werke in Japan, Tschechien, Mexiko und in China sorgen. Insgesamt will Kyocera bis 2010 etwa 200 Millionen Euro in den Ausbau seiner Solarfabriken investieren. „In den vergangen zwei Jahren mussten wir einen Mangel an Silizium, welches für die Verwendung in der Photovoltaik geeignet ist, beklagen und haben uns darauf konzentriert, die Solarzellenqualität und Energieumwandlungseffizienz zu verbessern“, so Tatsumi Maeda, Senior Managing Executive Officer der Kyocera Corporation und General Manager der Corporate Solar Energy Group. „Wir sind ein weltweit agierender „voll integrierter“ Hersteller, der jede einzelne Prozessstufe vom Gießen eines Siliziumbarrens über die Konstruktion bis hin zur Lieferung kompletter Solarsysteme begleitet. Unsere Zielsetzung besteht darin, zum führenden Unternehmen sowohl qualitativ als auch quantitativ zu werden.“

Da steht ein anderer Grosskonzern nicht hinten an: BP Solar will die Solarzellenproduktion auf 700 MW ausbauen, wie tagszuvor gemeldet wurde. Gemessen an der weltweiten Reklame für Solarenergien war die Produktion von Solarzellen von BP Solar bislang eher bescheiden.
Doch jetzt gab BP Solar bekannt, dass es seine bisherige Produktion von etwa 200 Megawatt pro Jahr auf 700 Megawatt im Jahr 2010 mehr als verdreifachen wolle. Allein in Spanien (in Tres Cantos bei Madrid) soll die Produktion von heute 55 auf 300 Megawatt in drei Jahren gesteigert werden. Auch in Bangalore/Indien sollen künftig 300 MW produziert werden. Höhere Produktionen sind auch am US-Standort in Frederick/Maryland geplant. Bei den neuen Zell-Fertigungsreihen kommt die modernste Siebdruck-Technologie zum Einsatz, die sich BP Solar größtenteils hat patentieren lassen. Die voll automatisierte Wafer-Verarbeitung macht es möglich, die derzeit dünnsten, erhältlichen Wafer zu verarbeiten und gleichzeitig höchst mögliche Qualität zu gewährleisten.

Mit den beabsichtigten Ausbauschritten werden Kapazitäten geschaffen, die immerhin jenen eines ganz grossen AKW’s entsprechen, und das jedes Jahr erneut.

Quelle: www.sonnenseite.com und Firmenmeldungen

15.5.07

(Umwelt) Ökostrom über die "Bild"-Zeitung bestellen

Ab sofort kann jede und jeder in Deutschland Ökostrom über die "Bild"-Zeitung stellen. Manchmal geschehen Zeichen und Wunder. Bislang haben die Ökostromanbieter zu Recht darüber geklagt, dass die Medien zu wenig über die Möglichkeiten des Stromwechselns berichtet haben.

Am 11. Mai schrieb "Bild" auf der ersten Seite: "Ab heute gibt es sauberen Strom von Bild und Lichtblick." Dieser Strom, so "Bild" kommt "komplett aus erneuerbaren Energien: Wasser, Biomasse, Sonne, Windkraft." Das Boulevard-Blatt mit einer Auflage von vier Millionen schreibt: "Ein Durchschnittshaushalt (3.000 Kilowattstunden/Jahr) verringert seinen jährlichen CO2-Ausstoß um zwei Tonnen! Grundpreis pro Monat: € 7,08; die Kilowattstunde kostet 18,98 Cent. Das Tollste: Für "Bild"-Leser gibt es sogar 25 Euro Sparguthaben.

Sie können in ganz Deutschland von ihrem Anbieter zum "Bild"-Ökostrom wechseln. (Telefon 01802/330331 (6 Cent/Anruf im Festnetz) oder www.bild-oekostrom.de. Glückwunsch an die Kollegen von "Bild". Am Tag danach legte Bild nochmals nach: "Viele Kunden sparen mit dem Ökostrom Geld - bis zu 870 Euro. Vergleichen lohnt." Die Frage, was "Bild"-Ökostrom kostet beantwortet "Bild" so: "Grundpreis 84,96 Euro jährlich, pro Kilowattstunde 18,98 Cent. Eine Familie (ca. 4.000 Kilowatt/Jahr) zahlt € 844,16 im Jahr. Wer kann diesen Ökostrom bekommen? "Alle Haushalte in Deutschland.

