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27.8.09
22.6.09
Turbulenzen zum Trotz - Erneuerbare Energien bleiben im Trend
Kreditkrise und Rezession gehen auch an Zukunftsbranchen wie den "Erneuerbaren Energien" nicht spurlos vorbei. Gerade die jungen Unternehmen in diesem Bereich wurden von den wirtschaftlichen Turbulenzen richtiggehend durchgeschüttelt. Unvermittelt findet sich die Branche in einer eigentlichen strukturellen Marktbereinigung. Über die aktuellen Turbulenzen und die damit verbundenen verhagelten Geschäftsergebnisse, dürfe aber nicht vergessen werden, dass der langfristige Ausblick für erneuerbare Energien ausgesprochen positiv ist. Dies das Fazit der neuesten Bank-Sarasin-Studie zur Branche der Erneuerbaren Energien.
Das Jahr 2008 wird als Jahr der Widersprüche in die Geschichte der "Erneuerbaren" eingehen, hält die Studie weiter fest. Auf der einen Seite gilt es mit der Installation von zusätzlich 40 Gigawatt einen enormen Wachstumsschub zu konstatieren. Erstmals wurde in Europa und den USA mehr Kapazität zur Gewinnung von Energie aus erneuerbaren als aus konventionellen Quellen installiert. Weltweit legte die Photovoltaik um 125% Leistung zu, die Windenergiekapazität um 42%. Trotz dieses Rekordwachstums sind die Börsenkurse der "Erneuerbaren" in derselben Periode massiv eingebrochen. Dies aufgrund einer dramatischen Mischung von Finanzkrise, Rezession, sinkendem Ölpreis und wachsenden Überkapazitäten.
Neben langfristig intakten Perspektiven sind inzwischen auch einige kurzfristig positive Signale auszumachen. An erster Stelle stehen dabei die global geschnürten Konjunkturpakete mit Investitionsprogrammen für die "Erneuerbaren" im Umfang von USD 180 Mia. Die Frage ist zurzeit noch, wann diese Programme effektiv wirksam werden. Im Moment ist davon auszugehen, dass im laufenden Jahr erst rund USD 40 Mia. tatsächlich ausgegeben werden. Rund USD 75 Mia. dürften 2010 folgen. Weiter wird sich die Rolle der Stromversorger als stabilisierendes Element bei der Nachfrage erweisen. Sie verfügen über die entsprechende Liquidität und können die Finanzierung von erneuerbaren Energieprojekten sichern. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass gerade das Engagement grosser Energieproduzenten wie EDF oder E.ON gewissen Zyklen ebenso unterworfen ist, wie dasjenige der Ölgiganten Shell oder BP und nicht zuletzt von der politischen Diskussion in den einzelnen Ländern geprägt wird.
Für die langfristige Perspektive der "Erneuerbaren" ist entscheidend, dass die mit einem konsequenten Vorantreiben von erneuerbaren Energieprojekten verbundenen technischen Fragen im Zusammenhang mit Verfügbarkeit und Integration in das bestehende Stromnetz lösbar sind. Dies zeigen nicht nur verschiedene Studien eindeutig auf, sondern der heute schon hohe Anteil an Sonnen- und Windenergie in Ländern wie Dänemark, Deutschland oder Spanien liefert auch den effektiven Tatbeweis. In der Diskussion um die Zukunftsperspektiven der erneuerbaren Energien erfreuen sich einige kritische Argumente, obwohl falsch, einer erstaunlichen Langlebigkeit. So heisst es immer wieder, dass die für Herstellung von Photovoltaikanlagen notwenige Energie grösser sei als die von einer derartigen Anlage je erzeugte Energie. Tatsächlich konnte aber die sogenannte Energierückzahldauer aufgrund der markanten technischen Fortschritte deutlich gesenkt werden und liegt heute bei noch knapp zwei Jahren. Danach produziert eine Photovoltaikanlage noch während 20 bis 25 Jahren Strom. Bei den Windturbinen ist die Energierückzahldauer sogar auf 7 Monate verkürzt worden. In den weiteren rund 20 Jahren Betriebszeit liefert eine Windturbine also noch 35 Mal mehr Energie als zur Herstellung der Anlage notwendig war.
