27.2.08

(Umwelt) Umweltfreundlicher Solarstrom

Strom aus Solarzellen erspart der Atmosphäre im Vergleich zum Normalstrom fast 90 Prozent der schädlichen Emissionen.
Das berichtet ein Forscherteam um Vasilis Fthenakis vom Brookhaven National Laboratory der US-Regierung im Fachblatt "Environmental Science & Technology" der Amerikanischen Chemikalischen Gesellschaft ACS.

Die Wissenschaftler hatten in einer Ökobilanz untersucht, wie viel Treibhausgase, Schwermetalle, Stickoxide und Schwefeldioxid bei Produktion und 30 Jahren Betrieb verschiedener Photovoltaikmodule entstehen. Sie berücksichtigten auch die Gehäuse und Verkabelung der Module. Dabei stützen sie sich auf Abgasdaten 13 europäischer und amerikanischer Solarzellenhersteller aus den Jahren 2004 bis 2006.

Am besten schnitten in der Untersuchung Dünnschicht-Solarzellen aus Cadmium-Tellurid (Cd-Te-Zellen) ab. Über die Produktion und die auf 30 Jahre veranschlagte Lebensdauer gerechnet verursachen die Module beispielsweise 90 bis 300 Mal weniger giftiges Cadmium pro Kilowattstunde als ein Kohlekraftwerk mit optimal funktionierenden Filtern. Generell hätten Dünnschichtzellen trotz ihrer geringeren Stromausbeute eine bessere Bilanz als herkömmliche Silizium-Module, weil sie weniger Energie bei der Herstellung benötigten.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Photovoltaik-Techniken seien jedoch klein im Vergleich zu dem, was sie an Emissionen einsparen könnten. Mindestens 89 Prozent der Luftschadstoffe aus der gegenwärtigen Elektrizitätsproduktion könnten mit der Photovoltaik vermieden werden, schreiben die Autoren. Da die Techniken zur Solarzellenproduktion sowie die Energieausbeute der Module sich ständig verbessere, müsse diese Ökobilanz regelmäßig erneuert werden.

Quelle: VERIVOX 2008

20.2.08

(Umwelt) Genossenschaften mit Potential

Die Coop Genossenschaft Schweiz sorgt in diesen Tagen für Aufsehen mit einem Geschäftsergebnis, das die Konkurrenz alt aussehen lässt. So hält der Tages-Anzeiger vom 20.2.08 fest: «Coop ist 2007 erfolgreich weiter gewachsen und hat die Migros in der Dynamik erneut hinter sich gelassen.» Umsatz und Gewinn stiegen um sieben resp. 13 Prozent. Und das alles bei Preissenkungen für rund 800 Artikel.

Doch Coop ist nicht nur billig und davon soll hier auch nicht die Rede sein. Coop ist vielmehr und trotz seiner Billiglinie ein Unternehmen, das auf die Umwelt Rücksicht nimmt. Der Erfolg der nicht ganz so billigen Naturaplan-Linie steht dafür ebenso wie das jüngste Bekenntnis des zweitgrössten Detailhändlers, in 15 Jahren ein CO2-neutrales Unternehmen zu sein. Doppelseitige Anzeigen in verschiedenen Zeitungen, eine beispiellose Kampagne hierzulande, machen derzeit darauf aufmerksam: «Mit dieser Vision setzt Coop, Pionier und Schrittmacher in Sachen Nachhaltigkeit, einmal mehr ein Zeichen. Denn die Auswirkungen des Klimawandels werden immer bedrohlicher für die Umwelt, das verlangt nach Taten und nicht schönen Worten.»

So bekennt sich Coop zu einem Ziel, an dem sich das Unternehmen messen lässst. Schade nur, dass sich geneigte AnlegerInnen an einem solchen nicht auch finanziell beteiligen können. Aber: Sie können ihre Konsumentenmacht ausspielen – und schlicht und einfach die Einkäufe noch vermehrt bei Coop tätigen.

Eine Genossenschaft macht Furore in Sachen Nachhaltigkeit. Und vielleicht ist es eben kein Zufall, dass es eine Genossenschaft und keine Aktiengesellschaft ist.

15.2.08

(Umwelt) Windenergie-Weltmarkt boomt weiterhin

Nach der neuesten Statistik wurden 2007 weltweit gemäss Schätzungen des Global Wind Energy Council (GWEC) rund 20.000 MW an Windenergie-Kapazität installiert. Damit wuchs der Weltmarkt um rund 30 Prozent. "Der Zubau von rund 20.000 Megawatt in 2007 entspricht einem weltweiten Umsatz der Windindustrie im Neuanlagengeschäft von deutlich über 20 Milliarden Euro. An diesem riesigen Markt partizipieren die deutschen Hersteller und Zulieferer in hohem Maße. Das Exportgeschäft wird zunehmend zum wichtigsten Standbein für die deutsche Windindustrie", sagte Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems. Insgesamt betrug die deutsche Wertschöpfung in 2006 weltweit über 5,6 Milliarden Euro. Für 2007 werden im Neuanlagengeschäft 7,4 Milliarden Euro erwartet. "Rund 1,7 (2,3) Milliarden Euro wurden in Deutschland in neue Windturbinen investiert", so Hermann Albers, Präsident des BWE. "Der Inlandsmarkt kommt zunehmend unter Druck, weil auf der einen Seite steigende Rohstoff- und Energiepreise Windenergieanlagen verteuern und auf der anderen Seite die gesetzlich fixierte Vergütung für Windstrom in Deutschland jedes Jahr sinkt".

Insgesamt waren Ende 2007 in Deutschland 19.460 (18.685) Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 22.247 (20.622) MW installiert. Den größten Zuwachs verzeichneten 2007 die Bundesländer Niedersachsen (368 MW), Sachsen-Anhalt (253 MW) und Brandenburg (231 MW). "Noch liegt Deutschland mit an der Weltspitze, aber andere Länder holen in großen Schritten auf. Die Investitionen fließen in die Länder mit günstigeren Rahmenbedingungen. Um die führende Stellung der deutschen Windindustrie im weltweiten Wettlauf zu behaupten, ist ein stabiler Heimatmarkt von immenser Bedeutung. Deshalb müssen bei der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Rahmenbedingungen in Deutschland mit Weitsicht neu gesetzt werden", so Herdan weiter.

