Windkraft liefert schon heute kostengünstigere Energie als fossile Energieträger, so lautet die These von Prof. Dr. Joachim Peinke, Physiker an der Universität Oldenburg und Sprecher von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover.
Peinke geht bei seiner Abschätzung von den derzeitigen Kosten für Rohöl aus und vergleicht diese mit den Kosten für Windenergie. Bei einem Rohölpreis von umgerechnet 73 Euro pro Barrel und einer angenommenen Effizienz bei der Energiewandlung von 50 Prozent, so der Physiker, lägen die Kosten für eine Kilowattstunde (kWh) bei 9,12 Cent gegenüber 8 Cent pro kWh für Windenergie.
Berücksichtige man neben dem Rohölpreis die Aufarbeitung des Rohöls in Raffinerien, den Transport zum Kraftwerk, Kraftwerkskosten und Umweltkosten, so erhöhten sich die Kosten weiter. Außerdem sei davon auszugehen, dass der Preis für Rohöl, aber auch für andere fossile Energieträger wie Gas und Kohle zukünftig ansteige, so Peinke. Der Wissenschaftler wird seine Untersuchungen zu den realen Kosten von Windenergie in einem Forwind-Forschungsprojekt vertiefen.
Quelle: oekonews.at
P.S. Mit diesem Blogbeitrag verabschiede ich mich für drei Wochen in die Ferien und werde ab anfangs Juni mit neuen interessanten Meldungen aus den Bereichen Finanzen, Medien und Umwelt aufwarten.
12.5.08
30.4.08
(Finanzen) Edles Metall als ETF zu haben
Durch einen Split von eins zu zehn macht die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ihre Edelmetall-ETFs ab dem 2. Mai 2008 auch für KleinanlegerInnen zugänglich. Während heute ein Anteil teils über 30’000 Franken wert ist und die Produkte somit weitgehend institutionellen Anlegern und vermögenden Privatkunden vorbehalten sind, wird es nun möglich sein, ab einem Betrag zwischen 1'500 und 3'500 Franken in einen der vier ZKB Edelmetall-ETFs zu investieren und auf diese Weise an der Entwicklung des dem Fonds zugrundeliegenden Edelmetalls teilzuhaben.
Die vier ZKB ETFs sind bis heute einzigartig auf dem Markt. Das gesamte Kapital der Fonds ist im entsprechenden Edelmetall physisch vollständig hinterlegt. Die Anleger können erstmals als Alternative zur Veräusserung der Anteile auch die Auslieferung des physischen Edelmetalls verlangen. Die Auslieferung ist allerdings auf Standardbarren beschränkt (12.5 Kilogramm Gold, 30 Kilogramm Silber, 5 Kilogramm Platinum, 3 Kilogramm Palladium). ETFs der ZKB sind an der SWX Swiss Stock Exchange kotiert und können zu aktuellen Kursen gekauft oder verkauft werden. Bei den ETFs handelt es sich um eine äusserst liquide, kosteneffiziente und transparente Anlageform. Ein Anteil ZKB Gold ETF entspricht nach dem Split ca. 100 Gramm Gold, ein Anteil ZKB Silber ETF drei Kilogramm Silber, ein Anteil ZKB Platinum ETF 50 Gramm Platinum und ein Anteil ZKB Palladium ETF 100 Gramm Palladium.
Vom Split sind folgende Valoren / ISIN betroffen:
- 2 439 100 / CH0024391002 ZKB Gold ETF
- 2 979 271 / CH0029792717 ZKB Silver ETF
- 2 979 268 / CH0029792683 ZKB Palladium ETF
- 2 979 270 / CH0029792709 ZKB Platinum ETF
Quelle: ZKB
Die vier ZKB ETFs sind bis heute einzigartig auf dem Markt. Das gesamte Kapital der Fonds ist im entsprechenden Edelmetall physisch vollständig hinterlegt. Die Anleger können erstmals als Alternative zur Veräusserung der Anteile auch die Auslieferung des physischen Edelmetalls verlangen. Die Auslieferung ist allerdings auf Standardbarren beschränkt (12.5 Kilogramm Gold, 30 Kilogramm Silber, 5 Kilogramm Platinum, 3 Kilogramm Palladium). ETFs der ZKB sind an der SWX Swiss Stock Exchange kotiert und können zu aktuellen Kursen gekauft oder verkauft werden. Bei den ETFs handelt es sich um eine äusserst liquide, kosteneffiziente und transparente Anlageform. Ein Anteil ZKB Gold ETF entspricht nach dem Split ca. 100 Gramm Gold, ein Anteil ZKB Silber ETF drei Kilogramm Silber, ein Anteil ZKB Platinum ETF 50 Gramm Platinum und ein Anteil ZKB Palladium ETF 100 Gramm Palladium.
Vom Split sind folgende Valoren / ISIN betroffen:
- 2 439 100 / CH0024391002 ZKB Gold ETF
- 2 979 271 / CH0029792717 ZKB Silver ETF
- 2 979 268 / CH0029792683 ZKB Palladium ETF
- 2 979 270 / CH0029792709 ZKB Platinum ETF
Quelle: ZKB
26.4.08
(Umwelt) Bio ist eben doch gesünder
Immer wieder hatte die Zeitschrift Weltwoche gegen die Biolandwirtschaft gestänkert. Nun kommt das aus dieser Ecke überraschende Eingeständnis – viele Studien weisen auf den besonderen Gehalt der Bioprodukte. Nachstehend einige Auszüge aus dem Artikel der neuesten Weltwoche-Ausgabe mit folgendem Fazit: Bio ist eben doch gesünder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der EU, die demnächst veröffentlicht wird. Gemüse und Obst, die ohne chemische Mittel angebaut wurden, enthalten mehr Stoffe, die vor Krebs schützen. Und Kinder, die Biomilch trinken, haben weniger Ekzeme.
„Nun steht fest: Biologische Nahrungsmittel sind tatsächlich gesünder als konventionelle. Zu dem Schluss kommt die grösste Studie zum Thema, ein mehrjähriges, von der EU mit 18 Millionen Euro unterstütztes Projekt, an dem sich über dreissig Forschungsinstitutionen in Europa beteiligen. Biologi-sches Obst und Gemüse weist bis zu vierzig Prozent mehr Antioxidantien auf. Antioxidantien schützen die Zellen vor Oxidation, also vor Schädigungen und gelten als wichtig bei der Prävention von Krebs und Herzinfarkt. Es enthält auch mehr wichtige Mineralien, etwa Eisen und Zink. Wissenschaftler der englischen Universität Newcastle betrieben für die Untersuchung einen zweigeteilten Bauernhof: auf der einen Seite biologisch, auf der anderen Seite konventionell. Sie bauten Kartoffeln, Gemüse und Getreide an, hatten Obstkulturen und hielten Milchkühe. Ähnliche Studienfarmen wurden auch anderswo in Europa errichtet, etwa in Schweden, Dänemark und Italien.
Ganz genau wurde die Milch unter die Lupe genommen. Hier zeigte sich: Biomilch weist höhere Werte auf bei den gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und bei konjugierter Linolsäure (CLA), der ein krebshemmendes Potenzial zugeschrieben wird. Ebenso enthält sie mehr Provitamin A und Vitamin E, zwei ebenfalls wichtige Antioxidantien. Je nach Stoff lagen die Werte zwischen dreissig und neunzig Prozent höher als bei der konventionellen Milch. Weshalb ist das so? Ausschlaggebend ist offenbar die Fütterung und die Haltung der Tiere. Fressen die Kühe viel Raufutter (also Gras und Heu) und sind sie regelmässig auf der Weide (wie dies bei Biobetrieben vorgeschrieben ist), ist die Milch besser als jene von Tieren, die häufig im Stall sind und viel Kraftfutter fressen. Die Detailresultate aus dem EU-Projekt werden in den nächsten Monaten in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.
In der Schweiz sind die Unterschiede zwischen Bio- und anderer Milch vermutlich nicht ganz so gross. Denn hierzulande ernähren auch konventionelle Bauern ihre Kühe «raufutterbetont», wie das im Jargon heisst. Also mit viel Gras und Heu, ausserdem ist Weideauslauf üblich. Das erklärt wohl, weshalb vor rund drei Jahren eine Studie der Universität Bern zum Schluss kam, Biomilch sei nicht besser. Doch Urs Niggli, Leiter des Forschungsinstituts für biologischen Landbau sagt: «Die allgemeine Entwicklung in der Europäischen Union und weltweit geht in Richtung mehr Kraftfutter und weg von der Weidehaltung. Das droht auch in der Schweiz, vor allem im Zeichen des Abbaus von Handelshemmnissen.» Kraftfutter würde so billiger und also für den Bauern interessanter.
Weitere Beispiele entstammen einer Zehnjahresstudie aus den USA (University of California), wonach etwa Biotomaten bei bestimmten gesundheitsfördernden Antioxidantien wie Flavonoiden fast doppelt so hohe Werte aufwiesen. Die untersuchenden Lebensmittelchemiker erklären dies mit dem Weglassen von chemischem Dünger. Dieser enthält Nitrogen, was die Flavonoid-Entwicklung hemmt. Flavonoide sind chemische Stoffe, die den Pflanzen ihre Farbe geben. Beim Menschen wirken sie gefässstärkend und entzündungshemmend. Sie sind wirksam gegen hohen Blutdruck und reduzieren so das Risiko eines Herzinfarktes.
In den Niederlanden wiesen kürzlich Forscher der Universität von Maastricht nach, dass bei Kleinkindern, die mit biologischen Milchprodukten ernährt wurden und deren Mütter sich auch so ernährten, das Risiko für Ekzeme um 36 Prozent abnahm. Früher schon hatte sich gezeigt, dass die Muttermilch von stillenden Frauen, die sich mehrheitlich biologisch ernährten, einen um 50 Prozent höheren Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufwies.
Doch nicht nur Milchtrinker, auch Weinliebhaber steigen möglicherweise besser auf Bio um. Weine aus biologischem Anbau enthielten gemäss einer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau in Frick und der Université de Bourgogne in Dijon höhere Mengen an Resveratrol ein Polyphenol, das vor allem in der Haut von Trauben vorkommt. (Polyphenole sind aromatische Verbindungen, sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie geben den Pflanzen Geschmack und Farbe und schützen sie vor Schädlingen.) Resveratrol schützt die Zellen vor Oxidation; es verringert zudem die Verklumpung der Blutplättchen und verhindert dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Warum hat es in Biotomaten und -trauben mehr sekundäre Pflanzenstoffe? Im Biolandbau dürfen keine chemischen Mittel gegen Schädlinge und Pilze gesprüht werden. Die Pflanze muss sich aus eigener Kraft gegen Feinde wie Insekten, Milben, Fadenwürmer und dergleichen ungemütliche Zeitgenossen wehren. Bei den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um Abwehrstoffe gegen Pilz-infektionen. Diese tun nun offenbar auch im menschlichen Organismus Gutes.
Was die Wissenschaft in kleinen Stücken langsam zu einem Gesamtbild zusammenfügt, scheint der Konsument zu ahnen. Bio ist besser. Jedenfalls werden in der Schweiz Jahr für Jahr mehr Biolebensmittel verkauft. 2007 stieg der Umsatz um rund acht Prozent auf 1,3 Milliarden Franken. Die gesamten Lebensmittelverkäufe nahmen in dieser Zeit bloss um drei Prozent zu. Es stiegen also erneut Kun-den auf biologisch erzeugte Produkte um. Vor allem die bis anhin skeptischen Welschen greifen nun immer häufiger zu, wenn «bio» draufsteht. Vielleicht auch, weil die Hemmschwelle gesunken ist. Wer ein Biojogurt oder Bioäpfel kaufen will, muss sich nicht mehr in enge Läden mit Holzgestellen begeben und warten, bis langsame, aber sympathische Verkäufer alles getippt haben. Bloss zehn Prozent der Verkäufe werden in Bioläden und Reformhäusern gemacht. Drei Viertel aller Bioprodukte verkaufen die beiden Grossverteiler Coop und Migros. Wobei Coop die mit Abstand führende Kraft im Schweizer Biomarkt ist mit einem Marktanteil von 51 Prozent.“
Textquelle: Auszüge aus Weltwoche-Artikel vom 24.4.08
„Nun steht fest: Biologische Nahrungsmittel sind tatsächlich gesünder als konventionelle. Zu dem Schluss kommt die grösste Studie zum Thema, ein mehrjähriges, von der EU mit 18 Millionen Euro unterstütztes Projekt, an dem sich über dreissig Forschungsinstitutionen in Europa beteiligen. Biologi-sches Obst und Gemüse weist bis zu vierzig Prozent mehr Antioxidantien auf. Antioxidantien schützen die Zellen vor Oxidation, also vor Schädigungen und gelten als wichtig bei der Prävention von Krebs und Herzinfarkt. Es enthält auch mehr wichtige Mineralien, etwa Eisen und Zink. Wissenschaftler der englischen Universität Newcastle betrieben für die Untersuchung einen zweigeteilten Bauernhof: auf der einen Seite biologisch, auf der anderen Seite konventionell. Sie bauten Kartoffeln, Gemüse und Getreide an, hatten Obstkulturen und hielten Milchkühe. Ähnliche Studienfarmen wurden auch anderswo in Europa errichtet, etwa in Schweden, Dänemark und Italien.
Ganz genau wurde die Milch unter die Lupe genommen. Hier zeigte sich: Biomilch weist höhere Werte auf bei den gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und bei konjugierter Linolsäure (CLA), der ein krebshemmendes Potenzial zugeschrieben wird. Ebenso enthält sie mehr Provitamin A und Vitamin E, zwei ebenfalls wichtige Antioxidantien. Je nach Stoff lagen die Werte zwischen dreissig und neunzig Prozent höher als bei der konventionellen Milch. Weshalb ist das so? Ausschlaggebend ist offenbar die Fütterung und die Haltung der Tiere. Fressen die Kühe viel Raufutter (also Gras und Heu) und sind sie regelmässig auf der Weide (wie dies bei Biobetrieben vorgeschrieben ist), ist die Milch besser als jene von Tieren, die häufig im Stall sind und viel Kraftfutter fressen. Die Detailresultate aus dem EU-Projekt werden in den nächsten Monaten in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.
In der Schweiz sind die Unterschiede zwischen Bio- und anderer Milch vermutlich nicht ganz so gross. Denn hierzulande ernähren auch konventionelle Bauern ihre Kühe «raufutterbetont», wie das im Jargon heisst. Also mit viel Gras und Heu, ausserdem ist Weideauslauf üblich. Das erklärt wohl, weshalb vor rund drei Jahren eine Studie der Universität Bern zum Schluss kam, Biomilch sei nicht besser. Doch Urs Niggli, Leiter des Forschungsinstituts für biologischen Landbau sagt: «Die allgemeine Entwicklung in der Europäischen Union und weltweit geht in Richtung mehr Kraftfutter und weg von der Weidehaltung. Das droht auch in der Schweiz, vor allem im Zeichen des Abbaus von Handelshemmnissen.» Kraftfutter würde so billiger und also für den Bauern interessanter.
Weitere Beispiele entstammen einer Zehnjahresstudie aus den USA (University of California), wonach etwa Biotomaten bei bestimmten gesundheitsfördernden Antioxidantien wie Flavonoiden fast doppelt so hohe Werte aufwiesen. Die untersuchenden Lebensmittelchemiker erklären dies mit dem Weglassen von chemischem Dünger. Dieser enthält Nitrogen, was die Flavonoid-Entwicklung hemmt. Flavonoide sind chemische Stoffe, die den Pflanzen ihre Farbe geben. Beim Menschen wirken sie gefässstärkend und entzündungshemmend. Sie sind wirksam gegen hohen Blutdruck und reduzieren so das Risiko eines Herzinfarktes.
In den Niederlanden wiesen kürzlich Forscher der Universität von Maastricht nach, dass bei Kleinkindern, die mit biologischen Milchprodukten ernährt wurden und deren Mütter sich auch so ernährten, das Risiko für Ekzeme um 36 Prozent abnahm. Früher schon hatte sich gezeigt, dass die Muttermilch von stillenden Frauen, die sich mehrheitlich biologisch ernährten, einen um 50 Prozent höheren Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufwies.
Doch nicht nur Milchtrinker, auch Weinliebhaber steigen möglicherweise besser auf Bio um. Weine aus biologischem Anbau enthielten gemäss einer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau in Frick und der Université de Bourgogne in Dijon höhere Mengen an Resveratrol ein Polyphenol, das vor allem in der Haut von Trauben vorkommt. (Polyphenole sind aromatische Verbindungen, sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie geben den Pflanzen Geschmack und Farbe und schützen sie vor Schädlingen.) Resveratrol schützt die Zellen vor Oxidation; es verringert zudem die Verklumpung der Blutplättchen und verhindert dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Warum hat es in Biotomaten und -trauben mehr sekundäre Pflanzenstoffe? Im Biolandbau dürfen keine chemischen Mittel gegen Schädlinge und Pilze gesprüht werden. Die Pflanze muss sich aus eigener Kraft gegen Feinde wie Insekten, Milben, Fadenwürmer und dergleichen ungemütliche Zeitgenossen wehren. Bei den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um Abwehrstoffe gegen Pilz-infektionen. Diese tun nun offenbar auch im menschlichen Organismus Gutes.
Was die Wissenschaft in kleinen Stücken langsam zu einem Gesamtbild zusammenfügt, scheint der Konsument zu ahnen. Bio ist besser. Jedenfalls werden in der Schweiz Jahr für Jahr mehr Biolebensmittel verkauft. 2007 stieg der Umsatz um rund acht Prozent auf 1,3 Milliarden Franken. Die gesamten Lebensmittelverkäufe nahmen in dieser Zeit bloss um drei Prozent zu. Es stiegen also erneut Kun-den auf biologisch erzeugte Produkte um. Vor allem die bis anhin skeptischen Welschen greifen nun immer häufiger zu, wenn «bio» draufsteht. Vielleicht auch, weil die Hemmschwelle gesunken ist. Wer ein Biojogurt oder Bioäpfel kaufen will, muss sich nicht mehr in enge Läden mit Holzgestellen begeben und warten, bis langsame, aber sympathische Verkäufer alles getippt haben. Bloss zehn Prozent der Verkäufe werden in Bioläden und Reformhäusern gemacht. Drei Viertel aller Bioprodukte verkaufen die beiden Grossverteiler Coop und Migros. Wobei Coop die mit Abstand führende Kraft im Schweizer Biomarkt ist mit einem Marktanteil von 51 Prozent.“
Textquelle: Auszüge aus Weltwoche-Artikel vom 24.4.08
17.4.08
(Umwelt) Milliardenpotenzial für Schweizer Wirtschaft dank Erneuerbarer Energien
Über zwei Drittel des schweizerischen Endenergieverbrauchs stützt sich auf fossile Energieträger, hauptsächlich Erdöl und Erdgas. Damit hängt die Energieversorgung stark vom Ausland ab und es fliessen schätzungsweise 10 Milliarden Franken pro Jahr ins Ausland. Mit einer verstärkten Nutzung von einheimischen erneuerbaren Energien wie Holz, Sonne und Umgebungswärme könnte nicht nur der CO2-Ausstoss eingeschränkt, sondern auch zusätzliche Wertschöpfung in die Schweiz verlagert werden.
Nutzte man etwa die Holzreserven in der Schweiz bis zu ihrem maximalen Potenzial von 8,2 Millionen Kubikmeter pro Jahr, könnte rund 1 Million Tonnen Heizöl ersetzt werden. Bei den aktuellen Ölpreisen würde damit weit über eine halbe Milliarde Schweizer Franken in der Schweiz verbleiben statt ins Ausland abzufliessen. Wurden doch im Jahr 2006 in der Schweiz 3,2 Mio m3 Energieholz genutzt, was einem Heizöläquivalent von 0,64 Mio. t entspricht. Diese Nutzung könnte innerhalb von zehn Jahren auf maximal 8,2 Mio. m3 Holz erhöht werden. Im gleichen Jahr lag der Heizölabsatz insgesamt bei 4,944 Mio. t, wovon wie erwähnt 1 Mio. t durch Holz substituiert werden könnte, also rund 20% des gesamten Heizölverbrauchs. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und weiteren erneuerbaren Energien lassen sich nochmals fossile Energieträger in ähnlicher Grössenordnung ersetzen und Gelder in Milliardenhöhe verblieben der Schweizer Wirtschaft.
Am Donnerstag präsentierte die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch an einer Tagung in Zürich aktuelle Zahlen. Im Jahr 2006 wurden demnach rund 900 Millionen Franken in erneuerbare Energien investiert und damit rund 3500 neue Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) geschaffen. Berücksichtigt man die anhaltende Beschäftigungswirkung aus Investitionen früherer Jahre, kommen weitere rund 3500 Stellen hinzu. Die Investitionen lagen 2006 rund 60 Prozent über dem Wert von 2001 und in den kommenden Jahren wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet.
Vertreter verschiedener Gemeinden zeigten an der Pusch-Tagung auf, wie sich die Förderung Erneuerbarer Energien positiv auf die regionale Entwicklung auswirkt: Die Gemeinde Erstfeld beispielsweise unterstützt ihre Einwohner dabei, elektrische Boiler und Heizungen zu ersetzen und die Wärme durch Holz oder Sonne zu gewinnen. Die dadurch frei werdenden Produktionskapazitäten kann das Gemeindewerk Gewinn bringend auf dem freien Markt verkaufen. Bereits seit 1990 fördert das Emmental unter dem Motto «Oil of Emmental» die einheimische Holzenergie und kann damit kontinuierlich neue Arbeitsplätze schaffen. Aus der Sicht von Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch ist es volkswirtschaftlich sinnvoll, den Einsatz erneuerbarer Energien verstärkt zu fördern. Geeignete Fördermittel sind staatsquotenneutrale Abgaben auf fossile Brenn- und Treibstoffe (CO2-Abgabe) sowie zeitlich befristete Fördergelder im Gebäude- und im Verkehrsbereich.
Quelle und weitere Informationen unter www.pusch.ch
Nutzte man etwa die Holzreserven in der Schweiz bis zu ihrem maximalen Potenzial von 8,2 Millionen Kubikmeter pro Jahr, könnte rund 1 Million Tonnen Heizöl ersetzt werden. Bei den aktuellen Ölpreisen würde damit weit über eine halbe Milliarde Schweizer Franken in der Schweiz verbleiben statt ins Ausland abzufliessen. Wurden doch im Jahr 2006 in der Schweiz 3,2 Mio m3 Energieholz genutzt, was einem Heizöläquivalent von 0,64 Mio. t entspricht. Diese Nutzung könnte innerhalb von zehn Jahren auf maximal 8,2 Mio. m3 Holz erhöht werden. Im gleichen Jahr lag der Heizölabsatz insgesamt bei 4,944 Mio. t, wovon wie erwähnt 1 Mio. t durch Holz substituiert werden könnte, also rund 20% des gesamten Heizölverbrauchs. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und weiteren erneuerbaren Energien lassen sich nochmals fossile Energieträger in ähnlicher Grössenordnung ersetzen und Gelder in Milliardenhöhe verblieben der Schweizer Wirtschaft.
Am Donnerstag präsentierte die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch an einer Tagung in Zürich aktuelle Zahlen. Im Jahr 2006 wurden demnach rund 900 Millionen Franken in erneuerbare Energien investiert und damit rund 3500 neue Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) geschaffen. Berücksichtigt man die anhaltende Beschäftigungswirkung aus Investitionen früherer Jahre, kommen weitere rund 3500 Stellen hinzu. Die Investitionen lagen 2006 rund 60 Prozent über dem Wert von 2001 und in den kommenden Jahren wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet.
Vertreter verschiedener Gemeinden zeigten an der Pusch-Tagung auf, wie sich die Förderung Erneuerbarer Energien positiv auf die regionale Entwicklung auswirkt: Die Gemeinde Erstfeld beispielsweise unterstützt ihre Einwohner dabei, elektrische Boiler und Heizungen zu ersetzen und die Wärme durch Holz oder Sonne zu gewinnen. Die dadurch frei werdenden Produktionskapazitäten kann das Gemeindewerk Gewinn bringend auf dem freien Markt verkaufen. Bereits seit 1990 fördert das Emmental unter dem Motto «Oil of Emmental» die einheimische Holzenergie und kann damit kontinuierlich neue Arbeitsplätze schaffen. Aus der Sicht von Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch ist es volkswirtschaftlich sinnvoll, den Einsatz erneuerbarer Energien verstärkt zu fördern. Geeignete Fördermittel sind staatsquotenneutrale Abgaben auf fossile Brenn- und Treibstoffe (CO2-Abgabe) sowie zeitlich befristete Fördergelder im Gebäude- und im Verkehrsbereich.
