Die Internet-Plattform MyC4 (www.myc4.com) hat innert kurzer Zeit vier Millionen Euro in rund 2500 Geschäftsideen in den drei afrikanischen Ländern Uganda, Kenya und Elfenbeinküste investiert. Gut ein Jahr nach ihrem Start sind bereits über 6000 InvestorInnen dabei. Sie legten im Schnitt etwa 600 Euro oder 1000 Franken an – verteilt auf all die KleinunternehmerInnen, die via MyC4 ihren Computershop, ihr Restaurant, ihre Metallbauwerkstatt oder ihr Taxiunternehmen vergrössern möchten.
Die Kredite stehen den UnternehmerInnen nicht etwa gratis zur Verfügung. Vielmehr bieten die AnlegerInnen für jedes einzelne Projekt einen bestimmten Betrag zu einem bestimmten Zinssatz an – häufig zwischen zehn und 16 Prozent. Ist die ganze gewünschte Kreditsumme beieinander, können sich weitere Kreditgeber mit günstigeren Angeboten beteiligen. Die Teureren fallen dann raus und der Gesamtkredit wird für den Schuldner billiger. Zu einem vorbestimmten Zeitpunkt beendet das virtuelle Bankhaus aus Dänemark den Bieterprozess und die gültigen Angebote stehen dem Unternehmer, zuzüglich eine rund ebenso grossen Bearbeitungsgebühr, zur Verfügung.
Der Anspruch von MyC4 ist riesig – nämlich gemäss den von der UN festgelegten Milleniumszielen die gravierenste Armut auf der Welt bis zum Jahr 2015 zu beseitigen. Und das mit einem Mikrofinanzsystem, das dann Millionen von KreditgeberInnen und –nehmerInnen erreichen soll. Die ersten Schritte sind getan, die Plattform arbeitet nach den Erfahrungen des Schreibenden problemlos. Problematisch bleiben die mitunter hohen Zinsen, die mit dem Verweis auf noch höheren Wucher lokaler Kreditgeber pariert werden. Als ebenso kritisch gilt der Abfluss von Geld aus den berücksichtigten Staaten mit den Zinszahlungen. Andererseits ermöglicht die Plattform eine einfache Kreditvergabe zum Nutzen aller Beteiligten - und vielleicht dereinst ein wirklich weltumspannendes Projekt.
25.8.08
20.8.08
(Finanzen) Zehn neue ETFs kotiert
Im Segment Exchange Traded Funds der SWX wurden zehn neue Produkte kotiert, womit dieses Segment nun 135 ETFs umfasst. Es handelt sich um:
Lyxor ETF MSCI AC Asia-Pacific ex Japan. Handelswährung USD.
Lyxor ETF MSCI EM Latin America. Handelswährung USD.
Lyxor ETF MSCI Emerging Markets. Handelswährung USD.
Lyxor ETF South Africa (FTSE JSE TOP 40). Handelswährung EUR.
Lyxor ETF China Enterprise (HSCEI). Handelswährung USD.
Lyxor ETF MSCI Taiwan. Handelswährung USD.
Lyxor ETF MSCI Korea. Handelswährung USD.
Lyxor ETF Hong Kong (HSI). Handelswährung USD.
Lyxor ETF New Energy. Handelswährung EUR.
Lyxor ETF World Water. Handelswährung EUR.
Mit der Erweiterung des Angebots an gebührengünstigen und passiv gemanagten Indexfonds wird es immer besser möglich für die geneigte Anlegerschaft, verschiedenste Anlagebedürfnisse abzudecken. Die neuen Lyxor-Fonds bieten vor allem Möglichkeiten in den diversen aufstrebenden Märkten – interessant etwa Lateinamerika als Gesamtmarkt oder auch Südafrika. Sodann auch die Branchenlösungen für die neuen Energien und den Bereich Wasser, die beide allerdings auch schon andere Anbieter als ETF-Varianten führen. Nicht zu vergessen bleibt bei solchen Engagements das doch erhebliche Risiko zumindest kurzfristig starker Schwankungen. Also nur eine Variante für starke und gut diversifizierte Anlegernerven!
Lyxor ETF MSCI AC Asia-Pacific ex Japan. Handelswährung USD.
Lyxor ETF MSCI EM Latin America. Handelswährung USD.
Lyxor ETF MSCI Emerging Markets. Handelswährung USD.
Lyxor ETF South Africa (FTSE JSE TOP 40). Handelswährung EUR.
Lyxor ETF China Enterprise (HSCEI). Handelswährung USD.
Lyxor ETF MSCI Taiwan. Handelswährung USD.
Lyxor ETF MSCI Korea. Handelswährung USD.
Lyxor ETF Hong Kong (HSI). Handelswährung USD.
Lyxor ETF New Energy. Handelswährung EUR.
Lyxor ETF World Water. Handelswährung EUR.
Mit der Erweiterung des Angebots an gebührengünstigen und passiv gemanagten Indexfonds wird es immer besser möglich für die geneigte Anlegerschaft, verschiedenste Anlagebedürfnisse abzudecken. Die neuen Lyxor-Fonds bieten vor allem Möglichkeiten in den diversen aufstrebenden Märkten – interessant etwa Lateinamerika als Gesamtmarkt oder auch Südafrika. Sodann auch die Branchenlösungen für die neuen Energien und den Bereich Wasser, die beide allerdings auch schon andere Anbieter als ETF-Varianten führen. Nicht zu vergessen bleibt bei solchen Engagements das doch erhebliche Risiko zumindest kurzfristig starker Schwankungen. Also nur eine Variante für starke und gut diversifizierte Anlegernerven!
18.8.08
(Finanzen) Grüner Fonds für Emerging Markets
An Anlagefonds, die in Emerging Markets (EMA) investieren, herrscht kein Mangel. Hingegen gibt es keine grünen Schwellenländer-Fonds, also solche, die speziell nach ökologischen und sozialen Kriterien anlegen. Swisscanto, das Fonds-Haus der Kantonalbanken, bringt jetzt einen neuen Fonds auf den Markt, der Schwellenländer und Nachhaltigkeit verbindet.
Der Swisscanto (LU) Equity Fund Green Invest Emerging Markets (Valor 3650277) investiert in Unternehmen, die einen überwiegenden Teil ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten oder ihren Sitz in Schwellenländern haben und deren Produkte und Dienstleistungen langfristig einen ökologischen und sozialen Nutzen in den aufstrebenden Volkswirtschaften erbringen. Ein Anteil kostet bei der Emission 100 Dollar. Der Fonds ist punkto Gebühren recht teuer, wird doch eine pauschale Verwaltungsgebühr von jährlich 2,2% verrechnet. Der grüne Schwellenländer- Fonds schüttet keine Dividenden aus, die Erträge werden reinvestiert. Im Prospekt wird das Risiko des Fonds als «hoch» eingestuft. Zum einen wird auf die zu erwartenden grossen Kursschwankungen hingewiesen. Zum anderen handelt es sich um einen Dollar- Fonds. Das Wechselkursrisiko muss der Schweizer Anleger tragen. Der Fonds ist nur für Anleger mit einem langen Anlagehorizont und grosser Risikotoleranz geeignet.
Der Fonds wird rund 50 Titel halten. Davon entfallen von den wichtigsten Ländern 33% auf China, 18% auf Brasilien, 11% auf Südkorea, 5% auf die Philippinen und je 4% auf Singapur, Taiwan und Ungarn sowie 3% auf Südafrika. Bei den wichtigsten Branchen gehen 38% des Fondsportfolios auf das Konto nachhaltige Energieversorgung, 17% auf nachhaltige Wasserversorgung, 11% auf nachhaltige Mobilität und 11% auf bezahlbare Gesundheitsversorgung.
Der grüne EMA-Fonds von Swisscanto misst sich mit dem MSCI- Emerging -Markets -Index TR. Wer in den letzten 5 Jahren in diesen Index (siehe Grafik) investiert hat, konnte seinen Einsatz in Dollar verdreifachen - allerdings ohne Einrechnung der Kosten und Gebühren. Seit dem Höchst (Oktober 2007) ist der Index um rund 20% gesunken. Swisscanto macht zu Recht darauf aufmerksam, dass die vergangene Performance keine Garantie für die Zukunft darstellt.
Quelle: NZZaS 17.8.08
Der Swisscanto (LU) Equity Fund Green Invest Emerging Markets (Valor 3650277) investiert in Unternehmen, die einen überwiegenden Teil ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten oder ihren Sitz in Schwellenländern haben und deren Produkte und Dienstleistungen langfristig einen ökologischen und sozialen Nutzen in den aufstrebenden Volkswirtschaften erbringen. Ein Anteil kostet bei der Emission 100 Dollar. Der Fonds ist punkto Gebühren recht teuer, wird doch eine pauschale Verwaltungsgebühr von jährlich 2,2% verrechnet. Der grüne Schwellenländer- Fonds schüttet keine Dividenden aus, die Erträge werden reinvestiert. Im Prospekt wird das Risiko des Fonds als «hoch» eingestuft. Zum einen wird auf die zu erwartenden grossen Kursschwankungen hingewiesen. Zum anderen handelt es sich um einen Dollar- Fonds. Das Wechselkursrisiko muss der Schweizer Anleger tragen. Der Fonds ist nur für Anleger mit einem langen Anlagehorizont und grosser Risikotoleranz geeignet.
Der Fonds wird rund 50 Titel halten. Davon entfallen von den wichtigsten Ländern 33% auf China, 18% auf Brasilien, 11% auf Südkorea, 5% auf die Philippinen und je 4% auf Singapur, Taiwan und Ungarn sowie 3% auf Südafrika. Bei den wichtigsten Branchen gehen 38% des Fondsportfolios auf das Konto nachhaltige Energieversorgung, 17% auf nachhaltige Wasserversorgung, 11% auf nachhaltige Mobilität und 11% auf bezahlbare Gesundheitsversorgung.
Der grüne EMA-Fonds von Swisscanto misst sich mit dem MSCI- Emerging -Markets -Index TR. Wer in den letzten 5 Jahren in diesen Index (siehe Grafik) investiert hat, konnte seinen Einsatz in Dollar verdreifachen - allerdings ohne Einrechnung der Kosten und Gebühren. Seit dem Höchst (Oktober 2007) ist der Index um rund 20% gesunken. Swisscanto macht zu Recht darauf aufmerksam, dass die vergangene Performance keine Garantie für die Zukunft darstellt.
Quelle: NZZaS 17.8.08
6.8.08
(Finanzen) Postfinance senkt Fondskosten
Endlich, ist man versucht zu sagen: Vor mehr als einem Jahr hatte Postfinance bereits angekündigt, ihre Ausgabekommission für den Verkauf von Fonds, auch von Drittanbietern, zu senken. Nun ist es so weit, die Kosten betragen neu einheitlich ein Prozent. Das freut insbesondere jene, die ihr Vermögen mit einem der sonst gelobten und qualitativ guten Fondssparpläne des Postinstituts zu äufnen versuchen. Denn bisher galt deren vergleichsweise hohe Ausgabekommission als praktisch einziger Wermutstropfen des Postfinance-Angebots. Einzig dessen geringe Breite mag noch als Nachteil gelten, ist durch eine geschickte Auswahl aus den über 30 verschiedenen Produkte renommierter Fondshäusere aber weit gehend zu umgehen. Die Auswahl stammt übrigens von Bevag, dem unabhängigen Zürcher Vermögensverwalter für Fondsanlagen.
Bemerkenswert ist neben gesenkter Kosten auch der Schritt von Postfinance, für ihre hauseigenen Postsoleil-Fonds nur noch passive Anlagestrategien zu verfolgen. Das bedeutet: Diese Fonds folgen den Indices des jeweiligen Marktes, versuchen aber nicht, mittels einer aktiven Anlagepolitik besser als dieser abzuschneiden. Das wiederum erlaubt, die Managementkosten des Fonds zu senken und wirkt sich günstig auf die erzielbare Gesamtrendite aus. Letzterer dient auch der Grundsatz der spesenfreien Depotführung - in Abweichung zu den meisten Anbietern von Anlagefonds. Die angekündigten Schritte festigen die Stellung von Postfinance im Fondsgeschäft und machen sie insbesondere als Anbieterin von Fondssparplänen (siehe auch letzten Beitrag im Blog vom 28.7.08) hierzulande noch attraktiver und einmaliger.