Quelle: Franz Alt 2007 aus www.sonnenseite.com

14.5.07

(Finanzen) Einfacher Zugang zu nachhaltigen Anlagen

Das Öko-Institut Freiburg (D) hat jetzt ökologische Geldanlagen untersucht und für die "EcoTopTen"-Empfehlungen ausgewählt. Außer Tipps für umweltfreundliche Produkte (z.B. Haushaltsgeräte, Öko-Strom oder Heizungen) gibt das Öko-Institut auf der Website www.ecotopten.de seit neuestem auch eine Übersicht über empfehlenswerte grüne Aktienfonds. Ganz oben auf der Empfehlungsliste steht der ethisch-ökologische Aktienfonds GreenEffects (www.greeneffects.de).

Die "EcoTopTen"-Auszeichnung erhalten nur die besten Fonds. Sie müssen, teilt das Öko-Institut mit, "in der Vergangenheit überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben und gleichzeitig umfassend über strenge soziale und ökologische Ausschlusskriterien verfügen". Außerdem wird vorausgesetzt, dass die Fonds seit mindestens fünf Jahren am Markt sind, um Beständigkeit zu gewährleisten.

Der Fonds GreenEffects zählt nicht nur nach den reinen Kursgewinnen zu den besten Fonds . Er zeichnet sich auch durch erfolgreiche Wertentwicklung und Stabilität aus, ist in der Schweiz aber nur auf besondere Nachfrage bei den Banken erhältlich, offiziell jedoch nicht zugelassen. GreenEffects (der "NAI-Wertefonds", WKN 580265) garantiert nach eigenen Angaben, dass die angelegten Gelder nur in die Werte investiert werden, die die strengen ökologischen-sozialen Kriterien des Natur-Aktien-Index NAI erfüllen (www.nai-index.de). Damit wird sichergestellt, dass nicht in Atomkraft, Waffenproduktion, Kinderarbeit oder korrupte Unternehmen investiert wird. GreenEffects ist damit nach Meinung vieler Experten der konsequenteste ökologisch-soziale Aktienfonds. Er wurde auch schon mehrfach als erfolgreichster Fonds ausgezeichnet.

8.5.07

(Umwelt) Biolandbau kann Menschheit ernähren

Besonders in den Ländern des Südens kann der Biolandbau zur Bekämpfung des Hungers entscheidend beitragen, findet eine Uno-Organisation. Der Biolandbau sei besser geeignet als moderne Anbaumethoden, um die Ernährung der Ärmsten der Armen in den Entwicklungsländern zu gewährleisten. Gemäss einem neuen Bericht der Uno-Landwirtschaftsorganisation FAO könnte sogar die gesamte Menschheit mit biologisch angebauten Lebensmitteln ernährt werden - und das mit weniger negativen Umwelteinflüssen als die konventionelle Landwirtschaft.

Würde in den Ländern des Südens, wo bis zu 60 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig sind, ausschliesslich mit modernen Anbaumethoden gearbeitet, hätte das für die soziale Stabilität hingegen gravierende Folgen. Gleiches gilt für die Umwelt. Zu diesem Schluss kommt Nadia El-Hage Scialabba von der FAO. Sie präsentierte ihre Arbeit vergangene Woche am Römer FAO-Hauptsitz an einer internationalen Konferenz zum Thema Biolandbau und Nahrungssicherung.

Allerdings nimmt sich der Biolandbau im Vergleich zu modernen, auf synthetischen Düngemitteln basierenden Anbaumethoden bescheiden aus. Weltweit werden lediglich o,7 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet, insgesamt 31 Millionen Hektar auf 633 000 Bauernhöfen. 40 Prozent der Bioanbaufläche liegen im ozeanischen Raum, 23 Prozent in Europa und 19 Prozent in Lateinamerika. Doch der Markt wächst: Vergangenes Jahr wurden Bio-Nahrungsmittel für 48 Milliarden Franken abgesetzt, 2012 sollen es 84 Milliarden sein.

