Am 01.Mai startet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) den Aktienindex RENIXX® (Renewable Energy Industrial Index). Ziel ist ein internationaler Aktienindex mit Fokus auf die Industrieunternehmen regenerativer Energietechniken. Die Zusammensetzung und Gewichtung der weltweit größten Unternehmen im RENIXX® steht jetzt fest. Basierend auf den Schlusskursen von Freitag, den 28. April 2006 und in der Reihenfolge der Börsenkapitalisierung sind folgende Aktiengesellschaften beim Start im RENIXX® vertreten:
1. Vestas [Windenergie, Dänemark]
2. Gamesa [Windenergie, Spanien]
3. SolarWorld [Solarenergie, Deutschland]
4. Q-Cells [Solarenergie, Deutschland]
5. Energy Conversion Devices [Solarenergie, Brennstoffzellen, USA]
6. Conergy [Solarenergie, Deutschland]
7. Pacific Ethanol [Biotreibstoffe, USA]
8. Suntech Power [ Solarenergie, China/USA]
9. Evergreen Solar [Solarenergie, USA]
10. Ballard Power [Brennstoffzellen, USA]
11. Fuel Cell Energy [Brennstoffzellen, USA]
12. Canadian Hydro Developers [Wasserkraft, Kanada]
13. Clipper Windpower [Windenergie, USA]
14. Energy Developments [Bioenergie, Australien]
15. Nordex [Windenergie, Deutschland]
Quelle: www.iwr.de
29.4.06
23.4.06
(Finanzen) Traumhaftes Wachstum der ETF
Das weltweite Vermögen in Exchange Traded Funds ist im abgelaufenen Quartal um 9,5 Prozent auf 456,5 Milliarden Dollar angewachsen. Das Geld verteilt sich mittlerweile auf 500 Fonds, die an 33 Börsen gehandelt werden. Das geht aus der von Stocks (20.4.06) zitierten Statistik der ETF-Analyse-Abteilung von Morgan Stanley hervor. Weltweit sind derzeit 52 Anbieter tätig. In der Schweiz sind gemäss der CH-Börse SWX derzeit rund 50 ETF, auch Indexfonds genannt, zu günstigen Bedingungen gehandelt, darunter neu beispielsweise auch ein Gold-ETF der Zürcher Kantonalbank.
Den grössten ETF-Markt haben nach wie vor die USA mit 216 Fonds und einem verwalteten Volumen von 330,4 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Jahresende hat das Fondsvermögen somit um über 8 Prozent zugelegt. Nach wie vor teilen sich dort 17 Anbieter den Markt. Interessant ist, dass die internationalen Fonds einen Volumenzuwachs von 22 Prozent verzeichneten, während die Fonds mit dem Schwerpunkt US-Aktien nur um 5 Prozent zulegen konnten.
Die europäische ETF-Branche legte mit einem Anstieg des Fondsvermögens um 17,7 Prozent erneut das stärkere Wachstum hin. Mit einem Gesamtvolumen von 64,6 Milliarden Dollar verteilt auf 196 Fonds macht der Markt derzeit rund einen Fünftel des US-Marktes aus. Das japanische ETF-Vermögen ist im vergangenen Quartal nur um 5,2 Prozent auf nunmehr 33 Milliarden Dollar gewachsen.
Den grössten ETF-Markt haben nach wie vor die USA mit 216 Fonds und einem verwalteten Volumen von 330,4 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Jahresende hat das Fondsvermögen somit um über 8 Prozent zugelegt. Nach wie vor teilen sich dort 17 Anbieter den Markt. Interessant ist, dass die internationalen Fonds einen Volumenzuwachs von 22 Prozent verzeichneten, während die Fonds mit dem Schwerpunkt US-Aktien nur um 5 Prozent zulegen konnten.
Die europäische ETF-Branche legte mit einem Anstieg des Fondsvermögens um 17,7 Prozent erneut das stärkere Wachstum hin. Mit einem Gesamtvolumen von 64,6 Milliarden Dollar verteilt auf 196 Fonds macht der Markt derzeit rund einen Fünftel des US-Marktes aus. Das japanische ETF-Vermögen ist im vergangenen Quartal nur um 5,2 Prozent auf nunmehr 33 Milliarden Dollar gewachsen.
20.4.06
(Finanzen) Vorsicht an den Börsen
Bald ist ein Drittel des Jahres vorüber und der Blick auf die Entwicklung der Weltbörsen im aktuellen Jahr erstaunt: Den Zuwächsen von 2005 sind weitere Höchststände gefolgt, ja die Entwicklung ist vielerorts sogar noch positiver als im vergangenen Jahr. Es glänzen vor allem die Kurse der börsenkotierten Klein- und Mittelbetriebe. In der Schweiz etwa stieg der entsprechende Index seit Jahresbeginn um rund 15 Prozent. Gleiches lässt sich am amerikanischen Markt beobachten – der im Übrigen bei den konventionellen Indizes nicht wie erwartet besonders gut abschnitt. Vielmehr legte der Dow Jones gerade mal um fünf Prozenten zu, das nach einem mageren Vorjahr.
Spitzenreiter der Entwicklung im laufenden Jahr sind in erster Linie jene, die als sogenannte Emerging Markets schon länger für Aufsehen sorgen. So legte die russische Börse ölgetrieben um sagenhafte 42 Prozent zu, und besonders gut schlossen auch Argentinien und Indien ab. Um so erstaunlicher, als dass diese Märkte bereits im Vorjahr stark zugelegt hatten. Ganz im Gegensatz zu China, das nun plötzlich auch börsentechnisch interessant zu werden scheint. Lange Zeit dümpelten dessen wenige für Ausländer zugängliche Aktienwerte ja auf tiefem Niveau. Doch Liberalisierungsschritte auch in diesem Bereich lassen die Kurse nun in die Höhe schiessen.
Weil das von tiefem Niveau aus geschieht, kann man für China am ehesten für die nähere Zukunft positiv gestimmt sein. Anders als in den übrigen Märkten, deren ständige Aufwärtsbewegung gelegentlich zu einem Stillstand kommen dürfte. Zumal die Risiken der Weltwirtschaft nunmehr durch die steigende Unsicherheit am Energiemarkt steigen. Das mag zwar für die Werte der erneuerbaren Energien positiv sein. In der Gesamtwirtschaft wird es aber gelegentlich doch zu Verwerfungen kommen, denn sie ist noch immer ungenügend vorbereitet auf die angesichts der Energieverknappung zu erwartenden und nötigen Umstrukturierungen.
Spitzenreiter der Entwicklung im laufenden Jahr sind in erster Linie jene, die als sogenannte Emerging Markets schon länger für Aufsehen sorgen. So legte die russische Börse ölgetrieben um sagenhafte 42 Prozent zu, und besonders gut schlossen auch Argentinien und Indien ab. Um so erstaunlicher, als dass diese Märkte bereits im Vorjahr stark zugelegt hatten. Ganz im Gegensatz zu China, das nun plötzlich auch börsentechnisch interessant zu werden scheint. Lange Zeit dümpelten dessen wenige für Ausländer zugängliche Aktienwerte ja auf tiefem Niveau. Doch Liberalisierungsschritte auch in diesem Bereich lassen die Kurse nun in die Höhe schiessen.
Weil das von tiefem Niveau aus geschieht, kann man für China am ehesten für die nähere Zukunft positiv gestimmt sein. Anders als in den übrigen Märkten, deren ständige Aufwärtsbewegung gelegentlich zu einem Stillstand kommen dürfte. Zumal die Risiken der Weltwirtschaft nunmehr durch die steigende Unsicherheit am Energiemarkt steigen. Das mag zwar für die Werte der erneuerbaren Energien positiv sein. In der Gesamtwirtschaft wird es aber gelegentlich doch zu Verwerfungen kommen, denn sie ist noch immer ungenügend vorbereitet auf die angesichts der Energieverknappung zu erwartenden und nötigen Umstrukturierungen.