Bemerkenswert ist neben gesenkter Kosten auch der Schritt von Postfinance, für ihre hauseigenen Postsoleil-Fonds nur noch passive Anlagestrategien zu verfolgen. Das bedeutet: Diese Fonds folgen den Indices des jeweiligen Marktes, versuchen aber nicht, mittels einer aktiven Anlagepolitik besser als dieser abzuschneiden. Das wiederum erlaubt, die Managementkosten des Fonds zu senken und wirkt sich günstig auf die erzielbare Gesamtrendite aus. Letzterer dient auch der Grundsatz der spesenfreien Depotführung - in Abweichung zu den meisten Anbietern von Anlagefonds. Die angekündigten Schritte festigen die Stellung von Postfinance im Fondsgeschäft und machen sie insbesondere als Anbieterin von Fondssparplänen (siehe auch letzten Beitrag im Blog vom 28.7.08) hierzulande noch attraktiver und einmaliger.
29.7.08
(Finanzen) Geringes Angebot an guten Fondssparplänen
«Sparen Sie sich Schritt für Schritt zum Vermögen» - mit solchen Slogans werben die Banken um Kunden für Fondssparpläne . Dabei investieren Anleger wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich eine bestimmte Summe in einen Anlagefonds - das Investmentsparen ist bereits mit Raten von 50 oder 100 Franken möglich. Wer hier einen langen Atem beweist, hat in der Tat Chancen, ein Vermögen aufzubauen. Laut dem deutschen Fondsverband BVI haben in Deutschland investierende Aktienfonds per Ende März über 30 Jahre hinweg im Durchschnitt 8,7% pro Jahr zugelegt. Bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro ergab dies ein Vermögen von 161 499 Euro, während - nicht inflationsbereinigt - 36 000 Euro eingezahlt wurden. Fondssparpläne können folglich ein gutes Instrument für Anleger sein, die auf ein Ziel hin sparen - etwa das Studium der Kinder oder eine Weltreise. * Fondssparpläne haben einige Vorteile. Da die Anleger mit ihnen ihr Kapital nicht auf einen Schlag, sondern zeitlich verteilt investieren, greift der sogenannte Durchschnittspreiseffekt («Cost-Average-Effekt»). Bei hohen Kursen erhält der Anleger für sein Geld weniger, bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile. Dies gleicht Schwankungen aus, und der Anleger umgeht das Risiko eines falschen Einstiegszeitpunkts weitgehend. Ausserdem sind die Sparpläne flexibel und im Gegensatz zu Lebensversicherungen jederzeit kündbar.
Allerdings geht die Rechnung für den Anleger nur auf, wenn dem Sparplan ein guter Fonds zugrunde liegt. Und genau hier liegt das Problem: Das Angebot an Sparplänen mit guten Anlagefonds ist in der Schweiz gering. Den meisten Banken geht es bei den Fondssparplänen vor allem darum, ihre eigenen Produkte zu verkaufen. Das vielgepriesene Prinzip der «Open Architecture», dem zufolge Kunden die besten, also auch Produkte von Fremdanbietern, erhalten sollen, wird nicht verfolgt. Ein Vertreter des VZ Vermögenszentrums geht davon aus, dass den Kunden bei den Fondssparplänen in der Regel durchschnittliche oder unterdurchschnittliche Produkte angeboten werden. Auch günstigere Indexfonds gehören nicht zur Palette - und bei den sonst so populären Exchange-Traded Funds (ETF) sind Sparpläne wegen der Börsenkommissionen nur bei grossen Summen lohnend. Ein weiterer Negativpunkt bei vielen Fondssparplänen sind die trotz der mittelmässigen Performance oft recht hohen Gebühren und Ausgabekommissionen. Vor dem Abschluss eines Sparplans sollten Anleger also Performance, Gebühren und Rating der Fonds genau prüfen.
Quelle: NZZ vom 28.7.08
Allerdings geht die Rechnung für den Anleger nur auf, wenn dem Sparplan ein guter Fonds zugrunde liegt. Und genau hier liegt das Problem: Das Angebot an Sparplänen mit guten Anlagefonds ist in der Schweiz gering. Den meisten Banken geht es bei den Fondssparplänen vor allem darum, ihre eigenen Produkte zu verkaufen. Das vielgepriesene Prinzip der «Open Architecture», dem zufolge Kunden die besten, also auch Produkte von Fremdanbietern, erhalten sollen, wird nicht verfolgt. Ein Vertreter des VZ Vermögenszentrums geht davon aus, dass den Kunden bei den Fondssparplänen in der Regel durchschnittliche oder unterdurchschnittliche Produkte angeboten werden. Auch günstigere Indexfonds gehören nicht zur Palette - und bei den sonst so populären Exchange-Traded Funds (ETF) sind Sparpläne wegen der Börsenkommissionen nur bei grossen Summen lohnend. Ein weiterer Negativpunkt bei vielen Fondssparplänen sind die trotz der mittelmässigen Performance oft recht hohen Gebühren und Ausgabekommissionen. Vor dem Abschluss eines Sparplans sollten Anleger also Performance, Gebühren und Rating der Fonds genau prüfen.
Quelle: NZZ vom 28.7.08
25.7.08
(Umwelt) Erfolge der Politik in China
Angesichts der Olympiade herrscht Hochbetrieb im Blätterwald zum Thema China. Vertiefendes ist selten genug zu lesen, löbliche Ausnahme die Neue Zürcher Zeitung im Allgemeinen und in der Ausgabe vom 25.Juli 2008 im Besonderen. Gleich in drei Artikeln werden wesentliche Entwicklungen beleuchtet, die die chinesische Wirtschafts- und Umweltpolitik insgesamt in einem günstigen Licht erscheinen lassen – dies im Kontrast zum derzeit vorherrschenden China-Bashing vor dem grossen Sportereignis.
Anlass für Optimismus gibt etwa die chinesische Forstpolitik. Ähnlich der Landwirtschaft stehen den Bauern nun Waldparzellen zur Bewirtschaftung zur Verfügung – die Pacht gilt für einen Zeitraum von mindestens 70 Jahren. Angesichts der riesigen Waldzerstörung und der notwendigen nachhaltigen Waldbewirtschaft ist damit die Grundlage für Wiederaufforstung und ertragreiche Holzwirtschaft gelegt. Obwohl die Parzellen voraussichtlich klein ausfallen – wegen der vielen verbliebenen Landwirte – scheint die Reform den chinesischen Politikern doch erfolgversprechender als eine anhaltende staatliche Bewirtschaftung.
Auch die chinesische Einkindpolitik ist nicht derart Schwarz-Weiss zu beurteilen, wie dies hierzulande häufig geschieht. Erfolgreich war sie allemal, beträgt die Zahl der ChinesInnen doch heute 1,3 Milliarden – gegenüber einer geschätzten Zunahme auf 1,7 Milliarden ohne diese Politik. Auch wurden viele Härten gemindert, ist es doch beispielsweise Volksminderheiten seit je gestattet, zwei Kinder zu haben, in gewissen Gegenden gar noch mehr. Dieses Faktum steht der häufig geäusserten Kritik an der Unterdrückung von Minderheiten in China entgegen. Selbstredend gilt die Regelung auch für Tibet. Seit jüngerer Zeit ist es auch in den Städten den Han-ChinesInnen erlaubt, zwei Kinder zu zeugen, wenn die Eltern selbst je aus einer Einkindfamilie stammen. Das ist eine Antwort auf eines der grossen Probleme der Einkindpolitik – die ungesicherte Altersversorgung der bald enorm grossen Zahl alter ChinesInnen.
Schliesslich hat die chinesische Reformpolitik in den letzten 30 Jahren auch einen Justizapparat hervor gebracht, der bei allen Mängeln heute eine ungleich gesichertere Rechtsstaatlichkeit gegenüber früher ermöglicht. In Diskussion derzeit unter anderem die Migrationsgesetzgebung, die eigentlich eine soziale Absicherung und Bildungsmöglichkeiten auch für die gegen 200 Millionen WanderarbeiterInnen vorsieht – allzu häufig aber immer noch nur auf Papier. Insgesamt also überraschende und Erfolge belegende Einsichten in den chinesischen Politikalltag dank einer überzeugenden NZZ-Berichterstattung.
Anlass für Optimismus gibt etwa die chinesische Forstpolitik. Ähnlich der Landwirtschaft stehen den Bauern nun Waldparzellen zur Bewirtschaftung zur Verfügung – die Pacht gilt für einen Zeitraum von mindestens 70 Jahren. Angesichts der riesigen Waldzerstörung und der notwendigen nachhaltigen Waldbewirtschaft ist damit die Grundlage für Wiederaufforstung und ertragreiche Holzwirtschaft gelegt. Obwohl die Parzellen voraussichtlich klein ausfallen – wegen der vielen verbliebenen Landwirte – scheint die Reform den chinesischen Politikern doch erfolgversprechender als eine anhaltende staatliche Bewirtschaftung.
Auch die chinesische Einkindpolitik ist nicht derart Schwarz-Weiss zu beurteilen, wie dies hierzulande häufig geschieht. Erfolgreich war sie allemal, beträgt die Zahl der ChinesInnen doch heute 1,3 Milliarden – gegenüber einer geschätzten Zunahme auf 1,7 Milliarden ohne diese Politik. Auch wurden viele Härten gemindert, ist es doch beispielsweise Volksminderheiten seit je gestattet, zwei Kinder zu haben, in gewissen Gegenden gar noch mehr. Dieses Faktum steht der häufig geäusserten Kritik an der Unterdrückung von Minderheiten in China entgegen. Selbstredend gilt die Regelung auch für Tibet. Seit jüngerer Zeit ist es auch in den Städten den Han-ChinesInnen erlaubt, zwei Kinder zu zeugen, wenn die Eltern selbst je aus einer Einkindfamilie stammen. Das ist eine Antwort auf eines der grossen Probleme der Einkindpolitik – die ungesicherte Altersversorgung der bald enorm grossen Zahl alter ChinesInnen.
Schliesslich hat die chinesische Reformpolitik in den letzten 30 Jahren auch einen Justizapparat hervor gebracht, der bei allen Mängeln heute eine ungleich gesichertere Rechtsstaatlichkeit gegenüber früher ermöglicht. In Diskussion derzeit unter anderem die Migrationsgesetzgebung, die eigentlich eine soziale Absicherung und Bildungsmöglichkeiten auch für die gegen 200 Millionen WanderarbeiterInnen vorsieht – allzu häufig aber immer noch nur auf Papier. Insgesamt also überraschende und Erfolge belegende Einsichten in den chinesischen Politikalltag dank einer überzeugenden NZZ-Berichterstattung.
23.7.08
(Umwelt) Windstrom überrundet Atomstrom
Im Jahr 2006 wurden weltweit zwei AKW mit zusammen 1.490 Megawatt in Betrieb genommen. Endgültig abgeschaltet wurden 8 Atomreaktoren mit zusammen 2.236 Megawatt. Gleichzeitig wurden weltweit Windkraftwerke mit 15.197 Megawatt in Betrieb genommen. Im Jahr 2007 wurde weltweit kein AKW endgültig abgeschaltet und zwei Atomreaktoren mit zusammen 1.857 Megawatt neu ans Netz gebracht. Gleichzeitig wurden weltweit 20.073 Megawatt Windkraftleistung in Betrieb genommen. Im ersten Halbjahr 2008 wurde weltweit kein AKW endgültig abgeschaltet und kein neues in Betrieb genommen. Hingegen wurden Windkraftkapazitäten von über 10.000 Megawatt ans Netz angeschlossen. Die amtlichen Zahlen der Internationen Atomenergieagentur (IAEA) zeigen damit: Es gibt keinen Bauboom für Atomkraftwerke gibt.
Im Gegenteil gilt: In den letzten 2 Jahren wurde somit global 40-mal so viel Windkraftkapazität wie Atomkraftkapazität in Betrieb genommen. Der Strom aus Windkraftanlagen wurde dank des technischen Fortschritts von 18 Cent je Kilowattstunde im Jahr 1991 auf heute 8 Cent je Kilowattstunde immer billiger. Nächstes Jahr wird zwar der Windstrompreis für neue Anlagen wegen der stark gestiegenen Materialkosten auf 9,2 Cent erhöht werden. Dies ist jedoch wenig im Vergleich zu den gewaltig gestiegenen Strompreisen der Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke. Für neue Atomkraftwerke werden Strompreise von auch fast 10 Cent je Kilowattstunde kalkuliert und dabei sind wichtige Kosten für die Haftung und die Atommüllentsorgung weiterhin ausgespart.