Der biologische Landbau zeichne sich durch einen relativ geringen finanziellen Aufwand aus, so die FAO-Studie. Die Produktivität des Bodens erhalten die Bauern unter anderem durch eine gezielte Fruchtfolge, synthetischer Dünger kommt nicht zum Einsatz. Zudem leisten die Methoden des Biolandbaus einen bis zu 37 Prozent geringeren Beitrag zur Erderwärmung als moderne landwirtschaftliche Verfahren - ein gewichtiges Argument im Rahmen der momentanen Klimadebatte. Weil der Biolandbau arbeitsintensiver ist, schafft er zudem Arbeitsplätze. In Gegenden allerdings, in denen Arbeitskräfte Mangelware seien, eigne sich der Biolandbau nur bedingt, so die Autorin der Studie. Dies ist in vielen von HIV/Aids heimgesuchten Regionen Afrikas der Fall. Quelle: Tages-Anzeiger 08.05.07

4.5.07

(Umwelt und Medien) «Lebendig» - Fotoprojekt für eine bessere Welt

Zürich sieht im Monat Mai eine bemerkenswerte Fotoausstellung, initiiert vom weltberühmten französischen Fotografen Yann Arthus-Bertrand. Träger der Ausstellung, die noch in weiteren CH-Städten zu sehen sein wird, sind die Westschweizer Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch & Cie sowie der Nationalzirkus Knie – der zeitgleich zur Ausstellung seine Aufführungen vor Ort präsentiert.

Das alles ist kein Zufall. LODH hatten bereits Arthus-Bertrands Ausstellung «Die Erde von oben» vor Jahren in die Schweiz und nach Zürich gebracht. Die Privatbank unterstützt damit den Fotografen und dessen Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit dieser einen Welt, die uns nur zur Verfügung steht. Der Zirkus Knie wiederum unterstützt solcherlei Bemühen und die Erhaltung einer Tierwelt, deren artgerechte Präsentation im Zirkus schon jahrzehntelanges Anliegen der Dynastie Knie darstellt. Das anerkannte der Fotograf an der Präsentation der Ausstellung. Er zeigte sich beeindruckt von Knies Engagement, welches bei den Zirkus in Frankreich seinesgleichen suche.

Yann Arthus-Bertrand hat ausserordentliche Tierbilder in grossformatigen Aufnahmen zusammengestellt, jeweils begleitet von Erläuterungen zum Zustand der Welt. Da geht es um die Übernutzung des Wassers ebenso wie um unseren unsäglichen Umgang mit den endlichen Energiereserven. Anmerkungen zur strittigen Atomenergie fehlen nicht, doch sieht der frühere radikale Kritiker, der selbst in Tschernobyl fotografierte, deren Rolle heute differenzierter.

Die Ausstellung findet sich an der Uferpromenade des Zürichsees zwischen Bellevue und Tiefenbrunnen, Tag und Nacht zugänglich und wie es den Anliegen des Fotografen entspricht ganz unschweizerisch gratis. Sie bleibt während des Knie-Aufenthalts in Zürich bis anfangs Juni, wandert dann nach Basel (7.-20.6.), nach Bern (9.-22.8.), Genf (24.8.-13.9.) und Lausanne (28.9.-10.10.). Und wer einen Paristrip vorhat – auch dort sind die so beeindruckenden Bilder in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms ab Ende Mai zu sehen.

Weitere Informationen über www.goodplanet.org

27.4.07

(Umwelt) Fragen rund um die Sonnenenergie

Die Schweiz hat ihre Tage der Sonne (4. und 5. Mai). Dass uns Deutschland bei der Sonnenenergie voraus ist, zeigt der Parallelanlass im nördlichen Nachbarland – dort gibt es gleich eine ganze Woche der Sonne. Weitere Infos finden sich dazu unter www.woche-der-sonne.de, für die Schweiz unter www.swissolar.ch. Als inhaltlichen Input liefert die deutsche Website gleich eine Reihe von informativen Antworten zu häufig rund um die Sonnenenergie gestellten Fragen, hier einige Muster:

Können Solarstromanlagen einen nennenswerten Anteil an der Stromversorgung leisten? Ja, alle Studien zeigen, dass die Photovoltaik langfristig einen unverzichtbaren Baustein unserer Stromversorgung darstellt. Durch den kontinuierlichen Aufbau der Solarindustrie und die Weiterentwicklung der Technologie mit entsprechender Kostensenkung wird bis 2010 etwa 1% des deutschen Strombedarfs mit Solarstrom gedeckt werden. Langfristig werden 20% bis 30% des Strombedarfs solar erzeugt werden.