Ein wichtiger Baustein ist das Repowering: Der Ersatz von Windenergieanlagen der ersten Generationen durch moderne, effizientere Turbinen auf der gleichen Fläche. 2007 wurden 108 alte durch 45 neue Anlagen ersetzt. Trotz dieser Reduktion konnte die Gesamtleistung von 41 MW um den Faktor 2,5 auf 103 MW gesteigert werden. Allerdings machten diese Anlagen erst wenig mehr als sechs Prozent der Aufstellungen aus. "Das zeigt zum einen das riesige Potential des Repowerings für den Klimaschutz, aber auch, dass hier noch ausreichende Anreize fehlen", so Albers weiter. Für das Offshore-Segment stehen mit den Vorschlägen der Bundesregierung zur EEG-Novelle die Signale dagegen auf Grün. Zwar wurden auch 2007 noch keine Anlagen im Meer installiert, aber mehrere Projekte konkrekt angekündigt. "Wir müssen die Technologieführerschaft auf das Offshore-Geschäft ausdehnen. Die Rahmenbedingungen für die Offshore-Windenergie sind richtig gesetzt und Deutschland muss sich jetzt im Wettbewerb mit England und den skandinavischen Ländern behaupten", sagte Herdan.

Quelle: Bundesverband Wind Energie e.V. 2008

13.2.08

(Finanzen) Faber sieht überall nur Blasen

Die expansive US Geldpolitik seit 1999/2000 erzeugte enorme Liquidität und in vielen Sektoren und Regionen entstanden Blasen. Die negativen Folgen der heutigen Kreditverknappung und deren Auswirkungen auf die Anlagemärkte präsentierte Marc Faber zuletzt in Zürich. Faber, Managing Director der Marc Faber Limited, Hong Kong, und bekannter Börsenguru (www.gloomboomdoom.com): „Interessant ist, daß normalerweise Blasen in einem einzelnen Land oder in einem einzelnen Sektor entstehen – beispielsweise in Japan 1989 oder im TMT Sektor im Jahr 2000 – jedoch nicht in mehreren Bereichen gleichzeitig. Seit 2002 erleben wir jedoch in allen Anlageklassen entsprechende Anlageblasen, bis hin zu Kunst und sonstigen Sammlerobjekten.“

Im Mittelpunkt steht derzeit der Finanzsektor, der mit den Folgen der geplatzten US Immobilienblase zu kämpfen hat. Das Risiko steigender Inflation in Kombination mit einer möglichen Rezession mache fast alle klassischen Anlagekategorien unattraktiv. Die Ausnahme bilden Rohstoffe, Edelmetallen und selektiv auch kurzfristige Anleihen. Japanische Aktien beurteilt Faber auch positiv: „Die japanischen Unternehmen haben Schulden reduziert und die operativen Gewinne gesteigert.“

Nach Ansicht von Faber befinden sich große Teile der US Wirtschaft bereits in einer Rezession und der Federal Reserve bliebe keine Alternative als die Zinsen zu senken. Die Banken und Finanzinstitute sind derzeit dazu gezwungen, das Kreditwachstum zu reduzieren und die Risiken zu reduzieren. Dies wird nicht ohne Folgen für die Realwirtschaft bleiben können. Den Ölpreis sieht Faber langfristig ansteigend. „In Asien leben derzeit 3,6 Milliarden Menschen und sie verbrauchen aktuell soviel Öl wie die USA mit 300 Millionen Einwohnern“, erklärt Faber. Wenn man die starke Nachfrage nach Automobilen in China und Indien berücksichtigt, sind die Anzeichen für steigende Ölpreise sehr deutlich – auch wenn nach Ansicht von Faber der Ölpreis auch kurzfristig noch auf rund 70 USD korrigieren könnte.

Die guten Aussichten für Agrar-Rohstoffe und andere physische Rohstoffe lassen nach Ansicht von Faber die Investition in Plantagen und landwirtschaftlichen Flächen sinnvoll erscheinen. Faber: „Anstatt in der City of London Immobilien zu kaufen würde ich landwirtschaftliche Flächen und Betriebe empfehlen. Das Problem ist nur, daß man dann auch Traktor fahren lernen sollte. Landwirtschaftliche Produkte sind heute real gesehen tief bewertet.“

Kritiker der Verschuldungspolitik der USA prognostizieren einen starken Verfall des US Dollars und dazu müssen sie sich noch gar nicht zu den fundamentale Kritikern des heutigen Papiergeldsystems zählen. Diese Gruppe wiederholt immer wieder das bekannte Voltaire-Zitat, wonach Papiergeld früher oder später zu seinem inneren Wert – Null – zurückkehren sollte. Marc Faber gehört zu jenen Experten, die ebenfalls von einem starken Wertverfall des US Dollars ausgehen und Gold als Alternative zur Absicherung betrachten. Faber: „Es gibt ein unbeschränktes Angebot an Papiergeld – aber nur ein begrenztes Angebot an Gold, Silber und Platin.“

Quelle: http://ch.e-fundresearch.com

25.1.08

(Finanzen) Karnevalsscherz oder Etikettenschwindel

Welche Aktiengesellschaften sind vorbildliche Nachhaltigkeitsunternehmen? Der Windturbinenbauer Gamesa, der Chemiekonzern Henkel mit seiner starken Öko-Bilanz, der Versorger Scottish & Southern mit seinem Erneuerbare Energien Portfolio? Oder die Skandalnudel Nestle, die Fluggesellschaft Air France, der Atomkraftwerke ausrüstende Megakonzern General Electric? Falsch geraten! Nur die Letztgenannten zählen zu den 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt. Zumindest nach Einschätzung der Initiatoren eines Rankings, das jetzt auf dem Weltwirtschaftforum in Davos vorgestellt wurde. Zum nunmehr vierten Mal haben die auf Nachhaltigkeitsanalysen spezialisierte Innovest und das kanadische Fachmagazin für Nachhaltigkeit, Corporate Knights Magazine, dort ihre Auswahl präsentiert. Sie erscheint von Jahr zu Jahr fragwürdiger.

Laut den Initiatoren werden für ihre Auswahl weltweit rund 2000 börsengelistete Blue-Chip-Unternehmen auf ihre Nachhaltigkeitsleistung hin untersucht. Ausgewählt würden die hinsichtlich der Aspekte Umwelt, sozialer Verantwortung und Corporate Governance Nachhaltigkeitsbesten ihrer Branche. Mit ihrer „vorbildlich und konsequent durchgeführten Nachhaltigkeitsstrategie“, so ihre Darstellung, seien die Aktien dieser Gesellschaften ein zu empfehlendes nachhaltiges Investment. Konkrete Begründungen für die Aufnahme in die Liste oder den Ausschluss von einzelnen Unternehmen waren von den Initiatoren bislang nicht zu erhalten.

Die Auswahl der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt nennt 25 Firmen aus Großbritannien, 16 haben ihren Sitz in den USA und 13 in Japan. Aus Deutschland, Weltmeister in Sachen Erneuerbarer Energie und Umwelttechnologie, wo selbst umstrittene Energiekonzerne wie RWE und E.ON verstärkt auf Umwelttechnologie setzen und der DAX-Primus Allianz Hunderte Millionen Euro in Erneuerbare Energien investiert, schafften es nur sechs Firmen in die Auswahl. Darunter mit SAP, Fresenius Medical Care AG und der Deutsche Börse AG drei der wenigen Gesellschaften aus dem DAX, die in ihren Geschäftsberichten keinerlei Angaben über Klimaschutzaspekte machen (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 22. Mai ). Die übrigen drei sind adidas, BASF und die Deutsche Post AG. Henkel war bislang in der Auswahl vertreten, ist nun aber herausgenommen worden.

