Im September diesen Jahres will das holländische Unternehmen Ecostream mit dem Bau des weltweit größten Photovoltaikkraftwerks beginnen. Auftraggeber für das in seiner ersten Ausbaustufe 14 Megawatt große Projekt ist das Energieunternehmen Globasol aus Madrid. Insgesamt soll die Anlage in Lobosillo, einem kleinen Dorf bei Murcia, auf 60 Megawatt Solarpower ausgebaut werden. Zum Vergleich: Alle rund 90 bestehenden Photovoltaikanlagen in Zürich, die Strom an das EWZ abliefern, bringen es zusammen auf rund drei Megawatt.
Die ersten 140 Teilsysteme des Kraftwerks in Spanien mit Leistungen von je 100 Kilowatt sollen ab Sommer 2007 erstmals Strom liefern. Dann werden 83.000 Solarmodule der chinesischen Hersteller Yingli Solar und Top Solar montiert sein. Ecostream ist an weiteren spanischen Photovoltaik-Großprojekten mit einer Gesamtleistung von neun Megawatt in Sevilla, Badajoz und Ciudad Real beteiligt. Auffällig an dieser Grossanlage: Einerseits die bereits bedeutende Stellung, die chinesische Zulieferer einnehmen sowie die Schnelligkeit, mit der das Werk erstellt werden kann. Quelle: www.sonnenseite.com
30.7.06
27.7.06
(Umwelt) Photovoltaik in zehn Jahren billiger als konventioneller Strom!
Weltweit arbeiten Wissenschaftler an effizienteren Solarzellen sowie an der Produktion von Solarzellen, für die weniger Silizium gebraucht wird. Einige Forscher versuchen Silizium durch das chemische Element Germanium zu ersetzen. Andere experimentieren mit bisherigen Silizium-Abfällen und wollen dadurch aus Solarfabriken, die bisher 1.000 Tonnen Silizium pro Jahr produzierten, 5000-Tonnen-Silizium-Fabriken machen.
BP Solar hat ein neues Verfahren zur Kristallisation von Silizium entwickelt, das den Wirkungsgrad von Solarzellen und-Modulen in der Relation zu multikristallinem Silizium deutlich steigern soll. In einer BP-Pressemitteilung heißt es: Das "Mono2" genannte Verfahren erweitere die Kompetenz von BP Solar zur Siliziumverarbeitung und Solarwafer-Herstellung, den Schlüsseltechnologien der Zukunft. Solarzellen aus nach dem Mono2-Verfahren gefertigten Wafern könnten in Kombination mit weiteren Vorzügen der BP Solar-Fertigungstechnologie fünf bis acht Prozent mehr leisten als herkömmlich produzierte Solarzellen. Dies bedeute eine entsprechende Steigerung der Modulleistung und eine wesentliche Kostensenkung für Solarstromanlagen. Die ersten Module der neuen Technologie sollen 2007 auf den Markt kommen.
City Solar im deutschen Bad Kreuznach kündigt gar eine "Revolution" in der Herstellung von Reinstsilizium an. Ihren Forschern ist es gelungen, einen neuen Prozess zur Erzeugung von solarfähigem Silizium zu entwickeln. Damit soll das bisherige teure und aufwändige "Siemens-Verfahren" bei der herkömmlichen Silizium-Produktion überwunden werden. Dieser revolutionäre Produktionsprozess würde auch zu enormen Preisreduktionen führen. Die Forscher gehen davon aus, dass mit ihrer Technik in zehn bis 15 Jahren Photovoltaikstrom preisgünstiger als herkömmlicher Strom produziert werden kann. Die erste Fabrik, in der das neue integrierte Silizium-Waferkonzept umgesetzt wird, soll noch im Jahr 2006 im Chemiepark Bitterfeld in Bau gehen. Produktionsziel: 2.500 Tonnen solarfähiges Silizium pro Jahr. Quelle: www.sonnenseite.com
BP Solar hat ein neues Verfahren zur Kristallisation von Silizium entwickelt, das den Wirkungsgrad von Solarzellen und-Modulen in der Relation zu multikristallinem Silizium deutlich steigern soll. In einer BP-Pressemitteilung heißt es: Das "Mono2" genannte Verfahren erweitere die Kompetenz von BP Solar zur Siliziumverarbeitung und Solarwafer-Herstellung, den Schlüsseltechnologien der Zukunft. Solarzellen aus nach dem Mono2-Verfahren gefertigten Wafern könnten in Kombination mit weiteren Vorzügen der BP Solar-Fertigungstechnologie fünf bis acht Prozent mehr leisten als herkömmlich produzierte Solarzellen. Dies bedeute eine entsprechende Steigerung der Modulleistung und eine wesentliche Kostensenkung für Solarstromanlagen. Die ersten Module der neuen Technologie sollen 2007 auf den Markt kommen.
City Solar im deutschen Bad Kreuznach kündigt gar eine "Revolution" in der Herstellung von Reinstsilizium an. Ihren Forschern ist es gelungen, einen neuen Prozess zur Erzeugung von solarfähigem Silizium zu entwickeln. Damit soll das bisherige teure und aufwändige "Siemens-Verfahren" bei der herkömmlichen Silizium-Produktion überwunden werden. Dieser revolutionäre Produktionsprozess würde auch zu enormen Preisreduktionen führen. Die Forscher gehen davon aus, dass mit ihrer Technik in zehn bis 15 Jahren Photovoltaikstrom preisgünstiger als herkömmlicher Strom produziert werden kann. Die erste Fabrik, in der das neue integrierte Silizium-Waferkonzept umgesetzt wird, soll noch im Jahr 2006 im Chemiepark Bitterfeld in Bau gehen. Produktionsziel: 2.500 Tonnen solarfähiges Silizium pro Jahr. Quelle: www.sonnenseite.com
26.7.06
(Finanzen) Erstaunliche Novartis
Der Schweizer Chemiemulti sorgt in zweierlei Hinsicht für Schlagzeilen. So gehört die aus dem Zusammenschluss von Sandoz und Ciba-Geigy hervorgegangene Basler Firma erstmals zu den 20 Grössten der Welt. Nur sechs Konzerne (Exxon, Mobil, GE, BP, Wal-Mart, Toyota und Altria) konnten sich über zwei Jahrzehnte in dieser Liste halten, die aktuell vom Ölkonzern Exxon Mobil angeführt wird mit einem Marktwert von 371 Mrd. $. Novartis bringt es demgegenüber auf 142 Milliarden. Die Zusammenstellung stammt von der US-Fondsgesellschaft Fidelity.
Noch verwunderlicher: Die US-Ratingfirma SustainableBusiness.com zählt in ihrer jährlich erneuerten Liste der 20 World’s Top Sustainable Stocks erstmals Novartis zu diesen Top Shots. Dabei wurden dieses Mal Firmen gekürt, die die grössten Fortschritte beziehungsweise. Erfolge in Richtung einer nachhaltigen Welt erzielten. Gemäss einer Meldung des Investmentletters Öko-Invest befanden sich als weitere neue Unternehmen BWT, Conergy, Energy Devices, Ormat Technologies REC, SunPower und mit Precious Woods eine weitere Schweizer Firma unter den Top 20. Zu den besonders nachhaltigen Qualitäten von Novartis ist allerdings nichts zu vernehmen, sie werden in naher Zukunft noch für Diskussionsstoff sorgen.