Quelle und weitere Informationen unter www.pusch.ch
13.4.08
(Umwelt) Jetzt kommt das Plusenergiehause
Mit einem Plusenergiehaus mit 130 m2 Wohnfläche spart ein Bauherr jährlich 6.000 Euro gegenüber einer Ausführung nur nach Vorschrift. Der deutsche Archtitekt Rolf Disch hat zu allen bundesdeutschen Gemeinden Kontakt aufgenommen und ihnen ein Angebot für solcherart gebauten Klimaschutz unterbreitet: ein variables Haus mit positiver Energiebilanz, 100% Erneuerbaren Energien und Nullemission, das überall zu markfähigen Preisen realisiert werden kann.
Dass die Energiewende kein unbeherrschbarer Kostenfaktor ist, sondern gerade hier wirtschaftliche Chancen liegen, auch das gehört ganz konkret zum Konzept des „Plusenergiehauses in jede Gemeinde“: Das Plusenergiehaus® ist vom ersten Jahr an ein Plusgeschäft, denn die laufenden Energiekosten übertreffen die ersparten Zinsen für eine Billigausführung, die auf die beste energetische Technik, damit aber auch auf staatliche Förderung verzichtet. Eine Modellrechnung für ein Plusenergiehaus® von etwa 130 m2 ergibt ein jährliches Plus von 6.000 Euro. Billig bauen ist teurer!
Dr. Klaus Töpfer, ehemals Leiter des UN-Umweltschutzprogramms, beurteilt das Plusenergiehaus mit Blick auf den Strukturwandel: „Für unsere Kommunen, ganz gleich ob kleine Dörfer oder große Städte, kann diese Aktion ein wichtiges Element sein, sich ihrer weltpolitischen Verantwortung zu stellen, sich an der Spitze einer globalen Entwicklung zu profilieren – und die großartigen Chancen dieser Entwicklung an sich zu ziehen und zu nutzen.“ Da bleibt nur noch die Frage, wann eine entsprechende Initiative auch für die Schweiz lanciert wird.
Quelle: www.sonnenseite.com
Dass die Energiewende kein unbeherrschbarer Kostenfaktor ist, sondern gerade hier wirtschaftliche Chancen liegen, auch das gehört ganz konkret zum Konzept des „Plusenergiehauses in jede Gemeinde“: Das Plusenergiehaus® ist vom ersten Jahr an ein Plusgeschäft, denn die laufenden Energiekosten übertreffen die ersparten Zinsen für eine Billigausführung, die auf die beste energetische Technik, damit aber auch auf staatliche Förderung verzichtet. Eine Modellrechnung für ein Plusenergiehaus® von etwa 130 m2 ergibt ein jährliches Plus von 6.000 Euro. Billig bauen ist teurer!
Dr. Klaus Töpfer, ehemals Leiter des UN-Umweltschutzprogramms, beurteilt das Plusenergiehaus mit Blick auf den Strukturwandel: „Für unsere Kommunen, ganz gleich ob kleine Dörfer oder große Städte, kann diese Aktion ein wichtiges Element sein, sich ihrer weltpolitischen Verantwortung zu stellen, sich an der Spitze einer globalen Entwicklung zu profilieren – und die großartigen Chancen dieser Entwicklung an sich zu ziehen und zu nutzen.“ Da bleibt nur noch die Frage, wann eine entsprechende Initiative auch für die Schweiz lanciert wird.
Quelle: www.sonnenseite.com
11.4.08
(Umwelt) Solarbranche erwartet schnelles Wachstum bei sinkenden Kosten
Die Photovoltaic Technology Show 2008 Europe in München ist mit bemerkenswerten Resultaten zu Ende gegangen:
- Demnach wird Solarstrom in den ersten Märkten gegenwärtig konkurrenzfähig zu konventionell erzeugtem Strom.
- Die Branche erwartet in den kommenden Jahren ein weiterhin starkes Wachstum bei schnell sinkenden Produktionskosten.
- Ein Überangebot an Solarmodulen wird es vorerst nicht geben, sodass weiterhin die Hersteller die Preise bestimmen können.
Die Kosten für Solarstrom befinden sich inzwischen an der Schwelle zur „Grid Parity" – der Konkurrenzfähigkeit zu Strom aus konventioneller Erzeugung, wie Jon André Lokke von der norwegischen REC Group in seinem Beitrag auf der Investorenkonferenz betonte. Im Jahr 2007 konnten große Anlagen von REC in sonnigen Ländern Solarstrom zu Kosten von 15 Eurocent produzieren, sagte Lokke. 2010 will REC bei 7 Cent liegen, 2012 bei 5 Cent je Kilowattstunde. Der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Solarkonzern liegt damit in einer Größenordnung, die konventionellen Kraftwerksbetreibern einen gehörigen Schrecken einjagen könnte.
Auch andere führende internationale Photovoltaikunternehmen wie First Solar, Suntech Power und Evergreen wollen die Produktionskosten für ihre Module in den nächsten Jahren um 40 bis 50 Prozent senken, teilten sie in München mit. Allerdings warnte Joonki Song von PHOTON Consulting, dass sich das in den letzten Jahren erreichte Tempo bei der Kostensenkung von jährlich 12 bis 15 Prozent auf 6 bis 11 Prozent abschwächen könnte, wenn sich aufgrund des schnellen Wachstum weitere Engpässe bei Produktionsequipment und Verbrauchsmaterialen wie beispielsweise eisenarmem Glas ergeben.
Quelle: PHOTON
- Demnach wird Solarstrom in den ersten Märkten gegenwärtig konkurrenzfähig zu konventionell erzeugtem Strom.
- Die Branche erwartet in den kommenden Jahren ein weiterhin starkes Wachstum bei schnell sinkenden Produktionskosten.
- Ein Überangebot an Solarmodulen wird es vorerst nicht geben, sodass weiterhin die Hersteller die Preise bestimmen können.
Die Kosten für Solarstrom befinden sich inzwischen an der Schwelle zur „Grid Parity" – der Konkurrenzfähigkeit zu Strom aus konventioneller Erzeugung, wie Jon André Lokke von der norwegischen REC Group in seinem Beitrag auf der Investorenkonferenz betonte. Im Jahr 2007 konnten große Anlagen von REC in sonnigen Ländern Solarstrom zu Kosten von 15 Eurocent produzieren, sagte Lokke. 2010 will REC bei 7 Cent liegen, 2012 bei 5 Cent je Kilowattstunde. Der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Solarkonzern liegt damit in einer Größenordnung, die konventionellen Kraftwerksbetreibern einen gehörigen Schrecken einjagen könnte.
Auch andere führende internationale Photovoltaikunternehmen wie First Solar, Suntech Power und Evergreen wollen die Produktionskosten für ihre Module in den nächsten Jahren um 40 bis 50 Prozent senken, teilten sie in München mit. Allerdings warnte Joonki Song von PHOTON Consulting, dass sich das in den letzten Jahren erreichte Tempo bei der Kostensenkung von jährlich 12 bis 15 Prozent auf 6 bis 11 Prozent abschwächen könnte, wenn sich aufgrund des schnellen Wachstum weitere Engpässe bei Produktionsequipment und Verbrauchsmaterialen wie beispielsweise eisenarmem Glas ergeben.
Quelle: PHOTON
2.4.08
(Finanzen) Erfolgreicher Natur-Aktien-Index
Seit 1997 hat sich der deutsche Natur-Aktien-Index (NAI) als Maßstabe für ökologische Geldanlagen bewährt. Um 447,5 Prozent ist der NAI in diesen elf Jahren gestiegen (aufgelegt am 1.4.1997 mit 1.000 Punkten). Damit hat sich der NAI weitaus besser entwickelt als vergleichbare Indices und belegt, dass ethisch-ökologisches Investieren erfolgreich ist.
Pünktlich zum elften Jahrestag wurde nun das Angebot erweitert, wie Anleger von der Wertentwicklung des Natur-Aktien-Index (NAI) profitieren können. Die Deutsche Bank bietet ab sofort ein Indexzertifikat auf die 15 größten Unternehmen aus dem NAI an (WKN: DB2NA1). Darunter befinden sich Unternehmen wie Vestas (Dänemark), Starbucks (USA), Solarworld (Deutschland), Tomra (Norwegen) und Shimano (Japan). Die Börse Stuttgart AG berechnet dazu den S-BOX NAI Top Select Performance-Index.
Der NAI setzt sich aus insgesamt 30 Unternehmen zusammen, die nach konsequenten ökologisch-sozialen Maßstäben ausgesucht werden. Die komplette Liste der Unternehmen, die Auswahlkriterien und Research-Ergebnisse veröffentlicht das Hamburger Beratungsunternehmen SECURVITA als Provider des NAI auf der Internetseite www.nai-index.de . Auch die von vwd berechneten minutengenauen Realtime-Kurse sind online verfügbar. Die ökologischen und sozialen Maßstäbe des NAI gelten als die konsequentesten Auswahlkriterien für ökologische Geldanlagen. Mit seiner erfolgreichen Entwicklung hat der NAI das alte Vorurteil widerlegt, ein gutes Gewissen müsse mit Rendite-Einbußen erkauft werden. Das Gegenteil ist richtig: Ökologische Investments sind besonders erfolgreich.
Die Stiftung Warentest hat den NAI als wichtigen _Pionier für grüne Geldanlagen beurteilt. _Der NAI sucht nicht nur nach Unternehmen, die eine Vorreiterrolle spielen, sondern übernahm selbst eine, stellte die Stiftung Warentest fest. Für private und institutionelle Anleger gibt es den Aktienfonds GreenEffects als Fonds zum NAI ( www.greeneffects.de , WKN 580265). Er wurde mehrfach als einer der besten und erfolgreichsten weltweit anlegenden Aktienfonds ausgezeichnet. GreenEffects bietet die Garantie, ausschließlich in die Werte zu investieren, die für den NAI geprüft und ausgewählt sind.
Quelle: SECURVITA 2008
Pünktlich zum elften Jahrestag wurde nun das Angebot erweitert, wie Anleger von der Wertentwicklung des Natur-Aktien-Index (NAI) profitieren können. Die Deutsche Bank bietet ab sofort ein Indexzertifikat auf die 15 größten Unternehmen aus dem NAI an (WKN: DB2NA1). Darunter befinden sich Unternehmen wie Vestas (Dänemark), Starbucks (USA), Solarworld (Deutschland), Tomra (Norwegen) und Shimano (Japan). Die Börse Stuttgart AG berechnet dazu den S-BOX NAI Top Select Performance-Index.
Der NAI setzt sich aus insgesamt 30 Unternehmen zusammen, die nach konsequenten ökologisch-sozialen Maßstäben ausgesucht werden. Die komplette Liste der Unternehmen, die Auswahlkriterien und Research-Ergebnisse veröffentlicht das Hamburger Beratungsunternehmen SECURVITA als Provider des NAI auf der Internetseite www.nai-index.de . Auch die von vwd berechneten minutengenauen Realtime-Kurse sind online verfügbar. Die ökologischen und sozialen Maßstäbe des NAI gelten als die konsequentesten Auswahlkriterien für ökologische Geldanlagen. Mit seiner erfolgreichen Entwicklung hat der NAI das alte Vorurteil widerlegt, ein gutes Gewissen müsse mit Rendite-Einbußen erkauft werden. Das Gegenteil ist richtig: Ökologische Investments sind besonders erfolgreich.
Die Stiftung Warentest hat den NAI als wichtigen _Pionier für grüne Geldanlagen beurteilt. _Der NAI sucht nicht nur nach Unternehmen, die eine Vorreiterrolle spielen, sondern übernahm selbst eine, stellte die Stiftung Warentest fest. Für private und institutionelle Anleger gibt es den Aktienfonds GreenEffects als Fonds zum NAI ( www.greeneffects.de , WKN 580265). Er wurde mehrfach als einer der besten und erfolgreichsten weltweit anlegenden Aktienfonds ausgezeichnet. GreenEffects bietet die Garantie, ausschließlich in die Werte zu investieren, die für den NAI geprüft und ausgewählt sind.
Quelle: SECURVITA 2008
24.3.08
(Finanzen) Postfinance setzt auf nachhaltiges Fondsangebot
Die Bank der Post sorgt nicht nur mit ihren vergleichsweise hohen Sparzinsen für Schlagzeilen. Auch ihr Fondsangebot wächst quantitativ wie qualitativ. Die unlängst veröffentlichte neue Fondspalette umfasst vor allem zusätzliche Nachhaltigkeitsfonds und trägt damit einem verbreiteten Trend Rechnung. Gemäss Angaben des Finanzdienstleisters Onvalues erreichten solche Anlagen, die neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien bei den Investments berücksichtigen, Ende des vergangenen Jahres allein in der Schweiz den Rekordwert von 30 Milliarden Franken.
Das erweiterte Postfinance-Angebot umfasst einen Klima- und einen Wasserfonds von Swisscanto – der Fondsgesellschaft der Kantonalbanken. Zudem bietet Postfinance auch einen Sarasinfonds an, der in erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse investiert. Der Fonds ist erst seit kurzem aufgelegt, bisherige Leistungen sind deshalb noch nicht zu beurteilen. Aber das Anlagethema verspricht viel, vor allem nach den unlängst erfolgten Korrekturen. Die Basler Bank umschreibt die Situation so: « Trotz der Kurseinbrüche der letzten Wochen, die auch Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien betrafen, ist die Bank Sarasin von den positiven Grundlagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Branche überzeugt. Die breite staatliche Unterstützung sowie die wachsende Energienachfrage bei gleichzeitig sinkenden Öl- und Gasreserven verschafft der Solar-, Wasser- und Windenergie in der weltweiten Energiepolitik langfristig eine steigende Bedeutung. Diese idealen Rahmenbedingungen eröffnen attraktive Perspektiven.» Konkret hat der Fonds unter anderem investiert in die Unternehmen wie Gamesa Tecnologica und Vestas (Wind), Q Cells, Solarworld und First Solar (Solar).
Das Fondsangebot von Postfinance ist nicht nur wegen seiner Ausrichtung für KleinanlegerInnen geeignet. Vielmehr besticht die kostengünstige und flexible Möglichkeit, im Rahmen von Fondssparplänen alle Fonds (über 40 insgesamt) in kleinen Tranchen zu erwerben (zb monatlich für 100 Franken). Damit wird ein zielgerichtetes Sparen möglich, das erst noch von günstigen Durchschnittskosten profitiert. Einziger Wermutstropfen: Postfinance steht mit dem Angebot weitgehend konkurrenzlos da und die lange schon versprochene Senkung der Gebühren für den Kauf von Fonds (2% der Anlagesumme) wurde immer noch nicht realisiert.
Das erweiterte Postfinance-Angebot umfasst einen Klima- und einen Wasserfonds von Swisscanto – der Fondsgesellschaft der Kantonalbanken. Zudem bietet Postfinance auch einen Sarasinfonds an, der in erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse investiert. Der Fonds ist erst seit kurzem aufgelegt, bisherige Leistungen sind deshalb noch nicht zu beurteilen. Aber das Anlagethema verspricht viel, vor allem nach den unlängst erfolgten Korrekturen. Die Basler Bank umschreibt die Situation so: « Trotz der Kurseinbrüche der letzten Wochen, die auch Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien betrafen, ist die Bank Sarasin von den positiven Grundlagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Branche überzeugt. Die breite staatliche Unterstützung sowie die wachsende Energienachfrage bei gleichzeitig sinkenden Öl- und Gasreserven verschafft der Solar-, Wasser- und Windenergie in der weltweiten Energiepolitik langfristig eine steigende Bedeutung. Diese idealen Rahmenbedingungen eröffnen attraktive Perspektiven.» Konkret hat der Fonds unter anderem investiert in die Unternehmen wie Gamesa Tecnologica und Vestas (Wind), Q Cells, Solarworld und First Solar (Solar).
Das Fondsangebot von Postfinance ist nicht nur wegen seiner Ausrichtung für KleinanlegerInnen geeignet. Vielmehr besticht die kostengünstige und flexible Möglichkeit, im Rahmen von Fondssparplänen alle Fonds (über 40 insgesamt) in kleinen Tranchen zu erwerben (zb monatlich für 100 Franken). Damit wird ein zielgerichtetes Sparen möglich, das erst noch von günstigen Durchschnittskosten profitiert. Einziger Wermutstropfen: Postfinance steht mit dem Angebot weitgehend konkurrenzlos da und die lange schon versprochene Senkung der Gebühren für den Kauf von Fonds (2% der Anlagesumme) wurde immer noch nicht realisiert.
20.3.08
(Finanzen) Solar ja, Atom nein
Trotz des boomenden Ölpreises haben es die bis Jahresanfang so erfolgreichen alternativen Energiefonds nicht leicht. Seit damals liegen sie alle deutlich hinter dem MSCI World Index zurück. Thiemo Lang, Manager des SAM Smart Energy, ortet deswegen Chancen für einen Rebound, vor allem bei Solaraktien. Erzielten alle im deutschsprachigen Raum zugelassenen alternativen Energiefonds (New Energy) vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2007 noch fulminante (relative) Renditen – während der MSCI World Index 7,6 Prozent verlor kamen die neun Fonds auf ein Plus zwischen 5,1 Prozent und 21,8 Prozent – drehte sich das Bild in diesem Jahr komplett.
AnlegerInnen verloren je nach Fonds zwischen 16,4 und 31,3 Prozent und damit jedenfalls mehr als der MSCI World Index mit immer noch sehr unerfreulichen -14,6 Prozent. Besonders die stark in den einbrechenden Solaraktien investierten Fonds mussten kurzfristig herbe Verluste hinnehmen. Unterm Strich liegen aber im Zeitraum 29.6.2007 bis 12.3.2008 immer noch alle neun Fonds über dem Ertrag des MSCI World Index.
„In unserem Fonds wurden alle Sektoren in Mitleidenschaft gezogen, am stärksten aber Solarwerte. Trotzdem bleiben wir bei unserer mittelfristigen Strategie und haben den Anteil von Solaraktien zuletzt sogar noch selektiv erhöht“, schildert Thiemo Lang, Fondsmanager des SAM Smart Energy, seine Strategie. „Denn fundamental läuft der gesamte Bereich der alternativen Energien weiterhin gut und der mittel- und langfristige Trend bleibt ungebrochen“, beruhigt der Experte, dessen beiden größten Einzelpositionen SunPower und Trina Solar sind.
„Aber die Zeit günstiger Energieressourcen ist eindeutig vorbei. Die jüngste Direktive der EU-Kommission, welche die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 um 20 Prozent reduzieren soll, beschleunigt diese Entwicklung zusätzlich“, so Lang auf einer Veranstaltung letzte Woche in Wien. Den Bereich erneuerbare Energien, welche neben Wind-, Hydro- und geothermische Energie auch alternative Brennstoffe und vor allem Solar umfasst, hat er seit Jahresbeginn sogar von 55 auf 70 Prozent des Portfolios erhöht.
Skeptisch ist er für den Bereich der Atomenergie. „Hier steht uns zukünftig kein Boom bevor, dagegen sprechen einfach die vielen gesellschaftlichen und politischen Hindernisse. Zudem ist das für Kraftwerke notwendige Uran 238 gar nicht unbegrenzt vorhanden“, bremst er vor allzu großen Erwartungen. Der bereits im September 2003 aufgelegte SAM Smart Energy Fonds kam seit damals auf einen jährlichen Ertrag von 12,1 Prozent. Den MSCI World Index (4,6 Prozent p.a.) schlug er damit deutlich. Auch unter Berücksichtigung der höheren Volatilität – 16,6 Prozent beim Fonds, 11,5 Prozent beim Index – hat der Fonds die Nase vorne. Die risikoadjustierte Rendite (Sharpe Ratio p.a.) liegt seit Auflage bei 0,5 und damit deutlich höher als der MSCI World Index mit 0,14.
Quelle: e-fundresearch.com
AnlegerInnen verloren je nach Fonds zwischen 16,4 und 31,3 Prozent und damit jedenfalls mehr als der MSCI World Index mit immer noch sehr unerfreulichen -14,6 Prozent. Besonders die stark in den einbrechenden Solaraktien investierten Fonds mussten kurzfristig herbe Verluste hinnehmen. Unterm Strich liegen aber im Zeitraum 29.6.2007 bis 12.3.2008 immer noch alle neun Fonds über dem Ertrag des MSCI World Index.
„In unserem Fonds wurden alle Sektoren in Mitleidenschaft gezogen, am stärksten aber Solarwerte. Trotzdem bleiben wir bei unserer mittelfristigen Strategie und haben den Anteil von Solaraktien zuletzt sogar noch selektiv erhöht“, schildert Thiemo Lang, Fondsmanager des SAM Smart Energy, seine Strategie. „Denn fundamental läuft der gesamte Bereich der alternativen Energien weiterhin gut und der mittel- und langfristige Trend bleibt ungebrochen“, beruhigt der Experte, dessen beiden größten Einzelpositionen SunPower und Trina Solar sind.
„Aber die Zeit günstiger Energieressourcen ist eindeutig vorbei. Die jüngste Direktive der EU-Kommission, welche die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 um 20 Prozent reduzieren soll, beschleunigt diese Entwicklung zusätzlich“, so Lang auf einer Veranstaltung letzte Woche in Wien. Den Bereich erneuerbare Energien, welche neben Wind-, Hydro- und geothermische Energie auch alternative Brennstoffe und vor allem Solar umfasst, hat er seit Jahresbeginn sogar von 55 auf 70 Prozent des Portfolios erhöht.
Skeptisch ist er für den Bereich der Atomenergie. „Hier steht uns zukünftig kein Boom bevor, dagegen sprechen einfach die vielen gesellschaftlichen und politischen Hindernisse. Zudem ist das für Kraftwerke notwendige Uran 238 gar nicht unbegrenzt vorhanden“, bremst er vor allzu großen Erwartungen. Der bereits im September 2003 aufgelegte SAM Smart Energy Fonds kam seit damals auf einen jährlichen Ertrag von 12,1 Prozent. Den MSCI World Index (4,6 Prozent p.a.) schlug er damit deutlich. Auch unter Berücksichtigung der höheren Volatilität – 16,6 Prozent beim Fonds, 11,5 Prozent beim Index – hat der Fonds die Nase vorne. Die risikoadjustierte Rendite (Sharpe Ratio p.a.) liegt seit Auflage bei 0,5 und damit deutlich höher als der MSCI World Index mit 0,14.
Quelle: e-fundresearch.com
14.3.08
(Umwelt) Kometenhafter Anstieg der Erneuerbaren Energien
Keine andere Wirtschaftsbranche wächst so schnell wie die erneuerbaren Energien und zwar weltweit. Das berichtet der neue Statusbericht des Netzwerkes REN21 für 2007. Im letzten Jahr wurden weltweit 240 Gigawatt (GW) aus erneuerbaren Quellen erzeugt - das ist gegenüber 2004 ein Wachstum um sagenhafte 50 Prozent.
Die "neuen Erneuerbaren" (kleine Wasserkraft, Biogasanlagen, Wind, Sonne und Bioenergie) haben 2006 bereits so viel Strom erzeugt wie ein Viertel der weltweiten Atomkraftwerke. Die alten großen Wasserkraftwerke decken allein 15 Prozent des weltweiten Strombedarfs.
Am dynamischsten wächst zur Zeit die Windenergie. Sie legte 2007 um 25 Prozent auf 95 Gigawatt zu. Die Photovoltaik wuchs 2007 um 50 Prozent – allerdings auf weit niedrigerem Niveau als die Windkraft. Auf über 1,5 Millionen Dächern sind Solarstromanlagen montiert. Solarthermische Kraftwerke liefern Raumwärme für 50 Millionen Haushalte - hauptsächlich in China. Die Solarwärmekapazität wuchs 2007 nur 19 Prozent auf 105 Gigawatt.
Quelle: www.ren21.net
Die "neuen Erneuerbaren" (kleine Wasserkraft, Biogasanlagen, Wind, Sonne und Bioenergie) haben 2006 bereits so viel Strom erzeugt wie ein Viertel der weltweiten Atomkraftwerke. Die alten großen Wasserkraftwerke decken allein 15 Prozent des weltweiten Strombedarfs.
Am dynamischsten wächst zur Zeit die Windenergie. Sie legte 2007 um 25 Prozent auf 95 Gigawatt zu. Die Photovoltaik wuchs 2007 um 50 Prozent – allerdings auf weit niedrigerem Niveau als die Windkraft. Auf über 1,5 Millionen Dächern sind Solarstromanlagen montiert. Solarthermische Kraftwerke liefern Raumwärme für 50 Millionen Haushalte - hauptsächlich in China. Die Solarwärmekapazität wuchs 2007 nur 19 Prozent auf 105 Gigawatt.