Quelle: FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. / www.sonnenseite.com
Im Gegenteil gilt: In den letzten 2 Jahren wurde somit global 40-mal so viel Windkraftkapazität wie Atomkraftkapazität in Betrieb genommen. Der Strom aus Windkraftanlagen wurde dank des technischen Fortschritts von 18 Cent je Kilowattstunde im Jahr 1991 auf heute 8 Cent je Kilowattstunde immer billiger. Nächstes Jahr wird zwar der Windstrompreis für neue Anlagen wegen der stark gestiegenen Materialkosten auf 9,2 Cent erhöht werden. Dies ist jedoch wenig im Vergleich zu den gewaltig gestiegenen Strompreisen der Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke. Für neue Atomkraftwerke werden Strompreise von auch fast 10 Cent je Kilowattstunde kalkuliert und dabei sind wichtige Kosten für die Haftung und die Atommüllentsorgung weiterhin ausgespart.
Quelle: FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. / www.sonnenseite.com
21.7.08
(Umwelt) Tschernobyl-Gau aktueller denn je
Auch 22 Jahre nach dem GAU strahlt der Reaktor von Tschernoby. SPIEGEL-TV-Reporterin Anna Sadovnikova war in der Todeszone und erinnert alle daran, dass die Gefahren einer Renaissance der Atomtechnologie so gross sind wie eh, allen neuen AKW-Träumen zum Trotz. In der Folge Ausschnitte aus dem Aufsehen erregenden Bericht.
Anfang der achtziger Jahre muss Pripjat ein Traum gewesen sein. "Die Stadt war jung, sauber, umgeben von Wäldern und wunderschöner Natur", erinnert sich Ingenieurin Larissa Lebedewa. "Wir waren gut bezahlte Spezialisten mit hervorragenden beruflichen Perspektiven. Alles schien möglich. Und dann brach alles zusammen." In der Nacht des 26. April 1986 verlor Larissa Lebedewa ihren Glauben an die glorreiche Zukunft der Sowjet-Technologie. Die Atomphysikerin arbeitete damals im Kernkraftwerk Tschernobyl, und in jener Nacht geriet um 1.24 Uhr Reaktor 4 des Leninkraftwerks außer Kontrolle. Der Meiler explodierte, Feuer brach aus, radioaktiv verseuchter Staub stieg in die Atmosphäre auf.
Mehr als 24 Stunden ließ die sowjetische Führung nach dem GAU verstreichen, bevor Pripjat evakuiert wurde. Mehr als tausend Autobusse kamen aus Kiew, um die Anwohner in Sicherheit zu bringen. Erlaubt war nur Handgepäck für wenige Tage - Anordnung der Partei. 49.000 Menschen wohnten in Pripjat bis zu jenem Tag, an dem sich der schlimmste Störfall in der Geschichte der Atomkraft ereignete. Sie sollten nie zurückkehren.
Bis heute führt nur eine einzige Straße nach Pripjat - und die wird streng bewacht. Noch immer ist die Strahlung in unmittelbarer Nähe des Reaktors 200 Mal höher als der Grenzwert für Zivilisten. Die Siedlung ist seit mehr als 20 Jahren eine Geisterstadt. Die einstige Hauptstraße hat sich die Natur schon fast zurückerobert. Zwischen maroden Gehwegplatten wuchern Bäume und Sträucher. Der Kulturpalast "Energetik", einst Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in Pripjat, ist bis heute verseucht - durch Cäsium, Strontium und Plutonium, das die Kernschmelze freisetzte. Das Gebäude ist, wie die meisten anderen in der Stadt, eine Ruine. Die frühere Schule - verfallen. Das Haus ist mit Moos bewachsen, auf dem Boden liegen Kinder-Gasmasken, Farbe blättert von den Wänden, dazwischen hängen Kinderfotos.
Auch Jahrzehnte nach dem Unglück, das alles veränderte, wagen sich nur wenige ins Sperrgebiet. Aleksander Naumow ist einer davon. "Jeder Fahrt in die Todeszone ist für mich wie eine Warnung", sagt Ex-Polizist Naumow SPIEGEL TV. "Die Menschheit soll sich an das erinnern, was hier passiert ist, und an die vielen, die nicht überlebt haben. All jene, die hier bereits gestorben sind oder die noch an den Spätfolgen sterben werden." Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind bis heute mehr als 50.000 Menschen an den Folgen der Reaktorschmelze gestorben. Nach Schätzungen russischer Forscher werden in den nächsten Jahrzehnten noch Hunderttausende Menschen an den Spätfolgen der Kernschmelze sterben.
Altlasten gibt es noch etliche in Tschernobyl. Zwölf Kilometer vom Reaktor entfernt liegt etwa die Dneprower Bucht, einst größte Hafen der Region. Eine ganze Flotte an Binnenschiffen wurde bei den Aufräumungsarbeiten nach dem Unglück eingesetzt. Das Metall ist stark radioaktiv verseucht. Doch wie der strahlende Schrott entsorgt werden kann, dafür gibt es keine Lösung. Und auch der Schutzmantel des Unglücksreaktors bereitet den Behörden Sorgen. Die Hülle ist marode, vor zwei Jahren wäre sie beinahe eingestürzt. "Obwohl ich hier schon seit Jahren arbeite, habe ich noch immer Angst, wenn ich mich dem Katastrophenort nähere", sagt selbst Oleksandr Nowikow. Er ist Sicherheitschef und Vizedirektor in Tschernobyl. "Wir wissen Bescheid, welche Gefahren Reaktor 4 noch in sich birgt. Und wenn man ehrlich ist, muss man zugeben: Die Gefahr ist auch nach 22 Jahren noch nicht vorüber."
Nun soll es eine neue Schutzhülle richten, so hat es die ukrainische Regierung hat vor wenigen Monaten beschlossen. Umgerechnet 500 Millionen Dollar wird die Stahlbetonhaube kosten, finanziert zum Großteil von der Europäischen Union. Hundert Jahre Sicherheit versprechen die Planer. Doch der Generaldirektor der Atomruine, Igor Gramotkin, ist skeptisch. "Selbst wenn die neue Abdeckung für den zerstörten vierten Reaktor gebaut wird, ist das Problem noch lange nicht gelöst", sagte er SPIEGEL TV. "Es kommen noch schwerere Zeiten auf uns zu." Der radioaktive Müll, der durch den bisherigen Sarkophag abgeschirmt wird, müsse geborgen und entsorgt werden.
Diejenigen, die heute auf dem Areal arbeiten, warnen nun eindringlich vor einem grundlegenden Missverständnis. "Wir haben Angst davor, dass die ganze Welt glaubt: Eine neue Abdeckung wird gebaut, und die Gefahr ist damit gebannt. Das ist eine Lüge", sagte Gramotkin. Die Wahrheit sei eine andere: "Der harte Kampf um die Sicherung des Reaktors wird bestimmt noch 30 bis 50 Jahre dauern."
Mitarbeit: Friederike Freiburg / Quelle: www.spiegel.de
Anfang der achtziger Jahre muss Pripjat ein Traum gewesen sein. "Die Stadt war jung, sauber, umgeben von Wäldern und wunderschöner Natur", erinnert sich Ingenieurin Larissa Lebedewa. "Wir waren gut bezahlte Spezialisten mit hervorragenden beruflichen Perspektiven. Alles schien möglich. Und dann brach alles zusammen." In der Nacht des 26. April 1986 verlor Larissa Lebedewa ihren Glauben an die glorreiche Zukunft der Sowjet-Technologie. Die Atomphysikerin arbeitete damals im Kernkraftwerk Tschernobyl, und in jener Nacht geriet um 1.24 Uhr Reaktor 4 des Leninkraftwerks außer Kontrolle. Der Meiler explodierte, Feuer brach aus, radioaktiv verseuchter Staub stieg in die Atmosphäre auf.
Mehr als 24 Stunden ließ die sowjetische Führung nach dem GAU verstreichen, bevor Pripjat evakuiert wurde. Mehr als tausend Autobusse kamen aus Kiew, um die Anwohner in Sicherheit zu bringen. Erlaubt war nur Handgepäck für wenige Tage - Anordnung der Partei. 49.000 Menschen wohnten in Pripjat bis zu jenem Tag, an dem sich der schlimmste Störfall in der Geschichte der Atomkraft ereignete. Sie sollten nie zurückkehren.
Bis heute führt nur eine einzige Straße nach Pripjat - und die wird streng bewacht. Noch immer ist die Strahlung in unmittelbarer Nähe des Reaktors 200 Mal höher als der Grenzwert für Zivilisten. Die Siedlung ist seit mehr als 20 Jahren eine Geisterstadt. Die einstige Hauptstraße hat sich die Natur schon fast zurückerobert. Zwischen maroden Gehwegplatten wuchern Bäume und Sträucher. Der Kulturpalast "Energetik", einst Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in Pripjat, ist bis heute verseucht - durch Cäsium, Strontium und Plutonium, das die Kernschmelze freisetzte. Das Gebäude ist, wie die meisten anderen in der Stadt, eine Ruine. Die frühere Schule - verfallen. Das Haus ist mit Moos bewachsen, auf dem Boden liegen Kinder-Gasmasken, Farbe blättert von den Wänden, dazwischen hängen Kinderfotos.
Auch Jahrzehnte nach dem Unglück, das alles veränderte, wagen sich nur wenige ins Sperrgebiet. Aleksander Naumow ist einer davon. "Jeder Fahrt in die Todeszone ist für mich wie eine Warnung", sagt Ex-Polizist Naumow SPIEGEL TV. "Die Menschheit soll sich an das erinnern, was hier passiert ist, und an die vielen, die nicht überlebt haben. All jene, die hier bereits gestorben sind oder die noch an den Spätfolgen sterben werden." Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind bis heute mehr als 50.000 Menschen an den Folgen der Reaktorschmelze gestorben. Nach Schätzungen russischer Forscher werden in den nächsten Jahrzehnten noch Hunderttausende Menschen an den Spätfolgen der Kernschmelze sterben.
Altlasten gibt es noch etliche in Tschernobyl. Zwölf Kilometer vom Reaktor entfernt liegt etwa die Dneprower Bucht, einst größte Hafen der Region. Eine ganze Flotte an Binnenschiffen wurde bei den Aufräumungsarbeiten nach dem Unglück eingesetzt. Das Metall ist stark radioaktiv verseucht. Doch wie der strahlende Schrott entsorgt werden kann, dafür gibt es keine Lösung. Und auch der Schutzmantel des Unglücksreaktors bereitet den Behörden Sorgen. Die Hülle ist marode, vor zwei Jahren wäre sie beinahe eingestürzt. "Obwohl ich hier schon seit Jahren arbeite, habe ich noch immer Angst, wenn ich mich dem Katastrophenort nähere", sagt selbst Oleksandr Nowikow. Er ist Sicherheitschef und Vizedirektor in Tschernobyl. "Wir wissen Bescheid, welche Gefahren Reaktor 4 noch in sich birgt. Und wenn man ehrlich ist, muss man zugeben: Die Gefahr ist auch nach 22 Jahren noch nicht vorüber."
Nun soll es eine neue Schutzhülle richten, so hat es die ukrainische Regierung hat vor wenigen Monaten beschlossen. Umgerechnet 500 Millionen Dollar wird die Stahlbetonhaube kosten, finanziert zum Großteil von der Europäischen Union. Hundert Jahre Sicherheit versprechen die Planer. Doch der Generaldirektor der Atomruine, Igor Gramotkin, ist skeptisch. "Selbst wenn die neue Abdeckung für den zerstörten vierten Reaktor gebaut wird, ist das Problem noch lange nicht gelöst", sagte er SPIEGEL TV. "Es kommen noch schwerere Zeiten auf uns zu." Der radioaktive Müll, der durch den bisherigen Sarkophag abgeschirmt wird, müsse geborgen und entsorgt werden.
Diejenigen, die heute auf dem Areal arbeiten, warnen nun eindringlich vor einem grundlegenden Missverständnis. "Wir haben Angst davor, dass die ganze Welt glaubt: Eine neue Abdeckung wird gebaut, und die Gefahr ist damit gebannt. Das ist eine Lüge", sagte Gramotkin. Die Wahrheit sei eine andere: "Der harte Kampf um die Sicherung des Reaktors wird bestimmt noch 30 bis 50 Jahre dauern."