Ein weiteres Argument der Kritiker betrifft die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie; etwa die Abhängigkeit von meteorologischen Einflüssen. Aber allein die Tatsache, dass heute in der EU schon gegen 100 Gigawatt Leistung in Speicherseen zur Überbrückung von windschwachen oder bewölkten Stunden zur Verfügung stehen, relativiert den Einwand. Und gerade die Schweiz besitzt einen vergleichsweise hohen Anteil an Pumpspeicherseen. Dies eröffnet auch den Stromerzeugern interessante Geschäftsopportunitäten. Auf absehbare Zeit ergeben sich zudem aus einer immer besseren Vernetzung verschiedener Energieerzeuger - Stichwort "Smart Grids“ – überzeugende Perspektiven, wie das deutsche Projekt mit dem Titel "Regeneratives Kombikraftwerk“, bei dem 36 Wind- Solar-, Biogas- und Wasserkraftwerke zu einem computergesteuerten Netzwerk zusammengefasst worden sind, nachweisen konnte. Abschliessend kommen die Experten der Bank Sarasin zum Schluss: «Der Megatrend hin zu erneuerbaren Energien bleibt also allen aktuellen Turbulenzen zum Trotz ungebrochen.»
Quelle: Bank Sarasin
Das Jahr 2008 wird als Jahr der Widersprüche in die Geschichte der "Erneuerbaren" eingehen, hält die Studie weiter fest. Auf der einen Seite gilt es mit der Installation von zusätzlich 40 Gigawatt einen enormen Wachstumsschub zu konstatieren. Erstmals wurde in Europa und den USA mehr Kapazität zur Gewinnung von Energie aus erneuerbaren als aus konventionellen Quellen installiert. Weltweit legte die Photovoltaik um 125% Leistung zu, die Windenergiekapazität um 42%. Trotz dieses Rekordwachstums sind die Börsenkurse der "Erneuerbaren" in derselben Periode massiv eingebrochen. Dies aufgrund einer dramatischen Mischung von Finanzkrise, Rezession, sinkendem Ölpreis und wachsenden Überkapazitäten.
Neben langfristig intakten Perspektiven sind inzwischen auch einige kurzfristig positive Signale auszumachen. An erster Stelle stehen dabei die global geschnürten Konjunkturpakete mit Investitionsprogrammen für die "Erneuerbaren" im Umfang von USD 180 Mia. Die Frage ist zurzeit noch, wann diese Programme effektiv wirksam werden. Im Moment ist davon auszugehen, dass im laufenden Jahr erst rund USD 40 Mia. tatsächlich ausgegeben werden. Rund USD 75 Mia. dürften 2010 folgen. Weiter wird sich die Rolle der Stromversorger als stabilisierendes Element bei der Nachfrage erweisen. Sie verfügen über die entsprechende Liquidität und können die Finanzierung von erneuerbaren Energieprojekten sichern. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass gerade das Engagement grosser Energieproduzenten wie EDF oder E.ON gewissen Zyklen ebenso unterworfen ist, wie dasjenige der Ölgiganten Shell oder BP und nicht zuletzt von der politischen Diskussion in den einzelnen Ländern geprägt wird.
Für die langfristige Perspektive der "Erneuerbaren" ist entscheidend, dass die mit einem konsequenten Vorantreiben von erneuerbaren Energieprojekten verbundenen technischen Fragen im Zusammenhang mit Verfügbarkeit und Integration in das bestehende Stromnetz lösbar sind. Dies zeigen nicht nur verschiedene Studien eindeutig auf, sondern der heute schon hohe Anteil an Sonnen- und Windenergie in Ländern wie Dänemark, Deutschland oder Spanien liefert auch den effektiven Tatbeweis. In der Diskussion um die Zukunftsperspektiven der erneuerbaren Energien erfreuen sich einige kritische Argumente, obwohl falsch, einer erstaunlichen Langlebigkeit. So heisst es immer wieder, dass die für Herstellung von Photovoltaikanlagen notwenige Energie grösser sei als die von einer derartigen Anlage je erzeugte Energie. Tatsächlich konnte aber die sogenannte Energierückzahldauer aufgrund der markanten technischen Fortschritte deutlich gesenkt werden und liegt heute bei noch knapp zwei Jahren. Danach produziert eine Photovoltaikanlage noch während 20 bis 25 Jahren Strom. Bei den Windturbinen ist die Energierückzahldauer sogar auf 7 Monate verkürzt worden. In den weiteren rund 20 Jahren Betriebszeit liefert eine Windturbine also noch 35 Mal mehr Energie als zur Herstellung der Anlage notwendig war.