Kann die Solarindustrie in Deutschland auch ohne staatliche Förderung wachsen? Die Solarindustrie wird in absehbarer Zeit auch ohne staatliche Förderung auf hohem Niveau wachstumsfähig sein. Angesichts steigender Preise für konventionelle und sinkender Preise für regenerative Energien sowie einem wachsenden Exportmarkt wird dies bei Solarwärme innerhalb der nächsten 5-10, bei der Photovoltaik in 10-15 Jahren möglich sein. Bis dahin ist die Markteinführung der Solarenergie auf verlässliche staatliche Rahmenbedingungen angewiesen, um konkurrenzfähig zu sein und auf dem Weltmarkt zu bestehen. Bis dahin benötigt die Industrie Investitionssicherheit für den Aufbau von Solarfabriken und ihre hohen Entwicklungsleistungen. Und die Verbraucher benötigen bis dahin einen gesetzlich abgesicherten Investitionsanreiz zur Errichtung von Solaranlagen.

Ist Solarenergie im Vergleich zu konventioneller Energie teurer? Langfristig ist Solarenergie weitaus preiswerter als herkömmliche Energie. Derzeit ist Solarenergie noch etwas teurer, da zunächst neue technische Verfahren entwickelt und finanziert werden müssen. Daher bedürfen Erneuerbare Energien wie damals die Atomkraft einer anfänglichen Förderung, bis sie konkurrenzfähige Preise erreichen. Solarenergie ist auf dem besten Weg dahin: während die Kosten für konventionell erzeugte Energien in den letzten Jahren zunehmend gestiegen sind und angesichts endlicher Ressourcen weiter deutlich steigen werden, sind die Preise für Solarenergie dank zunehmender Massenproduktion um durchschnittlich 5% jährlich gefallen. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für Neuanlagen verankerte Senkung der Förderhöhe von jährlich 5 bis 6,5% erzwingt eine weitere Kostenreduktion. Die Solarbranche wird diese im Durchschnitt realisieren können.

Sind Solarstromanlagen effizient? Ja, Solarzellen haben heute einen Wirkungsgrad von etwa 15% und darüber, der kontinuierlich gesteigert wird. Das bedeutet, dass 15% der Strahlungsenergie, die auf die Solarzelle auftrifft, in Nutzenergie umgewandelt wird. Das klingt gering, ist es aber nicht, denn es sind bereits etwa 50% des physikalisch möglichen Wirkungsgrades. Viele konventionelle Kraftwerke laufen noch mit Wirkungsgraden von unter 40%, obwohl die Technologie bereits seit 100 Jahren im Einsatz ist. Dabei ist der Vergleich von Wirkungsgraden fossiler und Solarkraftwerke unzulässig, denn fossile Energien sind begrenzt, weshalb sie möglichst effizient eingesetzt werden müssen, Solarenergie ist dagegen praktisch unbegrenzt vorhanden.

Wird bald wieder genügend Silizium zur Verfügung stehen? Ja, der Bundesverband Solarwirtschaft rechnet damit, dass sich der Siliziumengpass bis 2008 auflösen wird und der Zellindustrie damit wieder genügend Ausgangsmaterial zur Verfügung steht. Alle wichtigen Siliziumproduzenten haben ihre Kapazitäten ausgebaut und können diese dann in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Neue Unternehmen steigen in die Siliziumproduktion ein, neue Verfahren finden den Weg in den Markt. In der Folge wird der Preis für Silizium und damit auch für Solarstrom weiter sinken.

Wie sieht es aus mit der Energiebilanz von Solarzellen? Nach gegenwärtigem Stand der Technik erzeugt eine Solarstromanlage bereits innerhalb von zwei bis drei Jahren (je nach Art der verwendeten Zellen) die Energiemenge, die für ihre Herstellung benötigt wurde. Danach produziert sie für die restliche Zeit ihrer auf 30 Jahre geschätzten Lebensdauer emissionsfrei Strom. Solarstromanlagen weisen also eine hervorragende Energiebilanz auf und ermöglichen eine solare Kreislaufwirtschaft, in der die Energiemenge zur Eigenproduktion selbst erzeugt wird.