Quelle: www.ren21.net
5.3.08
(Finanzen) Bank Sarasin prognostiziert weiter hohe Solar-Wachstumsraten
Auch angesichts der derzeitigen Marktlage schätzt die Bank Sarasin den Bereich Erneuerbarer Energien weiterhin als wachstumsträchtig ein. Wie die Bank mitteilt, ist der globale Markt für Solarenergie 2007 um mehr als 40 Prozent gewachsen. Hinsichtlich des Investitionsvolumens und der Anlageperformance habe dieser Bereich bei den „sauberen Energien“ am besten abgeschnitten. Die Bank Sarasin rechnet für 2008 weiterhin mit einem globalen Wachstum von 40 bis 50 Prozent von 2,3 auf 3,5 Gigawatt (GW).
Auch für den Windmarkt seien die Aussichten ungebrochen gut. Wachstumsperspektiven von jährlich 25 Prozent unterstrichen dies. Biokraftstoffunternehmen würden dagegen weiter unter den hohen Rohstoffpreisen für Mais, Weizen sowie Pflanzenöle leiden. In diesem Bereich favorisiert die Bank Sarasin Investitionen in so genannte Zweit-Generation Biokraftstoffe oder den Einsatz von Biomasse. Außerdem hat die Bank neue Wachstumsmärkte wie Wellenenergie, Erdwärme, Solarwärme aber auch Technologien zur Energiespeicherung identifiziert.
Unterstützung erhalten die Erneuerbaren Energien der Einschätzung zufolge auch von staatlicher Seite. Verschiedene Regierungen setzten in den letzten Monaten klare positive Signale: So böten einige US-Staaten für Investitionen in Erneuerbare Energien attraktive Steuerersparnisse. Die neue australische Regierung habe erst im Dezember 2007 als erste Amtshandlung das Kyoto-Protokoll zur Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase unterzeichnet. Der aktuelle Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Förderung Erneuerbarer Energien schaffe zudem die Grundlage für 20 Prozent Erneuerbare Energien bis 2020 in der Europäischen Union. Diese politisch bindende Zielsetzung der EU fördere, so die Experten der Bank Sarasin, den Klimaschutz nachhaltig und präge maßgeblich die weiteren positiven Aussichten im Bereich der Erneuerbaren Energien.
Auch für den Windmarkt seien die Aussichten ungebrochen gut. Wachstumsperspektiven von jährlich 25 Prozent unterstrichen dies. Biokraftstoffunternehmen würden dagegen weiter unter den hohen Rohstoffpreisen für Mais, Weizen sowie Pflanzenöle leiden. In diesem Bereich favorisiert die Bank Sarasin Investitionen in so genannte Zweit-Generation Biokraftstoffe oder den Einsatz von Biomasse. Außerdem hat die Bank neue Wachstumsmärkte wie Wellenenergie, Erdwärme, Solarwärme aber auch Technologien zur Energiespeicherung identifiziert.
Unterstützung erhalten die Erneuerbaren Energien der Einschätzung zufolge auch von staatlicher Seite. Verschiedene Regierungen setzten in den letzten Monaten klare positive Signale: So böten einige US-Staaten für Investitionen in Erneuerbare Energien attraktive Steuerersparnisse. Die neue australische Regierung habe erst im Dezember 2007 als erste Amtshandlung das Kyoto-Protokoll zur Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase unterzeichnet. Der aktuelle Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Förderung Erneuerbarer Energien schaffe zudem die Grundlage für 20 Prozent Erneuerbare Energien bis 2020 in der Europäischen Union. Diese politisch bindende Zielsetzung der EU fördere, so die Experten der Bank Sarasin, den Klimaschutz nachhaltig und präge maßgeblich die weiteren positiven Aussichten im Bereich der Erneuerbaren Energien.
2.3.08
(Finanzen) Fauler Zauber mit sicheren Fonds
Zum Beispiel der Absolute-Return-Fonds der UBS. Er soll in jedem Fall eine Rendite erzielen - das gilt aber nur für die Grossbank selber.
«Anleihenportefeuille mit Absolute-Return-Ansatz: die optimale Plattform in jedem Zinsumfeld»: So bewirbt die Grossbank UBS ihren Anlagefonds UBS Absolute Return Bond. Weiter ist zu lesen, dass «das Verlustrisiko möglichst gering gehalten wird». Absolute Return - das bedeutet so viel wie: in jeder Marktsituation eine positive Rendite erwirtschaften. Die ideale Anlageform also für den sicherheitsbewussten Anleger, der sein Vermögen mindestens werterhaltend investieren möchte. Dafür kassiert die UBS eine stattliche jährliche Verwaltungsgebühr.
Seit einem Jahr steht der Fonds mit zehn Prozent im Minus. Er leidet an derselben Krankheit wie die UBS auch - an der US-Hypothekenkrise. Über 20 Prozent des Fondsvermögens sind in Hypothekenpapieren angelegt, dazu kommen weitere Obligationen mit schlechter Bonität. «Es muss zwar weiterhin mit schwankenden Phasen gerechnet werden, doch beurteilen wir die Zukunft optimistischer als 2007», sagt UBS -Sprecherin Tatjana Domke dem Beobachter.
Quelle: Beobachter vom 22.2.08
«Anleihenportefeuille mit Absolute-Return-Ansatz: die optimale Plattform in jedem Zinsumfeld»: So bewirbt die Grossbank UBS ihren Anlagefonds UBS Absolute Return Bond. Weiter ist zu lesen, dass «das Verlustrisiko möglichst gering gehalten wird». Absolute Return - das bedeutet so viel wie: in jeder Marktsituation eine positive Rendite erwirtschaften. Die ideale Anlageform also für den sicherheitsbewussten Anleger, der sein Vermögen mindestens werterhaltend investieren möchte. Dafür kassiert die UBS eine stattliche jährliche Verwaltungsgebühr.
Seit einem Jahr steht der Fonds mit zehn Prozent im Minus. Er leidet an derselben Krankheit wie die UBS auch - an der US-Hypothekenkrise. Über 20 Prozent des Fondsvermögens sind in Hypothekenpapieren angelegt, dazu kommen weitere Obligationen mit schlechter Bonität. «Es muss zwar weiterhin mit schwankenden Phasen gerechnet werden, doch beurteilen wir die Zukunft optimistischer als 2007», sagt UBS -Sprecherin Tatjana Domke dem Beobachter.
Quelle: Beobachter vom 22.2.08
27.2.08
(Umwelt) Umweltfreundlicher Solarstrom
Strom aus Solarzellen erspart der Atmosphäre im Vergleich zum Normalstrom fast 90 Prozent der schädlichen Emissionen.
Das berichtet ein Forscherteam um Vasilis Fthenakis vom Brookhaven National Laboratory der US-Regierung im Fachblatt "Environmental Science & Technology" der Amerikanischen Chemikalischen Gesellschaft ACS.
Die Wissenschaftler hatten in einer Ökobilanz untersucht, wie viel Treibhausgase, Schwermetalle, Stickoxide und Schwefeldioxid bei Produktion und 30 Jahren Betrieb verschiedener Photovoltaikmodule entstehen. Sie berücksichtigten auch die Gehäuse und Verkabelung der Module. Dabei stützen sie sich auf Abgasdaten 13 europäischer und amerikanischer Solarzellenhersteller aus den Jahren 2004 bis 2006.
Am besten schnitten in der Untersuchung Dünnschicht-Solarzellen aus Cadmium-Tellurid (Cd-Te-Zellen) ab. Über die Produktion und die auf 30 Jahre veranschlagte Lebensdauer gerechnet verursachen die Module beispielsweise 90 bis 300 Mal weniger giftiges Cadmium pro Kilowattstunde als ein Kohlekraftwerk mit optimal funktionierenden Filtern. Generell hätten Dünnschichtzellen trotz ihrer geringeren Stromausbeute eine bessere Bilanz als herkömmliche Silizium-Module, weil sie weniger Energie bei der Herstellung benötigten.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Photovoltaik-Techniken seien jedoch klein im Vergleich zu dem, was sie an Emissionen einsparen könnten. Mindestens 89 Prozent der Luftschadstoffe aus der gegenwärtigen Elektrizitätsproduktion könnten mit der Photovoltaik vermieden werden, schreiben die Autoren. Da die Techniken zur Solarzellenproduktion sowie die Energieausbeute der Module sich ständig verbessere, müsse diese Ökobilanz regelmäßig erneuert werden.
Quelle: VERIVOX 2008
Das berichtet ein Forscherteam um Vasilis Fthenakis vom Brookhaven National Laboratory der US-Regierung im Fachblatt "Environmental Science & Technology" der Amerikanischen Chemikalischen Gesellschaft ACS.
Die Wissenschaftler hatten in einer Ökobilanz untersucht, wie viel Treibhausgase, Schwermetalle, Stickoxide und Schwefeldioxid bei Produktion und 30 Jahren Betrieb verschiedener Photovoltaikmodule entstehen. Sie berücksichtigten auch die Gehäuse und Verkabelung der Module. Dabei stützen sie sich auf Abgasdaten 13 europäischer und amerikanischer Solarzellenhersteller aus den Jahren 2004 bis 2006.
Am besten schnitten in der Untersuchung Dünnschicht-Solarzellen aus Cadmium-Tellurid (Cd-Te-Zellen) ab. Über die Produktion und die auf 30 Jahre veranschlagte Lebensdauer gerechnet verursachen die Module beispielsweise 90 bis 300 Mal weniger giftiges Cadmium pro Kilowattstunde als ein Kohlekraftwerk mit optimal funktionierenden Filtern. Generell hätten Dünnschichtzellen trotz ihrer geringeren Stromausbeute eine bessere Bilanz als herkömmliche Silizium-Module, weil sie weniger Energie bei der Herstellung benötigten.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Photovoltaik-Techniken seien jedoch klein im Vergleich zu dem, was sie an Emissionen einsparen könnten. Mindestens 89 Prozent der Luftschadstoffe aus der gegenwärtigen Elektrizitätsproduktion könnten mit der Photovoltaik vermieden werden, schreiben die Autoren. Da die Techniken zur Solarzellenproduktion sowie die Energieausbeute der Module sich ständig verbessere, müsse diese Ökobilanz regelmäßig erneuert werden.
Quelle: VERIVOX 2008
20.2.08
(Umwelt) Genossenschaften mit Potential
Die Coop Genossenschaft Schweiz sorgt in diesen Tagen für Aufsehen mit einem Geschäftsergebnis, das die Konkurrenz alt aussehen lässt. So hält der Tages-Anzeiger vom 20.2.08 fest: «Coop ist 2007 erfolgreich weiter gewachsen und hat die Migros in der Dynamik erneut hinter sich gelassen.» Umsatz und Gewinn stiegen um sieben resp. 13 Prozent. Und das alles bei Preissenkungen für rund 800 Artikel.
Doch Coop ist nicht nur billig und davon soll hier auch nicht die Rede sein. Coop ist vielmehr und trotz seiner Billiglinie ein Unternehmen, das auf die Umwelt Rücksicht nimmt. Der Erfolg der nicht ganz so billigen Naturaplan-Linie steht dafür ebenso wie das jüngste Bekenntnis des zweitgrössten Detailhändlers, in 15 Jahren ein CO2-neutrales Unternehmen zu sein. Doppelseitige Anzeigen in verschiedenen Zeitungen, eine beispiellose Kampagne hierzulande, machen derzeit darauf aufmerksam: «Mit dieser Vision setzt Coop, Pionier und Schrittmacher in Sachen Nachhaltigkeit, einmal mehr ein Zeichen. Denn die Auswirkungen des Klimawandels werden immer bedrohlicher für die Umwelt, das verlangt nach Taten und nicht schönen Worten.»
So bekennt sich Coop zu einem Ziel, an dem sich das Unternehmen messen lässst. Schade nur, dass sich geneigte AnlegerInnen an einem solchen nicht auch finanziell beteiligen können. Aber: Sie können ihre Konsumentenmacht ausspielen – und schlicht und einfach die Einkäufe noch vermehrt bei Coop tätigen.
Eine Genossenschaft macht Furore in Sachen Nachhaltigkeit. Und vielleicht ist es eben kein Zufall, dass es eine Genossenschaft und keine Aktiengesellschaft ist.
Doch Coop ist nicht nur billig und davon soll hier auch nicht die Rede sein. Coop ist vielmehr und trotz seiner Billiglinie ein Unternehmen, das auf die Umwelt Rücksicht nimmt. Der Erfolg der nicht ganz so billigen Naturaplan-Linie steht dafür ebenso wie das jüngste Bekenntnis des zweitgrössten Detailhändlers, in 15 Jahren ein CO2-neutrales Unternehmen zu sein. Doppelseitige Anzeigen in verschiedenen Zeitungen, eine beispiellose Kampagne hierzulande, machen derzeit darauf aufmerksam: «Mit dieser Vision setzt Coop, Pionier und Schrittmacher in Sachen Nachhaltigkeit, einmal mehr ein Zeichen. Denn die Auswirkungen des Klimawandels werden immer bedrohlicher für die Umwelt, das verlangt nach Taten und nicht schönen Worten.»
So bekennt sich Coop zu einem Ziel, an dem sich das Unternehmen messen lässst. Schade nur, dass sich geneigte AnlegerInnen an einem solchen nicht auch finanziell beteiligen können. Aber: Sie können ihre Konsumentenmacht ausspielen – und schlicht und einfach die Einkäufe noch vermehrt bei Coop tätigen.
Eine Genossenschaft macht Furore in Sachen Nachhaltigkeit. Und vielleicht ist es eben kein Zufall, dass es eine Genossenschaft und keine Aktiengesellschaft ist.
15.2.08
(Umwelt) Windenergie-Weltmarkt boomt weiterhin
Nach der neuesten Statistik wurden 2007 weltweit gemäss Schätzungen des Global Wind Energy Council (GWEC) rund 20.000 MW an Windenergie-Kapazität installiert. Damit wuchs der Weltmarkt um rund 30 Prozent. "Der Zubau von rund 20.000 Megawatt in 2007 entspricht einem weltweiten Umsatz der Windindustrie im Neuanlagengeschäft von deutlich über 20 Milliarden Euro. An diesem riesigen Markt partizipieren die deutschen Hersteller und Zulieferer in hohem Maße. Das Exportgeschäft wird zunehmend zum wichtigsten Standbein für die deutsche Windindustrie", sagte Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems. Insgesamt betrug die deutsche Wertschöpfung in 2006 weltweit über 5,6 Milliarden Euro. Für 2007 werden im Neuanlagengeschäft 7,4 Milliarden Euro erwartet. "Rund 1,7 (2,3) Milliarden Euro wurden in Deutschland in neue Windturbinen investiert", so Hermann Albers, Präsident des BWE. "Der Inlandsmarkt kommt zunehmend unter Druck, weil auf der einen Seite steigende Rohstoff- und Energiepreise Windenergieanlagen verteuern und auf der anderen Seite die gesetzlich fixierte Vergütung für Windstrom in Deutschland jedes Jahr sinkt".
Insgesamt waren Ende 2007 in Deutschland 19.460 (18.685) Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 22.247 (20.622) MW installiert. Den größten Zuwachs verzeichneten 2007 die Bundesländer Niedersachsen (368 MW), Sachsen-Anhalt (253 MW) und Brandenburg (231 MW). "Noch liegt Deutschland mit an der Weltspitze, aber andere Länder holen in großen Schritten auf. Die Investitionen fließen in die Länder mit günstigeren Rahmenbedingungen. Um die führende Stellung der deutschen Windindustrie im weltweiten Wettlauf zu behaupten, ist ein stabiler Heimatmarkt von immenser Bedeutung. Deshalb müssen bei der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Rahmenbedingungen in Deutschland mit Weitsicht neu gesetzt werden", so Herdan weiter.
Ein wichtiger Baustein ist das Repowering: Der Ersatz von Windenergieanlagen der ersten Generationen durch moderne, effizientere Turbinen auf der gleichen Fläche. 2007 wurden 108 alte durch 45 neue Anlagen ersetzt. Trotz dieser Reduktion konnte die Gesamtleistung von 41 MW um den Faktor 2,5 auf 103 MW gesteigert werden. Allerdings machten diese Anlagen erst wenig mehr als sechs Prozent der Aufstellungen aus. "Das zeigt zum einen das riesige Potential des Repowerings für den Klimaschutz, aber auch, dass hier noch ausreichende Anreize fehlen", so Albers weiter. Für das Offshore-Segment stehen mit den Vorschlägen der Bundesregierung zur EEG-Novelle die Signale dagegen auf Grün. Zwar wurden auch 2007 noch keine Anlagen im Meer installiert, aber mehrere Projekte konkrekt angekündigt. "Wir müssen die Technologieführerschaft auf das Offshore-Geschäft ausdehnen. Die Rahmenbedingungen für die Offshore-Windenergie sind richtig gesetzt und Deutschland muss sich jetzt im Wettbewerb mit England und den skandinavischen Ländern behaupten", sagte Herdan.
Quelle: Bundesverband Wind Energie e.V. 2008
Insgesamt waren Ende 2007 in Deutschland 19.460 (18.685) Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 22.247 (20.622) MW installiert. Den größten Zuwachs verzeichneten 2007 die Bundesländer Niedersachsen (368 MW), Sachsen-Anhalt (253 MW) und Brandenburg (231 MW). "Noch liegt Deutschland mit an der Weltspitze, aber andere Länder holen in großen Schritten auf. Die Investitionen fließen in die Länder mit günstigeren Rahmenbedingungen. Um die führende Stellung der deutschen Windindustrie im weltweiten Wettlauf zu behaupten, ist ein stabiler Heimatmarkt von immenser Bedeutung. Deshalb müssen bei der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Rahmenbedingungen in Deutschland mit Weitsicht neu gesetzt werden", so Herdan weiter.
Ein wichtiger Baustein ist das Repowering: Der Ersatz von Windenergieanlagen der ersten Generationen durch moderne, effizientere Turbinen auf der gleichen Fläche. 2007 wurden 108 alte durch 45 neue Anlagen ersetzt. Trotz dieser Reduktion konnte die Gesamtleistung von 41 MW um den Faktor 2,5 auf 103 MW gesteigert werden. Allerdings machten diese Anlagen erst wenig mehr als sechs Prozent der Aufstellungen aus. "Das zeigt zum einen das riesige Potential des Repowerings für den Klimaschutz, aber auch, dass hier noch ausreichende Anreize fehlen", so Albers weiter. Für das Offshore-Segment stehen mit den Vorschlägen der Bundesregierung zur EEG-Novelle die Signale dagegen auf Grün. Zwar wurden auch 2007 noch keine Anlagen im Meer installiert, aber mehrere Projekte konkrekt angekündigt. "Wir müssen die Technologieführerschaft auf das Offshore-Geschäft ausdehnen. Die Rahmenbedingungen für die Offshore-Windenergie sind richtig gesetzt und Deutschland muss sich jetzt im Wettbewerb mit England und den skandinavischen Ländern behaupten", sagte Herdan.
Quelle: Bundesverband Wind Energie e.V. 2008
13.2.08
(Finanzen) Faber sieht überall nur Blasen
Die expansive US Geldpolitik seit 1999/2000 erzeugte enorme Liquidität und in vielen Sektoren und Regionen entstanden Blasen. Die negativen Folgen der heutigen Kreditverknappung und deren Auswirkungen auf die Anlagemärkte präsentierte Marc Faber zuletzt in Zürich. Faber, Managing Director der Marc Faber Limited, Hong Kong, und bekannter Börsenguru (www.gloomboomdoom.com): „Interessant ist, daß normalerweise Blasen in einem einzelnen Land oder in einem einzelnen Sektor entstehen – beispielsweise in Japan 1989 oder im TMT Sektor im Jahr 2000 – jedoch nicht in mehreren Bereichen gleichzeitig. Seit 2002 erleben wir jedoch in allen Anlageklassen entsprechende Anlageblasen, bis hin zu Kunst und sonstigen Sammlerobjekten.“
Im Mittelpunkt steht derzeit der Finanzsektor, der mit den Folgen der geplatzten US Immobilienblase zu kämpfen hat. Das Risiko steigender Inflation in Kombination mit einer möglichen Rezession mache fast alle klassischen Anlagekategorien unattraktiv. Die Ausnahme bilden Rohstoffe, Edelmetallen und selektiv auch kurzfristige Anleihen. Japanische Aktien beurteilt Faber auch positiv: „Die japanischen Unternehmen haben Schulden reduziert und die operativen Gewinne gesteigert.“
Nach Ansicht von Faber befinden sich große Teile der US Wirtschaft bereits in einer Rezession und der Federal Reserve bliebe keine Alternative als die Zinsen zu senken. Die Banken und Finanzinstitute sind derzeit dazu gezwungen, das Kreditwachstum zu reduzieren und die Risiken zu reduzieren. Dies wird nicht ohne Folgen für die Realwirtschaft bleiben können. Den Ölpreis sieht Faber langfristig ansteigend. „In Asien leben derzeit 3,6 Milliarden Menschen und sie verbrauchen aktuell soviel Öl wie die USA mit 300 Millionen Einwohnern“, erklärt Faber. Wenn man die starke Nachfrage nach Automobilen in China und Indien berücksichtigt, sind die Anzeichen für steigende Ölpreise sehr deutlich – auch wenn nach Ansicht von Faber der Ölpreis auch kurzfristig noch auf rund 70 USD korrigieren könnte.
Die guten Aussichten für Agrar-Rohstoffe und andere physische Rohstoffe lassen nach Ansicht von Faber die Investition in Plantagen und landwirtschaftlichen Flächen sinnvoll erscheinen. Faber: „Anstatt in der City of London Immobilien zu kaufen würde ich landwirtschaftliche Flächen und Betriebe empfehlen. Das Problem ist nur, daß man dann auch Traktor fahren lernen sollte. Landwirtschaftliche Produkte sind heute real gesehen tief bewertet.“
Kritiker der Verschuldungspolitik der USA prognostizieren einen starken Verfall des US Dollars und dazu müssen sie sich noch gar nicht zu den fundamentale Kritikern des heutigen Papiergeldsystems zählen. Diese Gruppe wiederholt immer wieder das bekannte Voltaire-Zitat, wonach Papiergeld früher oder später zu seinem inneren Wert – Null – zurückkehren sollte. Marc Faber gehört zu jenen Experten, die ebenfalls von einem starken Wertverfall des US Dollars ausgehen und Gold als Alternative zur Absicherung betrachten. Faber: „Es gibt ein unbeschränktes Angebot an Papiergeld – aber nur ein begrenztes Angebot an Gold, Silber und Platin.“
Quelle: http://ch.e-fundresearch.com
Im Mittelpunkt steht derzeit der Finanzsektor, der mit den Folgen der geplatzten US Immobilienblase zu kämpfen hat. Das Risiko steigender Inflation in Kombination mit einer möglichen Rezession mache fast alle klassischen Anlagekategorien unattraktiv. Die Ausnahme bilden Rohstoffe, Edelmetallen und selektiv auch kurzfristige Anleihen. Japanische Aktien beurteilt Faber auch positiv: „Die japanischen Unternehmen haben Schulden reduziert und die operativen Gewinne gesteigert.“
Nach Ansicht von Faber befinden sich große Teile der US Wirtschaft bereits in einer Rezession und der Federal Reserve bliebe keine Alternative als die Zinsen zu senken. Die Banken und Finanzinstitute sind derzeit dazu gezwungen, das Kreditwachstum zu reduzieren und die Risiken zu reduzieren. Dies wird nicht ohne Folgen für die Realwirtschaft bleiben können. Den Ölpreis sieht Faber langfristig ansteigend. „In Asien leben derzeit 3,6 Milliarden Menschen und sie verbrauchen aktuell soviel Öl wie die USA mit 300 Millionen Einwohnern“, erklärt Faber. Wenn man die starke Nachfrage nach Automobilen in China und Indien berücksichtigt, sind die Anzeichen für steigende Ölpreise sehr deutlich – auch wenn nach Ansicht von Faber der Ölpreis auch kurzfristig noch auf rund 70 USD korrigieren könnte.