14.4.06
(Finanzen) Nachhaltigkeit bringt Mehrwert
Auch Pensionskassen nehmen unterdessen zur Kenntnis: Nachhaltige Anlagen führen zum Erfolg. In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Schweizer Personalvorsorge (3/06) präsentiert sich eine Studie aus dem Kreise der Kantonalbanken mit zwei ebenso klaren wie bemerkenswerten Ergebnissen. Nachhaltigkeitsfonds haben im Schnitt ein geringeres Risiko als vergleichbare, weltweit investierende Anlagefonds. Gleichzeitig generieren sie einen sozialen und ökologischen Mehrwert, der «besonders für langfristige Investoren wie Pensionskassen und deren Begünstigte relevant ist».
Der positive Befund wird versüsst durch die Tatsache, dass das alles bei vergleichbarer Rendite zu erreichen ist. Denn die getesteten neun Schweizer Nachhaltigkeitsfonds wiesen im Renditevergleich über ein, drei und fünf Jahre ein praktisch gleich gutes Ergebnis aus wie die hundert zum Vergleich beigezogenen konventionellen Fonds. Die ermittelten Ergebnisse bestätigen den Befund, der auch schon für andere nationale Märkte sowie den gesamteuropäischen Fondsmarkt ausgemacht wurde. Das Vorurteil, ein allfälliger Mehrwert in sozialer oder ökologischer Hinsicht sei nur mit höherem Risiko und / oder geringerem Ertrag erreichbar, ist damit empirisch endgültig widerlegt.
Der positive Befund wird versüsst durch die Tatsache, dass das alles bei vergleichbarer Rendite zu erreichen ist. Denn die getesteten neun Schweizer Nachhaltigkeitsfonds wiesen im Renditevergleich über ein, drei und fünf Jahre ein praktisch gleich gutes Ergebnis aus wie die hundert zum Vergleich beigezogenen konventionellen Fonds. Die ermittelten Ergebnisse bestätigen den Befund, der auch schon für andere nationale Märkte sowie den gesamteuropäischen Fondsmarkt ausgemacht wurde. Das Vorurteil, ein allfälliger Mehrwert in sozialer oder ökologischer Hinsicht sei nur mit höherem Risiko und / oder geringerem Ertrag erreichbar, ist damit empirisch endgültig widerlegt.
9.4.06
(Umwelt) Vereint zur Reduktion von Flug-Treibhausgasen
MyClimate und die Stiftung CLIPP (The Climate Protection Partnership) haben sich gemäss einer Meldung der ÖBU (des Netzwerks für Umwelt und Management) zusammen geschlossen. Das gemeinsame My-Climate-Projekt vereinigt damit jene wachsende Zahl von Personen und Institutionen, die freiwillig ihren Ausstoss von Treibhausgasen kompensieren möchten. Zu den wichtigsten internationalen Kunden der neuen Stiftung myclimate – The Climate Protection Partnership gehören das UNO Umweltprogramm UNEP und das World Economic Forum. Hierzulande beteiligen sich unter anderem die Reiseveranstalter Globetrotter und Baumeler, die myclimate Flugbillette vertreiben.
Über die Website www.myclimate.org lässt sich berechnen, wie viel ein Flugticket für einen bestimmten Flug kostet – und das Ticket lässt sich auch gleich bei einem gewünschten Reisebüro bestellen. So kostet beispielsweise der Treibhausgaszuschlag für den Retourflug von Zürich nach Shanghai (rund 18’000km) 126 CHF. Die Einnahmen verwendet myclimate für Klimaschutzprojekte.
Und so funktioniert es: Mit dem Kauf eines myclimate tickets kompensieren Sie die schädlichen Auswirkungen Ihres Fluges auf das Klima. Dieselbe Menge Emissionen, die Ihr Flug verursacht, wird in einem Klimaschutzprojekt eingespart. Das myclimate ticket kann zusätzlich zum Flugticket direkt bei myclimate oder in verschiedenen Reisebüros gekauft werden. myclimate bietet aber keine Flugbillette direkt an.
Über die Website www.myclimate.org lässt sich berechnen, wie viel ein Flugticket für einen bestimmten Flug kostet – und das Ticket lässt sich auch gleich bei einem gewünschten Reisebüro bestellen. So kostet beispielsweise der Treibhausgaszuschlag für den Retourflug von Zürich nach Shanghai (rund 18’000km) 126 CHF. Die Einnahmen verwendet myclimate für Klimaschutzprojekte.
Und so funktioniert es: Mit dem Kauf eines myclimate tickets kompensieren Sie die schädlichen Auswirkungen Ihres Fluges auf das Klima. Dieselbe Menge Emissionen, die Ihr Flug verursacht, wird in einem Klimaschutzprojekt eingespart. Das myclimate ticket kann zusätzlich zum Flugticket direkt bei myclimate oder in verschiedenen Reisebüros gekauft werden. myclimate bietet aber keine Flugbillette direkt an.
1.4.06
(Medien) Exzessive Gewinne und Überlebensängste
In der vergangenen Woche war es wieder so weit. Die grossen deutschschweizer Verlage präsentierten ihren Jahresabschluss 05. Dabei knüpften sie an gute alte Zeiten exzessiver Gewinne an und blendeten mit Margen, die kaum eine andere Branche erreicht. Der 80-Millionen-Gewinn der TA-Media-Gruppe etwa ist dabei ebenso erstaunlich wie der Cash Flow von Ringier. Dieser grösste CH-Verlag ist der einzige Medien-Milliarden-Konzern hierzulande und auch der einzige mit namhaftem Auslandgeschäft.
Eher unten durch musste im vergangenen Jahr die NZZ, allerdings auf hohem Niveau. An der Zürcher Falkenstrasse ist eher erstaunlich, dass übrige Verlagsbeine wie Sonntagszeitung, Luzerner oder Ostschweizer Medien bald einmal ähnlich hohe Umsätze wie die alte Tante erzielen. Da muss vielleicht jetzt der lang gediente NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler für Remedur sorgen, der ausgerechnet an diesem 1.April sein Zepter an den Nachfolger übergeben hat (kein Scherz) und nun nur noch für die kommerziellen Belange der NZZ verantwortlich ist.
Wenn es die CH-Verlage auch nicht direkt zugeben, aber die Tendenz zu Gratiszeitungen und die Internet-Konkurrenz scheint doch Bauchschmerzen zu bereiten. Da will Ringier gleich mit Cash Daily und Heute neu auf den Markt, beide Male gratis. Dann kommt ein zusätzliches Gratiszeitungsprojekt von Sacha Wigdorowits hinzu, der schon 20 Minuten auf die Schiene brachte. Und im Internet haben sich unterdessen zumindest die Rubrikeninserate für Wohnungen, Autos und Jobs so weit verbreitet, dass frühere Umsatz- und Gewinngrössen für die Verlage kaum je mehr realisierbar sein werden. Wie eine Veranstaltung am Zürcher Bildungszentrum BIZE zudem klar machte, ist nun auch das deutschsprachige Wikipedia-Lexikon auf dem Vormarsch. Der Siegeszug von Wissen und Information, gratis übers Internet, scheint nicht aufzuhalten – und die Zukunft der Verlage bei gleich bleibendem Geschäftsmodell mittelfristig ernsthaft gefährdet.