Ebenfalls herausgeflogen ist neben Scottish & Southern und Gamesa zum Beispiel Google, obwohl der Suchmaschinenanbieter als vorbildlicher Arbeitgeber gilt und erst vor kurzem ein umfassendes Investitionsprogramm für alternative Energieerzeugung ankündigt. Auch der Nestlekonzern, kritisiert unter anderem für den Einsatz von Gentechnik in Lebensmitteln, schaffte es als Neuaufnahme in die Auswahl.

Quelle: www.ecoreporter.de

23.1.08

(Finanzen) Nachhaltig oder was?

Nachhaltiger Konsum ist der neue Mega-Hype, so der Befund vieler NachhaltigkeitsanalystInnen, die mit dem so genannten LOHAS-Phänomen hausieren. Noch so ein Fremdwortmonster also, das die Sustainability-Szenerie bereichert: Es steht für Lifestyle of Sustainability and Health – also für den nachhaltigen und gesunden, aber auch genussvollen Lebensstil einer stets grösseren kaufkräftigen Bevölkerungsgruppe. Diese leistet sich gut und gerne allerlei Produkte, die mit dem Etikett der Nachaltigkeit – oder eben der Sustainability – versehen, der Kundschaft auch viel Geld aus der Tasche ziehen. So viel auf jeden Fall, dass beispielsweise die Branche biologisch erzeugter Lebensmittel in ganz Europa wiederholt jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich aufweist.

Bildet das LOHAS-Phänomen die Basis für eine erfolgversprechende Finanzanlage? Welche Bereiche dafür in Frage kommen, verdeutlichte eine Veranstaltung der Zürcher Ratingagentur Inrate. Ein Grossteil der Haushaltausgaben geht demnach drauf für Ernährung, Behausung und Energie, Kommunikation im weitesten Sinne sowie Schönheit und Mode. Immer beliebter sind Produkte, die auf nachhaltige Art und Weise die entsprechendene Bedürfnisse befriedigen – etwa jene des Computer-Giganten HP mit einem besonders nachhaltigen Produktionsprozess, des Schweizer Geräteherstellers Schulthess mit den effizienten Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen, des britischen Detailhändlers Tesco mit einem transparenten und vielfältigen Produkteangebot und der schwedischen Kosmetikfirma Oriflame, die über ein umfassendes Recycling-System verfügt.

In der Zeit allgemein rückläufiger Aktienkurse mag man oder frau sich kaum für Wertpapierkäufe erwärmen, auch nicht für nachhaltige, die teils sogar besonders schmerzlich vom Crash in Raten betroffen sind. Dennoch scheint Vertrauen angebracht, so zumindest die Meinung von Paola Ghillani, die hierzulande unter anderem der fair gehandelten Banane zum Durchbruch verhalf. Sie sieht den Schlüssel bei einer bewussten Konsumentenschaft, die sich mit den richtigen Informationen versorgt und dank ihrer machtvollen Nachfrage den nachhaltigen Produkten den nötigen Schub geben wird. Die Hersteller ebendieser werden an bereits erzielten Erfolgen anknüpfen, der Wiederaufschwung an der Aktienfront nicht ausbleiben. Dabei könnten sich gemäss Ghillani insbesondere Schweizer Produkte und Produzenten einen schönen Teil des nachhaltigen Erfolgskuchens sichern könnten, wenn sie nur wollten.

17.1.08

(Finanzen) Die Fonds des Jahres 2007

Die meisten nachhaltigen Aktienfonds taten sich schwer mit dem letzten Monat des Jahres 2007: 37 von 85 Fonds der Auswertung der Datenbank ECOfondsreporter landeten im Minus. Weitere 18 steigerten den Anteilswert um weniger als ein Prozent; 12 legten zwischen einem und zwei Prozent zu, mehr als fünf Prozent Plus verbuchten nur sechs Produkte. Plus 12,06 Prozent erwirtschaftete der Überraschungssieger im Dezember, der Dr. Höller Prime Elements Fund Fire Luxemburger Kapitalanlagegesellschaft (KAG) IPConcept Fund Management S.A.. Das Management des Fonds liegt bei der Züricher Dr. Höller Vermögensverwaltung GmbH, er ist erst seit dem 31. Mai 2007 in Deutschland erhältlich. Der Fonds kauft schwerpunktmäßig Aktien aus Bereichen der Erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Geothermie, Solarenergie, Biomasse und Windenergie. Das Portfolio setzt sich nach Angaben der KAG aus 40 bis 50 überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen weltweit zusammen. Ziel sei es, besonders innovationsstarke Titel zu finden. Die zehn größten Aktienpositionen des Fonds waren Ende Dezember: Die Solarunternehmen First Solar Inc. (5,39 Prozent), Suntech Power Hldgs. Co. Ltd. (4,67 Prozent), Canadian Solar Inc. (4,19 Prozent), Renesola Ltd. (3,97 Prozent), JA Solar Holdings Co. Ltd. (3,71 Prozent), Yingli Green En. Hdlg. Co. Ltd. (3,33 Prozent), Q-Cells AG (3,22 Prozent) und Hoku Scientific Inc. (2,75 Prozent). Mit 2,82 Prozent war der finnische Stromkonzern Fortum OYI vertreten, die Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG mit 2,74 Prozent.

Auf Jahressicht waren häufig Fonds erfolgreich, die stark in Umwelttechnologie und Erneuerbare Energien investiert haben. Der Spitzenreiter war 2007 der Allianz-dit Global EcoTrends der Frankfurter Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft (KAG). Mit einem Wertzuwachs von 53,08 Prozent ist er der Fonds des Jahres 2007. Das Fondsvermögen hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt, von 382,42 Millionen Euro Ende 2006 auf 827,87 Millionen Euro Ende Dezember 2007. Der Allianz-dit Global EcoTrends ist damit der fünftgrößte nachhaltige Aktienfonds in Deutschland.