Noch verwunderlicher: Die US-Ratingfirma SustainableBusiness.com zählt in ihrer jährlich erneuerten Liste der 20 World’s Top Sustainable Stocks erstmals Novartis zu diesen Top Shots. Dabei wurden dieses Mal Firmen gekürt, die die grössten Fortschritte beziehungsweise. Erfolge in Richtung einer nachhaltigen Welt erzielten. Gemäss einer Meldung des Investmentletters Öko-Invest befanden sich als weitere neue Unternehmen BWT, Conergy, Energy Devices, Ormat Technologies REC, SunPower und mit Precious Woods eine weitere Schweizer Firma unter den Top 20. Zu den besonders nachhaltigen Qualitäten von Novartis ist allerdings nichts zu vernehmen, sie werden in naher Zukunft noch für Diskussionsstoff sorgen.
23.7.06
(Umwelt) Geringerer Schadstoffausstoss durch Online-Einkauf
Einkaufen per Internet hilft die Schadstoffbelastung in der Luft zu reduzieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Labors Estia. Auftraggeber war der Internet-Detailhändler LeShop, eine Tochtergesellschaft der Migros. Durch koordinierte Sammellieferungen statt individuellem Supermarktbesuch reduzierten sich Energieverbrauch und CO2-Ausstoss im Schnitt um zwei Drittel. Pro Einkauf gelangen damit 3,5 Kilogramm CO2 weniger in die Atmosphäre.
Jeder Lieferwagen der ExpressPost transportiere rund 800 Kilogramm Waren zu einem Dutzend LeShop.ch-Kunden, heisst es. Durch den Online-Einkauf verzichteten die Kunden auf die Fahrt in den Supermarkt. Branchen-Statistiken rechnen für den Hin- und Rückweg durchschnittlich mit 17 Kilometern. Verglichen damit legen die ExpressPost-Fahrzeuge vier mal weniger Kilometer zurück. Urheberin der Studie ist die Estia, ein Spin-off des Labors für Sonnenenergie und Bauphysik des Eidgenössischen Technischen Hochschule EPFL Lausanne. Quelle: SDA/Tages-Anzeiger
Jeder Lieferwagen der ExpressPost transportiere rund 800 Kilogramm Waren zu einem Dutzend LeShop.ch-Kunden, heisst es. Durch den Online-Einkauf verzichteten die Kunden auf die Fahrt in den Supermarkt. Branchen-Statistiken rechnen für den Hin- und Rückweg durchschnittlich mit 17 Kilometern. Verglichen damit legen die ExpressPost-Fahrzeuge vier mal weniger Kilometer zurück. Urheberin der Studie ist die Estia, ein Spin-off des Labors für Sonnenenergie und Bauphysik des Eidgenössischen Technischen Hochschule EPFL Lausanne. Quelle: SDA/Tages-Anzeiger
9.7.06
(Finanzen) Der ideale Mix
Anlagen in Social Responsible Investment (SRI) und in Emerging Markets (EM) sind der ideale Investitionsmix für die Zukunft. EM haben ungeheures Gewinnpotential, vor allem die Konsumbranche wird es bunt treiben. Klar sind die Risiken hoch. Sie alle drücken sich in der Fluktuation der Wechselkurse aus. Aber auf jeden Niedergang ist noch ein Wiederaufschwung gefolgt, zuletzt in Argentinien, zuvor in Russland. Wer hier kontinuierlich dabei ist – und nicht alles aufs Mal einsetzt – profitiert garantiert und wird nicht auf dem falschen Fuss erwischt.
Anders die Situation für nachhaltige oder auch sozial verantwortliche Investitionen (SRI). Solche Anlagemöglichkeiten ergeben sich in erster Linie in weiter fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Dass sie nicht zurück stehen hinter dem Durchschnitt aller Aktienanlagen, haben sie in den vergangenen zehn Jahren bereits bewiesen. In keinem Vergleich schlechter (mindestens also gleich gut), schnitten sie in vielen Fällen gar besser ab als die konventionelle Variante (beispielsweise Alternativenergien versus Ölbranche).
So sieht denn ein aktuelles Musterdepot für den SRI / EM – Mix aus, jeweils mit Fonds oder Indexaktien, den sogenannten ETF, die bei den Gebühren Vorteile aufweisen, sprich billiger sind. Zum Risikoausgleich gesellen sich Anlagevorschläge aus den Bereichen Rohstoffe und Schweiz hinzu:
1. Brasilien: Ishares Brazil
2. Russland: Clariden Russia
3. Indien: HSBC India
4. China: HSBC China
5. SRI: Swissca Green Invest
6. Oekotechnik: Activest
7. Alternativenergie: MLIIF
8. Rohstoffe: MLIIF
9. ZKB: Gold ETF
10. Schweiz: Vontobel SMC
Anders die Situation für nachhaltige oder auch sozial verantwortliche Investitionen (SRI). Solche Anlagemöglichkeiten ergeben sich in erster Linie in weiter fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Dass sie nicht zurück stehen hinter dem Durchschnitt aller Aktienanlagen, haben sie in den vergangenen zehn Jahren bereits bewiesen. In keinem Vergleich schlechter (mindestens also gleich gut), schnitten sie in vielen Fällen gar besser ab als die konventionelle Variante (beispielsweise Alternativenergien versus Ölbranche).
So sieht denn ein aktuelles Musterdepot für den SRI / EM – Mix aus, jeweils mit Fonds oder Indexaktien, den sogenannten ETF, die bei den Gebühren Vorteile aufweisen, sprich billiger sind. Zum Risikoausgleich gesellen sich Anlagevorschläge aus den Bereichen Rohstoffe und Schweiz hinzu:
1. Brasilien: Ishares Brazil
2. Russland: Clariden Russia
3. Indien: HSBC India
4. China: HSBC China
5. SRI: Swissca Green Invest
6. Oekotechnik: Activest
7. Alternativenergie: MLIIF
8. Rohstoffe: MLIIF
9. ZKB: Gold ETF
10. Schweiz: Vontobel SMC
6.7.06
(Medien und Finanzen) Postbank wiegelt ab und hat vielleicht doch ein Sicherheitsproblem
Postfinancekunden erhalten derzeit so genannte Pishing-Mails mit der Aufforderung, Sicher-heitselemente wie Zahlen aus der Strichcodeliste bekannt zu geben. Die Fälschungen sind zwar an der unbeholfenen Sprache erkennbar, dennoch bleibt ein schaler Nachgeschmack. Meint doch Postfinance in einer allgemein formulierten Mail an die Kundschaft: «Die aktuellen Phishing E-Mails sind uns bekannt, bitte kontaktieren Sie uns nur, wenn Sie Sicherheitselemente bekannt gegeben haben.»
Da bleiben Fragen offen, etwa: Woher wissen die Autoren der Mails, wer Kunde bei Postfinance ist? Wer haftet bei einer Schädigung? Was unternimmt Postfinance, um solche Mails künftig zu verhindern? Heisst es doch im letzten aktuellen, das dem Autor vorliegt: «Dennoch gab es in letzter Zeit immer wieder Versuche, auf betrugerische Art und Weise das Geld von Postfinance Kunden ins Ausland zu überweisen. Leider ist uns momentan das Verfahren, dass die Betrüger benutzen, nicht bekannt.» Ist also das Mail gefälscht, so liegt der Verdacht nahe, zumindest letztere Aussage trifft zu.