Eher unten durch musste im vergangenen Jahr die NZZ, allerdings auf hohem Niveau. An der Zürcher Falkenstrasse ist eher erstaunlich, dass übrige Verlagsbeine wie Sonntagszeitung, Luzerner oder Ostschweizer Medien bald einmal ähnlich hohe Umsätze wie die alte Tante erzielen. Da muss vielleicht jetzt der lang gediente NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler für Remedur sorgen, der ausgerechnet an diesem 1.April sein Zepter an den Nachfolger übergeben hat (kein Scherz) und nun nur noch für die kommerziellen Belange der NZZ verantwortlich ist.
Wenn es die CH-Verlage auch nicht direkt zugeben, aber die Tendenz zu Gratiszeitungen und die Internet-Konkurrenz scheint doch Bauchschmerzen zu bereiten. Da will Ringier gleich mit Cash Daily und Heute neu auf den Markt, beide Male gratis. Dann kommt ein zusätzliches Gratiszeitungsprojekt von Sacha Wigdorowits hinzu, der schon 20 Minuten auf die Schiene brachte. Und im Internet haben sich unterdessen zumindest die Rubrikeninserate für Wohnungen, Autos und Jobs so weit verbreitet, dass frühere Umsatz- und Gewinngrössen für die Verlage kaum je mehr realisierbar sein werden. Wie eine Veranstaltung am Zürcher Bildungszentrum BIZE zudem klar machte, ist nun auch das deutschsprachige Wikipedia-Lexikon auf dem Vormarsch. Der Siegeszug von Wissen und Information, gratis übers Internet, scheint nicht aufzuhalten – und die Zukunft der Verlage bei gleich bleibendem Geschäftsmodell mittelfristig ernsthaft gefährdet.
25.3.06
(Umwelt) 300.000 Arbeitsplätze durch erneuerbare Energien bis 2020
1,5 Millionen Deutsche haben heute einen Arbeitsplatz im Bereich Umweltschutz - bei der Autoproduktion noch 750.000. Jetzt hat der dortige Umweltminister Gabriel angekündigt, dass bis 2020 die Zahl der Arbeitsplätze für erneuerbare Energien von heute 160.000 auf 300.000 steigen werde. Klimaschutz und Umweltschutz sind also keine Arbeitsplatzkiller, wie oft behauptet wird, sondern die Arbeitsplatzknüller des 21. Jahrhunderts.
Gabriel berief sich dabei auf eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW). Die Studie geht davon aus, dass hauptsächlich durch Photovoltaik und Biomasse viele neue Jobs entstehen. Zur Zeit hat die Windenergiebranche in Deutschland 64.000 Beschäftigte, die Biomasse 57.000 und die Solarwirtschaft 25.000 Arbeitsplätze. Hauptsächlich der Mittelstand und die strukturschwachen Regionen profitieren von erneuerbaren Energien.
Bisher sind die Branchen der erneuerbaren Energien vor allem in Deutschland gewachsen, doch in den nächsten Jahren wird auch der Export rasch zunehmen. Die deutsche Windbranche ist bereits Weltmarktführer und profitiert inzwischen mehr vom Exportgeschäft als von neuen Windrädern in Deutschland. Quelle: www.sonnenseite.com
Gabriel berief sich dabei auf eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW). Die Studie geht davon aus, dass hauptsächlich durch Photovoltaik und Biomasse viele neue Jobs entstehen. Zur Zeit hat die Windenergiebranche in Deutschland 64.000 Beschäftigte, die Biomasse 57.000 und die Solarwirtschaft 25.000 Arbeitsplätze. Hauptsächlich der Mittelstand und die strukturschwachen Regionen profitieren von erneuerbaren Energien.
Bisher sind die Branchen der erneuerbaren Energien vor allem in Deutschland gewachsen, doch in den nächsten Jahren wird auch der Export rasch zunehmen. Die deutsche Windbranche ist bereits Weltmarktführer und profitiert inzwischen mehr vom Exportgeschäft als von neuen Windrädern in Deutschland. Quelle: www.sonnenseite.com
21.3.06
(Finanzen) Nachhaltigkeit muss sich neu bewähren
Mitte der 90er Jahre tauchten Anlagefonds in grösserer Zahl auf, die dort zu investieren gelobten, wo neben finanziellen auch ökologische und soziale Ziele der Unternehmenstätigkeit gleichberechtigt verfolgt wurden. Unterdessen ist klar: Solcherart gewichtetes Finanzinvestment ist finanziell keinesfalls nachteilig und seitens der Anlegerschaft besteht ein wachsendes Interesse.
Doch ist Euphorie verfehlt. Denn die Geschichte der nachhaltigen Geldanlage ist immer noch zu kurz, um ein definitives Urteil zu fällen. Auch ist das Volumen, trotz der in Deutschland und der Schweiz unterdessen je 10 Milliarden erreichten Anlagesumme (Angabe: Finanz und Wirtschaft 18.3.06), noch immer relativ bescheiden. Vor allem die gewichtigen institutionellen Anleger wie Pensionskassen halten sich weiterhin (unverständlicherweise) zurück.
Auch bei den getätigten Einzelinvestments ist mitunter Skepsis angebracht. Fast jeder Blue Chip in Deutschland wie in der Schweiz ist in irgendeinem Nachhaltigkeitsindex vertreten ist. Da verwundert es nicht, dass die finanziellen Ergebnisse ungefähr parallel mit der allgemeinen Marktentwicklung verlaufen - den AnlegerInnen wird vorgegaukelt, mit nachhaltigen Investments eine Anlage zu tätigen, die sich in der Realität kaum vom Gängigen unterscheidet. Dabei wären wirkliche Alternativen möglich. Und in diese Richtung muss sich das nachhaltige Investment in Zukunft bewegen. Anlagen in positiv besetzte Unternehmen, wie etwa der Solarwirtschaft oder auch der biologischen Ernährungskette, werden die wirklichen Nachhaltigkeitsleader der Zukunft sein – dorthin sollte auch das Geld jener fliessen, die gutgläubig eine nachhaltige Geldanlage suchen.
Doch ist Euphorie verfehlt. Denn die Geschichte der nachhaltigen Geldanlage ist immer noch zu kurz, um ein definitives Urteil zu fällen. Auch ist das Volumen, trotz der in Deutschland und der Schweiz unterdessen je 10 Milliarden erreichten Anlagesumme (Angabe: Finanz und Wirtschaft 18.3.06), noch immer relativ bescheiden. Vor allem die gewichtigen institutionellen Anleger wie Pensionskassen halten sich weiterhin (unverständlicherweise) zurück.
Auch bei den getätigten Einzelinvestments ist mitunter Skepsis angebracht. Fast jeder Blue Chip in Deutschland wie in der Schweiz ist in irgendeinem Nachhaltigkeitsindex vertreten ist. Da verwundert es nicht, dass die finanziellen Ergebnisse ungefähr parallel mit der allgemeinen Marktentwicklung verlaufen - den AnlegerInnen wird vorgegaukelt, mit nachhaltigen Investments eine Anlage zu tätigen, die sich in der Realität kaum vom Gängigen unterscheidet. Dabei wären wirkliche Alternativen möglich. Und in diese Richtung muss sich das nachhaltige Investment in Zukunft bewegen. Anlagen in positiv besetzte Unternehmen, wie etwa der Solarwirtschaft oder auch der biologischen Ernährungskette, werden die wirklichen Nachhaltigkeitsleader der Zukunft sein – dorthin sollte auch das Geld jener fliessen, die gutgläubig eine nachhaltige Geldanlage suchen.