Die guten Aussichten für Agrar-Rohstoffe und andere physische Rohstoffe lassen nach Ansicht von Faber die Investition in Plantagen und landwirtschaftlichen Flächen sinnvoll erscheinen. Faber: „Anstatt in der City of London Immobilien zu kaufen würde ich landwirtschaftliche Flächen und Betriebe empfehlen. Das Problem ist nur, daß man dann auch Traktor fahren lernen sollte. Landwirtschaftliche Produkte sind heute real gesehen tief bewertet.“
Kritiker der Verschuldungspolitik der USA prognostizieren einen starken Verfall des US Dollars und dazu müssen sie sich noch gar nicht zu den fundamentale Kritikern des heutigen Papiergeldsystems zählen. Diese Gruppe wiederholt immer wieder das bekannte Voltaire-Zitat, wonach Papiergeld früher oder später zu seinem inneren Wert – Null – zurückkehren sollte. Marc Faber gehört zu jenen Experten, die ebenfalls von einem starken Wertverfall des US Dollars ausgehen und Gold als Alternative zur Absicherung betrachten. Faber: „Es gibt ein unbeschränktes Angebot an Papiergeld – aber nur ein begrenztes Angebot an Gold, Silber und Platin.“
Quelle: http://ch.e-fundresearch.com
25.1.08
(Finanzen) Karnevalsscherz oder Etikettenschwindel
Welche Aktiengesellschaften sind vorbildliche Nachhaltigkeitsunternehmen? Der Windturbinenbauer Gamesa, der Chemiekonzern Henkel mit seiner starken Öko-Bilanz, der Versorger Scottish & Southern mit seinem Erneuerbare Energien Portfolio? Oder die Skandalnudel Nestle, die Fluggesellschaft Air France, der Atomkraftwerke ausrüstende Megakonzern General Electric? Falsch geraten! Nur die Letztgenannten zählen zu den 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt. Zumindest nach Einschätzung der Initiatoren eines Rankings, das jetzt auf dem Weltwirtschaftforum in Davos vorgestellt wurde. Zum nunmehr vierten Mal haben die auf Nachhaltigkeitsanalysen spezialisierte Innovest und das kanadische Fachmagazin für Nachhaltigkeit, Corporate Knights Magazine, dort ihre Auswahl präsentiert. Sie erscheint von Jahr zu Jahr fragwürdiger.
Laut den Initiatoren werden für ihre Auswahl weltweit rund 2000 börsengelistete Blue-Chip-Unternehmen auf ihre Nachhaltigkeitsleistung hin untersucht. Ausgewählt würden die hinsichtlich der Aspekte Umwelt, sozialer Verantwortung und Corporate Governance Nachhaltigkeitsbesten ihrer Branche. Mit ihrer „vorbildlich und konsequent durchgeführten Nachhaltigkeitsstrategie“, so ihre Darstellung, seien die Aktien dieser Gesellschaften ein zu empfehlendes nachhaltiges Investment. Konkrete Begründungen für die Aufnahme in die Liste oder den Ausschluss von einzelnen Unternehmen waren von den Initiatoren bislang nicht zu erhalten.
Die Auswahl der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt nennt 25 Firmen aus Großbritannien, 16 haben ihren Sitz in den USA und 13 in Japan. Aus Deutschland, Weltmeister in Sachen Erneuerbarer Energie und Umwelttechnologie, wo selbst umstrittene Energiekonzerne wie RWE und E.ON verstärkt auf Umwelttechnologie setzen und der DAX-Primus Allianz Hunderte Millionen Euro in Erneuerbare Energien investiert, schafften es nur sechs Firmen in die Auswahl. Darunter mit SAP, Fresenius Medical Care AG und der Deutsche Börse AG drei der wenigen Gesellschaften aus dem DAX, die in ihren Geschäftsberichten keinerlei Angaben über Klimaschutzaspekte machen (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 22. Mai ). Die übrigen drei sind adidas, BASF und die Deutsche Post AG. Henkel war bislang in der Auswahl vertreten, ist nun aber herausgenommen worden.
Ebenfalls herausgeflogen ist neben Scottish & Southern und Gamesa zum Beispiel Google, obwohl der Suchmaschinenanbieter als vorbildlicher Arbeitgeber gilt und erst vor kurzem ein umfassendes Investitionsprogramm für alternative Energieerzeugung ankündigt. Auch der Nestlekonzern, kritisiert unter anderem für den Einsatz von Gentechnik in Lebensmitteln, schaffte es als Neuaufnahme in die Auswahl.
Quelle: www.ecoreporter.de
Laut den Initiatoren werden für ihre Auswahl weltweit rund 2000 börsengelistete Blue-Chip-Unternehmen auf ihre Nachhaltigkeitsleistung hin untersucht. Ausgewählt würden die hinsichtlich der Aspekte Umwelt, sozialer Verantwortung und Corporate Governance Nachhaltigkeitsbesten ihrer Branche. Mit ihrer „vorbildlich und konsequent durchgeführten Nachhaltigkeitsstrategie“, so ihre Darstellung, seien die Aktien dieser Gesellschaften ein zu empfehlendes nachhaltiges Investment. Konkrete Begründungen für die Aufnahme in die Liste oder den Ausschluss von einzelnen Unternehmen waren von den Initiatoren bislang nicht zu erhalten.
Die Auswahl der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt nennt 25 Firmen aus Großbritannien, 16 haben ihren Sitz in den USA und 13 in Japan. Aus Deutschland, Weltmeister in Sachen Erneuerbarer Energie und Umwelttechnologie, wo selbst umstrittene Energiekonzerne wie RWE und E.ON verstärkt auf Umwelttechnologie setzen und der DAX-Primus Allianz Hunderte Millionen Euro in Erneuerbare Energien investiert, schafften es nur sechs Firmen in die Auswahl. Darunter mit SAP, Fresenius Medical Care AG und der Deutsche Börse AG drei der wenigen Gesellschaften aus dem DAX, die in ihren Geschäftsberichten keinerlei Angaben über Klimaschutzaspekte machen (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 22. Mai ). Die übrigen drei sind adidas, BASF und die Deutsche Post AG. Henkel war bislang in der Auswahl vertreten, ist nun aber herausgenommen worden.
Ebenfalls herausgeflogen ist neben Scottish & Southern und Gamesa zum Beispiel Google, obwohl der Suchmaschinenanbieter als vorbildlicher Arbeitgeber gilt und erst vor kurzem ein umfassendes Investitionsprogramm für alternative Energieerzeugung ankündigt. Auch der Nestlekonzern, kritisiert unter anderem für den Einsatz von Gentechnik in Lebensmitteln, schaffte es als Neuaufnahme in die Auswahl.
Quelle: www.ecoreporter.de
23.1.08
(Finanzen) Nachhaltig oder was?
Nachhaltiger Konsum ist der neue Mega-Hype, so der Befund vieler NachhaltigkeitsanalystInnen, die mit dem so genannten LOHAS-Phänomen hausieren. Noch so ein Fremdwortmonster also, das die Sustainability-Szenerie bereichert: Es steht für Lifestyle of Sustainability and Health – also für den nachhaltigen und gesunden, aber auch genussvollen Lebensstil einer stets grösseren kaufkräftigen Bevölkerungsgruppe. Diese leistet sich gut und gerne allerlei Produkte, die mit dem Etikett der Nachaltigkeit – oder eben der Sustainability – versehen, der Kundschaft auch viel Geld aus der Tasche ziehen. So viel auf jeden Fall, dass beispielsweise die Branche biologisch erzeugter Lebensmittel in ganz Europa wiederholt jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich aufweist.
Bildet das LOHAS-Phänomen die Basis für eine erfolgversprechende Finanzanlage? Welche Bereiche dafür in Frage kommen, verdeutlichte eine Veranstaltung der Zürcher Ratingagentur Inrate. Ein Grossteil der Haushaltausgaben geht demnach drauf für Ernährung, Behausung und Energie, Kommunikation im weitesten Sinne sowie Schönheit und Mode. Immer beliebter sind Produkte, die auf nachhaltige Art und Weise die entsprechendene Bedürfnisse befriedigen – etwa jene des Computer-Giganten HP mit einem besonders nachhaltigen Produktionsprozess, des Schweizer Geräteherstellers Schulthess mit den effizienten Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen, des britischen Detailhändlers Tesco mit einem transparenten und vielfältigen Produkteangebot und der schwedischen Kosmetikfirma Oriflame, die über ein umfassendes Recycling-System verfügt.
In der Zeit allgemein rückläufiger Aktienkurse mag man oder frau sich kaum für Wertpapierkäufe erwärmen, auch nicht für nachhaltige, die teils sogar besonders schmerzlich vom Crash in Raten betroffen sind. Dennoch scheint Vertrauen angebracht, so zumindest die Meinung von Paola Ghillani, die hierzulande unter anderem der fair gehandelten Banane zum Durchbruch verhalf. Sie sieht den Schlüssel bei einer bewussten Konsumentenschaft, die sich mit den richtigen Informationen versorgt und dank ihrer machtvollen Nachfrage den nachhaltigen Produkten den nötigen Schub geben wird. Die Hersteller ebendieser werden an bereits erzielten Erfolgen anknüpfen, der Wiederaufschwung an der Aktienfront nicht ausbleiben. Dabei könnten sich gemäss Ghillani insbesondere Schweizer Produkte und Produzenten einen schönen Teil des nachhaltigen Erfolgskuchens sichern könnten, wenn sie nur wollten.
Bildet das LOHAS-Phänomen die Basis für eine erfolgversprechende Finanzanlage? Welche Bereiche dafür in Frage kommen, verdeutlichte eine Veranstaltung der Zürcher Ratingagentur Inrate. Ein Grossteil der Haushaltausgaben geht demnach drauf für Ernährung, Behausung und Energie, Kommunikation im weitesten Sinne sowie Schönheit und Mode. Immer beliebter sind Produkte, die auf nachhaltige Art und Weise die entsprechendene Bedürfnisse befriedigen – etwa jene des Computer-Giganten HP mit einem besonders nachhaltigen Produktionsprozess, des Schweizer Geräteherstellers Schulthess mit den effizienten Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen, des britischen Detailhändlers Tesco mit einem transparenten und vielfältigen Produkteangebot und der schwedischen Kosmetikfirma Oriflame, die über ein umfassendes Recycling-System verfügt.
In der Zeit allgemein rückläufiger Aktienkurse mag man oder frau sich kaum für Wertpapierkäufe erwärmen, auch nicht für nachhaltige, die teils sogar besonders schmerzlich vom Crash in Raten betroffen sind. Dennoch scheint Vertrauen angebracht, so zumindest die Meinung von Paola Ghillani, die hierzulande unter anderem der fair gehandelten Banane zum Durchbruch verhalf. Sie sieht den Schlüssel bei einer bewussten Konsumentenschaft, die sich mit den richtigen Informationen versorgt und dank ihrer machtvollen Nachfrage den nachhaltigen Produkten den nötigen Schub geben wird. Die Hersteller ebendieser werden an bereits erzielten Erfolgen anknüpfen, der Wiederaufschwung an der Aktienfront nicht ausbleiben. Dabei könnten sich gemäss Ghillani insbesondere Schweizer Produkte und Produzenten einen schönen Teil des nachhaltigen Erfolgskuchens sichern könnten, wenn sie nur wollten.
17.1.08
(Finanzen) Die Fonds des Jahres 2007
Die meisten nachhaltigen Aktienfonds taten sich schwer mit dem letzten Monat des Jahres 2007: 37 von 85 Fonds der Auswertung der Datenbank ECOfondsreporter landeten im Minus. Weitere 18 steigerten den Anteilswert um weniger als ein Prozent; 12 legten zwischen einem und zwei Prozent zu, mehr als fünf Prozent Plus verbuchten nur sechs Produkte. Plus 12,06 Prozent erwirtschaftete der Überraschungssieger im Dezember, der Dr. Höller Prime Elements Fund Fire Luxemburger Kapitalanlagegesellschaft (KAG) IPConcept Fund Management S.A.. Das Management des Fonds liegt bei der Züricher Dr. Höller Vermögensverwaltung GmbH, er ist erst seit dem 31. Mai 2007 in Deutschland erhältlich. Der Fonds kauft schwerpunktmäßig Aktien aus Bereichen der Erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Geothermie, Solarenergie, Biomasse und Windenergie. Das Portfolio setzt sich nach Angaben der KAG aus 40 bis 50 überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen weltweit zusammen. Ziel sei es, besonders innovationsstarke Titel zu finden. Die zehn größten Aktienpositionen des Fonds waren Ende Dezember: Die Solarunternehmen First Solar Inc. (5,39 Prozent), Suntech Power Hldgs. Co. Ltd. (4,67 Prozent), Canadian Solar Inc. (4,19 Prozent), Renesola Ltd. (3,97 Prozent), JA Solar Holdings Co. Ltd. (3,71 Prozent), Yingli Green En. Hdlg. Co. Ltd. (3,33 Prozent), Q-Cells AG (3,22 Prozent) und Hoku Scientific Inc. (2,75 Prozent). Mit 2,82 Prozent war der finnische Stromkonzern Fortum OYI vertreten, die Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG mit 2,74 Prozent.
Auf Jahressicht waren häufig Fonds erfolgreich, die stark in Umwelttechnologie und Erneuerbare Energien investiert haben. Der Spitzenreiter war 2007 der Allianz-dit Global EcoTrends der Frankfurter Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft (KAG). Mit einem Wertzuwachs von 53,08 Prozent ist er der Fonds des Jahres 2007. Das Fondsvermögen hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt, von 382,42 Millionen Euro Ende 2006 auf 827,87 Millionen Euro Ende Dezember 2007. Der Allianz-dit Global EcoTrends ist damit der fünftgrößte nachhaltige Aktienfonds in Deutschland.
Die zehn größten Positionen des Fonds kommen sämtlich aus der Wind-, und Solarenergiebranche, zusammen machen sie gut 53 Prozent des Fondsvermögens aus. Zu Ende Dezember hat sich die Gewichtung gegenüber dem Vormonat (Werte in Klammern) deutlich verändert. Den größten Anteil hatten Aktien des dänischen Weltmarktführers bei Windkraftanlagen Vestas Wind Systems A/S mit 9,85 Prozent (6,91), gefolgt von der chinesischen Solarmodulproduzentin Suntech Power Holdings Co, Ltd. mit 7,94 Prozent (6,74), dem des US-amerikanischen Hersteller von Dünnschichtsolarzellen First Solar Inc. mit 7,27 Prozent (8,84), dem spanischen Windanlagenbauer Gamesa Corporation Tecnologica SA mit 5,91 Prozent (5,67), dem norwegischen Siliziumhersteller Renewable Energy Corporation mit 4,48 Prozent (8,11), der US-Entsorgungsspezialistin Stericycle Inc. mit 4,36 Prozent (2,68), der deutschen Solarzellenherstellerin Q-Cells AG mit 3,84 Prozent (3,96), dem indischen Windturbinenproduzenten Suzlon Energy Ltd mit 3,56 Prozent (4,79), der US-amerikanischen Solarzellenproduzentin Sunpower Corp mit 2,96 Prozent (2,92) und dem chinesischen Solarunternehmen Yingli Green Energy Holding mit 2,80 Prozent (1,68).
Die drei besten nachhaltigen Aktienfonds der letzten drei Jahre waren Ende 2007 der Espa WWF Stock Umwelt mit 94,41 Prozent Plus, der UBS (Lux) Equity Fund - Global Innovators B mit 94,15 Prozent Plus und der Pioneer Funds - Global Ecology mit plus 87,18 Prozent.
Auf Sicht von fünf Jahren liegen dieselben Fonds vorn, allerdings in anderer Reihenfolge: UBS (Lux) Equity Fund - Global Innovators B (plus 175,17 Prozent), Pioneer Funds - Global Ecology (plus 145,75 Prozent), Espa WWF Stock Umwelt (plus 126,87 Prozent).
Quelle: www.ecoreporter.de
Auf Jahressicht waren häufig Fonds erfolgreich, die stark in Umwelttechnologie und Erneuerbare Energien investiert haben. Der Spitzenreiter war 2007 der Allianz-dit Global EcoTrends der Frankfurter Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft (KAG). Mit einem Wertzuwachs von 53,08 Prozent ist er der Fonds des Jahres 2007. Das Fondsvermögen hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt, von 382,42 Millionen Euro Ende 2006 auf 827,87 Millionen Euro Ende Dezember 2007. Der Allianz-dit Global EcoTrends ist damit der fünftgrößte nachhaltige Aktienfonds in Deutschland.
Die zehn größten Positionen des Fonds kommen sämtlich aus der Wind-, und Solarenergiebranche, zusammen machen sie gut 53 Prozent des Fondsvermögens aus. Zu Ende Dezember hat sich die Gewichtung gegenüber dem Vormonat (Werte in Klammern) deutlich verändert. Den größten Anteil hatten Aktien des dänischen Weltmarktführers bei Windkraftanlagen Vestas Wind Systems A/S mit 9,85 Prozent (6,91), gefolgt von der chinesischen Solarmodulproduzentin Suntech Power Holdings Co, Ltd. mit 7,94 Prozent (6,74), dem des US-amerikanischen Hersteller von Dünnschichtsolarzellen First Solar Inc. mit 7,27 Prozent (8,84), dem spanischen Windanlagenbauer Gamesa Corporation Tecnologica SA mit 5,91 Prozent (5,67), dem norwegischen Siliziumhersteller Renewable Energy Corporation mit 4,48 Prozent (8,11), der US-Entsorgungsspezialistin Stericycle Inc. mit 4,36 Prozent (2,68), der deutschen Solarzellenherstellerin Q-Cells AG mit 3,84 Prozent (3,96), dem indischen Windturbinenproduzenten Suzlon Energy Ltd mit 3,56 Prozent (4,79), der US-amerikanischen Solarzellenproduzentin Sunpower Corp mit 2,96 Prozent (2,92) und dem chinesischen Solarunternehmen Yingli Green Energy Holding mit 2,80 Prozent (1,68).
Die drei besten nachhaltigen Aktienfonds der letzten drei Jahre waren Ende 2007 der Espa WWF Stock Umwelt mit 94,41 Prozent Plus, der UBS (Lux) Equity Fund - Global Innovators B mit 94,15 Prozent Plus und der Pioneer Funds - Global Ecology mit plus 87,18 Prozent.
Auf Sicht von fünf Jahren liegen dieselben Fonds vorn, allerdings in anderer Reihenfolge: UBS (Lux) Equity Fund - Global Innovators B (plus 175,17 Prozent), Pioneer Funds - Global Ecology (plus 145,75 Prozent), Espa WWF Stock Umwelt (plus 126,87 Prozent).
Quelle: www.ecoreporter.de
6.1.08
(Finanzen) Glänzendes Börsenjahr 07 für regenerative Aktien
Das Jahr 2007 hat den Anlegern nachhaltiger Investments hohe Kursgewinne beschert. Das weltweite Börsenbarometer für regenerative Energien, der RENIXX World, stieg im abgelaufenen Jahr um 107,3 Prozent (2006: + 42,2 Prozent) auf den Schlussstand von 1918,71 Punkten, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. „Die Öl- und Gaspreise sowie die Sorge um das Weltklima dürften auch 2008 der entscheidende Treibsatz für die Kursentwicklung sein“, sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Die 30 internationalen Unternehmen im RENIXX werden nach der turnusmäßigen Neugewichtung aktuell mit 135 Milliarden Euro an der Börse bewertet, vor einem halben Jahr waren es erst 74 Milliarden Euro.
Mit zehn der insgesamt 30 internationalen RENIXX-Aktien konnten Anleger im Jahr 2007 Kursgewinne von mehr als 100 Prozent erzielen, vor allem mit Titeln aus der internationalen Solarbranche. Den höchsten Kursgewinn 2007 erzielte das amerikanische Solarunternehmen First Solar (+ 714,1 %), vor der chinesischen JA Solar (+273,8%), Sunpower (250,8%), Yingli (235 %), Solon (+204,4%) und Q-Cells (+186,5%). Von den Windaktien erreichte Nordex ein Kursplus von 129,5%, vor dem dänischen Hersteller Vestas (123,8%). Die schwächste Performance im RENIXX verzeichnete 2007 die EnviTec Aktie mit einem Kursverlust von 52,3%, vor den Aktien der amerikanischen Bioethanol-Anbieter Aventine (-51,6%) und Pacific Ethanol (-51,5%) sowie der Conergy Aktie (-48,1%).
Zum Jahreswechsel 2007/2008 wurden im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung auf der Basis der Börsenkapitalisierung Änderungen in der RENIXX-Zusammensetzung vorgenommen. Neu in den RENIXX World aufgestiegen sind der spanische Windprojektierer Iberdrola Renovables, der britisch-amerikanische Windkraftanlagenhersteller Clipper, der taiwanesische Solarzellen-Hersteller Motech, das chinesische Solarunternehmen Solarfun Power, der Solar-Equipment-Hersteller Meyer Burger aus der Schweiz und der deutsche Biogasanlagen-Hersteller Schmack Biogas. Aus dem RENIXX abgestiegen sind die Solaranbieter Conergy, Ersol und Renesola, der Bioethanol-Produzent Aventine, der Biogasanlagen-Hersteller EnviTec Biogas sowie der Brennstoffzellen-Anbieter Plug Power.
Der RENIXX® (Renwable Energy Industrial Index) World wurde vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) im Jahr 2005/2006 konzipiert und ist der erste weltweite Branchen-Aktienindex für erneuerbare Energien, der die Performance von Unternehmen der globalen Regenerativen Energiewirtschaft abbildet.
Quelle: IWR 2008
Mit zehn der insgesamt 30 internationalen RENIXX-Aktien konnten Anleger im Jahr 2007 Kursgewinne von mehr als 100 Prozent erzielen, vor allem mit Titeln aus der internationalen Solarbranche. Den höchsten Kursgewinn 2007 erzielte das amerikanische Solarunternehmen First Solar (+ 714,1 %), vor der chinesischen JA Solar (+273,8%), Sunpower (250,8%), Yingli (235 %), Solon (+204,4%) und Q-Cells (+186,5%). Von den Windaktien erreichte Nordex ein Kursplus von 129,5%, vor dem dänischen Hersteller Vestas (123,8%). Die schwächste Performance im RENIXX verzeichnete 2007 die EnviTec Aktie mit einem Kursverlust von 52,3%, vor den Aktien der amerikanischen Bioethanol-Anbieter Aventine (-51,6%) und Pacific Ethanol (-51,5%) sowie der Conergy Aktie (-48,1%).
Zum Jahreswechsel 2007/2008 wurden im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung auf der Basis der Börsenkapitalisierung Änderungen in der RENIXX-Zusammensetzung vorgenommen. Neu in den RENIXX World aufgestiegen sind der spanische Windprojektierer Iberdrola Renovables, der britisch-amerikanische Windkraftanlagenhersteller Clipper, der taiwanesische Solarzellen-Hersteller Motech, das chinesische Solarunternehmen Solarfun Power, der Solar-Equipment-Hersteller Meyer Burger aus der Schweiz und der deutsche Biogasanlagen-Hersteller Schmack Biogas. Aus dem RENIXX abgestiegen sind die Solaranbieter Conergy, Ersol und Renesola, der Bioethanol-Produzent Aventine, der Biogasanlagen-Hersteller EnviTec Biogas sowie der Brennstoffzellen-Anbieter Plug Power.
Der RENIXX® (Renwable Energy Industrial Index) World wurde vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) im Jahr 2005/2006 konzipiert und ist der erste weltweite Branchen-Aktienindex für erneuerbare Energien, der die Performance von Unternehmen der globalen Regenerativen Energiewirtschaft abbildet.
Quelle: IWR 2008
4.1.08
(Umwelt) Vom Sinn eines hohen Erdölpreises
Anfangs 2008 erreichte der Ölpreis erstmals das Niveau von rund 100$ pro Fass. Zum wiederholten Mal stellt sich die Welt die Frage, ob ein derart hoher Preis zur Bedrohung für die Weltkonjunktur würde. Doch ist die damit erreichte Höhe eher Segen denn Fluch, von einer den den 70er Jahren ähnlichen Beeinträchtigung des Wachstums kann nicht die Rede sein. Denn die früheren Preisschübe waren ungleich heftiger. Der Ölpreis erhöhte sich in den frühen 70er Jahren von 10 auf 45 $ für die angegebene Masseinheit, stieg also um mehr als das Vierfache. Auch die anfangs der 80er Jahre zu konstatierende Preisverdoppelung war wesentlich einscheidender. Inflationsbereinigt hat der Ölpreis erst mit seinen aktuell 100$ die damalige Höchstgrenze überschritten (inflationsbereinigt 90$).
Sodann spielt das Öl für die Weltwirtschaft unterdessen eine weniger zentrale Rolle als damals. Erdgas ist in noch weit grösseren Mengen vorrätig, andere Energiequellen haben ihre Bedeutung aufrecht erhalten oder gar vergrössert (Kohle bei aller Umweltproblematik, Holz, Wasser). Und noch viel wichtiger: Unterdessen sind Alternativen ins Blickfeld gerückt, die eine Ablösung des fossilen Zeitalters als möglich erscheinen lassen. Das hat schon der deutsche Umweltjournalist Franz Alt eindrücklich belegt in seinen diversen Schriften wie etwa «Die Sonne schickt uns keine Rechnung».