Die zehn größten Positionen des Fonds kommen sämtlich aus der Wind-, und Solarenergiebranche, zusammen machen sie gut 53 Prozent des Fondsvermögens aus. Zu Ende Dezember hat sich die Gewichtung gegenüber dem Vormonat (Werte in Klammern) deutlich verändert. Den größten Anteil hatten Aktien des dänischen Weltmarktführers bei Windkraftanlagen Vestas Wind Systems A/S mit 9,85 Prozent (6,91), gefolgt von der chinesischen Solarmodulproduzentin Suntech Power Holdings Co, Ltd. mit 7,94 Prozent (6,74), dem des US-amerikanischen Hersteller von Dünnschichtsolarzellen First Solar Inc. mit 7,27 Prozent (8,84), dem spanischen Windanlagenbauer Gamesa Corporation Tecnologica SA mit 5,91 Prozent (5,67), dem norwegischen Siliziumhersteller Renewable Energy Corporation mit 4,48 Prozent (8,11), der US-Entsorgungsspezialistin Stericycle Inc. mit 4,36 Prozent (2,68), der deutschen Solarzellenherstellerin Q-Cells AG mit 3,84 Prozent (3,96), dem indischen Windturbinenproduzenten Suzlon Energy Ltd mit 3,56 Prozent (4,79), der US-amerikanischen Solarzellenproduzentin Sunpower Corp mit 2,96 Prozent (2,92) und dem chinesischen Solarunternehmen Yingli Green Energy Holding mit 2,80 Prozent (1,68).

Die drei besten nachhaltigen Aktienfonds der letzten drei Jahre waren Ende 2007 der Espa WWF Stock Umwelt mit 94,41 Prozent Plus, der UBS (Lux) Equity Fund - Global Innovators B mit 94,15 Prozent Plus und der Pioneer Funds - Global Ecology mit plus 87,18 Prozent.
Auf Sicht von fünf Jahren liegen dieselben Fonds vorn, allerdings in anderer Reihenfolge: UBS (Lux) Equity Fund - Global Innovators B (plus 175,17 Prozent), Pioneer Funds - Global Ecology (plus 145,75 Prozent), Espa WWF Stock Umwelt (plus 126,87 Prozent).

Quelle: www.ecoreporter.de

6.1.08

(Finanzen) Glänzendes Börsenjahr 07 für regenerative Aktien

Das Jahr 2007 hat den Anlegern nachhaltiger Investments hohe Kursgewinne beschert. Das weltweite Börsenbarometer für regenerative Energien, der RENIXX World, stieg im abgelaufenen Jahr um 107,3 Prozent (2006: + 42,2 Prozent) auf den Schlussstand von 1918,71 Punkten, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. „Die Öl- und Gaspreise sowie die Sorge um das Weltklima dürften auch 2008 der entscheidende Treibsatz für die Kursentwicklung sein“, sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Die 30 internationalen Unternehmen im RENIXX werden nach der turnusmäßigen Neugewichtung aktuell mit 135 Milliarden Euro an der Börse bewertet, vor einem halben Jahr waren es erst 74 Milliarden Euro.

Mit zehn der insgesamt 30 internationalen RENIXX-Aktien konnten Anleger im Jahr 2007 Kursgewinne von mehr als 100 Prozent erzielen, vor allem mit Titeln aus der internationalen Solarbranche. Den höchsten Kursgewinn 2007 erzielte das amerikanische Solarunternehmen First Solar (+ 714,1 %), vor der chinesischen JA Solar (+273,8%), Sunpower (250,8%), Yingli (235 %), Solon (+204,4%) und Q-Cells (+186,5%). Von den Windaktien erreichte Nordex ein Kursplus von 129,5%, vor dem dänischen Hersteller Vestas (123,8%). Die schwächste Performance im RENIXX verzeichnete 2007 die EnviTec Aktie mit einem Kursverlust von 52,3%, vor den Aktien der amerikanischen Bioethanol-Anbieter Aventine (-51,6%) und Pacific Ethanol (-51,5%) sowie der Conergy Aktie (-48,1%).

Zum Jahreswechsel 2007/2008 wurden im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung auf der Basis der Börsenkapitalisierung Änderungen in der RENIXX-Zusammensetzung vorgenommen. Neu in den RENIXX World aufgestiegen sind der spanische Windprojektierer Iberdrola Renovables, der britisch-amerikanische Windkraftanlagenhersteller Clipper, der taiwanesische Solarzellen-Hersteller Motech, das chinesische Solarunternehmen Solarfun Power, der Solar-Equipment-Hersteller Meyer Burger aus der Schweiz und der deutsche Biogasanlagen-Hersteller Schmack Biogas. Aus dem RENIXX abgestiegen sind die Solaranbieter Conergy, Ersol und Renesola, der Bioethanol-Produzent Aventine, der Biogasanlagen-Hersteller EnviTec Biogas sowie der Brennstoffzellen-Anbieter Plug Power.

Der RENIXX® (Renwable Energy Industrial Index) World wurde vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) im Jahr 2005/2006 konzipiert und ist der erste weltweite Branchen-Aktienindex für erneuerbare Energien, der die Performance von Unternehmen der globalen Regenerativen Energiewirtschaft abbildet.

Quelle: IWR 2008

4.1.08

(Umwelt) Vom Sinn eines hohen Erdölpreises

Anfangs 2008 erreichte der Ölpreis erstmals das Niveau von rund 100$ pro Fass. Zum wiederholten Mal stellt sich die Welt die Frage, ob ein derart hoher Preis zur Bedrohung für die Weltkonjunktur würde. Doch ist die damit erreichte Höhe eher Segen denn Fluch, von einer den den 70er Jahren ähnlichen Beeinträchtigung des Wachstums kann nicht die Rede sein. Denn die früheren Preisschübe waren ungleich heftiger. Der Ölpreis erhöhte sich in den frühen 70er Jahren von 10 auf 45 $ für die angegebene Masseinheit, stieg also um mehr als das Vierfache. Auch die anfangs der 80er Jahre zu konstatierende Preisverdoppelung war wesentlich einscheidender. Inflationsbereinigt hat der Ölpreis erst mit seinen aktuell 100$ die damalige Höchstgrenze überschritten (inflationsbereinigt 90$).

Sodann spielt das Öl für die Weltwirtschaft unterdessen eine weniger zentrale Rolle als damals. Erdgas ist in noch weit grösseren Mengen vorrätig, andere Energiequellen haben ihre Bedeutung aufrecht erhalten oder gar vergrössert (Kohle bei aller Umweltproblematik, Holz, Wasser). Und noch viel wichtiger: Unterdessen sind Alternativen ins Blickfeld gerückt, die eine Ablösung des fossilen Zeitalters als möglich erscheinen lassen. Das hat schon der deutsche Umweltjournalist Franz Alt eindrücklich belegt in seinen diversen Schriften wie etwa «Die Sonne schickt uns keine Rechnung».

Realistisch ist ein Ablöseszenario unterdessen vor allem, weil viele wirtschaftlich bereits rentable Projekte die Zukunftsfähigkeit der neuen Energien belegen. Windenergie ist ebenso nahe der Rentabilitätsschwelle wie die Biomasse, der Solarenergie wird in bereits wenigen Jahren Gleiches prognostiziert. Grosses Potenzial steckt in der Nutzung der Biomasse, die insbesondere wegen ihrer Grundlastfähigkeit sehr wertvoll ist (also mangelnde Winde oder fehlenden Sonnenschein auszugleichen vermag. Gleiches gilt für die Erdwärme (Geothermie), die trotz zwischenzeitlicher Schwierigkeiten vielleicht gar das allergrösste Potenzial aufweist. Je steiler der Anstieg des Erdölpreises, um so schneller werden alle diese Alternativen wirtschaftlich und die Ablösung des Erdöls als zentraler Energieträger realistisch. Also keine Angst vor einem Fasspreis von 200$, den das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung unlängst prognostizierte!