18.3.06
(Umwelt) Flugbenzinsteuer ist möglich
Um Unheil vom Flughafen Zürich abzuwenden, hat der Kanton soeben beschlossen, für Fluglärmkosten gerade zu stehen. Passagiere zahlen zwar jetzt schon pro Flug fünf Franken in einen Lärmfonds. Doch dieses Geld wird auf absehbare Zeit nicht ausreichen, allfällige Forderungen von HausbeitzerInnen zu bedienen. Was fehlt, wird der Kanton aufgrund der neuen Regelung vorstrecken.
Analog ist klar: auch die allgemeinen Flugschäden, insbesondere durch die Verbrennung des CO2-haltigen Flugbenzins Kerosin, könnten durch eine ähnliche Finanzierung abgegolten werden. Im internationalen Rahmen ist derzeit eine Steuer in Diskussion, die Frankreich und Grossbritannien angeregt haben und die auf freiwilliger Basis in rund zwölf Staaten im Sommer eingeführt wird. Die Erlöse dienen dazu, die UNO-Milleniumsziele für das Jahr 2015 wenigstens zum Teil zu finanzieren. Mit anderen Worten: erstmals ermöglicht eine internationale Steuer, Projekte zur Beseitigung der stossenden Armut in den wirtschaftlich besonders betroffenen Ländern zu finanzieren.
Die Schweiz hat sich diesbezüglich nur zurückhaltend geäussert und war an einer kürzlich in Paris abgehaltenen Konferenz über die Flugsteuer nur als Beobachterin vertreten. Doch wenn hierzulande das Fluglärmproblem zumindest finanziell verursachergerecht angegangen werden kann, stellt sich die Frage: Warum sollte das nicht auch im Falle des Flugbenzins möglich sein, das notabene nach wie vor von jeglicher Steuerlast befreit ist.
Analog ist klar: auch die allgemeinen Flugschäden, insbesondere durch die Verbrennung des CO2-haltigen Flugbenzins Kerosin, könnten durch eine ähnliche Finanzierung abgegolten werden. Im internationalen Rahmen ist derzeit eine Steuer in Diskussion, die Frankreich und Grossbritannien angeregt haben und die auf freiwilliger Basis in rund zwölf Staaten im Sommer eingeführt wird. Die Erlöse dienen dazu, die UNO-Milleniumsziele für das Jahr 2015 wenigstens zum Teil zu finanzieren. Mit anderen Worten: erstmals ermöglicht eine internationale Steuer, Projekte zur Beseitigung der stossenden Armut in den wirtschaftlich besonders betroffenen Ländern zu finanzieren.
Die Schweiz hat sich diesbezüglich nur zurückhaltend geäussert und war an einer kürzlich in Paris abgehaltenen Konferenz über die Flugsteuer nur als Beobachterin vertreten. Doch wenn hierzulande das Fluglärmproblem zumindest finanziell verursachergerecht angegangen werden kann, stellt sich die Frage: Warum sollte das nicht auch im Falle des Flugbenzins möglich sein, das notabene nach wie vor von jeglicher Steuerlast befreit ist.
10.3.06
(Umwelt) Wie groß ist Ihr CO2-Fußabdruck?
Ein CO2-Rechner von BP ist jetzt online unter "www.co2-fussabdruck.de". Auf der Internetseite der deutschen BP gibt es ab sofort einen so genannten CO2-Rechner: Wie auf einem Taschenrechner kann jeder für seinen Haushalt schnell und unkompliziert herausfinden, wie viel Kohlendioxid (CO2) er im Jahr erzeugt. Man gibt in einen bereits vorformulierten Fragebogen online die Angaben zu seinem Energieverbrauch ein und erhält dann seinen persönlichen "CO2-Fußabdruck".
Orientieren kann man sich am statistischen Durchschnitt: Jeder deutsche Haushalt erzeugt rund 13 Tonnen CO2 pro Jahr. In den USA sind es deutlich mehr. Angesichts des hohen Energieverbrauchs sind dort rund 20 Tonnen CO2 pro Jahr nicht verwunderlich. Sehr bescheiden sind dagegen - wegen ihres noch relativ geringen Energieverbrauchs - die Chinesen mit ganzen 3 Tonnen pro Jahr. Insgesamt werden weltweit jährlich knapp 25 Milliarden Tonnen des Treibhausgases freigesetzt. Das ist eine gewaltige Belastung für unser Klima und trägt nach Ansicht der meisten Wissenschaftler sehr wesentlich zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei.
Die Deutschen verschwenden jedes Jahr für Geräte, die auf Standby stehen, rund 20 Milliarden Kilowattstunden Strom - pro Haushalt kostet das etwa 70 Euro pro Jahr, von den schädlichen Emissionen ganz zu schweigen. Wo man sonst noch "sündigt", merkt man schnell, wenn man den CO2-Rechner betätigt: Wer übermäßig heizt, viel per Flugzeug unterwegs ist oder sich überwiegend von abgepacktem Fast Food ernährt, bei dessen Produktion viel Energie verbraucht wird, liegt schnell über dem Durchschnitt. Auch das zweite Auto schlägt in der Umweltbilanz gravierend zu Buche. Daher gibt es auf der BP-Seite im Internet auch gleich Tipps zum Energiesparen. Quelle: Deutsche BP 2006
Orientieren kann man sich am statistischen Durchschnitt: Jeder deutsche Haushalt erzeugt rund 13 Tonnen CO2 pro Jahr. In den USA sind es deutlich mehr. Angesichts des hohen Energieverbrauchs sind dort rund 20 Tonnen CO2 pro Jahr nicht verwunderlich. Sehr bescheiden sind dagegen - wegen ihres noch relativ geringen Energieverbrauchs - die Chinesen mit ganzen 3 Tonnen pro Jahr. Insgesamt werden weltweit jährlich knapp 25 Milliarden Tonnen des Treibhausgases freigesetzt. Das ist eine gewaltige Belastung für unser Klima und trägt nach Ansicht der meisten Wissenschaftler sehr wesentlich zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei.
Die Deutschen verschwenden jedes Jahr für Geräte, die auf Standby stehen, rund 20 Milliarden Kilowattstunden Strom - pro Haushalt kostet das etwa 70 Euro pro Jahr, von den schädlichen Emissionen ganz zu schweigen. Wo man sonst noch "sündigt", merkt man schnell, wenn man den CO2-Rechner betätigt: Wer übermäßig heizt, viel per Flugzeug unterwegs ist oder sich überwiegend von abgepacktem Fast Food ernährt, bei dessen Produktion viel Energie verbraucht wird, liegt schnell über dem Durchschnitt. Auch das zweite Auto schlägt in der Umweltbilanz gravierend zu Buche. Daher gibt es auf der BP-Seite im Internet auch gleich Tipps zum Energiesparen. Quelle: Deutsche BP 2006
5.3.06
(Finanzen) Ökologisches und ethisches Investment rechnet sich besser
Am Tag, an dem die Analysten der Deutschen Bank das Kursziel der Aktien des Solarunternehmens Ersol von 46,20 Euro auf 57 Euro erhöhten, wurde bekannt, dass im Jahr 2005 die grünen Investmentfonds insgesamt stark gewachsen sind. Die Unternehmen, die mit Wasser und erneuerbaren Energien arbeiten, sind am Aktien- und Investmentmarkt etwa doppelt so schnell gewachsen wie die herkömmlichen Branchen. In Europa gibt es inzwischen über 350 nachhaltige Investmentfonds, die über 24 Milliarden Euro verwalten.