Ein weiteres Argument der Kritiker betrifft die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie; etwa die Abhängigkeit von meteorologischen Einflüssen. Aber allein die Tatsache, dass heute in der EU schon gegen 100 Gigawatt Leistung in Speicherseen zur Überbrückung von windschwachen oder bewölkten Stunden zur Verfügung stehen, relativiert den Einwand. Und gerade die Schweiz besitzt einen vergleichsweise hohen Anteil an Pumpspeicherseen. Dies eröffnet auch den Stromerzeugern interessante Geschäftsopportunitäten. Auf absehbare Zeit ergeben sich zudem aus einer immer besseren Vernetzung verschiedener Energieerzeuger - Stichwort "Smart Grids“ – überzeugende Perspektiven, wie das deutsche Projekt mit dem Titel "Regeneratives Kombikraftwerk“, bei dem 36 Wind- Solar-, Biogas- und Wasserkraftwerke zu einem computergesteuerten Netzwerk zusammengefasst worden sind, nachweisen konnte. Abschliessend kommen die Experten der Bank Sarasin zum Schluss: «Der Megatrend hin zu erneuerbaren Energien bleibt also allen aktuellen Turbulenzen zum Trotz ungebrochen.»
Quelle: Bank Sarasin
24.5.09
(Umwelt) Batteriewechsel- schneller als Tanken
Better Place, ein US-Start-up für die Elektroautomobilität, geht von einer Akkulösung aus, die sich in einem wesentlichen Punkt von allen bisherigen Elektroautos unterscheidet. Die Kalifornier glauben, dass die Akku-Packs zukünftig standardisiert und austauschbar sind. Ganz so, wie die Batterien einer Taschenlampe. Fehlt die Zeit, den Stromverbrauch der Autobatterie wieder aufzuladen, kann ein Autofahrer eine der Better Place Wechselstationen anfahren und seine leeren Akkus gegen einen frisch geladenen Akkupack auszutauschen. Der Akku-Wechsel soll sogar schneller von Statten gehen, als ein regulärer Tank-Stop. Die erste Demo-Wechselstation wurde im April im japanischen Yokohama in Betrieb genommen und gestern der Öffentlichkeit vorgestellt.
Better Place wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie als einziges nicht-japanisches Unternehmen vom japanischen Umweltministerium eingeladen, seine Technologie für den Batteriewechsel zu präsentieren. Anhand eines Nissan Crossover-SUV-Prototyp mit Einschub für Wechselbatterien demonstriert Better Place den Batteriewechsel. Darüber hinaus zeigt Better Place, wie eine vor Ort installierte Ladestation ein Elektroauto mit fest eingebauter Batterie aufladen kann. Der Strom für das Wiederaufladen der Fahrzeugakkus wurde mit photovoltaischen Solarkollektoren der Firma Sharp gewonnen.
Der automatisierte Wechselprozess wird in ungefähr einer Minute vollzogen und nimmt damit weniger Zeit in Anspruch als das Auffüllen eines herkömmlichen Benzintanks. Für Autofahrer ist der Batteriewechsel recht komfortabel, er kann während des Wechselprozesses im Wagen sitzen bleiben. Das Roboter-System der Better-Place-Station entfernt die entladene Batterie und transferiert im Austausch eine neu geladene in das Fahrzeug. Dazu arbeitet das System mit zwei Schlitten (Battery Shuttles), die sich auf einem automatischen Schienensystem bewegen. Ein Schlitten hält die voll geladene Batterie, die in das Fahrzeug eingesetzt wird, während das andere einfach die entladene Batterie entfernt. Zum Ende des Vorgangs sendet das Schienensystem die entfernte Batterie in einen Lagerbereich. Dort wird die Batterie aufgeladen und für den Einsatz im nächsten Fahrzeug vorbereitet. Die Battery Shuttles sind für viele verschiedene Größen und Formen von Batteriegehäusen konzipiert.
Die in Yokohama vorgestellte Wechseltechnologie wird für die kommerzielle Produktion von Wechselstationen weiterentwickelt. Die Wechselstationen sollen weltweit in allen Märkten zum Einsatz kommen, in denen Better Place den Ausbau seiner Infrastruktur plant. Zu den Ländern, die mit den Kaliforniern kooperieren wollen gehören neben Agassis Heimatland Israel u.a. Dänemark, Kanada und Australien. „Das Konzept von Batteriewechselstationen ist aus unserer Sicht derzeit die schnellste und sicherste Lösung, wenn es darum geht, ein Elektrofahrzeug effizient wieder mit neuer Energie zu versorgen. Erst die Versorgung der Elektroautos mit Ökostrom führt zu einer emissionsfreien Elektromobilität und ist das erklärte Ziel von Better Place. Jeder Stromkunde kann seinen Stromverbrauch bereits heute vollständig mit Ökostrom decken. Je mehr Stromkunden auf echten Ökostrom wechseln (Zertifikate beachten!), desto schneller geht der Ausbau voran.