Da bleiben Fragen offen, etwa: Woher wissen die Autoren der Mails, wer Kunde bei Postfinance ist? Wer haftet bei einer Schädigung? Was unternimmt Postfinance, um solche Mails künftig zu verhindern? Heisst es doch im letzten aktuellen, das dem Autor vorliegt: «Dennoch gab es in letzter Zeit immer wieder Versuche, auf betrugerische Art und Weise das Geld von Postfinance Kunden ins Ausland zu überweisen. Leider ist uns momentan das Verfahren, dass die Betrüger benutzen, nicht bekannt.» Ist also das Mail gefälscht, so liegt der Verdacht nahe, zumindest letztere Aussage trifft zu.
22.6.06
(Medien) Das Internet könnte den Journalismus revolutionieren, könnte...
Die englische Rundfunkgesellschaft BBC tut’s in grossem Stil, der Zürcher Tages-Anzeiger versucht sich auf Sparflamme: Wie viele andere Medienhäuser sind beide ins Geschäft mit der elektronischen Interaktion eingestiegen, erhoffen sich mitunter Wunderdinge. Da die BBC, deren Spezialist am elektronischen Newsdesk Pete Clifton an einem Seminar des Medienausbildungszentrums in Luzern aufzeigte, wie vor allem bei Grossereignissen nicht mehr nur die eigenen Journalisten Newsfutter erzeugen. Bilder von der Bombenexplosion in London oder schriftliche Berichte von der Tsunami-Katastrophe in Thailand, geschossen und geschrieben von journalistischen Laien, prägten vor allem in der ersten hektischen und unübersichtlichen Zeit unmittelbar nach den Katastrophen die Berichte. Das soll nach Clifton auch in Zukunft so sein, unterstützt vom Fakt, dass viele ZuträgerInnen ihr Material eben nur der BBC zur Verfügung stellen wollten, immer aber gratis.
Eine wunderbare neue Medienwelt also, könnte man meinen. Unterstützt wurde dieser Eindruck durch Mario Sixtus, deutscher Blogger und Journalist in verschiedensten Medien. Beispiele auch seinerseits, welche Bereicherung die Medienwelt durch all die bloggenden ZeitgenossInnen erfährt: Sei es durch Aufdeckung eines Softwareskandals in der Musikindustrie (verursacht durch Sony) oder die Herkunft eines Slogans zur deutschen Identität («Du bist Deutschland» hatte es schon in der Nazizeit und nicht erst in der vorweltmeisterschaftlichen Euphorie geheissen). Die neuen elektronischen Medien verändern den gängigen Journalismus also ganz gehörig, sprich verbessern ihn in erster Linie. An diesem positiven Eindruck ritzte dann TA-Chefredaktor Peter Hartmeier, wenn auch nur leicht. Er sieht all die kommerziell-alltäglichen Drücke und klammert sich an die klassische Verdichtungsfunktion herkömmlicher Zeitungen. Zudem werde der Regionalsplittung seines Blattes ab Herbst mit einem Einbezug der elektronischen Interaktivität angereichert.
Ausgeklammert blieb die Frage: Warum gibt es nicht mehr News, die dank des Netzes die Öffentlichkeit erreichen und in so wichtigen Bereichen wie Alltagskonsum oder Arbeitswelt Aufmerksamkeit erzielen? Wann endlich schaffen es Verbände der Arbeitnehmerschaft oder auch der KonsumentInnen, ihre Anliegen dank Interaktivität mit allen Betroffenen wirksam in die Medienwelt einzuschleusen. Denn der Missstände gibt es in diesen Bereichen wohl genug, wie etwa überzogene Arbeitszeiten, unterbezahlte Jobs, verdorbene oder falsch deklarierte Lebensmittel und was der Alltag so alles an Widrigkeiten zu bieten hat. Hier könnten sich finanzschwache Institutionen dank des Internets und mit den Instrumentarien der Bloggerwelt doch eine ungeahnte Aufmerksamkeit verschaffen. Aber machen sie es auch?
Eine wunderbare neue Medienwelt also, könnte man meinen. Unterstützt wurde dieser Eindruck durch Mario Sixtus, deutscher Blogger und Journalist in verschiedensten Medien. Beispiele auch seinerseits, welche Bereicherung die Medienwelt durch all die bloggenden ZeitgenossInnen erfährt: Sei es durch Aufdeckung eines Softwareskandals in der Musikindustrie (verursacht durch Sony) oder die Herkunft eines Slogans zur deutschen Identität («Du bist Deutschland» hatte es schon in der Nazizeit und nicht erst in der vorweltmeisterschaftlichen Euphorie geheissen). Die neuen elektronischen Medien verändern den gängigen Journalismus also ganz gehörig, sprich verbessern ihn in erster Linie. An diesem positiven Eindruck ritzte dann TA-Chefredaktor Peter Hartmeier, wenn auch nur leicht. Er sieht all die kommerziell-alltäglichen Drücke und klammert sich an die klassische Verdichtungsfunktion herkömmlicher Zeitungen. Zudem werde der Regionalsplittung seines Blattes ab Herbst mit einem Einbezug der elektronischen Interaktivität angereichert.
Ausgeklammert blieb die Frage: Warum gibt es nicht mehr News, die dank des Netzes die Öffentlichkeit erreichen und in so wichtigen Bereichen wie Alltagskonsum oder Arbeitswelt Aufmerksamkeit erzielen? Wann endlich schaffen es Verbände der Arbeitnehmerschaft oder auch der KonsumentInnen, ihre Anliegen dank Interaktivität mit allen Betroffenen wirksam in die Medienwelt einzuschleusen. Denn der Missstände gibt es in diesen Bereichen wohl genug, wie etwa überzogene Arbeitszeiten, unterbezahlte Jobs, verdorbene oder falsch deklarierte Lebensmittel und was der Alltag so alles an Widrigkeiten zu bieten hat. Hier könnten sich finanzschwache Institutionen dank des Internets und mit den Instrumentarien der Bloggerwelt doch eine ungeahnte Aufmerksamkeit verschaffen. Aber machen sie es auch?
11.6.06
(Finanzen) Einbruch und Wiederaufstieg
Da ist er also, der erwartete Einbruch an den Weltbörsen. Aber erstens – wie stets – zu einem anderen Zeitpunkt als vorher gesehen. Und zweitens anders als angenommen. Zwar haben die Zinserhöhungen diverser Notenbankinstitute wie erwartet das ihre beigetragen. Doch sind für den Rückgang andere Faktoren bedeutsamer. Zuallererst die politische Entwicklung, deren Tragweite nie so richtig ermessen werden kann und die das psychologische Moment der Börsen verstärkt. Sodann deren fundamentale Entwicklung, die bereits wieder eine Blasenbildung anzeigte. Schossen doch die Wertsteigerungen der letzten drei Jahre über das von volkswirtschaftlichen Gegebenheiten vertretbare Mass hinaus. Denn wenn die Indexstände zu Beginn des Jahrtausends als überbewertet galten – nun aber wieder deren Höhe erreicht ist – so müssen die Kurse auch sechs Jahre später als zu hoch gelten.
Am wenigsten gilt das in den sogenannten Emerging Markets. Denn dort liegt der wesentliche Unterschied zur Situation vor einem halben Jahrzehnt. Insbesondere das Auftreten der BRIC-Nationen (Brasilien, Russland, Indien, China) auf den internationalen Finanzmärkten hat die Situation verändert. Ihr anhaltend hohes Wachstum hat die Grundlage für einen Börsenboom geschaffen, der eben auch in fundamentaler Hinsicht weiterhin einiges verspricht. Das widerlegt das kurzfristige Absacken etwa in Russland und Indien nicht. Vielmehr schafft die gegenwärtige Entwicklung gute Wiedereinstiegsmöglichkeiten. Denn bereits betrug der Rückgang rund einen Viertel. Wenn er mal ein Drittel erreicht hat, ist die Aussicht auf eine baldige Erholung sicher nicht vermessen.