Hauptursache für diesen Erfolg ist die Verknappung von Erdöl und Erdgas und in Folge die starken Zuwächse der gesamten Branche der erneuerbaren Energien. Grüne Investmentfonds haben den Anspruch, neben der ökonomischen Rendite eines Unternehmens auch ökologisches, soziales und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden. Und noch eine dritte positive Meldung über erfolgreiches nachhaltiges Wirtschaften: Die deutschen Solarfirmen Q-Sells und Phönix Sonnenstrom haben ihren Gewinn wegen des kräftig wachsenden Solarmarktes verdreifacht. Die Branche nachhaltigen Wirtschaftens erwartet auch in Zukunft ein anhaltendes, nachhaltiges Wachstum. "Grüne Investments werden Modetrend", schreibt "Die Welt" dazu. Quelle: www.sonnenseite.com
Hauptursache für diesen Erfolg ist die Verknappung von Erdöl und Erdgas und in Folge die starken Zuwächse der gesamten Branche der erneuerbaren Energien. Grüne Investmentfonds haben den Anspruch, neben der ökonomischen Rendite eines Unternehmens auch ökologisches, soziales und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden. Und noch eine dritte positive Meldung über erfolgreiches nachhaltiges Wirtschaften: Die deutschen Solarfirmen Q-Sells und Phönix Sonnenstrom haben ihren Gewinn wegen des kräftig wachsenden Solarmarktes verdreifacht. Die Branche nachhaltigen Wirtschaftens erwartet auch in Zukunft ein anhaltendes, nachhaltiges Wachstum. "Grüne Investments werden Modetrend", schreibt "Die Welt" dazu. Quelle: www.sonnenseite.com
28.2.06
(Umwelt) Atomlobby rüstet auf – Grossrisiken bleiben
Die schleichende Erdölkrise, die uns in den vergangenen fünf Jahren eine Versechsfachung des Ölpreises gebracht hat, beflügelt nicht nur die erneuerbaren Energien. Auch die Atomlobby spürt Rückenwind. So wird in Deutschland der Ausstieg vom Ausstieg erwogen, in Finnland das erste AKW Westeuropas der vergangenen Jahrzehnte gebaut – und US-Präsident Bush erwägt neben der plötzlichen Förderung der Alternativenergien auch den Bau von Dutzenden neuer AKW’s.
Doch so sicher, wie die Energieversorgung mit Atomstrom gemäss ihren Protagonisten jetzt plötzlich sein soll, ist sie nicht. Das führen die Probleme mit den beiden südafrikanischen Atommeilern in diesen Tagen vor Augen. Bei Kapstadt gelegen, macht derzeit die zweite Anlage schlapp, während die erste bereits ausgestiegen ist (Tages-Anzeiger vom 25.2.06). Und damit hat die ganze Kapregion ein gewaltiges Versorgungsproblem. Die Konzentration auf zwei Grossanlagen erweist sich als Achillesferse.
Womit sich zeigt, dass solch riesige Anlagen in vielerlei Hinsicht ein besonderes Risiko darstellen. Alternativenergien drängen sich nicht nur wegen des ungleich grösseren Gefahrenpotenzials der Atomkraft auf, sondern weil diese nur in Grösstdimensionen erzeugt werden kann. Die Erneuerbaren sind demgegenüber selbst dann weniger verwundbar, wenn sie ähnlich viel Leistung erbringen –ein Schaden wird sowohl bei Wind- wie bei Sonnenenergie immer nur einen Teil der Anlage betreffen und die Funktionsfähigkeit des Rests kaum beeinträchtigen. Es bleibt dabei: die Atomenergie ist ein Auslaufmodell!
Doch so sicher, wie die Energieversorgung mit Atomstrom gemäss ihren Protagonisten jetzt plötzlich sein soll, ist sie nicht. Das führen die Probleme mit den beiden südafrikanischen Atommeilern in diesen Tagen vor Augen. Bei Kapstadt gelegen, macht derzeit die zweite Anlage schlapp, während die erste bereits ausgestiegen ist (Tages-Anzeiger vom 25.2.06). Und damit hat die ganze Kapregion ein gewaltiges Versorgungsproblem. Die Konzentration auf zwei Grossanlagen erweist sich als Achillesferse.
Womit sich zeigt, dass solch riesige Anlagen in vielerlei Hinsicht ein besonderes Risiko darstellen. Alternativenergien drängen sich nicht nur wegen des ungleich grösseren Gefahrenpotenzials der Atomkraft auf, sondern weil diese nur in Grösstdimensionen erzeugt werden kann. Die Erneuerbaren sind demgegenüber selbst dann weniger verwundbar, wenn sie ähnlich viel Leistung erbringen –ein Schaden wird sowohl bei Wind- wie bei Sonnenenergie immer nur einen Teil der Anlage betreffen und die Funktionsfähigkeit des Rests kaum beeinträchtigen. Es bleibt dabei: die Atomenergie ist ein Auslaufmodell!
19.2.06
(Umwelt und Energie) Alle Erwartungen übertroffen
Die Erneuerbare-Energien-Branche entwickelt sich zu einem Schwergewicht, zumindest für die deutsche Wirtschaft. Mit einem Umsatzwachstum von 30 Prozent auf 16 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres hat die Branche dort 2005 erneut alle Erwartungen übertroffen. Mittlerweile wurden 160.000 Arbeitsplätze in dem Bereich geschaffen. Die Zahlen wurden im Rahmen der Jahres-konferenz Erneuerbare Energien in Berlin gemeinsam vom Bundesumweltministerium und der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare-Energien-Statistik vorgestellt und über Franz Alts www.sonnenseite.com weiter verbreitet.
Vor allem im Bioenergiebereich war 2005 das Jahr der bisher stärksten Entwicklung. Die Produktion von Biogasstrom und Biokraftstoffen wurden verdoppelt. Auch der Absatzes von Holzpellets für Gebäudeheizungen wurde um 100 Prozent gesteigert. Insgesamt machen Erneuerbare Energien beim Stromverbrauch in Deutschland laut Statistik über 10 Prozent, bei der Wärmenutzung 5,4 Prozent und bei Kraftstoffen 3,4 Prozent aus. Nach internen Branchenschätzungen des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) liegen die Werte sogar noch höher. Um den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien abzusichern und zu beschleunigen, erwartet der BEE von der Bundesregierung weitere Anstrengungen.
Vor allem im Bioenergiebereich war 2005 das Jahr der bisher stärksten Entwicklung. Die Produktion von Biogasstrom und Biokraftstoffen wurden verdoppelt. Auch der Absatzes von Holzpellets für Gebäudeheizungen wurde um 100 Prozent gesteigert. Insgesamt machen Erneuerbare Energien beim Stromverbrauch in Deutschland laut Statistik über 10 Prozent, bei der Wärmenutzung 5,4 Prozent und bei Kraftstoffen 3,4 Prozent aus. Nach internen Branchenschätzungen des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) liegen die Werte sogar noch höher. Um den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien abzusichern und zu beschleunigen, erwartet der BEE von der Bundesregierung weitere Anstrengungen.
17.2.06
(Umwelt) Auch ein Erfolg
409 Menschen liessen im vergangenen Jahr ihr Leben im Strassenverkehr. So weit die schlechte und bedrückende Nachricht. Die Gute aber lautet: Damit waren weniger als ein Viertel der Zahl der Verkehrstoten zu Anfang der 70er Jahre zu verzeichnen! Und für einmal sei auch eine volkswirtschaftliche Schadenbilanz erstellt: Ein Verkehrstoter führt zu Verlusten von rund zwei Millionen Franken – mithin sind die Schäden von damals rund vier auf noch eine Milliarde Franken pro Jahr gesunken. Wahrlich ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft und damit auch für die Umwelt.
