12.5.08

(Umwelt) Windkraft schon heute billiger als fossile Energieträger

Windkraft liefert schon heute kostengünstigere Energie als fossile Energieträger, so lautet die These von Prof. Dr. Joachim Peinke, Physiker an der Universität Oldenburg und Sprecher von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover.

Peinke geht bei seiner Abschätzung von den derzeitigen Kosten für Rohöl aus und vergleicht diese mit den Kosten für Windenergie. Bei einem Rohölpreis von umgerechnet 73 Euro pro Barrel und einer angenommenen Effizienz bei der Energiewandlung von 50 Prozent, so der Physiker, lägen die Kosten für eine Kilowattstunde (kWh) bei 9,12 Cent gegenüber 8 Cent pro kWh für Windenergie.

Berücksichtige man neben dem Rohölpreis die Aufarbeitung des Rohöls in Raffinerien, den Transport zum Kraftwerk, Kraftwerkskosten und Umweltkosten, so erhöhten sich die Kosten weiter. Außerdem sei davon auszugehen, dass der Preis für Rohöl, aber auch für andere fossile Energieträger wie Gas und Kohle zukünftig ansteige, so Peinke. Der Wissenschaftler wird seine Untersuchungen zu den realen Kosten von Windenergie in einem Forwind-Forschungsprojekt vertiefen.

Quelle: oekonews.at

P.S. Mit diesem Blogbeitrag verabschiede ich mich für drei Wochen in die Ferien und werde ab anfangs Juni mit neuen interessanten Meldungen aus den Bereichen Finanzen, Medien und Umwelt aufwarten.

30.4.08

(Finanzen) Edles Metall als ETF zu haben

Durch einen Split von eins zu zehn macht die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ihre Edelmetall-ETFs ab dem 2. Mai 2008 auch für KleinanlegerInnen zugänglich. Während heute ein Anteil teils über 30’000 Franken wert ist und die Produkte somit weitgehend institutionellen Anlegern und vermögenden Privatkunden vorbehalten sind, wird es nun möglich sein, ab einem Betrag zwischen 1'500 und 3'500 Franken in einen der vier ZKB Edelmetall-ETFs zu investieren und auf diese Weise an der Entwicklung des dem Fonds zugrundeliegenden Edelmetalls teilzuhaben.

Die vier ZKB ETFs sind bis heute einzigartig auf dem Markt. Das gesamte Kapital der Fonds ist im entsprechenden Edelmetall physisch vollständig hinterlegt. Die Anleger können erstmals als Alternative zur Veräusserung der Anteile auch die Auslieferung des physischen Edelmetalls verlangen. Die Auslieferung ist allerdings auf Standardbarren beschränkt (12.5 Kilogramm Gold, 30 Kilogramm Silber, 5 Kilogramm Platinum, 3 Kilogramm Palladium). ETFs der ZKB sind an der SWX Swiss Stock Exchange kotiert und können zu aktuellen Kursen gekauft oder verkauft werden. Bei den ETFs handelt es sich um eine äusserst liquide, kosteneffiziente und transparente Anlageform. Ein Anteil ZKB Gold ETF entspricht nach dem Split ca. 100 Gramm Gold, ein Anteil ZKB Silber ETF drei Kilogramm Silber, ein Anteil ZKB Platinum ETF 50 Gramm Platinum und ein Anteil ZKB Palladium ETF 100 Gramm Palladium.

Vom Split sind folgende Valoren / ISIN betroffen:
- 2 439 100 / CH0024391002 ZKB Gold ETF
- 2 979 271 / CH0029792717 ZKB Silver ETF
- 2 979 268 / CH0029792683 ZKB Palladium ETF
- 2 979 270 / CH0029792709 ZKB Platinum ETF

Quelle: ZKB

26.4.08

(Umwelt) Bio ist eben doch gesünder

Immer wieder hatte die Zeitschrift Weltwoche gegen die Biolandwirtschaft gestänkert. Nun kommt das aus dieser Ecke überraschende Eingeständnis – viele Studien weisen auf den besonderen Gehalt der Bioprodukte. Nachstehend einige Auszüge aus dem Artikel der neuesten Weltwoche-Ausgabe mit folgendem Fazit: Bio ist eben doch gesünder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der EU, die demnächst veröffentlicht wird. Gemüse und Obst, die ohne chemische Mittel angebaut wurden, enthalten mehr Stoffe, die vor Krebs schützen. Und Kinder, die Biomilch trinken, haben weniger Ekzeme.

„Nun steht fest: Biologische Nahrungsmittel sind tatsächlich gesünder als konventionelle. Zu dem Schluss kommt die grösste Studie zum Thema, ein mehrjähriges, von der EU mit 18 Millionen Euro unterstütztes Projekt, an dem sich über dreissig Forschungsinstitutionen in Europa beteiligen. Biologi-sches Obst und Gemüse weist bis zu vierzig Prozent mehr Antioxidantien auf. Antioxidantien schützen die Zellen vor Oxidation, also vor Schädigungen und gelten als wichtig bei der Prävention von Krebs und Herzinfarkt. Es enthält auch mehr wichtige Mineralien, etwa Eisen und Zink. Wissenschaftler der englischen Universität Newcastle betrieben für die Untersuchung einen zweigeteilten Bauernhof: auf der einen Seite biologisch, auf der anderen Seite konventionell. Sie bauten Kartoffeln, Gemüse und Getreide an, hatten Obstkulturen und hielten Milchkühe. Ähnliche Studienfarmen wurden auch anderswo in Europa errichtet, etwa in Schweden, Dänemark und Italien.

Ganz genau wurde die Milch unter die Lupe genommen. Hier zeigte sich: Biomilch weist höhere Werte auf bei den gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und bei konjugierter Linolsäure (CLA), der ein krebshemmendes Potenzial zugeschrieben wird. Ebenso enthält sie mehr Provitamin A und Vitamin E, zwei ebenfalls wichtige Antioxidantien. Je nach Stoff lagen die Werte zwischen dreissig und neunzig Prozent höher als bei der konventionellen Milch. Weshalb ist das so? Ausschlaggebend ist offenbar die Fütterung und die Haltung der Tiere. Fressen die Kühe viel Raufutter (also Gras und Heu) und sind sie regelmässig auf der Weide (wie dies bei Biobetrieben vorgeschrieben ist), ist die Milch besser als jene von Tieren, die häufig im Stall sind und viel Kraftfutter fressen. Die Detailresultate aus dem EU-Projekt werden in den nächsten Monaten in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.

In der Schweiz sind die Unterschiede zwischen Bio- und anderer Milch vermutlich nicht ganz so gross. Denn hierzulande ernähren auch konventionelle Bauern ihre Kühe «raufutterbetont», wie das im Jargon heisst. Also mit viel Gras und Heu, ausserdem ist Weideauslauf üblich. Das erklärt wohl, weshalb vor rund drei Jahren eine Studie der Universität Bern zum Schluss kam, Biomilch sei nicht besser. Doch Urs Niggli, Leiter des Forschungsinstituts für biologischen Landbau sagt: «Die allgemeine Entwicklung in der Europäischen Union und weltweit geht in Richtung mehr Kraftfutter und weg von der Weidehaltung. Das droht auch in der Schweiz, vor allem im Zeichen des Abbaus von Handelshemmnissen.» Kraftfutter würde so billiger und also für den Bauern interessanter.