Mitarbeit: Friederike Freiburg / Quelle: www.spiegel.de
16.7.08
(Finanzen) Suchmaschine für ETF’s
Das Zürcher Start-up-Unternehmen FundExplorer GmbH lanciert die erste Suchmaschine für Exchange Traded Funds (ETF). ETFs können leicht gefunden und verglichen werden. Eine Ausweitung des ETF-Angebots auf internationale Börsenplätze wird bis Ende 2008 abgeschlossen sein. ETF sind Anlagefonds, die den Indizes der Börsen nachgebildet werden und über eine günstige Kostenstruktur verfügen.
FundExplorer will nun die Suche, Analyse und Auswahl von ETFs vereinfachen. FundExplorer (http://www.fundexplorer.ch) ist eine Such- und Informationsplattform im Internet, auf welcher sich Anleger selbständig in der komplexen Produktpalette des ETF-Angebots zurechtfinden können. „Wir reagieren damit auf das Bedürfnis der Anleger nach mehr Transparenz“, erklärt FundExplorer CEO Jakob Baur. Neben Kursentwicklung und Finanzkennzahlen wird auch die Analyse von Anlagestrategie, Kostenstruktur und Fondszusammensetzung berücksichtigt. „Wir wollen die erste Anlaufstelle für ETF-Anleger sein und jedem freien Zugang zu fondsrelevanten Informationen ermöglichen“, sagt Baur.
Benutzer können das ETF-Angebot nach individuellen Anlagekriterien wie Länder- und Branchenallokation, Performance oder Kostenstruktur filtern. Sie suchen nach Schlagwörtern und durchstöbern das ETF-Angebot nach Anlagethemen und Fondsanbietern, definieren wie viel sie in unterschiedliche Länder oder Branchen investieren wollen. So findet jeder Anleger seinen ETF - schnell, verständlich und übersichtlich.
Quelle: FundExplorer GmbH / www.fondstrends.ch
FundExplorer will nun die Suche, Analyse und Auswahl von ETFs vereinfachen. FundExplorer (http://www.fundexplorer.ch) ist eine Such- und Informationsplattform im Internet, auf welcher sich Anleger selbständig in der komplexen Produktpalette des ETF-Angebots zurechtfinden können. „Wir reagieren damit auf das Bedürfnis der Anleger nach mehr Transparenz“, erklärt FundExplorer CEO Jakob Baur. Neben Kursentwicklung und Finanzkennzahlen wird auch die Analyse von Anlagestrategie, Kostenstruktur und Fondszusammensetzung berücksichtigt. „Wir wollen die erste Anlaufstelle für ETF-Anleger sein und jedem freien Zugang zu fondsrelevanten Informationen ermöglichen“, sagt Baur.
Benutzer können das ETF-Angebot nach individuellen Anlagekriterien wie Länder- und Branchenallokation, Performance oder Kostenstruktur filtern. Sie suchen nach Schlagwörtern und durchstöbern das ETF-Angebot nach Anlagethemen und Fondsanbietern, definieren wie viel sie in unterschiedliche Länder oder Branchen investieren wollen. So findet jeder Anleger seinen ETF - schnell, verständlich und übersichtlich.
Quelle: FundExplorer GmbH / www.fondstrends.ch
10.7.08
(Umwelt) Raus aus der atomaren Geiselhaft!
Der deutsche Energiejournalist Franz Alt (www.sonnenseite.com) hat einen flammenden Appell wider den neuen Atomwahn verfasst. Er sei im folgenden wiedergegeben und voll unterstützt:
Statt sich auf effiziente Maßnahmen zum Klimaschutz zu einigen, haben sich die G8-Staaten in dieser Woche in Japan einem neuen Atomrausch hingegeben. Ausgerechnet der größte Klimasünder George W. Bush will mit 100 neuen Atomkraftwerken das Klima retten. Ein Irrglaube, wie die Naturwissenschaftlerin und Atomfreundin Angela Merkel realistischerweise gleich richtig stellte. Denn Atomenergie liefert zurzeit nur 3 % der Weltenenergie. Sie bietet nicht die geringste Lösung für unsere weltweiten Energieprobleme.
Aber der US-Präsident schwafelt von der „Schönheit der Atomenergie“ und vergisst die über 80.000 Toten von Tschernobyl und einige andere Probleme mit der Atomkraft. So gibt es auf der ganzen Welt keinen einzigen Ort, an dem Atommüll „sicher“ gelagert werden könnte. Wir wissen nur eins: Atommüll strahlt bis zu einer Million Jahren. Je länger wir auf Atomkraft setzten desto mehr werden uns unsere Kinder und Enkel verfluchen. Wir hinterlassen ihnen Probleme, mit denen wir nicht fertig werden.
Weitere Investitionen und Subventionen in Kernenergie sind extrem kontraproduktiv, sie sind in erneuerbare Energien und in Energieeffizienz viel gewinnbringender und sicherer angelegt wie die Kanzlerin ebenfalls feststellte. Auch deutsche AKWs sind nicht 100 % sicher – jedes AKW hat ein Restrisiko und dieses könnte uns eines Tages den Rest geben. Allein in dieser Woche gab es in den acht spanischen AKWs vier Störfälle!
In Terror-Zeiten ist jedes AKW verantwortungsloser Leichtsinn und keine Problemlösung. Eine Renaissance der Atomenergie ist eine Einladung an Schurken und Schurkenstaaten – die vielleicht größte Gefahr neben dem Klimawandel im 21. Jahrhundert. Die neue Kampagne für die Atomkraft wird zusammenstürzen wie ein Kartenhaus, wenn es zu einer neuen Reaktor-Katastrophe kommt.
Einige Journalisten hierzulande befürchten einen deutschen Sonderweg, wenn es beim Ausstiegsbeschluss bleibt. Was aber ist schlimm an der Vorstellung, dass Deutschland als wichtiger Industriestandort der Welt den Ausweg aus der atomaren Sackgasse aufzeigt? Bei Photovoltaik, Windrädern und Biogas sind wir bereits Welttechnologieführer. Wir haben wieder Exportschlager. Deutschland hat bei Erneuerbaren Energien bereits achtmal mehr Arbeitsplätze als in all seinen 17 Atomkraftwerken zusammen. Es ist ökologisch, ökonomisch, sozial und ethisch vernünftig, auf diesem Weg unbeirrt weiterzugehen.
Deutschland ist erneuerbar, Europa ist erneuerbar, die Welt ist erneuerbar. Noch können wir uns aus der atomaren Geiselhaft befreien.
Quelle: Franz Alt 2008, www.sonnenseite.com
Statt sich auf effiziente Maßnahmen zum Klimaschutz zu einigen, haben sich die G8-Staaten in dieser Woche in Japan einem neuen Atomrausch hingegeben. Ausgerechnet der größte Klimasünder George W. Bush will mit 100 neuen Atomkraftwerken das Klima retten. Ein Irrglaube, wie die Naturwissenschaftlerin und Atomfreundin Angela Merkel realistischerweise gleich richtig stellte. Denn Atomenergie liefert zurzeit nur 3 % der Weltenenergie. Sie bietet nicht die geringste Lösung für unsere weltweiten Energieprobleme.
Aber der US-Präsident schwafelt von der „Schönheit der Atomenergie“ und vergisst die über 80.000 Toten von Tschernobyl und einige andere Probleme mit der Atomkraft. So gibt es auf der ganzen Welt keinen einzigen Ort, an dem Atommüll „sicher“ gelagert werden könnte. Wir wissen nur eins: Atommüll strahlt bis zu einer Million Jahren. Je länger wir auf Atomkraft setzten desto mehr werden uns unsere Kinder und Enkel verfluchen. Wir hinterlassen ihnen Probleme, mit denen wir nicht fertig werden.
Weitere Investitionen und Subventionen in Kernenergie sind extrem kontraproduktiv, sie sind in erneuerbare Energien und in Energieeffizienz viel gewinnbringender und sicherer angelegt wie die Kanzlerin ebenfalls feststellte. Auch deutsche AKWs sind nicht 100 % sicher – jedes AKW hat ein Restrisiko und dieses könnte uns eines Tages den Rest geben. Allein in dieser Woche gab es in den acht spanischen AKWs vier Störfälle!
In Terror-Zeiten ist jedes AKW verantwortungsloser Leichtsinn und keine Problemlösung. Eine Renaissance der Atomenergie ist eine Einladung an Schurken und Schurkenstaaten – die vielleicht größte Gefahr neben dem Klimawandel im 21. Jahrhundert. Die neue Kampagne für die Atomkraft wird zusammenstürzen wie ein Kartenhaus, wenn es zu einer neuen Reaktor-Katastrophe kommt.
Einige Journalisten hierzulande befürchten einen deutschen Sonderweg, wenn es beim Ausstiegsbeschluss bleibt. Was aber ist schlimm an der Vorstellung, dass Deutschland als wichtiger Industriestandort der Welt den Ausweg aus der atomaren Sackgasse aufzeigt? Bei Photovoltaik, Windrädern und Biogas sind wir bereits Welttechnologieführer. Wir haben wieder Exportschlager. Deutschland hat bei Erneuerbaren Energien bereits achtmal mehr Arbeitsplätze als in all seinen 17 Atomkraftwerken zusammen. Es ist ökologisch, ökonomisch, sozial und ethisch vernünftig, auf diesem Weg unbeirrt weiterzugehen.
Deutschland ist erneuerbar, Europa ist erneuerbar, die Welt ist erneuerbar. Noch können wir uns aus der atomaren Geiselhaft befreien.
Quelle: Franz Alt 2008, www.sonnenseite.com
2.7.08
(Umwelt) Gigantisches Wachstum der Erneuerbaren Energien
Laut dem vom Umweltprogramm Unep der Vereinten Nationen veröffentlichten Jahresbericht zu den Investitionen in umweltschonende Energien ist deren Volumen mehr als 60 Prozent gewachsen. Von den 148 Milliarden Dollar (umgerechnet 94 Milliarden Euro) sei der Löwenanteil mit rund 50 Milliarden Dollar auf die Windkraft entfallen. Dagegen wurde für die Solarenergie die höchste Zuwachsrate verzeichnet. Ihr flossen im vergangenen Jahr weltweit knapp 29 Milliarden Dollar zu. Seit 2004 erzielte dieser Sektor dem Bericht zufolge jedes Jahr im Durchschnitt einen Zuwachs von 254 Prozent; damit liegt er deutlich vor den anderen Bereichen der erneuerbaren Energien. Windkraft und Solarenergie kamen 2007 zusammen auf 67 Prozent der Investitionen in regenerative Energien. Der Markt für Bioethanol war dagegen rückläufig, insbesondere in den Vereinigten Staaten.
Wie dem Bericht zu entnehmen ist, zogen zuletzt die Schwellenländer Brasilien, Indien und China vermehrtes Kapital für Erneuerbare Energien auf sich. 22 Prozent der weltweiten Investitionen in diesen Bereich flossen im vergangenen Jahr in diese Länder. Beim einwerben von Risikokapital liegen dagegen die Vereinigten Staaten an der Spitze. Rund 75 Prozent des weltweiten Wagniskapitals für regenerative Energien gingen an US-Firmen. Dennoch findet der Aufschwung bei den Erneuerbaren Energien weiter vorrangig in Europa statt. Hier stiegen die Ausgaben für Infrastrukturprojekte im letzten Jahr auf 49,5 Milliarden Dollar und damit fast 62 Prozent der weltweiten Ausgaben für regenerative Projekte.
Quelle: www.ecoreporter.de
Wie dem Bericht zu entnehmen ist, zogen zuletzt die Schwellenländer Brasilien, Indien und China vermehrtes Kapital für Erneuerbare Energien auf sich. 22 Prozent der weltweiten Investitionen in diesen Bereich flossen im vergangenen Jahr in diese Länder. Beim einwerben von Risikokapital liegen dagegen die Vereinigten Staaten an der Spitze. Rund 75 Prozent des weltweiten Wagniskapitals für regenerative Energien gingen an US-Firmen. Dennoch findet der Aufschwung bei den Erneuerbaren Energien weiter vorrangig in Europa statt. Hier stiegen die Ausgaben für Infrastrukturprojekte im letzten Jahr auf 49,5 Milliarden Dollar und damit fast 62 Prozent der weltweiten Ausgaben für regenerative Projekte.