Was aber auch heisst: Noch immer sind das Leid und der Schaden immens, die durch Verkehrsunfälle verursacht werden. Da fallen insbesondere die jährlich 5000 schwer Verletzten ins Gewicht, die immer noch zu verzeichnen sind. Dem erreichten Nutzen stehen also gravierende Verkehrsschäden entgegen, die zu eliminieren das Ziel künftiger Anstrengungen sein muss. In welche Richtung die Massnahmen gehen müssen, zeigt der Erfolg des bislang Unternommenen: geringere Geschwindigkeit, richtungsgetrennte Fahrbannen, Verkehrsberuhigung innerorts, allenfalls nochmaliges Senken der Alkoholgrenze – die ja ganz offensichtlich zum bedeutenden Rückgang im vergangenen Jahr beigetragen hat.
Wären da nur nicht die vielen Raserunfälle, die gerade in letzter Zeit gehäuft auftreten. Von der Ausbildung der Junglenker bis zur weiteren Unfallsicherheit der Fahrzeuge bleibt also viel zu tun – nicht zuletzt im Bereich der Fahrzeuge selbst. Denn es ist nicht einzusehen, warum diese potenziell Leistungen erbringen, die anzuwenden aus gesetzlichen Gründen gar nie erlaubt ist. Doch das wird die Fahrzeugindustrie einmal mehr vehement bekämpfen. Wie sie sich auch gegen die meisten anderen Massnahmen zuerst gewehrt hatte. Deren Erfolg ist heute nichts desto Trotz offenkundig.
Was aber auch heisst: Noch immer sind das Leid und der Schaden immens, die durch Verkehrsunfälle verursacht werden. Da fallen insbesondere die jährlich 5000 schwer Verletzten ins Gewicht, die immer noch zu verzeichnen sind. Dem erreichten Nutzen stehen also gravierende Verkehrsschäden entgegen, die zu eliminieren das Ziel künftiger Anstrengungen sein muss. In welche Richtung die Massnahmen gehen müssen, zeigt der Erfolg des bislang Unternommenen: geringere Geschwindigkeit, richtungsgetrennte Fahrbannen, Verkehrsberuhigung innerorts, allenfalls nochmaliges Senken der Alkoholgrenze – die ja ganz offensichtlich zum bedeutenden Rückgang im vergangenen Jahr beigetragen hat.
Wären da nur nicht die vielen Raserunfälle, die gerade in letzter Zeit gehäuft auftreten. Von der Ausbildung der Junglenker bis zur weiteren Unfallsicherheit der Fahrzeuge bleibt also viel zu tun – nicht zuletzt im Bereich der Fahrzeuge selbst. Denn es ist nicht einzusehen, warum diese potenziell Leistungen erbringen, die anzuwenden aus gesetzlichen Gründen gar nie erlaubt ist. Doch das wird die Fahrzeugindustrie einmal mehr vehement bekämpfen. Wie sie sich auch gegen die meisten anderen Massnahmen zuerst gewehrt hatte. Deren Erfolg ist heute nichts desto Trotz offenkundig.
13.2.06
(Medien) So wandern Kleininserate ab
Schon vor Jahren hatten Medienexperten die Verlagerung der Rubriken für Kleininserate ins Internet voraus gesagt. Nicht vorher gesehen haben sie, dass die Kleininserate dort vor allem gratis erscheinen und damit wirklich eine Bedrohung für die herrschenden Medienhäuser würden. Gleich zwei Websites dienen derzeit auch hierzulande als Plattformen für Gratisinserate. Während die berühmte amerikanische Vorlage (http://zurich.craigslist.org) trotz einer Extrasite Zürich noch immer von englischsprachigen Texten beherrscht ist, findet sich auf www.piazza.ch jederman und jedefrau ohne Sprachprobleme zurecht. Die Unterkategorien sind zahlreich, bespielsweise Antiquitäten & Kunst oder Dienstleistungen. Die Handhabung der Site ist einfach und es bracht nicht einmal ein Login-Prozedere, um ein Inserat zu schalten.
Innerhalb von 24 Stunden – so versprechen die Betreiber von www.piazza.ch - wird ein Inserat nach Prüfung aufgeschaltet, im Probefall dauerte es keine Stunde. Die Suchmechanismen stellen sicher, dass ein Inserat gefunden wird, auch wenn es nicht lange an der Spitze einer Rubrik steht, denn selbst am letzten Sonntag wurden mehr als 300 neue Inserate eingegeben. So bleibt ein Rätsel, warum die Tamedia die Gratisplattform betreibt, konkurrenziert sie damit doch all die Kleininserateseiten, die ihre vielen eigenen Medien führen. Interpretation Nummer 1: es ging darum, anderen Betreibern zuvor zu kommen. Interpretation Nummer 2: Gelegentlich wird auch hier eine Kostenpflicht eingeführt. Findige Geister werden dann allerdings mit einem neuerlichen Gratisangebot nicht lange auf sich warten lassen – hoffen wir doch wohl mindestens.
Innerhalb von 24 Stunden – so versprechen die Betreiber von www.piazza.ch - wird ein Inserat nach Prüfung aufgeschaltet, im Probefall dauerte es keine Stunde. Die Suchmechanismen stellen sicher, dass ein Inserat gefunden wird, auch wenn es nicht lange an der Spitze einer Rubrik steht, denn selbst am letzten Sonntag wurden mehr als 300 neue Inserate eingegeben. So bleibt ein Rätsel, warum die Tamedia die Gratisplattform betreibt, konkurrenziert sie damit doch all die Kleininserateseiten, die ihre vielen eigenen Medien führen. Interpretation Nummer 1: es ging darum, anderen Betreibern zuvor zu kommen. Interpretation Nummer 2: Gelegentlich wird auch hier eine Kostenpflicht eingeführt. Findige Geister werden dann allerdings mit einem neuerlichen Gratisangebot nicht lange auf sich warten lassen – hoffen wir doch wohl mindestens.
8.2.06
(Finanzen) Nachhaltigkeit als neue Maxime
Um nachhaltige Finanzanlagen ist es in den vergangenen Jahren ruhiger geworden. Zu Unrecht, wie nicht zuletzt die diesjährige Fondsmesse zeigte. Da war nicht nur das Bekenntnis zu hören, dass ohne Nachhaltigkeit auf den Ebenen der sozialen Beziehungen wie des ökologischen Verhaltens auch der finanzielle Erfolg in Frage gestellt ist. Vielmehr wurde Nachhaltigkeit als neuer Erfolgsfaktor für den Schweizer Finanzmarkt erkoren. Demzufolge wird die nächstjährige Fondsmesse auch eine Sondermesse «Nachhaltig Investieren» stattfinden, organisiert durch die Unternehmung valde – Experten für Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit der Bevag, die für die Fondsmesse verantwortlich zeichnet.