Weitere Beispiele entstammen einer Zehnjahresstudie aus den USA (University of California), wonach etwa Biotomaten bei bestimmten gesundheitsfördernden Antioxidantien wie Flavonoiden fast doppelt so hohe Werte aufwiesen. Die untersuchenden Lebensmittelchemiker erklären dies mit dem Weglassen von chemischem Dünger. Dieser enthält Nitrogen, was die Flavonoid-Entwicklung hemmt. Flavonoide sind chemische Stoffe, die den Pflanzen ihre Farbe geben. Beim Menschen wirken sie gefässstärkend und entzündungshemmend. Sie sind wirksam gegen hohen Blutdruck und reduzieren so das Risiko eines Herzinfarktes.

In den Niederlanden wiesen kürzlich Forscher der Universität von Maastricht nach, dass bei Kleinkindern, die mit biologischen Milchprodukten ernährt wurden und deren Mütter sich auch so ernährten, das Risiko für Ekzeme um 36 Prozent abnahm. Früher schon hatte sich gezeigt, dass die Muttermilch von stillenden Frauen, die sich mehrheitlich biologisch ernährten, einen um 50 Prozent höheren Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufwies.

Doch nicht nur Milchtrinker, auch Weinliebhaber steigen möglicherweise besser auf Bio um. Weine aus biologischem Anbau enthielten gemäss einer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau in Frick und der Université de Bourgogne in Dijon höhere Mengen an Resveratrol ein Polyphenol, das vor allem in der Haut von Trauben vorkommt. (Polyphenole sind aromatische Verbindungen, sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie geben den Pflanzen Geschmack und Farbe und schützen sie vor Schädlingen.) Resveratrol schützt die Zellen vor Oxidation; es verringert zudem die Verklumpung der Blutplättchen und verhindert dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Warum hat es in Biotomaten und -trauben mehr sekundäre Pflanzenstoffe? Im Biolandbau dürfen keine chemischen Mittel gegen Schädlinge und Pilze gesprüht werden. Die Pflanze muss sich aus eigener Kraft gegen Feinde wie Insekten, Milben, Fadenwürmer und dergleichen ungemütliche Zeitgenossen wehren. Bei den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um Abwehrstoffe gegen Pilz-infektionen. Diese tun nun offenbar auch im menschlichen Organismus Gutes.

Was die Wissenschaft in kleinen Stücken langsam zu einem Gesamtbild zusammenfügt, scheint der Konsument zu ahnen. Bio ist besser. Jedenfalls werden in der Schweiz Jahr für Jahr mehr Biolebensmittel verkauft. 2007 stieg der Umsatz um rund acht Prozent auf 1,3 Milliarden Franken. Die gesamten Lebensmittelverkäufe nahmen in dieser Zeit bloss um drei Prozent zu. Es stiegen also erneut Kun-den auf biologisch erzeugte Produkte um. Vor allem die bis anhin skeptischen Welschen greifen nun immer häufiger zu, wenn «bio» draufsteht. Vielleicht auch, weil die Hemmschwelle gesunken ist. Wer ein Biojogurt oder Bioäpfel kaufen will, muss sich nicht mehr in enge Läden mit Holzgestellen begeben und warten, bis langsame, aber sympathische Verkäufer alles getippt haben. Bloss zehn Prozent der Verkäufe werden in Bioläden und Reformhäusern gemacht. Drei Viertel aller Bioprodukte verkaufen die beiden Grossverteiler Coop und Migros. Wobei Coop die mit Abstand führende Kraft im Schweizer Biomarkt ist mit einem Marktanteil von 51 Prozent.“

Textquelle: Auszüge aus Weltwoche-Artikel vom 24.4.08

17.4.08

(Umwelt) Milliardenpotenzial für Schweizer Wirtschaft dank Erneuerbarer Energien

Über zwei Drittel des schweizerischen Endenergieverbrauchs stützt sich auf fossile Energieträger, hauptsächlich Erdöl und Erdgas. Damit hängt die Energieversorgung stark vom Ausland ab und es fliessen schätzungsweise 10 Milliarden Franken pro Jahr ins Ausland. Mit einer verstärkten Nutzung von einheimischen erneuerbaren Energien wie Holz, Sonne und Umgebungswärme könnte nicht nur der CO2-Ausstoss eingeschränkt, sondern auch zusätzliche Wertschöpfung in die Schweiz verlagert werden.

Nutzte man etwa die Holzreserven in der Schweiz bis zu ihrem maximalen Potenzial von 8,2 Millionen Kubikmeter pro Jahr, könnte rund 1 Million Tonnen Heizöl ersetzt werden. Bei den aktuellen Ölpreisen würde damit weit über eine halbe Milliarde Schweizer Franken in der Schweiz verbleiben statt ins Ausland abzufliessen. Wurden doch im Jahr 2006 in der Schweiz 3,2 Mio m3 Energieholz genutzt, was einem Heizöläquivalent von 0,64 Mio. t entspricht. Diese Nutzung könnte innerhalb von zehn Jahren auf maximal 8,2 Mio. m3 Holz erhöht werden. Im gleichen Jahr lag der Heizölabsatz insgesamt bei 4,944 Mio. t, wovon wie erwähnt 1 Mio. t durch Holz substituiert werden könnte, also rund 20% des gesamten Heizölverbrauchs. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und weiteren erneuerbaren Energien lassen sich nochmals fossile Energieträger in ähnlicher Grössenordnung ersetzen und Gelder in Milliardenhöhe verblieben der Schweizer Wirtschaft.

Am Donnerstag präsentierte die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch an einer Tagung in Zürich aktuelle Zahlen. Im Jahr 2006 wurden demnach rund 900 Millionen Franken in erneuerbare Energien investiert und damit rund 3500 neue Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) geschaffen. Berücksichtigt man die anhaltende Beschäftigungswirkung aus Investitionen früherer Jahre, kommen weitere rund 3500 Stellen hinzu. Die Investitionen lagen 2006 rund 60 Prozent über dem Wert von 2001 und in den kommenden Jahren wird mit einer weiteren Steigerung gerechnet.

Vertreter verschiedener Gemeinden zeigten an der Pusch-Tagung auf, wie sich die Förderung Erneuerbarer Energien positiv auf die regionale Entwicklung auswirkt: Die Gemeinde Erstfeld beispielsweise unterstützt ihre Einwohner dabei, elektrische Boiler und Heizungen zu ersetzen und die Wärme durch Holz oder Sonne zu gewinnen. Die dadurch frei werdenden Produktionskapazitäten kann das Gemeindewerk Gewinn bringend auf dem freien Markt verkaufen. Bereits seit 1990 fördert das Emmental unter dem Motto «Oil of Emmental» die einheimische Holzenergie und kann damit kontinuierlich neue Arbeitsplätze schaffen. Aus der Sicht von Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch ist es volkswirtschaftlich sinnvoll, den Einsatz erneuerbarer Energien verstärkt zu fördern. Geeignete Fördermittel sind staatsquotenneutrale Abgaben auf fossile Brenn- und Treibstoffe (CO2-Abgabe) sowie zeitlich befristete Fördergelder im Gebäude- und im Verkehrsbereich.