Am wenigsten gilt das in den sogenannten Emerging Markets. Denn dort liegt der wesentliche Unterschied zur Situation vor einem halben Jahrzehnt. Insbesondere das Auftreten der BRIC-Nationen (Brasilien, Russland, Indien, China) auf den internationalen Finanzmärkten hat die Situation verändert. Ihr anhaltend hohes Wachstum hat die Grundlage für einen Börsenboom geschaffen, der eben auch in fundamentaler Hinsicht weiterhin einiges verspricht. Das widerlegt das kurzfristige Absacken etwa in Russland und Indien nicht. Vielmehr schafft die gegenwärtige Entwicklung gute Wiedereinstiegsmöglichkeiten. Denn bereits betrug der Rückgang rund einen Viertel. Wenn er mal ein Drittel erreicht hat, ist die Aussicht auf eine baldige Erholung sicher nicht vermessen.
1.6.06
(Umwelt) Das Meer steckt voller Energie
Theoretisch könnte über Gezeiten- und Wellenkraftwerke etwa 76-Mal mehr Energie gewonnen werden wie die gesamte Menschheit heute verbraucht. Das Meer bewegt sich ständig. Und aus Bewegung lässt sich auch Strom gewinnen. Im schottischen Stromness ist das erste Wellenkraftwerk bereits zu besichtigen: Es ist dreieinhalb Meter breit und 150 Meter lang und heißt Pelamis, griechisch für Seeschlange.
England ist weltweit führend beim Bau von Wellenkraftwerken. Professor Kai Uwe Graw, Wasserbaufachmann an der Uni Leipzig, sieht auch Chancen für kleinere Wasserkraftwerke in Nord- und Ostsee. Die EnBWwill das erste Deutsche Wellenkraftwerk bauen. Experten gehen davon aus, dass - vielleicht in 20 bis 30 Jahren - etwa 10 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus Wellenenergie gewonnen werden kann - das wären etwa so viel wie heute 300 Atomkraftwerke produzieren. Etwa 450 AKWs sind weltweit in Betrieb. Schon in 10 Jahren können Wellenkraftwerke zu ähnlichen Kosten wie Wind- oder Wasserkraftwerke Strom produzieren. Professor Jan Brydon erklärt in der "Zeit", Schottland habe das Potenzial "zum Saudi-Arabien der Wellen- und Gezeitenkraft zu werden". Quelle: Zeit und www.sonnenseite.com
England ist weltweit führend beim Bau von Wellenkraftwerken. Professor Kai Uwe Graw, Wasserbaufachmann an der Uni Leipzig, sieht auch Chancen für kleinere Wasserkraftwerke in Nord- und Ostsee. Die EnBWwill das erste Deutsche Wellenkraftwerk bauen. Experten gehen davon aus, dass - vielleicht in 20 bis 30 Jahren - etwa 10 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus Wellenenergie gewonnen werden kann - das wären etwa so viel wie heute 300 Atomkraftwerke produzieren. Etwa 450 AKWs sind weltweit in Betrieb. Schon in 10 Jahren können Wellenkraftwerke zu ähnlichen Kosten wie Wind- oder Wasserkraftwerke Strom produzieren. Professor Jan Brydon erklärt in der "Zeit", Schottland habe das Potenzial "zum Saudi-Arabien der Wellen- und Gezeitenkraft zu werden". Quelle: Zeit und www.sonnenseite.com
29.5.06
(Umwelt) Noch stärkere Erderwärmung
Forscher kommen in neuen Studien zu alarmierenden Ergebnissen: Der Anstieg der globalen Temperaturen müsse um 15 bis 78 Prozent nach oben korrigiert werden. Im 20. Jahrhundert gab es eine globale Erwärmung von 0,6 Grad mit den bekannten Naturkatastrophen als Folge. Jetzt sagen viele Klimaforscher: Die Rückkopplungseffekte, mit denen sich die Erwärmung automatisch verstärkt, sind bisher unterschätzt worden. Der Anstieg der globalen Temperaturen müsse um 15 bis 78 Prozent nach oben korrigiert werden.
Die Forscher um Margaret Torn vom Lawrence Berkeley National Laboratory in den USA haben Bohrkerne aus der Vostok-Eisplatte in der Antarktis zutage gefördert, die rund 360.000 Jahre in die Vergangenheit zurückreichen. Die Analyse zeige, dass die Temperatur auf der Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts um 6 Grad Celsius, schlimmstenfalls sogar bis um 7,7 Grad ansteigen dürfte. Auch Torns Team hat einen klaren Zusammenhang zwischen der globalen Temperatur und der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre gefunden. Die Warmperioden seien durch verstärkte Sonneneinstrahlung ausgelöst worden, doch die tatsächlichen Temperaturen seien mit der Sonnenaktivität allein nicht erklärbar, argumentieren die Wissenschaftler. Sie machen die gestiegene Konzentration von CO2 und Methan für das Mehr an Wärme verantwortlich.
Am Ende des 21. Jahrhunderts könne sich so eine Steigerung der globalen Durchschnittstemperaturen um 7,7 Grad gegenüber dem heutigen Wert ergeben. In einem solchen Fall drohen dramatische Folgen: Neben verheerenden Wetterkapriolen könnten schon bald Küstenstädte versinken, während es in Deutschland womöglich mediterrane Klimaverhältnisse geben wird. Quelle: www.sonnenseite.com
Die Forscher um Margaret Torn vom Lawrence Berkeley National Laboratory in den USA haben Bohrkerne aus der Vostok-Eisplatte in der Antarktis zutage gefördert, die rund 360.000 Jahre in die Vergangenheit zurückreichen. Die Analyse zeige, dass die Temperatur auf der Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts um 6 Grad Celsius, schlimmstenfalls sogar bis um 7,7 Grad ansteigen dürfte. Auch Torns Team hat einen klaren Zusammenhang zwischen der globalen Temperatur und der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre gefunden. Die Warmperioden seien durch verstärkte Sonneneinstrahlung ausgelöst worden, doch die tatsächlichen Temperaturen seien mit der Sonnenaktivität allein nicht erklärbar, argumentieren die Wissenschaftler. Sie machen die gestiegene Konzentration von CO2 und Methan für das Mehr an Wärme verantwortlich.
Am Ende des 21. Jahrhunderts könne sich so eine Steigerung der globalen Durchschnittstemperaturen um 7,7 Grad gegenüber dem heutigen Wert ergeben. In einem solchen Fall drohen dramatische Folgen: Neben verheerenden Wetterkapriolen könnten schon bald Küstenstädte versinken, während es in Deutschland womöglich mediterrane Klimaverhältnisse geben wird. Quelle: www.sonnenseite.com
27.5.06
(Finanzen) Tatort Zürich – oder Zürich ist überall
In der Finanzwelt wird immer noch oder immer mehr gemauschelt und betrogen. Ein neues Buch des deutschen Finanzjournalisten Leo Müller, tätig bei der hiesigen Wirtschaftszeitung Cash, belegt den Umfang dieser Verfehlungen in den letzten zehn Jahren. Wobei allerdings nicht viel Neues herauskommt, die Mechanismen und Abläufe der einzelnen Betrugsfälle aber interessant zu verfolgen sind.