Nachhaltige Fonds haben in den letzten Jahren mit guten Renditen geglänzt. Wie bei anderen Anlagekategorien sind in diesem Bereich zwar bessere und weniger gute zu finden. Doch ist unterdessen wissenschaftlich belegt, dass Nachhaltigkeit nicht mit einer minderen Rendite erkauft werden muss. Vielmehr sind die nachhaltigen Anlageinstrumente mindestens ebenso erfolgreich wie der Gesamtmarkt. Und gelegentlich gar noch erfolgreicher, zuletzt unter dem Einfluss der boomenden Solarbranche, die so manchen Aktienhighflyer hervorgebracht hat und damit verschiedene Fonds geradezu beflügelte. Die diversen aktuellen Fondslisten, die anlässlich der Fondsmesse neu aufgelegt wurden, führen folgende beste nachhaltige Fonds auf:
• Raiffeisen Futura Swiss Stock1198 098
• Activest Eco Tech – Valor 596 758
• Ökovision – ohne Angabe
• Swisscanto Green Invest – Valor 907 430
• Und als gemischten Fonds den Sarasin Oekosar Portfolio – Valor 174 851
Nachhaltige Fonds haben in den letzten Jahren mit guten Renditen geglänzt. Wie bei anderen Anlagekategorien sind in diesem Bereich zwar bessere und weniger gute zu finden. Doch ist unterdessen wissenschaftlich belegt, dass Nachhaltigkeit nicht mit einer minderen Rendite erkauft werden muss. Vielmehr sind die nachhaltigen Anlageinstrumente mindestens ebenso erfolgreich wie der Gesamtmarkt. Und gelegentlich gar noch erfolgreicher, zuletzt unter dem Einfluss der boomenden Solarbranche, die so manchen Aktienhighflyer hervorgebracht hat und damit verschiedene Fonds geradezu beflügelte. Die diversen aktuellen Fondslisten, die anlässlich der Fondsmesse neu aufgelegt wurden, führen folgende beste nachhaltige Fonds auf:
• Raiffeisen Futura Swiss Stock1198 098
• Activest Eco Tech – Valor 596 758
• Ökovision – ohne Angabe
• Swisscanto Green Invest – Valor 907 430
• Und als gemischten Fonds den Sarasin Oekosar Portfolio – Valor 174 851
2.2.06
(Finanzen) Überraschungen an der Fondsmesse
Zürich sieht in diesen Tagen im Kongresshaus eine gut besuchte Fondsmesse. Angesichts der letztjährigen Börsenergebnisse präsentiert sich dabei die Stimmung gehoben und die Aussichten für Fondsanlagen werden auch fürs laufende Jahr als gut beurteilt. Zahlreiche Neuerungen beleben das Geschäft. So machte etwa Anlageguru und Beobachter-Berater Giuseppe Botti auf eine Zertifikatsgruppe der Bank ABN-Amro aufmerksam. Deren Alpha-Produkte sind nur an erwiesenermassen günstigen Börsentagen im Markt investiert – etwa zum Monatsende, wenn viele Anleger Teile ihres Einkommens an die Börse schleusen. In der restlichen Zeit sind die Mittel im Geldmarkt investiert und so vor kleineren und mittleren Einbrüchen gefeit. Rückwärts gerechnet hätten die Alpha-Zertifikate die gängien Indexprodukte um Längen hinter sich gelassen – nun wartet die Anlegergemeinde gespannt, ob Bottis Tipp auch in Zukunft taugt.
Weniger aufregend und doch überraschend ist sodann die fast uneingeschränkte Favorisierung der Rohstoffanlagen. In diesen Tagen kommt eine Reihe neuer Produkte auf den Markt. Sowohl Fonds wie Zertifikate machen es so in Zukunft einfacher, an der Entwicklung der entsprechenden Märkte teilzuhaben. Dass das keine Einbahnstrasse nach oben ist, hatte man in den vergangenen Jahrzehnten hinlänglich erfahren. Doch unterdessen haben die Fundamentaldaten gehörig gekehrt. Die Nachfrage ist durch das starke Wirtschaftswachstum in Indien und China stimuliert, das Angebot durch ausbleibende Investitionen aufgrund der tiefen Preise der vergangenen Jahre jedoch noch auf längere Zeit hin limitiert. Einzig mögliche Schlussfolgerung für die Protagonisten des Rohstoffhandels: Das kann noch lange nur aufwärts gehen. An konkreten Produkten sind neu verfügbar ein Sarasinfonds und ein ABN Amro Zertifikat. Beide beschränken oder verzichten bezüglich des Energieengagements, denn in diesem Bereich gibt es schon allerlei Anlageinstrumente.
Überraschung ganz anderer Art: Eine standardisierte Ausbildung zum Vermögensverwalter bietet die JML Finanzplanung an und wirbt an der Messe dafür. Ein Kurs erlaubt es, in dieses immer noch vielversprechende Geschäft einzusteigen und neue Tools kennen zu lernen, diese auch für gestandene Vertreter der Branche. Dass das allerdings in nur fünf Tagen möglich sein soll, stimmt skeptisch. Die Fondsmesse schliesst im Übrigen am Freitag ihre Tore bereits wiedeer und bietet am letzten Tag noch eine Reihe interessanter Begleitveranstaltungen, so eine Diskussion zur nachhaltigen Finanzanlage.
Weniger aufregend und doch überraschend ist sodann die fast uneingeschränkte Favorisierung der Rohstoffanlagen. In diesen Tagen kommt eine Reihe neuer Produkte auf den Markt. Sowohl Fonds wie Zertifikate machen es so in Zukunft einfacher, an der Entwicklung der entsprechenden Märkte teilzuhaben. Dass das keine Einbahnstrasse nach oben ist, hatte man in den vergangenen Jahrzehnten hinlänglich erfahren. Doch unterdessen haben die Fundamentaldaten gehörig gekehrt. Die Nachfrage ist durch das starke Wirtschaftswachstum in Indien und China stimuliert, das Angebot durch ausbleibende Investitionen aufgrund der tiefen Preise der vergangenen Jahre jedoch noch auf längere Zeit hin limitiert. Einzig mögliche Schlussfolgerung für die Protagonisten des Rohstoffhandels: Das kann noch lange nur aufwärts gehen. An konkreten Produkten sind neu verfügbar ein Sarasinfonds und ein ABN Amro Zertifikat. Beide beschränken oder verzichten bezüglich des Energieengagements, denn in diesem Bereich gibt es schon allerlei Anlageinstrumente.
Überraschung ganz anderer Art: Eine standardisierte Ausbildung zum Vermögensverwalter bietet die JML Finanzplanung an und wirbt an der Messe dafür. Ein Kurs erlaubt es, in dieses immer noch vielversprechende Geschäft einzusteigen und neue Tools kennen zu lernen, diese auch für gestandene Vertreter der Branche. Dass das allerdings in nur fünf Tagen möglich sein soll, stimmt skeptisch. Die Fondsmesse schliesst im Übrigen am Freitag ihre Tore bereits wiedeer und bietet am letzten Tag noch eine Reihe interessanter Begleitveranstaltungen, so eine Diskussion zur nachhaltigen Finanzanlage.
29.1.06
(Medien) Bürgerjournalismus als Medienrevolution
Gute und erfolgversprechende News serviert die aktuelle Medienseite der Neuen Zürcher Zeitung: In Korea gräbt demnach die Website www.ohmynews.com, die auch über eine englischsprachige Version verfügt, den herkömmlichen Printmedien das Wasser ab. Und erzielt vor allem erheblichen politischen Einfluss. So wird die Wahl des letzten fortschrittlichen Präsidenten Koreas ebenso wie die zunehmende Distanzierung Koreas von den USA dem Einfluss der Site zugeschrieben.
ReporterInnen sind alle, die sich registrieren lassen, unterdessen um die 40’000. Ihre Beiträge werden von einer ganzen Zahl professioneller RedaktorInnen so aufbereitet, dass eine attraktive Newssite im Netz entsteht. Laut NZZ-Bericht sind die Beiträge von hoher Qualität, wenn auch die journalistischen Formen – etwa die hochgelobte Trennung von Bericht und Kommentar – nicht so eng gesehen werden. Der Verbreitung der Site kommt zugute, dass Korea als eines der meist vernetzten Länder der Welt gilt.
Ein Augenschein auf der Site überzeugt (einfach Titel anklicken), auch wenn die Originalversion auf koreanisch sprachbedingt nicht zu beurteilen ist. Angesichts der starken Vernetzung auch hierzulande und der Tradition eines breiten Diskurses und vieler regionaler Zeitungen wartet man nur darauf, ein entsprechendes Projekt auch hierzulande starten zu können!