Quelle und weitere Informationen unter www.pusch.ch

13.4.08

(Umwelt) Jetzt kommt das Plusenergiehause

Mit einem Plusenergiehaus mit 130 m2 Wohnfläche spart ein Bauherr jährlich 6.000 Euro gegenüber einer Ausführung nur nach Vorschrift. Der deutsche Archtitekt Rolf Disch hat zu allen bundesdeutschen Gemeinden Kontakt aufgenommen und ihnen ein Angebot für solcherart gebauten Klimaschutz unterbreitet: ein variables Haus mit positiver Energiebilanz, 100% Erneuerbaren Energien und Nullemission, das überall zu markfähigen Preisen realisiert werden kann.

Dass die Energiewende kein unbeherrschbarer Kostenfaktor ist, sondern gerade hier wirtschaftliche Chancen liegen, auch das gehört ganz konkret zum Konzept des „Plusenergiehauses in jede Gemeinde“: Das Plusenergiehaus® ist vom ersten Jahr an ein Plusgeschäft, denn die laufenden Energiekosten übertreffen die ersparten Zinsen für eine Billigausführung, die auf die beste energetische Technik, damit aber auch auf staatliche Förderung verzichtet. Eine Modellrechnung für ein Plusenergiehaus® von etwa 130 m2 ergibt ein jährliches Plus von 6.000 Euro. Billig bauen ist teurer!

Dr. Klaus Töpfer, ehemals Leiter des UN-Umweltschutzprogramms, beurteilt das Plusenergiehaus mit Blick auf den Strukturwandel: „Für unsere Kommunen, ganz gleich ob kleine Dörfer oder große Städte, kann diese Aktion ein wichtiges Element sein, sich ihrer weltpolitischen Verantwortung zu stellen, sich an der Spitze einer globalen Entwicklung zu profilieren – und die großartigen Chancen dieser Entwicklung an sich zu ziehen und zu nutzen.“ Da bleibt nur noch die Frage, wann eine entsprechende Initiative auch für die Schweiz lanciert wird.

Quelle: www.sonnenseite.com

11.4.08

(Umwelt) Solarbranche erwartet schnelles Wachstum bei sinkenden Kosten

Die Photovoltaic Technology Show 2008 Europe in München ist mit bemerkenswerten Resultaten zu Ende gegangen:
- Demnach wird Solarstrom in den ersten Märkten gegenwärtig konkurrenzfähig zu konventionell erzeugtem Strom.
- Die Branche erwartet in den kommenden Jahren ein weiterhin starkes Wachstum bei schnell sinkenden Produktionskosten.
- Ein Überangebot an Solarmodulen wird es vorerst nicht geben, sodass weiterhin die Hersteller die Preise bestimmen können.

Die Kosten für Solarstrom befinden sich inzwischen an der Schwelle zur „Grid Parity" – der Konkurrenzfähigkeit zu Strom aus konventioneller Erzeugung, wie Jon André Lokke von der norwegischen REC Group in seinem Beitrag auf der Investorenkonferenz betonte. Im Jahr 2007 konnten große Anlagen von REC in sonnigen Ländern Solarstrom zu Kosten von 15 Eurocent produzieren, sagte Lokke. 2010 will REC bei 7 Cent liegen, 2012 bei 5 Cent je Kilowattstunde. Der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Solarkonzern liegt damit in einer Größenordnung, die konventionellen Kraftwerksbetreibern einen gehörigen Schrecken einjagen könnte.

Auch andere führende internationale Photovoltaikunternehmen wie First Solar, Suntech Power und Evergreen wollen die Produktionskosten für ihre Module in den nächsten Jahren um 40 bis 50 Prozent senken, teilten sie in München mit. Allerdings warnte Joonki Song von PHOTON Consulting, dass sich das in den letzten Jahren erreichte Tempo bei der Kostensenkung von jährlich 12 bis 15 Prozent auf 6 bis 11 Prozent abschwächen könnte, wenn sich aufgrund des schnellen Wachstum weitere Engpässe bei Produktionsequipment und Verbrauchsmaterialen wie beispielsweise eisenarmem Glas ergeben.

Quelle: PHOTON

2.4.08

(Finanzen) Erfolgreicher Natur-Aktien-Index

Seit 1997 hat sich der deutsche Natur-Aktien-Index (NAI) als Maßstabe für ökologische Geldanlagen bewährt. Um 447,5 Prozent ist der NAI in diesen elf Jahren gestiegen (aufgelegt am 1.4.1997 mit 1.000 Punkten). Damit hat sich der NAI weitaus besser entwickelt als vergleichbare Indices und belegt, dass ethisch-ökologisches Investieren erfolgreich ist.

Pünktlich zum elften Jahrestag wurde nun das Angebot erweitert, wie Anleger von der Wertentwicklung des Natur-Aktien-Index (NAI) profitieren können. Die Deutsche Bank bietet ab sofort ein Indexzertifikat auf die 15 größten Unternehmen aus dem NAI an (WKN: DB2NA1). Darunter befinden sich Unternehmen wie Vestas (Dänemark), Starbucks (USA), Solarworld (Deutschland), Tomra (Norwegen) und Shimano (Japan). Die Börse Stuttgart AG berechnet dazu den S-BOX NAI Top Select Performance-Index.

Der NAI setzt sich aus insgesamt 30 Unternehmen zusammen, die nach konsequenten ökologisch-sozialen Maßstäben ausgesucht werden. Die komplette Liste der Unternehmen, die Auswahlkriterien und Research-Ergebnisse veröffentlicht das Hamburger Beratungsunternehmen SECURVITA als Provider des NAI auf der Internetseite www.nai-index.de . Auch die von vwd berechneten minutengenauen Realtime-Kurse sind online verfügbar. Die ökologischen und sozialen Maßstäbe des NAI gelten als die konsequentesten Auswahlkriterien für ökologische Geldanlagen. Mit seiner erfolgreichen Entwicklung hat der NAI das alte Vorurteil widerlegt, ein gutes Gewissen müsse mit Rendite-Einbußen erkauft werden. Das Gegenteil ist richtig: Ökologische Investments sind besonders erfolgreich.

Die Stiftung Warentest hat den NAI als wichtigen _Pionier für grüne Geldanlagen beurteilt. _Der NAI sucht nicht nur nach Unternehmen, die eine Vorreiterrolle spielen, sondern übernahm selbst eine, stellte die Stiftung Warentest fest. Für private und institutionelle Anleger gibt es den Aktienfonds GreenEffects als Fonds zum NAI ( www.greeneffects.de , WKN 580265). Er wurde mehrfach als einer der besten und erfolgreichsten weltweit anlegenden Aktienfonds ausgezeichnet. GreenEffects bietet die Garantie, ausschließlich in die Werte zu investieren, die für den NAI geprüft und ausgewählt sind.