Nur eines ist das Buch trotz allem nicht, ein Beleg für das spezifisch Züricherische an diesen Missgriffen der internationalen Finanzwelt. Wenn etwa das Kapital über die Ermordung eines bulgarischen Paten mit einem Stimmungsbericht von der Zürcher Bahnhofstrasse beginnt, um unvermittelt an den Schauplatz des Attentats in Sofias zu blenden, so ist der Zürcher Bezug schon reichlich konstruiert. Denn auch im Weiteren sucht man vergebens nach Belegen, was der hiesige Finanzplatz mit Pawlow zu tun hatte. Wobei – auszuschliessen ist das natürlich nie.
Das Buch (Leo Müller «Tatort Zürich» Econ Verlag 2006) hat sich unterdessen einen Platz in den Bestsellerlisten erobert (Nr. 2 laut neuester BILANZ). Spannend zu lesen – mit unter glaubt man sich in einen gut ausgedachten Krimi versetzt – lehrt es, dass an den grossen Finanzplätzen weiterhin munter Geld gewaschen wird, allen gesetzlichen Erlassen zum Trotz. Dabei helfen die kleinen Finanzzentren in Form der weltweit verstreuten Offshore-Plätze, denen Herr zu werden kaum je möglich sein wird – woran die Grossen auch nie ein Interesse haben.
Nur eines ist das Buch trotz allem nicht, ein Beleg für das spezifisch Züricherische an diesen Missgriffen der internationalen Finanzwelt. Wenn etwa das Kapital über die Ermordung eines bulgarischen Paten mit einem Stimmungsbericht von der Zürcher Bahnhofstrasse beginnt, um unvermittelt an den Schauplatz des Attentats in Sofias zu blenden, so ist der Zürcher Bezug schon reichlich konstruiert. Denn auch im Weiteren sucht man vergebens nach Belegen, was der hiesige Finanzplatz mit Pawlow zu tun hatte. Wobei – auszuschliessen ist das natürlich nie.
Das Buch (Leo Müller «Tatort Zürich» Econ Verlag 2006) hat sich unterdessen einen Platz in den Bestsellerlisten erobert (Nr. 2 laut neuester BILANZ). Spannend zu lesen – mit unter glaubt man sich in einen gut ausgedachten Krimi versetzt – lehrt es, dass an den grossen Finanzplätzen weiterhin munter Geld gewaschen wird, allen gesetzlichen Erlassen zum Trotz. Dabei helfen die kleinen Finanzzentren in Form der weltweit verstreuten Offshore-Plätze, denen Herr zu werden kaum je möglich sein wird – woran die Grossen auch nie ein Interesse haben.
18.5.06
(Umwelt) Energiesparende Autos und Geräte bringen es nicht – oder doch?
Die Umweltdiskussion war und ist durch einen Glaubenskrieg beherrscht: Helfen Geräte, die weniger Strom verbrauchen oder eben auch Autos, die weniger Sprit schlucken, das Problem zu lösen? Oder bräuchte es weiter gehende Massnahmen wie erzwungenen Konsumverzicht und Verbote. Einen Hinweis zur Beantwortung der strittigen Frage bieten jetzt die neuesten Zahlen zu den verkauften Elektrogeräten in der Schweiz, die unter anderem das Konsummagazin Saldo kommentiert.
Demnach hat die Zahl der Geräte auch im letzten Jahr wieder zugenommen (plus zwei Prozent). Und trotzdem ging deren Gesamtstromverbrauch deutlicher zurück (minus vier Prozent). Womit die eingangs gestellte Frage sicherlich nicht definitiv beantwortet ist. Aber zumindest eine Möglichkeit aufgezeigt, auch ohne Konsumverzicht mehr Lebensqualität zu erlangen. Eine These, die vor zehn Jahren schon der amerikanische Physiker Lovins und der deutsche Umweltpolitiker von Weizäcker in ihrem immer noch lesenswerten Buch «Faktor Vier - Doppelter Wohlstand - halbierter Naturverbrauch» aufgestellt hatten.
Eine gute Informationsquelle zu den umweltfreundlichsten Geräten bietet im Übrigen die Site www.topten.ch. Dort finden sich Produktevergleiche aus den verschiedensten Bereichen mit besonderer Berücksichtigung des Energieverbrauchs.
Demnach hat die Zahl der Geräte auch im letzten Jahr wieder zugenommen (plus zwei Prozent). Und trotzdem ging deren Gesamtstromverbrauch deutlicher zurück (minus vier Prozent). Womit die eingangs gestellte Frage sicherlich nicht definitiv beantwortet ist. Aber zumindest eine Möglichkeit aufgezeigt, auch ohne Konsumverzicht mehr Lebensqualität zu erlangen. Eine These, die vor zehn Jahren schon der amerikanische Physiker Lovins und der deutsche Umweltpolitiker von Weizäcker in ihrem immer noch lesenswerten Buch «Faktor Vier - Doppelter Wohlstand - halbierter Naturverbrauch» aufgestellt hatten.
Eine gute Informationsquelle zu den umweltfreundlichsten Geräten bietet im Übrigen die Site www.topten.ch. Dort finden sich Produktevergleiche aus den verschiedensten Bereichen mit besonderer Berücksichtigung des Energieverbrauchs.
4.5.06
(Finanzen) Nachhaltige Geldanlagen für PK von Interesse
Frühlingserwachen bei Pensionskassen: Fragen der nachhaltigen Geldanlage stehen plötzlich im Mittelpunkt ihres Interesses, so auch an der Fachmesse 2.Säule, die in diesen Tagen in Zürich stattfand. Eine Interessengemeinschaft einschlägiger Anbieter beziffert die nachhaltigen Geldanlagen der hiesigen Kassen auf nunmehr fast sechs Milliarden Franken – womit die Anlagen von Privaten unterdessen übertroffen werden.
Und die Anbieter stellen sich der Diskussion wie an der erwähnten Veranstaltung im Rahmen einer von Beat Kappeler moderierten Arena-Runde. Da schimmerte seitens des Pensionskassenmanagers Reto Kuhn zwar noch Skepsis durch –zu einem aktiven Nachhaltigkeitsmanagement mag sich aus Risikogründen noch kaum ein PK-Vertreter bekennen. Dem hielt Doris Reffert-Schönemann, die Vertreterin des AHV-Ausgleichsfonds, der zwar nur einen kleinen Teil seines stattlichen Vermögens von rund 30 Milliarden nachhaltig bewirtschaften lässt (fünf Prozent oder rund 1,5 Milliarden) aktiv entgegen: Die nachhaltige Geldanlage eröffne eben nicht nur Risiken, sondern erwiesenermassen auch Chancen auf einen höheren Ertrag.
Unklar blieb, was unter nachhaltigem Investment überhaupt zu verstehen ist. Schön tönt zwar das Bekenntnis des unabhängigen Beraters Yvo Knoepfel: «Nachhaltiges Anlegen ist die bessere Art, langfristig zu investieren.» Wer soziale und ökologische Aspekte neben finanziellen in seine Anlageüberlegungen einfliessen lässt, nimmt nicht zwingend eine geringere Rendite in Kauf, das belegen zumindest immer wieder Studien zum nachhaltigen Investment. Aber wenn sich bekanntermassen mit Statistiken vielerlei und meist das Gewünschte beweisen lässt, geht mitunter vergessen, dass es eben neben finanziellen auch andere Werte gibt, für welche Engagement und Investment lohnen – und am Schluss zahlt sich die Haltung dann vielleicht gar noch finanziell aus. Vielleicht halt wirklich erst nach langer Zeit.