Quelle: oekonews.at
Better Place wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie als einziges nicht-japanisches Unternehmen vom japanischen Umweltministerium eingeladen, seine Technologie für den Batteriewechsel zu präsentieren. Anhand eines Nissan Crossover-SUV-Prototyp mit Einschub für Wechselbatterien demonstriert Better Place den Batteriewechsel. Darüber hinaus zeigt Better Place, wie eine vor Ort installierte Ladestation ein Elektroauto mit fest eingebauter Batterie aufladen kann. Der Strom für das Wiederaufladen der Fahrzeugakkus wurde mit photovoltaischen Solarkollektoren der Firma Sharp gewonnen.
Der automatisierte Wechselprozess wird in ungefähr einer Minute vollzogen und nimmt damit weniger Zeit in Anspruch als das Auffüllen eines herkömmlichen Benzintanks. Für Autofahrer ist der Batteriewechsel recht komfortabel, er kann während des Wechselprozesses im Wagen sitzen bleiben. Das Roboter-System der Better-Place-Station entfernt die entladene Batterie und transferiert im Austausch eine neu geladene in das Fahrzeug. Dazu arbeitet das System mit zwei Schlitten (Battery Shuttles), die sich auf einem automatischen Schienensystem bewegen. Ein Schlitten hält die voll geladene Batterie, die in das Fahrzeug eingesetzt wird, während das andere einfach die entladene Batterie entfernt. Zum Ende des Vorgangs sendet das Schienensystem die entfernte Batterie in einen Lagerbereich. Dort wird die Batterie aufgeladen und für den Einsatz im nächsten Fahrzeug vorbereitet. Die Battery Shuttles sind für viele verschiedene Größen und Formen von Batteriegehäusen konzipiert.
Die in Yokohama vorgestellte Wechseltechnologie wird für die kommerzielle Produktion von Wechselstationen weiterentwickelt. Die Wechselstationen sollen weltweit in allen Märkten zum Einsatz kommen, in denen Better Place den Ausbau seiner Infrastruktur plant. Zu den Ländern, die mit den Kaliforniern kooperieren wollen gehören neben Agassis Heimatland Israel u.a. Dänemark, Kanada und Australien. „Das Konzept von Batteriewechselstationen ist aus unserer Sicht derzeit die schnellste und sicherste Lösung, wenn es darum geht, ein Elektrofahrzeug effizient wieder mit neuer Energie zu versorgen. Erst die Versorgung der Elektroautos mit Ökostrom führt zu einer emissionsfreien Elektromobilität und ist das erklärte Ziel von Better Place. Jeder Stromkunde kann seinen Stromverbrauch bereits heute vollständig mit Ökostrom decken. Je mehr Stromkunden auf echten Ökostrom wechseln (Zertifikate beachten!), desto schneller geht der Ausbau voran.
Quelle: oekonews.at
14.5.09
Bioproduktion wächst weiterhin rasant
Der Absatz von Bio-Produkten wurde 2008 um 11.4 Prozent auf 1,44 Mrd. Franken gesteigert. Der Bio-Lebensmittelmarkt entwickelte sich damit rund doppelt so stark wie der Gesamtmarkt (+5,6%). Rund 75% der Bio-Produkte gingen 2008 über die Ladentische von Coop (50% Marktanteil, 722 Mio Franken) und Migros (24% Marktanteil, 345 Mio Franken). Einen kräftigen Wachstumsschub erlebten wiederum die Direktvermarkter mit einem Plus von 17% (5,1% Marktanteil, 73 Mio Franken) und der Bio-Fachhandel mit 13% mehr Umsatz (15,6% Marktanteil, 225 Mio Franken). Discounter sind ins Bio-Geschäft eingestiegen und entwickeln sich auf tiefem Niveau. Sie erzielten mit Bio-Produkten einen Umsatz von 7 Millionen Franken. Auch in der Westschweiz setzt sich das überdurchschnittliche Wachstum fort. Der Gesamtbiomarkt nahm im französischsprachigen Landesteil um 13,6% oder 26 Mio Franken zu. Der Marktanteil in der Romandie steigt kontinuierlich und liegt bei 4,1%.
Im Jahr 2008 arbeiteten 5589 Landwirtschaftsbetriebe nach den Richtlinien von Bio Suisse, resp. sind zertifizierte Knospe-Betriebe. Das sind 62 Betriebe weniger als im Vorjahr und entspricht einem Anteil von 10,7% am Total der gesamtschweizerischen Betriebe. Zu den knospe-zertifizierten Betrieben kommen noch 522 Bio-Höfe hinzu, die nach der Bioverordnung des Bundes arbeiten. Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von 6111 Bio-Betrieben. Dies sind 11,9% aller Landwirtschaftsbetriebe. Dieser Anteil ist Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen (+0,6%). Die gesamte Bio-Fläche ist mit rund 121 000 Hektaren konstant geblieben. Das sind 11,4% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Davon wurden 112 000 Hektaren von knospe-zertifizierten Biobetrieben bewirtschaftet, 9000 Hektaren von Bioverordnungsbetrieben.