Quelle: SECURVITA 2008

24.3.08

(Finanzen) Postfinance setzt auf nachhaltiges Fondsangebot

Die Bank der Post sorgt nicht nur mit ihren vergleichsweise hohen Sparzinsen für Schlagzeilen. Auch ihr Fondsangebot wächst quantitativ wie qualitativ. Die unlängst veröffentlichte neue Fondspalette umfasst vor allem zusätzliche Nachhaltigkeitsfonds und trägt damit einem verbreiteten Trend Rechnung. Gemäss Angaben des Finanzdienstleisters Onvalues erreichten solche Anlagen, die neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien bei den Investments berücksichtigen, Ende des vergangenen Jahres allein in der Schweiz den Rekordwert von 30 Milliarden Franken.

Das erweiterte Postfinance-Angebot umfasst einen Klima- und einen Wasserfonds von Swisscanto – der Fondsgesellschaft der Kantonalbanken. Zudem bietet Postfinance auch einen Sarasinfonds an, der in erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse investiert. Der Fonds ist erst seit kurzem aufgelegt, bisherige Leistungen sind deshalb noch nicht zu beurteilen. Aber das Anlagethema verspricht viel, vor allem nach den unlängst erfolgten Korrekturen. Die Basler Bank umschreibt die Situation so: « Trotz der Kurseinbrüche der letzten Wochen, die auch Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien betrafen, ist die Bank Sarasin von den positiven Grundlagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Branche überzeugt. Die breite staatliche Unterstützung sowie die wachsende Energienachfrage bei gleichzeitig sinkenden Öl- und Gasreserven verschafft der Solar-, Wasser- und Windenergie in der weltweiten Energiepolitik langfristig eine steigende Bedeutung. Diese idealen Rahmenbedingungen eröffnen attraktive Perspektiven.» Konkret hat der Fonds unter anderem investiert in die Unternehmen wie Gamesa Tecnologica und Vestas (Wind), Q Cells, Solarworld und First Solar (Solar).

Das Fondsangebot von Postfinance ist nicht nur wegen seiner Ausrichtung für KleinanlegerInnen geeignet. Vielmehr besticht die kostengünstige und flexible Möglichkeit, im Rahmen von Fondssparplänen alle Fonds (über 40 insgesamt) in kleinen Tranchen zu erwerben (zb monatlich für 100 Franken). Damit wird ein zielgerichtetes Sparen möglich, das erst noch von günstigen Durchschnittskosten profitiert. Einziger Wermutstropfen: Postfinance steht mit dem Angebot weitgehend konkurrenzlos da und die lange schon versprochene Senkung der Gebühren für den Kauf von Fonds (2% der Anlagesumme) wurde immer noch nicht realisiert.

20.3.08

(Finanzen) Solar ja, Atom nein

Trotz des boomenden Ölpreises haben es die bis Jahresanfang so erfolgreichen alternativen Energiefonds nicht leicht. Seit damals liegen sie alle deutlich hinter dem MSCI World Index zurück. Thiemo Lang, Manager des SAM Smart Energy, ortet deswegen Chancen für einen Rebound, vor allem bei Solaraktien. Erzielten alle im deutschsprachigen Raum zugelassenen alternativen Energiefonds (New Energy) vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2007 noch fulminante (relative) Renditen – während der MSCI World Index 7,6 Prozent verlor kamen die neun Fonds auf ein Plus zwischen 5,1 Prozent und 21,8 Prozent – drehte sich das Bild in diesem Jahr komplett.

AnlegerInnen verloren je nach Fonds zwischen 16,4 und 31,3 Prozent und damit jedenfalls mehr als der MSCI World Index mit immer noch sehr unerfreulichen -14,6 Prozent. Besonders die stark in den einbrechenden Solaraktien investierten Fonds mussten kurzfristig herbe Verluste hinnehmen. Unterm Strich liegen aber im Zeitraum 29.6.2007 bis 12.3.2008 immer noch alle neun Fonds über dem Ertrag des MSCI World Index.

„In unserem Fonds wurden alle Sektoren in Mitleidenschaft gezogen, am stärksten aber Solarwerte. Trotzdem bleiben wir bei unserer mittelfristigen Strategie und haben den Anteil von Solaraktien zuletzt sogar noch selektiv erhöht“, schildert Thiemo Lang, Fondsmanager des SAM Smart Energy, seine Strategie. „Denn fundamental läuft der gesamte Bereich der alternativen Energien weiterhin gut und der mittel- und langfristige Trend bleibt ungebrochen“, beruhigt der Experte, dessen beiden größten Einzelpositionen SunPower und Trina Solar sind.

„Aber die Zeit günstiger Energieressourcen ist eindeutig vorbei. Die jüngste Direktive der EU-Kommission, welche die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 um 20 Prozent reduzieren soll, beschleunigt diese Entwicklung zusätzlich“, so Lang auf einer Veranstaltung letzte Woche in Wien. Den Bereich erneuerbare Energien, welche neben Wind-, Hydro- und geothermische Energie auch alternative Brennstoffe und vor allem Solar umfasst, hat er seit Jahresbeginn sogar von 55 auf 70 Prozent des Portfolios erhöht.

Skeptisch ist er für den Bereich der Atomenergie. „Hier steht uns zukünftig kein Boom bevor, dagegen sprechen einfach die vielen gesellschaftlichen und politischen Hindernisse. Zudem ist das für Kraftwerke notwendige Uran 238 gar nicht unbegrenzt vorhanden“, bremst er vor allzu großen Erwartungen. Der bereits im September 2003 aufgelegte SAM Smart Energy Fonds kam seit damals auf einen jährlichen Ertrag von 12,1 Prozent. Den MSCI World Index (4,6 Prozent p.a.) schlug er damit deutlich. Auch unter Berücksichtigung der höheren Volatilität – 16,6 Prozent beim Fonds, 11,5 Prozent beim Index – hat der Fonds die Nase vorne. Die risikoadjustierte Rendite (Sharpe Ratio p.a.) liegt seit Auflage bei 0,5 und damit deutlich höher als der MSCI World Index mit 0,14.

Quelle: e-fundresearch.com

14.3.08

(Umwelt) Kometenhafter Anstieg der Erneuerbaren Energien

Keine andere Wirtschaftsbranche wächst so schnell wie die erneuerbaren Energien und zwar weltweit. Das berichtet der neue Statusbericht des Netzwerkes REN21 für 2007. Im letzten Jahr wurden weltweit 240 Gigawatt (GW) aus erneuerbaren Quellen erzeugt - das ist gegenüber 2004 ein Wachstum um sagenhafte 50 Prozent.

Die "neuen Erneuerbaren" (kleine Wasserkraft, Biogasanlagen, Wind, Sonne und Bioenergie) haben 2006 bereits so viel Strom erzeugt wie ein Viertel der weltweiten Atomkraftwerke. Die alten großen Wasserkraftwerke decken allein 15 Prozent des weltweiten Strombedarfs.

Am dynamischsten wächst zur Zeit die Windenergie. Sie legte 2007 um 25 Prozent auf 95 Gigawatt zu. Die Photovoltaik wuchs 2007 um 50 Prozent – allerdings auf weit niedrigerem Niveau als die Windkraft. Auf über 1,5 Millionen Dächern sind Solarstromanlagen montiert. Solarthermische Kraftwerke liefern Raumwärme für 50 Millionen Haushalte - hauptsächlich in China. Die Solarwärmekapazität wuchs 2007 nur 19 Prozent auf 105 Gigawatt.