Realistisch ist ein Ablöseszenario unterdessen vor allem, weil viele wirtschaftlich bereits rentable Projekte die Zukunftsfähigkeit der neuen Energien belegen. Windenergie ist ebenso nahe der Rentabilitätsschwelle wie die Biomasse, der Solarenergie wird in bereits wenigen Jahren Gleiches prognostiziert. Grosses Potenzial steckt in der Nutzung der Biomasse, die insbesondere wegen ihrer Grundlastfähigkeit sehr wertvoll ist (also mangelnde Winde oder fehlenden Sonnenschein auszugleichen vermag. Gleiches gilt für die Erdwärme (Geothermie), die trotz zwischenzeitlicher Schwierigkeiten vielleicht gar das allergrösste Potenzial aufweist. Je steiler der Anstieg des Erdölpreises, um so schneller werden alle diese Alternativen wirtschaftlich und die Ablösung des Erdöls als zentraler Energieträger realistisch. Also keine Angst vor einem Fasspreis von 200$, den das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung unlängst prognostizierte!
Sodann spielt das Öl für die Weltwirtschaft unterdessen eine weniger zentrale Rolle als damals. Erdgas ist in noch weit grösseren Mengen vorrätig, andere Energiequellen haben ihre Bedeutung aufrecht erhalten oder gar vergrössert (Kohle bei aller Umweltproblematik, Holz, Wasser). Und noch viel wichtiger: Unterdessen sind Alternativen ins Blickfeld gerückt, die eine Ablösung des fossilen Zeitalters als möglich erscheinen lassen. Das hat schon der deutsche Umweltjournalist Franz Alt eindrücklich belegt in seinen diversen Schriften wie etwa «Die Sonne schickt uns keine Rechnung».
Realistisch ist ein Ablöseszenario unterdessen vor allem, weil viele wirtschaftlich bereits rentable Projekte die Zukunftsfähigkeit der neuen Energien belegen. Windenergie ist ebenso nahe der Rentabilitätsschwelle wie die Biomasse, der Solarenergie wird in bereits wenigen Jahren Gleiches prognostiziert. Grosses Potenzial steckt in der Nutzung der Biomasse, die insbesondere wegen ihrer Grundlastfähigkeit sehr wertvoll ist (also mangelnde Winde oder fehlenden Sonnenschein auszugleichen vermag. Gleiches gilt für die Erdwärme (Geothermie), die trotz zwischenzeitlicher Schwierigkeiten vielleicht gar das allergrösste Potenzial aufweist. Je steiler der Anstieg des Erdölpreises, um so schneller werden alle diese Alternativen wirtschaftlich und die Ablösung des Erdöls als zentraler Energieträger realistisch. Also keine Angst vor einem Fasspreis von 200$, den das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung unlängst prognostizierte!
28.12.07
(Umwelt) Eine Million Kilowattstunden Solarstrom vom Berner Stade de Suisse
Das Sonnenkraftwerk auf dem Stade de Suisse in Bern hat im zu Ende gehenden Jahr 1 Million Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produziert. Die Zunahme um 20 Prozent gegenüber 2006 entspricht dem im August abgeschlossenen Ausbau der Anlage.
Die Zusatzproduktion sei bereits weitgehend ausverkauft, meldete die BKW Energie AG als Betreiberin der Anlage. Das Sonnenkraftwerk auf dem Mont Soleil im Berner Jura kam mit 560 000 kWh auf eine Produktion im mehrjährigen Durchschnitt. Bei der Anlage auf dem Stade de Suisse handelt es sich laut BKW um das weltgrösste stadionintegrierte Sonnenkraftwerk. Seine Produktion von 1 Mio. kWh könnte den Jahresverbrauch von 300 Haushalten decken.
Quelle: SDA / www.bluewin.ch
Die Zusatzproduktion sei bereits weitgehend ausverkauft, meldete die BKW Energie AG als Betreiberin der Anlage. Das Sonnenkraftwerk auf dem Mont Soleil im Berner Jura kam mit 560 000 kWh auf eine Produktion im mehrjährigen Durchschnitt. Bei der Anlage auf dem Stade de Suisse handelt es sich laut BKW um das weltgrösste stadionintegrierte Sonnenkraftwerk. Seine Produktion von 1 Mio. kWh könnte den Jahresverbrauch von 300 Haushalten decken.
Quelle: SDA / www.bluewin.ch
22.12.07
(Finanzen) Einfacher in Rohstoffe investieren
Ab nächstem Jahr können auch die Schweizer Privatanleger direkt in Rohstoffe investieren. «Wir werden im ersten Quartal 2008 ein ETC-Segment lancieren», sagte Alain Picard, Produktmanager des Bereichs Exchange Traded Funds und andere Finanzprodukte zu Cash daily. ETC steht dabei für Exchange Traded Commodities.
Die börsengehandelten Vehikel, die eine derivatähnliche Struktur haben, bilden die Preisentwicklung einzelner Rohstoffe ab. Es werden keine Sojabohnen geliefert An den Börsen in London oder Frankfurt können Anleger so bereits in Sojabohnen, Weizen, Zucker oder lebendes Vieh investieren. Die Vorteile: Es ist kein Handel über Futures erforderlich. Die Anleger setzen direkt auf den derzeitigen Spotpreis und seine Entwicklung.
Zudem ist das Investment nicht mit einer physischen Abnahme der Ware verbunden. Trotz der Ähnlichkeit im Namen mit Exchange Traded Funds haben die ETC mit Fonds nichts gemein. ETC sind als derivatähnliche Vehikel ebenfalls Schuldverschreibungen
des Emittenten. Zwar sind diese besichert, doch sie stellen anders als Fonds kein Sondervermögen dar. Die Managementgebühren von ETC liegen ähnlich tief wie bei ETF.
Möglich ist solch vereinfachtes Investieren in Rohstoffe bereits heute über die deutsche Xetra-Börse und den Londoner Finanzplatz. Der wichtigste ETC-Anbieter, ETF Securities,verlangt an der Frankfurter Börse für die meisten seiner 31 ETC 0,49 Prozent pro Jahr.
Quelle: Eigene Recherchen und Cash daily
Die börsengehandelten Vehikel, die eine derivatähnliche Struktur haben, bilden die Preisentwicklung einzelner Rohstoffe ab. Es werden keine Sojabohnen geliefert An den Börsen in London oder Frankfurt können Anleger so bereits in Sojabohnen, Weizen, Zucker oder lebendes Vieh investieren. Die Vorteile: Es ist kein Handel über Futures erforderlich. Die Anleger setzen direkt auf den derzeitigen Spotpreis und seine Entwicklung.
Zudem ist das Investment nicht mit einer physischen Abnahme der Ware verbunden. Trotz der Ähnlichkeit im Namen mit Exchange Traded Funds haben die ETC mit Fonds nichts gemein. ETC sind als derivatähnliche Vehikel ebenfalls Schuldverschreibungen
des Emittenten. Zwar sind diese besichert, doch sie stellen anders als Fonds kein Sondervermögen dar. Die Managementgebühren von ETC liegen ähnlich tief wie bei ETF.
Möglich ist solch vereinfachtes Investieren in Rohstoffe bereits heute über die deutsche Xetra-Börse und den Londoner Finanzplatz. Der wichtigste ETC-Anbieter, ETF Securities,verlangt an der Frankfurter Börse für die meisten seiner 31 ETC 0,49 Prozent pro Jahr.
Quelle: Eigene Recherchen und Cash daily
11.12.07
(Finanzen) Ein CH-Staatsfonds muss her
Das Debakel hat unvorstellbare Ausmasse erreicht. Über 16 Milliarden Franken betragen die Abschreibungen, die die UBS als Folge ihres Engagements im US-Hypothekenmarkt tätigen muss. Das seien Rückstellungen für den schlimmstmöglichen Fall, es könne aber auch besser kommen. Nur – nach dem ersten Abschreiber von vier Milliarden tönte es seitens der UBS-Verantworten ähnlich – und trotzdem kam es schlechter. Bei weiter vorhandenen Verpflichtungen im gleichen Geschäftsfeld (mehrere Dutzend Milliarden!) liegt die Folgerung nahe, das Debakel sei noch nicht ausgestanden.
Zu Hilfe kam der UBS eine Institution, die anzudenken man hierzulande aus wirtschaftspolitischen Gründen nicht einmal wagt. Ein Staatsfonds (aus dem immer noch autoritär regierten Singapur) wird so viel Geld einschiessen, dass die UBS-Eigenkapitalbasis nicht in Gefahr gerät. Und wird damit wohl auch eine Verpflichtung eingehen, bei weiteren Problemen hilfreich zur Seite zu stehen. Gespiesen wird dieser Staatsfonds aus den Reserven der Zentralbank von Singapur. Und wer verfügt über noch mehr solcher Reserven? Neben vielen asiatischen Zentralbanken auch die Schweizerische Nationalbank.
Dass diese all ihre Reserven bräuchte, um die Währung des Schweizer Frankens zu untermauern, ist eine Mär. Denn die Goldreserven reichten bereits zu milliardenschweren Ausschüttungen an den Staat, weitere werden folgen. Besser wäre es, diese ganz offenbar für die Währungsstabilität nicht erforderlichen Milliarden so anzulegen, dass langfristig Ausschüttungen möglich sind, die die einmaligen Erträge eines Reserveverkaufs weit übersteigen. Hätte die SNB beispielsweise auf jährliche Ausschüttungen an Bund und Kantone in den letzten 30 Jahren verzichtet, so verfügte sie nun über einen Staatsfonds, der es mit den grössten weltweit aufnehmen könnte dank einer hundertmilliardenfachen Ausstattung. Ein Investment bei der UBS wäre ein Klacks und geschähe im Rahmen einer diversifizierten Anlage ohne jegliche unmittelbare Beeinflussung. Doch ein Engagement Singapurs scheint immer noch willkommener....
Zu Hilfe kam der UBS eine Institution, die anzudenken man hierzulande aus wirtschaftspolitischen Gründen nicht einmal wagt. Ein Staatsfonds (aus dem immer noch autoritär regierten Singapur) wird so viel Geld einschiessen, dass die UBS-Eigenkapitalbasis nicht in Gefahr gerät. Und wird damit wohl auch eine Verpflichtung eingehen, bei weiteren Problemen hilfreich zur Seite zu stehen. Gespiesen wird dieser Staatsfonds aus den Reserven der Zentralbank von Singapur. Und wer verfügt über noch mehr solcher Reserven? Neben vielen asiatischen Zentralbanken auch die Schweizerische Nationalbank.
Dass diese all ihre Reserven bräuchte, um die Währung des Schweizer Frankens zu untermauern, ist eine Mär. Denn die Goldreserven reichten bereits zu milliardenschweren Ausschüttungen an den Staat, weitere werden folgen. Besser wäre es, diese ganz offenbar für die Währungsstabilität nicht erforderlichen Milliarden so anzulegen, dass langfristig Ausschüttungen möglich sind, die die einmaligen Erträge eines Reserveverkaufs weit übersteigen. Hätte die SNB beispielsweise auf jährliche Ausschüttungen an Bund und Kantone in den letzten 30 Jahren verzichtet, so verfügte sie nun über einen Staatsfonds, der es mit den grössten weltweit aufnehmen könnte dank einer hundertmilliardenfachen Ausstattung. Ein Investment bei der UBS wäre ein Klacks und geschähe im Rahmen einer diversifizierten Anlage ohne jegliche unmittelbare Beeinflussung. Doch ein Engagement Singapurs scheint immer noch willkommener....
5.12.07
(Finanzen) Immer breitere Auswahl an ETF
Branchenführer Barclays Global Investors (BGI), bringt sechs neue Fonds seiner iShares-Palette auf den Schweizer Markt. Mit der Lancierung der Exchange Traded Funds (ETFs) erhöht sich die Zahl der an der Schweizer Börse gehandelten iShares-ETFs auf 48 und insgesamt auf 120. Damit ist es möglich, praktisch jedem Anlagewunsch mit einem der kostengünstigen und vergleichsweise risikoarmen börsengehandelten Indexfonds zu entsprechen. Die neu lancierten iShares-Produkte beziehen sich auf folgende Märkte:
Der iShares S&P Global Clean Energy bildet als erster ETF in Europa den Bereich „saubere Energie“ ab. Der zugrunde liegende Index umfasst Aktien der 30 grössten börsenkotierten Unternehmen des Sektors. 35 Prozent der Unternehmen produzieren saubere Energieformen wie Wind- oder Solarkraft, die restlichen 65 Prozent stellen Anlagen und Technologie für diesen Industriezweig her. Das Wachstumspotential für alternative Sektoren wie etwa „Saubere Energie“ gilt als beachtlich: Wurden 2004 rund 27,6 Mrd. US-Dollar in saubere Energien investiert, waren es laut den Analysten von New Energy Finance 2006 bereits 70,9 Mrd. US-Dollar. 2,1 Prozent der globalen Stromversorgung wurde 2004 aus erneuerbaren Energien gewonnen, für 2030 prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) einen Anteil von 9,6 Prozent.
Der iShares S&P Global Water umfasst die 50 weltweit grössten börsenkotierten Wasserunternehmen. Dazu zählen Wasserversorger und Hersteller von Anlagen für die Wasserwirtschaft. Der iShares S&P Listed Private Equity bildet die 25 grössten und liquidesten börsenkotierten Private Equity-Unternehmen der Welt ab. Der iShares FTSE BRIC 50 investiert in die 50 grössten und liquidesten Unternehmen aus
den Wachstumsregionen Brasilien, Russland, Indien und China. Der Fonds ist ein gutes Instrument, um das Rendite-Risikoprofil eines bestehenden Portfolios zu steuern und es weiter zu diversifizieren. Der iShares FTSE EPRA/NAREIT UK Property gewährt Investoren Zugang zu UKImmobilienunternehmen und -Immobilienfonds. Die Indexgewichtung basiert auf dem in Streubesitz befindlichen Anteil der Marktkapitalisierung. Der iShares MSCI Europe schliesslich investiert in ein breites Spektrum europäischer Aktien und kann als Kernprodukt in einem Portfolio dienen. Der Fonds umfasst die grössten und liquidesten Aktien aus 16 Ländern und deckt rund 85% der gesamten Marktkapitalisierung in Europa ab.
Die neuen Fonds erweitern die iShares-Palette für Alternative Investments und bieten Anlegern eine kostengünstige Möglichkeit in bislang nur schwer zugängliche Bereiche zu investieren und die Asset Allocation des Portfolios zu optimieren. Alternative Anlageklassen wie Immobilien oder Private Equity entwickeln sich oft unabhängig von herkömmlichen Anlageformen wie Aktien und Anleihen und leisten deswegen einen guten Beitrag zur Portfoliodiversifikation.
Der iShares S&P Global Clean Energy bildet als erster ETF in Europa den Bereich „saubere Energie“ ab. Der zugrunde liegende Index umfasst Aktien der 30 grössten börsenkotierten Unternehmen des Sektors. 35 Prozent der Unternehmen produzieren saubere Energieformen wie Wind- oder Solarkraft, die restlichen 65 Prozent stellen Anlagen und Technologie für diesen Industriezweig her. Das Wachstumspotential für alternative Sektoren wie etwa „Saubere Energie“ gilt als beachtlich: Wurden 2004 rund 27,6 Mrd. US-Dollar in saubere Energien investiert, waren es laut den Analysten von New Energy Finance 2006 bereits 70,9 Mrd. US-Dollar. 2,1 Prozent der globalen Stromversorgung wurde 2004 aus erneuerbaren Energien gewonnen, für 2030 prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) einen Anteil von 9,6 Prozent.
Der iShares S&P Global Water umfasst die 50 weltweit grössten börsenkotierten Wasserunternehmen. Dazu zählen Wasserversorger und Hersteller von Anlagen für die Wasserwirtschaft. Der iShares S&P Listed Private Equity bildet die 25 grössten und liquidesten börsenkotierten Private Equity-Unternehmen der Welt ab. Der iShares FTSE BRIC 50 investiert in die 50 grössten und liquidesten Unternehmen aus
den Wachstumsregionen Brasilien, Russland, Indien und China. Der Fonds ist ein gutes Instrument, um das Rendite-Risikoprofil eines bestehenden Portfolios zu steuern und es weiter zu diversifizieren. Der iShares FTSE EPRA/NAREIT UK Property gewährt Investoren Zugang zu UKImmobilienunternehmen und -Immobilienfonds. Die Indexgewichtung basiert auf dem in Streubesitz befindlichen Anteil der Marktkapitalisierung. Der iShares MSCI Europe schliesslich investiert in ein breites Spektrum europäischer Aktien und kann als Kernprodukt in einem Portfolio dienen. Der Fonds umfasst die grössten und liquidesten Aktien aus 16 Ländern und deckt rund 85% der gesamten Marktkapitalisierung in Europa ab.
Die neuen Fonds erweitern die iShares-Palette für Alternative Investments und bieten Anlegern eine kostengünstige Möglichkeit in bislang nur schwer zugängliche Bereiche zu investieren und die Asset Allocation des Portfolios zu optimieren. Alternative Anlageklassen wie Immobilien oder Private Equity entwickeln sich oft unabhängig von herkömmlichen Anlageformen wie Aktien und Anleihen und leisten deswegen einen guten Beitrag zur Portfoliodiversifikation.
28.11.07
(Umwelt) Googlen mit Erneuerbarer Energie
Das Internetunternehmen Google (Mountain View, Kalifornien) kündigte am 27.11. eine neue strategische Initiative zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen an, die kostengünstiger sein soll als Elektrizität aus Kohle. Die "RE less than C"-Initiative werde sich auf hochentwickelte solarthermische Kraftwerke, Windenergie und Geothermie sowie weitere Zukunftstechnologien konzentrieren, heißt es in der Pressemitteilung. RE less than C werde Ingenieure und Energieexperten einstellen, um die Forschung und Entwicklung voranzutreiben, die mit einem Projekt zur solarthermischen Stromerzeugung starten und mit Geothermie-Vorhaben fortgesetzt werden soll. 2008 will Google mehrere zehn Millionen Dollar in die Forschung und Entwicklung zu erneuerbaren Energien investieren.
Die langfristige Finanzplanung des Unternehmens sehe hunderte Millionen für innovative Technologien zur Nutzung der Erneuerbaren vor - eine Investition die sich auszahlen werde, heißt es in der Google-Pressemitteilung. "Wir haben bereits Erfahrungen beim Bau großer, energieintensiver Gebäudekomplexe gesammelt und effiziente Datenzentren errichtet ", sagt Google-Gründer und Produktchef Larry Page. "Nun wollen wir die gleiche Kreativität und Innovationskraft der Herausforderung widmen, regenerativen Strom im großen Stil billiger als Kohle-Strom zu erzeugen", betont Page.
"In Sachen erneuerbare Energien wurde beachtliches geleistet. Technologien wurden entwickelt, mit denen eine Industrie entstehen kann, die Elektrizität billiger als den Kohlestrom produzieren kann. Die solarthermische Stromproduktion zum Beispiel ist ein solcher Weg. Wir kennen etliche vergleichbare Technologien und sind sicher, das es noch viel mehr davon gibt", ergänzt Page. Mit Technologieexperten, Partnern und beachtlichen Investitionen will Google große Schritte nach vorne machen. Ziel sei, eine Produktionskapazität von einem Gigawatt (GW) aufzubauen. "Wir sind zuversichtlich, dass diese in wenigen Jahren möglich ist und nicht Jahrzehnte dauern wird", betont Page und illustriert, das mit einer solchen Kapazität eine Stadt wie San Francisco versorgt werden kann.
Mit REC will Google strategisch investieren und Mittel für Vorhaben bereitstellen, die bewiesen, dass Ökostrom billiger als herkömmliche Elektrizität erzeugt werden kann. Das Unternehmen plant Partnerschaften mit verschiedenen Organisationen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten. Zum Beispiel mit der eSolar Inc.,(Pasadena, Kalifornien), die sich auf solarthermische Kraftwerke spezialisiert hat, in denen der fossile Brennstoff durch Solarenergie ersetzt wird. Die Technologie von eSolar habe ein enormes Potenzial zur Kostensenkung, betont Google. Ein weiterer Google-Partner ist Makani Power Inc., (Alameda, Kalifornien), die Hochleistungs-Windenergieanlagen entwickelt. Mit solchen Anlagen könne die Windkraft einen beträchtlichen Teil des Welt-Energiebedarfs decken, so Google.
Weitere Informationen über Googles Unternehmenspolitik in Sachen erneuerbare Energien unter http://www.google.com/renewable-energy
Die langfristige Finanzplanung des Unternehmens sehe hunderte Millionen für innovative Technologien zur Nutzung der Erneuerbaren vor - eine Investition die sich auszahlen werde, heißt es in der Google-Pressemitteilung. "Wir haben bereits Erfahrungen beim Bau großer, energieintensiver Gebäudekomplexe gesammelt und effiziente Datenzentren errichtet ", sagt Google-Gründer und Produktchef Larry Page. "Nun wollen wir die gleiche Kreativität und Innovationskraft der Herausforderung widmen, regenerativen Strom im großen Stil billiger als Kohle-Strom zu erzeugen", betont Page.
"In Sachen erneuerbare Energien wurde beachtliches geleistet. Technologien wurden entwickelt, mit denen eine Industrie entstehen kann, die Elektrizität billiger als den Kohlestrom produzieren kann. Die solarthermische Stromproduktion zum Beispiel ist ein solcher Weg. Wir kennen etliche vergleichbare Technologien und sind sicher, das es noch viel mehr davon gibt", ergänzt Page. Mit Technologieexperten, Partnern und beachtlichen Investitionen will Google große Schritte nach vorne machen. Ziel sei, eine Produktionskapazität von einem Gigawatt (GW) aufzubauen. "Wir sind zuversichtlich, dass diese in wenigen Jahren möglich ist und nicht Jahrzehnte dauern wird", betont Page und illustriert, das mit einer solchen Kapazität eine Stadt wie San Francisco versorgt werden kann.
Mit REC will Google strategisch investieren und Mittel für Vorhaben bereitstellen, die bewiesen, dass Ökostrom billiger als herkömmliche Elektrizität erzeugt werden kann. Das Unternehmen plant Partnerschaften mit verschiedenen Organisationen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten. Zum Beispiel mit der eSolar Inc.,(Pasadena, Kalifornien), die sich auf solarthermische Kraftwerke spezialisiert hat, in denen der fossile Brennstoff durch Solarenergie ersetzt wird. Die Technologie von eSolar habe ein enormes Potenzial zur Kostensenkung, betont Google. Ein weiterer Google-Partner ist Makani Power Inc., (Alameda, Kalifornien), die Hochleistungs-Windenergieanlagen entwickelt. Mit solchen Anlagen könne die Windkraft einen beträchtlichen Teil des Welt-Energiebedarfs decken, so Google.
Weitere Informationen über Googles Unternehmenspolitik in Sachen erneuerbare Energien unter http://www.google.com/renewable-energy
22.11.07
(Finanzen) Solaraktien immer noch teuer, aber mit Chancen
Hektische Kurssprünge kennzeichnen seit Wochen das Geschehen in der Solarbranche. Anleger sind offensichtlich stark verunsichert: Wie werthaltig sind die Sonnenstromaktien nach dem rasanten Kursanstieg in den letzten zwei Jahren? ECOreporter.de hat die börsennotierten deutschen Solartitel mit einer Marktkapitalisierung ab 100 Millionen Euro miteinander verglichen.
Beim Blick auf die Marktkapitalisierung der 12 ausgewählten Photovolatikunternehmen fällt auf: Die Marktschwergewichte Q-Cells und SolarWorld stellen alles andere Schatten. Zum Stichtag 21. November wurden sie mit 5,99 Milliarden und 4,21 Milliarden Euro bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) der Q-Cells liegt sehr hoch, allerdings trauen die Marktteilnehmer dem Solarzellenhersteller zu, den Umsatz in 2008 auf 1,23 Milliarden Euro zu steigern – das KUV würde sich auf knapp 5 ermäßigen. Für die SolarWorld AG liegt die Umsatzprognose 2008 bei 905 Millionen Euro. Noch größere Umsatzzuwächse werden für ersol und Solon in 2008 erwartet. Mit 309 Millionen Euro würden sich die Erlöse der ersol demnach mehr als verdoppeln, das KUV würde auf 2,3 sinken. Ein Sprung auf 841 Millionen wird Solon zugetraut, damit würde das KUV weniger als 1,0 betragen. Mit weniger als dem einfachen Jahresumsatz 2007 sind die Solar-Fabrik AG, die aleo Solar AG, die Phönix Solar AG, die Conergy AG und die Centrosolar Group AG bewertet.