Quelle: Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) 2009
Im Jahr 2008 arbeiteten 5589 Landwirtschaftsbetriebe nach den Richtlinien von Bio Suisse, resp. sind zertifizierte Knospe-Betriebe. Das sind 62 Betriebe weniger als im Vorjahr und entspricht einem Anteil von 10,7% am Total der gesamtschweizerischen Betriebe. Zu den knospe-zertifizierten Betrieben kommen noch 522 Bio-Höfe hinzu, die nach der Bioverordnung des Bundes arbeiten. Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von 6111 Bio-Betrieben. Dies sind 11,9% aller Landwirtschaftsbetriebe. Dieser Anteil ist Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen (+0,6%). Die gesamte Bio-Fläche ist mit rund 121 000 Hektaren konstant geblieben. Das sind 11,4% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Davon wurden 112 000 Hektaren von knospe-zertifizierten Biobetrieben bewirtschaftet, 9000 Hektaren von Bioverordnungsbetrieben.
Quelle: Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) 2009
12.5.09
Startschuss für riesigen Offshore-Windpark vor London
Da nehmen sich schweizerische Windkraftvorhaben fürwahr bescheiden aus – so will das Stadtzürcher EWZ in den kommenden Jahren Anlagen im Wert von 200 Mio. Fr. erbauen, was noch durch die Stimmbürger am Wochenende des 15./16.Mai zu genehmigen ist.
Ganz anders die drei Großinvestoren Dong Energy, E.ON und Masdar. Sie wollen 2,2 Milliarden Euro in die erste Stufe des Offshore-Windparks London Array im Mündungsgebiet der Themse investieren. Wie die Düsseldoirfer E.ON mitteilt, soll im ersten Schritt eine Windkraftleistung von 630 Megawatt (MW) errichtet werden. Nach Fertigstellung werde London Array der weltgrößte Offshore-Windpark und der erste mit einer installierten Leistung von einem Gigawatt sein. Was der Leistung eines herkömmlichen grossen Atomkraftwerks entspricht – mit dem Unterschied, dass dieses für Planung und Bau rund 15 Jahre benötigt.
Der Windpark wird gemäss Firmenangaben Energie für rund 750.000 Haushalte – ein Viertel der Haushalte im Großraum London – liefern und jährlich Emissionen von 1,9 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. London Array solle 2012 ans Netz gehen. Die Arbeiten an Land würden im Sommer anlaufen. Offshore sollen die Arbeiten Anfang 2011 beginnen.
Wie es weiter heißt, wird die Anlage ungefähr 12 Meilen vor der Küste von Kent und Essex gebaut. Der Windpark sei auf einer Fläche von 90 Quadratmeilen geplant und solle in zwei Stufen gebaut werden. Das Konsortium hofft, dass die erste Ausbaustufe mit 630 MW im Jahre 2012 abgeschlossen sein und produzieren wird. Die erste Stufe werde aus 175 Turbinen bestehen. In der zweiten Ausbaustufe wolle man soviel Kapazität ergänzen, dass die Gesamtleistung von 1.000 MW erreicht wird.
Quellen: Solarmedia, Offshore-Windpark Nysted / Siemens and Ecoreporter
Ganz anders die drei Großinvestoren Dong Energy, E.ON und Masdar. Sie wollen 2,2 Milliarden Euro in die erste Stufe des Offshore-Windparks London Array im Mündungsgebiet der Themse investieren. Wie die Düsseldoirfer E.ON mitteilt, soll im ersten Schritt eine Windkraftleistung von 630 Megawatt (MW) errichtet werden. Nach Fertigstellung werde London Array der weltgrößte Offshore-Windpark und der erste mit einer installierten Leistung von einem Gigawatt sein. Was der Leistung eines herkömmlichen grossen Atomkraftwerks entspricht – mit dem Unterschied, dass dieses für Planung und Bau rund 15 Jahre benötigt.
Der Windpark wird gemäss Firmenangaben Energie für rund 750.000 Haushalte – ein Viertel der Haushalte im Großraum London – liefern und jährlich Emissionen von 1,9 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. London Array solle 2012 ans Netz gehen. Die Arbeiten an Land würden im Sommer anlaufen. Offshore sollen die Arbeiten Anfang 2011 beginnen.