Quelle: www.ren21.net

5.3.08

(Finanzen) Bank Sarasin prognostiziert weiter hohe Solar-Wachstumsraten

Auch angesichts der derzeitigen Marktlage schätzt die Bank Sarasin den Bereich Erneuerbarer Energien weiterhin als wachstumsträchtig ein. Wie die Bank mitteilt, ist der globale Markt für Solarenergie 2007 um mehr als 40 Prozent gewachsen. Hinsichtlich des Investitionsvolumens und der Anlageperformance habe dieser Bereich bei den „sauberen Energien“ am besten abgeschnitten. Die Bank Sarasin rechnet für 2008 weiterhin mit einem globalen Wachstum von 40 bis 50 Prozent von 2,3 auf 3,5 Gigawatt (GW).

Auch für den Windmarkt seien die Aussichten ungebrochen gut. Wachstumsperspektiven von jährlich 25 Prozent unterstrichen dies. Biokraftstoffunternehmen würden dagegen weiter unter den hohen Rohstoffpreisen für Mais, Weizen sowie Pflanzenöle leiden. In diesem Bereich favorisiert die Bank Sarasin Investitionen in so genannte Zweit-Generation Biokraftstoffe oder den Einsatz von Biomasse. Außerdem hat die Bank neue Wachstumsmärkte wie Wellenenergie, Erdwärme, Solarwärme aber auch Technologien zur Energiespeicherung identifiziert.

Unterstützung erhalten die Erneuerbaren Energien der Einschätzung zufolge auch von staatlicher Seite. Verschiedene Regierungen setzten in den letzten Monaten klare positive Signale: So böten einige US-Staaten für Investitionen in Erneuerbare Energien attraktive Steuerersparnisse. Die neue australische Regierung habe erst im Dezember 2007 als erste Amtshandlung das Kyoto-Protokoll zur Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase unterzeichnet. Der aktuelle Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Förderung Erneuerbarer Energien schaffe zudem die Grundlage für 20 Prozent Erneuerbare Energien bis 2020 in der Europäischen Union. Diese politisch bindende Zielsetzung der EU fördere, so die Experten der Bank Sarasin, den Klimaschutz nachhaltig und präge maßgeblich die weiteren positiven Aussichten im Bereich der Erneuerbaren Energien.

2.3.08

(Finanzen) Fauler Zauber mit sicheren Fonds

Zum Beispiel der Absolute-Return-Fonds der UBS. Er soll in jedem Fall eine Rendite erzielen - das gilt aber nur für die Grossbank selber.

«Anleihenportefeuille mit Absolute-Return-Ansatz: die optimale Plattform in jedem Zinsumfeld»: So bewirbt die Grossbank UBS ihren Anlagefonds UBS Absolute Return Bond. Weiter ist zu lesen, dass «das Verlustrisiko möglichst gering gehalten wird». Absolute Return - das bedeutet so viel wie: in jeder Marktsituation eine positive Rendite erwirtschaften. Die ideale Anlageform also für den sicherheitsbewussten Anleger, der sein Vermögen mindestens werterhaltend investieren möchte. Dafür kassiert die UBS eine stattliche jährliche Verwaltungsgebühr.

Seit einem Jahr steht der Fonds mit zehn Prozent im Minus. Er leidet an derselben Krankheit wie die UBS auch - an der US-Hypothekenkrise. Über 20 Prozent des Fondsvermögens sind in Hypothekenpapieren angelegt, dazu kommen weitere Obligationen mit schlechter Bonität. «Es muss zwar weiterhin mit schwankenden Phasen gerechnet werden, doch beurteilen wir die Zukunft optimistischer als 2007», sagt UBS -Sprecherin Tatjana Domke dem Beobachter.

Quelle: Beobachter vom 22.2.08

27.2.08

(Umwelt) Umweltfreundlicher Solarstrom

Strom aus Solarzellen erspart der Atmosphäre im Vergleich zum Normalstrom fast 90 Prozent der schädlichen Emissionen.
Das berichtet ein Forscherteam um Vasilis Fthenakis vom Brookhaven National Laboratory der US-Regierung im Fachblatt "Environmental Science & Technology" der Amerikanischen Chemikalischen Gesellschaft ACS.

Die Wissenschaftler hatten in einer Ökobilanz untersucht, wie viel Treibhausgase, Schwermetalle, Stickoxide und Schwefeldioxid bei Produktion und 30 Jahren Betrieb verschiedener Photovoltaikmodule entstehen. Sie berücksichtigten auch die Gehäuse und Verkabelung der Module. Dabei stützen sie sich auf Abgasdaten 13 europäischer und amerikanischer Solarzellenhersteller aus den Jahren 2004 bis 2006.

Am besten schnitten in der Untersuchung Dünnschicht-Solarzellen aus Cadmium-Tellurid (Cd-Te-Zellen) ab. Über die Produktion und die auf 30 Jahre veranschlagte Lebensdauer gerechnet verursachen die Module beispielsweise 90 bis 300 Mal weniger giftiges Cadmium pro Kilowattstunde als ein Kohlekraftwerk mit optimal funktionierenden Filtern. Generell hätten Dünnschichtzellen trotz ihrer geringeren Stromausbeute eine bessere Bilanz als herkömmliche Silizium-Module, weil sie weniger Energie bei der Herstellung benötigten.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Photovoltaik-Techniken seien jedoch klein im Vergleich zu dem, was sie an Emissionen einsparen könnten. Mindestens 89 Prozent der Luftschadstoffe aus der gegenwärtigen Elektrizitätsproduktion könnten mit der Photovoltaik vermieden werden, schreiben die Autoren. Da die Techniken zur Solarzellenproduktion sowie die Energieausbeute der Module sich ständig verbessere, müsse diese Ökobilanz regelmäßig erneuert werden.

Quelle: VERIVOX 2008

20.2.08

(Umwelt) Genossenschaften mit Potential

Die Coop Genossenschaft Schweiz sorgt in diesen Tagen für Aufsehen mit einem Geschäftsergebnis, das die Konkurrenz alt aussehen lässt. So hält der Tages-Anzeiger vom 20.2.08 fest: «Coop ist 2007 erfolgreich weiter gewachsen und hat die Migros in der Dynamik erneut hinter sich gelassen.» Umsatz und Gewinn stiegen um sieben resp. 13 Prozent. Und das alles bei Preissenkungen für rund 800 Artikel.

Doch Coop ist nicht nur billig und davon soll hier auch nicht die Rede sein. Coop ist vielmehr und trotz seiner Billiglinie ein Unternehmen, das auf die Umwelt Rücksicht nimmt. Der Erfolg der nicht ganz so billigen Naturaplan-Linie steht dafür ebenso wie das jüngste Bekenntnis des zweitgrössten Detailhändlers, in 15 Jahren ein CO2-neutrales Unternehmen zu sein. Doppelseitige Anzeigen in verschiedenen Zeitungen, eine beispiellose Kampagne hierzulande, machen derzeit darauf aufmerksam: «Mit dieser Vision setzt Coop, Pionier und Schrittmacher in Sachen Nachhaltigkeit, einmal mehr ein Zeichen. Denn die Auswirkungen des Klimawandels werden immer bedrohlicher für die Umwelt, das verlangt nach Taten und nicht schönen Worten.»