Die EBIT-Marge weist die Bonner SolarWorld AG als ertragsstärkstes Unternehmen der Auswahl aus. In 2008 soll die Marge nur geringfügig auf 26,11 sinken. Einen deutlichen Sprung in der Rentabilität erwarten die Marktteilnehmer für den Erfurter Solarkonzern ersol, die EBIT-Marge soll demnach nach 14,11 in 2007 auf 22,75 in 2008 springen, ein Plus von mehr als 50 Prozent. Eine ähnliche Verbesserung trauen die Märkte der Freiburger Solar-Fabrik AG zu; die EBIT-Marge des Unternehmen soll demnach von 4,94 im laufenden Jahr auf 7,21 in 2008 klettern.
Bezüglich Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der 12 Solarunternehmen sind die beiden Ausrüster für die Solarindustrie Manz und Roth + Rau immer noch sehr hoch bewertet. Beiden Unternehmen wird allerdings zugetraut, dass sie Umsatz und Ergebnis in 2008 deutlich steigern können. Demgegenüber erscheinen die drei Schlusslichter der Tabelle Phönix Solar, aleo Solar und Solar-Fabrik vergleichsweise günstig. Ihr KUV liegt unter 1, allen dreien wird für 2008 ein kräftiges Umsatzwachstum zugetraut. Während die EBIT-Marge bei Phönix Solar und aleo Solar stabil bleiben soll, könnte es bei der Solar-Fabrik AG den erhofften Sprung auf 7,21 geben.
Fazit: Trotz der massiven Kursverluste sind die meisten Solartitel noch nicht „billig“ zu nennen. Viele Bewertungen sind weiterhin ambitioniert, allerdings wird den Unternehmen auch ein weiter starkes Wachstum und anhaltend hohe Rentabilität zugetraut. Als chancenreich erscheint vor dem Hintergrund der Vergleichszahlen die Solar-Fabrik AG.Wenn es dem Unternehmen gelingt, seine Gewinnmarge im erhofften Umfang zu verbessern, könnte die Börse dies mit kräftigen Kursaufschlägen belohnen.
Quelle: www.ecoreporter.de (kostenpflichtig)
Beim Blick auf die Marktkapitalisierung der 12 ausgewählten Photovolatikunternehmen fällt auf: Die Marktschwergewichte Q-Cells und SolarWorld stellen alles andere Schatten. Zum Stichtag 21. November wurden sie mit 5,99 Milliarden und 4,21 Milliarden Euro bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) der Q-Cells liegt sehr hoch, allerdings trauen die Marktteilnehmer dem Solarzellenhersteller zu, den Umsatz in 2008 auf 1,23 Milliarden Euro zu steigern – das KUV würde sich auf knapp 5 ermäßigen. Für die SolarWorld AG liegt die Umsatzprognose 2008 bei 905 Millionen Euro. Noch größere Umsatzzuwächse werden für ersol und Solon in 2008 erwartet. Mit 309 Millionen Euro würden sich die Erlöse der ersol demnach mehr als verdoppeln, das KUV würde auf 2,3 sinken. Ein Sprung auf 841 Millionen wird Solon zugetraut, damit würde das KUV weniger als 1,0 betragen. Mit weniger als dem einfachen Jahresumsatz 2007 sind die Solar-Fabrik AG, die aleo Solar AG, die Phönix Solar AG, die Conergy AG und die Centrosolar Group AG bewertet.
Die EBIT-Marge weist die Bonner SolarWorld AG als ertragsstärkstes Unternehmen der Auswahl aus. In 2008 soll die Marge nur geringfügig auf 26,11 sinken. Einen deutlichen Sprung in der Rentabilität erwarten die Marktteilnehmer für den Erfurter Solarkonzern ersol, die EBIT-Marge soll demnach nach 14,11 in 2007 auf 22,75 in 2008 springen, ein Plus von mehr als 50 Prozent. Eine ähnliche Verbesserung trauen die Märkte der Freiburger Solar-Fabrik AG zu; die EBIT-Marge des Unternehmen soll demnach von 4,94 im laufenden Jahr auf 7,21 in 2008 klettern.
Bezüglich Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der 12 Solarunternehmen sind die beiden Ausrüster für die Solarindustrie Manz und Roth + Rau immer noch sehr hoch bewertet. Beiden Unternehmen wird allerdings zugetraut, dass sie Umsatz und Ergebnis in 2008 deutlich steigern können. Demgegenüber erscheinen die drei Schlusslichter der Tabelle Phönix Solar, aleo Solar und Solar-Fabrik vergleichsweise günstig. Ihr KUV liegt unter 1, allen dreien wird für 2008 ein kräftiges Umsatzwachstum zugetraut. Während die EBIT-Marge bei Phönix Solar und aleo Solar stabil bleiben soll, könnte es bei der Solar-Fabrik AG den erhofften Sprung auf 7,21 geben.
Fazit: Trotz der massiven Kursverluste sind die meisten Solartitel noch nicht „billig“ zu nennen. Viele Bewertungen sind weiterhin ambitioniert, allerdings wird den Unternehmen auch ein weiter starkes Wachstum und anhaltend hohe Rentabilität zugetraut. Als chancenreich erscheint vor dem Hintergrund der Vergleichszahlen die Solar-Fabrik AG.Wenn es dem Unternehmen gelingt, seine Gewinnmarge im erhofften Umfang zu verbessern, könnte die Börse dies mit kräftigen Kursaufschlägen belohnen.
Quelle: www.ecoreporter.de (kostenpflichtig)
16.11.07
(Finanzen / Umwelt) Solarboom legt noch zu
Welche Solarfirmen werden vom kommenden Boom am meisten profitieren? Eine neue Studie der Bank Sarasin sagt starkes Wachstum im Fotovoltaik-Bereich voraus. Der Markt für Fotovoltaikanlagen könnte demnach bis 2010 um 50 Prozent pro Jahr wachsen, sagt die Bank voraus. Sie prognostiziert das weltweite Wachstum von neuen Fotovoltaikanlagen auf 50 Prozent pro Jahr bis 2010. Danach erwarte sie ein anhaltendes Wachstum von 22 Prozent pro Jahr bis 2020.
Nach Angaben der Bank Sarasin waren 2005 weltweit 1.408 Megawatt (MW) installiert, 2006 brachte einem Anstieg auf 1.646 MW. Die Bank erwartet für 2007 2.639 MW an installierten Anlagen – was einem 60-prozentigen Anstieg gleichkäme. Für 2008 schätzt Sarasin, dass die installierten Anlagen 3.921 MW erreichen werden, um dann auf 8.246 MW in 2010 zu steigen. Sarasin prognostiziert, dass Europa das Solarkraftwerk der Welt sein wird – es wird 4.718 MW in 2010 installieren, verglichen mit 1.480 MW in den USA im gleichen Jahr, 149 MW in China (allerdings 1.535 MW in Gesamtasien) und 514 MW im Rest der Welt.
Die Bank gibt auch Prognosen ab bezüglich der börsennotierten PV-Unternehmen, die am meisten von dieser Woge an Neuinstallierungen profitieren werden. Sie nennt die norwegische REC; die deutsche Q-Cells und Sharp würden am meisten vom Installationsboom profitieren, so Sarasin. Ursächlich dafür seien der Zugang zu Silizium, Größe, Kompetenz und Kundenbestand. Erst auf Platz 11 folgt das erste chinesische Unternehmen: Suntech.
Quellen: www.ecoreporter.de; www.sarasin.ch
Nach Angaben der Bank Sarasin waren 2005 weltweit 1.408 Megawatt (MW) installiert, 2006 brachte einem Anstieg auf 1.646 MW. Die Bank erwartet für 2007 2.639 MW an installierten Anlagen – was einem 60-prozentigen Anstieg gleichkäme. Für 2008 schätzt Sarasin, dass die installierten Anlagen 3.921 MW erreichen werden, um dann auf 8.246 MW in 2010 zu steigen. Sarasin prognostiziert, dass Europa das Solarkraftwerk der Welt sein wird – es wird 4.718 MW in 2010 installieren, verglichen mit 1.480 MW in den USA im gleichen Jahr, 149 MW in China (allerdings 1.535 MW in Gesamtasien) und 514 MW im Rest der Welt.
Die Bank gibt auch Prognosen ab bezüglich der börsennotierten PV-Unternehmen, die am meisten von dieser Woge an Neuinstallierungen profitieren werden. Sie nennt die norwegische REC; die deutsche Q-Cells und Sharp würden am meisten vom Installationsboom profitieren, so Sarasin. Ursächlich dafür seien der Zugang zu Silizium, Größe, Kompetenz und Kundenbestand. Erst auf Platz 11 folgt das erste chinesische Unternehmen: Suntech.
Quellen: www.ecoreporter.de; www.sarasin.ch
14.11.07
(Umwelt) China stürmt auch bei Erneuerbaren Energien voran
Wie kann Chinas Wirtschaftsaufschwung mit weniger Energieverbrauch klappen? Und welche Alternativen gibt es zu Kohle, Öl, Gas? Chinesische Energiefachleute trafen sich zwei Tage lang mit deutschen KollegInnen, um Antworten auf diese Fragen zu finden. Lösungen hiesiger Firmen sollen helfen, den asiatischen Energiehunger zu dämpfen: Dafür scheinen die Chinesen inzwischen bereit zu sein, wirklich in die Geldbörse zu greifen.
Chinas Stromproduktion basiert momentan zu 70 Prozent auf Kohle; mehr als ein Drittel der weltweiten Kohleförderung wird heute im Reich der Mitte verbrannt. Deshalb hat der Chinesische Volkskongress im März 2006 einen umfassenden Energiespar- und Umweltschutzplan beschlossen. Im nun gültigen 11. Fünf-Jahres-Plan steht das Ziel, „den Ressourcenverbrauch gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 20 Prozent zu reduzieren und den Gesamtausstoß der wichtigsten Schadstoffe um zehn Prozent zu verringern.“ Das geht nicht mit Kohle, Öl oder Gas – und deshalb sind Alternativen gefragt. Das machen 70 Gäste aus Fernost bei einem Deutsch-Chinesischen Energieforum in Nürnberg deutlich.
Dass China im nächsten Jahr Deutschland als Exportweltmeister überholen wird, scheint bereits festzustehen. In der Region Guangdong stieg das Brutto-Inlandsprodukt seit 2000 jährlich um mehr als 14%! Ein Grund dafür ist ausgerechnet die Ausfuhr von Energietechnik: So kommen Solarstrommodule heute größtenteils aus China. Doch der Beschluss des Volkskongresses dürfte sich auch hier auswirken: Ein Erneuerbare-Energien-Gesetz ähnlich dem deutschen soll für mehr Solarstrom im eigenen Land sorgen.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie - www.dgs.de
Chinas Stromproduktion basiert momentan zu 70 Prozent auf Kohle; mehr als ein Drittel der weltweiten Kohleförderung wird heute im Reich der Mitte verbrannt. Deshalb hat der Chinesische Volkskongress im März 2006 einen umfassenden Energiespar- und Umweltschutzplan beschlossen. Im nun gültigen 11. Fünf-Jahres-Plan steht das Ziel, „den Ressourcenverbrauch gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 20 Prozent zu reduzieren und den Gesamtausstoß der wichtigsten Schadstoffe um zehn Prozent zu verringern.“ Das geht nicht mit Kohle, Öl oder Gas – und deshalb sind Alternativen gefragt. Das machen 70 Gäste aus Fernost bei einem Deutsch-Chinesischen Energieforum in Nürnberg deutlich.
Dass China im nächsten Jahr Deutschland als Exportweltmeister überholen wird, scheint bereits festzustehen. In der Region Guangdong stieg das Brutto-Inlandsprodukt seit 2000 jährlich um mehr als 14%! Ein Grund dafür ist ausgerechnet die Ausfuhr von Energietechnik: So kommen Solarstrommodule heute größtenteils aus China. Doch der Beschluss des Volkskongresses dürfte sich auch hier auswirken: Ein Erneuerbare-Energien-Gesetz ähnlich dem deutschen soll für mehr Solarstrom im eigenen Land sorgen.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie - www.dgs.de
9.11.07
(Finanzen) Finanzwissen: Note mangelhaft
Das Leben wird immer komplexer. Doch darauf sind die meisten vor allem in finanziellen Belangen ungenügend vorbereitet, wie unabhängig voneinander erstellte Studien sowohl für die Schweiz wie ganz Europa zeigen. Denn das sollten alle wissen: Wie sieht mein Budget aus und was bleibt regelmässig übrig? Welche Anlagemöglichkeiten gibt es für entsprechende Ersparnisse, für welchen Zeitraum, und in welchem Spannungsfeld stehen dabei Risiko und Ertrag? Schliesslich: Ist Diversifikation kein Fremdwort oder weiss ich um die Bedeutung der Volksweisheit «nicht alle Eier in den gleichen Korb zu legen» für den finanziellen Bereich?
Das Wissen aber ist mangelhaft, um den heutigen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das ergibt die Studie der Finanzfachfrau Doris Reffert-Schönemann, die an der Fachhochschule Winterthur aufgrund einer Befragung von 340 Personen entstand und die in der Sendung Kontext von Radio DRS II am 9.11.07 vorgestellt wurde. Anders als früher tragen private Haushalte gezwungenermassen grössere finanzielle Risiken. Ebenso reichen soziale Sicherungssysteme weniger weit als in den vergangenen Jahrzehnten, die Eigenverantwortung wächst.
Doch gibt es Lösungen. So gilt es, wichtige Klippen zu erkennen. Reffert-Schönemann nennt etwa den Unsinn von Lebensversicherungen, die doch in den meisten Fällen irgendwann – und mit Verlust – wieder aufgelöst werden. Und ganz allgemein ist das Bewusstsein für die eigenen finanziellen Möglichkeiten zu schärfen – dann liessen sich auch Debakel verhindern wie Immobilienkäufe, die man oder frau sich gar nicht leisten könne und die derzeit vor allem in den USA für finanziellen Aufruhr sorgen.
Am anfälligsten für Finanzfehler sind gemäss der Studie, die sich mit den Ergebnissen einer Untersuchung im ganzen OECD-Raum deckt, junge Eltern und mittelaltrige Personen. Sie wissen in der Regel eindeutig zu wenig darüber, wie sie ihre Lebenssituation finanziell am besten meistern. Da hilft zuerst einmal schon das Reden über Geld weiter. Zu den erfolgversprechenden Strategien gehört auch eine nachhaltige Geldanlage, die sich über den Verwendungszweck der Ersparnisse Gedanken macht und das Geld dort arbeiten lässt, wo Geldvermehrung auf kluge Art und Weise geschieht, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien. Und schliesslich unabhängige Beratung, die Reffert-Schönemann unter Investor’s Dialogue ebenso wie der Autor dieses Blogs anbieten....
Das Wissen aber ist mangelhaft, um den heutigen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das ergibt die Studie der Finanzfachfrau Doris Reffert-Schönemann, die an der Fachhochschule Winterthur aufgrund einer Befragung von 340 Personen entstand und die in der Sendung Kontext von Radio DRS II am 9.11.07 vorgestellt wurde. Anders als früher tragen private Haushalte gezwungenermassen grössere finanzielle Risiken. Ebenso reichen soziale Sicherungssysteme weniger weit als in den vergangenen Jahrzehnten, die Eigenverantwortung wächst.
Doch gibt es Lösungen. So gilt es, wichtige Klippen zu erkennen. Reffert-Schönemann nennt etwa den Unsinn von Lebensversicherungen, die doch in den meisten Fällen irgendwann – und mit Verlust – wieder aufgelöst werden. Und ganz allgemein ist das Bewusstsein für die eigenen finanziellen Möglichkeiten zu schärfen – dann liessen sich auch Debakel verhindern wie Immobilienkäufe, die man oder frau sich gar nicht leisten könne und die derzeit vor allem in den USA für finanziellen Aufruhr sorgen.
Am anfälligsten für Finanzfehler sind gemäss der Studie, die sich mit den Ergebnissen einer Untersuchung im ganzen OECD-Raum deckt, junge Eltern und mittelaltrige Personen. Sie wissen in der Regel eindeutig zu wenig darüber, wie sie ihre Lebenssituation finanziell am besten meistern. Da hilft zuerst einmal schon das Reden über Geld weiter. Zu den erfolgversprechenden Strategien gehört auch eine nachhaltige Geldanlage, die sich über den Verwendungszweck der Ersparnisse Gedanken macht und das Geld dort arbeiten lässt, wo Geldvermehrung auf kluge Art und Weise geschieht, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien. Und schliesslich unabhängige Beratung, die Reffert-Schönemann unter Investor’s Dialogue ebenso wie der Autor dieses Blogs anbieten....
8.11.07
(Umwelt) Elektrofahrzeuge als Alternative zum Erdöl
„Die Technik hat einen großen Sprung gemacht. Jetzt müssen die Weichen für eine breite Einführung von Elektroautos gestellt werden. Das wäre ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz und Versorgungssicherheit.“, erklärten der Vorstandvorsitzende Dr.Klaus-Dieter Maubach von E.ON Energie, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn und der energiepolitische Sprecher Hans-Josef Fell auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.
Vorgestellt wurde eine umfassende Studie der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und des Bundesverbandes Solare Mobilität, die u.a. Effekte eines massiven Ausbaus im Bereich der Elektromobilität auf die Klimagasemissionen untersucht hat.„Jetzt muss es in die Serienfertigung gehen, damit die Fahrzeuge auch im Preis konkurrenzfähig werden. Die Batterie-Probleme der Vergangenheit – geringer Aktionsradius und Entladungseffekte – sind weitgehend gelöst.“, so die beiden Vorsitzenden Dr. Kai Dobelmann und Thomic Ruschmeyer.
Die Vorteile des elektrischen Antriebs könnten jetzt voll zur Geltung kommen. Der bessere Wirkungsgrad im Vergleich zum Verbrennungsmotor kann helfen ehrgeizige Klimaschutzziele zu erreichen. Ein Elektroauto stößt rund 60-95 Prozent weniger CO2 aus als ein durchschnittlicher Benziner. „Bis 2020 ist es möglich, dass mehr als eine Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Die großen CO2-Einsparpotenziale lassen sich aber nur dann realisieren, wenn der Strom auch aus Erneuerbaren Energien stammt. Elektro-Mobilität und Windenergie, die auf dem Meer gewonnen wird, passen da wunderbar zusammen.“, so Hans-Josef Fell, energiepolitische Sprecher der GRÜNEN. Nachts würden die Batteriefahrzeuge in der Regel zum Aufladen ans Stromnetz angeschlossen, dann wenn es auch große Mengen Windenergie gibt.
Insgesamt sind in Deutschland mehr als 40 Offshore-Windfelder in Planung. Vier davon in der Regie von E.on Energie. „Die Politik ist jetzt gefordert, Nullemissionsfahrzeuge finanziell zu fördern und im Straßenverkehr gegenüber klimaschädlichen Fahrzeugen zu privilegieren“, so Fell.
Quelle: Dt. Gesellschaft für Sonnenenergie www.dgs.de
Vorgestellt wurde eine umfassende Studie der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und des Bundesverbandes Solare Mobilität, die u.a. Effekte eines massiven Ausbaus im Bereich der Elektromobilität auf die Klimagasemissionen untersucht hat.„Jetzt muss es in die Serienfertigung gehen, damit die Fahrzeuge auch im Preis konkurrenzfähig werden. Die Batterie-Probleme der Vergangenheit – geringer Aktionsradius und Entladungseffekte – sind weitgehend gelöst.“, so die beiden Vorsitzenden Dr. Kai Dobelmann und Thomic Ruschmeyer.
Die Vorteile des elektrischen Antriebs könnten jetzt voll zur Geltung kommen. Der bessere Wirkungsgrad im Vergleich zum Verbrennungsmotor kann helfen ehrgeizige Klimaschutzziele zu erreichen. Ein Elektroauto stößt rund 60-95 Prozent weniger CO2 aus als ein durchschnittlicher Benziner. „Bis 2020 ist es möglich, dass mehr als eine Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Die großen CO2-Einsparpotenziale lassen sich aber nur dann realisieren, wenn der Strom auch aus Erneuerbaren Energien stammt. Elektro-Mobilität und Windenergie, die auf dem Meer gewonnen wird, passen da wunderbar zusammen.“, so Hans-Josef Fell, energiepolitische Sprecher der GRÜNEN. Nachts würden die Batteriefahrzeuge in der Regel zum Aufladen ans Stromnetz angeschlossen, dann wenn es auch große Mengen Windenergie gibt.
Insgesamt sind in Deutschland mehr als 40 Offshore-Windfelder in Planung. Vier davon in der Regie von E.on Energie. „Die Politik ist jetzt gefordert, Nullemissionsfahrzeuge finanziell zu fördern und im Straßenverkehr gegenüber klimaschädlichen Fahrzeugen zu privilegieren“, so Fell.
Quelle: Dt. Gesellschaft für Sonnenenergie www.dgs.de
5.11.07
(Umwelt) Ölpreis steigt – Klimaschutz gewinnt
Der Ölpreis hat sich in den letzten 24 Monaten verdoppelt und wird weiter steigen. Davon geht eine Studie im Auftrag des Finanzministeriums in Washington aus. Die Studie rechnet mit einer Verdreifachung des Ölpreises in den nächsten acht Jahren. Am Wochenende hat sich der Preis für ein Barrel Öl auf 98 Dollar hochgeschraubt und nähert sich rasch der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Wer jetzt noch immer Erdöl kauft anstatt auf erneuerbare Energien umzusteigen, kann einfach nicht rechnen. Zu diesem Schluss kommt der deutsche Umweltjournalist und Betreiber der Internet-Sonnenseite (www.sonnenseite.com).
Eine neue deutsche Studie belegt zudem, dass sich die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung für private Haushalte, Autofahrer und Teile der Wirtschaft finanziell rechnen würde. Über Gebäudesanierungen bis zu stromsparenden Haushaltsgeräten und erst recht kleineren Autos könnten die Bundesbürger bis 2020 über fünf Milliarden Euro einsparen und die Umwelt entlasten. Jede und jeder kann also zum Klimaschutz beitragen und dabei auch noch Geld sparen. Ausreden gibt es nicht mehr, so Alt – und Gleiches gilt natürlich für die Schweiz.
Die Studie ( Klimaschutzprogramm führt zu Einsparungen von fünf Milliarden Euro ) im Auftrag des Umweltbundesamts kommt zum Schluss, dass Ausgaben in Höhe von 31 Milliarden Euro Einsparungen von 36 Milliarden Euro gegenüber stehen. Mit den jetzt geplanten Klimaschutzmaßnahmen könnten in Deutschland bis 2020 36 % Kohlendioxid eingespart werden. Das Ziel der Bundesregierung ist 40 % weniger CO2 bis zum Jahr 2020. Auch dieses Ziel ist selbstverständlich erreichbar, wenn der politische Wille vorhanden ist und die Bürger mitmachen. Worauf warten wir eigentlich noch, fragt Alt abschliessend?
Quelle: Franz Alt 2007, www.sonnenseite.com
Eine neue deutsche Studie belegt zudem, dass sich die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung für private Haushalte, Autofahrer und Teile der Wirtschaft finanziell rechnen würde. Über Gebäudesanierungen bis zu stromsparenden Haushaltsgeräten und erst recht kleineren Autos könnten die Bundesbürger bis 2020 über fünf Milliarden Euro einsparen und die Umwelt entlasten. Jede und jeder kann also zum Klimaschutz beitragen und dabei auch noch Geld sparen. Ausreden gibt es nicht mehr, so Alt – und Gleiches gilt natürlich für die Schweiz.
Die Studie ( Klimaschutzprogramm führt zu Einsparungen von fünf Milliarden Euro ) im Auftrag des Umweltbundesamts kommt zum Schluss, dass Ausgaben in Höhe von 31 Milliarden Euro Einsparungen von 36 Milliarden Euro gegenüber stehen. Mit den jetzt geplanten Klimaschutzmaßnahmen könnten in Deutschland bis 2020 36 % Kohlendioxid eingespart werden. Das Ziel der Bundesregierung ist 40 % weniger CO2 bis zum Jahr 2020. Auch dieses Ziel ist selbstverständlich erreichbar, wenn der politische Wille vorhanden ist und die Bürger mitmachen. Worauf warten wir eigentlich noch, fragt Alt abschliessend?