Wie es weiter heißt, wird die Anlage ungefähr 12 Meilen vor der Küste von Kent und Essex gebaut. Der Windpark sei auf einer Fläche von 90 Quadratmeilen geplant und solle in zwei Stufen gebaut werden. Das Konsortium hofft, dass die erste Ausbaustufe mit 630 MW im Jahre 2012 abgeschlossen sein und produzieren wird. Die erste Stufe werde aus 175 Turbinen bestehen. In der zweiten Ausbaustufe wolle man soviel Kapazität ergänzen, dass die Gesamtleistung von 1.000 MW erreicht wird.
Quellen: Solarmedia, Offshore-Windpark Nysted / Siemens and Ecoreporter
7.5.09
Der Wind bläst allen um die Ohren

Global wind capacity increased an estimated 27,051 megawatts in 2008, ending the year at 120,798 megawatts. With cumulative installations up almost 29 percent, the growth rate exceeded the annual average of the past decade. Wind power accounted for 42 percent of new capacity additions in the United States (second only to natural gas for the fourth year running) and for 36 percent of new installations in Europe. The wind now generates more than 1.5 percent of the world's electricity, up from 0.1 percent in 1997. Around the world, 80 countries are now using wind power on a commercial basis.
The United States again led in new installations, surpassing Germany to rank first in cumulative capacity and electricity generation from the wind.U.S. capacity increased by 50 percent-8,358 megawatts-to 25,170 megawatts at year's end. Additions would have been even greater if not for delayed extension of the federal Production Tax Credit, which caused developers to postpone an estimated 4,000 megawatts of further additions to 2009. Texas is the leading state in the country for wind, with more than double the capacity of runner-up Iowa and more wind capacity than all but five countries.
Asia accounted for almost one third of global wind capacity additions. China ranked second after the United States, with approximately 6,300 megawatts installed during 2008, doubling the nation's cumulat
ive wind capacity for the fourth year in a row. In April 2008, the Chinese government increased its 2010 wind target from 5,000 to 10,000 megawatts-yet this revised goal was quickly surpassed, and more than 12,200 megawatts were in place by the end of the year. Because market growth is racing ahead of the national plan, China continues to face problems aligning grid planning with wind energy development. The Chinese Renewable Energy Industry Association projects that wind capacity will reach 50,000 megawatts by 2015. India ranked third in wind capacity additions in 2008, with 1,800 megawatts of new wind added, and is now fifth worldwide for cumulative capacity-after the United States, Germany, Spain, and China-with a total of 9,645 megawatts.Quelle: Worldwatch-Institute
30.4.09
Die Schweiz ist erneuerbar
Die visionäre Aussage mag für viele gesellschaftliche Bereiche hierzulande gelten – und dabei reine Vision bleiben. Für den Energiesektor allerdings scheint eine Realisierung greifbar nahe, denn die notwendigen Techniken sind bekannt. Auf diesen simplen und dennoch einleuchtenden Nenner brachte der deutsche Journalist Franz Alt seine Einsichten zu den Energieproblemen der Welt an einem Vortrag, organisiert durch die Zeitschrift «Aufbruch». Ausgangspunkt der vielseitigen publizistischen Arbeit Alts über die sechs Erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Gezeitenkraft und Geothermie bildete die Katastrophe von Tschernobyl. Der damalige Lenker der Sowjetunion Michael Gorbatschow hatte Alt einst im Vertrauen die Kosten genannt, die der grösste Reaktorunfall aller Zeiten verursachte: 500 Milliarden Dollar. Und was Gorbatschow offenbar nicht erwähnte: Tschernobyl stand wohl auch dem Zerfall der Sowjetunion Pate.
Seither weiss Alt, was sich derzeit auf breiter Basis durchzusetzen beginnt. Die Sonne steht als unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung, während die fossilen Brennstoffe inklusive Uran ihren Zenit überschritten haben und sich de
m Ende zuneigen. Das lässt sich nur schon an den Kosten ablesen, wovon unterdessen auch Wirtschaftskreise Kenntnis genommen haben wie etwa die Verantwortlichen grosser Energiekonzerne. Innerhalb eines Jahrzehnts stiegen die Erzeugerkosten für die alten fossilen Energien um bis das Dreifache, während sich die Kosten der Erneuerbaren halbierten. So hat unterdessen beispielsweise die Windkraft bereits die Schwelle zur Rentabilität erreicht – und für direkt solar erzeugte Energie dürfte das in besonders günstigen Gebieten wie Spanien innert weniger Jahre auch der Fall sein.