So bekennt sich Coop zu einem Ziel, an dem sich das Unternehmen messen lässst. Schade nur, dass sich geneigte AnlegerInnen an einem solchen nicht auch finanziell beteiligen können. Aber: Sie können ihre Konsumentenmacht ausspielen – und schlicht und einfach die Einkäufe noch vermehrt bei Coop tätigen.

Eine Genossenschaft macht Furore in Sachen Nachhaltigkeit. Und vielleicht ist es eben kein Zufall, dass es eine Genossenschaft und keine Aktiengesellschaft ist.

15.2.08

(Umwelt) Windenergie-Weltmarkt boomt weiterhin

Nach der neuesten Statistik wurden 2007 weltweit gemäss Schätzungen des Global Wind Energy Council (GWEC) rund 20.000 MW an Windenergie-Kapazität installiert. Damit wuchs der Weltmarkt um rund 30 Prozent. "Der Zubau von rund 20.000 Megawatt in 2007 entspricht einem weltweiten Umsatz der Windindustrie im Neuanlagengeschäft von deutlich über 20 Milliarden Euro. An diesem riesigen Markt partizipieren die deutschen Hersteller und Zulieferer in hohem Maße. Das Exportgeschäft wird zunehmend zum wichtigsten Standbein für die deutsche Windindustrie", sagte Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems. Insgesamt betrug die deutsche Wertschöpfung in 2006 weltweit über 5,6 Milliarden Euro. Für 2007 werden im Neuanlagengeschäft 7,4 Milliarden Euro erwartet. "Rund 1,7 (2,3) Milliarden Euro wurden in Deutschland in neue Windturbinen investiert", so Hermann Albers, Präsident des BWE. "Der Inlandsmarkt kommt zunehmend unter Druck, weil auf der einen Seite steigende Rohstoff- und Energiepreise Windenergieanlagen verteuern und auf der anderen Seite die gesetzlich fixierte Vergütung für Windstrom in Deutschland jedes Jahr sinkt".

Insgesamt waren Ende 2007 in Deutschland 19.460 (18.685) Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 22.247 (20.622) MW installiert. Den größten Zuwachs verzeichneten 2007 die Bundesländer Niedersachsen (368 MW), Sachsen-Anhalt (253 MW) und Brandenburg (231 MW). "Noch liegt Deutschland mit an der Weltspitze, aber andere Länder holen in großen Schritten auf. Die Investitionen fließen in die Länder mit günstigeren Rahmenbedingungen. Um die führende Stellung der deutschen Windindustrie im weltweiten Wettlauf zu behaupten, ist ein stabiler Heimatmarkt von immenser Bedeutung. Deshalb müssen bei der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Rahmenbedingungen in Deutschland mit Weitsicht neu gesetzt werden", so Herdan weiter.

Ein wichtiger Baustein ist das Repowering: Der Ersatz von Windenergieanlagen der ersten Generationen durch moderne, effizientere Turbinen auf der gleichen Fläche. 2007 wurden 108 alte durch 45 neue Anlagen ersetzt. Trotz dieser Reduktion konnte die Gesamtleistung von 41 MW um den Faktor 2,5 auf 103 MW gesteigert werden. Allerdings machten diese Anlagen erst wenig mehr als sechs Prozent der Aufstellungen aus. "Das zeigt zum einen das riesige Potential des Repowerings für den Klimaschutz, aber auch, dass hier noch ausreichende Anreize fehlen", so Albers weiter. Für das Offshore-Segment stehen mit den Vorschlägen der Bundesregierung zur EEG-Novelle die Signale dagegen auf Grün. Zwar wurden auch 2007 noch keine Anlagen im Meer installiert, aber mehrere Projekte konkrekt angekündigt. "Wir müssen die Technologieführerschaft auf das Offshore-Geschäft ausdehnen. Die Rahmenbedingungen für die Offshore-Windenergie sind richtig gesetzt und Deutschland muss sich jetzt im Wettbewerb mit England und den skandinavischen Ländern behaupten", sagte Herdan.

Quelle: Bundesverband Wind Energie e.V. 2008

13.2.08

(Finanzen) Faber sieht überall nur Blasen

Die expansive US Geldpolitik seit 1999/2000 erzeugte enorme Liquidität und in vielen Sektoren und Regionen entstanden Blasen. Die negativen Folgen der heutigen Kreditverknappung und deren Auswirkungen auf die Anlagemärkte präsentierte Marc Faber zuletzt in Zürich. Faber, Managing Director der Marc Faber Limited, Hong Kong, und bekannter Börsenguru (www.gloomboomdoom.com): „Interessant ist, daß normalerweise Blasen in einem einzelnen Land oder in einem einzelnen Sektor entstehen – beispielsweise in Japan 1989 oder im TMT Sektor im Jahr 2000 – jedoch nicht in mehreren Bereichen gleichzeitig. Seit 2002 erleben wir jedoch in allen Anlageklassen entsprechende Anlageblasen, bis hin zu Kunst und sonstigen Sammlerobjekten.“

Im Mittelpunkt steht derzeit der Finanzsektor, der mit den Folgen der geplatzten US Immobilienblase zu kämpfen hat. Das Risiko steigender Inflation in Kombination mit einer möglichen Rezession mache fast alle klassischen Anlagekategorien unattraktiv. Die Ausnahme bilden Rohstoffe, Edelmetallen und selektiv auch kurzfristige Anleihen. Japanische Aktien beurteilt Faber auch positiv: „Die japanischen Unternehmen haben Schulden reduziert und die operativen Gewinne gesteigert.“

Nach Ansicht von Faber befinden sich große Teile der US Wirtschaft bereits in einer Rezession und der Federal Reserve bliebe keine Alternative als die Zinsen zu senken. Die Banken und Finanzinstitute sind derzeit dazu gezwungen, das Kreditwachstum zu reduzieren und die Risiken zu reduzieren. Dies wird nicht ohne Folgen für die Realwirtschaft bleiben können. Den Ölpreis sieht Faber langfristig ansteigend. „In Asien leben derzeit 3,6 Milliarden Menschen und sie verbrauchen aktuell soviel Öl wie die USA mit 300 Millionen Einwohnern“, erklärt Faber. Wenn man die starke Nachfrage nach Automobilen in China und Indien berücksichtigt, sind die Anzeichen für steigende Ölpreise sehr deutlich – auch wenn nach Ansicht von Faber der Ölpreis auch kurzfristig noch auf rund 70 USD korrigieren könnte.