Und die Anbieter stellen sich der Diskussion wie an der erwähnten Veranstaltung im Rahmen einer von Beat Kappeler moderierten Arena-Runde. Da schimmerte seitens des Pensionskassenmanagers Reto Kuhn zwar noch Skepsis durch –zu einem aktiven Nachhaltigkeitsmanagement mag sich aus Risikogründen noch kaum ein PK-Vertreter bekennen. Dem hielt Doris Reffert-Schönemann, die Vertreterin des AHV-Ausgleichsfonds, der zwar nur einen kleinen Teil seines stattlichen Vermögens von rund 30 Milliarden nachhaltig bewirtschaften lässt (fünf Prozent oder rund 1,5 Milliarden) aktiv entgegen: Die nachhaltige Geldanlage eröffne eben nicht nur Risiken, sondern erwiesenermassen auch Chancen auf einen höheren Ertrag.
Unklar blieb, was unter nachhaltigem Investment überhaupt zu verstehen ist. Schön tönt zwar das Bekenntnis des unabhängigen Beraters Yvo Knoepfel: «Nachhaltiges Anlegen ist die bessere Art, langfristig zu investieren.» Wer soziale und ökologische Aspekte neben finanziellen in seine Anlageüberlegungen einfliessen lässt, nimmt nicht zwingend eine geringere Rendite in Kauf, das belegen zumindest immer wieder Studien zum nachhaltigen Investment. Aber wenn sich bekanntermassen mit Statistiken vielerlei und meist das Gewünschte beweisen lässt, geht mitunter vergessen, dass es eben neben finanziellen auch andere Werte gibt, für welche Engagement und Investment lohnen – und am Schluss zahlt sich die Haltung dann vielleicht gar noch finanziell aus. Vielleicht halt wirklich erst nach langer Zeit.
29.4.06
(Finanzen) Index für Erneuerbare Energien
Am 01.Mai startet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) den Aktienindex RENIXX® (Renewable Energy Industrial Index). Ziel ist ein internationaler Aktienindex mit Fokus auf die Industrieunternehmen regenerativer Energietechniken. Die Zusammensetzung und Gewichtung der weltweit größten Unternehmen im RENIXX® steht jetzt fest. Basierend auf den Schlusskursen von Freitag, den 28. April 2006 und in der Reihenfolge der Börsenkapitalisierung sind folgende Aktiengesellschaften beim Start im RENIXX® vertreten:
1. Vestas [Windenergie, Dänemark]
2. Gamesa [Windenergie, Spanien]
3. SolarWorld [Solarenergie, Deutschland]
4. Q-Cells [Solarenergie, Deutschland]
5. Energy Conversion Devices [Solarenergie, Brennstoffzellen, USA]
6. Conergy [Solarenergie, Deutschland]
7. Pacific Ethanol [Biotreibstoffe, USA]
8. Suntech Power [ Solarenergie, China/USA]
9. Evergreen Solar [Solarenergie, USA]
10. Ballard Power [Brennstoffzellen, USA]
11. Fuel Cell Energy [Brennstoffzellen, USA]
12. Canadian Hydro Developers [Wasserkraft, Kanada]
13. Clipper Windpower [Windenergie, USA]
14. Energy Developments [Bioenergie, Australien]
15. Nordex [Windenergie, Deutschland]
Quelle: www.iwr.de
1. Vestas [Windenergie, Dänemark]
2. Gamesa [Windenergie, Spanien]
3. SolarWorld [Solarenergie, Deutschland]
4. Q-Cells [Solarenergie, Deutschland]
5. Energy Conversion Devices [Solarenergie, Brennstoffzellen, USA]
6. Conergy [Solarenergie, Deutschland]
7. Pacific Ethanol [Biotreibstoffe, USA]
8. Suntech Power [ Solarenergie, China/USA]
9. Evergreen Solar [Solarenergie, USA]
10. Ballard Power [Brennstoffzellen, USA]
11. Fuel Cell Energy [Brennstoffzellen, USA]
12. Canadian Hydro Developers [Wasserkraft, Kanada]
13. Clipper Windpower [Windenergie, USA]
14. Energy Developments [Bioenergie, Australien]
15. Nordex [Windenergie, Deutschland]
Quelle: www.iwr.de
23.4.06
(Finanzen) Traumhaftes Wachstum der ETF
Das weltweite Vermögen in Exchange Traded Funds ist im abgelaufenen Quartal um 9,5 Prozent auf 456,5 Milliarden Dollar angewachsen. Das Geld verteilt sich mittlerweile auf 500 Fonds, die an 33 Börsen gehandelt werden. Das geht aus der von Stocks (20.4.06) zitierten Statistik der ETF-Analyse-Abteilung von Morgan Stanley hervor. Weltweit sind derzeit 52 Anbieter tätig. In der Schweiz sind gemäss der CH-Börse SWX derzeit rund 50 ETF, auch Indexfonds genannt, zu günstigen Bedingungen gehandelt, darunter neu beispielsweise auch ein Gold-ETF der Zürcher Kantonalbank.
Den grössten ETF-Markt haben nach wie vor die USA mit 216 Fonds und einem verwalteten Volumen von 330,4 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Jahresende hat das Fondsvermögen somit um über 8 Prozent zugelegt. Nach wie vor teilen sich dort 17 Anbieter den Markt. Interessant ist, dass die internationalen Fonds einen Volumenzuwachs von 22 Prozent verzeichneten, während die Fonds mit dem Schwerpunkt US-Aktien nur um 5 Prozent zulegen konnten.
Die europäische ETF-Branche legte mit einem Anstieg des Fondsvermögens um 17,7 Prozent erneut das stärkere Wachstum hin. Mit einem Gesamtvolumen von 64,6 Milliarden Dollar verteilt auf 196 Fonds macht der Markt derzeit rund einen Fünftel des US-Marktes aus. Das japanische ETF-Vermögen ist im vergangenen Quartal nur um 5,2 Prozent auf nunmehr 33 Milliarden Dollar gewachsen.
Den grössten ETF-Markt haben nach wie vor die USA mit 216 Fonds und einem verwalteten Volumen von 330,4 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Jahresende hat das Fondsvermögen somit um über 8 Prozent zugelegt. Nach wie vor teilen sich dort 17 Anbieter den Markt. Interessant ist, dass die internationalen Fonds einen Volumenzuwachs von 22 Prozent verzeichneten, während die Fonds mit dem Schwerpunkt US-Aktien nur um 5 Prozent zulegen konnten.
Die europäische ETF-Branche legte mit einem Anstieg des Fondsvermögens um 17,7 Prozent erneut das stärkere Wachstum hin. Mit einem Gesamtvolumen von 64,6 Milliarden Dollar verteilt auf 196 Fonds macht der Markt derzeit rund einen Fünftel des US-Marktes aus. Das japanische ETF-Vermögen ist im vergangenen Quartal nur um 5,2 Prozent auf nunmehr 33 Milliarden Dollar gewachsen.