Doch selbst in Mitteleuropa stehen die Chancen entgegen einem immer noch weit verbreiteten Irrglauben gut. So ist Deutschland dank dem Gesetz über Erneuerbare Energien zu einem Mekka für die photovoltaische Forschung und Produktion geworden, also für die direkte Gewinnung von Elektrizität mit Solarmodulen. Und was in Deutschland möglich ist, gilt für die Schweiz ebenso. Kommt dazu, dass bezüglich der Nutzung von Wasserkraft sowohl in der direkten Energieerzeugung wie auch als Energiespeicher in den Pumpkraftwerken hierzulande optimale Voraussetzungen gegeben sind. Wäre da nur nicht die Deckelung der Kostendeckenden Einspeisevergütung, die viele projektierte Vorhaben für die Solarenergiegewinnung auf die lange Bank geschoben hat. Unverständlich für Franz Alt, der darauf verweisen kann, dass das deutsche Modell einer unbegrenzten Förderung neuer Energien inzwischen weltweit in mehr als 45 Ländern Schule gemacht hat, darunter auch in China.
Untermauert hat Franz Alt seine umfassenden Thesen im kürzlich erschienenen Buch «Sonnige Aussichten – Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird», das durch seine Gesamtschau besticht. Wer also einen der leider immer noch seltenen Auftritte Alts in der Schweiz verpasste, ist mit dem Buch bestens gerüstet für den Einstieg in die solare Weltwirtschaft. Getreu nach dem Motto von Alt, «Bürger zur Sonne, zur Freiheit» – und getreu nach der Einsicht, dass auch die Schweiz den Umstieg auf Erneuerbare Energien bald und umfassend schaffen kann.
Copyright © 2009 Solarmedia
Seither weiss Alt, was sich derzeit auf breiter Basis durchzusetzen beginnt. Die Sonne steht als unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung, während die fossilen Brennstoffe inklusive Uran ihren Zenit überschritten haben und sich de
m Ende zuneigen. Das lässt sich nur schon an den Kosten ablesen, wovon unterdessen auch Wirtschaftskreise Kenntnis genommen haben wie etwa die Verantwortlichen grosser Energiekonzerne. Innerhalb eines Jahrzehnts stiegen die Erzeugerkosten für die alten fossilen Energien um bis das Dreifache, während sich die Kosten der Erneuerbaren halbierten. So hat unterdessen beispielsweise die Windkraft bereits die Schwelle zur Rentabilität erreicht – und für direkt solar erzeugte Energie dürfte das in besonders günstigen Gebieten wie Spanien innert weniger Jahre auch der Fall sein.Doch selbst in Mitteleuropa stehen die Chancen entgegen einem immer noch weit verbreiteten Irrglauben gut. So ist Deutschland dank dem Gesetz über Erneuerbare Energien zu einem Mekka für die photovoltaische Forschung und Produktion geworden, also für die direkte Gewinnung von Elektrizität mit Solarmodulen. Und was in Deutschland möglich ist, gilt für die Schweiz ebenso. Kommt dazu, dass bezüglich der Nutzung von Wasserkraft sowohl in der direkten Energieerzeugung wie auch als Energiespeicher in den Pumpkraftwerken hierzulande optimale Voraussetzungen gegeben sind. Wäre da nur nicht die Deckelung der Kostendeckenden Einspeisevergütung, die viele projektierte Vorhaben für die Solarenergiegewinnung auf die lange Bank geschoben hat. Unverständlich für Franz Alt, der darauf verweisen kann, dass das deutsche Modell einer unbegrenzten Förderung neuer Energien inzwischen weltweit in mehr als 45 Ländern Schule gemacht hat, darunter auch in China.
Untermauert hat Franz Alt seine umfassenden Thesen im kürzlich erschienenen Buch «Sonnige Aussichten – Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird», das durch seine Gesamtschau besticht. Wer also einen der leider immer noch seltenen Auftritte Alts in der Schweiz verpasste, ist mit dem Buch bestens gerüstet für den Einstieg in die solare Weltwirtschaft. Getreu nach dem Motto von Alt, «Bürger zur Sonne, zur Freiheit» – und getreu nach der Einsicht, dass auch die Schweiz den Umstieg auf Erneuerbare Energien bald und umfassend schaffen kann.
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16.4.09
(Umwelt) Nochmals fast ein Oskar für die Schweiz!
Der Energy Globe World Award ist noch nicht so berühmt wie die Oskars in der Filmindustrie oder der Pritzker-Preis für ArchitektInnen, den unlängst der Schweizer Paul Zumthor gewann. Aber anders als bei seiner Einführung vor zehn Jahren ist der Preis für Projekte, die im Sinne von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Beispiel gebend sind, unterdessen viel beachtet - wurde er doch soeben vor versammelter europäischer Politprominenz in Prag vergeben. Unter den Nominierten fand sich auch ein Projekt aus der Schweiz.