Quelle: www.ecoreporter.de
12.6.08
(Finanzen / Umwelt) Solarindustrie wird für die Wirtschaft interessant
Wieso spielt sich der weltgrösste Autozulieferer Bosch plötzlich als Sonnenkönig auf? Knapp 1,1 Milliarden Euro will er insgesamt für Ersol, die Nummer 3 der deutschen Solarbranche, aufwerfen, wie Anfang Monat bekannt wurde. Mit dem Stuttgarter Konzern steigt erstmals ein deutscher Industrieriese in die Solartechnik ein. Überraschend kommt das Interesse an der Solarindustrie nicht: Mit Solarzellen kann man etwa auch in Zeiten knapper werdender Rohstoffe Batterien für Elektromotoren aufladen. Die Preise für Öl und Gas explodieren - alternative Energien gewinnen an Attraktivität. Je teurer die fossilen Brennstoffe, desto eher kann Solarstrom mit dem herkömmlichen Haushaltsstrompreis konkurrieren. «Bereits 2015 könnte es in Europa so weit sein», schätzt Erol Bilecen von der Basler Bank Sarasin.
Kein Wunder, setzen da auch die Solarunternehmen auf Wachstum und finanzstarke Investoren. Mit der deutsch-chinesischen Sinosol sowie der hessischen SMA Solar Technology wollen gleich zwei Solartechnikfirmen demnächst den Schritt aufs Frankfurter Börsenparkett wagen. Noch braucht die Branche jedoch den Schutz des Staates - und so erleben selbst die Sonnenkinder zwischendurch trübe Tage. In Deutschland zitterte die Solar -Lobby in den letzten Wochen vor drastischen Einschnitten bei der Förderung des Ökostroms; die Solaraktien von Q-Cells bis Solarworld mussten zeitweise herbe Kurseinbussen verkraften. Nachdem sich die Regierungsparteien trotz heftigem Widerstand des CDU-Wirtschaftsflügels auf kaum reduzierte Subventionen verständigt haben, scheint wieder die Sonne. Die mittlerweile fast 60 000 Beschäftigten in der deutschen Solarindustrie - viele von ihnen in den strukturschwachen neuen Bundesländern - atmen auf. Die Wachstumsstory der Branche, die ihren Umsatz laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln innert fünf Jahren um mehr als das 20fache auf 5,74 Milliarden Euro gesteigert hat, geht weiter.
Um durchschnittlich 25 Prozent soll die Fotovoltaik, die Sonnenenergie direkt in Strom umwandelt, bis 2010 in Deutschland zulegen. Dank der satten Fördergelder gilt das Land noch immer als weltweit bedeutendster Markt für Solarenergie, obwohl selbst da die Sonnenkraft nur mickrige 0,5 Prozent zur gesamten Stromerzeugung beiträgt. Langfristig bessere Perspektiven bietet der sonnige Süden, wo sich die frisch installierte Fotovoltaikleistung jährlich mehr oder weniger verdoppelt. Schub geben der Solarindustrie von Spanien über Italien bis Griechenland auch die ambitiösen Pläne der EU zum Klimaschutz. So soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix bis 2020 auf 20 Prozent ansteigen.
Hohe Wachstumschancen bieten auch Asien oder die USA. Die US-Solarbranche setzt dabei auf einen umweltfreundlicheren Präsidenten und Nachfolger von George W. Bush. Ob John McCain oder Barack Obama - beide dürften zu einer stärkeren Förderung von Ökoenergien neigen. Die deutschen Solarfirmen stehen in den Startlöchern. Bereits heute erzielen Vertreter wie Q-Cells oder Solarworld mehr Umsatz im Ausland als im Inland. Auch kleinere Anbieter ziehen mit. Letztere könnten laut Sarasin-Experte Bilecen nun aber vermehrt zu Übernahmekandidaten werden: «Die Konsolidierung wird sich fortsetzen.» Hübsche Prämien dürften dabei nicht nur Industrieriesen wie Bosch zu zahlen bereit sein; wenn nicht für Synergieeffekte, dann wegen der guten Wachstumsaussichten.
Quelle: TA 12.6.08
Kein Wunder, setzen da auch die Solarunternehmen auf Wachstum und finanzstarke Investoren. Mit der deutsch-chinesischen Sinosol sowie der hessischen SMA Solar Technology wollen gleich zwei Solartechnikfirmen demnächst den Schritt aufs Frankfurter Börsenparkett wagen. Noch braucht die Branche jedoch den Schutz des Staates - und so erleben selbst die Sonnenkinder zwischendurch trübe Tage. In Deutschland zitterte die Solar -Lobby in den letzten Wochen vor drastischen Einschnitten bei der Förderung des Ökostroms; die Solaraktien von Q-Cells bis Solarworld mussten zeitweise herbe Kurseinbussen verkraften. Nachdem sich die Regierungsparteien trotz heftigem Widerstand des CDU-Wirtschaftsflügels auf kaum reduzierte Subventionen verständigt haben, scheint wieder die Sonne. Die mittlerweile fast 60 000 Beschäftigten in der deutschen Solarindustrie - viele von ihnen in den strukturschwachen neuen Bundesländern - atmen auf. Die Wachstumsstory der Branche, die ihren Umsatz laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln innert fünf Jahren um mehr als das 20fache auf 5,74 Milliarden Euro gesteigert hat, geht weiter.
Um durchschnittlich 25 Prozent soll die Fotovoltaik, die Sonnenenergie direkt in Strom umwandelt, bis 2010 in Deutschland zulegen. Dank der satten Fördergelder gilt das Land noch immer als weltweit bedeutendster Markt für Solarenergie, obwohl selbst da die Sonnenkraft nur mickrige 0,5 Prozent zur gesamten Stromerzeugung beiträgt. Langfristig bessere Perspektiven bietet der sonnige Süden, wo sich die frisch installierte Fotovoltaikleistung jährlich mehr oder weniger verdoppelt. Schub geben der Solarindustrie von Spanien über Italien bis Griechenland auch die ambitiösen Pläne der EU zum Klimaschutz. So soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix bis 2020 auf 20 Prozent ansteigen.
Hohe Wachstumschancen bieten auch Asien oder die USA. Die US-Solarbranche setzt dabei auf einen umweltfreundlicheren Präsidenten und Nachfolger von George W. Bush. Ob John McCain oder Barack Obama - beide dürften zu einer stärkeren Förderung von Ökoenergien neigen. Die deutschen Solarfirmen stehen in den Startlöchern. Bereits heute erzielen Vertreter wie Q-Cells oder Solarworld mehr Umsatz im Ausland als im Inland. Auch kleinere Anbieter ziehen mit. Letztere könnten laut Sarasin-Experte Bilecen nun aber vermehrt zu Übernahmekandidaten werden: «Die Konsolidierung wird sich fortsetzen.» Hübsche Prämien dürften dabei nicht nur Industrieriesen wie Bosch zu zahlen bereit sein; wenn nicht für Synergieeffekte, dann wegen der guten Wachstumsaussichten.
Quelle: TA 12.6.08
12.5.08
(Umwelt) Windkraft schon heute billiger als fossile Energieträger
Windkraft liefert schon heute kostengünstigere Energie als fossile Energieträger, so lautet die These von Prof. Dr. Joachim Peinke, Physiker an der Universität Oldenburg und Sprecher von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover.
Peinke geht bei seiner Abschätzung von den derzeitigen Kosten für Rohöl aus und vergleicht diese mit den Kosten für Windenergie. Bei einem Rohölpreis von umgerechnet 73 Euro pro Barrel und einer angenommenen Effizienz bei der Energiewandlung von 50 Prozent, so der Physiker, lägen die Kosten für eine Kilowattstunde (kWh) bei 9,12 Cent gegenüber 8 Cent pro kWh für Windenergie.
Berücksichtige man neben dem Rohölpreis die Aufarbeitung des Rohöls in Raffinerien, den Transport zum Kraftwerk, Kraftwerkskosten und Umweltkosten, so erhöhten sich die Kosten weiter. Außerdem sei davon auszugehen, dass der Preis für Rohöl, aber auch für andere fossile Energieträger wie Gas und Kohle zukünftig ansteige, so Peinke. Der Wissenschaftler wird seine Untersuchungen zu den realen Kosten von Windenergie in einem Forwind-Forschungsprojekt vertiefen.
Quelle: oekonews.at
P.S. Mit diesem Blogbeitrag verabschiede ich mich für drei Wochen in die Ferien und werde ab anfangs Juni mit neuen interessanten Meldungen aus den Bereichen Finanzen, Medien und Umwelt aufwarten.
Peinke geht bei seiner Abschätzung von den derzeitigen Kosten für Rohöl aus und vergleicht diese mit den Kosten für Windenergie. Bei einem Rohölpreis von umgerechnet 73 Euro pro Barrel und einer angenommenen Effizienz bei der Energiewandlung von 50 Prozent, so der Physiker, lägen die Kosten für eine Kilowattstunde (kWh) bei 9,12 Cent gegenüber 8 Cent pro kWh für Windenergie.
Berücksichtige man neben dem Rohölpreis die Aufarbeitung des Rohöls in Raffinerien, den Transport zum Kraftwerk, Kraftwerkskosten und Umweltkosten, so erhöhten sich die Kosten weiter. Außerdem sei davon auszugehen, dass der Preis für Rohöl, aber auch für andere fossile Energieträger wie Gas und Kohle zukünftig ansteige, so Peinke. Der Wissenschaftler wird seine Untersuchungen zu den realen Kosten von Windenergie in einem Forwind-Forschungsprojekt vertiefen.
Quelle: oekonews.at
P.S. Mit diesem Blogbeitrag verabschiede ich mich für drei Wochen in die Ferien und werde ab anfangs Juni mit neuen interessanten Meldungen aus den Bereichen Finanzen, Medien und Umwelt aufwarten.
30.4.08
(Finanzen) Edles Metall als ETF zu haben
Durch einen Split von eins zu zehn macht die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ihre Edelmetall-ETFs ab dem 2. Mai 2008 auch für KleinanlegerInnen zugänglich. Während heute ein Anteil teils über 30’000 Franken wert ist und die Produkte somit weitgehend institutionellen Anlegern und vermögenden Privatkunden vorbehalten sind, wird es nun möglich sein, ab einem Betrag zwischen 1'500 und 3'500 Franken in einen der vier ZKB Edelmetall-ETFs zu investieren und auf diese Weise an der Entwicklung des dem Fonds zugrundeliegenden Edelmetalls teilzuhaben.
Die vier ZKB ETFs sind bis heute einzigartig auf dem Markt. Das gesamte Kapital der Fonds ist im entsprechenden Edelmetall physisch vollständig hinterlegt. Die Anleger können erstmals als Alternative zur Veräusserung der Anteile auch die Auslieferung des physischen Edelmetalls verlangen. Die Auslieferung ist allerdings auf Standardbarren beschränkt (12.5 Kilogramm Gold, 30 Kilogramm Silber, 5 Kilogramm Platinum, 3 Kilogramm Palladium). ETFs der ZKB sind an der SWX Swiss Stock Exchange kotiert und können zu aktuellen Kursen gekauft oder verkauft werden. Bei den ETFs handelt es sich um eine äusserst liquide, kosteneffiziente und transparente Anlageform. Ein Anteil ZKB Gold ETF entspricht nach dem Split ca. 100 Gramm Gold, ein Anteil ZKB Silber ETF drei Kilogramm Silber, ein Anteil ZKB Platinum ETF 50 Gramm Platinum und ein Anteil ZKB Palladium ETF 100 Gramm Palladium.
Vom Split sind folgende Valoren / ISIN betroffen:
- 2 439 100 / CH0024391002 ZKB Gold ETF
- 2 979 271 / CH0029792717 ZKB Silver ETF
- 2 979 268 / CH0029792683 ZKB Palladium ETF
- 2 979 270 / CH0029792709 ZKB Platinum ETF
Quelle: ZKB
Die vier ZKB ETFs sind bis heute einzigartig auf dem Markt. Das gesamte Kapital der Fonds ist im entsprechenden Edelmetall physisch vollständig hinterlegt. Die Anleger können erstmals als Alternative zur Veräusserung der Anteile auch die Auslieferung des physischen Edelmetalls verlangen. Die Auslieferung ist allerdings auf Standardbarren beschränkt (12.5 Kilogramm Gold, 30 Kilogramm Silber, 5 Kilogramm Platinum, 3 Kilogramm Palladium). ETFs der ZKB sind an der SWX Swiss Stock Exchange kotiert und können zu aktuellen Kursen gekauft oder verkauft werden. Bei den ETFs handelt es sich um eine äusserst liquide, kosteneffiziente und transparente Anlageform. Ein Anteil ZKB Gold ETF entspricht nach dem Split ca. 100 Gramm Gold, ein Anteil ZKB Silber ETF drei Kilogramm Silber, ein Anteil ZKB Platinum ETF 50 Gramm Platinum und ein Anteil ZKB Palladium ETF 100 Gramm Palladium.