20.4.06
(Finanzen) Vorsicht an den Börsen
Bald ist ein Drittel des Jahres vorüber und der Blick auf die Entwicklung der Weltbörsen im aktuellen Jahr erstaunt: Den Zuwächsen von 2005 sind weitere Höchststände gefolgt, ja die Entwicklung ist vielerorts sogar noch positiver als im vergangenen Jahr. Es glänzen vor allem die Kurse der börsenkotierten Klein- und Mittelbetriebe. In der Schweiz etwa stieg der entsprechende Index seit Jahresbeginn um rund 15 Prozent. Gleiches lässt sich am amerikanischen Markt beobachten – der im Übrigen bei den konventionellen Indizes nicht wie erwartet besonders gut abschnitt. Vielmehr legte der Dow Jones gerade mal um fünf Prozenten zu, das nach einem mageren Vorjahr.
Spitzenreiter der Entwicklung im laufenden Jahr sind in erster Linie jene, die als sogenannte Emerging Markets schon länger für Aufsehen sorgen. So legte die russische Börse ölgetrieben um sagenhafte 42 Prozent zu, und besonders gut schlossen auch Argentinien und Indien ab. Um so erstaunlicher, als dass diese Märkte bereits im Vorjahr stark zugelegt hatten. Ganz im Gegensatz zu China, das nun plötzlich auch börsentechnisch interessant zu werden scheint. Lange Zeit dümpelten dessen wenige für Ausländer zugängliche Aktienwerte ja auf tiefem Niveau. Doch Liberalisierungsschritte auch in diesem Bereich lassen die Kurse nun in die Höhe schiessen.
Weil das von tiefem Niveau aus geschieht, kann man für China am ehesten für die nähere Zukunft positiv gestimmt sein. Anders als in den übrigen Märkten, deren ständige Aufwärtsbewegung gelegentlich zu einem Stillstand kommen dürfte. Zumal die Risiken der Weltwirtschaft nunmehr durch die steigende Unsicherheit am Energiemarkt steigen. Das mag zwar für die Werte der erneuerbaren Energien positiv sein. In der Gesamtwirtschaft wird es aber gelegentlich doch zu Verwerfungen kommen, denn sie ist noch immer ungenügend vorbereitet auf die angesichts der Energieverknappung zu erwartenden und nötigen Umstrukturierungen.
Spitzenreiter der Entwicklung im laufenden Jahr sind in erster Linie jene, die als sogenannte Emerging Markets schon länger für Aufsehen sorgen. So legte die russische Börse ölgetrieben um sagenhafte 42 Prozent zu, und besonders gut schlossen auch Argentinien und Indien ab. Um so erstaunlicher, als dass diese Märkte bereits im Vorjahr stark zugelegt hatten. Ganz im Gegensatz zu China, das nun plötzlich auch börsentechnisch interessant zu werden scheint. Lange Zeit dümpelten dessen wenige für Ausländer zugängliche Aktienwerte ja auf tiefem Niveau. Doch Liberalisierungsschritte auch in diesem Bereich lassen die Kurse nun in die Höhe schiessen.
Weil das von tiefem Niveau aus geschieht, kann man für China am ehesten für die nähere Zukunft positiv gestimmt sein. Anders als in den übrigen Märkten, deren ständige Aufwärtsbewegung gelegentlich zu einem Stillstand kommen dürfte. Zumal die Risiken der Weltwirtschaft nunmehr durch die steigende Unsicherheit am Energiemarkt steigen. Das mag zwar für die Werte der erneuerbaren Energien positiv sein. In der Gesamtwirtschaft wird es aber gelegentlich doch zu Verwerfungen kommen, denn sie ist noch immer ungenügend vorbereitet auf die angesichts der Energieverknappung zu erwartenden und nötigen Umstrukturierungen.
14.4.06
(Finanzen) Nachhaltigkeit bringt Mehrwert
Auch Pensionskassen nehmen unterdessen zur Kenntnis: Nachhaltige Anlagen führen zum Erfolg. In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Schweizer Personalvorsorge (3/06) präsentiert sich eine Studie aus dem Kreise der Kantonalbanken mit zwei ebenso klaren wie bemerkenswerten Ergebnissen. Nachhaltigkeitsfonds haben im Schnitt ein geringeres Risiko als vergleichbare, weltweit investierende Anlagefonds. Gleichzeitig generieren sie einen sozialen und ökologischen Mehrwert, der «besonders für langfristige Investoren wie Pensionskassen und deren Begünstigte relevant ist».
Der positive Befund wird versüsst durch die Tatsache, dass das alles bei vergleichbarer Rendite zu erreichen ist. Denn die getesteten neun Schweizer Nachhaltigkeitsfonds wiesen im Renditevergleich über ein, drei und fünf Jahre ein praktisch gleich gutes Ergebnis aus wie die hundert zum Vergleich beigezogenen konventionellen Fonds. Die ermittelten Ergebnisse bestätigen den Befund, der auch schon für andere nationale Märkte sowie den gesamteuropäischen Fondsmarkt ausgemacht wurde. Das Vorurteil, ein allfälliger Mehrwert in sozialer oder ökologischer Hinsicht sei nur mit höherem Risiko und / oder geringerem Ertrag erreichbar, ist damit empirisch endgültig widerlegt.
Der positive Befund wird versüsst durch die Tatsache, dass das alles bei vergleichbarer Rendite zu erreichen ist. Denn die getesteten neun Schweizer Nachhaltigkeitsfonds wiesen im Renditevergleich über ein, drei und fünf Jahre ein praktisch gleich gutes Ergebnis aus wie die hundert zum Vergleich beigezogenen konventionellen Fonds. Die ermittelten Ergebnisse bestätigen den Befund, der auch schon für andere nationale Märkte sowie den gesamteuropäischen Fondsmarkt ausgemacht wurde. Das Vorurteil, ein allfälliger Mehrwert in sozialer oder ökologischer Hinsicht sei nur mit höherem Risiko und / oder geringerem Ertrag erreichbar, ist damit empirisch endgültig widerlegt.
9.4.06
(Umwelt) Vereint zur Reduktion von Flug-Treibhausgasen
MyClimate und die Stiftung CLIPP (The Climate Protection Partnership) haben sich gemäss einer Meldung der ÖBU (des Netzwerks für Umwelt und Management) zusammen geschlossen. Das gemeinsame My-Climate-Projekt vereinigt damit jene wachsende Zahl von Personen und Institutionen, die freiwillig ihren Ausstoss von Treibhausgasen kompensieren möchten. Zu den wichtigsten internationalen Kunden der neuen Stiftung myclimate – The Climate Protection Partnership gehören das UNO Umweltprogramm UNEP und das World Economic Forum. Hierzulande beteiligen sich unter anderem die Reiseveranstalter Globetrotter und Baumeler, die myclimate Flugbillette vertreiben.
Über die Website www.myclimate.org lässt sich berechnen, wie viel ein Flugticket für einen bestimmten Flug kostet – und das Ticket lässt sich auch gleich bei einem gewünschten Reisebüro bestellen. So kostet beispielsweise der Treibhausgaszuschlag für den Retourflug von Zürich nach Shanghai (rund 18’000km) 126 CHF. Die Einnahmen verwendet myclimate für Klimaschutzprojekte.
Und so funktioniert es: Mit dem Kauf eines myclimate tickets kompensieren Sie die schädlichen Auswirkungen Ihres Fluges auf das Klima. Dieselbe Menge Emissionen, die Ihr Flug verursacht, wird in einem Klimaschutzprojekt eingespart. Das myclimate ticket kann zusätzlich zum Flugticket direkt bei myclimate oder in verschiedenen Reisebüros gekauft werden. myclimate bietet aber keine Flugbillette direkt an.