Die guten Aussichten für Agrar-Rohstoffe und andere physische Rohstoffe lassen nach Ansicht von Faber die Investition in Plantagen und landwirtschaftlichen Flächen sinnvoll erscheinen. Faber: „Anstatt in der City of London Immobilien zu kaufen würde ich landwirtschaftliche Flächen und Betriebe empfehlen. Das Problem ist nur, daß man dann auch Traktor fahren lernen sollte. Landwirtschaftliche Produkte sind heute real gesehen tief bewertet.“

Kritiker der Verschuldungspolitik der USA prognostizieren einen starken Verfall des US Dollars und dazu müssen sie sich noch gar nicht zu den fundamentale Kritikern des heutigen Papiergeldsystems zählen. Diese Gruppe wiederholt immer wieder das bekannte Voltaire-Zitat, wonach Papiergeld früher oder später zu seinem inneren Wert – Null – zurückkehren sollte. Marc Faber gehört zu jenen Experten, die ebenfalls von einem starken Wertverfall des US Dollars ausgehen und Gold als Alternative zur Absicherung betrachten. Faber: „Es gibt ein unbeschränktes Angebot an Papiergeld – aber nur ein begrenztes Angebot an Gold, Silber und Platin.“

Quelle: http://ch.e-fundresearch.com

25.1.08

(Finanzen) Karnevalsscherz oder Etikettenschwindel

Welche Aktiengesellschaften sind vorbildliche Nachhaltigkeitsunternehmen? Der Windturbinenbauer Gamesa, der Chemiekonzern Henkel mit seiner starken Öko-Bilanz, der Versorger Scottish & Southern mit seinem Erneuerbare Energien Portfolio? Oder die Skandalnudel Nestle, die Fluggesellschaft Air France, der Atomkraftwerke ausrüstende Megakonzern General Electric? Falsch geraten! Nur die Letztgenannten zählen zu den 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt. Zumindest nach Einschätzung der Initiatoren eines Rankings, das jetzt auf dem Weltwirtschaftforum in Davos vorgestellt wurde. Zum nunmehr vierten Mal haben die auf Nachhaltigkeitsanalysen spezialisierte Innovest und das kanadische Fachmagazin für Nachhaltigkeit, Corporate Knights Magazine, dort ihre Auswahl präsentiert. Sie erscheint von Jahr zu Jahr fragwürdiger.

Laut den Initiatoren werden für ihre Auswahl weltweit rund 2000 börsengelistete Blue-Chip-Unternehmen auf ihre Nachhaltigkeitsleistung hin untersucht. Ausgewählt würden die hinsichtlich der Aspekte Umwelt, sozialer Verantwortung und Corporate Governance Nachhaltigkeitsbesten ihrer Branche. Mit ihrer „vorbildlich und konsequent durchgeführten Nachhaltigkeitsstrategie“, so ihre Darstellung, seien die Aktien dieser Gesellschaften ein zu empfehlendes nachhaltiges Investment. Konkrete Begründungen für die Aufnahme in die Liste oder den Ausschluss von einzelnen Unternehmen waren von den Initiatoren bislang nicht zu erhalten.

Die Auswahl der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt nennt 25 Firmen aus Großbritannien, 16 haben ihren Sitz in den USA und 13 in Japan. Aus Deutschland, Weltmeister in Sachen Erneuerbarer Energie und Umwelttechnologie, wo selbst umstrittene Energiekonzerne wie RWE und E.ON verstärkt auf Umwelttechnologie setzen und der DAX-Primus Allianz Hunderte Millionen Euro in Erneuerbare Energien investiert, schafften es nur sechs Firmen in die Auswahl. Darunter mit SAP, Fresenius Medical Care AG und der Deutsche Börse AG drei der wenigen Gesellschaften aus dem DAX, die in ihren Geschäftsberichten keinerlei Angaben über Klimaschutzaspekte machen (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 22. Mai ). Die übrigen drei sind adidas, BASF und die Deutsche Post AG. Henkel war bislang in der Auswahl vertreten, ist nun aber herausgenommen worden.

Ebenfalls herausgeflogen ist neben Scottish & Southern und Gamesa zum Beispiel Google, obwohl der Suchmaschinenanbieter als vorbildlicher Arbeitgeber gilt und erst vor kurzem ein umfassendes Investitionsprogramm für alternative Energieerzeugung ankündigt. Auch der Nestlekonzern, kritisiert unter anderem für den Einsatz von Gentechnik in Lebensmitteln, schaffte es als Neuaufnahme in die Auswahl.

Quelle: www.ecoreporter.de

23.1.08

(Finanzen) Nachhaltig oder was?

Nachhaltiger Konsum ist der neue Mega-Hype, so der Befund vieler NachhaltigkeitsanalystInnen, die mit dem so genannten LOHAS-Phänomen hausieren. Noch so ein Fremdwortmonster also, das die Sustainability-Szenerie bereichert: Es steht für Lifestyle of Sustainability and Health – also für den nachhaltigen und gesunden, aber auch genussvollen Lebensstil einer stets grösseren kaufkräftigen Bevölkerungsgruppe. Diese leistet sich gut und gerne allerlei Produkte, die mit dem Etikett der Nachaltigkeit – oder eben der Sustainability – versehen, der Kundschaft auch viel Geld aus der Tasche ziehen. So viel auf jeden Fall, dass beispielsweise die Branche biologisch erzeugter Lebensmittel in ganz Europa wiederholt jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich aufweist.

Bildet das LOHAS-Phänomen die Basis für eine erfolgversprechende Finanzanlage? Welche Bereiche dafür in Frage kommen, verdeutlichte eine Veranstaltung der Zürcher Ratingagentur Inrate. Ein Grossteil der Haushaltausgaben geht demnach drauf für Ernährung, Behausung und Energie, Kommunikation im weitesten Sinne sowie Schönheit und Mode. Immer beliebter sind Produkte, die auf nachhaltige Art und Weise die entsprechendene Bedürfnisse befriedigen – etwa jene des Computer-Giganten HP mit einem besonders nachhaltigen Produktionsprozess, des Schweizer Geräteherstellers Schulthess mit den effizienten Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen, des britischen Detailhändlers Tesco mit einem transparenten und vielfältigen Produkteangebot und der schwedischen Kosmetikfirma Oriflame, die über ein umfassendes Recycling-System verfügt.

In der Zeit allgemein rückläufiger Aktienkurse mag man oder frau sich kaum für Wertpapierkäufe erwärmen, auch nicht für nachhaltige, die teils sogar besonders schmerzlich vom Crash in Raten betroffen sind. Dennoch scheint Vertrauen angebracht, so zumindest die Meinung von Paola Ghillani, die hierzulande unter anderem der fair gehandelten Banane zum Durchbruch verhalf. Sie sieht den Schlüssel bei einer bewussten Konsumentenschaft, die sich mit den richtigen Informationen versorgt und dank ihrer machtvollen Nachfrage den nachhaltigen Produkten den nötigen Schub geben wird. Die Hersteller ebendieser werden an bereits erzielten Erfolgen anknüpfen, der Wiederaufschwung an der Aktienfront nicht ausbleiben. Dabei könnten sich gemäss Ghillani insbesondere Schweizer Produkte und Produzenten einen schönen Teil des nachhaltigen Erfolgskuchens sichern könnten, wenn sie nur wollten.