28.12.07

(Umwelt) Eine Million Kilowattstunden Solarstrom vom Berner Stade de Suisse

Das Sonnenkraftwerk auf dem Stade de Suisse in Bern hat im zu Ende gehenden Jahr 1 Million Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produziert. Die Zunahme um 20 Prozent gegenüber 2006 entspricht dem im August abgeschlossenen Ausbau der Anlage.

Die Zusatzproduktion sei bereits weitgehend ausverkauft, meldete die BKW Energie AG als Betreiberin der Anlage. Das Sonnenkraftwerk auf dem Mont Soleil im Berner Jura kam mit 560 000 kWh auf eine Produktion im mehrjährigen Durchschnitt. Bei der Anlage auf dem Stade de Suisse handelt es sich laut BKW um das weltgrösste stadionintegrierte Sonnenkraftwerk. Seine Produktion von 1 Mio. kWh könnte den Jahresverbrauch von 300 Haushalten decken.

Quelle: SDA / www.bluewin.ch

22.12.07

(Finanzen) Einfacher in Rohstoffe investieren

Ab nächstem Jahr können auch die Schweizer Privatanleger direkt in Rohstoffe investieren. «Wir werden im ersten Quartal 2008 ein ETC-Segment lancieren», sagte Alain Picard, Produktmanager des Bereichs Exchange Traded Funds und andere Finanzprodukte zu Cash daily. ETC steht dabei für Exchange Traded Commodities.

Die börsengehandelten Vehikel, die eine derivatähnliche Struktur haben, bilden die Preisentwicklung einzelner Rohstoffe ab. Es werden keine Sojabohnen geliefert An den Börsen in London oder Frankfurt können Anleger so bereits in Sojabohnen, Weizen, Zucker oder lebendes Vieh investieren. Die Vorteile: Es ist kein Handel über Futures erforderlich. Die Anleger setzen direkt auf den derzeitigen Spotpreis und seine Entwicklung.

Zudem ist das Investment nicht mit einer physischen Abnahme der Ware verbunden. Trotz der Ähnlichkeit im Namen mit Exchange Traded Funds haben die ETC mit Fonds nichts gemein. ETC sind als derivatähnliche Vehikel ebenfalls Schuldverschreibungen
des Emittenten. Zwar sind diese besichert, doch sie stellen anders als Fonds kein Sondervermögen dar. Die Managementgebühren von ETC liegen ähnlich tief wie bei ETF.

Möglich ist solch vereinfachtes Investieren in Rohstoffe bereits heute über die deutsche Xetra-Börse und den Londoner Finanzplatz. Der wichtigste ETC-Anbieter, ETF Securities,verlangt an der Frankfurter Börse für die meisten seiner 31 ETC 0,49 Prozent pro Jahr.

Quelle: Eigene Recherchen und Cash daily

11.12.07

(Finanzen) Ein CH-Staatsfonds muss her

Das Debakel hat unvorstellbare Ausmasse erreicht. Über 16 Milliarden Franken betragen die Abschreibungen, die die UBS als Folge ihres Engagements im US-Hypothekenmarkt tätigen muss. Das seien Rückstellungen für den schlimmstmöglichen Fall, es könne aber auch besser kommen. Nur – nach dem ersten Abschreiber von vier Milliarden tönte es seitens der UBS-Verantworten ähnlich – und trotzdem kam es schlechter. Bei weiter vorhandenen Verpflichtungen im gleichen Geschäftsfeld (mehrere Dutzend Milliarden!) liegt die Folgerung nahe, das Debakel sei noch nicht ausgestanden.

Zu Hilfe kam der UBS eine Institution, die anzudenken man hierzulande aus wirtschaftspolitischen Gründen nicht einmal wagt. Ein Staatsfonds (aus dem immer noch autoritär regierten Singapur) wird so viel Geld einschiessen, dass die UBS-Eigenkapitalbasis nicht in Gefahr gerät. Und wird damit wohl auch eine Verpflichtung eingehen, bei weiteren Problemen hilfreich zur Seite zu stehen. Gespiesen wird dieser Staatsfonds aus den Reserven der Zentralbank von Singapur. Und wer verfügt über noch mehr solcher Reserven? Neben vielen asiatischen Zentralbanken auch die Schweizerische Nationalbank.

Dass diese all ihre Reserven bräuchte, um die Währung des Schweizer Frankens zu untermauern, ist eine Mär. Denn die Goldreserven reichten bereits zu milliardenschweren Ausschüttungen an den Staat, weitere werden folgen. Besser wäre es, diese ganz offenbar für die Währungsstabilität nicht erforderlichen Milliarden so anzulegen, dass langfristig Ausschüttungen möglich sind, die die einmaligen Erträge eines Reserveverkaufs weit übersteigen. Hätte die SNB beispielsweise auf jährliche Ausschüttungen an Bund und Kantone in den letzten 30 Jahren verzichtet, so verfügte sie nun über einen Staatsfonds, der es mit den grössten weltweit aufnehmen könnte dank einer hundertmilliardenfachen Ausstattung. Ein Investment bei der UBS wäre ein Klacks und geschähe im Rahmen einer diversifizierten Anlage ohne jegliche unmittelbare Beeinflussung. Doch ein Engagement Singapurs scheint immer noch willkommener....

5.12.07

(Finanzen) Immer breitere Auswahl an ETF

Branchenführer Barclays Global Investors (BGI), bringt sechs neue Fonds seiner iShares-Palette auf den Schweizer Markt. Mit der Lancierung der Exchange Traded Funds (ETFs) erhöht sich die Zahl der an der Schweizer Börse gehandelten iShares-ETFs auf 48 und insgesamt auf 120. Damit ist es möglich, praktisch jedem Anlagewunsch mit einem der kostengünstigen und vergleichsweise risikoarmen börsengehandelten Indexfonds zu entsprechen. Die neu lancierten iShares-Produkte beziehen sich auf folgende Märkte:

Der iShares S&P Global Clean Energy bildet als erster ETF in Europa den Bereich „saubere Energie“ ab. Der zugrunde liegende Index umfasst Aktien der 30 grössten börsenkotierten Unternehmen des Sektors. 35 Prozent der Unternehmen produzieren saubere Energieformen wie Wind- oder Solarkraft, die restlichen 65 Prozent stellen Anlagen und Technologie für diesen Industriezweig her. Das Wachstumspotential für alternative Sektoren wie etwa „Saubere Energie“ gilt als beachtlich: Wurden 2004 rund 27,6 Mrd. US-Dollar in saubere Energien investiert, waren es laut den Analysten von New Energy Finance 2006 bereits 70,9 Mrd. US-Dollar. 2,1 Prozent der globalen Stromversorgung wurde 2004 aus erneuerbaren Energien gewonnen, für 2030 prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) einen Anteil von 9,6 Prozent.