Über die Website www.myclimate.org lässt sich berechnen, wie viel ein Flugticket für einen bestimmten Flug kostet – und das Ticket lässt sich auch gleich bei einem gewünschten Reisebüro bestellen. So kostet beispielsweise der Treibhausgaszuschlag für den Retourflug von Zürich nach Shanghai (rund 18’000km) 126 CHF. Die Einnahmen verwendet myclimate für Klimaschutzprojekte.
Und so funktioniert es: Mit dem Kauf eines myclimate tickets kompensieren Sie die schädlichen Auswirkungen Ihres Fluges auf das Klima. Dieselbe Menge Emissionen, die Ihr Flug verursacht, wird in einem Klimaschutzprojekt eingespart. Das myclimate ticket kann zusätzlich zum Flugticket direkt bei myclimate oder in verschiedenen Reisebüros gekauft werden. myclimate bietet aber keine Flugbillette direkt an.
1.4.06
(Medien) Exzessive Gewinne und Überlebensängste
In der vergangenen Woche war es wieder so weit. Die grossen deutschschweizer Verlage präsentierten ihren Jahresabschluss 05. Dabei knüpften sie an gute alte Zeiten exzessiver Gewinne an und blendeten mit Margen, die kaum eine andere Branche erreicht. Der 80-Millionen-Gewinn der TA-Media-Gruppe etwa ist dabei ebenso erstaunlich wie der Cash Flow von Ringier. Dieser grösste CH-Verlag ist der einzige Medien-Milliarden-Konzern hierzulande und auch der einzige mit namhaftem Auslandgeschäft.
Eher unten durch musste im vergangenen Jahr die NZZ, allerdings auf hohem Niveau. An der Zürcher Falkenstrasse ist eher erstaunlich, dass übrige Verlagsbeine wie Sonntagszeitung, Luzerner oder Ostschweizer Medien bald einmal ähnlich hohe Umsätze wie die alte Tante erzielen. Da muss vielleicht jetzt der lang gediente NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler für Remedur sorgen, der ausgerechnet an diesem 1.April sein Zepter an den Nachfolger übergeben hat (kein Scherz) und nun nur noch für die kommerziellen Belange der NZZ verantwortlich ist.
Wenn es die CH-Verlage auch nicht direkt zugeben, aber die Tendenz zu Gratiszeitungen und die Internet-Konkurrenz scheint doch Bauchschmerzen zu bereiten. Da will Ringier gleich mit Cash Daily und Heute neu auf den Markt, beide Male gratis. Dann kommt ein zusätzliches Gratiszeitungsprojekt von Sacha Wigdorowits hinzu, der schon 20 Minuten auf die Schiene brachte. Und im Internet haben sich unterdessen zumindest die Rubrikeninserate für Wohnungen, Autos und Jobs so weit verbreitet, dass frühere Umsatz- und Gewinngrössen für die Verlage kaum je mehr realisierbar sein werden. Wie eine Veranstaltung am Zürcher Bildungszentrum BIZE zudem klar machte, ist nun auch das deutschsprachige Wikipedia-Lexikon auf dem Vormarsch. Der Siegeszug von Wissen und Information, gratis übers Internet, scheint nicht aufzuhalten – und die Zukunft der Verlage bei gleich bleibendem Geschäftsmodell mittelfristig ernsthaft gefährdet.
Eher unten durch musste im vergangenen Jahr die NZZ, allerdings auf hohem Niveau. An der Zürcher Falkenstrasse ist eher erstaunlich, dass übrige Verlagsbeine wie Sonntagszeitung, Luzerner oder Ostschweizer Medien bald einmal ähnlich hohe Umsätze wie die alte Tante erzielen. Da muss vielleicht jetzt der lang gediente NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler für Remedur sorgen, der ausgerechnet an diesem 1.April sein Zepter an den Nachfolger übergeben hat (kein Scherz) und nun nur noch für die kommerziellen Belange der NZZ verantwortlich ist.
Wenn es die CH-Verlage auch nicht direkt zugeben, aber die Tendenz zu Gratiszeitungen und die Internet-Konkurrenz scheint doch Bauchschmerzen zu bereiten. Da will Ringier gleich mit Cash Daily und Heute neu auf den Markt, beide Male gratis. Dann kommt ein zusätzliches Gratiszeitungsprojekt von Sacha Wigdorowits hinzu, der schon 20 Minuten auf die Schiene brachte. Und im Internet haben sich unterdessen zumindest die Rubrikeninserate für Wohnungen, Autos und Jobs so weit verbreitet, dass frühere Umsatz- und Gewinngrössen für die Verlage kaum je mehr realisierbar sein werden. Wie eine Veranstaltung am Zürcher Bildungszentrum BIZE zudem klar machte, ist nun auch das deutschsprachige Wikipedia-Lexikon auf dem Vormarsch. Der Siegeszug von Wissen und Information, gratis übers Internet, scheint nicht aufzuhalten – und die Zukunft der Verlage bei gleich bleibendem Geschäftsmodell mittelfristig ernsthaft gefährdet.
25.3.06
(Umwelt) 300.000 Arbeitsplätze durch erneuerbare Energien bis 2020
1,5 Millionen Deutsche haben heute einen Arbeitsplatz im Bereich Umweltschutz - bei der Autoproduktion noch 750.000. Jetzt hat der dortige Umweltminister Gabriel angekündigt, dass bis 2020 die Zahl der Arbeitsplätze für erneuerbare Energien von heute 160.000 auf 300.000 steigen werde. Klimaschutz und Umweltschutz sind also keine Arbeitsplatzkiller, wie oft behauptet wird, sondern die Arbeitsplatzknüller des 21. Jahrhunderts.
Gabriel berief sich dabei auf eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW). Die Studie geht davon aus, dass hauptsächlich durch Photovoltaik und Biomasse viele neue Jobs entstehen. Zur Zeit hat die Windenergiebranche in Deutschland 64.000 Beschäftigte, die Biomasse 57.000 und die Solarwirtschaft 25.000 Arbeitsplätze. Hauptsächlich der Mittelstand und die strukturschwachen Regionen profitieren von erneuerbaren Energien.
Bisher sind die Branchen der erneuerbaren Energien vor allem in Deutschland gewachsen, doch in den nächsten Jahren wird auch der Export rasch zunehmen. Die deutsche Windbranche ist bereits Weltmarktführer und profitiert inzwischen mehr vom Exportgeschäft als von neuen Windrädern in Deutschland. Quelle: www.sonnenseite.com
Gabriel berief sich dabei auf eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW). Die Studie geht davon aus, dass hauptsächlich durch Photovoltaik und Biomasse viele neue Jobs entstehen. Zur Zeit hat die Windenergiebranche in Deutschland 64.000 Beschäftigte, die Biomasse 57.000 und die Solarwirtschaft 25.000 Arbeitsplätze. Hauptsächlich der Mittelstand und die strukturschwachen Regionen profitieren von erneuerbaren Energien.
Bisher sind die Branchen der erneuerbaren Energien vor allem in Deutschland gewachsen, doch in den nächsten Jahren wird auch der Export rasch zunehmen. Die deutsche Windbranche ist bereits Weltmarktführer und profitiert inzwischen mehr vom Exportgeschäft als von neuen Windrädern in Deutschland. Quelle: www.sonnenseite.com
Abonnieren
Posts (Atom)