Lohnt sich in unseren Breiten überhaupt die Nutzung von Solarenergie? Eindeutig ja. In Deutschland liegt die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung bei 1.000 kWh pro Quadratmeter. Das entspricht einem Energiegehalt von 100 Litern Öl. Damit wird mehr als die Hälfte der Solarenergiemenge erreicht, die wir in der Sahara vorfinden. Das reicht, um auch bei uns mit effizienten Solaranlagen einen erheblichen Anteil Strom aus Sonnenkraft zu erzeugen. In südlicheren Regionen wird die Wirtschaftlichkeit nur etwas früher erreicht. Solarenergieproduktion in Deutschland lohnt sich, denn Deutschland macht sich damit nicht zuletzt unabhängiger von Energieimporten aus Krisenregionen.

Welche Rolle kann Solarstrom in Zukunft spielen? Solarstrom wird langfristig die wichtigste Primärenergiequelle im weltweiten Energiemix sein, so die Prognose des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Im Jahr 2050 wird nach dieser Prognose Solarstrom bereits 24 Prozent, bis zum Jahr 2100 63 Prozent zur weltweiten Energieerzeugung beitragen. Die konventionellen Energieträger verlieren dagegen stark an Bedeutung.

Gibt es genügend Fläche für die Installation von Solaranlagen? Zur Montage von Solarmodulen eignen sich alle Dächer und Südfassaden. Mit bereits 6 qm sonnengeneigter Dachfläche kann man 60 % des Warmwasserbedarfs eines Eigenheims decken. 12 qm reichen aus, um auch die Heizanlage deutlich zu entlasten. Die Größe einer Solaranlage kann an die Dachfläche oder das gewünschte Investitionsvolumen angepasst werden, da der Solarstrom ins Stromnetz eingespeist wird. Um den gesamten Strombedarf Deutschlands mit Solarenergie zu decken, wären 3.000 qkm Modulfläche ausreichend. Auf Dächern, Fassaden und Brachflächen stehen 2.800 qkm zur Verfügung, es gibt also kein Flächenproblem.

Alle Antworten lassen sich sinngemäss auf CH-Verhältnisse übertragen – gemäss eigenen Berechnungen braucht es hierzulande eine Fläche von rund 140 km2, um den gesamten Strombedarf zu decken – das ist zwar rund zehn Mal die Fläche des Sihlseestausees. Aber auf Dächern, Fassaden und Brachflächen dürfte ein grosser Teil der benötigten Fläche zur Verfügung stehen.

25.4.07

(Finanzen und Umwelt) Bäume pflanzen, Klima schützen

Der internationale Tag des Baumes (25. April) erinnert an den Wert der Bäume. Neben ihrem hohen kulturellen Nutzen, erfüllen Bäume eine wichtige Funktion für den Umweltschutz und das globale Klima. Umweltorganisationen rufen an diesem Tag dazu auf, Bäume zu pflanzen. Wer dies gerne machen möchte, aber nicht weiß wie, dem bietet ForestFinance einen unkomplizierten Weg: den KlimaBaum.

Für 60,- Euro wird ein KlimaBaum in Panama gepflanzt, aufgezogen und gepflegt. Es werden ausschließlich in Mittelamerika heimische Baumarten aufgeforstet, da diese aufgrund von Abholzungen bedroht sind. Neben diesem positiven Effekt für die Artenvielfalt, trägt der KlimaBaum zur Senkung schädlicher Kohlendioxid-Emissionen bei.

Über einen Zeitraum von 25 Jahren bindet ein Tropenbaum ca. 700 Kilogramm CO2 – dies entspricht dem CO2-Ausstoß eines Mittelklassewagens bei 3.600 Kilometer Fahrleistung. Dieser klimafreundliche Effekt der Bäume wird noch durch die Lage der Aufforstungsflächen verstärkt. In der südlichen Hemisphäre absorbieren die Bäume nicht nur Treibhausgase, sondern produzieren auch Dunstwolken, die die Erdoberfläche zusätzlich vor weiterer Erwärmung schützen.