Quelle: Franz Alt 2007, www.sonnenseite.com
23.10.07
(Finanzen) Mikrokredite zu allseitigem Nutzen
Vor zwei Jahren war UNO-Jahr der Mikrofinanz. Vor einem erhielt mit Muhammad Yunus einer der Mikrofinanzpioniere gar den Friedensnobelpreis. Inzwischen ist es ruhiger geworden um die Kredite an ärmere KleinunternehmerInnen vorwiegend in Ländern des Südens. Dafür erfreut sich das eigentliche Mikrofinanzgeschäft eines rasanten Wachstums, sowohl bei Kreditnehmern wie -gebern. Zu letzteren zählt hierzulande neben der ursprünglich kirchlich getragenen Oikocredit vor allem der unabhängige Finanzdienstleister Responsability, der sich eine wichtige Marktstellung erkämpft hat.
Rund um die Mikrofinanz haben sich in den vergangenen erfolgreichen Jahren aber auch Mythen aufgebaut, die Mary Ellen Iskenderian von Women’s World Banking an einer Responsabilty-Veranstaltung in Zürich ins rechte Licht zu rücken versuchte. Das Netzwerk von Mikrofinanzinstitutionen weist eine Millionenkundschaft auf. Aber – KreditnehmerInnen sind dort nicht nur Frauen, sondern rund 70 Prozent. Und die nach wie vor herrschenden Machtverhältnisse zeigt die Tatsache, dass je höher die einzelnen Kredite ausfallen, um so stärker ist die Beteiligung von Männern. Das ist vielleicht zu bedauern, aber als Faktum auch anerkennen – und damit eingestehen, dass die gute Rückzahlungsmoral eben nicht rein geschlechterbedingt ist. Vielmehr, so Iskenderian gilt für die weitere Förderung des Mikrofinanzwesens zu beachten, dass ärmere KreditnehmerInnen insgesamt «gute» Kundschaft darstellten, das Risiko von Kreditausfällen mithin also als gering einzuschätzen ist und die Anlage in Mikrofinanzfonds folglich eine risikoarme Anlageklasse darstellt.
Der öffentlich zugelassener Responsability Global Microfinance Fund, ursprünglich durch renomierte Banken wie Credit Suisse, Raiffeisen, Vontobel und weitere Institute lanciert, hat unterdessen ein Anlagevolumen von rund 160 Millionen Dollar erreicht. Er ist auch für KleinanlegerInnen problemlos zugänglich. Die jährliche Rendite liegt je nach Währung bei zwischen zwei und vier Prozenten. Das allerdings ist nur die finanzielle Rendite, wie Responsability-Geschäftsführer Klaus Tischhauser an der Präsentation erklärte. Ebenso zählt beim Global Microfinance Fund die soziale Rendite, die unter anderem wie folgt aussieht: 149'000 KundInnen, eine Rückzahlungsquote von rund 98 Prozent, viele neue Arbeitsplätze und ein Zugang zu Bildung, Gesundheit wie auch eine allgemeine Besserstellung der Menschen, häufig jedoch vor allem der zuvor benachteiligten Frauen.
Weitere Informationen über www.responsabilty.ch
Rund um die Mikrofinanz haben sich in den vergangenen erfolgreichen Jahren aber auch Mythen aufgebaut, die Mary Ellen Iskenderian von Women’s World Banking an einer Responsabilty-Veranstaltung in Zürich ins rechte Licht zu rücken versuchte. Das Netzwerk von Mikrofinanzinstitutionen weist eine Millionenkundschaft auf. Aber – KreditnehmerInnen sind dort nicht nur Frauen, sondern rund 70 Prozent. Und die nach wie vor herrschenden Machtverhältnisse zeigt die Tatsache, dass je höher die einzelnen Kredite ausfallen, um so stärker ist die Beteiligung von Männern. Das ist vielleicht zu bedauern, aber als Faktum auch anerkennen – und damit eingestehen, dass die gute Rückzahlungsmoral eben nicht rein geschlechterbedingt ist. Vielmehr, so Iskenderian gilt für die weitere Förderung des Mikrofinanzwesens zu beachten, dass ärmere KreditnehmerInnen insgesamt «gute» Kundschaft darstellten, das Risiko von Kreditausfällen mithin also als gering einzuschätzen ist und die Anlage in Mikrofinanzfonds folglich eine risikoarme Anlageklasse darstellt.
Der öffentlich zugelassener Responsability Global Microfinance Fund, ursprünglich durch renomierte Banken wie Credit Suisse, Raiffeisen, Vontobel und weitere Institute lanciert, hat unterdessen ein Anlagevolumen von rund 160 Millionen Dollar erreicht. Er ist auch für KleinanlegerInnen problemlos zugänglich. Die jährliche Rendite liegt je nach Währung bei zwischen zwei und vier Prozenten. Das allerdings ist nur die finanzielle Rendite, wie Responsability-Geschäftsführer Klaus Tischhauser an der Präsentation erklärte. Ebenso zählt beim Global Microfinance Fund die soziale Rendite, die unter anderem wie folgt aussieht: 149'000 KundInnen, eine Rückzahlungsquote von rund 98 Prozent, viele neue Arbeitsplätze und ein Zugang zu Bildung, Gesundheit wie auch eine allgemeine Besserstellung der Menschen, häufig jedoch vor allem der zuvor benachteiligten Frauen.
Weitere Informationen über www.responsabilty.ch
16.10.07
(Umwelt) Photovoltaik-Sommer der Superlative
Aufgrund der Dynamik des weltweiten, besonders aber des spanischen Photovoltaik-Marktes lassen sich die vergangenen drei Monate als "Sommer der Superlative" beschreiben, berichtet das Internetportal pvresources.com. Mit dem Solarpark Beneixama (Spanien; 20 Megawatt) wurde die aktuell weltgrößte Photovoltaik-Anlage fertiggestellt. Der Solarpark Göttelborn (Deutschland) wurde nach einer Erweiterung auf 8,4 MW zur drittgrößten Solarstrom-Anlage der Welt. Die kumulative Leistung der in den letzten drei Monaten fertiggestellten Anlagen schätzt pvresources auf mehr als 130 MW, wobei nur Anlagen mit einer Leistung von mehr als 200 kWp berücksichtigt wurden. Nach den Recherchen von pvresources gingen mehr als 60 solcher PV-Anlagen in den letzten drei Monaten weltweit neu an das Netz. Dazu gehört knapp auch die Solaranlage auf dem neuen Zürcher Letzigrund-Stadion.
Deutschland hat im vergangenen Quartal etwas Markanteile verloren und kommt derzeit, bei einem weiteren moderaten Wachstum (rund 10 %) auf rund 49 % des Weltmarktes. Ein extremes Marktwachstum beobachtete pvresources in Spanien: die kumulierte Leistung der großen Solarstrom-Kraftwerke in Spanien hat sich in den vergangenen drei Monaten fast verdoppelt. Waren im Juni 2007 rund 95 MWp installiert, betrug die installierte Leistung im September 2007 bereits rund 180 MWp. Wie lange diese Wachstumsgeschwindigkeit aufrechterhalten werden kann sei schwer zu beurteilen, zumindest kurzfristig sei aber mit einer weiteren dynamischen Marktentwicklung in Spanien zu rechnen, da zur Zeit mehrere Anlagen mit einer Leistung oberhalb von 20 MW gebaut würden. Europa hat den Solarstrom-Anteil gegenüber anderen Regionen der Welt noch ausgebaut (Marktanteil zirka 82 %). Deutliches Wachstum ist aber auch in Asien (Korea) und in den USA zu verzeichnen.
EPURON belegt gemeinsam mit SunTechnics nach der Fertigstellung mehrerer Anlagen im dritten Quartal 2007 beim Bau von Solarkraftwerken den ersten Platz unter Systemintegratoren. Da aber auch die SunPower Corporation mit Tochterunternehmen (Powerlight) weiterhin sehr aktiv ist, bleibe der Kampf um den ersten Platz weiter spannend, betont pvresources. Weitere erfolgreiche "Global Player" sind die City Solar AG, die Phoenix Solar AG, die juwi GmbH, Acciona Energia, BP Solar, die Solarparc AG und Tauber Solar (incl. Ralos). Exakte Zahlen sind laut pvresources nicht zu ermitteln, da oft mehrere Unternehmen an den selben Projekten beteiligt seien.
Quelle: www.pvresources.com / www.solarserver.de
Deutschland hat im vergangenen Quartal etwas Markanteile verloren und kommt derzeit, bei einem weiteren moderaten Wachstum (rund 10 %) auf rund 49 % des Weltmarktes. Ein extremes Marktwachstum beobachtete pvresources in Spanien: die kumulierte Leistung der großen Solarstrom-Kraftwerke in Spanien hat sich in den vergangenen drei Monaten fast verdoppelt. Waren im Juni 2007 rund 95 MWp installiert, betrug die installierte Leistung im September 2007 bereits rund 180 MWp. Wie lange diese Wachstumsgeschwindigkeit aufrechterhalten werden kann sei schwer zu beurteilen, zumindest kurzfristig sei aber mit einer weiteren dynamischen Marktentwicklung in Spanien zu rechnen, da zur Zeit mehrere Anlagen mit einer Leistung oberhalb von 20 MW gebaut würden. Europa hat den Solarstrom-Anteil gegenüber anderen Regionen der Welt noch ausgebaut (Marktanteil zirka 82 %). Deutliches Wachstum ist aber auch in Asien (Korea) und in den USA zu verzeichnen.
EPURON belegt gemeinsam mit SunTechnics nach der Fertigstellung mehrerer Anlagen im dritten Quartal 2007 beim Bau von Solarkraftwerken den ersten Platz unter Systemintegratoren. Da aber auch die SunPower Corporation mit Tochterunternehmen (Powerlight) weiterhin sehr aktiv ist, bleibe der Kampf um den ersten Platz weiter spannend, betont pvresources. Weitere erfolgreiche "Global Player" sind die City Solar AG, die Phoenix Solar AG, die juwi GmbH, Acciona Energia, BP Solar, die Solarparc AG und Tauber Solar (incl. Ralos). Exakte Zahlen sind laut pvresources nicht zu ermitteln, da oft mehrere Unternehmen an den selben Projekten beteiligt seien.
Quelle: www.pvresources.com / www.solarserver.de
11.10.07
(Umwelt) Die Menschheit lebt auf zu grossem Fuss
Die im kalifornischen Oakland ansässige Organisation Global Footprint Network (www.globalfootprintnetwork.org) hat bekanntgegeben, dass der «World Overshoot Day», also der Tag, an dem die globalen Ressourcen für 2007 aufgebraucht waren, in diesem Jahr auf den 6. Oktober fiel. Statistische Daten, die die Organisation gemeinsam mit der britischen Stiftung New Economics Foundation publiziert, weisen seit Mitte der achtziger Jahre einen menschlichen Überkonsum aus. Ein Blick ins Jahr 1961 belegt, dass die Menschheit damals lediglich 50 Prozent der Biokapazität der Erde beanspruchte. 1987 reichten die Ressourcen noch bis am 19. Dezember, 1995 waren sie aber bereits am 21. November aufgebraucht. Zwölf Jahre später, am 6. Oktober 2007, beträgt der «Overshoot» dreissig Prozent. «Die Menschheit überzieht ihre ökologische Kreditkarte, als gäbe es 1,3 Planeten. Statt von den Zinsen zu leben, verbraucht sie das Kapital der Natur», sagt der Schweizer Mathis Wackernagel, Direktor von Global Footprint Network. Als sichtbare Zeichen des «Overshoot» gelten der Klimawandel, die Bodenerosion und der Rückgang der Fisch- und Waldbestände.
Wackernagels Messinstrument heisst «ökologischer Fussabdruck», seine Messeinheit ist die globale Hektare. Das Messinstrument zeigt auf, wie viel Land- und Wasserfläche eine Person, ein Land oder die gesamte Menschheit benötigen, um den Ressourcenbedarf zu decken und Abfälle aufzunehmen. Der Pro-Kopf-Anteil an Essen, Wohnen, Verkehr und Infrastruktur wird dann auf die nutzbare Erd- und Wasserfläche umgerechnet. Vergleicht man den Fussabdruck mit der weltweit vorhandenen Biokapazität, ergibt sich das Datum des «Ecological Debt Day», der Tag, an dem das Kapital der Natur aufgezehrt ist. Die gesamte Biokapazität beträgt laut Wackernagel durchschnittlich 1,8 globale Hektaren pro Kopf. Die Resultate, die das 2003 vom Basler gegründete Netzwerk liefert, zeigen, dass der Mensch heute aber durchschnittlich 2,2 Hektaren pro Kopf in Anspruch nimmt. Insgesamt verbrauchen die Länder der nördlichen Hemisphäre pro Kopf bis zu dreimal mehr Ressourcen, als ihnen zustehen, viele Entwicklungsländer im Süden dafür nur einen Bruchteil ihres Kontingents.
Quelle: NZZ 10.10.07
Wackernagels Messinstrument heisst «ökologischer Fussabdruck», seine Messeinheit ist die globale Hektare. Das Messinstrument zeigt auf, wie viel Land- und Wasserfläche eine Person, ein Land oder die gesamte Menschheit benötigen, um den Ressourcenbedarf zu decken und Abfälle aufzunehmen. Der Pro-Kopf-Anteil an Essen, Wohnen, Verkehr und Infrastruktur wird dann auf die nutzbare Erd- und Wasserfläche umgerechnet. Vergleicht man den Fussabdruck mit der weltweit vorhandenen Biokapazität, ergibt sich das Datum des «Ecological Debt Day», der Tag, an dem das Kapital der Natur aufgezehrt ist. Die gesamte Biokapazität beträgt laut Wackernagel durchschnittlich 1,8 globale Hektaren pro Kopf. Die Resultate, die das 2003 vom Basler gegründete Netzwerk liefert, zeigen, dass der Mensch heute aber durchschnittlich 2,2 Hektaren pro Kopf in Anspruch nimmt. Insgesamt verbrauchen die Länder der nördlichen Hemisphäre pro Kopf bis zu dreimal mehr Ressourcen, als ihnen zustehen, viele Entwicklungsländer im Süden dafür nur einen Bruchteil ihres Kontingents.
Quelle: NZZ 10.10.07
10.10.07
(Umwelt) Keine Flaute bei Ökostrom
Solar- und Windenergie haben einen riesigen Nachteil: Die Stromproduktion hängt vom Wetter ab. Das Pilotprojekt „Kombikraftwerk“ soll das Problem jetzt lösen – Hoffnungsträger ist Biogas. Der deutsche Unternehmer Ulrich Schmack war es leid. Immer wieder musste sich der Chef der Schmack Biogas AG zwei Vorwürfe anhören, zuletzt während des Energiegipfels im Kanzleramt: Die erneuerbaren Energien seien entweder zu teuer oder nicht grundlastfähig, liefern also nur Strom bei Sonnenschein oder wenn der Wind weht.
Das Kombikraftwerk ist nun eine Pilotanlage, die über das Internet 36 Standorte von Windmühlen, Solarparks, Biogas- und Wasserkraftanlagen verknüpft und daraus ein Stromangebot errechnet. Der Windpark Pilsum hinter dem Emsdeich gehört ebenso dazu wie eine Solaranlage im sächsischen Freiberg oder ein Blockheizkraftwerk in Bad Hersfeld in Hessen. Im Maßstab 1:10.000 deckt das Kombikraftwerk vollständig den Strombedarf in Deutschland mit erneuerbaren Energien ab. Das passiert nicht nur theoretisch, sondern ganz real, denn die Anlagen sind tatsächlich am Netz und speisen Strom ein. Prognosen des Deutschen Wetterdienstes helfen, das Angebot von Wind- und Solarstrom zu berechnen.
Produzieren alle Energieträger über Bedarf, so soll ein Pumpwasserspeicher in Thüringen die Energie speichern. Macht allerdings das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sind auch die Öko-Anbieter auf einen kleinen Anteil Importstrom angewiesen – und das kann nicht nur ökofreundlicher Windstrom aus Dänemark sein, sondern im Zweifelsfall auch Atomstrom aus Frankreich.
Doch es gibt noch Hürden: das Stromnetz. Denn das Kombikraftwerk verknüpft zahlreiche dezentrale Standorte in Deutschland. Ökostromanbieter fordern daher nicht nur einen leichteren Netzzugang, sondern auch neue Leitungen, die den Strom von A nach B transportieren. „Wir brauchen mehr Platz, nicht nur für neue Windrad-Standorte, sondern auch im Netz“, sagt Düser von Enercon. Das hat schon eine Studie der Deutschen Energieagentur gezeigt. Bis 2015 seien hierzulande rund 850 Kilometer neue Leitungen nötig, um die Energie aus Offshore-Windkraftanlagen einzuspeisen. Doch gegen den Netzausbau sträuben sich bislang die vier großen Energiekonzerne, weil sie Kosten in Milliardenhöhe fürchten.
Quelle: www.zeit.de
Das Kombikraftwerk ist nun eine Pilotanlage, die über das Internet 36 Standorte von Windmühlen, Solarparks, Biogas- und Wasserkraftanlagen verknüpft und daraus ein Stromangebot errechnet. Der Windpark Pilsum hinter dem Emsdeich gehört ebenso dazu wie eine Solaranlage im sächsischen Freiberg oder ein Blockheizkraftwerk in Bad Hersfeld in Hessen. Im Maßstab 1:10.000 deckt das Kombikraftwerk vollständig den Strombedarf in Deutschland mit erneuerbaren Energien ab. Das passiert nicht nur theoretisch, sondern ganz real, denn die Anlagen sind tatsächlich am Netz und speisen Strom ein. Prognosen des Deutschen Wetterdienstes helfen, das Angebot von Wind- und Solarstrom zu berechnen.
Produzieren alle Energieträger über Bedarf, so soll ein Pumpwasserspeicher in Thüringen die Energie speichern. Macht allerdings das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sind auch die Öko-Anbieter auf einen kleinen Anteil Importstrom angewiesen – und das kann nicht nur ökofreundlicher Windstrom aus Dänemark sein, sondern im Zweifelsfall auch Atomstrom aus Frankreich.
Doch es gibt noch Hürden: das Stromnetz. Denn das Kombikraftwerk verknüpft zahlreiche dezentrale Standorte in Deutschland. Ökostromanbieter fordern daher nicht nur einen leichteren Netzzugang, sondern auch neue Leitungen, die den Strom von A nach B transportieren. „Wir brauchen mehr Platz, nicht nur für neue Windrad-Standorte, sondern auch im Netz“, sagt Düser von Enercon. Das hat schon eine Studie der Deutschen Energieagentur gezeigt. Bis 2015 seien hierzulande rund 850 Kilometer neue Leitungen nötig, um die Energie aus Offshore-Windkraftanlagen einzuspeisen. Doch gegen den Netzausbau sträuben sich bislang die vier großen Energiekonzerne, weil sie Kosten in Milliardenhöhe fürchten.
Quelle: www.zeit.de
3.10.07
(Umwelt) Solarstrom immer billiger
Erfolgsmeldung aus der Solarwirtschaft: Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) senkt per sofort den Preis für die Kilowattstunde solarerzeugten Stroms von 85 auf 75 Rappen. Die über zehnprozentige Preisreduktion drückt damit die Kosten für die KonsumentInnen auf unter zwei Drittel desjenigen Preises, der für Solarstrom vor rund zehn Jahren beim Start der Züricher Solarstrombörse zu entrichten war. Das ist Beweis für die Leistungskraft der Erneuerbaren Energien im Allgemeinen und für die sonnigen Aussichten der Photovoltaik im Besonderen.
Mit dem kostendeckenden Preis hat das EWZ die Errichtung von mehr als 100 Solaranlagen ermöglicht und immer noch kommen neue hinzu, getrieben von den mehreren tausend KundInnen, die bereit sind, den gegenüber konventionellem Strom noch bedeutend höheren Preis zu entrichten. Aber es ist ein Preis, der das Aufkommen des Solarstroms erst ermöglicht und dank eines immer grösseren Marktes diesen auch zunehmend konkurrenzfähig werden lässt. Für besonders sonnige Gebiete wie Kalifornien und Spanien steht bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Angleichung der Preise mit konventionellem Strom in Aussicht. Dann gute Nacht für die AKW- und ölbasierte Energieerzeugung.
Vorteilhaft ist der Bezug von erneuerbarer Energie speziell für Unternehmen: KMU-Kundinnen und -Kunden, die Ökostrom von ewz beziehen, können mit so genannten Ökostrom-Benefits ihr Engagement für eine nachhaltige Energiezukunft kommunizieren.
Wer die Stromprodukte ewz.ökopower, ewz.solartop oder ewz.wassertop (zertifiziert nach «naturmemade star»), bezieht, dem offeriert ewz persönliche Qualitätsausweise:
- Vom ewz-Direktor unterschriebenes Zertifikat
- Aufkleber
- Elektronisches Qualitätszeichen, das für die elektronische Geschäftskorrespondenz oder die Website verwendet werden kann.
Weitere Auskünfte: www.ewz.ch
Mit dem kostendeckenden Preis hat das EWZ die Errichtung von mehr als 100 Solaranlagen ermöglicht und immer noch kommen neue hinzu, getrieben von den mehreren tausend KundInnen, die bereit sind, den gegenüber konventionellem Strom noch bedeutend höheren Preis zu entrichten. Aber es ist ein Preis, der das Aufkommen des Solarstroms erst ermöglicht und dank eines immer grösseren Marktes diesen auch zunehmend konkurrenzfähig werden lässt. Für besonders sonnige Gebiete wie Kalifornien und Spanien steht bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Angleichung der Preise mit konventionellem Strom in Aussicht. Dann gute Nacht für die AKW- und ölbasierte Energieerzeugung.
Vorteilhaft ist der Bezug von erneuerbarer Energie speziell für Unternehmen: KMU-Kundinnen und -Kunden, die Ökostrom von ewz beziehen, können mit so genannten Ökostrom-Benefits ihr Engagement für eine nachhaltige Energiezukunft kommunizieren.
Wer die Stromprodukte ewz.ökopower, ewz.solartop oder ewz.wassertop (zertifiziert nach «naturmemade star»), bezieht, dem offeriert ewz persönliche Qualitätsausweise:
- Vom ewz-Direktor unterschriebenes Zertifikat
- Aufkleber
- Elektronisches Qualitätszeichen, das für die elektronische Geschäftskorrespondenz oder die Website verwendet werden kann.
Weitere Auskünfte: www.ewz.ch
29.9.07
(Umwelt) Grüne Elektronik auf dem Vormarsch
Greenpeace hat soeben seinen fünften Ranking-Bericht zur Geräteumweltverträglichkeit der größten Mobiltelefon- sowie Computerhersteller veröffentlicht. Demnach zeichnet sich ein deutlicher Trend bei der Elektronik-Industrie ab, gefährliche Substanzen aus ihren Geräten zu verbannen und das Recycling alter Geräte zu gewährleisten. Alle 14 getesteten Firmen bekommen inzwischen fünf bis acht von zehn möglichen Punkten. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung, da noch vor einem Jahr die Hälfte der Firmen weniger als fünf Punkte erreichte.
Der Leitfaden zur grünen Elektronik wurde im August 2006 das erste Mal veröffentlicht. Er war die Antwort von Greenpeace auf die Tatsache, dass die meisten Firmen sich nicht dafür verantwortlich fühlten, ihren Elektroschrott auch zu recyclen. Der Leitfaden bewertet die 14 größten Elektrohersteller danach, inwiefern sie in ihrem Produkten gefährliche Substanzen verarbeiten und ob sie über Rückgabe- und Recyclingsysteme für ihre Altgeräten verfügen. Die neueste Ausgabe gibt Nokia als derzeit führenden Hersteller an. Sony Ericsson belegt den zweiten Platz und Dell teilt sich mit Lenovo den dritten Platz.
Sony und LG Electronics (LGE) konnten ihren guten Punktestand weiter ausbauen. Beide Firmen haben die Anti-Recycling-Industriekoalition verlassen. Diese Vereinigung befürwortet es, von Verbrauchern eine Recycling-Gebühr zu verlangen und setzt sich gegen eine Verantwortung der Produktionsfirmen für Recycling von Altprodukten ein. Sonys neues Programm zum kostenlosen Recyclen seiner Produkte in den USA und sein Austreten aus der Anti-Koalition zeigt ein neues Bekenntnis zu individueller Herstellerverantwortung, fügt Hind hinzu. Jedoch muss der Hersteller nun weitere Schritte gehen und dieses Programm weltweit bekannt machen, wenn er die Konkurrenz anführen will.
Am schlechtesten schneidet Panasonic ab. Obwohl der Hersteller einige Produkte frei von den meisten gefährlichen Chemikalien anbietet, versagt die Firma komplett beim Recycling alter Produkte. Apple, der Hersteller des neuen iPhones, hat keine Verbesserungen vorgenommen und darum mit 5,3 Punkten nur den zwölften Platz erreicht. Apple bleibt damit teilweise weit hinter der Konkurrenz zurück.