Der iShares S&P Global Water umfasst die 50 weltweit grössten börsenkotierten Wasserunternehmen. Dazu zählen Wasserversorger und Hersteller von Anlagen für die Wasserwirtschaft. Der iShares S&P Listed Private Equity bildet die 25 grössten und liquidesten börsenkotierten Private Equity-Unternehmen der Welt ab. Der iShares FTSE BRIC 50 investiert in die 50 grössten und liquidesten Unternehmen aus
den Wachstumsregionen Brasilien, Russland, Indien und China. Der Fonds ist ein gutes Instrument, um das Rendite-Risikoprofil eines bestehenden Portfolios zu steuern und es weiter zu diversifizieren. Der iShares FTSE EPRA/NAREIT UK Property gewährt Investoren Zugang zu UKImmobilienunternehmen und -Immobilienfonds. Die Indexgewichtung basiert auf dem in Streubesitz befindlichen Anteil der Marktkapitalisierung. Der iShares MSCI Europe schliesslich investiert in ein breites Spektrum europäischer Aktien und kann als Kernprodukt in einem Portfolio dienen. Der Fonds umfasst die grössten und liquidesten Aktien aus 16 Ländern und deckt rund 85% der gesamten Marktkapitalisierung in Europa ab.

Die neuen Fonds erweitern die iShares-Palette für Alternative Investments und bieten Anlegern eine kostengünstige Möglichkeit in bislang nur schwer zugängliche Bereiche zu investieren und die Asset Allocation des Portfolios zu optimieren. Alternative Anlageklassen wie Immobilien oder Private Equity entwickeln sich oft unabhängig von herkömmlichen Anlageformen wie Aktien und Anleihen und leisten deswegen einen guten Beitrag zur Portfoliodiversifikation.

28.11.07

(Umwelt) Googlen mit Erneuerbarer Energie

Das Internetunternehmen Google (Mountain View, Kalifornien) kündigte am 27.11. eine neue strategische Initiative zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen an, die kostengünstiger sein soll als Elektrizität aus Kohle. Die "RE less than C"-Initiative werde sich auf hochentwickelte solarthermische Kraftwerke, Windenergie und Geothermie sowie weitere Zukunftstechnologien konzentrieren, heißt es in der Pressemitteilung. RE less than C werde Ingenieure und Energieexperten einstellen, um die Forschung und Entwicklung voranzutreiben, die mit einem Projekt zur solarthermischen Stromerzeugung starten und mit Geothermie-Vorhaben fortgesetzt werden soll. 2008 will Google mehrere zehn Millionen Dollar in die Forschung und Entwicklung zu erneuerbaren Energien investieren.

Die langfristige Finanzplanung des Unternehmens sehe hunderte Millionen für innovative Technologien zur Nutzung der Erneuerbaren vor - eine Investition die sich auszahlen werde, heißt es in der Google-Pressemitteilung. "Wir haben bereits Erfahrungen beim Bau großer, energieintensiver Gebäudekomplexe gesammelt und effiziente Datenzentren errichtet ", sagt Google-Gründer und Produktchef Larry Page. "Nun wollen wir die gleiche Kreativität und Innovationskraft der Herausforderung widmen, regenerativen Strom im großen Stil billiger als Kohle-Strom zu erzeugen", betont Page.

"In Sachen erneuerbare Energien wurde beachtliches geleistet. Technologien wurden entwickelt, mit denen eine Industrie entstehen kann, die Elektrizität billiger als den Kohlestrom produzieren kann. Die solarthermische Stromproduktion zum Beispiel ist ein solcher Weg. Wir kennen etliche vergleichbare Technologien und sind sicher, das es noch viel mehr davon gibt", ergänzt Page. Mit Technologieexperten, Partnern und beachtlichen Investitionen will Google große Schritte nach vorne machen. Ziel sei, eine Produktionskapazität von einem Gigawatt (GW) aufzubauen. "Wir sind zuversichtlich, dass diese in wenigen Jahren möglich ist und nicht Jahrzehnte dauern wird", betont Page und illustriert, das mit einer solchen Kapazität eine Stadt wie San Francisco versorgt werden kann.

Mit REC will Google strategisch investieren und Mittel für Vorhaben bereitstellen, die bewiesen, dass Ökostrom billiger als herkömmliche Elektrizität erzeugt werden kann. Das Unternehmen plant Partnerschaften mit verschiedenen Organisationen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten. Zum Beispiel mit der eSolar Inc.,(Pasadena, Kalifornien), die sich auf solarthermische Kraftwerke spezialisiert hat, in denen der fossile Brennstoff durch Solarenergie ersetzt wird. Die Technologie von eSolar habe ein enormes Potenzial zur Kostensenkung, betont Google. Ein weiterer Google-Partner ist Makani Power Inc., (Alameda, Kalifornien), die Hochleistungs-Windenergieanlagen entwickelt. Mit solchen Anlagen könne die Windkraft einen beträchtlichen Teil des Welt-Energiebedarfs decken, so Google.

Weitere Informationen über Googles Unternehmenspolitik in Sachen erneuerbare Energien unter http://www.google.com/renewable-energy

22.11.07

(Finanzen) Solaraktien immer noch teuer, aber mit Chancen

Hektische Kurssprünge kennzeichnen seit Wochen das Geschehen in der Solarbranche. Anleger sind offensichtlich stark verunsichert: Wie werthaltig sind die Sonnenstromaktien nach dem rasanten Kursanstieg in den letzten zwei Jahren? ECOreporter.de hat die börsennotierten deutschen Solartitel mit einer Marktkapitalisierung ab 100 Millionen Euro miteinander verglichen.

Beim Blick auf die Marktkapitalisierung der 12 ausgewählten Photovolatikunternehmen fällt auf: Die Marktschwergewichte Q-Cells und SolarWorld stellen alles andere Schatten. Zum Stichtag 21. November wurden sie mit 5,99 Milliarden und 4,21 Milliarden Euro bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) der Q-Cells liegt sehr hoch, allerdings trauen die Marktteilnehmer dem Solarzellenhersteller zu, den Umsatz in 2008 auf 1,23 Milliarden Euro zu steigern – das KUV würde sich auf knapp 5 ermäßigen. Für die SolarWorld AG liegt die Umsatzprognose 2008 bei 905 Millionen Euro. Noch größere Umsatzzuwächse werden für ersol und Solon in 2008 erwartet. Mit 309 Millionen Euro würden sich die Erlöse der ersol demnach mehr als verdoppeln, das KUV würde auf 2,3 sinken. Ein Sprung auf 841 Millionen wird Solon zugetraut, damit würde das KUV weniger als 1,0 betragen. Mit weniger als dem einfachen Jahresumsatz 2007 sind die Solar-Fabrik AG, die aleo Solar AG, die Phönix Solar AG, die Conergy AG und die Centrosolar Group AG bewertet.