ForestFinance hat sich auf Forstinvestments spezialisiert, die eine lukrative Rendite mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit verbinden. Sparer können wählen zwischen verschiedenen Produkten der zertifizierten tropischen Holzwirtschaft. Ein nachhaltiges Geschenk ist der GeschenkBaum bzw. KlimaBaum für einmalig 60,- Euro. Beim BaumSparVertrag werden für einen monatlichen Sparbetrag von 30,- Euro zwölf Bäume pro Jahr gepflanzt und nach 25 Jahren geerntet. Mit dem WaldSparbuch erwirbt der Sparer 2.500 m2 tropischen Wald für einmalig 8.000,- Euro oder zwölf monatliche Sparraten von 690,- Euro. Für Investoren, die mindestens 10.000 m2 aufforsten lassen wollen, ist WoodStockInvest das richtige Produkt. Dies kostet knapp 20.000,- Euro.

Exklusiver Forstpartner von ForestFinance ist das deutsch-panamaische Forstunternehmen Futuro Forestal, das über langjährige Erfahrungen in der Tropenholzwirtschaft verfügt und nach den strengen Richtlinien des Forest Stewardship Council (FSC) aufforstet (FSC-Zertifizierung SW-FM/COC-037).

Quelle: www.forestfinance.de

23.4.07

(Finanzen) Privatanleger sollten passiv investieren

Die NZZ bringt es in ihrer Geldbeilage auf den Punkt: Privatanleger müssen sich in Geldanlagefragen einer für sie traurigen Tatsache bewusst sein. Sie können mit ihren Anlageentscheidungen die Performance des Marktes nicht nachhaltig schlagen. Zu diesem Schluss kommen empirische Studien immer wieder. Tröstlich mag dabei sein, dass Finanzprofis den Markt ebenfalls nicht schlagen, obgleich sie mit ihren Ergebnissen besser abschneiden als Privatanleger. Zwar gibt es Glückspilze, die eine gewisse Zeit besser sind als der Markt, doch das ist ein Produkt des Zufalls. Ebenso wie man beim Wurf einer Münze durchaus einmal in acht von zehn Fällen «Zahl» werfen kann, kann man auch in acht von zehn Monaten besser als der Markt sein. Langfristig werden sich «Kopf» und «Zahl» beim Münzwurf aber die Waage halten - und dies gilt auch für erfolgreiche und erfolglose Anlagemonate.

So sieht es auch beim aktiven Fondsmanagement aus. Aktive Anlagefonds können - wie es zahlreiche seriöse Analysen in den letzten sechs Jahrzehnten immer wieder belegt haben - den Markt nicht systematisch, also auf Dauer, schlagen. Im Gegenteil, viele Studien kommen zum Ergebnis, dass aktive Fonds schlechter als der Markt rentieren. Die Underperformance beträgt oft etwa 1,0 bis 1,5 Prozentpunkte - und zwar noch vor der Berücksichtigung von Kosten. Drei Investmentbanker zeigten in den achtziger Jahren in einer vielbeachteten Studie («Determinants of Portfolio Performance»), dass eine Minderrendite von 1,1 Prozentpunkten im Umfang von 0,7 Prozentpunkten auf dem Versuch des Market-Timing und im Ausmass von 0,4 Prozentpunkten auf dem Versuch des Stock-Picking beruhte. Es gibt zwar auch Studien, die eine Mehrrendite von rund 1 Prozentpunkt behaupten, doch selbst bei diesen ergab sich nach Kosten wie Managementgebühr und Ausgabeaufschlag eine gegenüber dem Gesamtmarkt um 1 bis 2 Prozentpunkte geringere Rendite.

Natürlich schlagen einige aktive Fonds den Markt manchmal mehrfach in Folge. Doch auf Dauer können fast alle ihre Überlegenheit nicht zementieren. Und die extrem rar gesäten Investment-Gurus vom Schlag eines Warren Buffett, die es vielleicht doch schaffen, den Markt hinter sich zu lassen, sind für Laien kaum zu finden und lassen auch kaum ohne weiteres alle bei sich investieren . Für rationale Privatanleger ist daher die einzige sinnvolle Strategie, sich ein Portefeuille aus passiven Produkten zu konstruieren, die günstig einen Wertpapierkorb abbilden. Solche Vehikel sind etwa Exchange-Traded Funds oder Indexzertifikate. Quelle: NZZ 23.4.07