Vom Split sind folgende Valoren / ISIN betroffen:
- 2 439 100 / CH0024391002 ZKB Gold ETF
- 2 979 271 / CH0029792717 ZKB Silver ETF
- 2 979 268 / CH0029792683 ZKB Palladium ETF
- 2 979 270 / CH0029792709 ZKB Platinum ETF
Quelle: ZKB
26.4.08
(Umwelt) Bio ist eben doch gesünder
Immer wieder hatte die Zeitschrift Weltwoche gegen die Biolandwirtschaft gestänkert. Nun kommt das aus dieser Ecke überraschende Eingeständnis – viele Studien weisen auf den besonderen Gehalt der Bioprodukte. Nachstehend einige Auszüge aus dem Artikel der neuesten Weltwoche-Ausgabe mit folgendem Fazit: Bio ist eben doch gesünder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der EU, die demnächst veröffentlicht wird. Gemüse und Obst, die ohne chemische Mittel angebaut wurden, enthalten mehr Stoffe, die vor Krebs schützen. Und Kinder, die Biomilch trinken, haben weniger Ekzeme.
„Nun steht fest: Biologische Nahrungsmittel sind tatsächlich gesünder als konventionelle. Zu dem Schluss kommt die grösste Studie zum Thema, ein mehrjähriges, von der EU mit 18 Millionen Euro unterstütztes Projekt, an dem sich über dreissig Forschungsinstitutionen in Europa beteiligen. Biologi-sches Obst und Gemüse weist bis zu vierzig Prozent mehr Antioxidantien auf. Antioxidantien schützen die Zellen vor Oxidation, also vor Schädigungen und gelten als wichtig bei der Prävention von Krebs und Herzinfarkt. Es enthält auch mehr wichtige Mineralien, etwa Eisen und Zink. Wissenschaftler der englischen Universität Newcastle betrieben für die Untersuchung einen zweigeteilten Bauernhof: auf der einen Seite biologisch, auf der anderen Seite konventionell. Sie bauten Kartoffeln, Gemüse und Getreide an, hatten Obstkulturen und hielten Milchkühe. Ähnliche Studienfarmen wurden auch anderswo in Europa errichtet, etwa in Schweden, Dänemark und Italien.
Ganz genau wurde die Milch unter die Lupe genommen. Hier zeigte sich: Biomilch weist höhere Werte auf bei den gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und bei konjugierter Linolsäure (CLA), der ein krebshemmendes Potenzial zugeschrieben wird. Ebenso enthält sie mehr Provitamin A und Vitamin E, zwei ebenfalls wichtige Antioxidantien. Je nach Stoff lagen die Werte zwischen dreissig und neunzig Prozent höher als bei der konventionellen Milch. Weshalb ist das so? Ausschlaggebend ist offenbar die Fütterung und die Haltung der Tiere. Fressen die Kühe viel Raufutter (also Gras und Heu) und sind sie regelmässig auf der Weide (wie dies bei Biobetrieben vorgeschrieben ist), ist die Milch besser als jene von Tieren, die häufig im Stall sind und viel Kraftfutter fressen. Die Detailresultate aus dem EU-Projekt werden in den nächsten Monaten in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.
In der Schweiz sind die Unterschiede zwischen Bio- und anderer Milch vermutlich nicht ganz so gross. Denn hierzulande ernähren auch konventionelle Bauern ihre Kühe «raufutterbetont», wie das im Jargon heisst. Also mit viel Gras und Heu, ausserdem ist Weideauslauf üblich. Das erklärt wohl, weshalb vor rund drei Jahren eine Studie der Universität Bern zum Schluss kam, Biomilch sei nicht besser. Doch Urs Niggli, Leiter des Forschungsinstituts für biologischen Landbau sagt: «Die allgemeine Entwicklung in der Europäischen Union und weltweit geht in Richtung mehr Kraftfutter und weg von der Weidehaltung. Das droht auch in der Schweiz, vor allem im Zeichen des Abbaus von Handelshemmnissen.» Kraftfutter würde so billiger und also für den Bauern interessanter.
Weitere Beispiele entstammen einer Zehnjahresstudie aus den USA (University of California), wonach etwa Biotomaten bei bestimmten gesundheitsfördernden Antioxidantien wie Flavonoiden fast doppelt so hohe Werte aufwiesen. Die untersuchenden Lebensmittelchemiker erklären dies mit dem Weglassen von chemischem Dünger. Dieser enthält Nitrogen, was die Flavonoid-Entwicklung hemmt. Flavonoide sind chemische Stoffe, die den Pflanzen ihre Farbe geben. Beim Menschen wirken sie gefässstärkend und entzündungshemmend. Sie sind wirksam gegen hohen Blutdruck und reduzieren so das Risiko eines Herzinfarktes.
In den Niederlanden wiesen kürzlich Forscher der Universität von Maastricht nach, dass bei Kleinkindern, die mit biologischen Milchprodukten ernährt wurden und deren Mütter sich auch so ernährten, das Risiko für Ekzeme um 36 Prozent abnahm. Früher schon hatte sich gezeigt, dass die Muttermilch von stillenden Frauen, die sich mehrheitlich biologisch ernährten, einen um 50 Prozent höheren Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufwies.
Doch nicht nur Milchtrinker, auch Weinliebhaber steigen möglicherweise besser auf Bio um. Weine aus biologischem Anbau enthielten gemäss einer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau in Frick und der Université de Bourgogne in Dijon höhere Mengen an Resveratrol ein Polyphenol, das vor allem in der Haut von Trauben vorkommt. (Polyphenole sind aromatische Verbindungen, sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie geben den Pflanzen Geschmack und Farbe und schützen sie vor Schädlingen.) Resveratrol schützt die Zellen vor Oxidation; es verringert zudem die Verklumpung der Blutplättchen und verhindert dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Warum hat es in Biotomaten und -trauben mehr sekundäre Pflanzenstoffe? Im Biolandbau dürfen keine chemischen Mittel gegen Schädlinge und Pilze gesprüht werden. Die Pflanze muss sich aus eigener Kraft gegen Feinde wie Insekten, Milben, Fadenwürmer und dergleichen ungemütliche Zeitgenossen wehren. Bei den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um Abwehrstoffe gegen Pilz-infektionen. Diese tun nun offenbar auch im menschlichen Organismus Gutes.
Was die Wissenschaft in kleinen Stücken langsam zu einem Gesamtbild zusammenfügt, scheint der Konsument zu ahnen. Bio ist besser. Jedenfalls werden in der Schweiz Jahr für Jahr mehr Biolebensmittel verkauft. 2007 stieg der Umsatz um rund acht Prozent auf 1,3 Milliarden Franken. Die gesamten Lebensmittelverkäufe nahmen in dieser Zeit bloss um drei Prozent zu. Es stiegen also erneut Kun-den auf biologisch erzeugte Produkte um. Vor allem die bis anhin skeptischen Welschen greifen nun immer häufiger zu, wenn «bio» draufsteht. Vielleicht auch, weil die Hemmschwelle gesunken ist. Wer ein Biojogurt oder Bioäpfel kaufen will, muss sich nicht mehr in enge Läden mit Holzgestellen begeben und warten, bis langsame, aber sympathische Verkäufer alles getippt haben. Bloss zehn Prozent der Verkäufe werden in Bioläden und Reformhäusern gemacht. Drei Viertel aller Bioprodukte verkaufen die beiden Grossverteiler Coop und Migros. Wobei Coop die mit Abstand führende Kraft im Schweizer Biomarkt ist mit einem Marktanteil von 51 Prozent.“
Textquelle: Auszüge aus Weltwoche-Artikel vom 24.4.08
„Nun steht fest: Biologische Nahrungsmittel sind tatsächlich gesünder als konventionelle. Zu dem Schluss kommt die grösste Studie zum Thema, ein mehrjähriges, von der EU mit 18 Millionen Euro unterstütztes Projekt, an dem sich über dreissig Forschungsinstitutionen in Europa beteiligen. Biologi-sches Obst und Gemüse weist bis zu vierzig Prozent mehr Antioxidantien auf. Antioxidantien schützen die Zellen vor Oxidation, also vor Schädigungen und gelten als wichtig bei der Prävention von Krebs und Herzinfarkt. Es enthält auch mehr wichtige Mineralien, etwa Eisen und Zink. Wissenschaftler der englischen Universität Newcastle betrieben für die Untersuchung einen zweigeteilten Bauernhof: auf der einen Seite biologisch, auf der anderen Seite konventionell. Sie bauten Kartoffeln, Gemüse und Getreide an, hatten Obstkulturen und hielten Milchkühe. Ähnliche Studienfarmen wurden auch anderswo in Europa errichtet, etwa in Schweden, Dänemark und Italien.
Ganz genau wurde die Milch unter die Lupe genommen. Hier zeigte sich: Biomilch weist höhere Werte auf bei den gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und bei konjugierter Linolsäure (CLA), der ein krebshemmendes Potenzial zugeschrieben wird. Ebenso enthält sie mehr Provitamin A und Vitamin E, zwei ebenfalls wichtige Antioxidantien. Je nach Stoff lagen die Werte zwischen dreissig und neunzig Prozent höher als bei der konventionellen Milch. Weshalb ist das so? Ausschlaggebend ist offenbar die Fütterung und die Haltung der Tiere. Fressen die Kühe viel Raufutter (also Gras und Heu) und sind sie regelmässig auf der Weide (wie dies bei Biobetrieben vorgeschrieben ist), ist die Milch besser als jene von Tieren, die häufig im Stall sind und viel Kraftfutter fressen. Die Detailresultate aus dem EU-Projekt werden in den nächsten Monaten in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.
In der Schweiz sind die Unterschiede zwischen Bio- und anderer Milch vermutlich nicht ganz so gross. Denn hierzulande ernähren auch konventionelle Bauern ihre Kühe «raufutterbetont», wie das im Jargon heisst. Also mit viel Gras und Heu, ausserdem ist Weideauslauf üblich. Das erklärt wohl, weshalb vor rund drei Jahren eine Studie der Universität Bern zum Schluss kam, Biomilch sei nicht besser. Doch Urs Niggli, Leiter des Forschungsinstituts für biologischen Landbau sagt: «Die allgemeine Entwicklung in der Europäischen Union und weltweit geht in Richtung mehr Kraftfutter und weg von der Weidehaltung. Das droht auch in der Schweiz, vor allem im Zeichen des Abbaus von Handelshemmnissen.» Kraftfutter würde so billiger und also für den Bauern interessanter.
Weitere Beispiele entstammen einer Zehnjahresstudie aus den USA (University of California), wonach etwa Biotomaten bei bestimmten gesundheitsfördernden Antioxidantien wie Flavonoiden fast doppelt so hohe Werte aufwiesen. Die untersuchenden Lebensmittelchemiker erklären dies mit dem Weglassen von chemischem Dünger. Dieser enthält Nitrogen, was die Flavonoid-Entwicklung hemmt. Flavonoide sind chemische Stoffe, die den Pflanzen ihre Farbe geben. Beim Menschen wirken sie gefässstärkend und entzündungshemmend. Sie sind wirksam gegen hohen Blutdruck und reduzieren so das Risiko eines Herzinfarktes.
In den Niederlanden wiesen kürzlich Forscher der Universität von Maastricht nach, dass bei Kleinkindern, die mit biologischen Milchprodukten ernährt wurden und deren Mütter sich auch so ernährten, das Risiko für Ekzeme um 36 Prozent abnahm. Früher schon hatte sich gezeigt, dass die Muttermilch von stillenden Frauen, die sich mehrheitlich biologisch ernährten, einen um 50 Prozent höheren Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufwies.