17.1.08

(Finanzen) Die Fonds des Jahres 2007

Die meisten nachhaltigen Aktienfonds taten sich schwer mit dem letzten Monat des Jahres 2007: 37 von 85 Fonds der Auswertung der Datenbank ECOfondsreporter landeten im Minus. Weitere 18 steigerten den Anteilswert um weniger als ein Prozent; 12 legten zwischen einem und zwei Prozent zu, mehr als fünf Prozent Plus verbuchten nur sechs Produkte. Plus 12,06 Prozent erwirtschaftete der Überraschungssieger im Dezember, der Dr. Höller Prime Elements Fund Fire Luxemburger Kapitalanlagegesellschaft (KAG) IPConcept Fund Management S.A.. Das Management des Fonds liegt bei der Züricher Dr. Höller Vermögensverwaltung GmbH, er ist erst seit dem 31. Mai 2007 in Deutschland erhältlich. Der Fonds kauft schwerpunktmäßig Aktien aus Bereichen der Erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Geothermie, Solarenergie, Biomasse und Windenergie. Das Portfolio setzt sich nach Angaben der KAG aus 40 bis 50 überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen weltweit zusammen. Ziel sei es, besonders innovationsstarke Titel zu finden. Die zehn größten Aktienpositionen des Fonds waren Ende Dezember: Die Solarunternehmen First Solar Inc. (5,39 Prozent), Suntech Power Hldgs. Co. Ltd. (4,67 Prozent), Canadian Solar Inc. (4,19 Prozent), Renesola Ltd. (3,97 Prozent), JA Solar Holdings Co. Ltd. (3,71 Prozent), Yingli Green En. Hdlg. Co. Ltd. (3,33 Prozent), Q-Cells AG (3,22 Prozent) und Hoku Scientific Inc. (2,75 Prozent). Mit 2,82 Prozent war der finnische Stromkonzern Fortum OYI vertreten, die Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG mit 2,74 Prozent.

Auf Jahressicht waren häufig Fonds erfolgreich, die stark in Umwelttechnologie und Erneuerbare Energien investiert haben. Der Spitzenreiter war 2007 der Allianz-dit Global EcoTrends der Frankfurter Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft (KAG). Mit einem Wertzuwachs von 53,08 Prozent ist er der Fonds des Jahres 2007. Das Fondsvermögen hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt, von 382,42 Millionen Euro Ende 2006 auf 827,87 Millionen Euro Ende Dezember 2007. Der Allianz-dit Global EcoTrends ist damit der fünftgrößte nachhaltige Aktienfonds in Deutschland.

Die zehn größten Positionen des Fonds kommen sämtlich aus der Wind-, und Solarenergiebranche, zusammen machen sie gut 53 Prozent des Fondsvermögens aus. Zu Ende Dezember hat sich die Gewichtung gegenüber dem Vormonat (Werte in Klammern) deutlich verändert. Den größten Anteil hatten Aktien des dänischen Weltmarktführers bei Windkraftanlagen Vestas Wind Systems A/S mit 9,85 Prozent (6,91), gefolgt von der chinesischen Solarmodulproduzentin Suntech Power Holdings Co, Ltd. mit 7,94 Prozent (6,74), dem des US-amerikanischen Hersteller von Dünnschichtsolarzellen First Solar Inc. mit 7,27 Prozent (8,84), dem spanischen Windanlagenbauer Gamesa Corporation Tecnologica SA mit 5,91 Prozent (5,67), dem norwegischen Siliziumhersteller Renewable Energy Corporation mit 4,48 Prozent (8,11), der US-Entsorgungsspezialistin Stericycle Inc. mit 4,36 Prozent (2,68), der deutschen Solarzellenherstellerin Q-Cells AG mit 3,84 Prozent (3,96), dem indischen Windturbinenproduzenten Suzlon Energy Ltd mit 3,56 Prozent (4,79), der US-amerikanischen Solarzellenproduzentin Sunpower Corp mit 2,96 Prozent (2,92) und dem chinesischen Solarunternehmen Yingli Green Energy Holding mit 2,80 Prozent (1,68).

Die drei besten nachhaltigen Aktienfonds der letzten drei Jahre waren Ende 2007 der Espa WWF Stock Umwelt mit 94,41 Prozent Plus, der UBS (Lux) Equity Fund - Global Innovators B mit 94,15 Prozent Plus und der Pioneer Funds - Global Ecology mit plus 87,18 Prozent.
Auf Sicht von fünf Jahren liegen dieselben Fonds vorn, allerdings in anderer Reihenfolge: UBS (Lux) Equity Fund - Global Innovators B (plus 175,17 Prozent), Pioneer Funds - Global Ecology (plus 145,75 Prozent), Espa WWF Stock Umwelt (plus 126,87 Prozent).

Quelle: www.ecoreporter.de

6.1.08

(Finanzen) Glänzendes Börsenjahr 07 für regenerative Aktien

Das Jahr 2007 hat den Anlegern nachhaltiger Investments hohe Kursgewinne beschert. Das weltweite Börsenbarometer für regenerative Energien, der RENIXX World, stieg im abgelaufenen Jahr um 107,3 Prozent (2006: + 42,2 Prozent) auf den Schlussstand von 1918,71 Punkten, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. „Die Öl- und Gaspreise sowie die Sorge um das Weltklima dürften auch 2008 der entscheidende Treibsatz für die Kursentwicklung sein“, sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Die 30 internationalen Unternehmen im RENIXX werden nach der turnusmäßigen Neugewichtung aktuell mit 135 Milliarden Euro an der Börse bewertet, vor einem halben Jahr waren es erst 74 Milliarden Euro.

Mit zehn der insgesamt 30 internationalen RENIXX-Aktien konnten Anleger im Jahr 2007 Kursgewinne von mehr als 100 Prozent erzielen, vor allem mit Titeln aus der internationalen Solarbranche. Den höchsten Kursgewinn 2007 erzielte das amerikanische Solarunternehmen First Solar (+ 714,1 %), vor der chinesischen JA Solar (+273,8%), Sunpower (250,8%), Yingli (235 %), Solon (+204,4%) und Q-Cells (+186,5%). Von den Windaktien erreichte Nordex ein Kursplus von 129,5%, vor dem dänischen Hersteller Vestas (123,8%). Die schwächste Performance im RENIXX verzeichnete 2007 die EnviTec Aktie mit einem Kursverlust von 52,3%, vor den Aktien der amerikanischen Bioethanol-Anbieter Aventine (-51,6%) und Pacific Ethanol (-51,5%) sowie der Conergy Aktie (-48,1%).

Zum Jahreswechsel 2007/2008 wurden im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung auf der Basis der Börsenkapitalisierung Änderungen in der RENIXX-Zusammensetzung vorgenommen. Neu in den RENIXX World aufgestiegen sind der spanische Windprojektierer Iberdrola Renovables, der britisch-amerikanische Windkraftanlagenhersteller Clipper, der taiwanesische Solarzellen-Hersteller Motech, das chinesische Solarunternehmen Solarfun Power, der Solar-Equipment-Hersteller Meyer Burger aus der Schweiz und der deutsche Biogasanlagen-Hersteller Schmack Biogas. Aus dem RENIXX abgestiegen sind die Solaranbieter Conergy, Ersol und Renesola, der Bioethanol-Produzent Aventine, der Biogasanlagen-Hersteller EnviTec Biogas sowie der Brennstoffzellen-Anbieter Plug Power.

Der RENIXX® (Renwable Energy Industrial Index) World wurde vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) im Jahr 2005/2006 konzipiert und ist der erste weltweite Branchen-Aktienindex für erneuerbare Energien, der die Performance von Unternehmen der globalen Regenerativen Energiewirtschaft abbildet.

Quelle: IWR 2008