Das weltweit erste vollständig solar mit Wärme (und übrigens auch mit Strom) versorgte Mehrfamilienhaus der Jenni Energietechnik AG gehörte in der Kategorie Erde dazu - und teilt die Ehre unter anderem mit einem Solarkrankenhaus in Myanmar (dem Hauptpreisträger) sowie solar betriebenen Wasserpumpen für die Landbevölkerung in Nicaragua oder dem bereits legendären Skysails Windantriebssystem für die moderne Schifffahrt aus Deutschland.
Die Website zum Energy Globe World Award hält zum Jenni-Haus (siehe auch Bild) des Energiepioniers fest: «Die acht Wohnungen im europaweit ersten vollständig solar beheizten Mehrfamilienhaus in Oberburg (BE) waren schnell vergeben. Kein Wunder, denn Heizen ohne Öl ist so attraktiv wie noch nie. Vor allem im Schweizer Sonnenhaus: Die Mieten liegen im ortsüblichen Durchschnitt, allerdings fallen keine Heizkosten an, da auf eine Zusatzheizung verzichtet wurde. Eine ausgezeichnete Wärmedämmung und passive Sonnennutzung über die Fenster sorgen zusammen mit 276m2 Sonnenkollektoren und einem 205'000-Liter-Speicher ganzjährig für warmes Wasser und angenehme Raumtemperaturen. Dank dieses großen Speichers, der aufrecht in der Mitte des Gebäudes steht, ist auch für kühlere Jahre vorgesorgt. Um die optimale Sonnenausbeute zu erreichen, ist das Gebäude nach der Sonne orientiert.»
Die weiteren prämierten Projekte in den Bereichen Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend sind ausführlich auf der Website des Energy Globe World Award beschrieben. Sie alle zeigen die vielseitige und schnelle Entwicklung der erneuerbaren Energien, die bei genügend politischen Willen die Welt einer vollständig nachhaltigen Energieversorgung sehr schnell nahe bringen kann. Über 800 Projekte aus 111 Ländern waren dieses Jahr im Rennen, vergeben wurden die Preise Mitte April in Prag als Eröffnungsveranstaltung für das informelle EU Umweltministertreffen im Rahmen der Tschechischen EU Ratspräsidentschaft.
Copyright Solarmedia
Das weltweit erste vollständig solar mit Wärme (und übrigens auch mit Strom) versorgte Mehrfamilienhaus der Jenni Energietechnik AG gehörte in der Kategorie Erde dazu - und teilt die Ehre unter anderem mit einem Solarkrankenhaus in Myanmar (dem Hauptpreisträger) sowie solar betriebenen Wasserpumpen für die Landbevölkerung in Nicaragua oder dem bereits legendären Skysails Windantriebssystem für die moderne Schifffahrt aus Deutschland.
Die Website zum Energy Globe World Award hält zum Jenni-Haus (siehe auch Bild) des Energiepioniers fest: «Die acht Wohnungen im europaweit ersten vollständig solar beheizten Mehrfamilienhaus in Oberburg (BE) waren schnell vergeben. Kein Wunder, denn Heizen ohne Öl ist so attraktiv wie noch nie. Vor allem im Schweizer Sonnenhaus: Die Mieten liegen im ortsüblichen Durchschnitt, allerdings fallen keine Heizkosten an, da auf eine Zusatzheizung verzichtet wurde. Eine ausgezeichnete Wärmedämmung und passive Sonnennutzung über die Fenster sorgen zusammen mit 276m2 Sonnenkollektoren und einem 205'000-Liter-Speicher ganzjährig für warmes Wasser und angenehme Raumtemperaturen. Dank dieses großen Speichers, der aufrecht in der Mitte des Gebäudes steht, ist auch für kühlere Jahre vorgesorgt. Um die optimale Sonnenausbeute zu erreichen, ist das Gebäude nach der Sonne orientiert.»
Die weiteren prämierten Projekte in den Bereichen Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend sind ausführlich auf der Website des Energy Globe World Award beschrieben. Sie alle zeigen die vielseitige und schnelle Entwicklung der erneuerbaren Energien, die bei genügend politischen Willen die Welt einer vollständig nachhaltigen Energieversorgung sehr schnell nahe bringen kann. Über 800 Projekte aus 111 Ländern waren dieses Jahr im Rennen, vergeben wurden die Preise Mitte April in Prag als Eröffnungsveranstaltung für das informelle EU Umweltministertreffen im Rahmen der Tschechischen EU Ratspräsidentschaft.
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