Doch nicht nur Milchtrinker, auch Weinliebhaber steigen möglicherweise besser auf Bio um. Weine aus biologischem Anbau enthielten gemäss einer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau in Frick und der Université de Bourgogne in Dijon höhere Mengen an Resveratrol ein Polyphenol, das vor allem in der Haut von Trauben vorkommt. (Polyphenole sind aromatische Verbindungen, sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie geben den Pflanzen Geschmack und Farbe und schützen sie vor Schädlingen.) Resveratrol schützt die Zellen vor Oxidation; es verringert zudem die Verklumpung der Blutplättchen und verhindert dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Warum hat es in Biotomaten und -trauben mehr sekundäre Pflanzenstoffe? Im Biolandbau dürfen keine chemischen Mittel gegen Schädlinge und Pilze gesprüht werden. Die Pflanze muss sich aus eigener Kraft gegen Feinde wie Insekten, Milben, Fadenwürmer und dergleichen ungemütliche Zeitgenossen wehren. Bei den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um Abwehrstoffe gegen Pilz-infektionen. Diese tun nun offenbar auch im menschlichen Organismus Gutes.
Was die Wissenschaft in kleinen Stücken langsam zu einem Gesamtbild zusammenfügt, scheint der Konsument zu ahnen. Bio ist besser. Jedenfalls werden in der Schweiz Jahr für Jahr mehr Biolebensmittel verkauft. 2007 stieg der Umsatz um rund acht Prozent auf 1,3 Milliarden Franken. Die gesamten Lebensmittelverkäufe nahmen in dieser Zeit bloss um drei Prozent zu. Es stiegen also erneut Kun-den auf biologisch erzeugte Produkte um. Vor allem die bis anhin skeptischen Welschen greifen nun immer häufiger zu, wenn «bio» draufsteht. Vielleicht auch, weil die Hemmschwelle gesunken ist. Wer ein Biojogurt oder Bioäpfel kaufen will, muss sich nicht mehr in enge Läden mit Holzgestellen begeben und warten, bis langsame, aber sympathische Verkäufer alles getippt haben. Bloss zehn Prozent der Verkäufe werden in Bioläden und Reformhäusern gemacht. Drei Viertel aller Bioprodukte verkaufen die beiden Grossverteiler Coop und Migros. Wobei Coop die mit Abstand führende Kraft im Schweizer Biomarkt ist mit einem Marktanteil von 51 Prozent.“
Textquelle: Auszüge aus Weltwoche-Artikel vom 24.4.08
17.4.08
(Umwelt) Milliardenpotenzial für Schweizer Wirtschaft dank Erneuerbarer Energien
Über zwei Drittel des schweizerischen Endenergieverbrauchs stützt sich auf fossile Energieträger, hauptsächlich Erdöl und Erdgas. Damit hängt die Energieversorgung stark vom Ausland ab und es fliessen schätzungsweise 10 Milliarden Franken pro Jahr ins Ausland. Mit einer verstärkten Nutzung von einheimischen erneuerbaren Energien wie Holz, Sonne und Umgebungswärme könnte nicht nur der CO2-Ausstoss eingeschränkt, sondern auch zusätzliche Wertschöpfung in die Schweiz verlagert werden.
Nutzte man etwa die Holzreserven in der Schweiz bis zu ihrem maximalen Potenzial von 8,2 Millionen Kubikmeter pro Jahr, könnte rund 1 Million Tonnen Heizöl ersetzt werden. Bei den aktuellen Ölpreisen würde damit weit über eine halbe Milliarde Schweizer Franken in der Schweiz verbleiben statt ins Ausland abzufliessen. Wurden doch im Jahr 2006 in der Schweiz 3,2 Mio m3 Energieholz genutzt, was einem Heizöläquivalent von 0,64 Mio. t entspricht. Diese Nutzung könnte innerhalb von zehn Jahren auf maximal 8,2 Mio. m3 Holz erhöht werden. Im gleichen Jahr lag der Heizölabsatz insgesamt bei 4,944 Mio. t, wovon wie erwähnt 1 Mio. t durch Holz substituiert werden könnte, also rund 20% des gesamten Heizölverbrauchs. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und weiteren erneuerbaren Energien lassen sich nochmals fossile Energieträger in ähnlicher Grössenordnung ersetzen und Gelder in Milliardenhöhe verblieben der Schweizer Wirtschaft.
Am Donnerstag präsentierte die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch an einer Tagung in Zürich aktuelle Zahlen. Im Jahr 2006 wurden demnach rund 900 Millionen Franken in erneuerbare Energien investiert und damit rund 3500 neue Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) geschaffen. Berücksichtigt man die anhaltende Beschäftigungswirkung aus Investitionen früherer Jahre, kommen weitere rund 3500 Stellen hinzu. Die Investitionen lagen 2006 rund 60 Prozent über dem Wert von 2001 und in den kommenden Jahren wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet.
Vertreter verschiedener Gemeinden zeigten an der Pusch-Tagung auf, wie sich die Förderung Erneuerbarer Energien positiv auf die regionale Entwicklung auswirkt: Die Gemeinde Erstfeld beispielsweise unterstützt ihre Einwohner dabei, elektrische Boiler und Heizungen zu ersetzen und die Wärme durch Holz oder Sonne zu gewinnen. Die dadurch frei werdenden Produktionskapazitäten kann das Gemeindewerk Gewinn bringend auf dem freien Markt verkaufen. Bereits seit 1990 fördert das Emmental unter dem Motto «Oil of Emmental» die einheimische Holzenergie und kann damit kontinuierlich neue Arbeitsplätze schaffen. Aus der Sicht von Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch ist es volkswirtschaftlich sinnvoll, den Einsatz erneuerbarer Energien verstärkt zu fördern. Geeignete Fördermittel sind staatsquotenneutrale Abgaben auf fossile Brenn- und Treibstoffe (CO2-Abgabe) sowie zeitlich befristete Fördergelder im Gebäude- und im Verkehrsbereich.
Quelle und weitere Informationen unter www.pusch.ch
Nutzte man etwa die Holzreserven in der Schweiz bis zu ihrem maximalen Potenzial von 8,2 Millionen Kubikmeter pro Jahr, könnte rund 1 Million Tonnen Heizöl ersetzt werden. Bei den aktuellen Ölpreisen würde damit weit über eine halbe Milliarde Schweizer Franken in der Schweiz verbleiben statt ins Ausland abzufliessen. Wurden doch im Jahr 2006 in der Schweiz 3,2 Mio m3 Energieholz genutzt, was einem Heizöläquivalent von 0,64 Mio. t entspricht. Diese Nutzung könnte innerhalb von zehn Jahren auf maximal 8,2 Mio. m3 Holz erhöht werden. Im gleichen Jahr lag der Heizölabsatz insgesamt bei 4,944 Mio. t, wovon wie erwähnt 1 Mio. t durch Holz substituiert werden könnte, also rund 20% des gesamten Heizölverbrauchs. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und weiteren erneuerbaren Energien lassen sich nochmals fossile Energieträger in ähnlicher Grössenordnung ersetzen und Gelder in Milliardenhöhe verblieben der Schweizer Wirtschaft.
Am Donnerstag präsentierte die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch an einer Tagung in Zürich aktuelle Zahlen. Im Jahr 2006 wurden demnach rund 900 Millionen Franken in erneuerbare Energien investiert und damit rund 3500 neue Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) geschaffen. Berücksichtigt man die anhaltende Beschäftigungswirkung aus Investitionen früherer Jahre, kommen weitere rund 3500 Stellen hinzu. Die Investitionen lagen 2006 rund 60 Prozent über dem Wert von 2001 und in den kommenden Jahren wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet.
Vertreter verschiedener Gemeinden zeigten an der Pusch-Tagung auf, wie sich die Förderung Erneuerbarer Energien positiv auf die regionale Entwicklung auswirkt: Die Gemeinde Erstfeld beispielsweise unterstützt ihre Einwohner dabei, elektrische Boiler und Heizungen zu ersetzen und die Wärme durch Holz oder Sonne zu gewinnen. Die dadurch frei werdenden Produktionskapazitäten kann das Gemeindewerk Gewinn bringend auf dem freien Markt verkaufen. Bereits seit 1990 fördert das Emmental unter dem Motto «Oil of Emmental» die einheimische Holzenergie und kann damit kontinuierlich neue Arbeitsplätze schaffen. Aus der Sicht von Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch ist es volkswirtschaftlich sinnvoll, den Einsatz erneuerbarer Energien verstärkt zu fördern. Geeignete Fördermittel sind staatsquotenneutrale Abgaben auf fossile Brenn- und Treibstoffe (CO2-Abgabe) sowie zeitlich befristete Fördergelder im Gebäude- und im Verkehrsbereich.
Quelle und weitere Informationen unter www.pusch.ch
13.4.08
(Umwelt) Jetzt kommt das Plusenergiehause
Mit einem Plusenergiehaus mit 130 m2 Wohnfläche spart ein Bauherr jährlich 6.000 Euro gegenüber einer Ausführung nur nach Vorschrift. Der deutsche Archtitekt Rolf Disch hat zu allen bundesdeutschen Gemeinden Kontakt aufgenommen und ihnen ein Angebot für solcherart gebauten Klimaschutz unterbreitet: ein variables Haus mit positiver Energiebilanz, 100% Erneuerbaren Energien und Nullemission, das überall zu markfähigen Preisen realisiert werden kann.
Dass die Energiewende kein unbeherrschbarer Kostenfaktor ist, sondern gerade hier wirtschaftliche Chancen liegen, auch das gehört ganz konkret zum Konzept des „Plusenergiehauses in jede Gemeinde“: Das Plusenergiehaus® ist vom ersten Jahr an ein Plusgeschäft, denn die laufenden Energiekosten übertreffen die ersparten Zinsen für eine Billigausführung, die auf die beste energetische Technik, damit aber auch auf staatliche Förderung verzichtet. Eine Modellrechnung für ein Plusenergiehaus® von etwa 130 m2 ergibt ein jährliches Plus von 6.000 Euro. Billig bauen ist teurer!
Dr. Klaus Töpfer, ehemals Leiter des UN-Umweltschutzprogramms, beurteilt das Plusenergiehaus mit Blick auf den Strukturwandel: „Für unsere Kommunen, ganz gleich ob kleine Dörfer oder große Städte, kann diese Aktion ein wichtiges Element sein, sich ihrer weltpolitischen Verantwortung zu stellen, sich an der Spitze einer globalen Entwicklung zu profilieren – und die großartigen Chancen dieser Entwicklung an sich zu ziehen und zu nutzen.“ Da bleibt nur noch die Frage, wann eine entsprechende Initiative auch für die Schweiz lanciert wird.
Quelle: www.sonnenseite.com
Dass die Energiewende kein unbeherrschbarer Kostenfaktor ist, sondern gerade hier wirtschaftliche Chancen liegen, auch das gehört ganz konkret zum Konzept des „Plusenergiehauses in jede Gemeinde“: Das Plusenergiehaus® ist vom ersten Jahr an ein Plusgeschäft, denn die laufenden Energiekosten übertreffen die ersparten Zinsen für eine Billigausführung, die auf die beste energetische Technik, damit aber auch auf staatliche Förderung verzichtet. Eine Modellrechnung für ein Plusenergiehaus® von etwa 130 m2 ergibt ein jährliches Plus von 6.000 Euro. Billig bauen ist teurer!
Dr. Klaus Töpfer, ehemals Leiter des UN-Umweltschutzprogramms, beurteilt das Plusenergiehaus mit Blick auf den Strukturwandel: „Für unsere Kommunen, ganz gleich ob kleine Dörfer oder große Städte, kann diese Aktion ein wichtiges Element sein, sich ihrer weltpolitischen Verantwortung zu stellen, sich an der Spitze einer globalen Entwicklung zu profilieren – und die großartigen Chancen dieser Entwicklung an sich zu ziehen und zu nutzen.“ Da bleibt nur noch die Frage, wann eine entsprechende Initiative auch für die Schweiz lanciert wird.
Quelle: www.sonnenseite.com
11.4.08
(Umwelt) Solarbranche erwartet schnelles Wachstum bei sinkenden Kosten
Die Photovoltaic Technology Show 2008 Europe in München ist mit bemerkenswerten Resultaten zu Ende gegangen:
- Demnach wird Solarstrom in den ersten Märkten gegenwärtig konkurrenzfähig zu konventionell erzeugtem Strom.
- Die Branche erwartet in den kommenden Jahren ein weiterhin starkes Wachstum bei schnell sinkenden Produktionskosten.
- Ein Überangebot an Solarmodulen wird es vorerst nicht geben, sodass weiterhin die Hersteller die Preise bestimmen können.