Die EBIT-Marge weist die Bonner SolarWorld AG als ertragsstärkstes Unternehmen der Auswahl aus. In 2008 soll die Marge nur geringfügig auf 26,11 sinken. Einen deutlichen Sprung in der Rentabilität erwarten die Marktteilnehmer für den Erfurter Solarkonzern ersol, die EBIT-Marge soll demnach nach 14,11 in 2007 auf 22,75 in 2008 springen, ein Plus von mehr als 50 Prozent. Eine ähnliche Verbesserung trauen die Märkte der Freiburger Solar-Fabrik AG zu; die EBIT-Marge des Unternehmen soll demnach von 4,94 im laufenden Jahr auf 7,21 in 2008 klettern.

Bezüglich Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der 12 Solarunternehmen sind die beiden Ausrüster für die Solarindustrie Manz und Roth + Rau immer noch sehr hoch bewertet. Beiden Unternehmen wird allerdings zugetraut, dass sie Umsatz und Ergebnis in 2008 deutlich steigern können. Demgegenüber erscheinen die drei Schlusslichter der Tabelle Phönix Solar, aleo Solar und Solar-Fabrik vergleichsweise günstig. Ihr KUV liegt unter 1, allen dreien wird für 2008 ein kräftiges Umsatzwachstum zugetraut. Während die EBIT-Marge bei Phönix Solar und aleo Solar stabil bleiben soll, könnte es bei der Solar-Fabrik AG den erhofften Sprung auf 7,21 geben.

Fazit: Trotz der massiven Kursverluste sind die meisten Solartitel noch nicht „billig“ zu nennen. Viele Bewertungen sind weiterhin ambitioniert, allerdings wird den Unternehmen auch ein weiter starkes Wachstum und anhaltend hohe Rentabilität zugetraut. Als chancenreich erscheint vor dem Hintergrund der Vergleichszahlen die Solar-Fabrik AG.Wenn es dem Unternehmen gelingt, seine Gewinnmarge im erhofften Umfang zu verbessern, könnte die Börse dies mit kräftigen Kursaufschlägen belohnen.

Quelle: www.ecoreporter.de (kostenpflichtig)

16.11.07

(Finanzen / Umwelt) Solarboom legt noch zu

Welche Solarfirmen werden vom kommenden Boom am meisten profitieren? Eine neue Studie der Bank Sarasin sagt starkes Wachstum im Fotovoltaik-Bereich voraus. Der Markt für Fotovoltaikanlagen könnte demnach bis 2010 um 50 Prozent pro Jahr wachsen, sagt die Bank voraus. Sie prognostiziert das weltweite Wachstum von neuen Fotovoltaikanlagen auf 50 Prozent pro Jahr bis 2010. Danach erwarte sie ein anhaltendes Wachstum von 22 Prozent pro Jahr bis 2020.

Nach Angaben der Bank Sarasin waren 2005 weltweit 1.408 Megawatt (MW) installiert, 2006 brachte einem Anstieg auf 1.646 MW. Die Bank erwartet für 2007 2.639 MW an installierten Anlagen – was einem 60-prozentigen Anstieg gleichkäme. Für 2008 schätzt Sarasin, dass die installierten Anlagen 3.921 MW erreichen werden, um dann auf 8.246 MW in 2010 zu steigen. Sarasin prognostiziert, dass Europa das Solarkraftwerk der Welt sein wird – es wird 4.718 MW in 2010 installieren, verglichen mit 1.480 MW in den USA im gleichen Jahr, 149 MW in China (allerdings 1.535 MW in Gesamtasien) und 514 MW im Rest der Welt.

Die Bank gibt auch Prognosen ab bezüglich der börsennotierten PV-Unternehmen, die am meisten von dieser Woge an Neuinstallierungen profitieren werden. Sie nennt die norwegische REC; die deutsche Q-Cells und Sharp würden am meisten vom Installationsboom profitieren, so Sarasin. Ursächlich dafür seien der Zugang zu Silizium, Größe, Kompetenz und Kundenbestand. Erst auf Platz 11 folgt das erste chinesische Unternehmen: Suntech.

Quellen: www.ecoreporter.de; www.sarasin.ch

14.11.07

(Umwelt) China stürmt auch bei Erneuerbaren Energien voran

Wie kann Chinas Wirtschaftsaufschwung mit weniger Energieverbrauch klappen? Und welche Alternativen gibt es zu Kohle, Öl, Gas? Chinesische Energiefachleute trafen sich zwei Tage lang mit deutschen KollegInnen, um Antworten auf diese Fragen zu finden. Lösungen hiesiger Firmen sollen helfen, den asiatischen Energiehunger zu dämpfen: Dafür scheinen die Chinesen inzwischen bereit zu sein, wirklich in die Geldbörse zu greifen.

Chinas Stromproduktion basiert momentan zu 70 Prozent auf Kohle; mehr als ein Drittel der weltweiten Kohleförderung wird heute im Reich der Mitte verbrannt. Deshalb hat der Chinesische Volkskongress im März 2006 einen umfassenden Energiespar- und Umweltschutzplan beschlossen. Im nun gültigen 11. Fünf-Jahres-Plan steht das Ziel, „den Ressourcenverbrauch gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 20 Prozent zu reduzieren und den Gesamtausstoß der wichtigsten Schadstoffe um zehn Prozent zu verringern.“ Das geht nicht mit Kohle, Öl oder Gas – und deshalb sind Alternativen gefragt. Das machen 70 Gäste aus Fernost bei einem Deutsch-Chinesischen Energieforum in Nürnberg deutlich.

Dass China im nächsten Jahr Deutschland als Exportweltmeister überholen wird, scheint bereits festzustehen. In der Region Guangdong stieg das Brutto-Inlandsprodukt seit 2000 jährlich um mehr als 14%! Ein Grund dafür ist ausgerechnet die Ausfuhr von Energietechnik: So kommen Solarstrommodule heute größtenteils aus China. Doch der Beschluss des Volkskongresses dürfte sich auch hier auswirken: Ein Erneuerbare-Energien-Gesetz ähnlich dem deutschen soll für mehr Solarstrom im eigenen Land sorgen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie - www.dgs.de

9.11.07

(Finanzen) Finanzwissen: Note mangelhaft

Das Leben wird immer komplexer. Doch darauf sind die meisten vor allem in finanziellen Belangen ungenügend vorbereitet, wie unabhängig voneinander erstellte Studien sowohl für die Schweiz wie ganz Europa zeigen. Denn das sollten alle wissen: Wie sieht mein Budget aus und was bleibt regelmässig übrig? Welche Anlagemöglichkeiten gibt es für entsprechende Ersparnisse, für welchen Zeitraum, und in welchem Spannungsfeld stehen dabei Risiko und Ertrag? Schliesslich: Ist Diversifikation kein Fremdwort oder weiss ich um die Bedeutung der Volksweisheit «nicht alle Eier in den gleichen Korb zu legen» für den finanziellen Bereich?