Quelle: Greenpeace / www.sonnenseite.com
Der Leitfaden zur grünen Elektronik wurde im August 2006 das erste Mal veröffentlicht. Er war die Antwort von Greenpeace auf die Tatsache, dass die meisten Firmen sich nicht dafür verantwortlich fühlten, ihren Elektroschrott auch zu recyclen. Der Leitfaden bewertet die 14 größten Elektrohersteller danach, inwiefern sie in ihrem Produkten gefährliche Substanzen verarbeiten und ob sie über Rückgabe- und Recyclingsysteme für ihre Altgeräten verfügen. Die neueste Ausgabe gibt Nokia als derzeit führenden Hersteller an. Sony Ericsson belegt den zweiten Platz und Dell teilt sich mit Lenovo den dritten Platz.
Sony und LG Electronics (LGE) konnten ihren guten Punktestand weiter ausbauen. Beide Firmen haben die Anti-Recycling-Industriekoalition verlassen. Diese Vereinigung befürwortet es, von Verbrauchern eine Recycling-Gebühr zu verlangen und setzt sich gegen eine Verantwortung der Produktionsfirmen für Recycling von Altprodukten ein. Sonys neues Programm zum kostenlosen Recyclen seiner Produkte in den USA und sein Austreten aus der Anti-Koalition zeigt ein neues Bekenntnis zu individueller Herstellerverantwortung, fügt Hind hinzu. Jedoch muss der Hersteller nun weitere Schritte gehen und dieses Programm weltweit bekannt machen, wenn er die Konkurrenz anführen will.
Am schlechtesten schneidet Panasonic ab. Obwohl der Hersteller einige Produkte frei von den meisten gefährlichen Chemikalien anbietet, versagt die Firma komplett beim Recycling alter Produkte. Apple, der Hersteller des neuen iPhones, hat keine Verbesserungen vorgenommen und darum mit 5,3 Punkten nur den zwölften Platz erreicht. Apple bleibt damit teilweise weit hinter der Konkurrenz zurück.
Quelle: Greenpeace / www.sonnenseite.com
20.9.07
(Umwelt) Grosskonzerne setzen nun auch auf Windkraft – in Megamassstab.
Gleich mehrere Meldungen aus der Energieszene lassen in diesen Herbstwochen aufhorchen. So etwa diese: Der weltgrößte Atomkonzern Areva drängt weiter auf mehr Windenergie. Nachdem der französische Atomkonzern Anfang 2007 die deutsche "Repower" übernehmen wollte, aber gescheitert war, übernimmt der französische Staatskonzern jetzt den Windturbinenhersteller Multibrid in Bremerhaven. Kosten 150 Millionen Euro.
„Mit AREVA haben wir den starken Partner gefunden, mit dem wir in den nächsten Jahren unsere Position am Markt noch weiter stärken und ausbauen werden“, so Ingo de Buhr, Geschäftsführer von PROKON Nord. „Mit der Finanzkraft und den weltweiten Aktivitäten von AREVA wollen wir den Zukunftsmarkt der Offshore-Windenergie strategisch europaweit ausbauen.“ Das Unternehmen entwickelt Offshore-Anlagen und ist am ersten französischen Offshore-Park "Alabasterküste" beteiligt. Bis 2009 sollen vor der deutschen Nordseeküste 160 Windräder der Fünf-Megawatt-Klasse für zwei Offshore-Windparks gefertigt werden. Diese 160 Windräder können ein kleines Atomkraftwerk ersetzen.
Der neue Deal unterstreicht das Interesse der alten Energieversorger, gerade noch rechtzeitig auf den Zug der Erneuerbaren aufzuspringen. Auch die atomverrückten Franzosen müssen nun also allmählich umsteigen. Aber auch Deutschlands größter Energiekonzern E.on betreibt bereits 20 Windparks – allerdings in England. Und jetzt planen die Düsseldorfer einen weiteren Offshore-Windpark mit 80 Windrädern - acht Kilometer vor der englischen Küste von Yorkshire. Die 80 Windräder sollen bis zu 300 Megawatt Strom erzeugen und den Strombedarf von etwa 700.000 Menschen decken. Der geplante Windpark "Humber Gateway" soll etwa 600 Millionen Euro kosten.
Quelle: www.sonnenseite.com
„Mit AREVA haben wir den starken Partner gefunden, mit dem wir in den nächsten Jahren unsere Position am Markt noch weiter stärken und ausbauen werden“, so Ingo de Buhr, Geschäftsführer von PROKON Nord. „Mit der Finanzkraft und den weltweiten Aktivitäten von AREVA wollen wir den Zukunftsmarkt der Offshore-Windenergie strategisch europaweit ausbauen.“ Das Unternehmen entwickelt Offshore-Anlagen und ist am ersten französischen Offshore-Park "Alabasterküste" beteiligt. Bis 2009 sollen vor der deutschen Nordseeküste 160 Windräder der Fünf-Megawatt-Klasse für zwei Offshore-Windparks gefertigt werden. Diese 160 Windräder können ein kleines Atomkraftwerk ersetzen.
Der neue Deal unterstreicht das Interesse der alten Energieversorger, gerade noch rechtzeitig auf den Zug der Erneuerbaren aufzuspringen. Auch die atomverrückten Franzosen müssen nun also allmählich umsteigen. Aber auch Deutschlands größter Energiekonzern E.on betreibt bereits 20 Windparks – allerdings in England. Und jetzt planen die Düsseldorfer einen weiteren Offshore-Windpark mit 80 Windrädern - acht Kilometer vor der englischen Küste von Yorkshire. Die 80 Windräder sollen bis zu 300 Megawatt Strom erzeugen und den Strombedarf von etwa 700.000 Menschen decken. Der geplante Windpark "Humber Gateway" soll etwa 600 Millionen Euro kosten.
Quelle: www.sonnenseite.com
18.9.07
(Umwelt) Solarcomplex - Grossprojekt ennet der Grenze
Während in der Schweiz kleinere Unternehmen langsam in der aufblühenden Solarbranche Fuss fassen, ist das nördliche Nachbarland viel weiter. Neben renomierten Grossunternehmen wie Solarworld, Conergy und Q-Cells – allesamt Komplettanbieter im Bereich der Solartechnologie – sind Bürgerinitiativen vielversprechend unterwegs. Herausragendes Beispiel ist die in Baden-Würtemberg tätige Solarcomplex AG, die neben vielen Einzelprojekten unter anderem die Aktion Bioenergiedörfer gestartet hat.
Biogas, moderne Holzenergie, Photovoltaik: Mauenheim ist das erste Dorf in Baden-Württemberg, welches sich vollständig aus heimischen erneuerbaren Energien versorgt. Über ein 4 km langes Nahwärmenetz wird Wärme aus einer Biogasanlage und einer Holzhackschnitzelheizung an 66 kommunale, kirchliche und private Gebäude geliefert. Neben den ökologischen Vorteilen hat das Projekt gemäss den Realisatoren von Solarcomplex einen hohen regionalwirtschaftlichen Wert: Die Energiekosten fließen nicht mehr ab, sondern bleiben als Kaufkraft vor Ort. Wäre nach Initianten auf viele Dörfer in BW zu übertragen – und sicher auch in den ländlichen Raum in der Schweiz. Als nächstes steht das Bioenergiedorf Lippertsreute zur Realisierung 2007 und 2008 an.
Solarcomplex strebt eine Taktzahl von einem Bioenergiedorf pro Jahr an. Konzepte für Zuschüsse sind in Baden-Würtemberg unterdessen vor der Realsation. Solarcomplex führt sodann im Oktober eine Messe Moderne Energien durch (Insel Mainau vom 19.-21.Oktober, 10-18 Uhr) – während sich Mauenheim vor Besucherinteresse kaum mehr erretten kann, sogar aus England und China. Langfristiges Ziel ist es, Bioenergiedörfer in D (1000) und europaweit spriessen zu lassen.
Solarcomplex hat des weiteren mit der 6-kW-Konzeption bisher über 3 Megawatt Solarkraftwerke realisiert. Das entspricht einer Modulfläche von rund 30.000 Quadratmetern und einem Jahresstromertrag von etwa 3 Mio. kWh sauberem Solarstrom pro Jahr, ausreichend für 3.000 Personen oder 850 Haushalte. Während der Laufzeit der Anlagen werden gegenüber dem herkömmlichen Strommix gut 40.000 t CO2 eingespart. Die Investitionssumme von bisher 15 Mio. Euro gilt in Zeiten einer kränkelnden Baukonjunktur ein kleines regionales Wirtschaftsförderungsprogramm. Viele Initiativen auf einmal, deren Nachahmung auch in der Schweiz anzustreben wäre!
Weitere Informationen über www.solarcomplex.de
Biogas, moderne Holzenergie, Photovoltaik: Mauenheim ist das erste Dorf in Baden-Württemberg, welches sich vollständig aus heimischen erneuerbaren Energien versorgt. Über ein 4 km langes Nahwärmenetz wird Wärme aus einer Biogasanlage und einer Holzhackschnitzelheizung an 66 kommunale, kirchliche und private Gebäude geliefert. Neben den ökologischen Vorteilen hat das Projekt gemäss den Realisatoren von Solarcomplex einen hohen regionalwirtschaftlichen Wert: Die Energiekosten fließen nicht mehr ab, sondern bleiben als Kaufkraft vor Ort. Wäre nach Initianten auf viele Dörfer in BW zu übertragen – und sicher auch in den ländlichen Raum in der Schweiz. Als nächstes steht das Bioenergiedorf Lippertsreute zur Realisierung 2007 und 2008 an.
Solarcomplex strebt eine Taktzahl von einem Bioenergiedorf pro Jahr an. Konzepte für Zuschüsse sind in Baden-Würtemberg unterdessen vor der Realsation. Solarcomplex führt sodann im Oktober eine Messe Moderne Energien durch (Insel Mainau vom 19.-21.Oktober, 10-18 Uhr) – während sich Mauenheim vor Besucherinteresse kaum mehr erretten kann, sogar aus England und China. Langfristiges Ziel ist es, Bioenergiedörfer in D (1000) und europaweit spriessen zu lassen.
Solarcomplex hat des weiteren mit der 6-kW-Konzeption bisher über 3 Megawatt Solarkraftwerke realisiert. Das entspricht einer Modulfläche von rund 30.000 Quadratmetern und einem Jahresstromertrag von etwa 3 Mio. kWh sauberem Solarstrom pro Jahr, ausreichend für 3.000 Personen oder 850 Haushalte. Während der Laufzeit der Anlagen werden gegenüber dem herkömmlichen Strommix gut 40.000 t CO2 eingespart. Die Investitionssumme von bisher 15 Mio. Euro gilt in Zeiten einer kränkelnden Baukonjunktur ein kleines regionales Wirtschaftsförderungsprogramm. Viele Initiativen auf einmal, deren Nachahmung auch in der Schweiz anzustreben wäre!
Weitere Informationen über www.solarcomplex.de
13.9.07
(Finanzen) Finanzplatz Schweiz bläst zum Sturmangriff
Vor wenigen Jahren hatte es anders getönt. Da war von bevorstehender Redimensionierung gewaltigen Ausmasses die Rede. Jetzt wollen die Protagonisten des hiesigen Finanzplatzes bis Mitte des kommenden Jahrzehnts ein nicht unbescheidenes Wachstum stemmen. Sie stellen 20 bis 40 Prozent mehr Arbeitsplätze und eine entsprechende Zunahme des Steueraufkommens in Aussicht. Dass dies gerade jetzt erfolgt, ist gemäss Peter Gomez, dem Verwaltungsratspräsidenten der Schweizer Börse SWX, kein Zufall, vielmehr (erhoffte) Beeinflussung des kommenden Legislaturprogramms des Bundesrats. Während sich Fondsverbandspräsident Fischer gleichzeitig dagegen verwahrte, hier direkt Wahlkampf aus Sicht der Finanzbranche zu machen.
Damit der Finanzplatz seine Vision von einer «Top-3-Position unter den weltweiten Finanzplätzen» realisieren kann, braucht es von Seiten der Politik und Verwaltung passende «Regulationen», will heissen einfache, klare und nicht zu weit gehende Gesetze und Vorschriften. Will im Klartext auch heissen, keine politisch motivierte Rechtshilfe vorzusehen – und so der internationalen Vermögensverwaltung (Private Banking) Vorschub zu leisten. Bedeutet für die Lebensversicherungsbranche die Abschaffung der ihr schon lange als Stachel im Fleisch sitzenden Stempelsteuer und für die Hedge-Fonds-Branche Elimination hinderlicher Vorschriften.
Doch ebendiese hängt derzeit eher in den Seilen. Folgt man Branchenkennern, so ist die spätsommerliche Börsenkrise noch nicht ausgestanden. Die Zunft sei vielmehr angeschlagen oder «knocked out», wie es Frédéric Lebel, oberster Anlagechef der Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch, an einer Präsentation letzte Woche in Zürich sagte. Zwar hätten die LODH-Fonds in den vergangenen Jahren ihre Rolle als Ausgleich zu extremen Marktausschlägen gut gespielt. Aber gerade im vergangenen Monat August mussten auch deren Hedge Funds deutliche Kursrückgänge hinnehmen, bei LODH wohl zwischen zwei bis fünf Prozent. Definitive Zahlen liegen aber noch nicht vor.
So kontrastieren die schönen Visionen der Finanzplatzvertreter und die aktuellen Realitäten. Da vermochte man sich an der aktuellen Präsentation des Masterplans zum Finanzplatz Schweiz nur in allgemeine Floskeln retten: Lieber spreche man von Klumpenchancen denn vom Klumpenrisiko eines wuchernden Finanzplatzes. Und zuvorderst stünden gar nicht die politischen Forderungen, sondern die Suche nach und die Ausbildung von jungen dynamischen Talenten. Um gleichzeitig einzugestehen, dass beispielsweise «viele Professoren an den Universitäten am ehesten ein Leuchtturm ihrerselbst seien», so etwa Gomez. Er war Professor an der HSG und muss es ja wissen. Dass in der Zukunftsvision des Finanzplatzes vor allem von den Chancen die Rede ist, mag man den Protagonisten nachsehen. Dass sie die wegzurationalisierenden oder auszulagernden Arbeitsplätze schlicht vergessen zu erwähnen, ist allerdings ein Rechnungsfehler, der Finanzmarktexperten schlecht ansteht, Professorentitel hin oder hier.
Damit der Finanzplatz seine Vision von einer «Top-3-Position unter den weltweiten Finanzplätzen» realisieren kann, braucht es von Seiten der Politik und Verwaltung passende «Regulationen», will heissen einfache, klare und nicht zu weit gehende Gesetze und Vorschriften. Will im Klartext auch heissen, keine politisch motivierte Rechtshilfe vorzusehen – und so der internationalen Vermögensverwaltung (Private Banking) Vorschub zu leisten. Bedeutet für die Lebensversicherungsbranche die Abschaffung der ihr schon lange als Stachel im Fleisch sitzenden Stempelsteuer und für die Hedge-Fonds-Branche Elimination hinderlicher Vorschriften.
Doch ebendiese hängt derzeit eher in den Seilen. Folgt man Branchenkennern, so ist die spätsommerliche Börsenkrise noch nicht ausgestanden. Die Zunft sei vielmehr angeschlagen oder «knocked out», wie es Frédéric Lebel, oberster Anlagechef der Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch, an einer Präsentation letzte Woche in Zürich sagte. Zwar hätten die LODH-Fonds in den vergangenen Jahren ihre Rolle als Ausgleich zu extremen Marktausschlägen gut gespielt. Aber gerade im vergangenen Monat August mussten auch deren Hedge Funds deutliche Kursrückgänge hinnehmen, bei LODH wohl zwischen zwei bis fünf Prozent. Definitive Zahlen liegen aber noch nicht vor.
So kontrastieren die schönen Visionen der Finanzplatzvertreter und die aktuellen Realitäten. Da vermochte man sich an der aktuellen Präsentation des Masterplans zum Finanzplatz Schweiz nur in allgemeine Floskeln retten: Lieber spreche man von Klumpenchancen denn vom Klumpenrisiko eines wuchernden Finanzplatzes. Und zuvorderst stünden gar nicht die politischen Forderungen, sondern die Suche nach und die Ausbildung von jungen dynamischen Talenten. Um gleichzeitig einzugestehen, dass beispielsweise «viele Professoren an den Universitäten am ehesten ein Leuchtturm ihrerselbst seien», so etwa Gomez. Er war Professor an der HSG und muss es ja wissen. Dass in der Zukunftsvision des Finanzplatzes vor allem von den Chancen die Rede ist, mag man den Protagonisten nachsehen. Dass sie die wegzurationalisierenden oder auszulagernden Arbeitsplätze schlicht vergessen zu erwähnen, ist allerdings ein Rechnungsfehler, der Finanzmarktexperten schlecht ansteht, Professorentitel hin oder hier.
3.9.07
(Finanzen) Neuer Index für die nachhaltige Geldanlage
Der Global Challenges Index gilt als Innovation am Finanzmarkt. Mit ihm wird die Dynamik des Leitbildes Nachhaltige Entwicklung erstmals konsequent und nachvollziehbar in einem Index abgebildet. Nachhaltig orientierte Investoren profitieren vom Global Challenges Index, denn er konkretisiert das Thema „Nachhaltigkeit“ durch die Fokussierung auf sieben zukunftsrelevante Handlungsfelder, legt strenge und konsequente Leistungskriterien an die gelisteten Unternehmen an, identifiziert Vorreiterunternehmen , die Chancen des globalen Wandels aktiv nutzen.
Der Global Challenges Index ist ausgerichtet auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends, denen sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stellen müssen:
- die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels
- die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser
- die Beendigung der Entwaldung und die Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft
- den Erhalt der Artenvielfalt
- den Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung
- die Bekämpfung der Armut
- die Unterstützung verantwortungsvoller Führungs- (Governance-) Strukturen
Der Global Challenges Index umfasst Unternehmen, die sich dieser Verantwortung aktiv stellen und substanzielle, richtungweisende Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten. Der Index enthält 50 Titel weltweit tätiger Großunternehmen sowie kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die durch ihre Produkt- und Dienstleistungspalette eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich gleichzeitig Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung erschließen.
Die Auswahl der Unternehmen erfolgt nach strengen Kriterien: oekom research bewertet die Wertpapieremittenten hinsichtlich ihres sozialen und umweltbezogenen Engagements sowie der Einhaltung strenger Ausschlusskriterien. Ein unabhängiger Beirat unterstützt die Entwicklung des Auswahlprozesses. Die Börse Hannover hat bereits erste Indexprodukte lanciert, die unter der Bezeichnung NORD/LB und NORDCON laufen.
Quelle: www.gc-index.com/de
Der Global Challenges Index ist ausgerichtet auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends, denen sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stellen müssen:
- die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels
- die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser
- die Beendigung der Entwaldung und die Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft
- den Erhalt der Artenvielfalt
- den Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung
- die Bekämpfung der Armut
- die Unterstützung verantwortungsvoller Führungs- (Governance-) Strukturen
Der Global Challenges Index umfasst Unternehmen, die sich dieser Verantwortung aktiv stellen und substanzielle, richtungweisende Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten. Der Index enthält 50 Titel weltweit tätiger Großunternehmen sowie kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die durch ihre Produkt- und Dienstleistungspalette eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich gleichzeitig Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung erschließen.
Die Auswahl der Unternehmen erfolgt nach strengen Kriterien: oekom research bewertet die Wertpapieremittenten hinsichtlich ihres sozialen und umweltbezogenen Engagements sowie der Einhaltung strenger Ausschlusskriterien. Ein unabhängiger Beirat unterstützt die Entwicklung des Auswahlprozesses. Die Börse Hannover hat bereits erste Indexprodukte lanciert, die unter der Bezeichnung NORD/LB und NORDCON laufen.
Quelle: www.gc-index.com/de
29.8.07
(Umwelt) Weltgrößtes Solarfeld in Betrieb genommen
„Ab sofort können wir bis zu sechs Megawatt Solarstrom einspeisen“, verkündete juwi-Vorstand Matthias Willenbacher bei der offiziellen Inbetriebnahme des weltweit größten Solar-Projekts „Waldpolenz“ im sächsischen Brandis. Und das ist noch nicht einmal annähernd die Leistung, die das Solarkraftwerk der juwi-Gruppe künftig erreichen soll. 40 Megawatt sollen bis Ende 2009 auf dem ehemaligen Militärflughafen im Muldentalkreis installiert sein und dann auf 220 Hektar – umgerechnet eine Fläche von 200 Fußballfeldern – etwa 40 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugen. Dies entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 10.000 bundesdeutschen Haushalten. Das Solarunternehmen aus dem Rheinland-Pfälzischen Bolanden setzt damit eine neue Marke für Betreiber von solaren Großanlagen und schiebt sich so auf den ersten Platz der weltweiten Top-Ten.
Der Solarpark „Waldpolenz“ wäre nach seiner Fertigstellung in gut zwei Jahren voraussichtlich doppelt so groß wie das derzeit größte Solarkraftwerk des Mitbewerbers SunTechnics, das allerdings noch in diesem Jahr in Korea fertig gestellt werden soll. Mit 20 Megawatt hat das SunTechnics-Projekt in SinAn, südwestlich der koreanischen Hauptstadt Seoul gelegen, bereits ein beachtliches Ausmaß. Den Hintergrund für dieses Streben nach Größe erklärt Matthias Willenbacher von der juwi-Gruppe. „In einer Zeit, wo alle Welt über den Klimawandel diskutiert, zeigen wir die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien.“ Dabei trügen solche Freiflächenanlagen, als besonders preisgünstiges Photovoltaik-Segment, maßgeblich zum Erfolg der Solarenergie bei, so der juwi-Vorstand. Allerdings nur solange, wie sich die Bundesregierung an die bislang vereinbarten Förderbedingungen für Sonnenstrom halte, meint Carsten Körnig vom Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW-Solar) gegenüber EuPD Europressedienst.
„Top-Ten“ der größten Solarkraftwerke
Fünf der weltweit größten Solarkraftwerke entstehen in Deutschland. Der Solarpark „Waldpolenz“ wird nach der Fertigstellung Ende 2009 voraussichtlich den ersten Platz unter den „Top-Ten“ einnehmen:
Brandis, Deutschland – 40 MW geplant
SinAn, Süd-Korea – 20 MW, im Bau
Beneixama, Spanien – 20 MW geplant
Erlasee/Arnstein, Deutschland – 12 MW
Sepra, Portugal – 11 MW
Pocking, Deutschland – 10 MW
Milagro, Spanien – 9,5 MW
Doberschütz, Deutschland – 6 MW
Darro, Spanien – 5,8 MW
Miegersbach, Deutschland – 5,3 MW
Quelle: EuPD Europressedienst 20 / www.sonnenseite.com
Der Solarpark „Waldpolenz“ wäre nach seiner Fertigstellung in gut zwei Jahren voraussichtlich doppelt so groß wie das derzeit größte Solarkraftwerk des Mitbewerbers SunTechnics, das allerdings noch in diesem Jahr in Korea fertig gestellt werden soll. Mit 20 Megawatt hat das SunTechnics-Projekt in SinAn, südwestlich der koreanischen Hauptstadt Seoul gelegen, bereits ein beachtliches Ausmaß. Den Hintergrund für dieses Streben nach Größe erklärt Matthias Willenbacher von der juwi-Gruppe. „In einer Zeit, wo alle Welt über den Klimawandel diskutiert, zeigen wir die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien.“ Dabei trügen solche Freiflächenanlagen, als besonders preisgünstiges Photovoltaik-Segment, maßgeblich zum Erfolg der Solarenergie bei, so der juwi-Vorstand. Allerdings nur solange, wie sich die Bundesregierung an die bislang vereinbarten Förderbedingungen für Sonnenstrom halte, meint Carsten Körnig vom Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW-Solar) gegenüber EuPD Europressedienst.
„Top-Ten“ der größten Solarkraftwerke
Fünf der weltweit größten Solarkraftwerke entstehen in Deutschland. Der Solarpark „Waldpolenz“ wird nach der Fertigstellung Ende 2009 voraussichtlich den ersten Platz unter den „Top-Ten“ einnehmen:
Brandis, Deutschland – 40 MW geplant
SinAn, Süd-Korea – 20 MW, im Bau
Beneixama, Spanien – 20 MW geplant
Erlasee/Arnstein, Deutschland – 12 MW
Sepra, Portugal – 11 MW
Pocking, Deutschland – 10 MW
Milagro, Spanien – 9,5 MW
Doberschütz, Deutschland – 6 MW
Darro, Spanien – 5,8 MW
Miegersbach, Deutschland – 5,3 MW
Quelle: EuPD Europressedienst 20 / www.sonnenseite.com
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