Die Kosten für Solarstrom befinden sich inzwischen an der Schwelle zur „Grid Parity" – der Konkurrenzfähigkeit zu Strom aus konventioneller Erzeugung, wie Jon André Lokke von der norwegischen REC Group in seinem Beitrag auf der Investorenkonferenz betonte. Im Jahr 2007 konnten große Anlagen von REC in sonnigen Ländern Solarstrom zu Kosten von 15 Eurocent produzieren, sagte Lokke. 2010 will REC bei 7 Cent liegen, 2012 bei 5 Cent je Kilowattstunde. Der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Solarkonzern liegt damit in einer Größenordnung, die konventionellen Kraftwerksbetreibern einen gehörigen Schrecken einjagen könnte.
Auch andere führende internationale Photovoltaikunternehmen wie First Solar, Suntech Power und Evergreen wollen die Produktionskosten für ihre Module in den nächsten Jahren um 40 bis 50 Prozent senken, teilten sie in München mit. Allerdings warnte Joonki Song von PHOTON Consulting, dass sich das in den letzten Jahren erreichte Tempo bei der Kostensenkung von jährlich 12 bis 15 Prozent auf 6 bis 11 Prozent abschwächen könnte, wenn sich aufgrund des schnellen Wachstum weitere Engpässe bei Produktionsequipment und Verbrauchsmaterialen wie beispielsweise eisenarmem Glas ergeben.
Quelle: PHOTON
- Demnach wird Solarstrom in den ersten Märkten gegenwärtig konkurrenzfähig zu konventionell erzeugtem Strom.
- Die Branche erwartet in den kommenden Jahren ein weiterhin starkes Wachstum bei schnell sinkenden Produktionskosten.
- Ein Überangebot an Solarmodulen wird es vorerst nicht geben, sodass weiterhin die Hersteller die Preise bestimmen können.
Die Kosten für Solarstrom befinden sich inzwischen an der Schwelle zur „Grid Parity" – der Konkurrenzfähigkeit zu Strom aus konventioneller Erzeugung, wie Jon André Lokke von der norwegischen REC Group in seinem Beitrag auf der Investorenkonferenz betonte. Im Jahr 2007 konnten große Anlagen von REC in sonnigen Ländern Solarstrom zu Kosten von 15 Eurocent produzieren, sagte Lokke. 2010 will REC bei 7 Cent liegen, 2012 bei 5 Cent je Kilowattstunde. Der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Solarkonzern liegt damit in einer Größenordnung, die konventionellen Kraftwerksbetreibern einen gehörigen Schrecken einjagen könnte.
Auch andere führende internationale Photovoltaikunternehmen wie First Solar, Suntech Power und Evergreen wollen die Produktionskosten für ihre Module in den nächsten Jahren um 40 bis 50 Prozent senken, teilten sie in München mit. Allerdings warnte Joonki Song von PHOTON Consulting, dass sich das in den letzten Jahren erreichte Tempo bei der Kostensenkung von jährlich 12 bis 15 Prozent auf 6 bis 11 Prozent abschwächen könnte, wenn sich aufgrund des schnellen Wachstum weitere Engpässe bei Produktionsequipment und Verbrauchsmaterialen wie beispielsweise eisenarmem Glas ergeben.
Quelle: PHOTON
2.4.08
(Finanzen) Erfolgreicher Natur-Aktien-Index
Seit 1997 hat sich der deutsche Natur-Aktien-Index (NAI) als Maßstabe für ökologische Geldanlagen bewährt. Um 447,5 Prozent ist der NAI in diesen elf Jahren gestiegen (aufgelegt am 1.4.1997 mit 1.000 Punkten). Damit hat sich der NAI weitaus besser entwickelt als vergleichbare Indices und belegt, dass ethisch-ökologisches Investieren erfolgreich ist.
Pünktlich zum elften Jahrestag wurde nun das Angebot erweitert, wie Anleger von der Wertentwicklung des Natur-Aktien-Index (NAI) profitieren können. Die Deutsche Bank bietet ab sofort ein Indexzertifikat auf die 15 größten Unternehmen aus dem NAI an (WKN: DB2NA1). Darunter befinden sich Unternehmen wie Vestas (Dänemark), Starbucks (USA), Solarworld (Deutschland), Tomra (Norwegen) und Shimano (Japan). Die Börse Stuttgart AG berechnet dazu den S-BOX NAI Top Select Performance-Index.
Der NAI setzt sich aus insgesamt 30 Unternehmen zusammen, die nach konsequenten ökologisch-sozialen Maßstäben ausgesucht werden. Die komplette Liste der Unternehmen, die Auswahlkriterien und Research-Ergebnisse veröffentlicht das Hamburger Beratungsunternehmen SECURVITA als Provider des NAI auf der Internetseite www.nai-index.de . Auch die von vwd berechneten minutengenauen Realtime-Kurse sind online verfügbar. Die ökologischen und sozialen Maßstäbe des NAI gelten als die konsequentesten Auswahlkriterien für ökologische Geldanlagen. Mit seiner erfolgreichen Entwicklung hat der NAI das alte Vorurteil widerlegt, ein gutes Gewissen müsse mit Rendite-Einbußen erkauft werden. Das Gegenteil ist richtig: Ökologische Investments sind besonders erfolgreich.
Die Stiftung Warentest hat den NAI als wichtigen _Pionier für grüne Geldanlagen beurteilt. _Der NAI sucht nicht nur nach Unternehmen, die eine Vorreiterrolle spielen, sondern übernahm selbst eine, stellte die Stiftung Warentest fest. Für private und institutionelle Anleger gibt es den Aktienfonds GreenEffects als Fonds zum NAI ( www.greeneffects.de , WKN 580265). Er wurde mehrfach als einer der besten und erfolgreichsten weltweit anlegenden Aktienfonds ausgezeichnet. GreenEffects bietet die Garantie, ausschließlich in die Werte zu investieren, die für den NAI geprüft und ausgewählt sind.
Quelle: SECURVITA 2008
Pünktlich zum elften Jahrestag wurde nun das Angebot erweitert, wie Anleger von der Wertentwicklung des Natur-Aktien-Index (NAI) profitieren können. Die Deutsche Bank bietet ab sofort ein Indexzertifikat auf die 15 größten Unternehmen aus dem NAI an (WKN: DB2NA1). Darunter befinden sich Unternehmen wie Vestas (Dänemark), Starbucks (USA), Solarworld (Deutschland), Tomra (Norwegen) und Shimano (Japan). Die Börse Stuttgart AG berechnet dazu den S-BOX NAI Top Select Performance-Index.
Der NAI setzt sich aus insgesamt 30 Unternehmen zusammen, die nach konsequenten ökologisch-sozialen Maßstäben ausgesucht werden. Die komplette Liste der Unternehmen, die Auswahlkriterien und Research-Ergebnisse veröffentlicht das Hamburger Beratungsunternehmen SECURVITA als Provider des NAI auf der Internetseite www.nai-index.de . Auch die von vwd berechneten minutengenauen Realtime-Kurse sind online verfügbar. Die ökologischen und sozialen Maßstäbe des NAI gelten als die konsequentesten Auswahlkriterien für ökologische Geldanlagen. Mit seiner erfolgreichen Entwicklung hat der NAI das alte Vorurteil widerlegt, ein gutes Gewissen müsse mit Rendite-Einbußen erkauft werden. Das Gegenteil ist richtig: Ökologische Investments sind besonders erfolgreich.
Die Stiftung Warentest hat den NAI als wichtigen _Pionier für grüne Geldanlagen beurteilt. _Der NAI sucht nicht nur nach Unternehmen, die eine Vorreiterrolle spielen, sondern übernahm selbst eine, stellte die Stiftung Warentest fest. Für private und institutionelle Anleger gibt es den Aktienfonds GreenEffects als Fonds zum NAI ( www.greeneffects.de , WKN 580265). Er wurde mehrfach als einer der besten und erfolgreichsten weltweit anlegenden Aktienfonds ausgezeichnet. GreenEffects bietet die Garantie, ausschließlich in die Werte zu investieren, die für den NAI geprüft und ausgewählt sind.
Quelle: SECURVITA 2008
24.3.08
(Finanzen) Postfinance setzt auf nachhaltiges Fondsangebot
Die Bank der Post sorgt nicht nur mit ihren vergleichsweise hohen Sparzinsen für Schlagzeilen. Auch ihr Fondsangebot wächst quantitativ wie qualitativ. Die unlängst veröffentlichte neue Fondspalette umfasst vor allem zusätzliche Nachhaltigkeitsfonds und trägt damit einem verbreiteten Trend Rechnung. Gemäss Angaben des Finanzdienstleisters Onvalues erreichten solche Anlagen, die neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien bei den Investments berücksichtigen, Ende des vergangenen Jahres allein in der Schweiz den Rekordwert von 30 Milliarden Franken.
Das erweiterte Postfinance-Angebot umfasst einen Klima- und einen Wasserfonds von Swisscanto – der Fondsgesellschaft der Kantonalbanken. Zudem bietet Postfinance auch einen Sarasinfonds an, der in erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse investiert. Der Fonds ist erst seit kurzem aufgelegt, bisherige Leistungen sind deshalb noch nicht zu beurteilen. Aber das Anlagethema verspricht viel, vor allem nach den unlängst erfolgten Korrekturen. Die Basler Bank umschreibt die Situation so: « Trotz der Kurseinbrüche der letzten Wochen, die auch Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien betrafen, ist die Bank Sarasin von den positiven Grundlagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Branche überzeugt. Die breite staatliche Unterstützung sowie die wachsende Energienachfrage bei gleichzeitig sinkenden Öl- und Gasreserven verschafft der Solar-, Wasser- und Windenergie in der weltweiten Energiepolitik langfristig eine steigende Bedeutung. Diese idealen Rahmenbedingungen eröffnen attraktive Perspektiven.» Konkret hat der Fonds unter anderem investiert in die Unternehmen wie Gamesa Tecnologica und Vestas (Wind), Q Cells, Solarworld und First Solar (Solar).
Das Fondsangebot von Postfinance ist nicht nur wegen seiner Ausrichtung für KleinanlegerInnen geeignet. Vielmehr besticht die kostengünstige und flexible Möglichkeit, im Rahmen von Fondssparplänen alle Fonds (über 40 insgesamt) in kleinen Tranchen zu erwerben (zb monatlich für 100 Franken). Damit wird ein zielgerichtetes Sparen möglich, das erst noch von günstigen Durchschnittskosten profitiert. Einziger Wermutstropfen: Postfinance steht mit dem Angebot weitgehend konkurrenzlos da und die lange schon versprochene Senkung der Gebühren für den Kauf von Fonds (2% der Anlagesumme) wurde immer noch nicht realisiert.
Das erweiterte Postfinance-Angebot umfasst einen Klima- und einen Wasserfonds von Swisscanto – der Fondsgesellschaft der Kantonalbanken. Zudem bietet Postfinance auch einen Sarasinfonds an, der in erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse investiert. Der Fonds ist erst seit kurzem aufgelegt, bisherige Leistungen sind deshalb noch nicht zu beurteilen. Aber das Anlagethema verspricht viel, vor allem nach den unlängst erfolgten Korrekturen. Die Basler Bank umschreibt die Situation so: « Trotz der Kurseinbrüche der letzten Wochen, die auch Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien betrafen, ist die Bank Sarasin von den positiven Grundlagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Branche überzeugt. Die breite staatliche Unterstützung sowie die wachsende Energienachfrage bei gleichzeitig sinkenden Öl- und Gasreserven verschafft der Solar-, Wasser- und Windenergie in der weltweiten Energiepolitik langfristig eine steigende Bedeutung. Diese idealen Rahmenbedingungen eröffnen attraktive Perspektiven.» Konkret hat der Fonds unter anderem investiert in die Unternehmen wie Gamesa Tecnologica und Vestas (Wind), Q Cells, Solarworld und First Solar (Solar).
Das Fondsangebot von Postfinance ist nicht nur wegen seiner Ausrichtung für KleinanlegerInnen geeignet. Vielmehr besticht die kostengünstige und flexible Möglichkeit, im Rahmen von Fondssparplänen alle Fonds (über 40 insgesamt) in kleinen Tranchen zu erwerben (zb monatlich für 100 Franken). Damit wird ein zielgerichtetes Sparen möglich, das erst noch von günstigen Durchschnittskosten profitiert. Einziger Wermutstropfen: Postfinance steht mit dem Angebot weitgehend konkurrenzlos da und die lange schon versprochene Senkung der Gebühren für den Kauf von Fonds (2% der Anlagesumme) wurde immer noch nicht realisiert.
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