Das Wissen aber ist mangelhaft, um den heutigen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das ergibt die Studie der Finanzfachfrau Doris Reffert-Schönemann, die an der Fachhochschule Winterthur aufgrund einer Befragung von 340 Personen entstand und die in der Sendung Kontext von Radio DRS II am 9.11.07 vorgestellt wurde. Anders als früher tragen private Haushalte gezwungenermassen grössere finanzielle Risiken. Ebenso reichen soziale Sicherungssysteme weniger weit als in den vergangenen Jahrzehnten, die Eigenverantwortung wächst.

Doch gibt es Lösungen. So gilt es, wichtige Klippen zu erkennen. Reffert-Schönemann nennt etwa den Unsinn von Lebensversicherungen, die doch in den meisten Fällen irgendwann – und mit Verlust – wieder aufgelöst werden. Und ganz allgemein ist das Bewusstsein für die eigenen finanziellen Möglichkeiten zu schärfen – dann liessen sich auch Debakel verhindern wie Immobilienkäufe, die man oder frau sich gar nicht leisten könne und die derzeit vor allem in den USA für finanziellen Aufruhr sorgen.

Am anfälligsten für Finanzfehler sind gemäss der Studie, die sich mit den Ergebnissen einer Untersuchung im ganzen OECD-Raum deckt, junge Eltern und mittelaltrige Personen. Sie wissen in der Regel eindeutig zu wenig darüber, wie sie ihre Lebenssituation finanziell am besten meistern. Da hilft zuerst einmal schon das Reden über Geld weiter. Zu den erfolgversprechenden Strategien gehört auch eine nachhaltige Geldanlage, die sich über den Verwendungszweck der Ersparnisse Gedanken macht und das Geld dort arbeiten lässt, wo Geldvermehrung auf kluge Art und Weise geschieht, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien. Und schliesslich unabhängige Beratung, die Reffert-Schönemann unter Investor’s Dialogue ebenso wie der Autor dieses Blogs anbieten....

8.11.07

(Umwelt) Elektrofahrzeuge als Alternative zum Erdöl

„Die Technik hat einen großen Sprung gemacht. Jetzt müssen die Weichen für eine breite Einführung von Elektroautos gestellt werden. Das wäre ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz und Versorgungssicherheit.“, erklärten der Vorstandvorsitzende Dr.Klaus-Dieter Maubach von E.ON Energie, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn und der energiepolitische Sprecher Hans-Josef Fell auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Vorgestellt wurde eine umfassende Studie der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und des Bundesverbandes Solare Mobilität, die u.a. Effekte eines massiven Ausbaus im Bereich der Elektromobilität auf die Klimagasemissionen untersucht hat.„Jetzt muss es in die Serienfertigung gehen, damit die Fahrzeuge auch im Preis konkurrenzfähig werden. Die Batterie-Probleme der Vergangenheit – geringer Aktionsradius und Entladungseffekte – sind weitgehend gelöst.“, so die beiden Vorsitzenden Dr. Kai Dobelmann und Thomic Ruschmeyer.

Die Vorteile des elektrischen Antriebs könnten jetzt voll zur Geltung kommen. Der bessere Wirkungsgrad im Vergleich zum Verbrennungsmotor kann helfen ehrgeizige Klimaschutzziele zu erreichen. Ein Elektroauto stößt rund 60-95 Prozent weniger CO2 aus als ein durchschnittlicher Benziner. „Bis 2020 ist es möglich, dass mehr als eine Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Die großen CO2-Einsparpotenziale lassen sich aber nur dann realisieren, wenn der Strom auch aus Erneuerbaren Energien stammt. Elektro-Mobilität und Windenergie, die auf dem Meer gewonnen wird, passen da wunderbar zusammen.“, so Hans-Josef Fell, energiepolitische Sprecher der GRÜNEN. Nachts würden die Batteriefahrzeuge in der Regel zum Aufladen ans Stromnetz angeschlossen, dann wenn es auch große Mengen Windenergie gibt.

Insgesamt sind in Deutschland mehr als 40 Offshore-Windfelder in Planung. Vier davon in der Regie von E.on Energie. „Die Politik ist jetzt gefordert, Nullemissionsfahrzeuge finanziell zu fördern und im Straßenverkehr gegenüber klimaschädlichen Fahrzeugen zu privilegieren“, so Fell.

Quelle: Dt. Gesellschaft für Sonnenenergie www.dgs.de

5.11.07

(Umwelt) Ölpreis steigt – Klimaschutz gewinnt

Der Ölpreis hat sich in den letzten 24 Monaten verdoppelt und wird weiter steigen. Davon geht eine Studie im Auftrag des Finanzministeriums in Washington aus. Die Studie rechnet mit einer Verdreifachung des Ölpreises in den nächsten acht Jahren. Am Wochenende hat sich der Preis für ein Barrel Öl auf 98 Dollar hochgeschraubt und nähert sich rasch der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Wer jetzt noch immer Erdöl kauft anstatt auf erneuerbare Energien umzusteigen, kann einfach nicht rechnen. Zu diesem Schluss kommt der deutsche Umweltjournalist und Betreiber der Internet-Sonnenseite (www.sonnenseite.com).

Eine neue deutsche Studie belegt zudem, dass sich die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung für private Haushalte, Autofahrer und Teile der Wirtschaft finanziell rechnen würde. Über Gebäudesanierungen bis zu stromsparenden Haushaltsgeräten und erst recht kleineren Autos könnten die Bundesbürger bis 2020 über fünf Milliarden Euro einsparen und die Umwelt entlasten. Jede und jeder kann also zum Klimaschutz beitragen und dabei auch noch Geld sparen. Ausreden gibt es nicht mehr, so Alt – und Gleiches gilt natürlich für die Schweiz.

Die Studie ( Klimaschutzprogramm führt zu Einsparungen von fünf Milliarden Euro ) im Auftrag des Umweltbundesamts kommt zum Schluss, dass Ausgaben in Höhe von 31 Milliarden Euro Einsparungen von 36 Milliarden Euro gegenüber stehen. Mit den jetzt geplanten Klimaschutzmaßnahmen könnten in Deutschland bis 2020 36 % Kohlendioxid eingespart werden. Das Ziel der Bundesregierung ist 40 % weniger CO2 bis zum Jahr 2020. Auch dieses Ziel ist selbstverständlich erreichbar, wenn der politische Wille vorhanden ist und die Bürger mitmachen. Worauf warten wir eigentlich noch, fragt Alt abschliessend?

Quelle: Franz Alt 2007, www.sonnenseite.com