ReporterInnen sind alle, die sich registrieren lassen, unterdessen um die 40’000. Ihre Beiträge werden von einer ganzen Zahl professioneller RedaktorInnen so aufbereitet, dass eine attraktive Newssite im Netz entsteht. Laut NZZ-Bericht sind die Beiträge von hoher Qualität, wenn auch die journalistischen Formen – etwa die hochgelobte Trennung von Bericht und Kommentar – nicht so eng gesehen werden. Der Verbreitung der Site kommt zugute, dass Korea als eines der meist vernetzten Länder der Welt gilt.
Ein Augenschein auf der Site überzeugt (einfach Titel anklicken), auch wenn die Originalversion auf koreanisch sprachbedingt nicht zu beurteilen ist. Angesichts der starken Vernetzung auch hierzulande und der Tradition eines breiten Diskurses und vieler regionaler Zeitungen wartet man nur darauf, ein entsprechendes Projekt auch hierzulande starten zu können!
26.1.06
(Finanzen) Hochsaison für FondsanlegerInnen
Die Zeitungsbeilagen kündigen es an (zb NZZ vom 24.1.), Präsentationen der Fondsgesellschaften werben dafür: Es ist Hochsaison für die Fondsanlage. Die Climax wird sie kommende Woche anlässlich der erneut durchgeführten Fondsmesse in Zürich erreichen.
Am Mittwoch hat die Schweizer Privatbankengruppe Lombard Odier Darier Hentsch (LODH) ihren Fonds Südkorea und die ASEAN-Staaten in Zürich vorgestellt und ihre in Hongkong ansässige Managerin Ethylyn Reyes die Anlagestrategie umreissen lassen. Der Name ist Programm und wurde zu diesem Zweck erst kürzlich abgeändert. Rund drei Fünftel der Anlagemittel fliessen nach Südkorea, jener boomenden südostasiatischen Volkswirtschaft, politischen und finanziellen Turbulenzen der letzten Jahre zum Trotz wieder heller am Börsenhimmel leuchtet denn viele andere Wertpapiermärkte der Region.
Womit sich die Frage stellt, ob nicht schon die Spitze des Eisbergs erreicht sei. Mitnichten gemäss den LODH-Protagonisten. Vielmehr stehe der Koreaboom erst am Anfang und werde sich über einen ähnlich langen Zeitraum wie die grossen Haussen der USA und Japans in den 80er und 90er Jahren erstrecken. Das überzeugt angesichts der schlecht vergleichbaren Voraussetzungen wenig und auch die unterdessen weltweit bekannten Marken wie Samsung, LG oder Hyundai garantieren noch keinen grenzenlosen Boom der koreanischen Börse. Auch die weiterhin vergleichsweise günstige Bewertung von Koreas Aktien lässt nicht unbedingt den Schluss zu, dass Staaten wie Thailand oder Malaysia schlechter dastehen. Sie aber sind im LODH-Fonds wesentlich weniger prominent vertreten.
So oder so gilt, dass gerade die asiatischen Schwellenländer, von denen ja die meisten zum Staatenzusammenschluss der ASEAN gehören, weiterhin exzellente Aussichten bieten. Ein Markt immerhin auch mit rund 600 Millionen Einwohnern und damit wesentlich mehr kaufkräftigen Personen also im hochgelobten China. Solche Überlegungen anzustellen und mit verantwortlichen Fondsmanagern zu diskutieren, wird auch die Fondsmesse in Zürich ermöglichen. Sie findet ab nächstem Mittwoch im Zürcher Kongresshaus statt und wird im Tipp-Blog noch ihren Auftritt haben.
Am Mittwoch hat die Schweizer Privatbankengruppe Lombard Odier Darier Hentsch (LODH) ihren Fonds Südkorea und die ASEAN-Staaten in Zürich vorgestellt und ihre in Hongkong ansässige Managerin Ethylyn Reyes die Anlagestrategie umreissen lassen. Der Name ist Programm und wurde zu diesem Zweck erst kürzlich abgeändert. Rund drei Fünftel der Anlagemittel fliessen nach Südkorea, jener boomenden südostasiatischen Volkswirtschaft, politischen und finanziellen Turbulenzen der letzten Jahre zum Trotz wieder heller am Börsenhimmel leuchtet denn viele andere Wertpapiermärkte der Region.
Womit sich die Frage stellt, ob nicht schon die Spitze des Eisbergs erreicht sei. Mitnichten gemäss den LODH-Protagonisten. Vielmehr stehe der Koreaboom erst am Anfang und werde sich über einen ähnlich langen Zeitraum wie die grossen Haussen der USA und Japans in den 80er und 90er Jahren erstrecken. Das überzeugt angesichts der schlecht vergleichbaren Voraussetzungen wenig und auch die unterdessen weltweit bekannten Marken wie Samsung, LG oder Hyundai garantieren noch keinen grenzenlosen Boom der koreanischen Börse. Auch die weiterhin vergleichsweise günstige Bewertung von Koreas Aktien lässt nicht unbedingt den Schluss zu, dass Staaten wie Thailand oder Malaysia schlechter dastehen. Sie aber sind im LODH-Fonds wesentlich weniger prominent vertreten.
So oder so gilt, dass gerade die asiatischen Schwellenländer, von denen ja die meisten zum Staatenzusammenschluss der ASEAN gehören, weiterhin exzellente Aussichten bieten. Ein Markt immerhin auch mit rund 600 Millionen Einwohnern und damit wesentlich mehr kaufkräftigen Personen also im hochgelobten China. Solche Überlegungen anzustellen und mit verantwortlichen Fondsmanagern zu diskutieren, wird auch die Fondsmesse in Zürich ermöglichen. Sie findet ab nächstem Mittwoch im Zürcher Kongresshaus statt und wird im Tipp-Blog noch ihren Auftritt haben.
25.1.06
(Umwelt) Jetzt kommt die CH-Bio-Super-Markt-Kette
In St. Gallen wird der erste "Yardo super Biomarkt" der Schweiz eröffnet. Ziel von "Yardo" ist es, "den beiden Grossverteilern Marktanteile abzuzwacken". Weitere Yardo-Märkte sind in Zürich, Bern, Basel und Luzern geplant. Der Yardo-Biomarkt bietet ein Vollsortiment an biologischen Lebens- und Genussmitteln. Den Schwerpunkt bilden Frischprodukte, wie Fleisch, Käse, Brot, Gemüse, Früchte, Bioweine und ein Take-away.
"Yardo ist nicht im alternativen Segment tätig. Wir wollen auch nicht einfach nebenher noch ein wenig Bio verkaufen", sagte Albert Keel, Initiant und verantwortlicher Leiter des Unternehmens an einer Medienkonferenz am Mittwochabend. Der St. Galler Biomarkt sei nur der erste einer Reihe weiterer Geschäfte, sagte Keel. Die Yardo AG plane in den nächsten drei Jahren in Zürich, Bern, Basel und Luzern weitere Biomärkte. Als Umsatzziel bis 2010 wurden 50 Mio. Fr. genannt. Das Aktienkapital der Yardo AG beträgt 1,25 Mio. Franken. (Quelle: SDA)
"Yardo ist nicht im alternativen Segment tätig. Wir wollen auch nicht einfach nebenher noch ein wenig Bio verkaufen", sagte Albert Keel, Initiant und verantwortlicher Leiter des Unternehmens an einer Medienkonferenz am Mittwochabend. Der St. Galler Biomarkt sei nur der erste einer Reihe weiterer Geschäfte, sagte Keel. Die Yardo AG plane in den nächsten drei Jahren in Zürich, Bern, Basel und Luzern weitere Biomärkte. Als Umsatzziel bis 2010 wurden 50 Mio. Fr. genannt. Das Aktienkapital der Yardo AG beträgt 1,25 Mio. Franken. (Quelle: SDA)
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